Verhandlung auf morgen vertagt.
Es endeten
c?
Q
Angriffsbewegungen
77,ö
Abweh rbeweguik gen.
6,9
916
AusstÄrdeii
lieber die Lohnbewegung
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zurück:
Von den Kampien waren
Jahr
„Kämpfe
nach
der Geiamtzahl
dieser
waren
467
911
843
939
556
1443
1905
1906
1907
1908
1909
1910
367090
593724
507728
401334
288327
628432
410839
122981
169903
392374
74,0
77,4
80,9
30,6
58,9
62,4
76320
112856
73641
168493
73165
186480
46
35
56
82
112
253
421
323
257
206
970
1905
1906
1907
1908
1909
1910
292
401
516
597
627
809
1014
834
1117
1007
839
191
158
226
435
939
767
Es sanden statt Kampfe insgesamt
93,2
89,2
84,9
79.3
77,3
83,7
1900
1901
1902
1903
1904
1905
1906
1907
1908
1909
1910
Von
2193
3468
3733
1655
2243
3908
865
199
1197
3205
17860
2055 bezttn
77,8
54,2
69,5
70,0
21,0
19,0
14,5
42,0 25,1
29,7
5,4 4,8 6,5
6,4 6,9
10,9 12,1 11,5
12,5 10,1
3,91
5,6
6,8 9,ö
13,4
c P
SQ 53
&
852 727
861
1282 1625
2323
3480
2792 2052
2045 3194
92,0 95,1 91,0 75,8 66,t d8,4
5,5
2,5
6,9
6,8
29,4
7,3 Dus- 1900
514
291
289
603
886
1261
2045
1635
678
832
1385
14242
7587
15929
36491
40357 24853
8
10
18
52
171
63
31,3 55,2
59,9
46,6 88,6
34,8
29,1
29,9
54,4 49,2 26,3
2763
4470
4801
3059
3227
5580
15420
7982
17507
48100
60634
28099
205
177
266
548
1280
60,3 40,0 33,6 47,0 54,5 54,3 58,8
58,6 83,1 40,7 43,3
denen 5580 die Verbesserung und 916 die „Abwehr einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen" bezweckten. Ein näherer Ausweis über diese Kämpfe wird erst seit dem Jahre 1905 gegeben. Für diesen Zeitraum waren, wie nachstehende Tabelle ausweist, im Jahre 1910 die Lohnbewegungen am zahlreichsten.
17,0
20,4
17,5
30,7
17,2
25,9
Gerichtssaal.
Ein Kolonialprozeß.
F. C. Wiesbaden, 4. Oft. Heute stand der frühere Tistriltsches in Swatopmund und fetzige Volizeilommissar in Esten Franz Wilhelm Raabe vor dem hiesigen Schwurgericht wegen Fälschung öffentlicher Urkunden. Dent An- gellagten lag in den Jahren 1906 und 1907 in Swakopmund auch die Verwaltung des Gefängnisses ob.Nach der Anklage foll er nun in die Gesangenenrapporte, die Aufschluß über die Arbetts- vertcilung der Gefangenen geben sollen, unrichtige Emtrage gemacht haben und vor allem die Arbeiter, die er bet sich beschäftigte, nicht in das Buch eingetragen haben. Mehrere Anklagen gegen Raabe, die von: Damaligen VezrrrSrichter in Swakopmund Fchlandt, jetzigen Amtsrichter in Mecklenburg, erhoben wurden, wurden bereits am 11. Juli d. I. vor der hiesigen Strafkammer erledigt. Raabe und seine Frau, die der Beihilfe mitangeklagt war, wurden damals sreigesprocheu. Auch das heutige Verfahren endete mit der Freisprechung des Angeklagten. Sämtliche Kosten einschließlich der Kosten der Verteidigung wurden der Staatskasse auferlegt, e
fc Wiesbaden, 4. Oft. Wegen Unterschlagung im Amte wurde der Briefträger Friedrich Färber von hier vom hiesigen Schwurgericht zu 6 Monaten 1 Woche Gefängnis verurteilt, Färber, der eine Frau uitb vier Kinder von 2,70 Mark Tagelohn ernähren muß, hat im Juni d. I. 50 Mark erhalten, die er bei der Post cinzahlen sollte. Färber strich jedoch das Geld in ferne Tasche und suchte die Unterschlagung durch. Anfertigung eines Posteinlieferungsscheines zu verdecken. Tas gleiche Manöver führte Färber int August d. I. aus, als ihm 51 Mark zur Einzahlung bei der Post aiwertraut wurden. Rach der Verhandlung unterzeichneten die Geschworenen ein Gnadengesuch.
