76—77
36—37
29-30
68-72
25—00
60—00
50.00—53.0)
64.00—67.00
49.00—51.50
18.00—66.00
51.00—53.60
64.0)—66.00
64.50-66.00
51.00—53.00
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.
R
sc#
Wetter
Z
LV
Oktober =
3.
93
92
98
10
10
10
WNW NE flill
4
4.
5
2
2 still
meinde nimmt als le derBudernS'jchen wird auch die am hie mit elektrischer mgelS wahrend der •eit treten kann. - >a»ipsjiegelei Müller
K z LV
Bed. Himmel
Regen
44,9 -45,1 • 47,0
Sanatorium Lindenfels
zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrL gelegenJss**/®
Mk. 58-62 53-56 48-52
-l- 10,2 *C.
-b 0,5 eJ.
Mk. 95-103 90-95 81—88
Tic Marktpreise für viel, und Frucht und die Gieß euer Fleisch- und Brotpreise nm 4. Oktober 1911.
L
• ftanb ter iriitetc eifommiifar in ty'en Schwurgericht nden. Tem Äa- 17 in »V»®® fcto'&nWW ä Än bxt Ärbiür- BW
M tt bei lid) beiM- n Mehrere .flnfiW achter in Livalommr jurn, erhoben wurder - hiesigen Straskamul : Keihilse ntitaiW bis tafaJk* jtcn. sämtliche Lost? wurden M StaatG
Kalber. .
fxeinrte Maktkälber
Muttere 'Dlafi- und de'- • * inqkälber ....
Geringere 1* aft- un gute .angtälbec . . .
eiallmaiiidiQic.
Mastlämmer und jüngere Mastbammel . . .
'.'leitete Masttianmiel, gut genährte junge Schale und geringere Mastläininer
Ma big genährte Hainntel und Schafe (Merz-
8,2
7,8
7,7
Oft. Ko
1511 |c «
rschmelze W. C. zesamten Personale Die verheirateten
Ilten 'haben 100 Ml. Iten. Die Arbeiter jedes Kind weitere
9,4
8,8
7,8
atamc.
le. Frankfurt a.M. V i e h h of-M a r kt bericht vorn 5. Cft. Auftrieb: 24 Rinder, darunter 00 Ocdfen, 00 Bullen, 24 ’. c
und Härten, 1034 Kalber, 352 Schale, 1819 Schweine.
Tendenz. Rinder abgefetjt, Kälber und Schafe l oft, räumt, Schweine gedrückt. Preis h. 100 •>.
Lebend- ■
geivrcht
tnterschlagung im to von h er vom W« Gefängnis veruM n 2,70 Statt Tagelch prhiiten, dre er bt.
& das G-ld
ich Anfertigung w» ntitbe Manöver M ^ark zur ÄnzaM cr Perhandlung unter such- —-—
AtifdenMaiW
gehen ist oft gleichbedeutend mit sich erkälten. Darum pflegen vorsorgliche Frauen besonders bei rauhem Wetter in der Handtasche neben Portemonnaie und Schlüssel eine Schachtel Wybert- Tabletten mitzunehmen, die jede Heiserkeit im Entstehen bannen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken nur 1 Mk. und dir- Wirkung ist unübertroffen. Depot in tiie«#en: Pelikan-Apotheke, Kreuz 2. [sse/e
»5S-« "W; L»... 'Sielt?
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Meniblatt bt[ n$ie so verbliche mimte der Mech^ L* Nm 8 einer neuen ,n- io daß die Zeil bat erscheint.
c* W roo die Mangen unb die la6t s'ch auch ein »beernte fallen, oriahrige. reichlicher als ba. "elen kleinen Land. *Ql1 ergänzt wieder ussall dec Kartoffel, 'tllanb reden. Zu ins Werk gefegt i’ung.
wöchenll. Uebersicht derTodersälle i. ö.Staöt Gießen.
