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9.9.1912 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

162. Jahrgang

k. 212

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag«.

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!tt. lachendes vnlwegi I irrjinfenben Philister, I & Lebens, SOicnidien

anzbelHgung. Jenerwert

Festhalle. gsergebnissesi7

Pferöe mit ar. belujtigung uti

TieOletzeier ZamtllendliNer" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daß KreliHatt fBr de« Kreis Siehe«" zweimal wöchentlich. TieLandsirllchastliche« Seit- fregtn" erscheinen nwnallich zweimal.

)reise und Fr: lchntrnensv iM

fjcer «nv Flotte, lieber die Arbeiten am neuen Torpedoboothafen auf Helgoland

M: Erzeug iche Mascha

Die Verwertung der Forstnuhungen aus den hessischen Staatsroaldungcn.

Der l»essischcn Zweiten Stammet ist folgende Regie» »M^svorlage zngeganyen:

| jm Allerhöchsten Aunrag S. 5k. £>. deS Großherzo^S beehren IL uns den anliegenden Gesetz-Entwurf, die ?(u t b c b u n g IKi kurhessischen Gesetzes vom 28. Juni 1865, über Ifc Verwertung der Forstnuvungen aus den tMio a tswa l du n g e n bclxeh'enb, nebst Begründung den Stan »Ja des Großherzogtums uird zwar zunächst, der Zweiten Kammer K. ;ur Dtrfafiiingomäfiigen Beratung und Beschlutzfassung mit Bg eilen.

In Artikel 2 des Wcfetie5 cheißt es, daß das Ministerium

untergehen. Die Sozialdemokraten sind fest davon über zeugt, das; durch die Leffnunq der russischen Grenze für die Fleffchcinsuhr sofort die Fleifchpretse sinken lverden Tiefe Hoffnung wird aber durch zwei Nachrichten aus Russisch Polen zu nichte gemacht Wie wir russischen und polnischen Zeitungen aus Warschau und Lodz entnehmen, sind in den lepten Wochen die Fleischpreise bedeutend gc- stiegen, da sich in Polen Äiehmangel bemerkbar macht. Infolge der Fleischteuerung l»aben die Händler mit leben­den Gänsen tn Rußland beschlossen, die Konjunktur aus- zunupen, sie haben die Pretse für Gänse ebenfalls erhöht und halten die Zufuhr zurück Obwohl die Grenze für die Gänseeinfuhr geöffnet ist, ist die Einfuhr zurzett ge­ringer als in den Vorjahren. Die Preise für OVinfc jinb im Durchschnitt fast höher wie im Vorjahre, obivvhl un Osten kein Gänsemangel herrscht.

Alldeutscher Vcrbanöstag.

~ G r f u r t, 8. Sept.

hörigen H ~ sind: (Bernie- J West-An!- r ßigarrenK-

ufmannM; .r, Zigarren^

[f Selters^r- indwirtschas'

wird uns geschrieben: Im Sommer smd bic Arbeiten am neuen Torpedoboothafen ganz bedeutend gefordert worden, ,o bau bestimmt damit rechnet, im Frühiahr 1914 ben getarnten Si Hasen unter den Felsen der ^mcl serttgstellen zu können Hasen kann provisorisch sckwn.jetzt benutzt werden, da die berden

großen Molen (West- und Oftmole) m einer Lange von 1OOO

politische Tagesschau.

