tzesehe 8 geschehen fctnn. Nur ein Spcffalgesetz ist durcknihrbar und wirksam. Allerdings reizt dos staligesetz nicht zu weiteren Experimente n. (Lehr richtig! links.) Wir haben eS allerdings auch nicht ganz so haben wollen, wie cS ge. worden ist. aber ich habe den Eindruck, daß die Erkenntnis von den Fehlern dieses Kaligefetzes sich in einer solchen Geschwindigkeit verbreitet, dar; wir ein andere? Gesetz erfolgreicher gestalten. Vielleicht wirkt daS Zlaligeseh auf die anderen Syndikate so, daß diese alle Uebergriffc vermeiden.
Nach der Auffassung der verbündeten Regierungen sind speziell das Kohlen syndikat und der Stahlwerks- verband, selbst wenn man in einzelnen Punkten ihre Politik nicht billigt, Glieder unserer Wirtschaftsorganisation sind, die man nicht ohne weiteres fallen lassen kann. Ich würde es auf LaS äußerste beklagen, wenn etwa im Jahre 1916 daß stöhlen- shndikat in die Brüche ginge und wenn solche Ereignisie fielen in einen Zeitpunkt, wo wir unsere Handelsverträge erneuern, also wirtschaftliche Erschütterungen uns fern gehalten werden müssen. _ Die Frage, ob der Staat einem Shndikat ange- Horen soll oder nicht, kann man nicht grundsätzlich beantworten, sondern nur nach den Verhältnissen des Einzclfalls. Man wird dem Staat das Recht nicht nehmen können, einem Syndikat bt tau treten, wenn er es aus wirticvastlichen Gründen für aweck- wäßig hält. Natürlich ist immer Voraussetzung dabei, daß die wirtschaftliche Tätigkeit des Svndikats den ??iskn8 nicht in Konflikte bringt mit den wirtschaftlichen und politischen Aufgaben des Staates. Unter Umständen kann es geradezu die Pflicht des Staates sein, in ein Syndikat einzutreten, wenn er dadurch wichtige politische und wirtschaftliche Forderungen allgemeiner Natur gegebenenfalls nachdrücklich unterstützen kann.
Abg. Sachse (Soz.):
Man spricht immer von der altbewährten Schutzzollpolitik. Wie hat sie sich denn in der sächsischen und schlesischen Textilindustrir bewährt? Es wäre Zeit, daß man zu einer vernünftigen Wirt, schaftspolitik übergeht. Jetzt gibt der Staatssekretär die Fehle, LeS K a l i g e s e tz c s zn. Hätte er auf uns gehört, dann wären dreie Fehler vermieden worden. Wir fordern schon lange dir V e r st a a 11 i cb u n g des Kohlen, und KalibetriebeS. TaS wird die beste Losung sein. Tie Lage der Bergarbeiter erfordert dringend ein Eingreifen. Auch bei uns wird sich der Kampf entfpinnen, der jetzt in England tobt, wenn die Regierung nicht zur Einsicht kommt und den Arbeitern die nötigen Lebensbedingungen bcrfdyifft. Wir müßen Garantien für eine voll- ständige Koalitionsfreiheit verlangen. Die schwarzen Listen sind «uS dem Bergbau noch nicht verschwunden.
Die Zechen haben erhebliche Mchrüberschüfle, z. B. „Phönix", Gute Hoffnungshütte, der Bochumer Verein usw. Und da wagt man es, die Löhne zu verkürzen. Wir sind nicht von den englischen Arbeitern aufgestachelt worden! Von einem Sympathie st reif i st keine Rede! Wer das behauptet, saat die Unwahrheit! Die Not treibt die Arbeiter. Ebenso ist es in Amerika. Wenn die Arbeiter nicht ihre Forderungen stellen würden, wären sie Esel. Sic haben gewartet bis nach den Wahlen, damit cs nicht hieße, man wolle Wahlagitation treiben. Und dann das Gerede vom internationalen Generalstreik! Wir hätten schon eine halbe Million nach England geschickt! Wer solche Mätzchen, solches Blech glaubt, in besten Oberstübchen muß es übel aussehen! Nun wird erklärt, daö Kohlensyndikat wolle während des Streiks keine Kohlen nach England schicken. Tas würde ihm <mch schlecht bekommen!
