Großenbuseck
kann nun beginnen.
öteilid) hat der Slpril auch seine
ist jetzt an den Ostern besucht, werden
vollzogen. Durch den Eingang der entsprechenden Klasse Realschulen in Friedberg und Butzbach war die hier an 1911 eingerichtete Obersckunda auch von außerhalb gut
ttzuröc am Lonniag nao'mitlug u.n v?- tlhr unterzeichnet. Montag früh werden 101 Kanonenschüsse dieses Ereignis verkünden. Eine amtliche Bestätigung oieser Meldung ist bisher nicht etngetrosscn.
so daß sie 23 Schüler und Schülerinnen zählte: davon berrealschulen übertreten. Jin abgc--
Heer und Flotte.
Stapkllauf eines großen Kreuzers.
Hamburg, 30. März. Auf der Werft von Blohm und Boß lief heute nachmittag der große Kreuzer I. vom Stapel, der bei der Taufe den Namen „Sey blitz" erhielt. Tre Tausredc hielt GencralinspeNeur der Kavallerie General v. Klei |t. Dieser betonte, daß gerade der Name des großen Siegers von Roßbach und Zorndorf für die. Aufgabe des großen Kreuzers der geetg- netste sei.
Launen: Es ift kein April so gut, er schickt dein Schäfer Schnee auf den Hut. Doch was schadet das! »Nasser 'ilpnl ist deS Bauern Will".
** 3 n Audienz empfangen wurde vom Groß- Herzog am Samstag u. a. Geh. Justizrat M e tz in Gießen.
^Ordensverleihung. Ter Großheizog hat das Ehrenkrcuz des Verdienstordens Philipps des rurogrnut.gen dem Oberstleutnant Sonntag beim Stabe des 2. Oberrheinischen Infanterie-Regimen:S Nr. 99, feith.r Bcttailrons- Kommandeur im Jnfalilerie-Leibregiment Großherzoqut (3. Hess.) Nr. 117 verliehen.
" Hessisches Silbergeld. Auffällig ist, daß man in unserem Lande äußerst selten Silbermünzen mit dem Bildnis deS Landesherrn zu sehen betoniml. Hessen hat nämlich, außer 3-Markftücke im Jahre 1910, seit 1900 fein Silbergeld mehr prägen lassen. Seit 1908, in welchem Jahre die letzte 10-Nlarkstücke-Prägung vorgenommen wurde, sind für das Großherzogtum nur noch 20-Ntarkstücke geprägt, wobei anscheinend auS Versehen lull Goldstücke mit dem fugend- lichen Gesicht des Grosjherzogs, wie es vor 12 Jahren aus-
20. August: Ztägige Wanderung in das Sauerland. — Sonntag, 1. September: Hirzenhain — Gelnhaar — Bindsachfen — Michelau — Büdingen Hauptversammlung der deutschen Gebirgs- und Wandervereine). (4 Std.) — Sonntag, 6. Oktober: Bieber — Königsberg — Hohensolms — Bermoll — Herborn. (51/» Std.) — Sonntag, 3. November: Saasen — Queckborn — Ettingshausen — Lich. (4 Std.) — Sonntag, 1. Dezember: Gießen — Großenbuseck — Beuern — Climbach — Allendori — Treis — Lollar. (0V2 Std.) — Sonntaa, 5. Januar 19Id: Gießen — Butterweg — Hochwatt — Schiffenberg — Lindener Mark — Gießen. (4 Std.) — Sonntag, 9. Februar 1913: Gießen — Ganseburg — Reiskirchen — Winnerod — Reinhards Hain — Grünberg. (5 Std.) — Sonntag, 2. März 1913: Gießen — Launsbach — Wettenberg — Krosdorf — Vetzberg — Rodheim —
Au» Stadt und Land.
Gießen, 1. April 1912.
Der Omnibusvertehr zwischen Gießen und Wieseck gesichert!
