Ausgabe 
6.1.1912 Erstes Blatt
 
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Ute in Varis.

(255

Lollar, den 5. Januar 1912.

Allseitiger, pünktlicher Besuch unerläßlich.

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||V BesteBettenfilllang^ sind die vor.zügl. füllenden, *

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Bitte Flugblatt und Schaufenster zu

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Wiesest, den 5. Januar 1912

beachten.

0188

Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. Januar, nncbm. 2 lUiv von Jungferiiratze aus natt.

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6.

Todes-Anzeige.

Schmerzerfüllt machen wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mit« teilung, daß gestern vormittag 10l/2 Uhr meine inmgst geliebte Gattin, unsere treu­sorgende Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegertochter und Tante

Frau Lophie Haas, gcb. Moiir nach schwerem Leiden im 44. Lebensjahre sanft in dem Herrn entschlafen ist.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen:

Fatob Haas UI. und Familie.

Steinbach, den 5. Januar 1912.

Tie Beerdigung findet Sonntag, den 7. Januar, nachmittags 2'/, Ubr in Steinbach statt. (01lS

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die irostreichen Worte des Herrn Pfarrer Gustmann und der Schwester Margarethe für die treue Pflege sagen innigsten Dank

Job. Weber

Familie Bepperling.

Todes-Anzeige.

Verwandten, Freunden und Bekannten Kg hiermit die schmerzliche Mitteilung, daß meine -fl liebe, gute Frau, unsere treusorgende 'JJiutter, V Tochter, Schwester, Schwiegermutter, Groß^ k mutier, Schwägerin und Tanke

Frau Margarethe Deibcl

geb. Kreiling

heute morgen 9'/, Uhr unerwartet nach kurzem ffi Leiden im a2. Lebensjahr sanft entschlafen ich

Tic trauernden Hinterbliebenen, g

Jng., ZadiDCvit., prüft Ernn- dungen kosterifrei, reell u.sach- gemast n. Oicicr. liebet 30 eig. (9eschäste u. Vertretung. Llussüdrl. Brosch, kostenn. 886

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Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, dag gestern nachmittag : Uhr unsere liebe Mutter, Großmutter und ^Schwiegermutter Frau Elisabet Heidt geb. Hübucrbcin

nach kurzem, aber schwerem Leiden sanft ver­schieden ist.

Im Namen der Hinterbliebenen: Louiic Amon, geb. Herdt.

Gießen, Babnhofstr. 58, den 6. Jan. 1912.

Die Beerdigung Habet Sonntag, den 7. Januar 1912, nachmittags 37» Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes auS statt.

üsbischer talmin.

Wiederbeginn der Hebungen Montag, den 8. Januar. Damen um 8, Herren um 9 Uhr.

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1814 in Hartford geboren, war er mit zehn Jahren in die Derk s att Vaters, eines Handwerkers, eingeye.ten und wurde

W trft nachlrSgliL t>onJ.82R an. nach AmhmI m Ma wckmctls tn die Schule geschickt. Semem unruhigen Geist gniel es dort oder so wenig, dast er seinen Lehrern entlm und als Kaiuten- wnge auf einem Ostindienfahrcr Dienste nahm Nachder Ruck^ Ur von einer Reise naä> Kalkutta trat er bannowbet als Lehrling in eine Fabrik zu tzaruord em, hielt es mdess^m- auch da nicht lange aus, 1 onbeni zog nun in den Lerenngten Staaten und den brilischt n Bcsipungen als angeblicherTr. L«r um­her: als solcher hielt er Vorlesungen über Chemie und ^alurwmcn schasten und verdiente damit viel Geld. Aus der Fahrt nach Kalkutta schon war er aus den Gedantcn gekommen, revolvierende schieß- waiien l-erzustellen. Mit dem aus seinen Vorlesungen gewonnenen Ertrag vervollkommnete er letzt seme Er.indung, und 18dJ, erst 2; Jahre all, erhielt er von der Regierung da» erste Patent sur s ine Revolver. Es bildete sich eine Gesellschatt, dre mit einem .-avital von 300 001) Dollars an die Fabrrkalwn ging, doch war ansangs der Bedarf so gering, daß die Kompagnie ^- be­reits wieder ihre Zahlungen eimtdlte. Spater änderte sich abn bic Sache, und bald war die Nachirage so stark, dag die Fabrik in SDart orb, bereit Anlegung eine Million ^.oHarö kostete, sie bald nicht mehr befriedigen konnte, wiewohl Colt auch m Engmnd und Rustlaud ähnliche EtabliisementS eingerichtet hatte., <-em er 1 .iberischer Geist begnügte sich übrigens nicht mit der Erfindung yr;. Revolvers; er erfand auch eine unterseeische Batterie von großer Kraft unb Wirmng, und schon 1843 legte er ein unter- seriichcs Hobel von der Coney-Insel im Atlantischen Ozean nach Neuyork und von dem Eingang des dortigen Häsens nach der Börse, um bic ankommenden Schille anzuzeigen, sowie wichtige Rachrich^en aus Europa milzuieilen. Colts Arbeiter ehrten uiid liebten ihn jchr, weil er, oowohl mit geschäittichen -sorgen uberhautt, aus dem Gebiete der Arbeiterrürsorge einer der ersten gewesen, die in Amerika Bedeutendes leisteten. Er erbaute m der Nahe der Fabrik billige und bequeme Wohnungen und hielt vor den Ar- beiiern unentgeltliche Vorlesungen über praltnchc Fragen de» Lebens und über allgemein intcrcfiicrciibc Gebiete der Wissenschaft.