Deutschland muß sich anderen Landern gegenüber schämen, wenn man sich die Arbeilsverhältniste im Bergbau betrachtet. Es wird erst besser »verden, wenn die Bergarbeiter sich ausraffen und Ihnen entgegenrufen: Bis hierher und nicht werter! (Beifall b. d. Soz.) Beschämend ist es, daß die Regierung es nicht wagt, den Ausbeutern entgeaenguireten! Galizier zieht man als Lohn- örüJer ins Land. Mit „Wohlfahrtseinrichtungen" überschüttet man die Arbeiter. Alles Trug! Sie wollen mit den Arbeitern nicht im Frieden leben. Sie behandeln sie wie die Hunde! (Unruhe.) Tas sind himmelschreiende Zustände! Wo bleibt das Berggesetz? Die Zechenherren, die Scharfmacher, wollen es nicht. Wann toiro sich die Regierung endlich ihrer Pflicht erinnern? ^Beifall b. d. Soz.),
Abg. Irl (3entr.)' begründet die Mittelstandsresolutionen des Zentrums. Selb- ständige wirtschaftliche Existenzen, das ist die Hauptsache. De- bäuerlich ist, daß selbst der Abg. Pauli sich gegen den Religi. onsunterricht in der Fortbildungsschule ausge- sprachen hat. Das Handwerk muß vor der Spekulation geschützt werden aber da? wichtigst- ist die Schaffung des Betriebskredits, alles andere ist Unsinn. Zu die'em Zwecke sind Berufsgenosten- schasten zu gründen, die Regierung sollte sie jedenfalls nach Möglichkeit unterstützen. Zu verwundern ist. daß Kollege Bartschat, der selbst Handwerker ist, den Entwurf des Hansa-Bundes, das Submissionswesen von Reichswegen zu regeln, gelobt hat.
1 Was an dem Antrag neu ist, ist wirklich nicht gut; er kommt nur der Industrie zugute, für das Handwerk tut er nichts. Wir bekämpfen diesen wunderbaren Entwurf nicht aus Haß gegen den Hansa-Bund, sondern auS sachlichen Gründen. Die Bestimmung des § 100 q bedeutet eine eine unleidliche Bevor» mundung des Handwerks. Tie Konkurrenz des Hand- Werks muß erschwert werden, wenn nicht durch Gesetz, so doch auf dem Verwaltungstwege. Den Hausierern verdanken wir die Der- breitung der Maul- und Klauenseuche. Das Gewerbe muß vor unlauteren Wetbcwerb durch richtige Anwendung des Gesetzes geschützt werden.
Da Genossenschaftswesen soll nicht, wie eS die Sozialdemo. Traten mit den Konsumvereinen tun. auf die Spitze getrieben ^en Wir haben den Beamten geholfen, jetzt müsten sie aber laudi Rücksicht auf den Gewerbestand nehmen und ihm nicht durch eigene Gründungen das Master abgraben. Die Beamten haben vor allen Staatsbürgern schon so viel voraus man sollte ihnen wenigstens die Leitung von Konsumvereinen verbieten. Der Redner spricht gegen eine weitere Ausdehnung Iber Sonntagsruhe in den kleinen Städten. Helfen Sie dem ^Mittelstand, ehe es zu spät ist. (Beifall.).
Das Haus vertagt sich.
Dienstag, 1 Uhr: Wciterbcratung.
Schluß 6% Uhr.
Bund der kausmünnischcn Angestellten.
Berlin, 3. März.
Der Bund der kaufmännischen Angestellten, der im Juli v. I. zu Berlin als unabhängige gewerkschaftliche Organisation ge» ssvündet wurde, hielt heute in der Neuen Philharmonie feine erste ordentliche Generalversammlung ab. Es waren zahlreiche Vertreter aus allen Teilen des Reiches erschienen. Als Vertreter deS Bundes der technisch industriellen Beamten nahm der Geschäftsführer Lüdemann (Berlin) an der Verhandlung teil.
