Ausgabe 
6.8.1912 Erstes Blatt
 
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Amtlicher Wetterbericht.

DctlerauSsichten in Hessen für Mittwoch, den 7. 9Iugufi 1913: Bewölkung zunehmend, peiciiuelt Niederschläge, mäßig warm.

Herzogl.BaugewerkschuleHolzminden. «g fjodjbau Tiefbau r.KSL Sommcrunlcrrtdit^RprlL Reifrprtfung. WntwimierrW «..OfctoSer. Die tjenogl. Baua:arcrt|d)ulc l|t m.d. KgL Prei*Sd)ulcn gUttfjflefwuu

SoonntrfriHa und 60 Teilncki« kseine5.Berriil ir Ohmtal führ' f ging der rS ichööingen.

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Sandel.

- Konkurse in Hessen, lieber da» vermögen deS Zimmermeistert Philipp G u n st in V e n, h tim würbe am 80. Juli das KonkurSverlahren eröffnet. Rechtekonsulent Kl über in Bentheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurt (orbcnutflcn stnd d.s »um SO. August bei bem jlmögendbt SenSbetm anzumelden. - lieber da» Vermögen der Seschästsinhaberin 5sa kobine 6cbie r i t< in Bentdeim wurde am 8h Juli da» KonkurSverlanren eröffnet, da die ©emelnfdiiübntrin entsprechenden Antrag gestellt hat und ihre Zahlungtuufähigkett nachgewtesen ist. Rechtskonsulent Klüver in Ben-beim wurde »um Konkurtver. walter ernannt. Konkurtiorderungen sind btfl zum 30. August bei dem Amtsgericht Bentheim anzumelden. lieber ba6 vermögen des Friedrich Lister. Robknbönbler in K o st he im wurde am 30. Juli daS Konkur»verfahren eröffnet. Rechtüpraktikant Rehm in Main, wurde -um Konkursverwalter ernannt. Ron- kurSlorderiingen sind di» zum 21. August bei dem Amtsgericht Main, anzumelden. - Heber da» vermögen de»,Metzger,ne.slers Karl Nubbaa in M a inz wurde am 31. Juli da« Konrurs- verfahren eröffnet. Bücherrevisor Ne i dl in g e r in Main, wurde >um Konkursverwalter ernannt. KonkurSfordernngen sind bi« zum 22. August bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. lieber daS Vermögen de» Landwirts Karl Nicolav IU. zu B l o t e l d würbe am 8. Juli daS Konkuröverlahren eröffnet. Rechtsanwalt R a m g e in Nidda wurde zum Konkursverwalter ernannt Kon­kursforderungen sind dis ziiin 1. Cept. bei dem Amtsgericht Nidda anzumelden.

Wtnk.ÄÄ'ä wirktverwert, schnell u.nut Conrad Kört; sing, ^ng.. Mit- nlied der Kammer beeid. Ge­richts- und -vandelskammer. 2 adiDcrftänbicicr. Surcau: Alainr.Bahnt)o,strL. ?el^754 AuSfiibrl-, lefenSw. Brosch, kostensret Erffc Referenzen. 462-11________________

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bm glaubten, e» handle sich um einen Reklameballon vom ^tanTit Blätter melden aus N ew York: Beim Zusammen­stoß des 2 ch nell lugtf BaltimoreCbio mit einem Gütern ; u g bei ClavSville wurden viele Personex getötet. Die genaue Zahl d.r ftfl't nem men L!.

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* Mecklenburg mit seinen landschaftlichen S chönheit en ist daS Ziel deS Sommerau sflugcs des Deutschen Vereins für Ton-, Zement- und K a l k i n d u st r ie. xafc Programm verbeisst den Tcilnehmeni hohe Genüsse: werden doch äusser den technischen Besichtigungen industrieller Anlagen aller Art ffsimdsahrten in den Städten Rostock, Wismar und Schwerin, Seefahrten, Spaziergänge in den Lstsoebädem L eiligen dämm, Arendsee, 93run-3lKiiiptcn, Warnemünde usw. unternommen, und auch die Kirche in Doberan, ein Kleinod der gotischen BatAmst, und das Grotzh. Scklotz in Schwerin werden besucht. Aus Anlah dieses Aussiüges läsit die Tonindustrie-Zeitung 'Berlin) eine , Mecklenburgnumme^ erscheinen, die nehm einem lesensiverten Aussatz über den geologischen Ausbau Mecklenburgs -aus der Heber bc» kürzlich verstorbenen Dr. Aiebelkorn, Arbeiten über die Ziegel-, Kalksandstein- und ZemenNvarenindustrie Mecklenburgs und Be- sffncibungen der Doberancr Kirche sowie neuer architektonilch und baustonlich hervorragender Bauwerke bietet.

