Ausgabe 
5.10.1911 Zweites Blatt
 
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Verhandlung auf morgen vertagt.

Es endeten

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Angriffsbewegungen

77,ö

Abweh rbeweguik gen.

6,9

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AusstÄrdeii

lieber die Lohnbewegung

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zurück:

Von den Kampien waren

Jahr

Kämpfe

nach

der Geiamtzahl

dieser

waren

467

911

843

939

556

1443

1905

1906

1907

1908

1909

1910

367090

593724

507728

401334

288327

628432

410839

122981

169903

392374

74,0

77,4

80,9

30,6

58,9

62,4

76320

112856

73641

168493

73165

186480

46

35

56

82

112

253

421

323

257

206

970

1905

1906

1907

1908

1909

1910

292

401

516

597

627

809

1014

834

1117

1007

839

191

158

226

435

939

767

Es sanden statt Kampfe ins­gesamt

93,2

89,2

84,9

79.3

77,3

83,7

1900

1901

1902

1903

1904

1905

1906

1907

1908

1909

1910

Von

2193

3468

3733

1655

2243

3908

865

199

1197

3205

17860

2055 bezttn

77,8

54,2

69,5

70,0

21,0

19,0

14,5

42,0 25,1

29,7

5,4 4,8 6,5

6,4 6,9

10,9 12,1 11,5

12,5 10,1

3,91

5,6

6,8 9,ö

13,4

c P

SQ 53

&

852 727

861

1282 1625

2323

3480

2792 2052

2045 3194

92,0 95,1 91,0 75,8 66,t d8,4

5,5

2,5

6,9

6,8

29,4

7,3 Dus- 1900

514

291

289

603

886

1261

2045

1635

678

832

1385

14242

7587

15929

36491

40357 24853

8

10

18

52

171

63

31,3 55,2

59,9

46,6 88,6

34,8

29,1

29,9

54,4 49,2 26,3

2763

4470

4801

3059

3227

5580

15420

7982

17507

48100

60634

28099

205

177

266

548

1280

60,3 40,0 33,6 47,0 54,5 54,3 58,8

58,6 83,1 40,7 43,3

denen 5580 die Verbesserung und 916 dieAbwehr einer Ver­schlechterung der Arbeitsbedingungen" bezweckten. Ein näherer Ausweis über diese Kämpfe wird erst seit dem Jahre 1905 ge­geben. Für diesen Zeitraum waren, wie nachstehende Tabelle ausweist, im Jahre 1910 die Lohnbewegungen am zahlreichsten.

17,0

20,4

17,5

30,7

17,2

25,9

Gerichtssaal.

Ein Kolonialprozeß.

F. C. Wiesbaden, 4. Oft. Heute stand der frühere Tistriltsches in Swatopmund und fetzige Volizeilommissar in Esten Franz Wilhelm Raabe vor dem hiesigen Schwurgericht wegen Fälschung öffentlicher Urkunden. Dent An- gellagten lag in den Jahren 1906 und 1907 in Swakopmund auch die Verwaltung des Gefängnisses ob.Nach der Anklage foll er nun in die Gesangenenrapporte, die Aufschluß über die Arbetts- vertcilung der Gefangenen geben sollen, unrichtige Emtrage ge­macht haben und vor allem die Arbeiter, die er bet sich beschäf­tigte, nicht in das Buch eingetragen haben. Mehrere Anklagen gegen Raabe, die von: Damaligen VezrrrSrichter in Swakopmund Fchlandt, jetzigen Amtsrichter in Mecklenburg, erhoben wurden, wurden bereits am 11. Juli d. I. vor der hiesigen Strafkammer erledigt. Raabe und seine Frau, die der Beihilfe mitangeklagt war, wurden damals sreigesprocheu. Auch das heutige Verfahren endete mit der Freisprechung des Angeklagten. Sämtliche Kosten einschließlich der Kosten der Verteidigung wurden der Staatskasse auferlegt, e

