Ausgabe 
7.2.1912 Zweites Blatt
 
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Swett« Blatt

162. Jahrgang

edtbetnf tLglkck mit tluSnabme de» Sonntag».

am

tirche

rwhn des Prinzen Heinrich von Preußen, reifte Dienstag vormittag in Begleitung des Marineoberstabsarztes Bil

Zugrunde gelegt ist ein Thema aus Hillers

der Aerndtekrauz

als Lieschens Lied im 2. Akte steht.

onstigen

ehe

: gegen Bar

Hig ~

Fantasie schaltet, komischer Oper:

68 rtikel Preisen W

berühmten Orchesters unter Bülow und Steinbach wieder autlcden zu lassen. Begeisterte Berichte liegen aus allen Städten vor, die er aut seiner jetzigen Tournee berührt hat. Selbst das ihm gegen­über seither zurückhaltende Frankfurter Publikum bat ihn bei seinem erstmaligen Auftreten als Dirigenten in vergangener Woche mit Beifall überschüttet.

tisch Mitteilung zu madten, insbesondere den darauf bezüglichen amtlichen Schrifnvechsel vorzulegen

Die Zcntrurnsfraktion des preußischen Ab geordnetcnhauses brachte Anträge ein, die staats- rcgierung zu ersuchen, baldmöglichst, jedenfalls noch im Lause dieser Session, (Gesetzentwürfe vorzulegen, wodurch für die Stadtverordneten wählen und die Dahlen Der Ok'mcinbeDcrorbnctcn ber Landgemeinden Preußens bic a l l.g c meine unb geheime Wahl eingesührt werbe.

Im Bubgetaus s dt u ß des prenßi > ch cn Abge- v r b n e t en h a u s e s erflärtc bei Beratung bc§ lanbwirt> schriftlichen Voranschlags ber Minister, es müßten für die Besiedelung und A u L t i ü i e r u n g d e r M oore und tedlandflächen in den Provinzen, die größere derar­tige Gebiete aufweisen, besondere Organe geschaffen wer­den, die mit hervorragender Sachkenntnis ausgerüstet, sieh

Deutsches Reich.

Prinz Waldemar von Preußen, der älteste

Aliceschulverein Gießen übernommen bat.

" Win torfeft deS kausm. Vereins. Bei dem

Foribildungsschulunterrichis für Mäddten Ter Minister bat am Schluffe bi< Panci en, den vorliegenden Entwurf forpfältig zu prüfen Nach brr Rede des Ministers teilte brr Präsident nut, daß ein Antrag eingegangen sei, den Entwurf an eine außer orbcntlid« lbgliedrigc Deputation zu verwegen

Tie FawiUendlätter" werden dem

.Anzeiger' otermal wöchentlich betgelegt, das Xrebtlan sSr den Kreis Siehe«" »weimal wöchentlich. Dielandwirtlchaftttchev Sell- frafltB erscheinen monatlich zweimal.

Airche und Schule.

Die Beratung des fächsifcheu Bolkrichulgesehes.

Tic sächsische 2. K a m m c r begann am Dienstag die all­gemeine Beroinng des Entwurfes des V o l ks s ch u l g e s c tz es. Bei der Einführung des Entwuris führte der Kultusminister u. a. aus, bic Richtlinien, bic bic Grundlagen bes EmwurfS bilden, feien von über l undert Bezirksschuluizpettoren günstig beurteilt worden. Das Selbstverwaltungsrecht ber Gemeinden fei in keiner Weise eingeschränkt. An die Spitze stelle ber Entwurt zunächst die sittliche und religiöse sowie die vaterländische Erziehung, die in einem monarchischen Staate selbstverständlich in einer königs- und taii'ertreuen Gesinnung zum Ausdruck kommen müsse. An der Aufrechterhaltung des konfessionellen Eharatters der Volks- schule halte bic Regierung unbedingt fest Es dürfe auch kein Widerspruch zwischen dem ?uthalt des Religionsunterrichtes ber Schule und der Lehre ber Studie bestehen. Die Äendcrungen, die die 2. Kammer 1909 als wünschenswert bezeichnete, feien im EntwSn berücksichtigt, respettive gleich erfüllt worden, so u. a. die Aufhebung der Ortsschulaussicht der Geistlichen, die Durch- sül.rung einer fachmännischen Sdmlaufsidst, die Festsetzung der Schülerzahl einer Klasse und die Forderung eines obligatorischen

im Schlußsätze der Eroica, ober ber unübertroffenen .Haydn- Variationen von Brahms aber bic Eigenart seiner Variationen, richtiger gesagt, ber Fantasien über ein Thema und um dieses herum, ist neu. Sie hat mit ber alten Form nach .Haydn und Mozart und selbst mit der von Beethoven und Brahms wenig zu tun. Reger gestaltet feine Variationen frei, wobei er mit einer fast unsäglichen Straft das Grundthema in seine Teile aus­löst uild mit ihnen nach den Eingebungen seiner übergueliendcn