79,41268278
77,5 459306
lieber die Lohnbewegungen, die zu ,
sperrungen führten, finden wir folgende Angaben bis auf
6. Sitzung Großherzoglichcr Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.
P r o i o l u 11 - i'i u s z u g.
Gießen, den 18. September 1911.
Anwesend sind die Herren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat H. Schirmer als 1. stellvertretender und Kommerzienrat C. Grünewald als 2. stellvertretender Vorsitzender, Türbeck, Kommerzienrat Hoos, Noll, Ramspeck, Rinn, Röhr, Stammler, Wallach, Zurbuch und der Syndikus.
1. Gesetzliche Regelung des P o st - U e b er weil'ungs- und Scheckverkehrs. Nach dem Gesetz, betr. die Festsetzung eines zweiten Nachtrags zum Reichshausyalts-Etat für das Nechnungsjalfr 1908 sind die grundsätzlichen Vorschriften über den Postüberweisungs- und Scheckverkehr bis zum 1. April 1912 auf dem Wege der Gesetzgebung zu regeln. Bei dem erheblichen Anteil, welche Handel und Industrie an dem Postscheckverkehr haben, wird es Aufgabe der amtlichen Handelsvertretungen sein, diejenigen Wünsche, welche sich seit dem 2r/s jährigen Bestehen dieser Einrichtung geltend gemacht haben, vorzubringen, damit sie bei dem iwch zu erwarrenden Gesetzentwürfe Berück- lidjtigung finden können. Diese Wünsche lassen sich unter drei Gesichtspunkte ordnen: Verzinsung der Guthaben, Verbilligung des Postschcckvertehrs itiib Beschleunigung im Post- scheckverfahren. Von weit größerer Bedeutung als eine Verzinsung der Guthaben, roeldje zweifellos eine Vermehrung cc5 PosticheckverkehrS zur Folge Haven, ander er sctts aber auch den ganzen Verwaltungsapparat schwerfälliger und komplizierter gestalten und dadurch noch weiter verteuern mürbe, erscheint der Handelskammer eine Verbilligung des Post- icheckverkehrs durch eine entsprechende Aenderung des Tarifs. Als solche Aeuderungen würden in erster Linie in Betracht kommen: Beseitigung der Zuschlagsgebühr von 7 Pfennig, Festsetzung einer einheitlichen Gebühr für jede Bareinzahlung in Höhe von 5 Pfg- unter Verwendung von Marken ohne Rücksicht aus die Höhe des Betrages, Aufhebung der Buchungsgebühr auf einem und dein- selben Konto. Als eine weitere Forderung muß die Portofreiheil tut Verkehr zwischen dem Kontoinhaber und dem Postscheckamt erhoben werden. Im Hinblick auf die vielfachen Klagen über die langsame Abwickelung von Zahlungsaufträgen und Ueberweisungen ist zu prüfen, ob eine Beschleunigung hierin durch eine Vermehrung der Postscheckämter oder, wie von anderer Seite vorgeschlageu ivird, durch Aufhebung der Postscheckämter unter Führung der Scheck- tonten durch die Postämter und unter Schaffung von Abrechnungsstellen bei den Oberpostdirektionen zu erzielen ist. Zur £• erbet'
Aus Stadt und Lund.
(ließen, 5. Oktober 1911.
