Ausgabe 
4.7.1912 Erstes Blatt
 
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Die neuen 2lrmeeforps des öeulschen Heeres.

Das Kriegsministerium hat im Armec-Vcrordnungs- blatt die Einzelheiten über die Hccresvermchrung ver- öfscntlicht, melche durch die vom Reichstag angenommene neue Heeresvorlage bedingt sind. Danach läßt sich er­kennen, nric die neuen Armeekorps zusammengesetzt ttTcr- den sollen. Das neue 20. Armeekorps, dessen Gem- ralkomurando nach Dllcnstein kommt, wird zwischen das 1. und 17. Armeekorps eingeschoben und umfaßt die Gc-

lolitischc Kombinationen ein-.,-.. - - -

ras Blatt, vou der Kaiserrcise keine Aenverung in der aktuellen Politik Rußlands, sondern nur die Wiederher- tellung und Befestigung vertrauensvoller Beziehungen zwi- chen Rußland und Deutschland. Gelingt c5, daS in manchen Kreisen Rußlands noch vorlferrschendc Mißtrauen gegen Deutschland zu beseitigen, und an seine Stelle Vertrauen zu setzen, ist alles erreicht, was wir erwarten können. Bei >cr Ueberzeugung, daß zwischen beiden Staaten keine erlisten Streitpunkte' vorhanden sind, wird sich ganz von selbst eine politische Orientierung in friedlichem Sinne ergeben.

Neuer von den Pflanzen der Urzeit.

Die systematische Erforschung der versteinerten Pslanzenrcstc, diePaläodotantl", ist jüngeren Datums als l.lenM Paläonto­logie, aber die Ausgaben dieser jüngeren Wigenschatt smd Tür die Erklärung unserer l-eutigen Welt nickst weniger bedcutungsvolt, denn ihre Lösung allein kann uns letzte Aufschlüße über die ver- kuuft und die Entwichungsgeschickjte der Pflanzenwelt geoen ~tc llassisckjen Forschungen, die Sctstniper, ^aporta und Renault aut diesem Gebiete durchgefüljrt haben, erfahren jetzt eine neue und «wertvolle Ergänzung durch die Veröffentlichung der jüngsten ür- ,beiten von Scott Tuckinsield, des Präsidenten der Londoner ^inns- gesellschast. Sie bereichern unsere Kcnmnis um eine recht ftatt- licye Zahl von untcrgcgangenen Pflanzenarten.

In der Rekonstruktion dieser verscholleiien Erzeugmne einer untergegangenen Flora ist der Botaniker in mancher^ Beziehung günftiger gestellt als der Geologe. Gewiß sind bte rionckwngs- gegenstände verhälttiismößig seltener und bieten der Beobachtung nicht ein wirkliches Skelett, n ie das der vorzeitlichen Biere, paiur aber zeigen die versteinerten Pflanzenreite in ungleich bei trer Erhaltung die äußeren Formen und den Bau der untergegangenen

^Ti'e jüngsten wissenschaftlichen Statistiken schätzen die Zahl der heute betannten Pflanzen auf rund 176 000 Arten, darunter zählt man 103 000 Pflanzen mit ^esonderten^^kapseln, 2500 Konifären, 3500 Farne, 40 000 Pilze, 14 000 Algen, <<x) Arten Moose und Leberblumen und etwa ooOO ylcaTten Xie Pflanzen mit abgesonderten Samenkapseln beanipruchcn mehr als */. aller bekannten Arten und umsassen ba5 größte Reich Der Flora von der winzigen tropischen Wasserlinse bis hinaus zu deni Rieseneukalyptus, der 150 Meter S?öl)c cwrcicht. Aber vom geo- logisckstn Standpunkt aus sind alle diese Artenmodern , ,ie wuchsen in der Zeit, da die Steinkohlenschichten^noch nickst, uno erst mit der Epoche der Fcldbildungen m der Sestmdarzeit er­scheinen sie. Sie sind Zettgenossen der vauchflugler, der >-chmpven- flügler und der Schmetterlinge. Die Silierten der UctnEobTcn- balligen Schichte, Die der Forschung bekannt geworben imd, be­stehen hauptsächlich aus taiiscndcn Gerabflüglern und au-Libellen, von denen manche Arten eine ^lugelbrene von 60 Zentimeter und eine Rumpflänge DonJO Zentimeter erreichen. Als Me Pflanzen mit abgesonderten ^amenkavieln aus der Erde crlünatcr., batte sich daL Aussehen der Pflanzenwelt bereits ticrgrcifenb ver­ändert und wies in ihren Grundzügen jene Flora auf, die un- auch heute noch bekannt ist. Damit begann das Zeitalter dcl Konifären, der Krollsarnkräuter und der eagcpalmen, bereit ver­steinerte lieberrefte in wundervoller Erhaltung erb kürzlich aus­gefunden wurden. . _ . . - . , O1