Zum Vorsitzenden des Bundes wurde Band (Berlin), zu dessen Stellvertreter Deute (Berlin) und H ü b m e r (Berlin) gewählt. Der Geschäftsführer des Bundes Tr. Nestrierke entwickelte sodann die Leitsätze eines sozialpolitischen Programms für den Bund der faufmännifdjen Angestellten Der Bund mache es sich zur -lufgabe, durch den gewerkschaftlichen Zusammenschluß der kaufmännischen Angestellten eine Vertretung ihrer Interessen zu schaffen gegenüber den Leitern der Produktion. Der Bund will Gesetzgebung, Verwaltung, und Reckstsprechuny in sozialem Sinne beeinflussen, darüber hinaus aber vor allem im Dege der Selbsthilfe der Durchsetzung beredytigter Forderungen erstreben. Der Bund lehnt es ab, sich auf ein parteipolitisches Programm sest- zulegeu. Er will auch die weiblichen Angestellten zur Organisation heranziehen und mit ihnen gemeinsam eine Unterbietung der männlichen durch die iveiblicke Arbeitskraft verhindern.
In der Aussprache wurden verschiedene Anträge in Bezug auf Mindestgehälter, Kündigungsfrist, Aufhebung der Konkurrenz- klcmsel, Vertretung der kaufmännischen Angestellten in den Ar- beftskanimern usw. gestellt. Prange ^Dortmund' stellte den Antrag, daß das Ausstellungssystem auf Tagegeld bei den kaufmännisck-cn fljigcftdUai beseitigt werden müsse. Der Antrag wurde dann
nach längerer Aussprache einstimmig angenommen. Ferner wurde ein Antrag der Ortsgruppe Berlin ohne Aussprache einstimmig angenommen, in dem verlangt wird, daß bei den Dahlen zu den Kaufmannsgerichten auch den weiblichen kaufmännischen Angestellten das aktive und passive Wahlrecht einzuräumen sei.: diese Bestimmungen sollen auch in dem Gesetz über die Prioatbeamten- versicherung getroffen werden.
Im weiteren Verlause beschäftigte sich die Generalversammlung mit der Ausstellung von Satzungen für den Bund und internen Bereinsangelegenheiten. Es wurde u. a. auch beschlossen, die Errichtung einer eigenen Krankenkasse anzustreben.
Landwirtschaft.
Hessischer Gest eljiichter- »nd Bogel ckuhtag.
m. Offenbach a. M., 3. März. Der Landesverband Hess. Geflügelzüchter hielt heute vormittag hier unter dem Vorsitz des Oberpostassistenten Heinrich M n n t e r m a n n-Offenbach den ersten hessischen Geflügelzüchtertag ab.
Nach Erstattung des Jahresberichtes und der Rechnungslegung durch den Landesveroandsvorsitzenden Müller-Bingen wurde beschlossen, die Landesausstellung 1913 an einem näher zu bezeichnenden Termin in Offenbach abzuhalten. Da die'Landwirtschaftskammer im Herbst 1913 eine allgemeine hessische landwirtschaftliche Ausstellung veranstalten will, soll sie ersucht werden, die Geflügelabteilung dieser Ausstellung auf die landwirtschaftlichen Nutzrassen zu beschränken und die Mittel zu 'teilen.