** Sein 5Ojähriges GeschäftSjubilänni begeht in aller Stille nm 6. Oktober unser Mitbürger Herr Tapezier Hch. Bepler. Bei körperlicher und geistiger Nüstigkeit ist er trotz seines hohen Alters von 79 Jahren noch im Stande, seinem Beruf, menn auch in beschränktem Maße, nachzu- kommen. Wir wünschen dem alten Herrn einen friedlichen und heiteren Lebensabend.
** Kolossen m. Direktor Ohm teilt uns mit, daß die früher so beliebten Familien-Borstellungen wie in den früheren Jahren allwöchentlich Donnerstag abends slatt- finden, womit eine Gratis-Verlosung verbunden ist.
** Der Ruderklub „H assia" veranstaltete am Sonntag als Schluß der Rudersaisoit ein Abrudern, verbunden mit Vorgaberennen. Zur Auffahrt traten zwei Skisfahrer, zwei Vierer- Mannschaften, sowie eine Achter-Mannschaft an. Sie Fahrt ging bis zur kleinen Eishalle uno zurück, woraus sich die Mairnschafieu für die Rennen umsetzlen. Zuerst gelangte die Klub-Meisterschaft im Einer zur Ausfahrt. Es starteten Karl Joedt und Fritz Schüßler. Trotz größter Anstrengung konnte letzterer den Sieg nicht erringen, so daß Joedt mit einer guten Länge durch das Ziel ging. Zum Vorgaberennen starteten zwei Senior-Mann- Ichaften „am Felsen", während eine Anfänger-Mannschaft mit Vorgabe von mehreren Längen zum Start ging. Tie Senioren konnten die Vorgabe gegen die tüchtige Anfänger-Mannschaft nicht aufholen und letztere ging als Sieger durch das Ziel. Im Anschluß [ an die Rennen sand eine gemütliche Feier im Bootshaus statt, wobei der Vorsitzende die Preisoerteilung vornahm. Dem Skuller Karl Joedt, der in diesem Jahre den Lahnpvkal in Gießen, die Verbandsmeisterschaft in Frantsurt, sowie die Meisterschaft vom Rhein in Mainz errungen hat, wurde zum zweiten Male der Klubmeisterschaftsstern überreicht, während die siegreiche Anfänger- Mannschaft E. Vitt, G. Deutscher, C. Brasch, F. Buller, Steuermann O. Bätz ein Deckelglas mit gravierter Widmung ausge-
ausgehörk hatte zu leben. Nachdem so dem Büreaukratismus Genüge geschehen war. konnte mit einer Verzögerung von li/2 Stunde die Beerdigung vollzogen werden. (Muß so was sein?)
0 Nieder-Ohmen, 4. CH. In diesem Herbste haben die Felddiedstähle einen Umfang angenommen, wie sonst in keinem Jahre. Wohl treten die Klagen über sie jeden Herbst auf, aber im gegenwärtigen doch ganz besonders stark. Waren es seither die Kartoffeläcker, die unerbetene Besuche erhielten, so sind es jetzt Kraut- und Gemüsefelder, die kräftig gerupft werden. Gerade das Weißkraut i|t in diesem Herbst nicht allgemein geraten. Doch gibt es Aecker mit gutem Bestand. Hier suchen nun die besonderen Liebhaber dcS Krautes sich nachts ihren Tribut zu holen. Man hat schon einige dieser freiwilligen Zehntenerheber festgestellt und zur Anzeige gebracht. Auch aus den Nachbargemeinden hört man Klagen über Jelddiebstähle.
x Ober-Ohmen, 4. OH. DaS Ziffernblatt der Turmuhr an unserer Kirche war schon lange so verblichen, daß man keine Ziffern mehr sah. Damit stimmte der Mecha- nismus der Uhr überein, der längst veraltet war. Jetzt hat unsere Gemeindevertretung die Anschaffmig einer neuen Turmuhr mit drei Ziffernblättern beschlossen, so daß die Zeil von jeder Straßenrichlung aus leicht ablesbar erscheint.