Kleine dageschroniL

Aus Dortmund wird gemeldet: Die Tochter eines KeNners erkrankte an Pocken. Sie sowohl wie ihre An­gehörigen sind isoliert worden. Der Vater, ein prinzipieller Jmpsgegner, entzog das Kind bisher der Impfung.

Ter Frauenarzt Tr Wartung in Dortmund vergiftete sich hei seiner Verhaftung, die wegen Vergehens gegen § 218 des Strafgesetzbuches erfolgte.

Der Student Groetzsch aus Chemnitz ist beim Ab- stieg im Passeier tödlich verunglückt.

Der am Sonntag in Luzern aufgeftiepenc. Ballon Schacck" mutzte in der Gegend von Wolsenichienen landen, wo von dortigen Bewohnern über 2 0 Schüsse aus Ordonnanz- gewebren aus ihn abgegeben wurden, trotzdem die Insassen durch Fahnenschwenken und Zuriise sich bemertbar inachlen. -tie schienen-

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krau, die ich fragte, oo die Italien« in Tripolis festen Jun assen würden, die typische Antwort:Sie sind wahnsinnig: ncmald werden sie bei un» eindringen Dorum sind sie ge- bnunen?" Doch die arabifdrn Frauen sind mitztrauisch und wenig gesprächig, und so hab. ich mich denn auch auf andere Wette frftreut, ich bin öfters mit zu den Borpv'len geritten. Dazu bedarf es der Erlaubnis des ^berstkommandrerenden. Ick bat darum, und Enver Bey gewährte sie mir ohne schwierig kett en. (Hegen 5 Uhr nachmittags reiten wir los: meine Begleiter sind der Artilleneoben't Ismail Hakli und Baöddin Bev Der L^'g. d-er zu den Vorposten führt, ist neu angelegt, angenehm und male­risch. Mir ists, als mochte ich einen Au-stiug nach irgend einem Laldwinkel m Frankreich. Nach einer Vi.rtei'tundc 2Hcg ex- innert mich freilich die Silhouette eines Italienifdxn Aarts daran, datz wir mitten im Kriege sind Da iwch ein Fort, dort noch cin5; es ist Sidi^AbdaUah. Mein Erstaunen ist grob ^ind ich frage meine Begleiter: ,,Warum rücken denn die Italien«^nicht vor unter dein Schutz dies« mächtigen Werke, unter dem Feuer all« dieser Kanonen, deren Umrisse ich sehe, all« d« Mitrail- !rufen usw. Vorauf warten fie?" ,^)a, daS fragen wir uns auch," antwortet .v?affi Ben lakonisch. Jeden Tag gibt es Plän­keleien und Vorpostengesechte. Und so Hießt dao Leven im tür­kischen Lager dahin, ringS von Kanonen imd flltgcln umdroht, ober im Innern so einförmig, datz man nicht selten ongitzt, in welch aufregend« und gefährlich« Umgebung man ist"

6 , W ^urg eme > (aertaii^ -v automobiltL'. Vit solchen!-' atten. Die zg h von Motons mf ven Weg m l Automobile t Mm Goßberg ti -chtigie die gonis enberger Mk.. ungen locitcr, t mi übet Assoldtr u fahren, die y M der hohe eiir m Berge und t? Sperrmauer m ch Schloß WM affee einzunkhre Gefängnissen, ic 1125 Meter tur Butgstäuleine!* dachsenhäusen, ü d Stadt Vöhl ui hin das Stangen fast ging es an h Aum Goßbevz,. be. SJon bicTt rngetxeten. tzrs: bei Söü )m Gewitter üb»

Line Zranzösin im tiirtischen Kriegslager.