39. Woche. Born 24. bis 30. September 191L Linwohicerzahl: onqeuonuneit zu 31,300 (iutL 1600 Manu Militär).
Sterblichkeitsziiser: 26,60
nach Llbzllg von 7 Ortsfremden 16,00 v-m.
Kinder
Es starben an: Zllsanunen: Envachsene: un vom
1. itebensjahr: 2.—15. Jahr'
Letzte Nachrichten.
Tas Fiasko der Friedensbewegung.
Paris, 4. Cft. In der Sitzung der i nterparla-, menrarischettUnion wurde ein Beschlußantrag angenommen, in dem das Bedauern ausgesprochen wird, daß dem Geiste des Friedens, der die beiden Kongresse im Haag beherrschte, so wenig Rechnung getragen worden sei, daß die Schnellig« feit, mit der die Kriegserklärung erfolgt sei, die Möglichkeit einer Verständigung oder Vermittlung verhindert habe. Ferner wird die Hoffnung ausgesprochen- daß ein internationales Vorgeh.n im Sinne der Haager Kon* vcntionen eine schnelle Wiederherstellung des Friedens Herbeis führen möge. Tie italienischen Delegierten enthielten sich dee Abstimmung.
Die russische Antwort.
Konstantinopel, 4. Cft. Der russische Bot- schafter hatte heute nachmittag eine Besprechung mit bent Großwesir, dem er, wie verlautet, die Antwort Rußlands auf den Appell an die Möchte mitteilte. Nunmehr sind die Antworten der Mächte eingetroffen. Im Minis^- rium des Aeußern verlautet, daß sie darin gipfeln, daß im jetzigen Momente jede Vermittlung aus- geschlossen sei, zumal Italien sich hartnäckig weigere^ auf eine Vermittlung vor der Lkkupierung von Lripolä zu chöreu.
Höchste Temperatur am
Uiiebiiqfte , l'uederschlaq: 3,4 mm.
Das Nichtfcft des Deutschen Museums.
2$. München, 4. Oft.
Mit einer Sitzung des Vorstandrates begannen heute die Feierlichkeiten aus Anlaß des Richtfestes des Deutschen Museums, das unter tatkräftiger Förderung aller deutschen Bundesstaaten, vieler Stäbrc und privater Vereinigungen auf der Kohleninsel in München entsteht. In der Sitzung des Vor- standsratcs wurde der Verwaltungsbericht über das achte Geschäftsjahr 1910 bis 1911 entgegengenommen. Tem Vorstandsrate gehören 89 Mitglieder, dem Ausschuß 470 Mitglieder an. Tie Gesamtzahl der Mitglieder beläuft sich auf 4378. Die Iahreszuschüsse und Milgliederbeiträge betragen ohne die Zuschüsse des Reiches und des Königreichs Saliern in höhe von je 30 000 Mark insgesamt 104 300 Mark. Tie gezeichneten einmaligen Beiträge beziffern sich ohne die Bauratcn des Reiches, des Königreich Bauern und der Stadt München ans 2 260 060 Mark. Tas Museum wies im Berichtsjahre einen Besuch von 283 000 Personen auf. Tie im Lorjalne in Ausführung genommene Sternwarte konnte in diesem Jahre den Besuchern geöffnet werden. In der Abteilung II des Museums werden zurzeit die Gruppen Fundation, Straßen- und Tunnelbau neu eingerichtet. Die Gruppe Wohnungsbau .soll in eine Gruppe Hochbau umgewandelt werden, wobei nicht nur der Bau der Wohnungen, sondern durch Heranziehung von Kultusbauten, von Fabrikbauten, Bahnhöfen usw., auch die allmüh ichc Entwickelung verschiedener Baushsteme, wie der Holzbauten, Steinbauten, Ziegelbauten usw. gezeigt werden soll. Ein großer Teil der Arbeiten dieses Jahres bezog sich auf die Erweiterung der Gruppe Luft- schiffahrt. Im Ehrensaal des Museums wurde das vom König von Württemberg gestiftete Bildnis Keplers, nach dem Straßburger Original, sowie das vom Verband deutscher Lokomotiv- fabriken gelüftete Relief von A. Borsig neu ausgestellt.