§ Aus dem Ohmtal, 4. Oktober. Jetzt, wo die Dreschmaschinen am Ende ihrer Arbeit anlangen und die Speicherböden die Fruchtergebnisse bergen, läßt sich auch ein genaues Urteil über die diesjährige Getreideernte fällen. Sie ist im allgemeinen besser als die vorjährige. Die Körner sind viel vollkommener und viel reichlicher als damals. Allerdings läßt die Kornernte bei vielen kleinen Landwirten zu wünschen übrig, aber den Ausfall ergänzt wieder die Gerstenernte. Nimmt man dazu den Ausfall der Kartoffelernte, so darf man hier von keinem Notstand reden. Zu einer Verteuerung der Lebensmittel, wie sie ins Werk gesetzt wird, bietet unsere Gegend keine Veranlassung.
Kreis Wetzlar.
-a- Atzbach, 4. Ott. Liniere Gemeinde nimmt als erste Anschluß an die Ue berlandzentrale der Buderns'schen Eisenwerke. Außer vielen Privatbetrieben wird auch die am Schwalbenbach gelegene Beplersche Mühle mit elektrischer Kraft versorgt, da sie infolge Waffermangels während der Sommermonate überhaupt nicht in Tätigkeit treten kann. — Im benachbarten Kinzenbach wird die Dampfziegelei Müller gleichfalls an die Zentrale angeschloffen.
Hessen-Nassau.
X. Hanau, 4. Ott. Die Platiuschmelze W. E. Heraeus, G. m. b. H., hat ihrem gesamten Personale eine Teuerungszulage bewilligt. Die verheirateten technischen und kaufmännischen Angestellten 'haben 100 Mk. und die unverheirateten 50 Mk. erhalten. Die Arbeiter erhalten wöchentlich 1 Mk. Zulage, für jedes Kind weitere 30 Pfg. ,
Führung sprichhistorischeiPBetrachtuNgsweisen in dem Schulunter- l berechtigten Angriffen des Staatsanwalts, der ihn bereits als ückt zu erleichtern?" überführten Betrüger hmstelle. Der .Vorsttzende lehnt ledoch dielen
In der Sektion für Volkskunde sprach Privatdozent Dr. Antrag ab. . - . ~ .
o Unwert (Marburg) über „Wiedergeburt und Schutzgeister tm . M es ch elsohn bekundet, W ein von F
germanischen Volksglauben". Er führte aus: Der in der Wick- Wolf, Wertheim in den „Herold ,lanoteder 2 rtikcl auf vo inaerzeit im Norden aufgekommene Brauch, Kinder nach Ver- Üanbiger Unrichtigkeit beruht. Wolf Wertheim sollte öu ein ftorbenm zu benennen, hänge mit dem Glauben zusammen, daß strafwürdigen Vergehen veranlaßt werden, um ihn aus d m die Toten wieder geboren werden. Der Glaube an Schutzgeister Geschäft ausschließen zu können. , hAriifipr hPtv
hänge ebenfalls mit dem Glauben an eine Verbindung der Toten Der Zeuge Rechtsanwalt, Behrendt soll darüber ver mit den lebendigen zusammen. nommen werden, welche Vorgänge sich tm Jahre 1906 zwischen
Professor R c u ch e l (Dresden) hielt einen Vortrag über „Die der Familie Wertheim und jener des KoE^^enrats Pincus Gestalt von Martin Luther im Volksbild". Er zeigte, wie das abspielten. Da der Zeuge ohne seme Sandak en b^rzu nicht Bild Luthers bei den Angehörigen beider Konfessionen vom wißen-1 tn ber Sage ist, wird seme eingehende Vernehmung auf o g sch östlichen Bilde abweiche und legte dann dar, wie Luthers. Name verschoben.