Bedaktwn. Ervebition unb Druckerei: 6dml« straße 7. Erved.tion unb Verlag:

Redaktion. l 12. Tel.-Adra AnzeigerCL »even.

Ausland.

Ter Rat ber interparlamentarischen Union tritt am Samstag in Brüssel zusammen. Aus ber Tagesordnung steht ein Antrag der italienischen Gruppe, ber Union solle nicht gestattet sein, im Falle fricgcriidicr Verwickelungen zwilchen zwei Ländern einem Kriegführenden einen Zabel auszuiprcckscn. Wenn der Antrag abgelehnt wirb, verläßt .Italien die Union, da der Rat ber Union Italien wegen der Ereignisse in Tripolis jüngst getadelt hatte

Aus Kopenhagen wirb gemeldet, Stönifl r'nclt5) . 1 sei plötzlich ziemlich ernst erkrankt Die sensationelle 9?a(bricht von der Erkranlung verbreitete sich in der Stadt wie ein Lans- feucr unb rief überall Bestürzung hervor.

Die französische Hammer begann am Dienstag mit der Beratung bes Flottenprogrammes. 3n diesem wird die Efsekln stärke her Flotie für den l Iaituar 1920 auf 28 Linicn- sckäfse, 10 Aufklarungsschifsc unb 52 tzochfcctorpedobootc reitgcicvt. Der Abgeordnete Hesse erklärte das Programm gegenüber dem Dreibünde für ungcnügcub. Auch ber s o z i a l i st i s ch - r a d i - Tale Deputierte Eoreie sagte, das Programm sei u ii g e n ü et c n d , man müsse schnelle Einheiten bauen. Andrö Lefevre meinte, das, die Annahme des Programins eine Kundgebung sein müsse, um zu zeigen, daß es nötig sei, daß Frank reich seinen früheren Rang wieder gcnnmic Man sieht, daß die Sozialisten in Frankreich gar nicht so diel van derAbrüstung" wissen wollen

Der frühere französische Ministerpräsident E a i l l a u x er­klärt in einer tzavasnotc, daß die ihn betreffenden Behauptungen Fönouvriers im Senat durchaus unrichtig seien.

Leipzig 1772), in ber es Es prägt sich dem Zn-

Die Minisierttise in Sayern.

München, o. Febr. Tic Korrespondenz Hoffmann melbct: An den Vorsitzenden des Ministerrates Dr. Graf v. Pobewils ist heute früh nachstehendes Allerhöchste Handschreiben gelangt:

Ich habe das heute nachmittag eingercichtc Schreiben des Gesamt Staatsministerinms entgegengenommeu, behalte mir meine Entschließung zunächst vor unb ersuche bas öfc- samt Staatsministerium um vorläufige Fortführung ber Ge­schäfte. München, 5. Februar 1912 gez. Luitpold, Prinz von Bayern." G

Mittwoch, Z. Zebruar 1912

Rotanonsd: u.r unb Verlag bet Br üblichen Universwis»Buch» unb GictnbrudereL St Lange, Gießen.

Au» Stabt unO* Land.

Gießen, 7. Februar 1912.

Aliceschulverein Gießen. Welch warmes Interesse die Großherzogin allen gemeinnützigen und wohl­tätigen Anstalten deS HessenlanbeS entgegen bringt, zeigt stch auch letzt wieder darin, daß sic daS Protektorat über den