Am abend sand ein von der Stadt München gegebenes Festmahl statt, auf dem Prinz Ludwig von Bayern, der Schützer des Deutschen Museums, Graf Zeppelin und Professor Bunte > Karlsruhe) Ansprachen hielten.
Salzburg, 4. Okt. heute vormittag trafen etwa 60 Mitglieder des Vorstandsrates des Deutschen Museums ein, um auf Einladung der Stadt Salzburg einen Besuch abzustatten. Ter Besuch hatte besondere Bedeutung durch die Teilnahme des Protektors der Vereinigung, des Prinzen Ludwig, welcher in Begleitung,des Staatsministers v. Frauendorfer eintraf. Die Teilnehmer wurden vom Bürgermeister Berger willkommen geheißen, wofür Graf Zeppelin dankte. Zu Ehren der Gäste war der Minister des Kultus und des Unterrichts Graf Stuergh und andere erschienen. Reichskanzler v. Bethmann-hollweg entschuldigte sein Fernbleiben brieflich. Um V210 Uhr versammelten sich die Mitglieder des Vorstandsrates des Deutschen Museums unter dem Vorsitz des Grasen Zeppelin in dem alten Landes- sländehaus )u einer Sitzung, bei deren Beginn Landespräsident Graf Schastgotsch die Herren begrüßte. Nach der Sitzung besuchten die Gäste die Veste Hohensalzburg, um 1 Uhr fand Frühstückstafel statt. Prinz Ludwig trank auf Kaiser Fran- Josef, Unterrichtsminister Graf Stuergkh auf den deutschen Kaiser, den Prinzregenten und den Prinzen Ludwig, Graf Zeppelin auf den Landespräsidenten sowie aus die Stadt und das Land Salzburg und Landeshauptmann Prälat Winkler aus das Deutsche Museum, hieran schloß sich eine gemeinsame Besichtigung des Städtischen Museums. Um 4 Uhr 45 Minuten erfolgte die Rückfahrt nach München.
vüchertisch.
— Der Futtermeister. Ein Handbuch für den praktischen Landwirt, sowie für Behörden und landwirtschaftliche Lehranstalten. Von Tierzuchtinspektor,C. Wulff. (2 Mk., gebunden 2,50 Mk.) Verlag von Emil Roth in Gießen. Tie Tier- lüttening und Pflege ist und bleibt eine Erfahrungssache! Ter Verfasser legt in diesem Buche all die reichen Erfahrungen, die cr in langjähriger Praxis im Dienste der Tierzucht gemacht hat, nieder, und stellt sie so in den Dienst der Allgemeinheit. Kein wissenschaftliches Lehrbuch will er bieten — nein, ein lehrreiches nutzbringendes Handbuch für den Praktiker. Er teilt seinen Stoff in 4 Abschnitte: I. Die Ernährung. II. Die Futtermittel. III. Tie Fütterung. IV. Die Pflege. Das Buch ist anregend geschrieben, und Autoritäten auf dem Gebiete der Landwirtschaft, eenen das Manuskript vorgelegen hat, haben es aufs günstigste beurteilt. Jeder Gutsbesitzer kaufe es im eigensten Interesse für feinen Futtermeister, jeder kleinere Landwirt schaffe es zum eigenen Gebrauch an, in Fachschulen wird es mit großem Nutzen verwendet werden. Ter Verfasser zeigt u. a. auch, wie mit verhältnismäßig wenig Mitteln eine rationelle Fütterung erzielt werden kann und es wird sich daher der für das aus der Praxis hei-vorgegangene Buch angelegte geringfügige Betrag vielfach bezahlt machen.
