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24/11/1911 Erstes Blatt
 
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Ausland.

Im en gli fchen Unterhaus erklärte in Erwide­rung auf eine Anfrage bezüglich der Entsendung russi­scher Truppen nach Persien Sir E. Grey: Wie uh höre, besteht fetzt die 2kbsicht, den russischen Forderungen zu willfahren, aber es ist nicht wahrscheinlich, daß dies in wenigen Tagen durchgeführt wird. Inzwischen setzten sich die russischen Truppen in Bewegung, einige trafen in Rescht ein. Wir setzten uns mit der russischen Regierung in Ver- binduna, worauf uns versichert wurde, daß die Entsendung der russischen Truppen lediglich eine vorüber­gehende Maßnahme sei, um die gewünschte Genug) tuung sicher zu stellen.

in Friedachshafer der Lalle gelandel Gotha, 22. Wt Apolda, um iber Goya. Ur jlatteßanbu Mrt wurde.

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Ä-Hmigung bei Sohnungen und nauf, daß ander iufer vorhanden .imon, Grü Srüsung der An- Tie Gebr. : hittei Straße ' bringen.

Tem Posta' Gartenhäuschen- uehmigt.

Tas Anb graphien aus e wird den Gebt, von 3 Mk. gef

zum Ehrenbürger gemacht habe. Dr. Gutfleisch sei von der Ernennung sehr gerührt gewesen; er habe gesagt, er habe die Ehrung nicht verdient, da er stets nur seine Pflicht getan habe. Nachdem die Stadtverordneten ihn zum Ehrenbürger ernannt hätten, nehme er die Ehrung mit herzlichem Dank an. Den beide» anderen Ehrenbürgern, Finanzminister a. D. Gnauth und Geh. Obermedizinalrat Dr. Gaffky war von der Ernennung Gutsleischs

zum Ehrenbürger und der Wahl des Geh. Justizrats Tr. Schäfer zum Beigeordneten Mitteilung gemacht worden. Von Geh. Obtij medizinalrat Dr. Gaffky ist darauf ein herzliches Glückwunsch' Telegramm eingelaufen.

Stadw. H a u b a ch hat in einem Schreiben vom 2. Ao> vember sein Mandat n ied e r g e l e g t. Er frohe ursprünglich erst in 2 Jahren, vor den nächsten Stadtverordnetenwahlen zu­rücktreten wollen, sein Gesundheitszustand habe aber in der letzter Zeit so gelitten, daß er mit der Mandatsniederleauna nicht mehr zögern dürfe. Sein Entschluß stehe unabänderlich fest. Bet* - suche, ihn zum Bleiben zu bewegen, seien zwecklos. Ter Vor sitzende führt aus, diese Versuche seien dennoch gemacht toorben aber ohne Erfolg. Namentlich hätte man versucht, seine Mitarbeit

Sitzung -er Stadtverordneten.

Gießen, 23. November.

Anwesend: Oberbürgermeister Mecum; die Beigeordneten Keller und Emmelius; die Stadtverordneten: Dr. Ebel, Eichenauer, Friedberger, Gabriel, Grünewald, Habenicht, Heichel­heim, Helfrich, Helm, Huhn, Jcum, Jughardt, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Plank, Schafntaedt, Simon, Trost, Urstadt, Vetters, Wallenfels, Dr. Wimmenauer, Winn.

Mitteilungen.

Der Vorsitzende teilt mit, daß er mit Beig. EmmeliuZ dem Stadtv. Tr. Gutfleisch Mitteilung von seiner Ernennung

Für den Reichstags-Wahlkreis Hanau - Geln - Yausen-Orb hat das Zentrum als Kandidaten den Volksvereinssekretär und Redakteur Geis in Aschaffenburg ^ausgestellt.

In der Angelegenheit der Zuwendung von 2000 Mark an den Mahlsands des Bundes der Landwirte durch die Glogau-Saganer Fürstentums-Land­schaft ist ein Bescheid oes Landwirtschaftsmini­sters ersannen. Diese Entscheidung, welche an den Wahl- kreisvo reichenden des Deutschen Bauernbundes im Wahlkreise Grünberg-Freystadt gerichtet ist, lautet wie folgt:

Auf die Eingabe vom 8. 7. 1911 erwidere ich Ihnen ergebenst, daß ich Ihrem Antrag, die Landschaft in Glogau anzuwersen, die dem Bunde der Landwirte überwiesenen 2000 Mark zurückzufordern, nicht stattzugeben ver­mag. Die Glogauer Kreisständekasse, woraus die er­wähnte Zuwendung entnommen ist, gehört nach dem Ergebnis eingehender Ermittelungen nicht zum Vermögen der Glogau-Saganer Fürstentums-Landschaft, wird auch nicht von der Landschaft verwaltet oder beaufsichtigt. Hiernach ist die landschaftliche Aufsichtsbehörde zu einem Einschreiten nicht zuständig. Es erübrigt sich deshalb für mich auch ein Eingehen auf die Frage, ob die Zu- Wendung angebracht war.