Zwischen der Gießener Stadtverwaltung und dem Gemeindevorstand zu Wieseck haben in den letzten Tagen rege Verhandlungen stattgesunden, deren Ergebnis ist, bay, gegen die Leistung eines kleinen Straßenkostenbeitrages der Gemeinde Wieseck an die Stadt Gießen, der schon so beliebt gewordene Autoomnibusverlehr auch für die Zukunft gesichert ist. Die Stadt Gießen hat das allergrößte Interesse an einer guten Verbindung mit der Nachbargemeinde, und es ist gelungen, mit der Omnibusgesellschaft ein Abkommen zu schließen, wonach beide Gemeinden das Unternehmen in gemeinsame Regie nehmen werden. Damit werden auch erhebliche Verbesserungen eingeführt werden. Tie im Betrieb befindlichen Wagen erhalten neue Gummireifen, und der Anhängewagen wird mit be>seren Trittstusen nebst einem Geländer zum Festhalten versehen. Zur Sicherung der Rentabilität sollen am Anhängemagen innen und außen Reklameschilder und Ankündigungen angebracht werden; die Gießener Geschäftswelt wiro gebeten, Anmeldung eit hierzu der Bürgermeisterei Gießen zu übermitteln. Die endgültige Uebernahme deS Verkehrs durch die beiden Gemeinden findet am heutigen Montag abend um 6 Uhr statt und soll von beiden Gemeinden mit einer kleinen Feier verbunden werden. Am Walltor harren die festlich geschmückten Wagen des Stadtvorstandes zu Gießen, die eine Probefahrt unternehmen werden. Zur Mitnahme von Festteilnehmern werden auch die beiden seit gestern hier im Betrieb befindlichen neuen Automobildroschten sich einstellen. Ein hiesiger Stadtverordneter, der zu seinen bisherigen großen Verdiensten um das Ostviertel noch das hinzu- aestellt hat, daß seiner unermüdlichen Vermittlung der erfreuliche Vertragsabschluß zu danken ist, hat es sich nicht nehmen lassen, bei diesem Anlaß auch der Jugend zu gedenken und sie am Walltor mit der Austeilung von Bretzeln zu erfreuen. Das wird von der Jugend ulm so freudiger begrüßt werden, als der gleichfalls offiziell an der Fahrt teilnehmende Automobilklub, um der auto- mobilfcindlichen Strömung im Publikum enlgegenzuwirken, beschlossen hat, zu den Festbretzeln Kaiserwürstchen zu stiften. Die Omnibusführer werden bereits heute in einer schmucken Postillonuniform erscheinen und der Originalität Halder sowie um der Hebung des Verkehrsbildes willen mit einem Horn ausgerüstet sein, auf dem sic bei der Ankunst an den Haltestellen das früh- liche „Wer kann dafür" ertönen lassen. Am Eingang des Dorfes Wieseck harrt der dortige Gemeindevorstand, und dem Vernehmen nach hat auch er festliche Vorbereitungen getroffen und die Wagen werden aus leichten Reifen her- gestellte blumen- und laubumwundene Triumphbogen zu durchfahren haben. Wie man hört, wird auch eine Musikkapelle zur Stelle fein.
Die endgültige Sicherung des Autoomnibusverkehrs bedeutet für die Stadt Gießen ein frohes, festliches Ereignis, und die Bewohner der in Frage kommenden Durchfahrtsstraßen werden gebeten, aus diesem Anlaß heute abeno ihre Häuser zu schmucken.
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" Der April, den die Römer Aprilis nannten, war der zweite Monat im allen römischen Kalender und hat, wie schon die Alten annahmen, seinen Namen bekommen von dem lateinischen Wort aperize, eröffnen, weil sich in diesem 2)10- nate die Erde zum Wachstum öffnet. Für den Landmann bringt der April reichliche Arbeit, gilt es doch, in diesem Monat die Saat für den künftigen Sommersegen ouSzu- slreuen. Da der April in seiner zweiten Hälfte meist schon die Obstbaumblüte heroorzaudert, ist er auch für den Imker von Bedeutung, denn daS erfolgreiche Einträgen der Bienen
iah, geprägt wurden, obgleich bereits luio zo-Mai.t|iude mit einem neuen Porträtstempel, welcher Ernst Ludwig, wie er jetzt ist, zeigt, hergestellt worden sind. Ec wäre sehr zu wünschen, wenn die zuständige Stelle dafür sorgen würde, nach zwölfjähriger Pause für Hessen wieder 2-Mackstücke zur Ausprägung und in den Verkehr kommen zu lassen.
