Die heutige Nummer umfahl 12 Seiten.
Antivari hatsich dioLagedcr
vor
»bmdtt Johanns
Nach den jüngsten
und T y
authentischen Nachrichten sind die Cholera
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stützender Weise tätig.
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Nach Berichten an Montenegriner
9tb.
wieder vcr
ilWm Heinrich LiÜ
Becker, gchorenr
Bon den Kriegsschauplätzen.
Der König von Montenegro ist in Begleitung Kronprinzen Danilo-, der sich wieder trfK.lt ljat,
Deut-cbes Reich.
Die Kaiserin
ist am Samstqg mittag, von Straßburg kommend, in Langenburg cingetrosfen und am Bahnhofe von dem
Konstantinopel, 1. Dez.
en Grien.
ii Bellinulh mit hem rnlein 6l|e Leining!: irbuifl.
- geb. Naumann, Li 'vd. - Frau GljtiJini ine Mer, beide j, Iheim. - ijtnu eb. NIohr, in Wetzlar
eine Bcschwerdenotc an die Kabinette von Paris, Laudon und Petersburg.
rus, Serbieir AftZerbien unb Novibazar, Bulgarien Thracien mit einer von Mibia am Schwarzen Meer nach Dcdbagatsch oder Kawalc am Aegäischen Meer reichenden Grenzlinie er halt eit Adrianopel würde der Türkei vcr bleiben. Mazedonien würde mit Saloniki als .Hauptstadt Autonomie erbalten und ebenso würde A l - banien autonom werden, abgesehen von dem an Montenegro abzutretenden Webiet. Die beiden autonomen Pro- vinzqp würden unter die Souveränität der Brlkanstaateu gestellt werden. Als letzte Bedingung wird der Eintritt der Türkei in den Ballanbund bezeichnet.
Wir geben dfeseMitteilung nur der Information Ivegen wieder; sie verdient wenig (Glauben.
K o n st a n t i n o p e l /1. Dez. R e s ch i d Pascha und F e r i d Pascha sind heute morgen nach T s ch a t a l d s ch a abgereist, um das W a f f e n st i l l st a n d s p r o t o k o l l zu überbringen. Es verlautet, daß die Unterzeichnung auf morgen oder übermorgen vertagt werden dürfte, um es den griechischen Bevollmächtigten, d e an den Verhandlungen nicht teilgenommen h b n, zu erm g ichen. Instruktionen über die Zernierung von I a u i n a ei zuholeu. Man erwartet beute die Genehmigung des Protokolls durch den bulgarischen Ministerrat.
Das „Berliner Tageblatt" meldet an Konstantinopel: Der Waffenstillstand soll nötigenfalls aus 20 Tage Verlängert werden.
Die Cholera.
Stabsquartier in Gruber eingetroffen. Er richtete an die Truppen eine Ansprache, besichtigte die Stellungen
Gmil cll ,nnt
und traf Anordnungen über die Aufstellung der Angriffs tolonnen. Im Laufe des Nachmittags wurde Skutari a u s s chweren Geschützen zwei Stunden lang beschossen. Die Geschosse fielen mitten in die Stadt.
Drei griechische Bataillone, die zu Schiss von Salonik nach K a t e r i u i befördert worden waren, bcg iben sich zur griechischen Grenze, da diese durch die Truppen Kara.Saib Paschas, der aus der Richtung von Kozani heranmarschiert, bedroht wird.
Der türkische Ministerrat genehmigte die Wiedereinsetzung der aus Anlaß der Aprilr.volution im Jahre 1909 verurteilten Offiziere in ihren früheren R a u g. — Ter erste Flügeladjutant des Sultans begab sich in Begleitung anderer Flügeladjutanten in das Hauptquartier, um den Offizieren Grüße des Sultans und Geschenke zu übermitteln.
Eine Protestnote Serbiens.