— Di e Kalkulation im Darenhandel. Von Dr. Hans Töndury, Professor an der Handelshochschule in St. Gallen. Muthsche Verlagshandlung in Stuttgart. Zahlreich ,'ino die Beiriede, die trotz eines hohen Umsatzes doch im Verhältnis viel zu wenig verdienen. Daran trägt vielfach eine ungenügende Kalkulation der Selbstkosten wie der Verkaufspreise und der Geschäftsspesen die Schuld. Es war deshalb ein verdienstliches Unternehmen des an dem großen Schweizer Handels- und Industrie- platz wirkenden Verfassers, in einer kleineren billigen Schrift für 'je gesamte Handelswelt alles Wichtige und Wesentliche klar und oündig darzudieteNr
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Israelitische Religionsgesellschast.
Gotlerdienst.
SamStag, den 7. und Lonntag, den 8. Oktober 1911! Hüttenfest.
1. Tag. Vorabend 5.20 Uhr.
Morgens 8.00 Uhr Predigt. Nachmittags 4.00 Uhr.
2. Tag. Vorabend 6.35 Uhr.
Morgens 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Feitesausgang 6.35 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.30. Uhr, abends 5.30. Uhr.
auf 11,02 Uhr nachmittags renneiept, rvovurm ver genmmmre Anschluß an den Zug D 87 (Fulda an 10,54 Uhr nachmittags) hergestellt wird.
ii Die Handelskammer hatte eine Eingabe der Handelskammer Wetzlar bei der Kgl. Eisenbahttdirektion Frankfurt a. M. unterstützt, in welcher zwecks Verbesserung der Zugverbin- düngen nach Bayern die Wiedcrherstellmtg des Anschlusses zwischen den Schnellzügen D 180 und D 160 sowie um Wiederherstellung der früher bestandenen Abfahrtszeit des Zuges D 58 ab Frankfurt a. M. 12,56 Uhr nachmitalgs) gebeten wird. Drese Anträge sind iedoch aus einer Reihe von Gründen abgelehnt worden. , . . . ,
k) Zum Winterfahrplanentwurf der Biebertal b a h n hat die Handelskammer den Wunsch ausgesprochen, daß der ein über den anderen Sonntag um 9 Uhr abends von Gießen nach Bieber zur Beförderung des Fahrpcrsonals abgehende Zug in den Fahrplan aufgeiwmmen und die Mfahrtszeit auf etwa 11 Uhr festgesetzt wird.
0 Tie Eisenbahnverwaltung konnte entgegen einem von der Handelskammer vorgetragenen Wunsche ein allgemeines wirtschaft liches durjuis, für Juteleinengroßräumige Wagen ui stellen, auf Grund sehr eingehender Prüfungen nicht anerkennen. Gleichwohl hat die hattdelskammer die Kgl. Eisenbahirdirektion Frankfurt a. M. nochmals gebeten, die Angelegenhell fortgesetzt im Auge zu behalten und zu gelegener Zeil an die Ständige Darislommission der deutschen Eisenbahnen zwecks nochmaliger Prüfung heranzutreten.
m> Es ist in Anregung gebracht worden, für mangan- haltiges Eisenerz einen A n s n a h m e t ar i f vom Siege r l a n d nach Obers chles ie >< tinzusühren. In mündlicher Verhandlung mit der Kgl. Eisenbanndirettion Frankftlrt a. M. hat die Handelskammer die Sckwsfung eines berartigen Tarifs befürwortet.
n. Bei dem Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten hat dic .^andelsiammer eine Eingabe der Handelskammer Wiesbaden, in welcher um Einführung einc5 Frankaturzwangs für gebranchtc leere Weinsässer sowie für Kisten mit leeren Flaschen gebeten wird, unterstützt.
o) Von unterrichteter Seite liegen noch Mittellungen uor über Einführung der Brieftelegramme, zweifelhaftc Firmen im Auslande (Aegypten, Argentinien, Britisch-Jndien. Frankreich, Großbritannien und asiatische Türkei).
Näheres hierüber erfahren Interessenten auf dem Sekretariat der Handelskammer.