fc Wiesbaden, 4. Oft. Wegen Unterschlagung im Amte wurde der Briefträger Friedrich Färber von hier vom hiesigen Schwurgericht zu 6 Monaten 1 Woche Gefängnis verurteilt, Färber, der eine Frau uitb vier Kinder von 2,70 Mark Tagelohn ernähren muß, hat im Juni d. I. 50 Mark erhalten, die er bei der Post cinzahlen sollte. Färber strich jedoch das Geld in ferne Tasche und suchte die Unterschlagung durch. Anfertigung eines Posteinlieferungsscheines zu verdecken. Tas gleiche Manöver führte Färber int August d. I. aus, als ihm 51 Mark zur Einzahlung bei der Post aiwertraut wurden. Rach der Verhandlung unter­zeichneten die Geschworenen ein Gnadengesuch.

79,41268278

77,5 459306

lieber die Lohnbewegungen, die zu ,

sperrungen führten, finden wir folgende Angaben bis auf

6. Sitzung Großherzoglichcr Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

P r o i o l u 11 - i'i u s z u g.

Gießen, den 18. September 1911.

Anwesend sind die Herren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat H. Schirmer als 1. stellver­tretender und Kommerzienrat C. Grünewald als 2. stellver­tretender Vorsitzender, Türbeck, Kommerzienrat Hoos, Noll, Ramspeck, Rinn, Röhr, Stammler, Wallach, Zurbuch und der Syndikus.

1. Gesetzliche Regelung des P o st - U e b er wei­l'ungs- und Scheckverkehrs. Nach dem Gesetz, betr. die Festsetzung eines zweiten Nachtrags zum Reichshausyalts-Etat für das Nechnungsjalfr 1908 sind die grundsätzlichen Vorschriften über den Postüberweisungs- und Scheckverkehr bis zum 1. April 1912 auf dem Wege der Gesetzgebung zu regeln. Bei dem erheb­lichen Anteil, welche Handel und Industrie an dem Postscheck­verkehr haben, wird es Aufgabe der amtlichen Handelsvertretungen sein, diejenigen Wünsche, welche sich seit dem 2r/s jährigen Be­stehen dieser Einrichtung geltend gemacht haben, vorzubringen, damit sie bei dem iwch zu erwarrenden Gesetzentwürfe Berück- lidjtigung finden können. Diese Wünsche lassen sich unter drei Gesichtspunkte ordnen: Verzinsung der Guthaben, Ver­billigung des Postschcckvertehrs itiib Beschleunigung im Post- scheckverfahren. Von weit größerer Bedeutung als eine Verzinsung der Guthaben, roeldje zweifellos eine Vermehrung cc5 PosticheckverkehrS zur Folge Haven, ander er sctts aber auch den ganzen Verwaltungsapparat schwerfälliger und komplizierter gestalten und dadurch noch weiter verteuern mürbe, erscheint der Handelskammer eine Verbilligung des Post- icheckverkehrs durch eine entsprechende Aenderung des Tarifs. Als solche Aeuderungen würden in erster Linie in Betracht kommen: Beseitigung der Zuschlagsgebühr von 7 Pfennig, Festsetzung einer einheitlichen Gebühr für jede Bareinzahlung in Höhe von 5 Pfg- unter Verwendung von Marken ohne Rücksicht aus die Höhe des Betrages, Aufhebung der Buchungsgebühr auf einem und dein- selben Konto. Als eine weitere Forderung muß die Portofreiheil tut Verkehr zwischen dem Kontoinhaber und dem Postscheckamt erhoben werden. Im Hinblick auf die vielfachen Klagen über die langsame Abwickelung von Zahlungsaufträgen und Ueberweisungen ist zu prüfen, ob eine Beschleunigung hierin durch eine Vermehrung der Postscheckämter oder, wie von anderer Seite vorgeschlageu ivird, durch Aufhebung der Postscheckämter unter Führung der Scheck- tonten durch die Postämter und unter Schaffung von Abrechnungs­stellen bei den Oberpostdirektionen zu erzielen ist. Zur £ erbet'

Aus Stadt und Lund.