Ten weiteren Gegenstand der Beratungen bildete alsdann die Stellungnahme zu den Ausführungen des Viehseuchengesetzes. Die Stellungnahme des Landesverbandes wurde in folgender Entschließung zum Ausdruck gebracht:
„Der vom Landesverband hessischer Geflügelzüchtervcreine heute nach dem Stadtgarten Offenbach einberufene hessische Geflügelzüchtertag bittet die Großh. Staatsregierung, sowie die gesetzgebenden Körperschaften dafür zu sorgen, daß die Ausführungsbestimmungen des Reichsvielffeuchengesetzes eine Aenderung dahin erfahren, daß 1. das Geflügel beim Ausbruch der Maul- und Klauenseuche dem Verbote des freien Umherlaufens nicht unterworfen wird, 2. beim Ausbruch der Seuche in Städten der Sperrbezirk möglichst eng begrenzt wird, und 3. die Lokal- geslügelschauen der tierärztlichen Aufficht nicht unterliegen. In einem festen Vertrauen, daß die gesetzgebenden Körperschaften in dem weiteren Ausbau der Geflügelzucht auch eine Förderung der Landwirtschaft erblicken, hofft die Versammlung, daß auch damit der Geflügelzucht treibenden Bevölkerung, insbesondere den Kleinbauern, Handwerkern, Beamten und Arbeitern die Vorteile des Aufschwungs der Landwirtschaft zu teil werden."
Die Frage der Errichtung einer G e s chä ftsstelle für die Abgabe und Beschaffung von Bruteiern wurde einem Ausschuß über wiesen.
Im Anschluß an den Geflügelzüchtertag wurde am Nachmittag der erste hessische Vogelschutztag abgehalten. Oberförster Nico- l a u s - Darmstadt hielt einen äußerst interessanten und anschaulichen Vortrag über die Frage „W arum sollen mir unsere Vögel schütz en?" Der Redner wies auf die rasche Abnahme der Vogelwelt hin, die durch den Vogelsang, durch die Massenmorde in Italien, durch die Mode und durch die ständig fortschreitende Kultivierung des Landes, die den Vögeln die Nist- und Schutz- Höhlen entzieht, hervorgerufen sei. Seine Ausführungen gipfelten in der Erkenntnis, daß den Menschen sowohl aus wirtschaftlich idealen und ideellen Gründen die Pflicht erwächst, dem Rückgang der Vogelwelt entgegenzusteuern und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Weiter wurden von Lehrer Wal ter - Ofsenbach die für den Vogelschutz hauptsächlich in Frage kommenden Hilfsmittel und nützlichen Vögel, sowie deren Feinde als auch die zur Bekämpfung der Vogelfeinde notwendigen Gerätschaften in anschaulicher Weise vorgeführt und erläutert.
△ Nieder-Wöllstadt, 3. März. Der Wetterauer Geflügelzüchterverein veranstaltete gestern und heute eine recht gut beschickte Geflügelausstellung. Unter den verschiedensten Rassen Hühnern, Gänsen, Enten, Tauben und Zwerg- hühnem sah man wahre Prachttiere, überhaupt war ein durchaus gutes Zuchtmaterial anwesend und reichliche Preise konnten aus- geteilt werden. Die Landwirtschaftskammer hatte 96 Mark zur Prämiierung gestiftet. Die Eröffnung fand gestern statt, der Obmann der hiesigen Ortsgruppe, Herr Bechthold, hieß die Gäste willkommen, besonders die Vertreter der Landwirtschaftskammer, Hensel-Dortelweil und Weith-Nieder-Wöllstadt, und die Vertreter der Gemeinde, auch dankte er für die Stiftung der Preise. Im Namen der Landwirtschaftskammer sprach Herr Weith, er hob hervor, daß die Landwittschaftskammer alljährlich 6000 Mark für Hebung der Geflügelzucht ausgebe. Die Zucht hat sich'in Oberhessen sehr gehoben, im südlichen Oberhessen sei aber noch nicht der günstige Stand wie im nördlichen Teil der Provinz erreicht. Zahlreiche Ehrenpreise waren gestiftet. