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02/09/1912 Erstes Blatt
 
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Montag, 2. September 19(2

162. Jahrgang

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Erstes Blatt

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' Aietzener Anzeiger

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I ««ZL General-Anzeiger für Oberhrsten

/ Annahme von Unzeigen Nolattonrdnick und Verlag der vtÄhl'fchen Univ.'vuch' und 5teindruckerel R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: Zchnlstrahe 7.

I iH cA-Minr»*,r I7r ->60 ÄctAÄftsHfnf vadndoiiirake 16a.

»t die Tagesnumnier 18 vonnittagS 9 Uhr.

Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofpraßelba.

end entschloß, der Hubel einer zahlrei

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I iin müssen, und davon einmal ru reden, gibt das Zu- iDtmmentrefscn der Rede des ttäisers zu den Vertretern

er Mart Brandenburg mit einigen Musterlcistungen un-

cr Offiziösen ungesuchte Veranlassung.

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Qu drei Malen haben unsere amtlichen Reichsstellen in

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Betrachtungen zu einer tiaijerrede.

Die diesjährige Märkerrede des Kaisers, die wir an-

crite Fußtapsen eine» Hohcnzolleru auf märkischem Boden inr unter Land bitte, da» tritt uni deute Nar vor fcwcn, iwnn lou auf die Geschichte de-Z brandenburg-preußischen Staates und de» Deutschen Reiches blicken, deren gemeinsame» Fundament fett aut marlischetn Boden ftfbt. Markgraf Friedrich aber, wie die nach ihm kommenden Heroen seines Geschlechte» hätten 'drc segens­reichen Leben sroerke nicht vollenden, und da» Staat»,ch,ff nicht so ndKT durch Brandung, Sturm und Dogen sichren tonnen, batten sie nicht ihre Märker hinter sich gehabt Tiefe haben, nachdem da» anfünglickre Mißtrauen gegen den lremde, Herrn überwunden war, mit Gut und Blut treu zu inrent Markgrafen gestanden und ihnen au» ihrer Mitte Manner von Schrot und Zorn gestellt, die wie die märtifdxn Sichen sturm und Wetter widerstanden und eine feste Stühe in Smcg»- rtno FriedenSzeiten boten Auch in Zukunft werden de» bin >ich nciviü die brandenburgischen Mannen, wenn Sömg und ibak'r- lanb rufen, als erste sich stellen mit weithin sckxillendemSie gut Brandenburg allewege!" Daß Deutsche Manner wir stets und meinem Laufe erstehen mögen und da» der märkischen yimen. der märkischen Kiefern und des märkischen sande) nie auf werden möge, darauf leere ich mein Gla». SS lebe die Provinz Brandenburg! Hurra.

1 ließcnd iDtebcrgcbcit, rulyt unverkennbar auf der Cmp- itbung, wir seien im Begriff, die Unvollkommenh.iten, je allem Irdischen nun einmal anbasten, stärker als nötig lb zweckdienlich auf uns einwirken zu lassen Der darin i tgritbi* Vortvurs ist gewiß nicht unbegründet. Die aiis- 'kdehnte Erörterung, die manche Dinge in der Oeffentlich- Irt erfahren, lägt sie von viel größerem Gewicht erscheinen, tls sie es tatsächlich besitzen. Daneben aber gedeiht doch o#d) eine außerordentlich große Duldsamkeit mit Unzuläng- ! r leiten, die nicht unbedingt mit dem Irdischen verbunden

