Erstes Blatt
162. Jahrgang
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einer Dost.Niederlage des eine Bresche gebrochen sei p o ft" die Lage auf. Si
inerischen Zentrums, in besten ^urm ■ ich küh er sasbi „i
hält die Zcntrumsherrschaft »war für
Ans Hessen.
Par omfntfltiflirl.
bs. Darmstadt, 5. Febr. Ter Zweiten K amm er ist ein Antrag des Abg. Korell - Königstädteu und Genossen zugegangcn betreffend die Gehalte der Volksschul- l e h i c r , der lautet: „Wir beantragen, die Großherzog [id/C Regierung zu ersuchen: 1. Bei der bevorstehenden Revision der Besoldungsordnung die Bollsschullehrcr milden mittleren Staatsbeamten im Oiehalt gleich-
kalismus und meint, das Zentrum werde unter allen Umständen in wesentlich rcrn.i.iterter Stärk in die neue Kammer znrück-
: Dank! Kaufe .diese Marke.de” den Paketen bedielen Geschenke sind tische, reizende und ... Gegenstände. la brikantauch^ iebten Schub* ^igru‘ ‘
mal wirkte er z. B. gleichzeitig mit Tawison in Hamlet mit. Dawison spielte fandet und Barnay sollte den König geben.
Während der Probe .zeigte sich Tawison mit dem Darsteller des „ersten Schauspielers" hörnst unzufrieden und drohte, er würde am Abend nicht spielen, wenn die Rolle nicht anders beseht würde. Tas ganze Personal nxir schon besetzt, und so war man in Verlegenheit. Tawisons Auge fiel auf Barnan. Er rief: ,^Juitge bist du da?", erk.ärle bann: „Tu spielst heute abend die Rolle!" "Sarnau erklärte sich damit cinrerftanfcen. Die Probe jjing weiter, und in der Fechtszene des letzten Altes war Dawiwn nieder unzu- trieben, dieses Mal mit dem Laertes. „Ich spiele heute nicht", erklärte er, zog seinen Mantel an, stülpte den Hut auf den Kops und wollte davongeben. In der Kulisse stand unglücllichenv^ .
eridjürtert, aber nicht gebrochen.
Tie trcikinfercativc „P ost" glaubt, es w'rde den Liberalen trotz aller angestrengten Arbeit und trotz des-Bündnisses mit der t mög ich werden, die Mehrheit des Zentrums
w(Äcudit»iaaL rath; hlt ,< Land": E.Hei Anzeigenteil:
Vom Hantabund.
Aus Darmstadt wird uns geschrieben: In einer stark besuchten Sitzung des Gesamt-Ausschusses de-: H a n s a - B u n d e s der Bezirlsgruppc T a r m st a d t tonnte, mit Genugtuung festgestellt werden, das; eine gröszere An zahl von Herren aus den verschiedensten Erwerbsständen sich neuerdings bereit ertlärt haben, dem Gcsamtausschuß beim. dem geschäftsführcndcn Ausschuß der Hezirtsgrupvc bcizutrcten. Es wurde nochmals ein Ueberblick über bk Wirksamkeit des Hansa-Bundes gelegentlich der letzte Rcichstagswahl zugunsten der Kandidaturen Becker-Ben.-
wieder den Laertes! , . „ .
seltsame Erlebnisse weist Barnay von ,einem Austreten als Teil zu erzählen. Zweimal bat da der Apfel in der berühmten Avfelschuf-szene einen dicken Strich durch die Rechnung g.-macht. Ta-> erste Mal war die Vorstellung bis zu den Worten Getzlers gediehen: „Wer sagt euch, das ick scherze? Hier ist der Avfel." Ges.ler aber batte sich geirrt: brr Apfel irar nicht da. Er dehnte seine nächsten Worte unglaublich in Die Länge, der Apfel aber kam und kam nicht, und schließlich schaffte der Reouisiteur Rat, indem er eine zufällig vorhandene Zitrone anstelle des Aprel auf Die Bühne brachte. Anfänglich machten ti.* Zuschauer gute Miew •nm boicn Spiel, als aber Teil? '.Nabe mit dem durchschossenen „Apfel" ankam und die Worte erklangen: „Tas war ein Schur! Tacon wird man nock reden in den spätesten Z.t:en", brock cm etwas humoristisch gefärbter Dri-all aus. Der ander: Zwuchcn- fall mit dem Apfel, den Barnay erlebt bat, war meliert noch unangenehmer. Es war in Neuyorl. Alles klappte sehr gut als ab"r Teils Knabe mit dem pfeildurchbohrten Aptel ankam, wieher- ten die Zuschauer geradezu vor Lachen. Gestler hatte nämlich einen knallroten Aptel vom Saume gepflückt, der durchgeickoffene Dagegen war grasgrün!