wähl-v!

Fragt Euren Kandidaten,'wie er über die Einfuhr gefrorenen Fleisches denkt. Wir gehen einer unab­wendbaren, steigenden

wünschenswert. .

' Französische Grobstädte. Tas genaue Ergebnis der am b. März vor. Js. vorgenommenen letzten Bollszahlung in Frankreich ist zurzeit noch nicht bekannt; man verosfentlicht jebocq soeben die Zahlen nir bic fünfzehn Olrovstadte nut einer Bevollerimg von mehr als hunderttausend Einwohnern. Danach haben : '4 nm (ohne Bororte) 1911 2 84u 9b6 (19u6 2 763 328), lliarseille l^ll 552 182 (1906 617 498), Lyon 1911 524 056 (19 > 4-2 114), Bordeaux 1911 261 678 (19t6 2öl . 47), Lille 1 11 216807 (19t6 2O06 9lanteä 1911 169 254 (1906 133 247), Slice «Nizza) 1911 1 3 833 (1900 134 232), Toulouse 1911 149 044 (1906 149 43«), Saini-Etienne 1911 11» 778 (191-6 14> 788, Le rmvre 1911 132667 (1906 132 430), Nonen 1911 12420 (1906 118 459), Noubaix 1911 122154 (1906 121017), Naney 1911 1181«7 (1900 lluo70), Nemis 1911 1133.2 (1906 109 859), Totilon 1911 104 582 (1903 103 o40). Zus-: 1911 5 746 000 (1906 5 470134) Emivohner. Wie hieraus hervor- qebt, ist die Zahl der Ennvohner in sämtlichen sranzösischen Grob- fiäbtcn gestiegen, mit Ausnahme von Toulouse, das eine geringe Verminderung erfahren hat. Tie uärtsle Zunahme verzeichnet Paris (über'80000,; auch £i)oit (über 5000a --- mehr als em Zehntel der Bevölkerung l), sogar Alarseille, Nantes und Nizza haben ein erhebliches ilLachstum zii konslatiereii. Bei einem Ber- qlcich mit der Gesamibevölkernnq JrankieichS ergibt sich, da» envQ ein Siebentel der Gesamtzahl ut den Großstädten wohnt, und hinwieLcruni von der Großstadtbevölkermig säst genau die

Fleischtcuerung entgegen. Die Einfuhr von Ueberseefleisch ist einzige wirksame Mittel der Abhilfe, das die

Landwirtschaft

nicht schädigt.

Eine ansteckende Krankheit unbekannten Ursprungs. Im vor. Jahr erregte in der ärztlichen Wissen­schaft eine Veröffentlichung von Tr. Brill erhebliches Atm^hcn, worin die Entdeckung einer augensck-einlich ansteckenden Krankheit von zunächst unbekanntem ilrsvrung itgekündigt wurde. Die Krankheit beginnt nach dieser ersten Beschreibung mit einem ziemlich vlötzUch.n Frostgeiühl, dao von starken Körperschmerzen, arostcr Abs'pannutig, Teilnahmlosigleit und überaus starken Kops» schmerzen gefolgt wird. Gleichzeitig meldet sich ein tfieoer, das bis zum dritten Tage steigt und gewöhnlich um 3J Grad herum bleibt. Arn fünften ober sechsten Tage nach der Erkrankung er