Ein neues Liszt-Werk. Ein neues L Ui t - Werk wird im Laufe des bevoruchenden Winters tm griWncglidxit Hostheatcr in Weimar seine Uraufführung erleben, vofkapell- mciücr Raabe hat gelegentlich sei ncr Tätigkeit als Ku,tos des ^'isu Museums in Weimar eine Äniahl ^.iizticher bisher völlig unbekannter Ciigmalarbciten ans Licket befördert, die, wenn auch vom Meister vielleicht nicht zur Veröffentlichung und Äunuhrung ür geeignet erachtet, doch für die wusttalt,ck>e Welt einen hohen Wert beftben, fd?on miofern, als aus den iurückgelegten Arbeiun für die Liszt-Biographie uni. -Kritiker neues Material für Lilzt- Anschauung über den Wert und Unwert eigener Werke heroorgehl. Tas 'ur dieses Jahr zur Aufführung gelangciideDerkMT i tan betitelt und für Bariton und LrdKlter oelchrreben. £ec xegt in wiederum von dem Liederdichter des nachlla,|i,chen Weimar, tem Legationsrat Franz v Schober. Letzterer war ein <jreunb Schuberts, lebte m Weimar, und hatte hier ben Irtel £cflation.rat crbähen Ec verkehrte viel mit Goethe, Maltitz und dem Wer niorer Gelehrlenkreis. Auch mrtLifzt war er befreundet, idjon ehe dieser nach Weimar kam. Schober war ein geicheiter Äotr, aber swwieriger Charakter Er verheiratete ,tch ,par iMit der Schriftstellerin Thekla v. Gumpert, die nch aber bald wieder von ibm trennte, sr starb 1882 in Dresden, xer Lrchenerpart sowie die Stngsnmme des Werkes das dte Prometheus,age zur Grundlage hat, tragen den Charakter des Pomps,en.

Eine neue holländische Expedition zur Er­forschung deS zentralen S chn ee ge b ir^ es v o n Reuguinea A nach derUmschau" Mitte August surabaia v-rla,fen. Leiter ist Kapitän Iranssen Berber,d)6e. o^mer nehmen teil der Botaniker A. A. Pulle, der Geologe P. y- oubrech t und der Militärarzt G. M. Bersteeg als Ethnologe, verderfchee hat diesmal die Südküste zum Ausgangspunkt gewählt, nachdem fein früherer Borstoß von der Nordku,te her ergebnislos war.

Der vierte Marburger Oberlehrer-KursuS findet von Dienstag ben 8. bis xonnerMag ben 10 Cftober ö. I. in Marburg statt, -iie drei enten .tune, die 190<x 1908 uno 1910 adaedalten wurden, Haden nach dem Urteile aller xeilnehmer ihren Zweck erfüllt. Durch die Vorlesungen wurde der je&tge Stand der Forschung am wickstigen Gebieten dargelegt, uno in der iretcn Aussprache mit den Do-mten fanden die Zuhörer Gelegen bcu naa haltige Belebung ,ur die xangkcit in her Wien scvule u 'empfangen und sich auch 'ür wniemc^nliche Ärzten von neuem anregen zu lassen, solch cm fruchtbringender 3u,ammen-

Heuc Bemühungen des Grafen verchlold.

Wir haben uns vor einigen Tagen verwundert gefragt, warum unsere Regierung in derKöln. Ztg " die halbamt­lichen Ermahnungen an die fremden Regierungen habe veröffentlichen lassen, die Balkanfrageii nicht unter bem Gesichtspunktepolitischer Gruppen" zu behandclii. Jetzt kommt des Rätsels Lösung näher. Die österreichische Re­gierung spricht dem widerstrebenden Bunde Rußlands, Frankreichs und Englands gegenüber eine gelinde Drohung aus, und was dieKöln. 3tg" gebracht hatte, ivar als ein Beweis gedacht, daß die österreichische Politik in Deutsch­land volle Rückendeckung habe. Den Mut und die ^Ent­schlossenheit der auswärtigen Politik unseres nächsten Drei­bundgenossen kann man nur wieder einmal bewundern.

Die Wiener Re i ch s p o st , die bekanntlich dem Erz- Hcrzog-Thronsolghr sehr nahe steht, bringt, so wird aus Wien gemeldet, an leitender Stelle Mitteilungen von be­sonderer Seite über die Absichten des Grafen Berchtold. Diese Mitteilungen sind umso auffallender, als sic eine ganz offenkundige Drohung für den Fall ent- jjalten, daß die Vorschläge des Grafen Berchtold über eine internationale BalkanauscinaÜbersetzung nicht angenommen werden. In dem Artikel der Reichspost ivird konstatiert, daß Hoifcr Franz. 3pLcP£ in der letzten Audienz die-chrn von dem Minister des Ausivärtigcn unterbreiteten Dor­sch läge doll und ganz gebilligt habe. In den nächsten Tagen bereits werde Graf Berchtold den Kabi­netten in weiterer Verfolgung seiner auf die dauernde Beruhigung des Balkans abzielenden Aktion konkrete Vor­schläge machen. Sache der Unterhandlungen werde es sein, mit der Definition der BegriffeDezentralisation' undIndividualismus" praktisch anwendbare Hand­habe zur künftigen Ausgestaltung der türkischen Verwal­tung und nationalen Politik in den europäischen Pro­vinzen des otlomanischen Reiches zu gewinnen. DaS Blatt fährt sodann fort: r _ . ...