(ließen, 5. Oktober 1911.

** Sein 5Ojähriges GeschäftSjubilänni begeht in aller Stille nm 6. Oktober unser Mitbürger Herr Tapezier Hch. Bepler. Bei körperlicher und geistiger Nüstigkeit ist er trotz seines hohen Alters von 79 Jahren noch im Stande, seinem Beruf, menn auch in beschränktem Maße, nachzu- kommen. Wir wünschen dem alten Herrn einen friedlichen und heiteren Lebensabend.

** Kolossen m. Direktor Ohm teilt uns mit, daß die früher so beliebten Familien-Borstellungen wie in den früheren Jahren allwöchentlich Donnerstag abends slatt- finden, womit eine Gratis-Verlosung verbunden ist.

** Der RuderklubH assia" veranstaltete am Sonntag als Schluß der Rudersaisoit ein Abrudern, verbunden mit Vorgaberennen. Zur Auffahrt traten zwei Skisfahrer, zwei Vierer- Mannschaften, sowie eine Achter-Mannschaft an. Sie Fahrt ging bis zur kleinen Eishalle uno zurück, woraus sich die Mairnschafieu für die Rennen umsetzlen. Zuerst gelangte die Klub-Meisterschaft im Einer zur Ausfahrt. Es starteten Karl Joedt und Fritz Schüßler. Trotz größter Anstrengung konnte letzterer den Sieg nicht erringen, so daß Joedt mit einer guten Länge durch das Ziel ging. Zum Vorgaberennen starteten zwei Senior-Mann- Ichaftenam Felsen", während eine Anfänger-Mannschaft mit Vorgabe von mehreren Längen zum Start ging. Tie Senioren konnten die Vorgabe gegen die tüchtige Anfänger-Mannschaft nicht aufholen und letztere ging als Sieger durch das Ziel. Im Anschluß [ an die Rennen sand eine gemütliche Feier im Bootshaus statt, wobei der Vorsitzende die Preisoerteilung vornahm. Dem Skuller Karl Joedt, der in diesem Jahre den Lahnpvkal in Gießen, die Ver­bandsmeisterschaft in Frantsurt, sowie die Meisterschaft vom Rhein in Mainz errungen hat, wurde zum zweiten Male der Klub­meisterschaftsstern überreicht, während die siegreiche Anfänger- Mannschaft E. Vitt, G. Deutscher, C. Brasch, F. Buller, Steuer­mann O. Bätz ein Deckelglas mit gravierter Widmung ausge-

ausgehörk hatte zu leben. Nachdem so dem Büreaukratismus Genüge geschehen war. konnte mit einer Verzögerung von li/2 Stunde die Beerdigung vollzogen werden. (Muß so was sein?)

0 Nieder-Ohmen, 4. CH. In diesem Herbste haben die Felddiedstähle einen Umfang angenommen, wie sonst in keinem Jahre. Wohl treten die Klagen über sie jeden Herbst auf, aber im gegenwärtigen doch ganz besonders stark. Waren es seither die Kartoffeläcker, die unerbetene Besuche erhielten, so sind es jetzt Kraut- und Gemüsefelder, die kräftig gerupft werden. Gerade das Weißkraut i|t in diesem Herbst nicht allgemein geraten. Doch gibt es Aecker mit gutem Bestand. Hier suchen nun die besonderen Liebhaber dcS Krautes sich nachts ihren Tribut zu holen. Man hat schon einige dieser freiwilligen Zehntenerheber festgestellt und zur Anzeige gebracht. Auch aus den Nachbargemeinden hört man Klagen über Jelddiebstähle.

x Ober-Ohmen, 4. OH. DaS Ziffernblatt der Turmuhr an unserer Kirche war schon lange so verblichen, daß man keine Ziffern mehr sah. Damit stimmte der Mecha- nismus der Uhr überein, der längst veraltet war. Jetzt hat unsere Gemeindevertretung die Anschaffmig einer neuen Turmuhr mit drei Ziffernblättern beschlossen, so daß die Zeil von jeder Straßenrichlung aus leicht ablesbar erscheint.