Zur Affäre Ihtittel-flammkr trtrb uns aus Breslau geschrieben: m . w

Es trifft nicht zu, daß der Ehrenrat den Bezirke- ffe-icr Hauptmann Sammler gezwungen hätte, den Amts VNlh:er Dnitel zu fordern. Der lEfyrcnrat hatte versucht. Hum Ausgleich zu schaffen, als Hauptmann Rammler | Um die Angelegenheit unterbreitete. Hauptrnamr Sammler [it das Benehmen des Amtsrichters Kütttel im Prozesse 1 il) eine Beleidigung der Militärdel-orden aufgefaßt. Dem (nvnrat war daran gelegen, die Angelegenheit friedlich piMegen, dies scheiterte aber an der Auffassung des til-atmanns Rammler. Die Forderuna entsprang der .rniliatiüc des Bezrrksofsiziers, der nach dem AuSgauge d> Prozesses seine militärische Laufbahn als beendet an Lbcit muß und wahrscheinlich seinen Mschted einreichen l-t Man nimmt übrigens an, daß auch Amtsrichter In ittel seinen Abschied als Landwelsroffizier beantrage« Urb. Cb etu Zivang in dieser Hinsicht auf ihn ausgeubt pnDen ivird, sieht dahin. Vorläufig hat der Gerichtsherr u- Dem Ausgange des Prozesses noch keine Stellung ge- Hunnen Die Militärbel)örde wird selbstverständlich nicht pnäin können, sich mit der Person des Hauptmanns Ramnv IL Ml beschäftigen. Menschlich läßt sich die Forderung lcs Bezirksoffiziers verstehen, amtlich durfte sie aber kemc ißsiigung finden. , . ., . ..

| Die Angelegenheit wird auch im Reichstage bei passen ikT Gelegenheit noch ein Stachspiel finden. Die Vrilttar- »Verwaltung rvird bei dieser Gelegenheit ihren Standpunkt I krtcflcn. .

Montag, y. September 1912

Äotationibnuf und vertag brr Br übt ich«, Unwerfuäis»Buch» und eteinbrudetei.

R. Lange, Gieße«.

Redaktion, Expedition und Tntcfcrei: Schul« fltuBe 7. Expedition und Vertag 9leba(t.on:eeS112. Tel.-Adr^ Anze,ger»teben.

Die Revision -es Petersburger Vertrages zwischen Nutzianö und China.

Petersburg, 7. Sept. Der russische Gesandte in Peking überreichte gestertt dem Verweser des Auswärtigen Amte- in Peking eine Note, in der darauf lnugetmesen wird, daß die chinesische Regierung bisher die rufst sch en Gegenvorschläge vom 7. November 1911 bezüglich einer Revision deS Petersburger Vertrages on 1881 unbeantwortet gelassen und auch keine neuen Vorschläge gemacht ljabe. Ebenso ergebnislos seien die Versuche der russischeii Regieruttg geblieben, sich mit der chiuesisckten Regiertmg über den Termin zu verständigen, btA zu dem der ermähnte Vertrag in 5Traft bl erben > olle. Die russische Regierung habe daraus die Ueberzeugung , ewonnen, daß die chinesische Regierung über eine Ditrchsicht de> Vertrages nicht verl)andeln könne oder wolle xie ci der Ansicht, daß die dyiiiefifdie Regierung daS chr )urd) den Artikel 15 des Vertrages getv^ihrte Recht, den Vertrag zu revidieren, nicht ausnühe. Demzufolge setzt die Note die chinesische Regierung davon in Ü«tntniS, daß die russische Regierung gezwungen sei, den Vertrag von 1881 auf Grund des Artikels 15 als ein weiteres ^abrzehnt bis zum 20. August 1921 in Geltung bleibend anzusehen.

Die 9tote besagt w-eiter: Aus den Vorschlägen, die der chinesisckte Bevollmächtigte im August 1911 überreichte, ersal) die russische Regierung den Wunsch Chinas, daß die son­deren Vergünstigungen für ben zollfreien Handel innerhalb des fünfzig Werst breiten Landstrickw :u beiden Seiten der russisch-chinesiscln-n Grenze auf Ge­hoben würden Der Wunsch sei damit begruiidet, daß ängs der Grenze chic Reil)e von Aiifiedlungen entstanden, während die Vergünstigung für den Lwidstrich aus einer leit stammt, in der die Grenze an vielen Puiilten unbe- völkcrt gewesen sei. Dies erfd)einc anormal und werde auch durch eine Reil)e von in der letzten Zeit bei der Aus­legung der Vergünstigungen mtftantH-nen ^chw,engte,ten ^tätigt Bestrebt, den Wünschen Chinas entg^enzukom­men und anerkennend, daß es inopportun mare, tne Fünfzig-Werft Frage zehn Jahre Unentschieden zu lassrn^ bringt die russische Regierung in der Note der ckpnefischlm Regierung zur Mennhud, daß der BergunsUgungslandstrich von Rußland aus am 14. Januar 1913 ausgehoben wird, und daß Rußland selbstverständlich yegeii eine gleichzeitige Aushebung von China aus nichts emzuwenden habe.