I lührung einer größeren Schnelligkeit im Verkehr mit der Reichs- ? tonf muß cs als wünschenswert bezeichnet werden, da« sämtllche l^stscheckämtcr den Abrechnungsstellell der Relchsbank beitreten.
2. Ausschaltung des freien Wettbewerbs bei l«r Errichtung von Ueberlandzen traten. In tast eilen deutschen Bundesstaaten schweben gegenroartig noch Proiekte I ür die Errichtung elektrischer U^erlartf>jcntralcn. ^.<ibei treten :i Gestalt von Material- und Jnstallatlonsmonopolen Eriche,- runa.m zutage, bi: sowohl die Allgememhelt als auch d,e elektro t c ulichen Svezialsabriken und dw sclbstandlgen Elektrolnstockla- ! ure auf da, schwerste schädigen. , In einer Denkichrlft der Ver iftrtgung elektrotechnischer Spezialfabriken, welche den elnzclnen S unbedregierungen und den amtlichen Handelsvertretungen zu- c-langen ist, wird nun die Ansmerksamkeit auf biqe Monopole In1 ihren Nachteilen hingelenkt und daran die Sitte gcfnmnt. In t allen zu Gebote stehenden Mitteln bahnt zu wirken, daß bei ler Errichtung von Ueberlanbzentralen ber freie Wettbewerb iei der Herstellung der Ortsvertcilungsnetze und der Anschluß- n lag*m nad> icoer Richtung hin gewahr, wird. Die Handels !. nmer Hilt, soweit hie Herstellung der Fernleitung, der NNs 1 ertcilung^ncnc, der hausanschlüsse bis zum Zahler m Betracht Ijmmt ein Installation^- und Materialmoi'.^pol für nicht un lie- ettt'igt, weil die städtischen oder staatlichen El ktnzitätSwerke ein IirheblicheS Interesse an der sorgfältigsten Ausführung aller bicict iinlagen haben Zm übrigen aber muß jede weitere Ausdehnung Its Installotions- und Materialmonopols als ein TiNgrift tn die I Stmerbcfreih i verworfen werden. In diesem Sinne wird di $ cnbelvfamnier gemeinsam mit den übrigen hessischen Handels jun mein bei der Großh Regierung vorstellig werden.
3. Maßnahmen gegcndieTeuerung. Die Handelskammer beschließt gern insam mit den übrigen hessischen Handels idiimrrn bei ö.r roi ii Regi inng dahin vorstellig zu werden, b ß sofort Mas.nahmen unternommen werden, welche gecigiv i
. der Preissteigeriuig d^r Lebensrnittel entgegenzuwirken; a . fol.hc Maßnahmen sind neben Äsenbahntarismafnahmen im In- iarce eine vorübergehende Aufhebung ber bestehenden Futtermittel zolle und Einschrämung des Einfuhrscheinnistem- anzuschen.
4. Entwurf einer Eisenbahn-Zollordnung Das seit dem Jahre 1870 mit vereinzelten Abänderungen vom ßabre 1888 noch heute geltende Eisenbahn Zollregulatw spll durch eine den modernen Anschauungen über berechtigte Ansprüche des modernen Handelsverkehrs mehr alS bisher angepaßte Eiien- bnhiAollorbnung ersetzt werden. Außer einer ganzen Reihe von Grhid/tcrungen im Interesse des Handelsverkehrs sieht der Ent Wurf auch eine Neuerung vor, die allerdings in erster Linie die auiländischen Versender berührt und an welche diese sich erst gewöhnen müssen Es ist dies nämlich die Vorschrift, daß jebc mit Frachtbrief eingehende Sendung von einer deutlich geschriebenen offen beiliegenden Warenerklärung in doppelter Ausfertigung nach 9cigebrucllem Muster begleitet sein muß. Diese Warenerklärung soll bei zollfreien Waren den bisher vorgeschriebenen statistischen Anmeldeschein ersetzen unb bei zollpflichtigen Gütern von den Bahn b ernten nach entsprechenber Ergänzung je nach den Uniftänbcn o i Zolldeilaration oder als Begleitzettelanmeldung (wenn die f tiier nach einem inländischen Zollamte gehen) benutzt werden, s tii diese neu einzuführende, vom ausländischen Absender aus irfillnthe Warenerllärung ist die Abfassung in deutscher oder | anzösischer Sprache zuzulassen, dagegen nicht die Abfafsung in kiqlischer, holländischer oder italienischer Sprache.