•• Gießener Stadttheater. DaS Stadttheater schloß gestern abend seine diesmalige Spielzeit mit einer schönen Aufführung von 2)i 0 n n a Vanna. Herr 53a um elfter ooin Hoftheater in Darmstadt hatte die Rolle des Guido übernommen und führte sie mit feiner, klar abgestimmter Innerlich- feit durch, die voll überzeugender Kraft war und die Vor- flellung zu einer bedeutsamen Höhe erhob. Seine Gattin, Frau Gertrud Baumeifter-FelSegg, stand als Tionna Van na in tagender Größe neben ihm, lebensvoll und beredt, übernahm sich aber in der Schlußszene emigemale im Ton. Den Prmzivali spielte Herr Bruchwltz temperamentvoll und mit Schneid. Sowohl Herr Baiimetster als auch Herr Bakos wurden durch Blumenspenden ausgezeichnet.
** Der Vogelsberger Höhenklub, Zweigverein G i e ß e n, hielt am Freitag abend im Kaiserhof seine Hauptversammlung ab. Nach dem vom 1. Schriftführer Faber erstatteten Jahresbericht hat die stetige Weiterentwicklung des Vereins auch im 4. Vereinsjahr angehalten. Die Mitgliederzahl ist am 246 gestiegen. Die Wandertätigkeit war recht lebhaft, die Vereinsabende, besonders die tm Sommer an Ausflugsorten abgehaltencn, waren größtenteils gut besucht. Es fanden zwei Vorträge statt. Tie zweite nach dem Vogelsberg führende Markierungslinie (Gießen—Grünberg) ist fertiggcstellt worden. Ter vom Rechner Andreas erstattete Rechnungsbericht ergab ein günstiges Bild der Vereinsfinanzen, da ein lieberschuß von 125 Mk. verblieb. Der seitherige Vorstand wurde in schriftlicher Abstimmung wiedcrgewahlt. Zum Schluß erklärte die Versammlung ihr Einverständnis mit der Uebernahme der vom deutsch-öster- reichisck-cn Alpenverein, Zweigvereitl Gießen, ins Leben gerufenen und feither unterhaltenen lokalen Markierungen und beschloß, eine angemessene Verstärkung der Markierungskommission. — Für das Wanderjahr 1912/13 ist folgender Wanderplan aufgestellt worden: Sonntag, 14. April: Hungen—Einartshaufen—Jägerhaus—Laubach. (o Std.) — Sonntag, ö. Mai: Homburg v. d. Höhe — Sandplacken — Arnoldshain — Schmitten — Treisberg- Alt- und Neuweilnau. (6 Std.) — Montag, 27. Mai (2. Pfingst- feiettag): Bieber — Tünsberg — Waldhaus — Kreuzmühle — Schmelz — Fronhausen. (4i/z Std.) — Sonntag, 9. Juni: Balduinstein — Schloß Schaumburg — Wasenbach — Rupbach- tal — Laurenburg — Dörnberg — Goethepunkt — Obernhof — Kloster-Arnstein. (4i/3 Std.) — Sonntag, 14. Juli: Mücke — Großeichen — Dodenhausen — Ulrichstein — Sieben Ahorn — Äeiselftein — Hoherodskopf — Schotten. (6 Std.) — Sonntag, 4. August: Londorf — Wermertshausen — Höingen—Erfurtshausen — Schweinsberg — Handsteinsgraben — Hochberg — Vomberg a. d. Ohm. (4Vr Std.) — Sonntag, 18. bis Dienstag,
Arbeiterbewegung.
Tas Ende dcs englischen Bergarbeiterausschuffes.
London, 30. März. Nach den bis nachmittags 31/3 Uhr vorliegenden Berichten haben 15 000 von 20 000 Bergarbeitern ihre Stimme für die Wiederaufnahme der Arbeit abgegeben. Tie Zechenbesitzer und Bergleute von.Süd-Derbyshire beschlossen in der heutigen Konferenz unverzüglich ein gemeinsames Tistriktsamt aus Grund des Mindestlohngesetzes zu bilden. Ein Vertreter der Zechenbesitzer erklärte, oie Arbeitgeber würden die Bestimmungen des neuen Gesetzes loyal erfüllen.