Die Anschauung, daß die Vorschläge deS Grasen Berchioto unter dem Gesichtspunkt von Dreibund und Entente be- banöelt werden könnten, kann allerdings nicht ganz von der L>an> gewiesen werden. Oesterreich-Ungarn hat mit dem Vorschläge des Grafen Berchtold feinen guten Willen bewiesen. Wenn man diesen nicht genügend respektiert, nun, s o wird eS eben dann mit freier tzand eine allein seine Interessen schützende Politik ohne weitere Rücksicht auf die fremde Empfindlichkeit befolgen müsfen.

Das Blatt schließt mit der Versicherung, daß die Be­ziehungen zwischen den Buildesfreunden die denkbar herz­lichsten seien. Die Anschauungen des Berliner und des römischen äabinetts deckten sich mit Bezug aus die ai-

zurück.

Eine Kaisertede.

Um 7 Uhr begann im Weißen Saal des Koniglicksen Schlosses die Festtafel für die Provinz Bran- d c n b u r g bei den Majestäten Der Kaiser hielt dabei fol- gende Rede: ,

Meine Herren von der Provinz Brandenburg! xie großen Herbstübungen und Besichtigungen des Garde- und des 3. Armeekorps geben mir erwünschten Anlaß, die Vertreter der Provinz Brandenburg und der Reichshauptsladt wieder einmal um mich zu versammeln. Seien <2ie denn zugleich im Namen -öbret Majestät der Kaiserin und Königin herzlich begrüßt und will­kommen geheißen in dem Schloß meiner Väter, au, dem Grund und Bodeii der ersten kurfürstlichen Hohenzollerndurg! Ich hoe. Sic find gern und leichten Herzens gekommen und nicht loie jene Abgeordnete der Mark zu Kaiser Sigismund mit begründeten Klagen und Bitten, um durchgreifende Abhilfe. X c n n ich meine, mir können mit den jetzigen Verhalt nissen, trotz der Unvollkommenheiten, die nun ein malallem Irdischenanhaften,zusrieden sein. Vor feindlichem Ucocrmut und kriegerischen lieberfallen durch nn

Heer und eine wachende Flotte gcfdnmt, kann in unterem georbr.'tcn Staatswesen der Landmann feinen Acker de. [teilen, der Kaufmann, Fabrikant und Handwerker feinem Gefchast nachgehen und der Arbeiter seines wohlverdienten Lohnes gewiß sein. Sie alle können sich der Früchte ihrer, Arbeit und der Waben unserer Kultur erfreuen. Wer aber giaubt, Grund zu Hlagcn zu haben oder wer neue Kraft und Freudigkeit zu weiterer Arbeit sei es für den eigenen Herd, sei es für das Ge,aml wohl sucht, der mache mit mir hin und wieder auf feinem Wege halt und schaue zurück auf die Zeit, wo eS man wie heute in unserem ®at erlaube aus sah. Iu solchen Rückblicken bietet das Jahr 1912 mit seinen Gedenktagen gute Gelegenheit, ist es doch 500 Jahre her, daß Burggraf Fried­rich VI. von Nürnberg seinen weltgeschichtlichen Iug in die Mark unternahm, um auf Geheiß seines kaiserlichen Herrn zu­nächst als Verweser wieder Lrdnung in die durch Eigennutz und Willkür verfahrenen Verhältnisse zu bringen und drc Mark vor dem Untergang zu retten. Wahrlich eine Aufgabe, deren Lösung nur einem Manne anöertraut werden konnte, der rote tfricbrtdj Uug, gerecht, energisch und zielbewußt war und fich in Treue zu Kaiser und Reich bewährt hatte. Wie er die 'hm von der Vor­sehung zugewiesene Mission erfüllt, und welche Bedeutung der