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: 1. Abteilung Wassergeflügel (Enten und Gänse): Ehrenpreise Spamer-Schotten und G. Hch. Keil-Strebendorf, Landwirtschaftskammerpreis Jean Harth-Klop- penheim, 2. Preis L. Genzel-Bad-Nauheim und Karl Sehrt- Vadenrod, 3. Preis Spamer-Schotten, W. Wahn-Gedern, W. Reinhardt-Schlitz und Keil-Strebendorf, lobende Anerkennung O. Staps-Assenheim, I. Sttauß-Rodheim. 2. Abteilung Hühner: Ehrenpreise der Landwirtschaftskammer für Italiener W. H. Bechtold-Nieder-Wöllstadt, für Minorka I. Harth-Kloppenheim, für Italiener Bürgermeister Fauerbach-Okarben, Kammerpreise: W. D. Bechtold-Nieder-Wöllstadt, Bürgermeister Fauerbach- Okarben, Jak. Kappes-Büdesheim (3), Ehrenpreise: L. Stöpler- Lauterbach, Wilh. Schughardt-Gettenau, PH. Södler-Nieder-Gemünden, Gust. Heßler-Hungen, Aug. Göbel-Schotten, 1. Preise: M. Hartershausen, W. Schugl>ardt-Gettenau, 2. Preise: I. Bill- Nieder-Weisel, PH. Ostheim-Echzell, H. Maus-Ruppertenrod, W. Pitz-Laubach, Lehrer Stoll-Lehrbach, O. Spengler-Grund-Schwalheim, H. Leopold-Gettenau, Diehl-Ober-Hörgern, K. Spamer- Schotten, G. Heßler-Hungen, Ernst Wagner-Dortelweil, Heinrich Mogk-Echzell, Ph Södler-Nieder Gemünden, N. Gehrig-Friedberg, L. Stöpler-Lauterbach, H. Reinhardt-Schlitz, Wilh. Mayer-Gießen, K. Preusche-Nieder-Wöllstadt, 3. Preise: Reinhardt-Schlitz, Hch. Mogk-Echzell, I. K. Bill-Nieder-Weisel, Pletsch-Hungen, Preusche- Nieder-Wöllstadt, Schughardt-Gettenau, H. Raabe-Schlitz, G. Merz- Schotten, Bürgermeister Walther-Bauernheim, H. Gerbig-Schlitz, K. Sehrt-Vadenrod, K. Spamer-Schotten, W. Bommersheim-Bet- tenhausen, Jak. Lotz-Oberhörgern, K. Seip-Oberhörgem, K. Schäfer-Bettenhausen, W. Nern-Pohl-Göns, PH. Södler-Nieder Gemünden, L. Aßmus-Bad-Nauheim, Aug. Göbel-Schotten, I. Kappes-Büdesheim. 3. Abteilung Tauben: Ehrenpreise K. Veith Reichelsheim, H. Keller-Olsenheim, L. Aßmus-Bad-Nau- heim, Jak. Kappes-Büdesheim, 1. Preis D. Kvnraü-Reichelsheim, 2. Preise: K. Walther-Bauernheim, Bürgermeister Walther- Bauernheim, 3. Preise: K. Wefth-Reichelsheim, Ed. Bär-Nidda, Z Strauß-Rodheim v. d. H., Hch. Strauß-Schotten, Aug. Heil- Ossenheim, Emst Wagner-Dortelweil, H. Keller-Ossenheim, Jak. Kappes-Büdesheim, E. Moriy-Gambach, Hch. Kreuder-Vadenrod, E. Gg. Müller-Lauterbach, Hch. Gondolf-Reichelsheim, K. Weich- Reichelsheim. Außer diesen Geldpreisen gelangten noch etwa 50 lobende Anerkennungen zur Betteilung.
d. M a i n z, 3. März. Ter hessische Landes-Pferd e- zuchtverein hielt heute vormittag hier seine 3 5. Hauptversammlung ab, die gut besucht war. Der Vorsitzende, Herr Müller, begrüßte besonders die behördlichen Vertreter, Ministerialrat Dr. Hölzinger, Geh. Landes-Oekonomierctt Müller, >dreisam1mami Werner, Beigeordneten Berndt und den Vorsitzenden des landw. Ausschusses für Rheinhessen Bürgermeister Römer. Der erste Sekretär, Rittmeister a. D. Fenner, erstattete den Jahresbericht. Wenn auch die Pferdezucht nicht dirett von der Maul- und Klauenseuche berühtt wurde, so sind doch die zu ihrer Unter» diückung und Weiterverbreitung getroffenen Maßnahmen inbireft für ine Pferdezucht nicht ohne Einfluß geblieben. Die Körungen und Schauen sind amn größten Teil ausgefallen, ebenso die Pferdemärkte, außer Alsfeld, Friedberg und Mainz. Die Prämiierungen und nickt abgehalten worden, was für die Pferdezüchler neben sonstigen durch die Seuche verursachten Verlusten, einen pekuniären Nachteil bedeutet. Der Austrieb von Fohlen durch Mitglieder des
600—800 Mark.