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Franksurt a. M., 30. Marz. Gestern abend hat ein großer Teil der Arbeiterschaft der Adler werke, vormals Heinrich Kleyer A-G., die Arbeit ni ederg eleg t. Gefordert wird eine Verringerung der Arbeitszeit um 3 Stunden pro Woche und eine entsprechende Erhöhung der Löhne, außerdem wird gegenüber einem Statut des Metallindustriellenverbandes die Aendc- rung auf Einführung von Minimallohnsätzen erhoben. Bei den Adlerwerken feiern heute etwa 3500 Mann, wahrend ungefähr 800 noch arbeiten. Von der Bewegung ist eine Reihe weiterer hiesiger Maschinenfabriken ergriffen.
und Zwerge, Vi.c.— a :-> Lum ...u. .n inue, ~c.. P^ppeu- uoitor u. a. mehr, muerbrodjen von einer vorzüglich ae* gluckten Kinderfhmphonie. Tie Belohnung für die Kinder bestand bann in den niedlichen Osterlörbchen, die am Schluffe zur Verteilung kamen.
** Unfall. Ein achtjähriger Junge hatte auf dem Trieb Hülfen von Platzpatronen gesucht uno warf am Samstag abend eine davon in den Ofen in der elterlichen Wohnung. Tie Hülfe war noch gelaoen, explodierte und das herausgeschleuderte Zündhütchen flog dem Jungen durch die Ohrmuschel hindurch und in den Kopf. Der Junge mußte in die Klinik ausgenommen werden, die Verletzung ist aber nicht lebensgefährlich.
*♦ Tödlicher Unfall. Ter 48jährige Weißbinder Johs. Eiff III. aus Watzenborn fiel am verfloßenen Samstag nachmittag beim Aus stellen eines Gerustes aus einer Höhe von 3 bis 4 Meter herunter und starb alsbald. Nach ärztlicher Feststellung war die Wirbelsäule gebrochen.
** Verhaftet. In Untersuchungshaft genommen wurde am Samstag ein junger Mensch von hier, der einem Bediensteten seines Vaters mittelst Emueigen durch ein Dachfenster zur Nachtzeit einen Geldbetrag entwendet hatte.
** Diebstahl. Ein junger Mann von außerhalb hatte sich gestern hier einen neuen braunen Anzug gekauft, das Palet an fein Fahrrad gebunden und letzteres im Hausflur einer Wirtschaft aufgestellt. Als er ipätec sein Rad abholte, war das Paket mit Anzug verschwunden.
♦♦ Durch die Findigkeit der Post wurde vor einigen Tagen Herrn Bakos ein Brief eingehänoigt mit der Adresse: „An den betr. Herrn, der das Lichtspieltheater Gießen auf dem Seltersweg einrichlet/' Die Poft behändigte den Brief an den zukünftigen Direkter des Unternehmens, das am 1. Oktober eröffnet tperben soll.
Landkreis Gießen.
--- Obbornhofen, 31. März. Dem Gräflichen Hofgutspächter Richard B 0 r n e m a n u zu Obbornhofen ift aus Anlaß seiner 25jährigen Bewirtschaftung des Hosguis Obbornhofen zum 1. April d. I. von dem Vormund des minderjährigen Ehefs des Gräflichen Hauses Solms-Lau- bach, dem Grafen Wilhelm zu Solms-Laubach, der Titel Oberamtmann verliehen worden.
Kreis Schotten.
a. Schotten, 29. März. Die Bürgermeisterwahl von Burkhards, die nun schon Jahre behandelt wird und die schon viel Staub aufgewicbelt hat, kommt noch nicht zur Ruhe. Nachdem die Bestätigung davon abhängig gemacht worden war, daß das Ministerium den ncugewählteu Bürgermeister als Ortsgerichtsoorsteher erkenne, das letztere aber nicht erfolgt ist, so ist auch die Bürgermeisterwahl wieder hinfällig. Bei der Neuwahl werden andere Kandidaten auf- gestellt werden.
= Ober-Seibertenrod, 30. März. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde der Landwirt Karl Rühl mit zwei Stimmen Mehrheit gegen den früheren Bürgermeister Schmirmund gewählt. Die vor einem halben Jahr abgehaltene Bürgermeisterwahl, bei der Bürgermeister Schmirmund bei Stimmengleichheit durch das ^05 Sieger wurde, war angefochten und vom Kreisaus- schuß für ungültig erklärt worden.
n. Ulrichstein, 30. März. An Stelle des nad) Lollar versetzten Lehrers Wilhelm Weitzel wurde der Landwirt Heinrich Stein II. von hier durch Beschluß des Aufsichtsrats zum Vorstandsmitglied der hiesigen Spar- und Darlehnskasse e. G. m. u. H. bestimmt.