Di: neuen Forschungen Pros. Scotts zeigen, daß da^ -pioolem des llrsorungs und der Abstammung der Pslanzcnarten ungleich verwickelter ist, als man bisher annal>ni. Es zeigt iw, bay die Entwickelung der Flora sich nicht Wie man bisher anzilnebmen

gefeuert. ,

Baltisch-Port, 3. Juli. Die Vorberei­tungen zu dem Empfang deS deutschen Kaisers in Bal­tisch-Port sind beendet. Der kleine Hafen und ^das dorf- ähnliche Städtchen prangen in buntem Flaggenschmuck der icutschen und russischen Farben. Ebenso ist die Feftstraße, rie von hier nach dem Paradeplatz des Wiborg-Reglment". ührt, das in Eisenbäl)nwaggons in der Nähe des Hafens ulitergebracht ist, geschmückt. In der waldunrgrenzsten Bucht iegen, etwa zwei Kilometer vom Ufer entfernt, die kotser- ichen JachtenStandart" mit dem Kaiser von Rußland an Bord undPoljcrnaja Swjesda". Davor liegen die zwei LinienschisfeAndrei PerwoSwanny" und Imperator Pawel Perliri", ferner drei Tgrpedobootc, uno dahinter irei weitere Torpedoboote. Die Burgerquartiere sind von Offizieren und Beamten belegt. 9tur ein Gasthaus und Eilenbahnwagen sind für die übrigen Beamten und Kor- respondenteii eingerichtet. ... .

Heute vormittag ist der Zar und seine Familie mit der JachtStandart" eingetroffen.

Petersburg, 3. Juli. Der Zar hat eine Reihe kostbarer Geschenke nach Baltisch-Port mitgenom­men. U. a. zwei Bowlanschöpfer in altrussischem Stil für Kaiser Wilhelm, dem der Zar in Potsdam bereits eine Bowle mit Brillanten besetzt schenkte.

Petersburg, 3. Juli. Der Ministerpräsi­dent, der Kri c g s m i niste r, der Minister des Aeußern, der deutsche Militärvevollmächtigte v. D o h n a - S ch l o b i t t en, der russische Militäragent und Militärattache von Berlin reisten heute mittelst Sonderzug nach Baltisch-Port. Dem deutschen Kaiser wurden Gene- raladiutant v. Meyendorff, Kontreadmiral v. Heyden, dem Prinzen Adalbert Flügeladjutant v. Wolkow zugeteilt.

siegle vom Einfachen zum Vielfältigen und Zusammmgesetzlen vollzogen hat, sondern daß sie oft den gegenteiligen Weg an- schlug, die herrschenden Gruppen vollkommen enttoickeltc und sie halb.Iahte: her, bann neuen Familien den Matz räumen ließ. r* "" 1'

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Ter Lberlonsiftorialrat Tr. theol.

Hase, oroenthdjer äonorarprojenor jur prattischeTaeologiein der evangelisch-ihcologilchen ttakuttat d« Unwerutat Breslau feiert am 12. Juli Jemen ,0. Geburtstag. Der ä on gre« für biologische Hygiene findet am 12., 13. ynb Ui ÖV\ tobet jn Hamburg statt.