innert Regers ganzes überwältigendes Können 3n be.t linlcrcnanteften Orchestenverken Regers gehörten in Dortmund | tie unter seiner saszinicrenden Leitung herrlich üorgeiragencn »billcr-Bariationen Das höchst bebcitname, uniiangrcidjc und | iubem in seiner ganzen Gestaltung neuartige Werk wurde 190< - fr Leipzig iomponiert, der Fahl nach sein 100. opus, also ein ?»rbiläumsweik im wahren Sinne des Wortes. Es gehöri heute t ja dcn populärsten Werke.: Regers, das sich den Miangntögiid'- leiten des Orchesters ani. Beste anvaßt und seit )einer Erstauf iüdning einen Siegeszug durch Deutschland machte. Wie :u Regers so bildet es aucki in gewissem Sinne ui dec i euen g'tiiiilitterütur einen Marftteiu. Denn hier schul Reger divas IMlu.s-, die Bariationeiisorni vr das Orchester, die, wie o.'i ihm anders zu erwarten, mit einer gewaltigen Orchesterfuge lUpidüicBt. Freilid) ist die Bariationensorm an sich nichts scblcditcr- diJgs neues wer erinnert sich nicht der herrlichen Variationen

"b> nihr.

-schlag

fc finger nach Genua ab, wo er sich am 8. Februar an Bord r des LlohddarnpfersPrinzessin Alice" zur Fahrt nach ieylon eiuschissl Von dort geht der Prinz später nach ß t st asi en. Die Reisedauer beträgt etwa fünf bis sechs I yionatc.

Die neue Oper von Eugen d' Albert

Uraufführung in brr Wiener Hoioper.i

Aus Wien wirb uns gefckwieben: Durch beit ungeheuren (5r* folg vonTiefland" ist Eugen d'Albert, ber >1 laviervirtuose, fast über Rächt in bic Reihe der namhaftesten Openrkomvonisten gcriidt. Es schien aber, als sollte er das Los Mascagms und Lconcavallos teilen, als sollte sein erster großer Wnrs auch fein einziger bleiben. WederIzeyl" nock>Tragaldabas" konnten sich lange aut der Bühne behaupten. Run aber ist das Ets gebrock-cn. Wieder im Verein mit Rudolf Lothar schrieb er fein neuestes Opus,Die verschenkte Fra u", dessen Uraufführung der Wiener tz o f - over anvertraut ist. Wieder spielt er im sonnigen Süden, dies­mal in Italien, diesmal aber ist es nicht ernst, 'andern Heüer, in» sofern es iich eine komische Oper nennt .flämisch sind daran nur die bewährten alten Grnndmottve, bic Aussührung bleibt ziemlich witzlos.

Das Thenia von ShakespearesWiderspenstiger" in umgekehr­ter Rollenverteilung wird mit dem uralten, von Plautus Der» wenLcicn Motiv der verwechselten Zwillinge verauickt, das uns fck)on in LecoosGiroile-Giroila" ein witzigeres, technisch besseres musikalisches Bühncnspiel gegeben.

Auch die Munk behandelt fast durchweg bekannte Motive mit einer Sorglosigkeit, die an Naivität grenn. ftauni gibt es eine Melodie in der ganzen Over, hie uns nicht schon begegnet wäre, und besonders Puccini, Don ihm wieder vornehmlichMadama Bulterslv" mußte den thematischen Aniwand bestreiten Die In- Hrumentation arbeite! mit absichtlichen Effekten, aber alles ist geschickt gemacht. Melodiös und schmeichlerisch ist diese Musik, nirgends gehaltvoll, nirgend- wirklich und echt brainatiid. Man wird nichts ergriffen, nicht gefesselt, angenehm plät)dierM)ie Musik um bic Ohren. Sic scheut auch nicht gelegenünhe Seitenblicke auf die Operette, fic will nicht mehr und nicht weniger, als das Publikum unterhalten, unb das gelingt ihr.

Einen künstlerischen Gewinn batlen mir dennoch uno das ist die darstellerische Leistung der genialen Frau Marie G u t h c i l - i diob er in der Topoclrolle der Beatrice und Felicia Marie Guihcil-Schodcr hat mit dieser aus 'Jiatur und ttomöDiaiiientum seltsam gewobenen Gestaltung sich selbst übertronen. Tic'c über­ragende Leistung bestanden zu haben, bedeutet für Frau äiurina und die Herren tzaydter, Hofbauer und Schrödter oas höchste ^ob.