den Wortschatz der deutschen Sprache bereichert habe. I Der nächste Zeuge Sind. Phil. Kühn sagt bezüglich der
Privatdozent Dr. Fr ick enh ans (Berlin) sprach über denI Mißverhältnisse zwischen Frau Dolly Landsberger unb ihrer .Athenischen Earneval", d. h. über die älteste griechische Form Mutter aus, daß die Tochter wiederholt von ihr^ Mutter mit des Festes. Er geht dabei von der Ansicht aus, daß das Fest I den gröbsten Schimpsworten belegt worden sei. Der Zeuge er- von einem Schiffskarren oder Karrenschiff seinen Namen habe. I klärt weiter, daß Frau Wertheim einmal gesagt habe, ihre sachter Einzelne erhaltene Bilder führen alle Einzelheiten einer Prozession I dürfe vor 22 Jahren nicht heiraten, vom 18. bis zum 22. Jahre vor Augen, an deren Ende ein schiffsähnlicher Karren mit dem aber müsse sie Verhältnisse haben und zwar rede Woche em Gott Dionysos gefallen wurde. Der Vortragende glaubt, daß anderes. — Im Anschluß hieran kommt es zu einer erregten damit der Festzug der großen Tiouysieu gemeint sei. | Auseinandersetzung zwischen dem Vorsitzenden unb, dem .Ver-
Jn der allgemeinen Sitzung sprach Professor Dr. Eugen I leidiger Dr. Jaffö über die Zulässigkeit solcher Auslagen.
Wolff (Kiel) über _ c. „ Zeuge Schriftsteller Edel (Wien), der am Silvesterabend
Wilhelm Mei ster's „Thea tr all, che Sendung bei der Familie Wertheim eingeladen war, erklärt, daß der
von Go et he. Die Auffindung des „Urmeiswr" in Zürich bringt Anaellagte die Tochter des Hauses zu Tisch geführt habe und für die von dem Vortragenden und anderen Forschern versuchte selbst zu der Ansicht gekommen sei, daß Graf Metternich der ivissenschaftliche Vorbesprechung fast ausnahmslos tatsächliche Be- vermutliche Schwiegersohn sei. Auf der anderen Seite aber habe stätigung. Allerdings müsse die Züricher Handschrist nicht die cr wieder den Eindruck erhalten, als ob der Angeklagte eine vollständige erste Form des Wilhelm Werther sein, da Goethe Persönlichkeit sei, die gewissermaßen zum Tafelschmuck gehöre, nur die abgeschlossenen Bücher des Romans stückweise an die 3cr Ochste Zeuge, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Meyer- Freunde sandte. Das ganze Fragnient uberraicht durch die $ ü n t h c r (Wien), erklärt ausdrücklich, daß sich bei ihm nur stattliche Reihe von Personen und Kapiteln, die dem Sejer ber toeni Gläubiger bes Grafen gemelbet haben, obwohl sie von .Lehrjahre" vollständig neu sind Wie die Mehrzahl der Ltterallir- reiner Vertretung des Grasen Kenntnis hatten. Der Angeklagte forscher mmehme, ist es Goethe ernst mit der „theatralttck)en hj^zu neuerdings fest, daß man vor dem Prozeß die Sendung". Noch augenfälliger wird der Abstand beider Gatt- Zustimmung seines Onkels, des deutschen Botschafters in London, ungen des Romans durch jene Figuren u,id Abschnitte, welche £^<.