Neu fahr wasser, 3. Juli. Um 7.30 Uhr ging die Hohenzollern" mit dem Kaiser an Bord und der große KstteuzerMoltke" sowie das Deprschenboot ,,-sleip- ncr" nach Baltisch-Port in See, wo die Ankunft am 4. Juli, vormittags 10 Uhr, vorgesehen ist. DaS Wetter ist schon. Von der Ostmole-Batterie wurde ein Salut von 33 Schuß

-Der Beginn der D a l c r o z e - F e st e i nH ell e rau^ Man schreibt unS aus TreSden: Es smd jeljt kift butt- halb Jahre her, daß Pros. Jacqi.es Talcroze aus Genfnach TreVe.HiieMetie, um l.ier ine em« neuen® Wbe

musikalischer Erziehung dienten, in größerem Plaßslab, al-> es ihm dort möglich gewesen war, bet Verwirklichung entgegen zu fuhren. Cor mehr akJahresfrist wurde ihm in der Gartenstadt tzellerau eine üemislätte geboten. Und heute erhebt sich hoch über den Kieierii.vipseln Der Tresdeuec Heide der ernste Giebel des neuen Aiu'enhauseS, das bestimmt ist, dauernd und ausjchlietzlich diesen neuen Ideen zu dienen. Ter Beginn einer Reihe von rzechpielen, die jlth bis zmn 11. Juli erstrecken werden, gab gunfttge^föelegen- heit, von neuem nachzuprüfen, ob den Bestrebungen wohl Werte von Tauer mnewohnen mögen. Aist einer eben erdigen Bühne nun erscheinen die Schüler oder vic> mehr schulet- innen, denn eS find in der nbcriütegenben Mehrzahl junge Mädchen. Alle tragen eine Art schwarzen st-rckot, bas Arme und Beine frei läßt. Talcroze führte zunächst eine ^u^'^en oor. Seine Schüler sind von 'Anbeginn gewohnt, alle Rhythmen, die sie vernehmen, in Körperbewegung umzusetzen. Sie geigen barm eme außerordentliche Hebung und viel Feingeiuhl, wenn ste am tue feinsten Temponüaneen bc5 am SUavier begleuenbeii Lehrers reagieren oder schwierige rhythmische Kombinationen, etwa drei ncaen vier, zwei gegen drei, höchst exakt durchuihren. Jrn^patere r Berlaiü der Tarbietungen zeigte sich bann aber bald, batz Talcroze baä mulikpädagogifche i'tittel ber rhythmischen Gymnastik nach unb nach zum Selbstzweck geworben ist. Boriuhrungen, bie auf rein musikalischem Gebiet blieben, standen andern gegenüber, bie sich ins töebict ber Ausbrucksbewegiing unb bannt bes ""Mischen nxinten ^a4 rhntdmifche Element tritt hier burchmi- zu- ^S . 9"nffcu be5~?hS IfllilOer Offerte. L°nn »«be. I,aufm gern.« uodi em Rest bei Uu^töCen blieb, wen» mm>4ea no« Säet, übertriebe», j» vielleicht gar uuechl aumutc.e, sich gelegei,! sich auch eine ermüdende Aionotonie der Bewegungen brest machte, |o kann doch andererseits nicht geleugnet meruen, bau hier rounbro- volle neue Möglichkeiten einer bisher kaum gelaunten mimische^ Knust sich offenbarten. Ten stärksten Eindruck machte wohl d« Pcrdindiuig beider Prinzipien m einem El)vr »Wo ist ba^ uiutf? Hochinterehant 'ür ben2'aifitet mußte die Transtription einer rzugo (Der C-moll) auS dem wotzltemperierten Nlauier von Bach feuv , Tie drei Summen traten al5 besondere.^''r«>ibe Gruppen "N , führten selbständig eine jebe ihren individuellen Rhythmus nut De ivimberungsiuürbiger Illarhest durch.

Die heutige Nummer umfaflt 10 Seiten- Die Uaiserzusammentnnst in Baltisch-Port.