Tas Jahr 1911 brachte einen Zuwachs von
6000 Mark.
Der Zuschuß zum Pferdemarft beträgt jährlich
2 ;
10. März, nachmittags 31/, Uhl
Die verschenkte Fran.
e
Irvei Urkunden
fi
2
”, D
s >.n
®0'c.
1% Uhr
1XA Uhr
o .“1 ; S2-.
(9:
Orpheus in der Unterwelt/ Dienstag, den 12. Man
ss:.
r c
.Der Troubadour.' Abends
Tlontaa. den 11. März, abends
6300 Mark. — Der Oberlandesstallmeister Baron v. Willick kritisierte, daß die Landwittschaftskammer, nachdem sie von dem Zuschuß von 20 Mark für jedes aufgetriebene Fohlen gehört, nunmehr dem Züchter ein höheres Weidegeld abnehme. Dies sei aber für die Zwecke, die der Verein verfolge, nicht dienlich. Rittmeister a. D. Fenner teilte zur Beruhigung mit, daß für dieses Jahr von der Landwittschaftskammer die Preise schon festgesetzt seien und zwar 70, 65 und 60 Mark. Daran sei für dieses Jahr nichts mehr zu ändern. Für die kommenden Jahre »verde aber diese Frage sehr brennend. Baron von W i l l i ch kam hierauf auf die vom Verein an die Landwirtschaftskammer abgegebenen Züchter Prämien zu sprechen. Die Landwittschaftskammer wolle diese Zu- sckstlsse überwiesen haben, ohne jede Bedingung des Vereins, um damit zu verfahren wie sie wünsche. Dies führe zu Schwierigkeiten, deshalb müsse unter allen Umständen eine Grenze bestimmt werden. Wenn die Kammer den Bedingungen, die der Verein an die Zuschüsse anknüpfe, nicht Folge leiste, dann behalte der Verein die Zusckiüsft. Er könne dann damit machen, was er wolle. Der Vorstand müsse von der SSerfammlung beauftragt werden, mit der Landwittschaftskammer zu verhandeln, daß der Pferdezucht- herein das Recht habe, dje Preise zu bestimmen, wohin sie kommen. Auch sollen die Preise nur an Vereinsmitglieder vergeben werden Mit den kleineren Fragen sei mit der Kammer schon eine Einigung zu erzielen Bürgermeister Römer fügte hinzu, daß gleichzeitig bestimmt werde, daß die ersten Preise nicht unter 100 Mark betragen. Die Versammlung war mit diesen Vorschlägen einverstanden. Es wurde beschlossen, die nächstjährige Hauptversammlung im März in Friedberg abzuhalten. Nach Erledigung der Tagesordnung hielt Rittmeister a. D. Fenner einen Vortrag über „W eidebetrie b". Erfand damit reichen Beifall.
(Ts 2 3
5 2.^225
Salem aleikum"
Spielplan der vereinigten frankfurter Stadttheater.
Gpcrnhaur.