Im Falle der Einfülwung dieser Neuerung dürfte es zweck- ßMig erscheinen, daß die inländisck>cn Empfänger von Bahn Iurrfenbungen aus dem Auslande ihre ausländischen Geschäfts (mibe daraus aufmerksam machen, daß eine Wareiiertlärung km Frachtbriefe beüutügen ist. Nachdem von keiner «eite De- tnilen gegen den Inhalt des Entwurfs geltend gemacht worden jmt, stimmt die Handelskammer dem Entwürfe zn.
5. Schutzzoll auf Kieselgur. Tie deutschen Kiesel |.n mcrlc haben an die gesetzgebenden Körperschaften des Reichs eine Eingabe gerichtet, in welcher im Hinblick auf die sich immer wiflünfliger gestaltende Lage der deutichen Kieselgurindusttie nm v i uhrnng eines Schutzzolles auf Kieselgur, Kieselgurfabrikate ui b Wärmeschutzmasse gebeten wird. Tie Handelskammer bc kilicfft, im Interesse per auch in ihrem Bezirke vertretenen iicjclguriuerte die Eingabe bei ber Großh. Regierung zu befürworten.
dttts dem Geschäftsbericht ist folgendes hervorzuheben:
a) Erhöhung der niederländischen Einfuhr- iöllc. Das Großh. Mit i terium des Innern hat die von der randelskamiuer geäußerten Wunsche gegen die beabsichtigte Zoll rihchnng in den Nieder-landut für Erzeugnisse der Textilindustrie ber Reichsregierung zur Kenntnis bringen lassen.
b) R ei chsbankn ebenste! le in Gießen. Bei dem Hroßh. Staatsministerium wie auch bei dem Reichsbankdirektoriilm js! die Handelskammer wegen Umwairdlung der Reichsbankneben jelle in eine Rcichsbankstclle vorstellig geworden.
fdjafc)............
Schweine.
Voll fleischige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht Voluieistmae r chmeine unter 80 k<r Vcbenbgeividft. .....
Voltneiscinge ca,iueutc von 100 —1 zu
Lebendgewicht........
Doufleinmge Schiveine von 120—150 kg X:ebenbaeivid)t........
e o c B e e = § sK-?«
^-2
o) Förderung der heimischen Textilindustrie. Äum Etat des Reichsamrs des Innern ftir das Rechnungsjahr 1911 b<t der Reichstag beschlossen, die verbündeten Regierungen zn (nfudicii, im Interesse der heimischen Textilindustrie die Errich ding einer Zentralstelle zur Hebung und Förderung der heimischen rtttilindustrie, insbesondere auch zur Prüfung der von dieser »rwendeten pnd erzeugten Rohstoffe, Halbfabrikate und Waren b Aussicht zn stellen. Nach Anhörung der beteiligten Kreise hat Ich' die Handelskammer dahin ausgesprochen, daß ein Bedürfnis jir Errichtung einer solchen Zentralstelle nicht vorliege. Togen bat die Handelskammer als weit wirksamere Mittel zur " ebung der deutschen Textilindustrie die Förderung ber Bmun olKultur in den deutschen Kolonien und die Wiedereinführung :-3 Flachsbaues in Deutschland bezeichnet.