beim im Wahlkreise Worms-Heppenbeint Wimr en und T' £faiut im Wahlkreise Darmstadt Gr.-Eferau gegeben. Zu Reichslagsabgcordneten sind gewählt ivordeii .bi Herren, welche Mitglieder des Hansa Bundes sind ur? 2 r i-. b d.s Hansa Bundes, die auf dem Boden feiner fHidr.iir.ien stehen. Tie satzungsgemäs; erforderliche ordentliche Mitglie dcrversaminlung soll für Ende des Monats Februar oder Anfang März cinberufcn iverden. Gelegeittlich dieser Bei sammlung wird ein Bericht über das ^ubmissionswesen tnt Deutschen Reiche sowie über die Errichtung von Sub niisffonsausschüfsen stattfinden.
zustellen. 2. Der Kammer zur Prüfung der Frage, wie die Verstaatlichung der persönlichen Kosten der Volksschule in finanzieller Beziehung wirkt, Material darüber vorzulcqen, welche Beträge zu diesen Kosten seitens der Gemeinden oder aus sonstigen Quellen (Fonds, Stiftungen eleistet Iverden. Sodann ist der Zweiten Kammer egicrungs Vorlage unterbreitet worden, betreffend den S eminarnenbau zu Bens b eim. Rach diesem Antrag wird sich aus der im Voranschlag des Jahres 190f) bewilligten Summe von 78598.67 Ml. durch Angebote und Vereinfachungen eine Ersparnis in Höhe von mindestens 12 000 Mk. erzielen lassen. Dieser Betrag soll zur Ein richtung von Wol/nräumen in dem Dachgeschosse des neuen Scminargebäudos dienen, da es sich gezeigt hat, dast sich nicht für alle Seminaristen geeignete Privatwohnungen finden. Diese Räume sollen für etwa 50 Mk. pro Jahr an die Scküler vermietet werden.
wie die „Tägliche Rundschau" sich ausdrückt, bi : Demo non des jiavinettö Podewils einen Triumph d.s Zentrums und eine Niederlage der Regierung noch vor Der Entsch i ung Icöeuic.
Ten „Berliner Lolalanz i ;er" wi-d au. Müi.ck.n le^egtcphi rt, das MiniUerprüsident v. Podewils mit b:r Ren. i:düng des 9alinctts betraut worden sei. Am späten Nachnn tag liest der Prinzregent neuerdings den Thronfolger Prinzen Ludwig zu fick nilcn, der bann gemeinsam mit dem Grafen Podeni s bei ihm erschien. ES heißt, Der Prinzregent sei sehr erregt über die politische Spannung. Die Minilter v. Plan •mb v. Frauendörffer werden zweifellos dem Zentrum geopfert werben. Bor mirgen, Dienstag, fall r.i dessen über die Lösung der Kri i3 nichts öffentlich belamit gemacht werden. Ter Prinzregent will alsbald nach Erlcdizung der Krffis nach Berchtesgaden gehen und Prinz Ludwig, der Thronfolger, soll den neuen Landtag zum ersten Male an seines Vaters Stelle eröffnen.