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I ecen Studium mauck-crlci Zeit erforderte. Wer sich aber I och dessen Beendigung fragte, um wieviel er denn klüger rt.Dorben sei, durfte in aller Seelenruhe bekennen: nur Illi das eine, daß die Offiziösen selber nicht Höger find likr es nicht fein wollen Tie beiden Artikel bestanden I Hlii'ülid) nur auS Feststellungen, über die sich alle Welt |.tnig war, längst ehe dieVtorbb. Allg. Ztg" ausstanb. winzige positive Neue, was sie boten, war die '.'«offnung, baß die Preise von selbst sinken würben. Das j[L.ßc negative Alte aber, baß man augenscheinlich an Ihn boch sehr entscheibenben Fällen, bereu Sprachrohr bic Ms.iziose Presse ist, sich über irgend welck-e Maßnahmen Wiegen bic Teuerung noch keinerlei Gebanken gemackst Kct. Die Oeffentlichkeit bar über zu unterrichten, hatte es Wsahrlich nicht zweier langer Aufsätze bedurft. Zum au- jeten Male fragte cr sich so ähnlich, als das Gerückst von Lcrteii Arbeitercntlassungen auf der kaiserlichen liier ft in Kiel laut ivurbc. Es hieß, daß etwa 100 Ar- luter ber Werst wegen Arbeitsmangels entlassen werden | müssen. Nein, sagte dieNorbb. Allg. Ztg.", Eittlassungen twrbiii allerdings vorgenommen iverben müssen, aber nicht IL.tfcrnt üi dem Umfange. Wenige Tage später indessen *. [uiintc man lesen, es sei in einer Sitzung ber^hVicIer Loerft- lelung bekannt gegeben worden, daß im Schiffbau 230, in Maschinenbau 350 und im Torpedobau eine ähnliche Kil)l von Arbeitern entlassen werden müssen. Macht zn- luinmen also doch ungefäljr 1000 Mann, was wenige ^irge * mtwr mit ber größten Entschiedenheit bestritten-wurde. i| Dis dritte verwandte Kunststück betrifft ben Fall bes Lieg- I nifcer Veteranen. Dem war vom Reichssck)atzamt nntge- I teilt worben, baß ein PeujUmszuschuß von sährlich 5« Mk. 1 wckwirkenb bis 1907 auf jährlich 27 Ml. herabgesetzt sei juh er 150 Mk. zurückznzal)len habe. Als das m ber | iiefl'e erörtert wurde, antwortete bicNorbb. Allg. Ztj |s ineber mit einem kategorischen Nein Der Veteran ha | m Gegenteil eine Erhöhung seiner Bezüge erfahren xa«, |Blieb auch richtig. Ebenso richtig blieb tcooch, bag chm der W^nsionszuschnß gekürzt ist, bau crd)". zuruckzahlen II oll, daß ihm die Kürzung seines Zuschusses als be|onbirer W bnadenakt bekannt gegeben worden ist. In einer zweiten lliunbgcbung mußte bic Offiziosität bas alles zugestehen Wund angesichts so gehäufter Erfahrungen einer ganz kurzen Lift kann man sich boch nicht ber Frage erwehren ob k-nn offiziös und ungeschickt unbebmgt gleichbebeutenb ILin müssen. Wenn das immer so bleibt, mutz es zur

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Folge haben, daß amtlichen Darlegungen kein Wert mehr beigefegt wird. Das sollten sich die stellen, die dergleickfeu redigieren, einmal ganz ernstlich überlegen.

Berlin, 31. Aug Der sluifcr unternahm beut: morgen einen Spaziergang im Tiergarten. Um 10 Uhr wurde das 200jährige Bestehen der Sophien- kirchc begangen, die reich geschmückt war. Die Häuser der Umgebung hatten geflaggt. Der Kaiser, der sich mor­gens entschloß, der Foier beizuwvbnen, erschien unter hem iubcl einer zahlreichen Menge Vorher war das M r o n - prinzenpaar eingetroffen Der Kaiser und der Kron­prinz schritten die Front ber Ehrenkompagnic ab, die am Kirchhof stand An deren reckten Flügel hatten die direkten VorgZetzten Aufstellung genommen. Der Kaiser wurde am xircheneingang von dem Generalsuperintendenten a- Husen begrüßt und ins Innere geleitet. Die Festpredigt hielt der erste Geistliche der Gemeinde. Nach der Feier nahm der Maifcr den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie ab.