Die „Bossische Zeitung" meldet aus Belgrad: Serbien richtete wegen der österreichisch-ungarischen' Truppenanhäufung an der serbischen Grenze
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cI §trirgnitz,
61 612 613 [1000] 64 90 546 77 641 732 835 0 482 1600) »27 «0 0 465 613 701 37 K. 177 82 413 59 509 IV 304 613 70 633 66 33 00 20 35 63 932 (1000) 131 46 370 438 619 612 25 1 09061 201 449 K
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Sonate „Teuselstrillcr^ von Tartini, A-Mvll-Sonatc ohne ycnlcitung' von I. S. Bach und ungarischen Tänzen von Brahms in der Bearbeitung für Violine und ^Klavier von Joachim- bewies er, daß er drei so verschiedene Srilarten mit großariiqer Bravour und geistiger Reife zu beherrschen versteht. Tie Bachsche Sonate zwingt die Violine stellenweise zu einer ihrer Natur eigentlich ferner liegenden Vielstimmigkeit, die der Künstler ( von vereinzelten Unreinheiten seines Instrumentes abgesehen । mit erstaunlicher Technik wiederzugeben wußte. Am besten gefiel uns das herrliche Andante. 3u den brillant und schwungvoll vorgetragenen zwei „Ungarischen Tänzen" mußte der mit Beifall überschüttete Künstler noch einen dritten drein- geben. Am Pianoforte waren die Herren E. Behrn^ ständiger Klavierbegleiter der Fran Grneiner) und Professor Trautmann in hervorragender und ihre Panner auis wirksamste unter»
senteriefälle bei der Armee vor Tsataldscha erheblich z u r ü ck g e g a n g e n. Im Cholerapark in San Stefano befinden sich gegenwärtig 300 Kranke in Behandlung. In Konstantinopel sind gestern elf neue Fälle und neunzehn Todesfälle vorgekomm.n. Bis jetzt betrügt die Zahl der Erkrankungen 705, von denen 3D8 tödlich waren.
Eine Feuersbrunst bei der Beschießung von Adrianopel.
Sofia, 1. Dez. Die Zeitung „Mir" meldet: Die Kaserne von K a r a g a t f ch in der Nähe des Bahnhofs von Adrianopel ist durch die Beschießung in Brand geraten. Tie Feuersbrunst griff auch auf die benachbarten Baulichkeiten über.
Gieszcner Aonzer-verein.
3. Konzert: 2. iKSliften-Lbcud.
Gießen, 1. Dezember 1912.
Ein Unstern vereitelte die Mitwirkung der gefeierten Mün toter Kammersängerin .Hermine Bvsetti. Wenn iiwes die Aussicht, daß wir iie dafür später einmal hören dürfen, lein leerer I Trost bleibt, so hätten wir ja eigentlich leinen Berlnst, '.'ndern tuten Gewinn zu verzeichnen: heute den prächtigen Alt der ^nla Nhsz-Gm-einer, daneben ein andermal den glanzenden Sopran ber Bosetti! Auf jcbcit Fall ist es sehr dankenswert, dap es der Äühe und den Opfern der KowZ.-rtleitung gelungen ist, ,o raick (inen vollwertigen Ersah zu schassen: der Parole, stets mir Kraste ersten Ranges ins Tressen zu führen, ist man auch unter 'chwiengen Umständen treu geblieben, lieber die Wahl der Lieder wollen vir mit der Sängerin nicht rechten: ihre pietätvolle Bonteb. iür Brahms mag in einstigen persönlichen Beziehungen zu dem ! Geister wurzeln. Zn sehr schöner Geltung brachte ne das tte,. ; empfundene „Nicht mehr zu dir zn gehen": das aut dem Pro
Stamm stellende „Regenlied" ov- a9 wurde durch ein anderes ttnig bekanntes, aber stimmungsvolles „Rcgenlted en cf..
bie „Volkslieder" nicht >'o ganz ansprachen, liegt woh. weniger Ain dein Vortrag der Künstlerin, die ja — auch auF.erlui' |td)i flieh — beitnbt 'ift, das leichtere und heitere Genre nicht minder An pflegen, als die ernst? Musik, die sonst von schweren '.Uinimmen k2oas einseitig bevorzugt wird: aber das naiv volksltedmatzige liegt eben der mehr reflektierenden, spröden Art des Komvonisten ferner. ., n. ,
Ausgezeichnet gelangen die vier Sclmbertichen Lieder, von toten die zwei sehr selten zu hörenden „An die aute und ' LStn Grünen" eine besonders dankenswerte Gabe waren ©ter ijimte die Sängerin eine Reife der Vvrtragskunit cntsalten, i« der nur die Allerberufensten gelangen. Zbr auch in der »ohe wl,[klingender und ausgiebiger Alt vermgt.über das au^tsts- Allste Pianifsimo und weiß durch lelbemckattilw innige ifcltmg zu packen. Das rührende Lied „xer aod und da- ?äbd)en" hörten wir kaum je in solch wahrhaft ergreifender Vollendung singen. Für den begeisterten ^Beifall dankte, dw 'Künstlerin durch das pikante Lied „Mädchen sind wie der -vtiiu
Lehr wacker neben dieser Gesangsgröße bestand der jugend- lito Geiger Adolf Busch.. In seinen drei Vortragsnummern:
Aus Otto Brahms Lehrjahren.
