Di- heutige Nummer umfoht 16 Seiten.
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inbacü übertragen und bestimmt, daß die Gemeinde jähr^ Schiifenberg sechs Malter reines Korn nach Wetzlarer
Minislerpräsidenl Geschow und das Gefolge trafen 11.25 Uhr int bulgarischen Sonderung in Wildpars Der König trug bulgarische Uniform mit dem Bande
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Der Streit um die Steinbacher Uircheneinlünfte im Jahre (285.
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Maß und 10 Schillinge leichter Pfennige zahlen solle. Außer dem sollen sic ohne Widerspruch Baudicnste an der Mutterkirchc in Sdiifcnberg leisten und von jedem Haus dem ftloftrr einen Erntearbeiter »ur Verfügung stellen. Bei diesem Urteil hatten die ZchiffenbQger Mönche dem Lsrrdgrasen die Fälschungen der
Arbeitervereine £ fix, Süd- und West- Frankfurt a. M. hat einen päpstlichen
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Schwarzen Adlerordens.
Beim Empfang auf dem Bahnsteig wurde auch Reichskanzler vom König lebhaft begrüßt. Die Monarchen schritten die Ehrenkompagnie ab und nahmen deren Vorbei marsch entgegen. Auf dem Wege vom Bahnhof nach dem Neuen Palais bildeten die Truppen der Garnison Potsdam Spalier. Außerdem hatte sich zahlreiches Publikunt ein-
gefunden. Von einer Eskorte des Leibhusaren-Regiments begleitet und von Hochrufen begrüßt, fuhren die Majestäten nach dem Neuen Palais Im ersten offenen Wagen ä la Dan- mont saßcnt der Kaiser und der König, int zweiten folgten die Königin, die deutsche Kronprinzessin und die Prinzessin Viktoria von Preußen, im britten der bulgarische Kronprinz, Prinz Knrill, Prinz August Wilhelm, Generalleutnant von Boehn. An der Gartenseite des Neuen Palais stand als zweite Ehrenwache die Leibkompagnie des ersten Garde- Regiments zu Fuß. Im Muschelsaal fand Empfang mit großem Vortritt statt. Tie Wohnung der bulgarischen Herrschaften ist in den Roten Kammern im Neuen Palais.
Die Maiestäten nahmen vor dem Neuen Palais noch einen Vorbeimarsch der gesamten Truvpenspaliere in Sektionen entgegen. Der Kaiser und die Kronprinzessin geleiteten die bulgarischen Herrschaften in ihre Gemächer. Im Apollos aal fand Familienfrüh st ückstafel' statt, an der auch die Kaiserin teilnahm. Es erfolgten eine große Reihe von Ordensauszeichnungen Ter Kaiser verlieh dem König von Bulgarien die Kette zum Schwarzen Adlerorden, der Königin den Luisenorden mit der Jahreszahl 181314, dem Prinzen Kyrill den Schwären Adlerorden.
Der Kaiser ernannte brn König von Bulgarien zum Chef des vierten thüringischen Infanterie Regi-
Im Jahre 1285 wurde der Streit durch den Landgrafen cm- Dem Kloster Sd)iffc:ibcrg wurde dos Patronatsreck«
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Im deutschen Zentrumsturm geht es gegenwärtig treppauf, treppab Und man sucht eine Art drahtloser Telegraphie mit dem Vatikan wiederherzustellen, nachdem der Draht durch die unseren Lesern bekannte Berliner Richtung durchschnitten worden war Der alte Streit um die ckrist licheu Gewerkschaften ist heftiger entbrannt als je. Mit Schrecken muß der alte Kardinal Fischer erkennen, daß her scheinbare Erfolg seiner letzten Romreise vor zwei Jahren beim Heiligen Vater wieder in nichts zerflossen ist. Beredtere Zungen haben den Kircl>enntonarchen umzustimmen vermocht. Am Psingstdienstag hatte der Delegiertentag des Verbandes katholischer Arbeitervereine „Sitz Berlin" einen Wortführer nach Rom geschickt, um dem Papst eine Huldigungsadresse zu übermitteln. Pius X. soll dem Herrn u. a. wörtlich erwidert haben:
„Euch lobe ich, euch billige ich, und euch erkenne ich an, und mit allen Kräften strebe ich an, daß alle eure Grundsätze sich zu eigen mathen mögen. Die anderen billige ich nicht, ich verdamme sie nicht, denn es ist nicht meine &atbc, zu verdammen: jedoch ihre Grundsätze, welche falsch sind, kann ich nicht anerkennen."