Mittwoch, den 6. Marz, abends 7 A Uhr: .Der Freischütz.' Donnerstag, den 7. März'): „Die verschenkte Frau.' Freitag, den 8. März, abends 7'/, Uhr: „Boccaccio.' SaniStag, den 9. Marz, abends 6 Uhr: „Die Nleiftersinger von Nürnberg.' Sonntag, den
N: 3ü 4 5 6 a no
Preis 34- 5 6 6 IO Pf.d. Steh
3,-5. ■ 2' <7 -ßl-L
’.GiCr"
Vereins wir im Ber'I'ick zum Vorjahr stärker. Wenn dadurch auch für 1911 der für Weidegeldzuschüsse vorgesehene Betrag um 160 Mark überschritten wurde, so nahm der Vorstand des Vere.:.s doch keinen Anstand, den Zuschuß mit Rücksicht auf das in vieler Hinsickit für die Landwirtschaft ungünstige Jahr 1911 im zuläffigcn Höchstbetrag von 20 Mark für ledes aufgetriebene Fohlen zu> gewähren, zumal die Mehrausgabe durch die Ersparnisse an Prämienaeldern reichlich wieder ausgewogen wird. Auf der im vorigen Jahre statt gefundenen Kasseler Ausstcllmtg der Deutschen Landwirtsckrafts-Gesellschaft war die hessische Pferdezucht durch 16 Pferde vertreten und hat mit Ehren bestanden. Der Mitglieder' bestand beträgt 1697, hieran sind beteiligt Starkenburg mit 8dl, Ober Hessen mit 556, Rheinhessen mit 225, das Ausland mit 27 und lebenslängliche Mitglieder 8. Ter Vorsitzende erstattete hierauf die Rechnungsablage. Die Einnahmen und Ausgaben betrugen 10 850 Mark, an Mitgliederbeilrägen gingen 4500 ein. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Voranschlag für 1912 in Höhe von 10 900 Mark wurde genehmigt. Rittmeister a. D. Fenner berichtete hierauf über den Voranschlag zum Pferde markt. Tie Einnahmen betrugen 62 500 Mark, die Ausgaben 61 000 Mark, was einen Ueberschus; von 1500 Mark ergab. In früheren fahren bewegte sich der Vermögenszuwachs zwisckicn
Od.se> :
-w joJT!
...--":c2 O1-
»rZZZ.-
• -• ,‘“o 2 , 2 " 5.®
„Oberst Ehabert.' Mittwoch, den 13. März: 4. Abonnements Konzert.
Schauspielhau«.
Mittwoch, den 6. März'): Francois Vision.' Donnerstag, den 7. März, abends 71/, Uhr: .Othello.' Freitag, den 8. März, abends 7'/, Uhr: ,T,abame SanS-Gsne." Samstag, den 9. März: _<vöh von Berlichingen." Sonntag, den 10. Marz, nachmittags 3X Uhr: „Die Vergnügungsreise." Äbengs 7 Uhr: .Heunctt.'' Ätonlag, den 11. Piärz, abends 7*/. Uhr: Erstes Gastspiel von Irene T r i e s ch vom Lessing-Theater in Berlin : ,Nora.' Dienstag, den 12. März: .Iohannisieuer.' Mittwoch, den 13. März, abends 71/, Uhr: Zweites Gastspiel von Irene Triesch vom Lessing-Theater in Berlin: „Hedda Gabler.'
Bioson wird ärztlich verordnet,
weil gut und verläßlich!
Das von Ihnen beaogene Biofon kann ick nur alS rin gute und bewährtes Krastisiuniiömittel hinstellen. Ich gebranckie eS an ärztlich verordnetem Mittel. Ich batte vorher alles uerfmbL au als stärkend angcboicnen Getränke wie Weine, Mineralien, Kara usw. waren von wenig 9tuyen. 'Jlarfi dem Gebrauch öpn 3brfl Biofon fühlte ick mich immer kräftiger und frischer. Die Sprite sind mir jetzt viel verdaulicher als je. Ich werde Biosan flty empfehlen. AH-DaldenSieben, 2L Juni 1911. Robert vp mecke, Revier Föister, Sckulstraße 1. Unterschrift beglaubigt, Otto Paren, '.Umar. — Bioson daö beste und biutfl^ Nadr- und SlräftiguugSmittcl seiner Art, Dose i»irfa */« Mark 3.— in Apotheken, Drogerien. Verlangen 2te do» Blosonwerk Frankfurt (Main) Gratisprobe und Broschüre. 'n
-2? O-.
T? I <E |.
Sag«,
.-: Z-
-2.2
-',-D Z3
Wh
f* “ •'Oe
Mur e. t».
Salem gold"
(GoldmundstüdO
2 2
V C<9
's - - n
NPosen IPiL
M—__-Ä