Als Otto Brabm am Vormittag des 15. November „seinem Dichter" Gerhart Hauptmann persönlich zum Geburtstag firtmi lierte, da war er, der iveniqe Jahre ältere, ein vom -tobe Gezeichneter. Nun ist er „aus dieser Welt der Freien Bühnen", wie er sich selbst einmal ausdrückte, hinausspaziert ins ewige Wclttheater: ivährend auf der Bühne seines von ihm selbst noch gestellten Nachfolgers das neueste Werk des zweiten feiner Lieb- lingsautoren, Arthur Schnitzlers, einen rauschenden Enolg (and, hat sein nimmermüder Geist, der so ruhig und kühl blieb im heißen Feuer der großen Premieren, für immer zu denken am- g'chört. .
e)tto »Brahm ist die eigentlich führende und schöpteruche Persönlichkeit in der großen Literaturbewegnng gewesen, die^zu Ende der achtziger Jahre den Naturalismus heraustichrte xad ist seine historische Bedeutung in unserem Schrifttum, aer Brahrn von 191*2 war noch derselbe wie der von 1885, der Tür Keller und Fontane gestritten und allen Neuen die Bahn gebrochen. Die philologische Schulung, die er tm Seminar des genialen Wilhelm Scherer empfangen, feiert gerade in der letzten völlig neu geschaffenen Auflage seines biographischen Meisterwerkes über Kleist ihren höchsten Triumph. Scherer hatte Brahrn feine geschlossene literarische Bildung zu verdanken, die sich gleich in 1 einem ersten Buch, der einen weiten Stoff souverän gestaltenden ^ar-
SS&E: b'$<W.-c.
Der Waffenstillstand gesichert!
Nun ist cs doch cingctrcten, was man so lange be- \ M,eifelt und was ber türkische Optimismus in den letzten lagen wiederholt propl^ezeit hat: Der Wasfenstillstand steht I bevor Ein Protokoll darüber ist von den beiderseitigen Unterhändlern in der Tschtaldscha-Linie schon angefertigt worden, und der türkische Ministerrat soll bereits seine Billigung ausgesprochen haben. Der Waffenstillstand soll 14 Tage dauern und soll, nach einer bisher nicht bestätigten türkischen Meldung, auf 20 Tage verlängert werden können. Die Bedingungen liegen rein auf militärischem Gebiete, I und die schwierigen territorialen Grenzfragen sind offenbar eifrig besprochen, aber noch nicht endgültig entschieden worden. Immerhin, die 14 Tage der Waffenruhe geben auch dem Fortschritt der Diplomaten gute Aussicht. Ter Waffenstillstand scheint auf der Grundlage abgeschlossen 1 pit sein, daß Adrianopel in türkischem Besitz bleibt. Eine 1 entfernte Möglichkeit, den Krieg doch wieder fortzusetzen, liegt in der Entscheidung über die Grenzabmachungen freilich doch noch. Nunmehr haben auch die Balkanstaaten । Zeit und Gelegenheit, den Erfolg ihrer Waffen mit ihrem Programm vor der Kriegserklärung in Einklang zu bringen, was vielleicht gar nicht so einfach ist.
Die Bedingungen des Wasfeiistillstandes sind die üb- I lichen: Die Heere der Parteien bleiben in ihren derzeitig'n I Stellungen, dürfen nicht an Befestigungsarbeiten fort* I fafyren und nicht Truppen heranziehen oder die Munition F ergänzen. Für die Festungen Adrianopel und Skutari I kommt eine Erleichterung: sie sollen täglich für einen Tag I ausreichende Nahrung (erhalten. .11 iber das (Maß der Zufuhr ist wohl auch eine Vereinbarung getroffen worden Die ausgehungerte Bevö.'k rung und B sä' ung d r St dt? (bei Skutari scheint es nicht so schlimm gewesen zu sein, denn nach einer Meldung ans den letzten Tagen war die Beförderung der Post nach Oesterreich teilweise noch int Gantz) wird sich wieder einmal satt essen können. Die Möglichkeit, daß ber Kampf wieber beginnt, ist ja so gering.