Die Wirren in Mexiko.

Washington, 7. Sept. Präsident Taft genehmigte die Absendung von weiteren zwei Regimentern zkavallerie an die Mexikanische Grenze. Wie versichert wird, erörtert die Regierung bic Frage, ob bic Erlaubnis einzuholen sei, daß amerikanische gruppen die merikanischen Räuber über die Grenze hinaus verfolgen könnten. Es herrscht die Ansicht, daß em gemeinsames Vorgehen der amerikanischen und mexikanischen Truppen notwendig sei, um die Ordnung im nördlichen Meriw wicderherzustellen. Das Schatzamt ordnete an, fünf­hundert Gewehre und Munition nach Eanada für ine tn bem dortigen Grubengebiet beschäftigten Amerikaner zu sen d e n _______

Ü* * Finanzen ermächtigt sein solle, Gemeindeangehörigen, tt jcitljer aus Gruiid des vorstehend genannten Gesetzes ftz aus dem Staatswald bezogen haben, aus Billig- Me.rsaründen eine Geldentschädigung aus der ikasse zu gewähren.

Die Begrün dun g lautet u. <t:

?n ben Gebietsteilen, die im Jahre 1866 aus früher furiürft Mbö-l Zfischeiii Besin an bas Großberzogtmii Hessen gelangten, still s kurliesfifklie t^efetz vom 28. Juni 1865, die Verwertung bei ans ben Staaiswalbungen betreffend, noch jetzt W» rlgebesfcn werden in T reiS a. d. Lda., wo der hessische Staat Lr 102 Hektar großen Wald besitzt, alljährlickr an einen jeden l"$i. eigenen Haushalt führenden Gemerndeangehörigcn 2Mlafter h gegen eine hinter dem jetzigen Wert erheblich zurückbleibende i [je abiugcbcn. Die nur im Wege der Gesetzgebung geäiidert wer

Va bari. Hierdurch ernächst je nach den Sortimenten, bic an H * Beisitzer verabfolgt werden, der Staatskasse ein Aus- Kfel: in ben letzten 10 Jahren von jährlich 832 Mil 1 7 28 Mark, im Mittel 1281 Mark. Die Wcmcinbe Treis je ich unter Mitwirkung des Äreisamts Gießen mit dem Forst- tiiJ" dahin verständigt, daß es das beste ist, das Gesetz vom Juni 1865 im Wege der Gesetzgebung einfach auhiüiebcn und Mh'rnigen Personen, d^ren Jnleres,en hierdurch augenblicklich ge U sh.ti,it werden, sct)ablos zu hatten. Einen Ersatz für dieses aus MSilnscilsgrünben zu gen>ährende Gelbkapital hätte der Staat Mtanachst dann zu finden, daß ihm nicltt nur freie Hand sür die östliche Verwertung des zurzeit aufstehenden Holzes gelapen M«t k, fvitdern audj und bann liegt der Hauptvorleil, baß a tri wirtsäxtslen, mithin zur nimm RutzholzzuckN ül'ergehen kann

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oderhesfen

Cd siel ein ziemlich starker Regen. Rach kurzer Zeit ließ der Reaen nach, der heftige Wind jagte die grauen Wolken eckig vor sich her und der Vollmond stand bald roieber in blendenbem Glanze am Himmel. Da wurden wir - einige Freunde und ich plötzlich durch einen herrlichen Anblick gefesselt: am nord­westlichen Himmel stand in glänzender Pracht ein Mondrcgenbogen. 3(ban und hell hob er sich vom bunklen A acht Himmel ab, er überspannte nach der einen Seite fast ben ganzen GeuchtskretS und stützte sich mit beiden Enden auf bic den Horizont pe- grenzeiiden ausgedehnten Wälder, ^.rotzbem ber Bvsten lehr hell war, konnte man doch einzelne Farben, wie beim oonnenregen* bogen, nicht unterscheiben. Allmählich verblaßte ber Regenbogen mehr und mehr, btc letzten Regenwolken verick-kvanden und mit ihnen die eigenartige Naturerscheinung, bie nur lehr 'eiten be­obachtet wird, weil sie nur bei ganz beionberer Regenbckdung iur Zeit des Vollmondes möglich ifL Der nächtliche Regenbogen entsteht wie der des Tages burch Brechung des itrablenben Luhtee in den SanenrörndKn des herabfallcnbcn Regens: da aber do^ Mondlicht nicht üark genug ist, bas wettze Licht m seine Grund­farben zu zerlegen, so ist ber Moick»regenbogen nicht farbig, sondern wird als bdler, weißer fcreis fichtbar.