Eine junge Frarrzösin Marguerite Colnat, die ihrem Mann den Scliaiivlatz des italienisch-türkiss1'<'ii Krieges gefolgt Ut, 14 seit drei Monaten mitten im türfitoen Lager und pfleg. P r die Vi-rwmtdeien imb Kranken. Von ihren Erlebntsien mbt [,_ ,7t einer französischen Zeitung eine packende Schtldening. Un siffich mühevoll war die Wüstenreise von Alexandrien bis nach 7-i.'roliS, unb als sie enblid) int türkischen Lag« bon -tenw cnackoiiimen war, da fand sie sich allein in einer ihr fremden mb merkwürdigen Welt, denn ilrr Mann hatte unlerbencn in yMsten nach Beug Han reisen müssen.Wie brachte ich sie hin, -nme langen Tage-' Oh, am Morgen um 7 Uhr gebe id) ms vjinital und verbinde dort die Verwundeten unter den wohl tv.'llenden und väterlichen klugen ber beiden Aerste Nazir Send und Kamel Bei). Ta kann man viel Elend lindern und nvichen Schm«z stillen! Ich Helse den Aerzlen bei d« Untcr- ij funa und bin den ganzen Tag tätig, ab« dann kommt der fliicnb der lange Mend. Die Zerstveuungeii sind nicht zahl­reich: die Ossizi«c sind durch den Krieg in Anspruch genommen: Saiziergänge in der Umgegend sind für eine Jrau allan un- »möglich. Wenn mich nitt-l die grotzen Sitzen ans Zelt fesieln, mad>c id) den Beduinen meine Be,ud>e Ich frage sie, was (; vom Kriege denken, und ich sammle ihre Eindrücke, die ber csiginalität häusig nicht entbehren, en gab nur eine Beduinen-

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Lite dieses Wortes, dann werde auch daS Tichterw^t wahr ff-en da» am deutschen Wesen noch einmal d,e Welt ge- ret ro«be Das goldene Kreuz ber Wartburg möge dem neuen IE .t ein Euwbo! sein, unter dem es den Treuschwur ablegt iFl (Wflt|be und detmat, Evangelium und Vaterland. Mögen art bürg führten des Bund.--, die alliöhrlich wiederholt wer- . schien, immer zunehmen an begeisterten unb arbettstreu- , . t .it; itgliedern und möge die öunbciarbnt in ber Zuntnsi ,. rcd)t fegens- und erfolgreiche w«den Unter dem Etn- , ter Hu»? sang die Versammlung begeistert:Deut'chland, "utschland über alleS!" - Abends fand im«arthäuserhosi ' J wachversammlung statt. Sürgcrmeutcr dornig ent- xn Erschienenen den Willkomnrengru» d« Ltadt und wünschte . Bestrebungen des akademischen Warlburgbundes beiten Er- ,. ttzlückwunschtelegramme waren u. a. vom Rektor der ii.versitüt Leipzig, Bros. Deinrizt, von Stonigflbcrg unb flrbutg eingetroffen Zm Mittelpunkt der Fei« stand die geist ', e R r e b c bc8 UniversitätSvrosessorS v. Schtan-Eiesien , nie Fundamente deutscher Kultur, «olche Fun

sah der Redner u. a. im Königtum, in ben Ständen unb int deutschen Charakter, dessen chrundzug di

ue und ein tiefe» Gknmt ist. In ihnen allen finden wir einen . £jOrt deutschen Wesens, deutscher Gediegenheit und Festige

§lb« wir dürfen nicht auf unseres Volkes Art allein bauen, hem müssen hineinsehen in die Geschichte und aus ihr umer i^eibige» Leben von heute lernen. Sic zeigt uns erst die wich i ,ten Fundanicnie deutscher Kultur. Es sind Kröste am Werl. r> die diese Funbamenle zerstören wollen. Man will dem ircten » .üben im Sinne Luthers ein Jahrhundert bc5 Moniemuc . mten Da gittS zu kämpfen für ben evangelischen Glauben ti ui fernen, datz deutsche Kultur ba ist, wo bic wahre Frei- fi und Gebundenheit deS Gewissens in Gott lebt. Für deutsche qtur zu leben und zu kämpfen, mutz eine Lust sein, unb v-bdb auch ist bic Wartburgsahrt deS akabemifchen Wartburg- lliides mit Freuden zu begrüben. (Lebh. Beifall.» Eine Reihe >tbnek " : Ansprachen und passende allgemeine Gesänge verschonten

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Ter türkifch-montknegrinifche Zwischenfall.

Cettinje, 6. Aug. Der türkische Gesandte überreichte derReglernng eine Note, dah sic innerhalb 24 Stunden Genugtuung gewähren solle. Falls dies nicht ge­schehe, würde «die diplomatischen Beziehungen ad- brechen und abreisen.

Mtilay Hafid.

Tanger, 6. Aug. Eingeborene berichten, datz Miiley Hafid in 14 Tagen, am Beginn deS Monats Namasan, nach Tanger kommen und von hier eine Pilgerfahrt nach Mekka antreten werde.

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