Barnan, und nun erklärte Dawison: „Ter spielt heute den Laertes!" Tas geschah dann auch. Barnan spielte tatsächlich i :i ersten Akte den jungen Laertes, im zweiten den ersten Schauspieler, im önig im Schauspiel und im vierten und nullten
Nr. 31
Ter siebener «njetget rddinni täglich, allster ZoniuagS. - Beilagen: nifimn! roikfrentlM) 6itbentr$amili«nb!ät1tr avrtinal n'ixhml.KreU; dlaNfürüenXrelrSletzen liinietagunbrieiin.'i, ;meanal moitntL Land wirUchastüche äcitfragcn fcfruimed) - Anfcklüfie: für die eHebatiion 112, 2‘frlaa n. Erpeditiou 51 Slbieflc Wir Tcreichen:
Anzeiger «ziehe».
Annahme van än$tigee für die iageenuimuer bi4 oomiiltagS 9 Uhr.
crufnxbrung erlebten, und gerade in diesen Tagen in die geweihten Raume des Wiener Lwsburgtheaters eingezogcn sind, begnügen nck nickt mehr mit dem Leben in der alten Welt, in der ihre Urbilder io reich und berühmt geworden sind. Der bekannte amcnMnifdrc Impresario Sintbert, der kürzlich in Berlin weilte und in Amerika unter feiner Leitung einen Trust ton weit uoer 50 Theater oer einigt, bat oos Werk für Amerika und Englano erworben und wird die „fünf frankfurter" sowohl in London, wie auch in Reuyorl zur Aufführung bringen.
— Die kunstgeschichtlichen Streichholzschachteln Also endlich, endlich sind sie da, so schreibt ter Gttilois, endlich haben wir iie, diese koketten neuen Sircichholzschachteln, eie mit Bildnissen der berühmten Meister der .^.instgefckickte gr schmückt sind, Rubens und van Dock, Fragonard revaltsiert nur ter Zündhol.i'chachtel an Grazie mit Watteau, Teniers erzählt uns von ländlichen Festen und Bauembällen: eine ganze Welt ron Farben strahlt uns entgegen, ehe wir dem so reizvoll ge sckrmückten Behälter das Wackszündhölzchen entnehmen. Tie Sammlung ist sehr reichhaltig, aber ach, trotz aller unterer Rach forftfmigen, eines ha hm wir nirgends finden können: die Gio conta, die Mona Lisa mit dem Rätfellächeln. Sdwn vergessen? Sb- alten Schachteln nehmen ,'ich neben unseren neu u ein weiua „rokokohast aus, aber bald wird ihr Vorrat erschöpft sein, und unsere Tcvakverkuifsstellen werden $u Nationalmuseen.
kf. Tödliche Küsse Tr. I. P. Limonds, der Leiter des bakteriologischen Staatsiavoratoriums in Indiana hat, nn - die „Revue" erfährt, fünf -Fälle tödlich verlaufener tuberku - loser Hirnhautentzündung bei Heinen Kinder n lest gestellt, bei denen unzweifelhaft die Erkrankung auf Küsse von Eltern oder Verwandten zurückgeht. Es waren Kinder im Alter van U Monaten bis zu 3 Jabren, die aus diese Weise von ihren eigenen Eltern unabsicktlick mit dem Todesleime infiziert worden waren. Bei einem anteren Falle, den Tr. Limonds ebentalls ve, • n licht, war ein achtjähriges Mädchen durch Küsse von 1 einer tu »er* tu!Öfen Grostmutter angeftellt worden und itarb in kurz r Hut. Tr. Limonds tritt in seiner Veröffentlichung ganz energisch für b.e „Antikustlbewegung" rin.
— Kurze Nachrichten aus Kunst u n b Wissenschaft. In Hannover ist am 2. d. Mts. ter Direktor des Pro- rinzialmuseums Dr. vhil. Adolf Brüning im 44. Lebensjahre gestorben.
General-Anzeiger für Gberhesjen
Rotationsdruck und Verlag der vruhl'fchen Unio.-Vuch- und 5teindruckerei R. Lange. Redaktion, Erpedilion und Druckerei: Zchulstratze 7
Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhosstrahe 16a.
Dcntfchcs Reich.