V o >ii lustigen Onkel Sam. Tie Sorgen b c3 Reichen .Reichtum hat auch seine Torqen", bemerkt ber Gelegeuheitsphilosoph nachbenklich. gewiß", Ifu^t ber reiche Mr. ckuinror. .Ich möchte gleich roieber in meine alte Fabrik unb dort um Tagelohn arbeiten, wenn ich nur nicht Die verteuiellen Namen ber allen Meister in meiner (-'.emäldegalene aussprechen lernen müßte". Kindermund. Ter Lehrer pricht m der Rcligionsslunde von der .Wiedergeburt durch bic laute . .Kinder , ' iaqt er, .wir sind alle in Sünden geboren, und bevor wir getauft werben, sind wir alle Kinber ber Sünde. Erst die laufe macht aus einem jeden von Euch ein Kind Gottes. Wefien Kmd warb ihr also vor der laufe?* Pause Tann laßt sich em Helles Stimmchen vernehmen: .Mamas Kind". xer Menichen- fenner. .Ja*, fährt der Professor fort im Gefpracy nut bem ihm soeben oorgefieUten Perm, .ich habe bas Stubmrn ber Gesichts- ijüge eifrig betrieben unb es gelingt mir fast immer, aus bem Ge- ücht ioforl ben ganzen Menschen zu erkennen. Sehen Sie, zum Beispiel, bie Tarne da hinten: ihre GenchtSzüge sind mir em auf- geichlagenes Buch Tas Rinn verrät Willensstärke, Trotz, ja Eigen­sinn; bie scharigeschncktene Rase ein herbes lasterhaftes Temperament, der große Mund Genußsucht, bie Augen Trockenheit bet Seele . .

.herrlich, bert Professor, wirklich herrlich!* .Ja,^kennen Sie beim bie Tarne?* .Ob ich Sie kenne! Sie ist meme Frau*.

In Anwesenheit der hervorragendsten Führer bes Allbcutschen Berbanbes unb unter überaus zahlreicher Beteiligung von Dele- gierten sand hier der diesiäbrigc Allbeutfche Verband-stag Natt. Nach den üblichen Begrüßungsansprachen verwahrte uch der xor- ipende Rechtsanwalt Dr. Claas id.'kainz) gegen btn tun- 1 besprochenen Aussatz im Seplemberbc'l derxcutmifn Revue^, der sich auf unfn Verhältnis bezw. auf unfcrc Politik zu inifllanö bezog, sowie gegen bic Aussasjung, baß jener Artikel von hoher amtlicher Stelle berrühren könne. Der Vorfitzcnbc nannte ben , Artikel ein trostloses Gemisch von politisclier Unroificnhcit, selbst^ entmannunq und umgekehrten MuGS und verlangte von der Regierung,','ic solle der Bchauptunst, bet Artikel flamme aus einer amtlichen Quelle, cnergijch ent gegen tret en.