Z. L.

Die Rational liberalen haben im preußisd)eu Äbqeordnetcnhaus einen Antrag eingebracht, in dem bic Regierung ausgefordert wird, dem Maeordnctenhaus wöglidisl bald über die mit der Shine über das neue »Motji proprio, betreffend das gerichtliche Verfahren |, gegen Kleriker, gepflogene,i Verhandlungen a u t h e n -

nächflcn SamStag in sämtlichen Räumen der Turnhalle des Turnvereins stattsinbenden Winterfest bcS llaufm. Vereins sind die Vorbereitungen nunmehr flott im Gange. Dec große Saal iDirb vollständig in ein Viosclborf mngewanbclt. Von dem eingerichteten Hotel-Restaurant miß hat man einen Blick auf bic Mosel, währenb gegenüber ringsum bic Berge zu sehen sind. 9(uf bicfcni jchönen Fleckchen Erbe haben sich nun die Bewohner versammelt, nm die Weinlese zu feiern. AuS diesem Anlasse finden Aufzüge, Tänze :c. statt. Volks­belustigungen aller Art werden arrangiert. Jubel iinb Trubel herrscht biß in den kleinsten Winkel biefeß WmzerborscS. Es empfiehlt sich, baß bic Thtgliebcr vornehmlich in Kostümen erscheinen, bic bieser Veranslaltimg angepaßt find.

* Ocff entliehe Lesehalle. Im Januar wurden 2 57 4 Bände ausgeliehen. Davon konnnen auf: Erzählende Literatur 1159, Zeitfchristen 474, Iugendjchrificn 346, Literatin gesd,ichle 32, Versdichmngen und Dramen 34, Länder- unb Völker­kunde 82, Kulturgeschichte 27, Gefchickttc und Biographien 140, Kunst- gefchichtc 22, Nalurmisscnsdiast n.ib Technologie 114, pccr» und <:cc- weieu 40, paus- unb D'a.idwnlfchaft 8, Gcsiuidheitslehrc 16, Religion und Phllofophic 35, Staalswissenschaft 22, Sprachwissen- jdiau 12, Frenidsprachliches 11 Bände. Aad; auswärts famci» 135 Bände.

Landkreis Gießen.

0 Treis a. iiba., 6 Febr. Mit der Feier von Kaisers GebuNstag verband der hiesige Ä r i e g e r v c r ei n die scktonl lange von ihm beabfichtigte E h r u n g der hiesigen 23 c t c r a n e ir ,u Form einer in der Kirche auf.vufcäiigenben Ehrentafel. Auf Veranlassung des Tenlmalpflegers iiir Oberhcsseil beschloss man unter Zustimmung dos Mirdiciworitaubcö die Aiibrliuiuiig einer Holztafel, die von dem Maler Vclta-Frankfurt entworfen und kimswoll in einem jur Kirche passenden Stil gemalt wurdet Sie enthält von geschmackoollen Verzinnungen umrahmt unds von dem Kurhcssischcn und Großhcrzogl Hess. Wappenschild ge­krönt bic Ramen von 48 Veteranen aus den Jahren 1818 71. Zur Einweihung der Tafel hatte man den Sonntag beftimnu. Um 1.10 Uhr begab sich bei Mricgcrücrein mit der Fahne auf den Friedhof, wo -nach einer Ansprache des Pfarrers B ö chne r die Graber ber bereits verstorbenci Kriegsteilnehmer nut Fichten- kränzen gefdjnuicft wurden Von hier gings zum Festgottesdiensl in die Kirche, wo die Ehrentafel mit Taimen.',weigen geschmückt vor dem Altarc aufgestellt war. Die Festvredigt des Geistlichen knüpfte an das Wort des Samuel an:Bis Hierher hat und der Herr geholfen" und wies auf die Bedeutung der Tafel als Gc^ bächtnis-. Dank- und Mahntafel hin. Für den Abend war im Saale von Wilhelm Beirner Abenduntcrhaltung mit Konzert und Tanz vorgesehen', die treffIid)c Musil wurde von einer Wiesecker Kapelle ausgeführt. Präsident Will begrüßte zuerst in sck>wung- vollcn markigen .Worten die Anwesenden, woraus Frl. Becker einen sinnigen Prolog Dortrug. Die Festrede, die des Kaisers Persönlichkeit von ihrer religiösen Seite vor Augen führte, hielt Pfarrer B ö ch'n e r. Hierauf wurden von jüngeren Warner oben sehr schöne lickende Bilder aus der Soldatenzeit vorgetührt, bic von Lehrer Walter mit großem Geschick eingeübt worben waren. Im Laufe des sehr anrcgenb oerlauicncii Abends wurden noch verschiedene Ansprachen gehalten, von Forstmeister Schnei­der, Lehrer Walter, Konrad Lemp u. a. Die ganze Ver­anstaltung ivar eine würdige und wohlverdiente Ehrung der Vcte-

Hörer icbr leicht ein, und hat folgenden Text:

Gebe gutei Peter, gehe! Ich berftdx, ich verstehe, wie man Diü jurütfc kriegt, nur ein Wörtchen, nur ein Blick, nur ein Weild.en, nur ein Blick, und er ist vergnügt unb lammt zurück."