Der letzte Satz bezieht sich natürlich auf die christlichen Gewerkschaften, die der Berliner Richtung und, schon seit langer Zeit, auch den vatikanischen Kreisen nicht katholisch genug sind. Die neue Richtung, der die Modernistenhetze zu verdanken ist, will auch auf dem Gebiet der Arbeiterorganisation strenge Unterwerfung unter den Willen des Papstes. Auch die letzte Tagung
Mb. ab 1901' 11. b. 1914. ‘ M b. 1910 Ml. b. 1910 om, .
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Herrn Kardinal-Staatssekretärs an die beiden Kongresse in Berlin und Frankfurt (Main) und der Anrede des Heiligen Vaters. Diese letztere, mag sie auch ihrem wesentlichen Inhalte nad) ten Ideen Sc. Heiligkeit in bezug auf die Verurteilung der Irrtümer, die jeder gute Katholik verurteilen muß, entsprechen, so hat sie bod) keinen authentischen Charakter und kann deshalb durchaus nicht in Frage kommen oder Gegenstand der Diskussion bilden Was die Telegramme des Kardinal-Stc^ltssekretärs an- betriitt, so kennt bcr Heilige Stuhl vollkommen den Unterschied zwischen den Katholischen Arbeitervereinen einschließlich jener des südlichen, östlichen und westlichen in Frankfurt a M. versammelt gewesenen Arbeiterverbandes und der interkonfessionellen Gewerkschaften. Im übrigen lobt und ermutigt Se. Heiligkeit mit gleichem Wohlwollen die verschiedenen katholischen Vereine Teutfch- lands, die nad) den besonderen Bedürfnissen der verschiedenen Diözesen und Provinzen gegründet sind. Jedoch ist zu bemerken, daß, während die Berliner Arbeitervereine keine Berührung mit den interkonfessionellen Gewerkschaften haben, dies hingegen bet den Katholischen Arbeitervereinen des genannten Kartells der
politische Wochenschau.
Gießen, 8. Juni.
Der italienisch-türkische Krieg ist nach der Besetzung bon Rhodos wieder in das gewohnte ruhigere Geleise gekommen, die spannende Lage der Franzosen in der Stadt Fez hat sich nach einigen Erfolgen Liauteys wieder einigermaßen gelöst, und da wir dem Hochsommer entgegenschreiten, so schien es in der Politik sttlle werden zu sollen. Da krachten gestern im ungarischen Abgeordnetenhause töb- l'.che Revolverfchüsse. Durch einen schmählichen Mord- anschlag hat der oppositionelle Abgeordnete Kovacs die Niederlage seiner Partei rächen und den verhaßten Präsident«^» Tisza in den Staub strecken wollen. Täe Schreckenstat ist glücklicherweise gescheitert: der mörderische Politiker hat sich selbst gerichtet. Hat aber mit seiner Tat der eigenen Partei zu all ihrem Mißerfolg noch den schwersten Schlag versetzt Der laltblütige Tisza hat den Anschlag sogleich ganz gelassen als die Tat eines Irrsinnigen bezeichnet, über die man zur Tagesordnung übergehen könne. Cb das traurige Ende Kovacs — wenn er am Leben bleibt, werden ihn seine Ausflüchte, er habe nur Schreckscirüsse abgeben wollen, vor einer schweren Frci- geitsstrafe nicht bewahren — auf die Partei der Iusth mb Llpponyi endlich ernüchternd wirken wird? Es war doch ein Rausch gewesen, oder auch eine Art Wahnsinn, daß die Minderheit glaubte, mit der „technisckjcn Obstruktion" überzeugend und siegreich wirken zu können. Tie Ber- irilderung des Parlamentarismus rächt sich immer an ihren Urhebern, und diese Rache hat die ungarischen Oppositionellen schnell und gründlich getroffen. Kein Mensch außer ein paar fanatischen Rechthabern hält sie für Märtyrer. Und die Wenigen, die noch< mit ihnen sympathisierten, werden der gestrigen Wahnsinnstat scheu den Rücken kehren. Graf Tisza aber hat durch den neuen Beweis seiner Kalt« Gütigkeit die Zahl seiner Bewunderer gemehrt. Jede weitere Aktion der Opposition ist einstweilen lahmgelcgt,