Die dem braunschweigischen Landtag zuge gangene Wahlrechtsvorlage der Negierung sieht bic Erhöhung der Zahl der Abgeordneten von 48 auf j4 vor, von denen 36 in zwölf Wahlbezirken durch direkte, allgemeine und geheime Wahl nach dem Dreiklassenwahksystem und 18 durch die Wahlen der Berufsstände bestimmt werden und zwar: von den Großgrundbesitzern in drei Klassen sechs Abgeordnete, von den Gewerbetreibenden vier, der cvangeli- scheu Geistlichkeit zwei und dcn wissenschaftlichen Berufs ständen sechs Abgeordnete. In der Begründung des Entwurfs hält die Regierung bic Einführung bes Reichstags wahlrechtes für ben Landtag nicht für angängig, da dem Landtag andere Ausgaben obliegen als dem Reichstag und die Leistungen *ber Bürger im Reiche und in dcn einzelnen Bundesstaaten ebenfalls wesentlich verschiedener Natur seien
Tie „Morgenpost" meldet: Tie Besprechungen des Reichskanzlers v. B e t h m a n n H o l l w e g mit den führenden Persönlichkeiten der Reichstagsparteieu begannen bereits am Sonnabend und behandelten die Frage Der Teckung der Wehrvorlagekosten Die Höhe des Bedarfs und die Art und Weise der Teckungcn stehcii aber noch lcineswegs fest, so daß die Einbringung der Vorlage noch etwa 14 Tage auf sich warten lassen wird
Der „Berliner Lokalanzeiger" meldet aus Berlin: Von den riändidalen für die Stelle des Groß-Ber 11 ner Verbanbsdirektors haben die meisten Chancen Biir- normtiflcr Tr. Reickc-Berlin, Kämmerei Berlin, Tr. Stei Niger-Berlin und Sberbürgermcister Voigt Barmen. Erst ut zweiter Linie Oberbürgermeister Lindc-^riel und Bürgermri ' itcr Cuno-Hagen.
An den laiserlichen Statthalter von E l s a ß - L o t b ringen, Exzellenz Gras v. Wedel, der am Februar in seltener Frische seinen 7 0. Geburtstag begeht, ist folgendes Telegramm des Kaisers eingctroiicu:
Empfangen Sie, mein lieber Graf, zur heutigen Vollendung ihres 70 Lebensjahrs meine wärmsten G-ück- unn ^egenswünfcke. Gott der Herr schenke Ihnen auch ferner Gesunohcil, und Kraft, oamit Sie nock lange Ihres verantwortungsvollen Amtes vt Lewährter Jwrm malten lönneu. Ich bitte Sie, als Zeichen 1 meiner herzlichen Tanttarleit und meines besonderen Woh.w.'llens Die Ihnen bireft zugeheiide Büste von Mir anzunelwien.
Ferner sind in besonders herzlichen Worten gehaltene Glückwunschschreiben bezw. -Telegramme cingegangcu: vvu Kaiser Franz Joses von Oesterreich, vom Prtuzrcgcnt. n Lutt- pold von Bayern, vom Reichskanzler v. Belbmann Hollweg, vom Ministerpräsidenten Grafen v. Aehrcnthal und zahlreichen anderen hohen und höchsten Würdenträgerin
krnftes unü heiteres aus Ludwig Varnays Leben.
(Zu feinem 70. Geburtstage, 7. Februar.)
Nur durch einen Zufall hat Barnav erfahren, daß er am 7. Februar geboren ist. Bis zuin 41. Lebensiahre hat er jelbu brn 11. Februar als feinen Geburtstag angenommen unb gewr . "ift bei feiner zweiten Verheiratung er,ah er aus amtlichen ^dirut- luden, das er m Wahrheit vier Tage alter iet, als er btshu geglaubt hatte.