§ Aus dem Ohmtal, 4. Oktober. Jetzt, wo die Dreschmaschinen am Ende ihrer Arbeit anlangen und die Speicherböden die Fruchtergebnisse bergen, läßt sich auch ein genaues Urteil über die diesjährige Getreideernte fällen. Sie ist im allgemeinen besser als die vorjährige. Die Körner sind viel vollkommener und viel reichlicher als da­mals. Allerdings läßt die Kornernte bei vielen kleinen Land­wirten zu wünschen übrig, aber den Ausfall ergänzt wieder die Gerstenernte. Nimmt man dazu den Ausfall der Kartoffel­ernte, so darf man hier von keinem Notstand reden. Zu einer Verteuerung der Lebensmittel, wie sie ins Werk gesetzt wird, bietet unsere Gegend keine Veranlassung.

Kreis Wetzlar.

-a- Atzbach, 4. Ott. Liniere Gemeinde nimmt als erste Anschluß an die Ue berlandzentrale der Buderns'schen Eisenwerke. Außer vielen Privatbetrieben wird auch die am Schwalbenbach gelegene Beplersche Mühle mit elektrischer Kraft versorgt, da sie infolge Waffermangels während der Sommermonate überhaupt nicht in Tätigkeit treten kann. Im benachbarten Kinzenbach wird die Dampfziegelei Müller gleichfalls an die Zentrale angeschloffen.

Hessen-Nassau.

X. Hanau, 4. Ott. Die Platiuschmelze W. E. Heraeus, G. m. b. H., hat ihrem gesamten Personale eine Teuerungszulage bewilligt. Die verheirateten technischen und kaufmännischen Angestellten 'haben 100 Mk. und die unverheirateten 50 Mk. erhalten. Die Arbeiter erhalten wöchentlich 1 Mk. Zulage, für jedes Kind weitere 30 Pfg. ,

Führung sprichhistorischeiPBetrachtuNgsweisen in dem Schulunter- l berechtigten Angriffen des Staatsanwalts, der ihn bereits als ückt zu erleichtern?" überführten Betrüger hmstelle. Der .Vorsttzende lehnt ledoch dielen

In der Sektion für Volkskunde sprach Privatdozent Dr. Antrag ab. . - . ~ .

o Unwert (Marburg) überWiedergeburt und Schutzgeister tm . M es ch elsohn bekundet, W ein von F

germanischen Volksglauben". Er führte aus: Der in der Wick- Wolf, Wertheim in denHerold ,lanoteder 2 rtikcl auf vo inaerzeit im Norden aufgekommene Brauch, Kinder nach Ver- Üanbiger Unrichtigkeit beruht. Wolf Wertheim sollte öu ein ftorbenm zu benennen, hänge mit dem Glauben zusammen, daß strafwürdigen Vergehen veranlaßt werden, um ihn aus d m die Toten wieder geboren werden. Der Glaube an Schutzgeister Geschäft ausschließen zu können. , hAriifipr hPtv

hänge ebenfalls mit dem Glauben an eine Verbindung der Toten Der Zeuge Rechtsanwalt, Behrendt soll darüber ver mit den lebendigen zusammen. nommen werden, welche Vorgänge sich tm Jahre 1906 zwischen