^1 habe. Das bestätigt der Zeuge Meyer-Günther, der 'Urgestalt noch fehlen. Die späteren Zusätze hervorzuheben, Zwischen Berlin und Wien (so ändert der Zeuge später seine war die Schrift „Mignon" besonders bemüht. In der nun aus-1 ursprüngliche Aeußeruna, die gelautet hatte „zwischen der Ber- gefmidenen Handschrift „Der Freuide", der sich am Schlüsse liuer und Wiener Pottzeffff j.urbe lange vor ber Verhaftung des ersten Buches der „Lehrjahre" über die Sammlung des be§ Grafen verhanbelt: allerdings nicht wegen ber Schulben, Großvaters ergeht, ber Landgeistliche aus dem neunten Kapitel sondern wegen des Falschspicls. Der Zeuge betont nachdrücklich, imd die Partie von dem geheiimiisvollen Darsteller des Geistes bgg cr focn Eindruck gewonnen habe, Graf Wolff-Metternich habe im „Hamlet", sie fehlen in der nun aufgefundenen Handschrift, sich durch seine Schulden schwer bedrückt gefühlt unb habe bte Der Stil ber aufgefundenen Urschrift entspricht den Erwartungen beftc Absicht gehabt, sie zu bezahlen. Unter allgemeiner Heiter- ber Wissenschaft. Dem Literaturforscher erfüllt es mit Genug-1 x^t erflärt ber Zeuge, baß er ziemlich überrascht gewesen sei, als tuung bürüber, daß die Philologie die Fähigkeit bewiesen hat, I ec hörte, daß ber Graf nur 30- bis 40 000 Mk. Schulben habe, versunkene Kunstwerke iuieber aufzubauen. | Ter Zeuge bestätigt weiter, daß dem Grafen ein Bardarlehen von
Die Beratungen werden morgen fortgesetzt. I 20 000 Kronen in sichere Aussicht gestellt worden sei und legt
> ■ ---»----— ■ ■■-------- .. I entschieden Verwahrung dagegen ein, daß der Angeklagte in der
SaaessOarr. Absicht, sich seinen Verpflichtungen zu entziehen, von Berlin
_ I nach Wieii übersiedelt sei.
Ausstaude und Aussperrungen tm ^ahre 1910. I Hieran schloß sich die Vernehmung der Gemahlin des Ange-
Das „Correspondenzblatt der Generalkommission der (sozial-1 nagten, Gräfin Wolff-Metternich, die mit dem Angeklagten seit demokratischen) Gewerkschaften" gibt in feiner neuesten Nummer I hem 28. September v. Is. verheiratet ist. Sie erklärt, der An- (30. September) die alljährliche Ueberficht über die Lohnbeweg- geklagte habe ihr bereits lange vor der Verehelichung gestanden, daß ungen des abgeschlossenen Berichtsjahres. Diese Angaben ftnb Cr keinerlei Vermögen besitze, wohl aber Schulden habe. Sie deshalb mit Vorsicht aufzunehmen, weil sie mehr oder weniger habe sich dann bereit erklärt, 20 000 Mk. zu bezahlen. Des von einseitig parteipolitischen Gesichtspunkten ausgehen und! weiteren bestreitet die Zeugin ganz entschieden, daß man von namentlich bei ber Frage des „Erfolgs" von ber Auffassung einer Verstoßung bes Angeklagten burch seine Familie reben könne; unparteilicher Statistilen, vor allem ber des Reichsarbeitsblatts, er habe von seiner Schwester Briefe erhalten, bie eine Aus- bemerkenswert abweichen. Immerhin sind sie deshalb von Wert, söhmmg mit seiner Familie nicht als ausgeschlossen erscheinen weil sich erst aus der Gegenüberstellung der gewerkschaftlichen ließen, allerdings unter der Voraussetzung, daß er sich wieder unb der amtlichen Angaben ein einigermaßen verläßliches Bild I von seiner Frau trenne. Der Vater des Angeklagten habe ihren, gewinnen läßt. Wir beschranken uns darum hier vorerst auf der Zeugin Vater, hier in Berlin besucht. Die Zeugin bekundet, daß die Wiedergabe einiger Hauptzahlen, ohne sie zu kommentieren, der Vater des Angeklagten auch gesagt habe, er wolle alles Lohnbewegungen ohne Arbeitseinstellung ftnb für f i e tun, nur müsse sie bazu Helsen, baß ihr Mann nach dem „Eorr.-Bl." im Berichtsjahre 6496 burchgeführt, vonLnä Irrenhaus geschafft würbe.