Millimetern im Durchmesser besteht. Er tritt meist am Rumpf l aus, kann sich aber noch weiter verbreiten. Binnen 24 ^.unbcn| erreicht er bereits seine yvchste Stärke und Helt bis zum zwoliten bis vierzehnten Tage an. Dann erst tritt die eigentliche Krtns ein - ^daS Lieber verschwindet, unb die Wieder^rstellung geht meist rasch von statten. Trotz einer mehrfachen Aebnlichkeit mit thphösem Fieber hält Tr. Brill die Entstehung der Krankl'eit durch den Tvvhusbazillus oder einen anderen Erreger ber log. Dpsenleriegruppe für ausgeschlosse.i. Sowohl bte BlntUntersuchung wie da^ Fehlen von Uiiterleibsstörungen stellen einen burcly* greifenden Unterschied dar. Dennoch scheint durch neuere For­schungen, die namentlich von G. A. Friedmann in Rußland aus­geführt worden sind, eine Beziehung zum eigentlichen Tpphus nicht undenkbar, und vielleicht wird es sich mit der Zett h-erans - stellen, bau die sogenannte Britische Krankheit als eine müde Form des Tyvhus anzusprechen ist. Besonders aunaUtg unb außer der sehr geringen Sterblickckeit, die weniger als I v. D. beträgt, bas Borwalten der Krankheit im Herbst und bas Fehlen nervöser Erscheinungen. Ta die Krankheit bereits in Curojoa um in Amerika beobachtet worden ist, mit ihrer weiteren Ausbrei­tung also gerechnet werden must, wäre ihre Auttlarung recht

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eine iunae Nmerikanerin, hak gegen einen woblhabenden tyormer, BZ. T. Nlaget, Klage auf Zalstnug von 20 300 Dollars erhoben, weil er ihr stehen Kusse mit ewalt geraubt Hai. Maget bestreuet ganz eutichiedcn die Nichtigkeit der näheren Umstände. Er bc- tmuplet vielmehr, dast bie iunge Dame ihm ihren Niimd bcveit- ivilliflft hingehalten und ihn durch Gesten 511 dem .Verbrechen' nm- ge'ordcrt habe. Diesen Lockungen habe er natürlich nicht ivibcr- f«ei)Cn können. Wer wäre dazu auch bei einer hübschen jungen Dame imstande gewesen! 9lncl) Angabe Mag.ts hat sZrl. Be ider die Küste aniänglich anders bewertet, . enn |te war nut einem Schmerzensgeld von 3« Dollars zufrieden. Jetzt aber ist ne anderer Nieiuung geworden, vielleicht weil der Jarmer opentlich behauptet hat, der Preis von 50 Eeitt pro Kust sei noch viel zu hoch. Der 'Auklaqeschri'l nach scheinen die Küsse etwas heftig nc- wcfen zu sein, denn Fraulem Bender behauptet, durch sie nicht nur einen 9lervenichock, sondern auch einige erhebliche Haittabjchnrfungen erlitten zu haben.

Kleine llogeschrorul.

Tie in Berlin verstorbene Witwe Bertha ALatthiaS hinterließ ihrer Vatcrnabt Krefeld 160 000 Mark zur Erbauung eines T ainen stiftes. _ ... . .. .

In Xj e 15 a ai (Kanton Solothurns starb ein c-4 iabrigti starker und gesunder Mann iici Stunden naar exr AbendmMzeit unter gräßlichen merzen. B i der c.T.ion ruurbe eine ..cengc 3 t r i) d) n i n im Magen des Verstorbenen gefunden. Unter dem Verdachte der «tuiit|. ut n «icuv uie o-miiii 11 uo cm _augcblid..r Liebhaver verhaftet. D.r T'rann i;t wi.der auf freien tvuB gcici.u. Es wird setzt zu ermitteln versuch!, woher das -stristhmn stammt.

Pus der rheinischen Broriniialirrenanstatt Gr.i'enberg nnd drei zur Beobachtung ihre,. Geisteszustandes überwiesene Der- brecher entsprungen. Unter ihnen befindet sich der bc» rännl^ Einbrecher Kaspers.. ... . , _, u

Ein auf der Veimreiie begriffener russischer Oberst sprang vermutlich infolge blöblidier Geiftesstörung kurz bot Er­furt aus dem D-Znge. Er wurde sterbend ins Erfurter Kranken. Haus gebracht.

Anuucher lüeticrocri(l)L

Wetteraussiebten in Hessen am Sonntag, den 7. Januar 1913: Trüb, regnerisch, Temperatur wenig verändert, windig.

Ccljtc Nachrichten.

London, 6. Jan. Wie verlautet, beabsichtigt England eine , neue Kongokonferenz zur Regelung der Handelt- ; Verhältnisse im gesamten Kotigobeckru anzuregen.________

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Die Vollkommenheit der Inszenierung, die her­vorragende Darstellungsweise, dte überaus spannenden Montente und die Prachtentfaltung und Großartig­keit in der ganzen Ausführung machen diesen Film zu einem Meisterwerk kinematographischer Kunst.

Liebreichs Rendezvous

Ein humoristischer Schlager ersten Ranges.

Vie Opiumpseise

Großartiges spannendes Drama.

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Großartige Humoreske.

Fremdes Recht

Ein Drama aus dem wirklichen Leben.

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