Kreis Friedberg.
L. F r i c b b e r g, 31. März. Ta zurzeit vieleJtalicner am neuen Bahnhof und in der Umgegend beschäftigt sind, die sich fast alle zur katholischen Religion bekennen, hat das hiesige katholische Pfarramt eine BekanmmachÜng über die Abhackung des katholischen Gottesdienstes in unserer Stadt in italienischer Sprache erlassen. Infolgedessen sah man heute eine Anzahl Italiener dem Hochamte beiwohnen und zur Beichte gehen.
X Bad-Nauheim, 29. März. Ihrem Jahresbericht zufolge war die hiesige Ern st- Ludwig-Schule (höhere Bürgerschule mit Reallehrplan und Realberechtigung) im abgelaufenen Schuljahr von 169 Schülern besucht (gegen 149 im Vorjahre): 62 der Besucher sind Mädchen. Autzcr dem Rektor Prof. Tr. Zimmer wirken an der Anstalt noch acht ordentliche Lehrkräfte. Tie Umwandlung der Schule in eine Realschule mit Obersekunda
Diese günstigen Verhältnisse sind zum großen Teil der Stadtverwaltung zu danken, die keine Opfer scheut, toenn es sich um die Schulen handelt. Entlassen wurden aus der Stadtschule heute 70 Schüler. Mit der Konfirmandenentlassung war eine größere öffentliche Schulfeier verbunden. Gedichtvorträge von Schülern aller Schuljahre wechselten mit Gesängen des ^chüler- chors ab, den Lehrer Diehl leitete. Oberlehrer Kredel hielt eine eindrucksvolle Ansprache, in der er den Konfirmanden^ manch goldnes Wort mit auf den neuen Lebensweg gab. Ter Schülerchor ,,Ter Herr ist meine Zuversicht", von B Klein, beschloß die eindrucksvolle, aus allen Kreisen der Bevölkerung stark besuchte Feier.
= Bad-Nauheim, 31. März. Der Großherzog hat den Hauptsteueramtsassistenten Karl Weidmann zu Offenbach zum Bureau-Asjiftenten bei der Bad- und Kurverwaltung Bad-Nauheim ernannt.
Starkenburg unv Rheinhessen.
= Offenbach a. M., 29. Mörz. Nach dem soeben herauSgegedenen Jahresbericht war die hiesige Goetbeschule (Privat-Real- und Handelsschule mit der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen 2)hlitärbienft) im letzten Jahre von 356 Schülern besucht, das bedeutet gegen daS Vorjahr ein Mehr von 26 Schülern. Unter den Besuchern der Anstalt befinden sich allein 89 auS Offenbach und 175 aus Frank« furt und eine größere Anzahl Ausländer. Lehrkräfte sind neben Direktor Rau noch 20 an der Schule tätig. Der Lehrplan der Äoethefchule ift übereinfümmenb mit dem der hessischen Realschulen. Nur kommen als besondere Fächer noch „Rechnen und HandelSwiffenschci'ten*, Stenographie und Piaschinenschreiben hinzu. Die Einjährigenprüfung wirp jährlich zweimal unter dem Vorsitz eineß RegierungSvertreterg abgehalten. Im abgelaufenen Jahr beuonden 44 Unter, sekundaner daS Examen. Mck der Anstalt ist ein Alumna >
Gießen. (4 Stunden.)
** Eisenbahner-Versammlung. Am Freitag abend fand im Lenzschen Felsenkeller eine vom Verband deutscher Eisenbahnhandwerker und -Arbetter (92 000 Mitglieder) einberufenck, gutbesuchte Versammlung statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Erhard berichtete Herr H. Haardt von Frankfurt a. M. über die allgemeine wirtschaftliche Lage und über die Reichsversicherungsordnung. Zunächst führte er aus, wie es von den Eisenbahnern allgemein anerkannt werde, daß die Eisenbahnverwaltung in den letzten Jahren außerordentlich viel für die Besserstellung ihrer Arbeiter getan habe. Trotzdem stehe Preußen in der Statistik mit einem Jahresdurchschnitt von 1153 Mk. gegenüber den vier größten deutschen Bundesstaaten immer noch erheblich zurück. Sodann erklärte der Redner an Hand von vielen prakttschen Beispielen die Vorteile der neuen Reichsversicherungsordnung, wofür ihm reicher Beifall zuteil wurde. Bei der nun folgenden Aufstellung der Vertreter der Betriebskranlenkasfe zu der am 10. April stattfindenden Wahl gingen folgende Herren hervor: Dreher Wenzel, Schlosser Erhard, Lampenwärter Becker Gepäckträger Weber, Hilfsweichensteller Velten.