Fall ist. Tie interkonfessionellen G e iu e r t i d) a f t c n , wenn iic and) praktisch zugelassen unb bet halb bi* ietzt vom Heiligen Stuhl nicht verurteilt sind, können iebom, fta sie als solche von bat katholischen Grundsätzen nnd der kirchlichen Autorität absehen, eine Gefahr für ihre katb o- lischen Mitglieder bilden Daher ist es gekommen, daß, während bas nach Berlin gerichtete Telegramm nur aut Billigung und Lob lautete, jenes nach Frankfurt gesandte zugleich eine väterliche und zeitgemäße Ermahnt, ng enthielt, um aut die genannte Gefahr für die guten Katholiken, bereu beste Gesinnungen der Heilige Vater keimt nnd für welche er wie für bie übrigen Glättbigen Deutschlands das größte Wohlwollen hegt, aufmerksam zu machen Tast vorstehende Erklärung Wort für Wort den Intentionen des Apostolischen Stuhles entspricht, dafür übernehme id> die öffentliche Verantwortung Heiner, Ubitorc der Römischen Rota
Tas ist deutlich genug, und die ».Köln. Volksztg." findet sich mit dieser authentischen Willensmeinung nur mühsam ab, indem sie „die beruhigende Einwirkung" begrüßt, aber eine wirklickw und wirksame Beruhigung „kaum erwartet". „Bis jetzt" hat der Papst die interkonfessionellen Gewerkschaften nicht verurteilt: es kann also noch so weit kommen. Wer wird nachgeben, ober wird der Riß im Turm immer llaffender werden? Tie , Köln. Volksztg." schrieb noch, „der Appell an den bess c r z u n n t c r r i ch t ende n P a p st sei keine Ehrfurchtsverletzung". Unb int „Tag" verlangt Pfarrer Fe ja gleichfalls Reute ^.i dadurch, ..daß das private Antichambrieren mi Zeitungs-, B ro s ch ü r e n b ü n d e l ii usw. im Vatikan verboten und für Ergebenheitskundgebungen der Instanzenzug über den Episkopat angeordnet wird". Das klingt spöttisch und grollend zugleich.
Der bulgarische Königsbefud) beim Kaller
Potsdam, 7. Juni. Der K ö n i q unb bie ft ö * n i g i n von Bulgarien, der Kronprinz. Prinz Kyrill,
der Urkunde eine neue Zeile: an den Schluß der vorhergehenden Zeile setzte man also den Namen Steinbach. Daß er etwas sehr eng zusammengeschrieben wurde, was tats? Er stand doch da unb das würde für die Steinbacher schon genügen. Aber es genügte ihnen nickt. Zwar scheinen sie nidns dagegen cingcroenbet zu' haben, baß Sdnfftmberger Geistliche den Gottesdienst ver sahen. Als abtr die Schisfenberger Chor Herrn zu beguem zu diesem Dienst wurden, mir die reichen Einkünfte einzogen und die Kirchen durch einen absetzbaren und schlecht bezahlten Kaplan besorgen ließen, also das Patronat beanspruchten, da wollten die Steinbacher sich das nickt bieten lassen. Sic legten Beschwerde ein beim ft an da raten Heinrich I. von Hessen, der inzwischen (1265) die Herrschaft Gießen von Tübingen erworben hatte und also auch Vogtherr des Klosters Schiffenberg geworden war. Jedenfalls hatten die Steinbacher Grund zu dieser Beschwerde dadurch, daß die Pfalzgrafen von Tübingen das Patronat für sich besessen hatten.