Es würde ju weit führen unb unmöglich fein, ohne Roten beispiele das geistsprüheude Werl zu analysieren, das die ganze Skala von tollem, dämoniichem Humor dis zu träum hau ver iunkeiien, immateriellen Klängen burdiläuit. Wer das frohgemut., tefdcibenc Tyema »um ersten Male hört unb sich dnpräg;, miro mehr als erftaimf sein, wie es Reger durcki Nmkchrung, Umstellung und andere, nur Eingeweihten vertraute Künste Der Harmonik, Molulation uno Kontravunttik verartkiict und am Schlüsse zu einer gair, g> wattigen Orchester und^Doppc: Fuge triumphiereno ampadien löst Für bj? genauere Studn-m des Werkes sei aus die ausgczeick-iicte Aualm'c von Johannes Rcick>ert und für die Kenntnis der Regericken Kunst, überhaupt aut das treifliche, N.,i Rolcnbelipiel.'n rcitflich verfehene Buch von M. tz e h/m a n n, Maj Reger, München 1911, auiniertiam gemacht. Auch find die tziller-Variationen in 4 händig er Bearbeitung erschienen.

Tie Lu st s v i e l o uv e r t u r e op. 120 ist bas cllenieueftc 'ißcrl Regers. Es wurde in diesem Winter im Gewanoliause zu Leirrig aus der Tausc gehoben und erscheint ictzt allenihalben auf ien Programmen Auch kier ist es unmöglich, eine Analyse an dieser Stelle zu geben, oder darüber zu fointincren, was der Cuoerture ick lies im au der Bühne folgen müßte. Die Instrumentation des Werkes ist sehr bescheiden, wobei hinsichtlich der Hiller-Variationen nad irdglidi gesagt »ei, daß auch ihnen die i. 'rmale Besetzung int £rd-eiter zugrunde liegt. Mit erstaunlicher Meisterschaft' hat auch hier wieder Reger in b -icni Kopie kelanutlich der Witz in allen erden klick en Formen spukt aus einem simplen Thema mit allen Künsten der Kontrapunktik ein Derk geschasi'en, das, >oie bei ber erste.i Ausführung hmorgeh,oben wurde, neben köstlichem Hn.no r unb dem Ton übirlegener Ironie euch gemütvolle Wärme lind schöne Kantilene entwickelt. Besser als dieser schwache Versuch zu analysieren, ist das Anhören unter des Komponisten Tiri- gentenftab. Als neuer Dirigent der Meininger hat cs Reger in ber kurzen Zeit seiner Tätigkeit r erstanden, die Glanzleistung des

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheffen

Über: i

Positive« idenkertil» xintrttt frei! tj :

Aus fielen.

Aus dem Finanzausschuß.

rb. Darmstadt, 6. Fcbt Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hielt heute vormittag unter Vorsitz deS Abq. Tr. Osaun noch eine der Voranschlags- ktratung gewidmete Sitzung ab: es wurden die einzelnen Berichte der Ausschußbcrichterstatter über die von ihnen be­arbeiteten Kapitel verlesen und genehmigt, so daß der um langreichc Budgetbericht des Finanzausschusses nunmehr im Truck fertiggestellt werden kann Am Montag, den 12. F? binar, w i rd s tck) d e r 1Fi n a n za u Ss chu ß n a ch G i e ß e n begeben, um dort die Pläuc für bic neuen Sltnikbauten an der Landesuuivcrsität und b a s z u e rb a u c n d c neue Ä m 1 s g c r i ch1s g e b ä ud e einer Augenscheinnahme zu unterziehen Für das letztere nhrb im V^rmögensteil des Budgets als zweite Baurate eine Summe von 1W000 Mark angefordert und von der Regierung die Ermächtigung gewünscht, die früher im An­schluß an die Einrichtung des Proviuzialarrcsthaufes zu Mainz für die Herstellung von 16 mittleren und kleineren Aeamtcnwohnungcn bewilligten 43000 Mark für d.c n Neubau i n G i e ß c n mit zu verwenden, da fick) in zwischen die Ausführung dieses Projektes als unzweckmäßig Erwiesen hat Am Dienstag den 13. Februar tritt ber .vinanzausschuß wieder zu einer Sitzung zusammen und am Nachmittag desselben Taacs findet alsdann die vorgeschne- benc gemeinsame Beratung der Finanzausschüsse beider Ständekammern über bc» Staatsvoranschlag statt.