Wir erhalten solgenbe Meldungen:
Aus Konstantinopel wirb berichtet: Die Bevoll nächtigten beider Parteien sinb am Samstag in Tscha | ickdscha nicht usammengekommen. Inzwischen treffen jop- I gesetzt anatolische Truppen ein.
5t o n ft a n t in opel, 1. Dez. (Wiener Korr.-Bureau. » Daß ber Ministerrat in seiner gestrigen Sitzung bem ■ Protokoll über den W a f f e n st i l l sta n b zugestimmt habe, ■bestätigt fick).
Das Protokoll enthält solgenbe Beding- 1 tut gen: 1. Der Waffenstillstand wird für vierzehn ■ Sage geschloffen: 2. Die türkische und bie Armee ber | Scrbünbeten verbleiben in ihren gegenwärtigen Stellungen; ■ 3. Keine ber veiben Parteien darf in den Befestigungs- 1 arbeiten fortfahren und Truppen- -und Munitionstransporte ? rornehmen: 4. Die belagerten Plätze Adrianopel und Skutari werden während der vierzehn Tage in der * Leise mit Leb e n s m i t t e l n v e r s o r g t, daß die Zufuhr 1 ber nötigen Lebensmitteln von Tag zu Tag erfolgt. !>- Die turlischen Unterhändler, unter denen sich ber Han- ? belsminister und ber Minister des Innern befinden, beheben sich heute zur Unterzeichnung 'des Protokolls nach lffDschatalbscha.
Der Konstantinopeler Sonderberichterstatter des „Temps" meldet aus angeblich halbamtlicher türkischer Quelle, jedoch unter Vorbehalt, daß bie Waffenstillstands- urtb ebcnüieilen Friedensbebingungen in ben hauptzügen folgende seien: Tie Griechen würden Epi-
stcllung des Ritterdramas im 18. Jahrhundert offenbart. Die Ideen des Lehrers, die bereits der Tichtung der Gegenwart zugewandt waren, übertrug er resolut auf das Schaffen der Lebenden und vertiefte sich besonders in das Werk des damals mir von wenigen erkannten, so wenig anerkannten Gottfried Keller. Sein Essai) über den Meister von Zürich, der 1883 erschien, iß die erste zusanimensafsende Würdigung dieses großen „poetischen Realisten". Und ähnliches wie für Keller hat Brahrn für einen andern damals noch kaum beachteten Großen unserer Literatur geleistet, für Fontane, zu dem er rasch in ein näheres persönliches Verhältnis trat. Ter „kleine Brahrn", von dem in Fontane: Allersbriefen soviel bie Rede ist, bat dem großen Fontane gleichsam erst wieder Mut gemackst: er hat ihm den Glauben daran gegeben, daß eine jüngere Generation sein vom herrschenden. Epi gonentum so verschiedenes dichterisches Streben besser verstehen und würdigen werde. Als Fontanes Nachfolger hatte er sich in der „Vosfischen Zeitung" die journalistifchen Sporen verdient war er zu einem ber einsichtigsten Beurteiler der jungen Literatur geworden, und sein Leitstern dabei war eine neue große Dichtererscheinung, die ihm unter den deutschen Kritikern wohl zuerst in ihrer weltgeschichtlichen Bedeutung vor den geipigen Horizont getreten: Ibsen. Sein Essay über Ibsen 1887) ist die früheste Schrift, die das deutsche Publikum auf den „Magus aus bem Norben" einbrmglid) hinwies. Tie große romantische Früh- evoche des Tichters blieb ihm freilich nur der Prolog (eines Schaffend; jene damals noch verpönten modernen Tramen stellte er in den Mittelpunkt und wies in scharfer Analyse ihre Schönheiten auf. Für die Aufführung dieser Dramen trat er mit allen Kräften ein. Und so konnte er denn später mit gutem Grund bie von ihm mit durchgesetzte erste Ausführung ber „Gespenster" im Berliner Resibenztheater, Januar 1887, als einen „denkwürbigen Eindruck ber neuen Zeit" bezeichnen. Die^„Ge- fvenster"-Aufiührnng war der Keim zur Grünbung ber Freien Bühne". Bon biefem Tage an trat an bie Stelle des Kritikers der Theaterdirektor Brahrn, der in der Leitung des Deutschen und Lessing-Theaters seine markante Persönlichkeit in einer neuen vorbildlichen Form dem Geistesleben der Reichshauptstadt einzuprägen wußte.