d) Einziehung der Beiträge für die Invallden- tt j i d) c r u n g. Nach einer der Handelskammer von der Orts- anlenkasse Gießen zugegangenen Emgabe scheint man sich an »chgebender Stelle mit dem Gedanken einer Aenderung des seit- engen Verfahrens bei Einziehung der Beiträge für die Jnvaliden- wsicherung zu tragen, derart, daß die Beiträge nicht mehr von ,n Ortskrankenkassen eingezogen werden sollen, sondern daß künftig 31 Arbeitgebern die Entrichtung ber Beiträge durch Einkleben r Marten zur Pflicht gemacht werden soll. — Nach Anhörung r beteiligten Kreise hat sich die Handelskammer für die Bei- Oaltung des ietziaen Einzugsverfahrens, das sich zu beiderseitiger urietenbeit durchaus bewährt hat, unter Hinweis auf die Nach- i(c, die mit einer Aenderung dieses Verfahrens verbunden sein liden, ausgesprochen.
e) Frachtermäßigung für S t e i nb r u ch c r z e u g - i j f e. Nachdem beim Abfchluß deS deutsch-schwedischen handels- rträges die Festsetzung eines Zolles auf die Einfuhr von Pflaster- itten nicht zu erreichen gewesen ist, werden nunmehr von den krbänden der deutschen hartsteinindusttie als Ersatz für einen ninhrzoll folgende Wünsche auf Frachtermäßigung für «Stein» litderzeugnifse vorgebracht: Bildung eincS Tarifs für Pflaster- ärie, welcher den Sätzen des Ausnahmetarifs 5 i entspricht, Er absetzung der Abfertigungsgebühr von 5 auf 3 Mk., Aufnahme n bearbeiteten Bordsteinen, Bordschwellen usw. in den Ausnahme- rd 5, Bevorzugung deutschen Steinmaterials bei staatlichen eferungen.
In einem Bericht an das Großh. Ministerium hat die han- klfffammer im Interesse der oberhessischen Basaltindustrie diese Ikorschläge befürwortet.
f) Deutsche Handels st atisti k. In einem Bericht an kn Deutschen Handelstag hat sich die Handelskammer dahin tus gesprochen, daß die Verpflichtung zur Wertanmeldung für bit kuttsche handelsstatisnk auf die gesamte Einfuhr ftetzt nur 3 °. i3L:itmäßigerweise auszudehnen, statt des Grenzwerts der Fakturen t-r:: anjumelbcn sei, unb ferner, daß die Wertanmeldung vom CmLtfängcr ber Ware zu erfolgen habe.
g) Eisenbahnangelegenheiten. Die handelskam- bt: tft von neuem juegen Einlegung eines neuen Zug - U arc» auf der Strecke Gießen — Fulda vorstellig ,8'Lv o r b e n.
h) Einem Anträge der Handelskammer entsprechend, hat die IlglL Eisenpahndirektion Frankfurt a. M. die Abfochrt dee geZ 53 2 Fulda — Alsfeld vom 1. Okwber d. I. ab
bis 4.
r 4.
Schlachlvielwreise in Frankfurt a. M.
Ileischpreise üi Gießen
Echsen
Kälber
Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 70—95 jj.(.
', Kg. Schlachtgw. 76-105 Pf.
'/, , . 63^-67 ,
'/, Kg. 82-90 Pfg.
, 74—78 , '/, , 70-90 ,
Getreidepreise in Mannheim
Brotpreise in Gießen
Weizen Ivo Kg. 21.75 22.00 Mk.
Roggen 100 Kg. 19.50-
Weißbrot 2 Kg. 62 Pig.
Schwarzbrot 2 Kg. 54 Pfg.
Tuberkulose Lungenentzündung
2(1) 1
2(1) 1
—
—
Herzkrankhelten
2(1)
2(1)
—
—
L'äbmung
1
1
—*
—
Bauchkelleutzündung
HD
1(1)
—
—
Tarinfaiarrh
2
—
2
—
Bliuddanuentzündung 1 (1) vuochenuiark-
—
-
1 (1)
Entzündung
KD
—
—
1 (1)
^llterSschwäche
1
1
—
—
Lebensschivnche
4(2)
—
4(2)
—
Summa:
16 (7)
8 (3)
6(2)
2(2)