Aber für den Landgrafen hätte die Urkunde des Erzbischofs Albcro nickt genügt. Deshalb schufen die Mönche — immer in Anlehnung an andere Urfmibcn — noch mehr Fälschungen. Zunächst eine aus dem Jahr 1162 datiert, die den Erzbischof Htllia von Trier die Urkunde Alberos von 1141 laber natürlich mit Steinbach) erneuern läßt, dann eine den Grasen Wilhelm und Otto von Gleiberg zugeschriebene 1162), die die Leistungen der Orte bestimmt. Ter Steinbacher Behauptung gegenüber wurde eine Fälschung ins Jahr 1229 verlegt, die die Streitigkeiten um das Patronatsrecht und die zu leistenden Abgaben durch den Pfalzgrafen von Tübingen zugunsten des Klosters schlichten läßt. Und, um die Sache noch ganz sicher zu stellen, mußte die ehrwürdige Gräfin Clementia noch einmal her halten. Eine ins Jahr 1141 zurückversetzte Fälschung läßt diese Stifterin des Klosters die Brüder schon von vornherein mit der Seelsorge in den sechs Reuroddöriern und der Verpflichtung der Einwohner zu Baudiensten beschenken.
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>8 künbb. ob 1908 W. . . .
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Von Fritz Sauer.
^m Fahre 1129 hatte die Gräfin Clementia von Gleiberg hxH Kloster Schiffenberg gestiftet unb mit ihn: als Einkünfte n den Rodzehnten aus den Dörfern, die im Wiesecker d<ald iurd) Anrodimg entstehen würden. Ums Jahr 1140 entstanden aus diese Art fünf Dörfer, und zwar Watzenborn,. Garbenteich, trlebad'. Chatten und Brombach.'s Der Erzbiukwl.-Ubero von frier übertrug int Ialwe UH dem Kloster .--chnwnberg, da- hm unterstellt war, die Seelsorge in diesen mm Tonern, die U durch Mitglieder des Klosters versehen lamn wUte. ^Natürlich hatten diese Genieiiiden dann auch gewwe Abgaben an ^dnNeit- -erg zu leisten, die eine beträchtliche Einnahme darstellten.
9Än entftoTtb später - 1248 wird erzürn er,tenntal er^ ‘Tätet — noch ein sechster Ort, nämlich ctemback, das bald trcit bedeutender wurde als die andern und wolnn der «ttz des Berichtes, der seither in Gardenie,ch gerne,en war, oer egt rourbe. Gleicht deswegen und auch.wegeni ferner Lage - netter vom :<hii,'enberg als die andern tun, Roddoner — batten bie Bial^ irafen von Tübingen dem ftl öfter nicht die,elben Redste d,c es m den anderen Dörfern bei an auch mr ^u-
W besaß es der Stttwngsnrkunde der Grmtn Clementia ,u M gc den Rodzehmen. ES, ilt möglich, day
fixcii Ansprum auf die Steinbacher Cmtcduc Jeden
»illis hatte es sich vor 1258 — wahr,chein!ick in J^rocunhcit
Pfalzgrafen von Tübingen — diese P rar reckte an fub gebrad^. Tritn 1258 errichtete der Probst Hartmud das Amt eine» Kloster- limmerers und wies ihm bestimmte Einkünfte zu. Zarin-.et steht an erster «teile: von der xap».lle »Uvücin l«,h sechs Malter Korn, zwei Malter Haier und jdm axmlkngL lriijf)tcr Pfennige. Nun war dies aber durchaus kein iitberer Acditz Urfunben, bie des Klosters Rechte batten bartun können, ' btoDicicdUrtunb?num6tcn also besdzafft werden, und da man keine i (drgen besaß, so stellte man eben falsche her. Zunächst nmtzte ! hs Urkunde des Erzbischofs Albero von 1141 ^halten. ort ^rrhe das Wort quincue rünv ,org,am ausradittt und Miiir ’tn eingesetzt: mit den Namen dieser ^.rttchasten. beginnt in
Die drei letztgenannten sind ausgegqngen.