Professor R c u ch e l (Dresden) hielt einen Vortrag überDie der Familie Wertheim und jener des KoE^^enrats Pincus Gestalt von Martin Luther im Volksbild". Er zeigte, wie das abspielten. Da der Zeuge ohne seme Sandak en b^rzu nicht Bild Luthers bei den Angehörigen beider Konfessionen vom wißen-1 tn ber Sage ist, wird seme eingehende Vernehmung auf o g sch östlichen Bilde abweiche und legte dann dar, wie Luthers. Name verschoben.

den Wortschatz der deutschen Sprache bereichert habe. I Der nächste Zeuge Sind. Phil. Kühn sagt bezüglich der

Privatdozent Dr. Fr ick enh ans (Berlin) sprach über denI Mißverhältnisse zwischen Frau Dolly Landsberger unb ihrer .Athenischen Earneval", d. h. über die älteste griechische Form Mutter aus, daß die Tochter wiederholt von ihr^ Mutter mit des Festes. Er geht dabei von der Ansicht aus, daß das Fest I den gröbsten Schimpsworten belegt worden sei. Der Zeuge er- von einem Schiffskarren oder Karrenschiff seinen Namen habe. I klärt weiter, daß Frau Wertheim einmal gesagt habe, ihre sachter Einzelne erhaltene Bilder führen alle Einzelheiten einer Prozession I dürfe vor 22 Jahren nicht heiraten, vom 18. bis zum 22. Jahre vor Augen, an deren Ende ein schiffsähnlicher Karren mit dem aber müsse sie Verhältnisse haben und zwar rede Woche em Gott Dionysos gefallen wurde. Der Vortragende glaubt, daß anderes. Im Anschluß hieran kommt es zu einer erregten damit der Festzug der großen Tiouysieu gemeint sei. | Auseinandersetzung zwischen dem Vorsitzenden unb, dem .Ver-

Jn der allgemeinen Sitzung sprach Professor Dr. Eugen I leidiger Dr. Jaffö über die Zulässigkeit solcher Auslagen.

Wolff (Kiel) über _ c. Zeuge Schriftsteller Edel (Wien), der am Silvesterabend

Wilhelm Mei ster'sThea tr all, che Sendung bei der Familie Wertheim eingeladen war, erklärt, daß der

von Go et he. Die Auffindung desUrmeiswr" in Zürich bringt Anaellagte die Tochter des Hauses zu Tisch geführt habe und für die von dem Vortragenden und anderen Forschern versuchte selbst zu der Ansicht gekommen sei, daß Graf Metternich der ivissenschaftliche Vorbesprechung fast ausnahmslos tatsächliche Be- vermutliche Schwiegersohn sei. Auf der anderen Seite aber habe stätigung. Allerdings müsse die Züricher Handschrist nicht die cr wieder den Eindruck erhalten, als ob der Angeklagte eine vollständige erste Form des Wilhelm Werther sein, da Goethe Persönlichkeit sei, die gewissermaßen zum Tafelschmuck gehöre, nur die abgeschlossenen Bücher des Romans stückweise an die 3cr Ochste Zeuge, Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Meyer- Freunde sandte. Das ganze Fragnient uberraicht durch die $ ü n t h c r (Wien), erklärt ausdrücklich, daß sich bei ihm nur stattliche Reihe von Personen und Kapiteln, die dem Sejer ber toeni Gläubiger bes Grafen gemelbet haben, obwohl sie von .Lehrjahre" vollständig neu sind Wie die Mehrzahl der Ltterallir- reiner Vertretung des Grasen Kenntnis hatten. Der Angeklagte forscher mmehme, ist es Goethe ernst mit dertheatralttck)en hj^zu neuerdings fest, daß man vor dem Prozeß die Sendung". Noch augenfälliger wird der Abstand beider Gatt- Zustimmung seines Onkels, des deutschen Botschafters in London, ungen des Romans durch jene Figuren u,id Abschnitte, welche £^<.^1 habe. Das bestätigt der Zeuge Meyer-Günther, der 'Urgestalt noch fehlen. Die späteren Zusätze hervorzuheben, Zwischen Berlin und Wien (so ändert der Zeuge später seine war die SchriftMignon" besonders bemüht. In der nun aus-1 ursprüngliche Aeußeruna, die gelautet hattezwischen der Ber- gefmidenen HandschriftDer Freuide", der sich am Schlüsse liuer und Wiener Pottzeffff j.urbe lange vor ber Verhaftung des ersten Buches derLehrjahre" über die Sammlung des be§ Grafen verhanbelt: allerdings nicht wegen ber Schulben, Großvaters ergeht, ber Landgeistliche aus dem neunten Kapitel sondern wegen des Falschspicls. Der Zeuge betont nachdrücklich, imd die Partie von dem geheiimiisvollen Darsteller des Geistes bgg cr focn Eindruck gewonnen habe, Graf Wolff-Metternich habe imHamlet", sie fehlen in der nun aufgefundenen Handschrift, sich durch seine Schulden schwer bedrückt gefühlt unb habe bte Der Stil ber aufgefundenen Urschrift entspricht den Erwartungen beftc Absicht gehabt, sie zu bezahlen. Unter allgemeiner Heiter- ber Wissenschaft. Dem Literaturforscher erfüllt es mit Genug-1 x^t erflärt ber Zeuge, baß er ziemlich überrascht gewesen sei, als tuung bürüber, daß die Philologie die Fähigkeit bewiesen hat, I ec hörte, daß ber Graf nur 30- bis 40 000 Mk. Schulben habe, versunkene Kunstwerke iuieber aufzubauen. | Ter Zeuge bestätigt weiter, daß dem Grafen ein Bardarlehen von