Ludwig Barnavs Künstlerlaufbahn ist reich^ an ernsten uüo heiteren Emsoden. Maurcrlehr.i.ig, Buchliatter, ^chuler des Po r tchnitiims - in allen diesen Lagen hat Der lunge Barnay fick inred-tTineen müssen, ehe er zur Buhne gehen fonntc unD auj icm Soidfal beim Theater war zuerst recht romantisch ~en
fwentiidun Anstos- zum Betreten der Bretter gab bei ihm cm sehr EngeiLcL' Erlebnis mit der Mutter. Sie gab 'hm „gewöhn, hestsgemäs, unb seltsamerweise diesmal "rrtttch utwerbient eine ihrer stets bereiten schallenden X?hruigcn. >ci iiingc ariur «at dies sehr heftig, erhielt als Gnuibcrung eine zweue Wiai und -flöh aus tem Haufe, um Schauspieler zu werden' Seine Anfänge waren nickt gerade rielverwrcchcich^ ^.r »vndtt fub an Emil Tcvrient unb würbe abgerotenn: .^cnii 'nan nnd' -vredicn will, so lasse man fick Durch m.nc Zager vorh^ me D u das war die hoheitsvollc Antwort Dcvrtents, als Barnay nnp.r^ mutet ihn in feinem Hotelzimmer überfiel. ^elbft ter Cchmtercri Direktor in Trautcnau, bei tein Barnay auttrat, stellte ihm keine günstige Prognose, bemt er fragte ihn oäterjih, was er früher wesen sei unb meinte aut die Antwort: „Architekt .„Können btnn nicht Da.zu zurückkehren?" ^as erste günstige ^rtcil über seine Begabung zum Sämuspieler sprach Holtti aus, allerbi.igs i. einer ckivas merlWürDigen Form: „Na, sie verdammter B-ong,I. Sie kommen mir gerade red't. Sie habe ich >2 vorgestern a^.- Tuiwis gesehen! Hat ter Kerl das Organ tu ter Kehle, alle Vittel für Die Rolle uitD spielt wie ein Sckwein Ta setzen e\c sich mal hin, ihnen will ick Die Leviten lesen, dast ernten Die rtuocyen knacken sollen."
Trotz aller Wibenvärttgkeiten gelang es Barnay schließlich dockt, sich durchzusetzen: er kam zu Laube, wurde von ihm gur.i.i.j mfgenommen unb — fiel später hei seinem Gastipiei an Der Lürg glänzend Durch. „Ein Bejräbnis erster Jüte", nennt er selbst Kiesen Durchfall in berlinisckwr MunDart. Seine späteren >rr- stckge in fast allen Ländern sind besser bekannt, als seine nimmer» ! chen Mißerfolge und brauck-cn deswegen wohl nicht erwähnt iii werben.
Mit manchen Schauspielern ist Ludwig Barnay zusammen- Sgckommen und zuweffen unter ben seltsamsten Um stäuben. EUt-
Die £anötagsmaf|kn in Sayern.
Die Landtagswahleu in Bayern haben kein Ergebnis gehabt, über ba - sich bic Linke freuen könnte. Wohl hat sie dem Zentrum eine Anzahl Manbate abgenommen, unb auch den Händlern und Konservativen wurden Verluste bei- gebracht, aber die Siege reichen bei weitem nicht, um im Landtag künftig eine Mehrheit zu bilden. Die Verstim' ntuttfl rin Lager der Linken muß umso größer sein, als bas Gefamtministerium am Montag mittag, bevor das Ergebnis bekannt war, seinen Rücktritt angezeigt bat. Zwar wird Herr Pobewil-.- mit der Neubildung des Kabinetts betraut, aber die dem Zentrum mißliebigen Minister v. Pfaff und v. Fraucnborsser werden wohl ausscheiben müssen. Der bayerische Landtag hatte mit Iim Maudaien zuletzt folgende Zusammensetzung: Zentrum 98, Bündler 7, Konservative 10, Liberale 24, Sozialdemokraten 21 und Bauernbund 3. Danach vergleiche man das folgende Gesamtergebnis:
München, 5. Febr. Bis 1 Uhr nachts war das Gesamtergebnis der Wahlen bekannt: Es wurden gewählt: 87 Zentrum, 35 Liberale und Deutscher Bauern-
— Radiotelegrn phie. Im Physikalischen Institut der Universität M a r b u r g i:t Verbindung mit der Sternwarte werden augonblicklick von den Herren Tr Tale, Tr. Robitzsch und Tok^ torand Vos nnfsenschattlicke Ver.uche mi RaDt'telegrapbie Draht- lofe aiigenellt. Die, eben erst begonnen, doch i'ckon bemcrleiiswerte Ergebnisse gezrilizc haben. Es ist bisher gelungen, Zeichen aus Rorterick Nauen, Paris, Swinemünde unb Pola auBunehmen. Ta Norddeick und Paris funkentelegraohffcke Zetlsignale geben, öie eine exakte Zeitbestummutg ermöglichten, ist ein regelmäßiger
!ta ten gewinnen 9, der Bettlerische Bauernbund gewinnt 3 unb verliert 2, ber Bunb b e r La nbwirtc unb bie Konservativen gewinnen 2 unb verlieren 12.