Gleiberger Grasen und jedensalls and) die des Erzbischofs Albero vorgelegt. Schiffenberg war aus dem Streit als Sieger hervor- gegangen.
— Ausgrabungen in Abydos. Die diesjährigen Aus- grabitngcn der Engländer in Abydos haben bedeutend. Ergebnisse gehabt. Besonders bemerkenswert ist ein Graben an. römischer Zeit, in dem zwölf Sandsteinsarkophage gesunden wurden. Rach der „Umschau" tragen die darin liegenden Mumien die blaugoldene Bemalung noch in ursprünglicher Farbenpracht. An einer anderen Stelle fand sich ein weibliches Skelett in vollem Schmucke im Sande eingebettet. Tie Frau trug am Finger einen Ring mit fünf Skarabäen, von denen einer die Kartusche Schcschonk aus der 12. Tynastie enthielt Unter ihr lagen masien- hast Schmuckgegenstände, Skarabäen, Muscheln, Kristalle, Kupfer- unb Eisenringe, Glasperlen usw. Die Nase schmückt ein großer silberner Ring.
kf. Ter Fernsprecher der Taubstummen William Shaw, der infolge einer schweren Genickstarre taubstumm geworben ist, hat soeben, roic bie „Revue" zu berichten weiß, einen Fernsprecher fertiggestellt, den Taubstumme benutzen können, so daß "zwischen ihnen über beliebige Strecken eine Verständigung ebensogut möglich ist, wie zwischen Gefunden mit dem gewöhn Heben Telephon. Natürlich ist der Fernspred>er der Taubstummen keine Maschine, die den Schall verwend t, sondern sie beoient sich des Lichtes als Vermittler. William Shaio hat eine gewöhnliche elektrische Leitung, ine zum Betriebe von Glühlamvcii geeignet ift, mit einer schreibmaschinenähnlichen Vorrichtung verbunden. Schlägt man an der Schreibmaschine einen Buchstaben an, so wird auf einer Tafel durch eine kleine Glühlampe der Buchstabe an der Aufgabe- wie an der Empiangsstelle erhellt und die beiden Taubstummen können sich auf diese Weise miteinander verständigen.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaften. In Wien fand am Freitag vormittag die feierliche Eröffnung der Tagung des Deutschen Werkbundes statt. Als Vertreter des Deutschen Botschafters war Legationsrat v. Betb- mann-Hollweg zugegen, ferner waren die Spitzen der Behörden erschienen. Die hervorragendsten Architekten und 'aumfür'ftcr Deutschlands nehmen an der Tagung teil. — Am zweiten Tage der Versteigerung Tautet ir ii c r i s wurde aus Bildern und Skulpturen e«i Erlös von 6 544 00 Fr, erzielt,
in einem Telegramm, das die Erwar- daß „die dort vertretenen katholischen jedwede Meinungen und Handlungen vermeiden werden, welche den Vorschriften der Kirche auch nur im geringsten widersprechen." Im Lager der „Kölner- Richtung" riefen diese Vorgänge eine gewcütige Erregung hervor, und ihre Presse erging sich in geharnischten Entgegnungen Tie „Köln Volksztg." berief sich auf die Beschlüsse der Fuldaer,fvischofskonferenz, wo bestimmt worden sei, das Urteil darüber, ob Gestaltung und Wirksamkeit einer gewerkschaftlichen Organisatton den kirchlichen Grundsätzen'entspreche, bleibe dem kirchlichen Hirtenamt überlassen . . ." Das Vorgehen