•• Der Geflü gel- und Vogelzucht-Verein Gießen und Umgegend 1897 E. V. hat beschlossen, in diesem Jahre fein 15jährigeö Bestehen zu feiern. Um das Interesse für die Geflügelzucht weiter zu fördern, soll jeden ersten Donnerstag im Vtouat eine zwanglose Zusammenkunft der Viitglieüer und Freunde der Geflügelzucht statt- sinden, wobei jedesmal eine Gratis-Verlojung veranstaltet werden soll.
** Die neuen Taxameter-Autodroscffken, zwei schmucke Gefährte, sind seit gestern int Betrieb. Sie haben ihren Standplatz am Bahnhof, können aber auf telephonischen Anruf hin von jedem anderen Punkt der Stadt aus benutzt. Iverden.
•• Bildhauerarbeit auS dem 17. Jahrhundert. Beim Abbruch des Noll'schen Hauses in der Äteustadt, den die Hoch- und Tiefbau-Gesellschaft vorm. Hch. Wmn vornimmt, hat man einen Türbalken mit einem Wappen des JahreS 1606 und dem Namen Georg Wormbser gefunden, der in seiner tauberen Arbeit mit den fchönen gothlschen Buchstaben den BewelS liefert, daß man vor 800 Jahren m (Liegen tüchtige Holzschnitzer gehabt Hal. Im Hinterbau unter dec Backofen- anlage hat man einen Balken mit dec Jahreszahl 18U6 und den Namen einer Reihe von Zimmerleuten aus Grünberg gefunden, deren Siachkommen heule noch teilweise m Grünberg Daß Zimmerhandwerk treiben. Tie Inhaber der Hoch- und Tiefbaii-Gejellichaft, Gebrüder Müller, wollen die Balken dem Piuseum deS Oberhefsischen GeschlchtSoerelnS überweisen.
♦♦ Ter Kindergarten des Fröbelsrmt- nars von Fräulein Mo es er hatte am Freitag die Angehörigen der minder und Freunde der Lache zu feinem L ft e r f e st e eingeladen, und zahlreich hatten sich die Gäste eingefuiiden, um die Darbietungen der Kinderschar anzu- sehen. Nach dem unter Gesang erfolgten Einmarsch der irohlichen Kleinen wickelte sich das reiafhaltige Programm flott und ohne Lcockung ab, und es war eine wahre Luft mit anzuschauen, wie die Kinder bis herab zu den Äieinfltn, mit Eifer und ivewijsenyaftigkeit bei der Sackx waren und bereit, auch bem kleinsten Wink der Leiterin, Ftaulctn Gerhard und ihrer „Tanten" zu folgen. In bunter Aba-echs- luiig sah man die Bewegungsspiele, einen Tanz der Cl en
_ sie 23 Schi _____ 13 in hessische Dl......... ... laufcnen Schuljahre konnte zum zweiten Male die Einjähiigen- Prüjung abgehalten werden: es unterzogen sich ihr 13 Schüler, die alle bestanden. In den 7 Jahren des Bestehens der Ernst- Ludwig-Schule nahm der Besuch von außerhalb mit jedem Jahre zu. — Unsere Stadtschule wurde im vergangenen Schuljahre von mehr als 700 Schülern besucht, denen 18 ordentliche Lehrkräfte (15 Lehrer und 3 Lehrerinnen) Unterricht erteilen. Tie 19. Klasse wird zu Ostern eingerichtet. Tie Turchschnittsklassen- stärke beträgt nicht ganz 40, eine Ziffer, die im Vergleich zu den meisten anderen hesfischen Orten recht günstig ist. Viele der oberen Klassen überschreiten die Zahl von 30 Schülern nicht.