Die Beratungen werden morgen fortgesetzt. I 20 000 Kronen in sichere Aussicht gestellt worden sei und legt

> ---»------------ .. I entschieden Verwahrung dagegen ein, daß der Angeklagte in der

SaaessOarr. Absicht, sich seinen Verpflichtungen zu entziehen, von Berlin

_ I nach Wieii übersiedelt sei.

Ausstaude und Aussperrungen tm ^ahre 1910. I Hieran schloß sich die Vernehmung der Gemahlin des Ange-

DasCorrespondenzblatt der Generalkommission der (sozial-1 nagten, Gräfin Wolff-Metternich, die mit dem Angeklagten seit demokratischen) Gewerkschaften" gibt in feiner neuesten Nummer I hem 28. September v. Is. verheiratet ist. Sie erklärt, der An- (30. September) die alljährliche Ueberficht über die Lohnbeweg- geklagte habe ihr bereits lange vor der Verehelichung gestanden, daß ungen des abgeschlossenen Berichtsjahres. Diese Angaben ftnb Cr keinerlei Vermögen besitze, wohl aber Schulden habe. Sie deshalb mit Vorsicht aufzunehmen, weil sie mehr oder weniger habe sich dann bereit erklärt, 20 000 Mk. zu bezahlen. Des von einseitig parteipolitischen Gesichtspunkten ausgehen und! weiteren bestreitet die Zeugin ganz entschieden, daß man von namentlich bei ber Frage desErfolgs" von ber Auffassung einer Verstoßung bes Angeklagten burch seine Familie reben könne; unparteilicher Statistilen, vor allem ber des Reichsarbeitsblatts, er habe von seiner Schwester Briefe erhalten, bie eine Aus- bemerkenswert abweichen. Immerhin sind sie deshalb von Wert, söhmmg mit seiner Familie nicht als ausgeschlossen erscheinen weil sich erst aus der Gegenüberstellung der gewerkschaftlichen ließen, allerdings unter der Voraussetzung, daß er sich wieder unb der amtlichen Angaben ein einigermaßen verläßliches Bild I von seiner Frau trenne. Der Vater des Angeklagten habe ihren, gewinnen läßt. Wir beschranken uns darum hier vorerst auf der Zeugin Vater, hier in Berlin besucht. Die Zeugin bekundet, daß die Wiedergabe einiger Hauptzahlen, ohne sie zu kommentieren, der Vater des Angeklagten auch gesagt habe, er wolle alles Lohnbewegungen ohne Arbeitseinstellung ftnb für f i e tun, nur müsse sie bazu Helsen, baß ihr Mann nach demEorr.-Bl." im Berichtsjahre 6496 burchgeführt, vonLnä Irrenhaus geschafft würbe.