Pfarrer ® rief eh ad) Witzenbaufeni vom Evangelischen Haupiverrin für deutsche Ansiedler unb Auswanderer, sprach über dasDeutschtum in Nordamerika". Er nahm die xeutichen in Amerika dagegen in Schutz, baß man sie zugunsten des xcututt tums in romanischen t'anbem zurücksctzc "ltb.kritisiere, x-cr Hauptteil ber Deutschen sei vor 1870 unb 1871 nach Amerika gewandert, eS seien Mitglieder ber beutschen. Stamme, aber mehr TcutidK im heutigen sinne gewesen. Der Redner befproad) bann bic Maßnahmen zur Erhaltung bes xeupchturns m ben Vereinigte,l Staaten. Solche Arbeit leckte auch ber Evangelifdie Hauptverein für deutsche Ansieblcr unb Auswanderer. Abrniral z. D. Breusing sprach über bic Machtvttschiebungen im Mittelmeer unb bereit Bebeutung für bic Rcichspolitik. Rach einer Würdigung der palitischoi Vcrhättmfse ,m Mittelmeer verlangte er, daß das Bündnis mit Oesterreich und Italien aut eine festere Grundlage gestellt werde, um evtl. England in fernen Kolonien treffen zu können. .<-

Nach einem Vortrag von Professor xrautmann (Bonn) nahm bic Versammlung chic Entschließung gegen bic Fremdwörter- sucht im gcsdxiitlicheu Leben an. ^u^hArat $ u-$ d^rlchen) verlangte Abwcbrmaßregcln gegen ben allzu großen Zubrcuig ruffifdKr Stubaitcn aus deutsche Hochfchulcn.

In ber zweiten öffcntlidien Versammluitg gab Rechtsanwalt ElaaS einen llcbcrblirf über die Lage. Tie Sorgen des Ml- deutschen Verbanbes seien geblieben, la gciuadifen. Tie letzte Wehrvorlagc sei ungenügend. Ter Ausschluß der Welsen von der braunschwcigischeii Thronsolge werbe ^ictzt aud) von Leuten Qcforbert, btc früher ben entgcgcntzcsctztcn Standpunkt ernuahmen. Tie Aeußcrungen bes Frbrn. v. Hcrtling über das J^uttcngcjetz müßten auf das höchste befremben. Tas fei em Beweis |ur bic Lockerung bes ReichsgebanlenS. Verwahrung fei einzulegen gegen bic Behauptung, baß btc Marokkofragc enbgultig aus der Wett geschaht sei. In Frankreich fei an btc Stelle ber trüberen Kleinmütigkeit unb Verzagtheit uns gegenüber Uebcriicbimg unb Anmasiung getreten. (Jngfanb führe uns an ber Nase herum. 3n bn Frage bes ost märkischen Deutschtums stehen wir nach wie vor auf unserem alten stanbvunkt. . o

Mittclf'chullehrcr Bengartz -Kolmar- fprach über bieLage der Mitielichullehrer im Reichstanb". Ein weiteres xhema ber Vcrhanblungen betraf bicZiele deutscher Kolonialpolitik in Afrika" Ter Redner, Dr. ^ohl ^Bersin-, forderte d.e^Grün­dung eines großen innerafnkanlichen deutfchen Kolonialrrichs, das durch Abrundung und Verdiiidung der bisherigen deut'chen Kolo­nien geschaffen werben müsse. Tie Sborbebmgungcn Tur bic Er­reichung bicses Zieles seien vorhanben. Generalleutnant z. x. v. Lieberl lBerlin) sprach über dre tyrage ber ^Mi'chehen m den twlonicn". Er 'teilte nch auf ben stanbvunkt, datz Misch- : eben Por allem im Interesse der deutfchen Frauen und Mabchcn

m den jkvtonieit burckiaus verboten werden nius.tr». 'n*t Ein- fübrung der Mischehe drücke man die deut'chcn irrauen und Mädchen auf die Stufe der Farbigen berat' ..

Nach Erledigung gcschäillid'er Angelegenheiten wurde die Tagung vom Borfitzenden geschl^i' n

k wmm.^ud°Mg tmtWjo er.