Trauerfeier für Brahm.
Zum Gedächtnis des verstorbenen Direktors des Lessingtl/eaterL in Berlin Brahrn wurde in ber neuen Berliner Urnenhalle am Sonntag vormittag eine Trauerscier veranstaltet. Gegen 10 Uhr
schlechter!, weil die von den Montenegrinern bewaffneten Malissoren abficlen und Skutari mit Lebensmitteln und Munition versorgten.
-IlbanicnS Selbftanvigkeil.
Pallona, 30. Nov. (Agenzia Ste'mti.) Nachdem in einer Versamm ung der albanischen Abg orbneten die Unabhängigkeit Albaniens proklamiert worden war, schritt man zur Bildung der provisorischen Regierung. Es wurden gewählt: Präsident: der Muselmane Ismail Kemal Bey, Vizepräsident: der Vertreter des katholischen Klerus Nikolaus Cacciero aus Durazzo, Sekretär: der Katholik Louis Guracusti. Aus dem Konak und den öffentlichen Gebäuden wurde die albanische Flagge gehißt. Infolge von Nachrichten von der serbischen Besetzung der Städte Durazzo und Elassoua, die bereits die Unabhängigkeit proklamierten, gab Ismail Kemal Bey tcle- graphisch den Besehl, keinen Widerstand zu leisten, da Albanien sich nun als neutrales Gebiet betrachte, dessen Verteidigung die Mächte übernähmen und dessen Grundlage die Anwendung des Nationalitätenprinzips auf die Balkanfrage bilde.
Die „Tribuna" veröffentlicht eine Depesche aus A t he n mit der Nachricht, daß die Griechen die kleine Insel Sa- s o n o am Eingänge der Bucht von Vallona besetzt hätten und daß die griechische Regierung noch immer nicht gewillt zu sein scheine, den europäischen Ermahnungen hinsichtlich Albaniens Rechnung zu tragen, sondern in ihrer Absicht verharre, sich einer sehr wichtigen Geb etszone im Süden Albaniens, besonders Vallonas zu bemächt gen. Die „Tribuna" erklärt in Besprechung dieser Depesche, daß, falls die Griechenland zugeschriebene Absicht, Val ona endgültig zu besetzen, wahr wäre, dieses etwas sehr ernstes wäre, abgesehen von Italien und Oesterreich-Ungarn, die dieses niemals zulassen könnten, lieber diesen Punkt fei keine Diskussion möglich. Italien und Oesterreich-Ungarn seien durchaus einig in dem Willen, daß Vallona nicht Griechenland, sondern dem neutralisierten Albanien gehören solle und niemals ein militärischer Flottenstützpunkt werden könne.
Der Fall Prohaska.
In Wiener politischen Kreisen glaubte man am gestrigen Sonntag abend (nach einer Blättermeldung), daß die Situation zwischen Oesterreich und Rußland sich verschärft habe. Serbische Offiziere sollen bem Konsul Prohaska ins Gesicht gespien haben. Andereseits wirb aus Ofen pest gemeldet: Heute geben auch bie offiziellen Kreise eine Entspannung ber ser- ibifchcn Krise zu. Wenn Serbien ans eine Verstuckelung' Ablaniens verzichtet und bie Idee eines Korridors und eines Hafens fallen läßt, will Oesterreich jedes Kompromiß Angehen.
Englisches Protektorat über Aegypten?
Der Berliner „Lokalanz." meldet aus Genf: Wie hiesigen Finanzinstituten aus Kairo gemeldet wird, betrachtet man dort in offiziellen Kreisen die Proklamierung des englischen Protektorats über Aegypten als beschlossene Tatsache. Sie soll in bett ersten Monaten bes nächsten Jahres erfolgen.
w. 284 Erster Blatt 162. Jahrgang Montag, 2. Dezember 1912
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