Berlin, 1. Sept. Im Verfolg der Festlichkeiten zum Äaisermanöver, an denen das dritte Armeekorps be- eiligt war, fand heute mittag 12 Uhr auf dem Tempclhofcr Feld feierlicher Gottesdienst statt. Ter Sängerchor der Zweiten Gardc-Insanterie-Brigadc trug das niederländische Dankqebet vor. Dann predigte der evangelische Feldpropst der Arniee Wölfuig. Ein Gebet nach dem Zapfenstreich chloß die Feier. Es folgte der Vorbeimarsch der Truppen, hierauf nahm der zkaiser die Rapporte der ünegerbereiue und Sanitätskolonnen entgegen und ritt die fronten der Vcreme ab, wobei er viele alte Stricgcr durch Ansprachen auszeichnctc. Nach l»/r Uhr kehrte der Kaiser ms Schloß

Jürgen rechter, der Retter Wiens.

Im September dieses Jahres wird m Wien ein eigenartiges Lil gefeiert. Aus Münster, der Laupl,ladt Landes der

jivnii Erde zieht feierlich eine Deputation der 3adec ^1111110.. !7ch Wi-n um d°n ,mt ehrcnbej«ugung=n aller «n udnhE k werden. Em Dankes.Aki der xonauitabt^roetl e» cin Wito 3 (feile aus Münster war, welcher deremtt die «ladt ^en vor dem Überfall der Türken rettete. Wer aber war ^«e ^cl rin Wien ist im Laufe der Zeiten fern Name veridpllen ui ytonitcr weiß es jedes Minb und in der Fannl,e des ^mere-i luirö das Andenken des unerschrockenen, beherzten tebaltcn Jürgen Lechter hieß der ivackere Backergeiell^, ttr dereinst auf der Waiiderschast nach Wien kam und wahren^ ter entsetzlichen Belagerung plötzlich eines ^ackstsdurch em leno . unbcimlidh.o Geräusch geweckt wurde, das aus der Erde i« foni men schien Jürgen Lechter, tlug und überlegt, zog sei»e Schlum, vierte in aller Stille seine Mitgesellen und dann stAeumgu l.e Stadl und d-.e Militärbehörde und dieser icfciicllen bät allein war es zu danken, daß in jener denkwürdigen Nach.

I^icn nicht von den Türken überrumpelt wurde.

Jürgen Leckster muß aber neben seiner schnellen ^ntichtonen. beitoch andere bemerkenswerte Eigenjckiaften bqeiien haben IbaHir Ä?uncn kine Nachkommen: Der grvtze Muintler Melchior '* älter au-' dessen stillem Atelier in bem friedlichen GarMihauu BeÄin'W so n anck-es herrliche Glasgemälde, so manches -under^ I «kl drr B^usürimn, hen.or.je6t - M.ur

c -rhtpr hie Sttuvester des stunitlers, die m eorltd^m ^.uotn. femofe' -u einer Persönlichkeit ausgereift, als guter Gnu ui bem I KümlUn srÄuie *r B«gftr°be in. Muntter waltet I Ja eSürtier SprnB des tapierrn, mutigen Jürgen Lechter.

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Ein Modelltheater in Düsseldorf. Tüsseldorsbeabfichtigr, wie die Bauwelt meldet, gememichaN- chch mit dem StaL'Zsvervand ^onre^n d^n

deutschen Arbeitsausschuß für, ^uenbeton. dem Bunde - SsS® & cobre Fm .doch in größerem Maßstabe - zu crhaueii^ ^n diesem_xbeo n t-llcn Brandproben zur Prüfung der Dtri<frdxnen -iM - -nnrichtungen und Baukonstruktronen vorgenommen nxrden.