wird der Straßenbahnverkehc nach dem neuen Friedhof wegen des Totenfestes verstärkt. Am Samstag wird von 9 bis 12 Ubr morgens ^-Stunden-, von 2 bis 5 Uhr nachmittags 7l/2-Minuten-, am Sonntag wird von 9 bis 12 Uhr morgens 7^2-Minuten-, von 12 bis 2 Uhr mittags '/^-Stunden-, von 2 bis 5 Uhr nachmittags ^-Minuten-Verkehr eingerichtet. Nach Bedarf werden noch weitere Fahrten eingelegt.

** Alldeutscher Verband. Zum Besten der Ab- tzebrannten in Lusern und der Ueberschwammten in Blumen au veranstaltete der Alldeutsche Verband gestern abend in Steins Garten ein Grammophon-Kon-' zert, das sehr gut besucht war und auch viel Anklang sand. Auf dem Spielplan standen mit Ausnahme von zwei Carusovortragen nur Musikstücke aus Wagners Opern. Das Grammophon war, um Geräusche völlig abzuschließen, hinter einem Vorhang aufgestellt, und aus dem Schall­trichter drangen die Töne rein und wohlllingend, so daß die sehr zahlreichen Nummern des Programms von den Hörern mit Interesse und Genuß bis zum Schluß angehört wurden. Knote, Feinhals, Berta Morena, Sigrid Ärnoldson, und wie die berühmten Sänger und Sängerinnen alle heißen, sowie am Schluß Caruso, waren alle bei bester Stimmung, und die Zuhörer konnten sich doppelt freuen, da trotz des geringen Eintrittsgeldes für den guten Zweck immerhin eine ganz ansehnliche Summe vereinnahmt worden ist.

* Diebs- und Hehlernest ausgehoben. Gestern verhaftete die Polizei zwei verheiratete und zwei ledige Arbeiter, bie zusammen in einem Hause wohnen, die in letzter Zeit die vielen Kellerdiebstähle in Privat- Häusern m hiesiger Stadt ausführten. Bei der Durchsuchung der Wohnungen wurde eine ganze Menge Flaschen mit Wein, Kognak und eingemachten Früchten, ferner Töpfe mit Ein­gemachtem, Käse, Sardinen usw. gefunden. Auch drei Fahr­räder, mehrere Häute Leder und anderes fand sich vor, das gestohlen zu sein scheint. Vier Stallhasen fanden sich eben­falls, die in Wieseck gestohlen sein sollen. Zwei der Ver­hafteten sind bereits vorbestraft.

"Diebstähle. In den letzten Nächten wurden hier in mehreren Neubauten Da chkandein und sonstiges für Althändler geeignetes Material gestohlen. Vor Ankauf fei gewarnt.

** Die Heilsarmee schreibt uns: Am Dienstag den 28. November, abends 81/4 Uhr, wird der Leiter der Heilsarmee im Rheinland im großen Saal des HotelEin­horn" in einer Versammlung über das Thema:Der gött­liche Weckruf im 20. Jahrhundert" reden. Näheres siehe Anzeige.

Landkreis Gießen.

b. Wieseck, 23. Nov. In der heutigen Gemeinderats­sitzung kam in erster Linie der Voranschlag für das Jahr 1912 zur Beratung. Nach kurzer Aussprache murpe er mit einer Ein­nahme und Ausgabe von 105 276,97 Mk. genehmigt. Der Vor­anschlag zur Verlegung der Wasserleitung von der Grabenstraße zur Marburger Straße, die'durch eine längere Strecke unbebauten Geländes führt, wurde genehmigt. Die Bewohner der Marburger Straße sollen sich verpflichten, für die Verzinsung und Amorti­sation der außerhalb des Ortes gelegenen Strecke aufzukommen, im übrigen sich aber dem allgemeinen Wasserftatut der Gemeinde Wieseck unterwerfen. Nachdem noch einige Wünsche zur nächsten Tagesordnung über Verbesserung von Wegen und Straßenbeleuch- rung vorgebracht und die mangelhaste Beschaffenheit der Kreis­straße am Ausgange des Ortes nach Gießen zu, zu dem die Ge­meinde Wieseck einen Beitrag von 6000 Mk. leisten muß, bemängelt worden war, wurde die Sitzung geschlossen.