Kfm MUTi<6tert Gönne latmluft, unbänbiqc Leben-'roblnb- dinmegftürmm über ben -röml.ch 'M Urb«.sk°m L «tn!ai»en Pdilis-er, «erjüdung über b.e toftlrJeSta^

ti Pebflta wrenschen voll xncb unb Munk, ein btitcrcr, K SSt'- iS^ott^mu'^^amen! Ein Geigcnviriuo,^ l^rn kf« ''eben nicht sonnig und bunt genug »em kann, gerat ,n dn

he Tage abüiehlt, höbnild) und hochmütig Zurück, rot

L

leider, bekam baSalles auf der Bühne einander DemLestr Kali die eigene Phantasie, und man lief wacker bic Woge, bie der T-ditcr öffnete ^S Theater aber ist eine barte Realität und gestattet uns keine eigenen phantasievollen Aussluge ms ^chranken- lo e Tie Bühne rechnet mit xatlachen und nicht mit Berten gesättigt mit taumelnder Lvrik, benen die^Buhne den Fluge^- chlag ins Weite nimmt. Und ba dem stuck ber eigentliche dramatische Nerv fehlt, da diese vier langen Akte eigentlich nur rin Erlebnis schckLcrn und ferne öanblung im Smiu ber Bühne, so verhallen bic vollen Worte im Raum und hatten mit rincmmal keine Rraft mehr, uns in den Himmel hinauf zurrißen. So hörte das Publikum dieser' ersten Premiere im neuen Tbaliatbeaier zwar gern und g^uldig zu, aber dem freund­lichen Beifall fehlte doch die innere frrart, bie ben großen (^Tolg ausmacht. ÄUTt luchter.

_ Zahlen gegen den Parfifal- S d> u tz xntcr- efsanten Zahlen führt Tr. Arno Günther int Leidiger na^nal- liberalen Vcreinsblatt" den jtomot gegen den

In einem Aufsatz stellt er eine Re-Hnung am, aus wrickwr klar er- sichtlich wird, wie wenige überhaupt bisher ben , $arnial auf

Vn ben 30 Jahren seit der Bollcnbung bcsPar,ital haben al'o noch nickt einmal 160 000 Angehörige deS deutichen Volkes d,c ergreifende unb erschütternde Wirkung vieles FeMpiclcs erlÄt, denn unter icncn 160 000 beiinben 'ich auch m*t rocnigc, bu ric Bayreuther Festspiele mehrmals besucht haben, ^ahrcnd 'ich an würdigen Aunührungen der anderen Äcmerwerke ^.agners jähr­lich Jeanlausendc und aber Zehntamendc ertreuen uiü> immer von neuem sich begeistern lassen. Darum allo soll dieSubenvalngenbc Verk nur einem winzigen Ausschnitt des deutschen Kolke» Vor­behalten bleiben?

Der Mondregenbogen. Man schreibt unS: So bekannt der nach einem Regen im Lickue der Lome am fcunmtl sich aus'panncnde siebenfarbige Bogen ist, so ist die,e^Nattlr- erichrinung in der Nacht bei Mondenl.ch: außerordeittlich leiten. Um so mehr erfreut war ich, in biciem sonnner dies lettene si soviel robuste FrÖhlickstrit m ben ^ricn,uab ***^^2 SchMpiel genießen zu können. AmWeiiddes V°llm°nd^gcs, an aunt guten und tüchtigen Roman -r^dei . »nüiicb 'em klare- warmes Detter geherrscht hatte, tat ,ich der 2vinü

-rtiilügc ins Soziale ünd KauMiannh^.Mrian,ieNc^s ^l ^ auf, Regenwolken erschienen, die Brimdland'chatt verschwand und rckve Raw)bemerkungen gern mit in Kauf nimmt .ttver icww,

Li

Munft, imficnicbah und Leben.

__ Hamburger Theaterbrief, lleber btc. Urauv I lirung von Rudolf Herzogs ''^errgo tts mul i kaii. [ L Hamburger Thaliatbeater wird und grichrte- I hr In allem was Indols Herzog schreibt, Nmgt und^ubwmgl i lZliich und wechselvoll die gleiche Melodie der dellen Freude : 1, Leben. Da finb blanke Augen die gierig «'s allen i Lutbcrn deS Lebens und der.Liebe trinken, do, sind

.lAj Lebendige inbrümtig umlangen wollen, da ist eine Brutt, "k sich At und senkt im wilden Rbnthmus.von LebenSkamm ! m Tatensiurm. In allen Romanen Herzogs promt dieses beißt

Fleijchtknerung und Gänfeeinfuhr.

Mau schreibt uns: Bon sozialdemokratischer Seite ist I |cr Reichskanzier aufgefordert morden, die Grenzen für