Der VonU» ,OSSEI »aterVarieu r, Karl Ohw 1645 Walltont1 habend»7 W tünstlcrkoni« ihrt von der" kapere D Is», ", W Entree frei. *1 >m am Sawi»-, l>. Februar htiiiHR die Kart^jl Theater-Kes^ Vorverkauf hen u a. °e> 7M Babnhofstr., i > ll"Sonnäwl karten » | ien <8 Kio' BeK«LSS

Konjetf der Meininger hoskapelle Mar Reger.

* Gießen, 7 Februar.

I Mar Reger gilt unter beit lebenben Tonbidrtcrn als einer kr bcbciitcnbfteii, jedenfalls als dermarkanteste^' unter ihnen, ber sich mit der Eigcnait seines rnnsikaltschcn ^chanens immer mrhc Bahn brickst Am bciiilichücit zeigte dies das D o r t ni u n ber Regcrfcst int Jahre 1910, lvelches geradezu ein mun lüisches ^Lagin^ von den unermüblichen Vorkämpfern dieser scher Komvositionsweife Professor Henri Martcau, Profes'or Hüttner, bem wohlverdienten Leiter des xortntunbcr phil bonnoniidjcn Orchesters, und Musilbircktor Holts ch n c x b e ; tu Tortmunb arrangiert wurde unb selbst weitgclienbe Erwartungen :bertraf. Seit diesem inusilalischcn EreigmS, bet^ bem die Elite btt Ainsikweli versannnelt war, in bic Zahl ber «vreunbe Regers Gläubig gewachsen, ia an maitdjen Orten haben lick geradezu icger-Gcmciudcn gebildet Unserem Gtetzener Munkleben ist Reger >'it einigen Jahren lein Fremdling mehr. Es ivar ein glücklicher Jufdll, baß dem Koii.ertvcrcm vor zwei wahren gelungen ' Dar, ihn mit bem ausgezeichneten, hier so sehr beliebten Ge:ger ! :?enri Martcau zu gewinnen, der uns die Biolm Liutc in cui- rtanbircicr Weise vermittelte Im vorigen Winter lernten nnr Heger außer in seinen Licdkoinvosinoncn auch als Pianisten 'nuten und bewundern Unvergeßlich ist der Eiiidrnck, den i^ne öoethovenvariationen hinterließen, die et wie Prosenor -traut nanu mit iiRvcrglcickilicher Meistersckiast vortrngen. Kennen wie itger als Lied- unb Klavierlomponisten, 'o ist er uns in Gicycn mit seinen Crd)eftcrmcrlen noch galt; neu, von den Wenigen cbzeschcn, die sic auswärts ;u Hören, Gelegenheit hatten. Gerade : dit diesem Gebiete zeigt sich, wie auch in seinen Ehorwcrkcn es iei nur an den anfangs viel geschmähten, jetzt in feiner musikalischen Kraft und Größe anerkannten 100. Psalm er-

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ai ousschlteßlidi biefer Ausgabe widmen können. Ter Staat

peilt nach den Ausführungen des Ministers große Mittel für diofc Ausgabe bereit, erwartet aber, daß nud) die be­teiligten Provinzen sids an diesen Kosten beteiligen Für bic Provinz tz an no v c r ist eine Organisation beabsichtigt, is7-7-': bic ans einer ständigen Movrbearbcitungsstellc, einem itidif

ißPlMII' fhinbigcit Ausschuß und einem Moorbeirat bestehen soll. IB01 lOltillllljiL; |^ür Lchlesw ig tz 0 lstcin find Verhandlnngen wegen stagabcudSs.ch Hbrnrichtung einet ähnlichen Organisation bereits riiigc- otcl bmlioru Bhitct. Audi für P 0 m m ern ist eine den Verhältnissen ininafl citgepaistc Einvichtuna in Aussicht genommen. Die Kultur 11 11 "DI unb Besiedelung soll nicht Privaten iibi'riancn werden, über: i sondern non der Provinz, dem Staate und der Gemeinde

Positive ° ubCLnommcn merben. Für Hannover sind 200000 Mk. für diesen Zweck in den Voranschlag eingesetzt, die vom Ausschuß bewilligt worden sind