des Berliner Verbandes, so fuhr Lxrs Blatt fort, sei ein wahrer Skandal und nüiffc wegen seiner Taktlosigkeit gegen die Bischöfe öffentlich gebrandmarkt werden. In solchen schroffen "Sätzen Tieat natürlich indirekt auch ein Schlag gegen die päpstliche Politik. Und nun geht es auch iin Vatikan treppauf, treppab. Die päpstlichen Diplomaten denken offenbar, ruhige Beharrlichkeit führe am ehesten zum Ziele, und so mußte der Ubitorc Heiner in der „Köln. Volksztg." folgende lauwarme authentische Erklärung veröffentlichen:
Vor allem ist zu uittcrfchcibcn zwischen den Telegrammen des
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k 1918 ' ' -
ab 19Q3* - ■ tobb ab'igog ' ' ’ - (abgrj) , , ' - ' dabb- ab 190h' ' ' A tönbb, qj ioa! lünbb, '
[ünbb. ab m ' ' ' Mtllgb. b. 19p ’ • ab 1900
denn die gestern wiederholte polizeiliche Mführnng der tzurch die Präsidialgewalt Ausgeschlossenen hat schon an- fangen, lächerlich zu wirken. In der Hauptstadt ist alles ruhig: es regt sich keine Volksempörung: die vermehrt ^uu»muw«« J-™ ' ne Polizei hat noch keinerlei Anlaß zum Ein
«nalol. fcijenb, 1$ schreiten gehabt. Nach den letzten Nachrichten hat die Oppo- m.'mM jirion eine Kundgebung an das Volk erlassen, in der alle
| Verantwortung für die Geschehnisse der Mehrheit und dem \ Grafen Tisza zugeschoben wird. Anscheinend steht in der । Kundgebung kein Wort des Bedauerns über das schwere Jerbrech'cn Kovacs. Das angernfene Volk wird wohl auch weiterhin eisiges Schweigen bewahren und seine Bewunderung eher der Unerschrockenheit Tiszas zuwenden, den die Rev'olverschüsse nicht abhielten, die Verhandlungen weiter zu leiten und seinen Standpunkt mit ungeminderter Ent jchiedenheit zu vertreten. Auch was vom Krankenlager I Kovacs gemeldet wird, kann seinen Eindruck auf das Volk nicht verfehlen. In der Annahme, daß er dem Tode ver fallen sei, soll Kovacs reumütig geäußert haben, er sterbe wenigstens nicht als Meuck>elmörder, da der Präsident lebe. Vas dein betörten Fanatiker den Schleier lüftete, sollte doch auch seine Gesinnungsgenossen ernüchtern. Hoffentlich erfahren wir auch den Wortlaut ihrer neuesten Kundgebung, die wohl nur ein Rückzugsgefecht ist. Vielleicht ist schon die Zeit gekommen, wo die Fäden zwischen Opposition und Mehrheit wieder angeknüpft werden. Dann I siürzt man sich in neue innerpolitische Kämpfe. Das ist nun einmal das Schicksal der Donaumonarchie, daß sie aus ihren Vc^kergegensätzen und den dadurch bedingten Reibe-
Nr. 155 Erster Blatt (62> Jahrgang Samstag, 8. Juni 1912
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erscheint täglich, außer ▼ W monatlich7öP'., viertel-
Konntag«. - Beilagen: Ä A La N| ▲ Jk A jährlich Alk. 2.20; durch
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»IrMner^ndllenblatter M M J MM ■■ MM |> monatlich w Pf.:
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(Ittnltaflunb5rettag); M M M M B M M B M A M M M ■ ■ M _ M
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