' - -- -- e «-■ Nach ber Vernehmung einiger weiterer Zeugen würbe die
hänbiat erhielt. „ ..
** Paketeinsammlung durch d i e P o st. Es i|t noch nicht genügend bekannt, baß bie Post abzusenbenbe Pakete au Bestellung aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Kürte oder einen Zettel mit den Worten „Paket abzuholen bei (Name und Wohnung)" u n- 30,4 I fr anfiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem her Be-1 Briefträger mitzugeben, und die Sendung wird bei der nächsten
---— —TT------T .. , Kreis Alsfeld.
®IGf Wolff fetter Kid) vor Gericht. M. Dannenrod, 3. Ott- Alles war zur Beerdigung
~ Berlin, 4. Oktober. der 78jährigen Anna Katharine Stumpf bereit. Der Zu Beginn der heutigen Verhandlung erklärte der Ange- Geistliche war von dem eine Stunde entfernten Hauptort klagte, auf eine der beiden wegen Herzleibens vom Erscheinen gelommen, bas Zeichen zum Beginn der Beerdigung ge- .entbunben sein wollenben Zeuginnen nicht verzichten zu l'önncn, [nutet, bie Trauernben waren aus bem Weg zum Sterbe- norpuf ber Verteibiger R.-A. Dr. Alsberg bereu kommis- . ba fam letephonisch vorn Amtsgericht Homberg die dnXu^eÄ ÄIÄ Meldung, di- B-°;dr°u„g könnte nicht ftattfinben, btt« des Angellagteu verlangt. R.-A. Dr. Jaffe beantragt bie ernwaitdsre^ feftgestellt wäre, day die Alte eines nawr Labung eines Zeugen, ber beTunben soll, daß int Hause Wertheim ltchen ^obe» gestoroeu fei. Sie lttt ichon längere Zett an der Anaellagte allgemein als der vermutliche Schwiegersohn ge- Altersschwäche und war am Sonntag morgen m ihrem gölten habe. Stübchen von Leuten, die nach ihr sahen, tot aufgefunben
Der Staatsanwalt wenbet sich daun bagegen, baß heute neuer- worden. Wiewohl nun der Leichenbeschauer und der dings die Glaubwürbigketc der Frau Werth^m behaudeli werben Büraernieijler nut gutem Gewissen bekunden konnten, daß soll. Demgegenüber betont R.-A. Dr. Jagä, bau oer Äiigellagte nile Umstände auf einem nariirliafcn Tod hinwiesen, mußte Wert au, die Feststellung lege, ob er die Erwartung haben formte, , . w . ... ... . qu t , ... ^oniL, .a
Frau Dolly Landsberger werde ihn heiraten; er könne besyalv doch nüü) tm ~ ■ uqt “X/ hiu&tn
aur diese Zeugin nicht verzichten Ter Angellagte ersucht in commen, um ^,,geriauiich fe[t^u^^llen, was leder wußte, erregtem Tone den Vorsitzenden um Schuk gegenüber den un-1 daß die alte ^rau oyne Anwenonng von äußerer Gewalt
hauptuna beÄ „Corresp.-Bl." 2657 ober 83,2 Proz. irfolgretch Paketbestellsahrt gegen nne Gebühr von 10 Pfg. vom vauie oder teilweise -erfolgreich, währenb 330 886 ober 89,7 Proz. ber bes Absenbers abgeholt. Das Brrfahren ist einfach unb bequem an den Ausständen und Aussperrungen Beteiligten vollen oder und besoubers solchen Personen zu empfehlen, denen em Dienst- teilweiseu Erfolg zu verzeichnen hatten.bote nicht zur Verfügung steht.
erfolgreich
teilweise eriolgreiaj
Bewegungen
mit
1 Beteiligten
Bewegungen
mit Beteiligten
Zahl | %
Zahl I °/6
Zahl | °/0
Zahl | °/0
Angriff- Ausstände
Abwehr- \ Ausstände
Aussperrungen
Zahl | Proz.
Zahl
Proz.
Zahl
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