' - -- -- e «- Nach ber Vernehmung einiger weiterer Zeugen würbe die

hänbiat erhielt. ..

** Paketeinsammlung durch d i e P o st. Es i|t noch nicht genügend bekannt, baß bie Post abzusenbenbe Pakete au Bestellung aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Kürte oder einen Zettel mit den WortenPaket abzuholen bei (Name und Wohnung)" u n- 30,4 I fr anfiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem her Be-1 Briefträger mitzugeben, und die Sendung wird bei der nächsten

---TT------T .. , Kreis Alsfeld.

®IGf Wolff fetter Kid) vor Gericht. M. Dannenrod, 3. Ott- Alles war zur Beerdigung

~ Berlin, 4. Oktober. der 78jährigen Anna Katharine Stumpf bereit. Der Zu Beginn der heutigen Verhandlung erklärte der Ange- Geistliche war von dem eine Stunde entfernten Hauptort klagte, auf eine der beiden wegen Herzleibens vom Erscheinen gelommen, bas Zeichen zum Beginn der Beerdigung ge- .entbunben sein wollenben Zeuginnen nicht verzichten zu l'önncn, [nutet, bie Trauernben waren aus bem Weg zum Sterbe- norpuf ber Verteibiger R.-A. Dr. Alsberg bereu kommis- . ba fam letephonisch vorn Amtsgericht Homberg die dnXu^ ÄIÄ Meldung, di- B-°;dr°ug könnte nicht ftattfinben, btt« des Angellagteu verlangt. R.-A. Dr. Jaffe beantragt bie ernwaitdsre^ feftgestellt wäre, day die Alte eines nawr Labung eines Zeugen, ber beTunben soll, daß int Hause Wertheim ltchen ^obe» gestoroeu fei. Sie lttt ichon längere Zett an der Anaellagte allgemein als der vermutliche Schwiegersohn ge- Altersschwäche und war am Sonntag morgen m ihrem gölten habe. Stübchen von Leuten, die nach ihr sahen, tot aufgefunben

Der Staatsanwalt wenbet sich daun bagegen, baß heute neuer- worden. Wiewohl nun der Leichenbeschauer und der dings die Glaubwürbigketc der Frau Werth^m behaudeli werben Büraernieijler nut gutem Gewissen bekunden konnten, daß soll. Demgegenüber betont R.-A. Dr. Jagä, bau oer Äiigellagte nile Umstände auf einem nariirliafcn Tod hinwiesen, mußte Wert au, die Feststellung lege, ob er die Erwartung haben formte, , . w . ... ... . qu t , ... ^oniL, .a

Frau Dolly Landsberger werde ihn heiraten; er könne besyalv doch nüü) tm ~ uqtX/ hiu&tn

aur diese Zeugin nicht verzichten Ter Angellagte ersucht in commen, um ^,,geriauiich fe[t^u^^llen, was leder wußte, erregtem Tone den Vorsitzenden um Schuk gegenüber den un-1 daß die alte ^rau oyne Anwenonng von äußerer Gewalt

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erfolgreich

teilweise eriolgreiaj

Be­wegungen

mit

1 Beteiligten

Be­wegungen

mit Beteiligten

Zahl | %

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Angriff- Ausstände

Abwehr- \ Ausstände

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Zahl | Proz.

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