Petersburg, 3. Juli. Die offiziöseRossna schreibt aus Anlaß der Kaiserzusammenkunft m Baltisch- 'Btyrt- Der Monarchenentrevuc ging eine lebhafte Polemik Ler fremden Presse darüber voraus, ob die Entrevue ein volitii'chcs Ereignis oder eine internationale .Höflichketts- aftc sei. Uns erscheint diese Polemik überflüssig, da bei den traditionellen und freundschaftlichen Beziehungen, welche seit langem zwischen beiden Kaiserhäusern und beiden Nachbarreichen bestehen, die Begegnung des russischen und des deutschen Monarchen immer die Bedeutung eines gro­ßen Ereignisses für das internationale poli­tische Leben haben muß. Von einigen deutschen Zei­tungen ist mit Recht darauf hingewiescn worden, dag in beiden Nachbarreichen keine unvereinbareir'Jnteresscnwidcr- sprüche aul politischem und wirtschaftlichem (vebiet vor- Ixrnden sind. Es ist auch gesagt worden, daß Riißland und Deutschland vom Schicksal dazu bestimmt sind, einander |zu Helsen zum fricdlicheii Fortschritt und Gedeihen.Ros- ifija" stimmt dieser Meinung vollkonimen zu, da ein Zu­sammenwirken mit dem kulturellen und wirtschaftlichen Wettbelvcrb, der den gegenwärtigen Weltverkehr charaktcri- !fiert, leicht vereinbar sei. Das Blatt weist ferner darauf -hin, daß die traditionelle russisch-deutsche Freundschaft wah­rend ihrer mehr als ein Jahrhundert währenden Bauer nie den übrigen Staaten Europas als Drohung galt, da die Nachbarstaaten dem festen Willen ihrer Monarchen ifolqen, von gleicher Friedensliebe durchdrungen die Er- lxiltung des politischen Gleichgewichts in Europa anstrebem !Rossija" druckt die Hoffnung aus, daß diese Wahrheit, auf lueMwr die äußere Politik Rußlands und Deutfchlands basiert, eiidgültig auch von den skeptischen Vertretern der öffentlichen Meinung Europas begriffen werden wird, die leider geneigt seien, Gerüchten, welche die wirklichen An­sichten beider Kabinette entstellten, eine unangemcsfenc Bedeutung Veizulegen. Tie ^tachbarreiche können nach ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen verschred«ie Ziele crstrebeii, in einem Ziele worden sie immer übereinkommm, nämlich in deii Mchtlinien für Frieden und Ruhe in Europa. Bei der jetzigen Umwertung vieler Werte erhalten die traditionellen freundschaftlichen Beziehungen, welche so viele Jalire zwischen Rußland und Deutschland bestehen, eme große Bedeutung in den Augen aller wahren Friedens­freunde. "Nochmals die Eiitrevue des deutfä-en Kaisers in den russischen Gewässern begrüßend, sprichtRossua" den Wunsch aus, die traditionelle Freundsck-aft, die schon seit einem Jahrhundert die Kaiserhäuser und Rachbarreiüw werbindet, möge and) in Zukunst den neuen Generationen a. oberstes Unterpfand der Erhaltung von Frieden un Rulw in Eurbpa erscheineii, welck)e sticht nur für Rußlan und seinen deutschen Nachbar, sviidcrn auch sür alle anderen europäischen Staaten zu ihreni kurturellen und wirtschaft­lichen Gedeihen notweiidig find.

Köln, 3. Juli. DieKölnische Zeitung" verweist die 'Meinung, Deutsdfland wolle versuchen, Rußland von dem !französisch en Bündnis und dem englrschen Ein- !vernehmen abzusprenge n, in das Reick) der PHan- tasic, da die deutsche Politik immer den Standpunkt einnahm, Midcren Staaten in keiner Weise zu berwchren,