Hang mit der Unioeqüät ist aber gerade jetzt, bei dem mächtigen Vorwartsdrängen der Wissenschaft, der von allen Leiten nme Stoffe zuströmen, für die Oberlehrer von großer Wichtigkeit, und deshalb ist zu hoffen, daß auch der diesjährige Besuch des jtimus. dem Erfolge der ersten nicht nachstehe. Tre Thcinata ber Vor­lesungen sind solgeiide: I. Philologisch-histornche Abteilung: Gch. Reg.-Rat Prof Tr Vogt:Tie neuere Nibelungensonchung'^. Dreistündig. Geh. Reg.-Rat Prof. Tr. Ma atz:Goethe u.ro Plato". Zweistündig. Prof. D. Heitmüller:Tie Helle- nistischcn Mysterienreligivncn und das älteste Ehriftentum . Xret- stündig. Prof. Tr. W e ch ß l c r:Adolf Tobler und^dle franzv- " ~ (mit Proben aus demMisanthrope,. xmfüinoig.

vcackmann:Neue Methoden der Geschichtswissen­schaft" 2rciä*>.ag. II. Mathematisch-naturwissenschaftliche Ab­teilung: Geh. Rcg.-Rat Prof. Tr. norschelt:Regeneranotr und Entwickelung". Treistündig. Prof. xr. N e u m a n^i:Ueber bas Relatwitätsprinzip". Treistündig. Pros. xr. Lchulzeü Neueres aus Raoioaktioilät und Elektronik". Dreutundig. Pn- vatbozent Tr 21 nbr6 unb Privatbozent Herrmann; Neuere Anschauungen über Gebirgsbildung", xreiitünbig. Pri- Mtbount Tr. Take:Ueber Funkentelegraptne mtt Versuchen'. Zweistündig. Tr. Stuchtey:Ttc Luftfahrt alS Matel zur Ersorschung ber Atmosphäre, mit «ersuchen unb IWbilbern z Zweistündig. Ter letztgenannte Vortrag wird |o gelegt werden, daß ihn auch bic Teilnehmer der philologisch-hmorifchen Ädteckung, die sich für ben Gegenstand interessieren, hären^ können, xag Gleiche gilt für die geplanten Besichtigungen der ,jabngerate und Instrumente des Surhcisischen Vereins für Lumatzt lomie bi^ Besichtigung der Marburger radiotelegraphrschen Empfangs,totrotu« Ten Teilnehmern der mathematisch-naturwisienichaftlichcn Abtei­lung ist em Nachmittag für eine geologi'che Exkur,wn Vorbehalten.^ Am Montag den 7. LKober, abends Uhr, imbtt eine zwanglose Zusammenkunft im ,L)otel Ritter" statt. Alle werteren, Loste^ werden aus einer Zuwendung bcnritwn, die der Minister der geistlichen und Unterrichts Angelegenheiten für den Marburgers Lberlehrer Kursus bercillig: hat. Anmeldungen bis zum 30. Sep­tember an Tr. A. Thiel-Marburg. .

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen- ; ch a f t. Tie Iahresversainintuiig des D e u t f ch e >1 Vereins ür öffentliche ipefundheitspflege wird in den Tagen om 3.-6. Sepiembec in Breslau stattstnden.

monatiirb75,Vf^iriettel- iährlich «k. S.S0. durch Abhole- n. Zweigstellen monatlich 65 Pf-: durch die Post viertel- fahrt auffrht Beilellg. Zeilenpreis: lokal IbPf^ nu»ioärtS *) Pfennig, e bdrtbatteur: ?l Doen. Veraiiiwortllch lAr den politischen Teil: August Goetz: für .Feiiille- toi,',,VennüchleS' und .Geiichtsfaal": Slcu- rnth; fstr .Stahl und Lanb': für den

Anzeigenteil: H. Beck.

sch. Hol»- Qj ind.M J! 66'$ 11 53

I ter letzten Zeit kurz aufeinander folgend Gelegenheit ge­ll tcht, die Oeffentlichkeit zu befassen. Zu drei Malen haben | r dabei versagt. Den ersten Versager leisteten sie sich, ItU dieNordd. Allg. Ztg." sich endlich auch verpflichtet | jbtte, von der Teuerung zu reden. Sie nahm sich der Sache | rundlich an. Zwei lange Artikel wurden ihr gewidmet,

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