WiebergewäHlt sinb u. o.: Tr. Pichler (Ztr.), Fink (Ztr.), v. Malscu (Ztr.^ und Letno (Ztr.). Mcht wicdergcwählt wur- ten Schacbler (Ztr.) unb Weilnhocck lBunb b. Landw ). Von bekannten Parlamentariern sind gewählt: v. Orterer, Ham- merschmidl, Gcrslcnbcrgcr, Held, Casselmann, Müllcr-Hos, Thoma, Eisenberger, ^-Sörle und von Bollmar.
Wiedergewählt wurden in M ü it dien I Schön (Lib.), München II Pickelmann Toz. , München III Löweneck Lib.), Mün wen IV Tr Quidte Temokrai Lib, München V Tr. Günther (5ib), München VI Schmitt Soz. . München VII Royhauprer (tzoz.), München VIII Müller Sov , Müncknn IX Auer Soz , Lünchen X Timm Soz.), 'ARündKn XI Sckynid (Soz.), MLn ii)en XII v. Volimai Soz.). n.r
' "(In Augsburg I wiiid-e gewählt: Di Tirr (Lib. :, anitelle von Dr. Thoma tLib.). In Augsburg II Rollwagen <-oz.), bisher Mayer (Ztr. Wiedergewählt wurde ferner m Augs- burg III Wörle lZtr.V Nürnberg I Säckler S>oz.), Nurn bh:g II .Haeberlein ^Lib.1, Nürnberg III Tr. Süßheim (soz.), •Nürnberg IV Dorn i'Soz. , Nürnberg V Simon (Soi). In Nürnberg ist gewählt Schepvenhorst iSol), bisher Rollwagen soz.), n W ü r ; b u r g 1 Endres (Soz.) bisher Dufchel (Ztr.), in Würzburg II ist Köhl lLib.) wiedergewählt. ebemo jn Würzburg III Reuy Ztr., und neu gewählt ^tang (^tr ) anstelle von Lckwarz . qculr ) Ludwigshafen I ist wlcterjqewälHt Huber (so;.), m Luo.i'chshafen II Kerner (Soz.V in Kaiserslautern maim (5m.) u. .stlemcni .Soz.). In B a m b c r g I ist Heß (Ltd. bisher Dr. Schädler (Ztr.), in Bamberg II find matter Ztr.) und von Malseti (Ztr.' wiedergewählt.
Preffkstimmeu.
Berlin, 6. Febr. (Drahtbericht.) Das Ergebnis der bäte- tuchen LandtagSwalsten, das frei.ikh bei Redaktionsschlutz ber menten Morgenhlätter mir zum Teil vorlag, wird von den liberalen <)raar.cii als Niederlage der schworz-blaucn Parteien in Bayern charakterisiert. Tis „B e r l i n e r T a a e b l a 11" formatiert einen vefcntticken Mckgang Des bister in Vatern herrickenden Klen-
Gbefrtbafteur:%l Goetz, ycraiumoultd) für den Dolitticheu Teil 'Mugiiit 0)ocb . für ,,'tcuiUe- ton', .Veiiiiyckies' unb
Dienstag, 6. §ebruar (912
Ve ,nq5veet 5: monatlich lli„ vierte!-