Eine deutsche Expedition durch die Nord­ostpassage Wie voriges Jahr in der Sübpolarforschimg, ' o wirb sich Deutschland jetzt auch in der Arktis mit einer umlang- : rcid-n Expedition betätigen. Tie vorn Lciiwant Lrchröber-Stranz in Aussicht genommene ,,D eu Arktis ch e E x ped i tion wirb im Frühjahr 1913 die aui eiiva 4o Jahre berechnete Hauptcxpebition antreten. Nicht allein in wißenschastlickter Be­ziehung wirb bie Norboltpassage von größter Bedeutung sein, sondern auch bau HanDel und Verkehr werben neue Bahnen er­öffnet Wenn wir von der nordasiatisdien Küste genaue starten besitzen und unZ über die Eisverhältnisse in den einzelnen Monaten sicher unterrichtet haben, könmn die in Nord-Sivirten lagernden Schöne aus dem billigar Wasserwege von dem einen. tyluBMtcm zum anbern geschafft werden. Anß-erbeni bürste vielleicht, wenn auch nur für einige Wochen im öpätiommer, der ^chinsverkehr vom Atlantifck)eii zum Stillen Lzean möglich sein. Die N o r b- o st Passage stellt einen Weg zum Stillen Ozcan bar, welcher um 5600 (Seemeilen kürzer als Die Suezfahrt unD auch 'wch er- hettich kürzer als bie Passage durch den Panama-Kanal, aber infolge der mangelhaften stenntnis ihres «zahrwaner^ und ihrer Eisvcrhältnisse zurzeit nod) unbenutzbar ist. Im vushl^apa mschen Kriege tauchte in Scußland der Gcban.e aus, die flotte durch das Eismeer der Nordostpayage uach dein stillen Lzean zu besörbern; er mußte aber aiugegcben werden, itrttl ein solcher Versuch, beim als solchen konnte man das Wagnis mir bcsVidjueu, gerade in 5tricgszcstcn unubersEre Folgen batte haben können. Jn dem Programm der

Expedition nimmt gerade bte genaue Festlegung der oreanographi­schen und kartographischen Verhältmsie einen breiwnRaumein, so daß mit dieser Forschungsreist eine Lücke ur der KemttniS dmes Landstriches acschlosicn werden wird, a-er vorläufige .IrvestA plan ist bis am bie kleinsten Einzelheiten durchdacht Nach kurzem Atiscnthalte in Kola, der der Ergänzung der Ausruitung dient beginnt die Eriorschung der Norbostpasiage, bte eine ou- sammenhängenbe Reihe von^zeanographiichen Beobacht^gen er- acbcn soll WährenD der Lzeanograph im ersten ^a^r westlich unb im zweiten östlich vom Kao TscheliuSktn ^ ist^wllen Landexpeditioncn Den 1'- Jahre wahrenden Ausentl)alt des schisscs an den Küsten der Taimyrhalbinsel benutzen, diesen wstimichatt- lich wenig bekannten Teil Astens zu ersorichen. Im drutm Jahre wird Die Nordostpa^age vollendet unb bte ozeanographische For­schung nimmt ihren Fortgang im Stillen Hean, bis bte Ruck- rcife entweder durch den Panama-Kanal ober omch die Magalhaenz- Sttaße angetreten wirb. Die Kosten ber Expedition sind aus f200 000 Mark berechnet.

Bez« «iSvreiS: monatlich 73Ps^ viertel» sährltch Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monallid) 65 Ps.; durch diePost Mk. 2.viertel- jährl. ausschl. Besteug. Zeilenpreis: lokal löPj^ auswärts 20 Pfennig. (5 hesrebaktenr: 9L Goetz. Bcraistwortltch für beit

Nr. )55 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 4- 3«H 1912

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.F^wrech^ Anschlüße: V politischen Teil: August

ES General-Anzeiger sür Oberhessen

an*a2m""on'anbi?'«n Rofafiottsörtid ufld v«klag öet brühi gen Uüw.-Vnch- und Skinbniderd H. £onge. HcMftion, trprditisn und Druderei: 7. L»nd-. S.H-b;"'ür^n

D ^*ns"Büöingcn: zern!pr-ch-r Nr. 269 ScschLstrMe vahnhosstratzk 16«. v.

eiT1.U(r?Tfen Ms,, erwarten, schreibtI gcnd von Deutsch-Enlau, Osterode, -otzcn Btcnrnölcry/. riserrette keine Aenderung in der Marienburg und Menstem. Es besteht ?7. ?.iv

nds sondern nur die Wiederher- sion (Allenstcin) und der 41. Divttlon (DeutschAlau). nb3' ändern nur Die ^icoc^-r v Armeekorps, das bisher aus 3 Divuronen bestand, hat eine Division g^chlossen abgegeben (3,.). Ferner bas Jäger-Bataillon 1 und eine Maschinengewchr-Abteilung Solist hat sich die Zusammensetzung des 1. .lrmeekorps nicht geändert. Ein Feldartillerieregiment, ein ^ram- und ein Pionier-Bataillon sind beim 20. Armeekorps ncu^aur ßcftcHt worden. Die zweite Division des neuen Korps, ist durch Abgaben des 2. und 1,. Armeekorps gebildet wor­den, und zwar hat ersteres Stab der ,4. Jnianterie-Zri- gade und das Jnsanterie-Reaiment 148, letzteres die 7^. fanteric-Brigade (mit den Regimentern 18, 59 lo-) ab- gegeben. Die Kavalleric-Brigabc ist dem 17. Armeekorps entnommen, wo sich schon zn>ei Brigaden befanden. Die Artillerie-Brigade (41.) und cm Regiment smd neu gebil- bet worden (Feld-Artillerie Nr. 79). das zweite Regiment ist dem 17. Armeekorps entnommen (tt-eld-ArtilleriC Nr. 35), an dessen Stelle ein neues aebitbet i t (Wr. 81) 2.

und 17. Armeekorps haben innerhalb der einzelnen Ver­bände nock) einige Verschiebungen stattgefundeii.

Im Westen ist daS 21. Armeekorps neu gebiNiet worden. Sein Bezirk liegt zwischen dem lo und 16.^lr- meekorps und umfaßt die Gegend von Saarbrücken, rz-oi- bach, Mörchingen, Hagenau, Bitsch, Weißenburg, Saar- gemüud, Saarburg, Dieuzr. Ätz des Generalkmnmandvs ist Saarbrücken, die Stäbe der bridcii Divisionen beftnden 'ich in Saarbrücken (31. Division) und rn Saarburg (42. Di­vision). ES ist gebildet auS Abgaben des 8., 16. und 16. Ar­meekorps. Dab 8. Armeekorps, daS ber erner Division 3. Infanterie-Brigaden hatte, hat eine (32. Jnfanterre-Brr° gade in Saarbrücken mit dem Infanterie-Regiment JO und 70) abgegeben, ferner eine Kavallerik-Brigade (16. m Saarbrückeii mit Dragoner 7. unb ITTttn 7.). SJottanfaj eine Division gar keine Kavallerie. Sw soll vom 1. Ok­tober 1913 ab das neu aufzustellende Jager-Reauncnt zu- Pferd Nr. 7 erhalten. Ebenso ist cm Feld-Artillerie-Rcgi ment (Nr. 8) abgegeben, an seiner Stelle wird em neues errichtet (Nr. 83 in Bonn und^ .Düren).,

DaS 14. Armeekorps hatte bisher d^er, Divrswnen, von denen sich eine (39.) in Colmar tm Elsay befand. Diese ist zum 15. Armeekorps übergetreten, hat wdoch eme chrep ^ufantcric-Brigaben (die 84. in Lahr mit ven Rcgimente rn Ä Lahr mtt!^ Offenburg) beim. 14^ Armeekorps bc- lasseii, wo sie als 3. Infanterie-Brigade ba 29. xwi­ßen Freiburg i. D.) zugoteilt ifL. Es war drA möglich, weil beim 15 Armeekorps eine Diviflon drer BNfante^ Brigadeii halste. An Stelle der neu hrnzugetretenen 39. Di­vision hat bas 16. Armeekorps bte 31. Divrswn an bnyi neue Armeekorps stabes nach Saarbrücken. Innerhalb deS 15. Arm.ekorp^ haben noch einige Verschiebungen stattgesunden.

Das 16. Armeekorps hat bie 6o. Jnsantenc-Bvigade in Mörchingen mit den Jnf-mteric-Regimcntcrn 17, und . 131 abgegeben, ferner daS Jrisauteric^eglmeitt 174 m Forbach An dessen Stelle erhielt es das Regiment 30 vom 8 Armeekorps. Das 16. Armeekorps konnte eine ganze . Srigabe abgebraT weit °s bei einer Sibifiort drei Jnf-n- ' tCneSoItm?i,ättfid>6'ixi5 21. Armeekorps Rammen aus . einer Division des 15. Armeekorps- einer Jnfantenc-Bri-