----- Dau bringen, 24. Nov. Arn Samstag begeht unser Bürgermeister Walter sein 2bjähriges Dienst­jubiläum.

(Eine Tagung des yansabundes in Hannover.

Hannover, 24. Nov. Gestern abend fand hier eine große Versammlung des Hansabundes statt. Geheimrat Riesser hielt die Hauptrede. Er verteidigte den Hansabund gegen ine Unter­stellung, als ob er gehetzt hätte, im. Gegenteil, er habe die agrarischen Hetzer entlarvt und die Ruhe derer gestört, die den Staat als Versicherungs- und Verpflegungsanstalt für sich und ihre Sippe betrachten. Er, der Redner, verstände nicht, wie der alte Bueck frcute den Industriellen ein Bündnis mit den Konservativen Vorschlägen könne, denn die Konservativen seien heute .nicht nur mit Zentrum und Polen verbündet, sondern gleich einem politischen siamesischen Zwillinge mit dem industrie- feindlichen Bund der Landwirte. Die Konservativen können Fürst Bülow nicht vergessen, daß er .eine preußische WaUreform plante. Der Redner führte dann weiter aus, daß er den künftigen Handelsverträgen unter den gleichen Voraussetzungen zu- ftimmen und in diesem Sinne im Hansabund wirken werde. Wer jetzt noch zweifeln Jfönne, wen er bei den bevorstehenden Wahlen zu wählen Hat, den beneide er nicht. Es handle sich um nicht mehr und nicht weniger, als um den Kampf von zwei sich unversöhnlich gegenüber stehenden Weltanschauungen. Der Hansabund erstrebe, datz unfern modernen Staat auch moderne Luft durchziehe, nicht die Moder­lust vergangener Jahrhunderte.

Zum Schluß teilte der Redner unter lebhaftem Bravo der Versammlung mit, daß für die kommenden Reichstagsmahlen 62 Kandidaten vom Hansabund ausgestellt seien.

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Kreis Büdingen.

Büdingen, 23. Nov. Der Oberlehrer am hiesigen W.-G.-tGymnasium, Professor Dr. A. Krämer, ist mit Patent vom 18. ds. zum Hauptmann der Reserve befördert worden.

§ Nidda, 23. Nov. In diesem Winter untersucht ein Zahnarzt die Zähne der Schulkinder des Sparkasse­bezirks. Die Mittel dazu hat der Vorstand der Bezirks­sparkasse bereitgestellt.

Kreis Friedberg.

-m. Friedberg, 23. Nov. Gestern abend veranstaltete der hiesige Volksbildungsverein unter Mitwirkung des Nhein-Matn-VerbandeS für Volksbildung eine Aufführung des Prinzen von Hornburgs, die sehr gut besucht war und leb­haften Beifall fand.

L. Friedberg, 23. Nov. In der heutigen Stadtver­ordnetensitzung kommt nach Genehmigung einiger kleiner Baugefuche der Ortsbauplan für die Frankfurter Straße zur Ver­handlung. Tie Stadt beabsichtigt den neu zu erbauenden Wafser- turm auf die Mitte der Landstraße an dieWarte" zu stellen. Oberbaurat Hofmann-Darmstadt schlägt iebod) vor, den Turm rechts von 'der Chaussee aufzustellen. Tie Stadt hatte noch einen Sachverständigen, Stadtbaurat Schaumann-FraNksurt zu Rat gezogen und auch dieser hat die Stellung rechts der Landstraße mehr empfohlen. Tie Stadtverordneten treten der Ansicht des Sachverständigen Baurat Schaumann bei. Ter Ortsbauplan wird dementsprechend geändert werden. Tie Kosten der Vorarbeiten für eine Bahn FriedbergRanstadt sollen nach der Einwohner­zahl der interessierten Gemeinden ausgefchlagen werden. Bei der Explosion im Rathaus sind von der Aachen-Mün­chener Feuerverficherungsgesellschaft zu den Mobiliarschäden, die etwa 600 Mk. betragen, 500 Mk. freiwillig gegeben worden. Es wird beschlossen, daß nach Ablauf der laufenden Versicherung auf weitere 10 Jahre bei dieser Gesellschaft versichert werden soll. Bei Aufstellung des Voranschlags waren an dem Denkmol- fonds 1000 Mk. und dem Katharinenbrunnen 1500 Mk. ge­strichen worden. Mtt Rücksicht auf erhöhte Einnahmen wird aus den Ueberschüssen dieser Betrag den betreffenden Fonds wieder zugeführt. Von der Stadt Bad-Nauheim ist ein Antrag ein­gelaufen, zu der Errichtung von Flutschleusen an den Wehren bei Tietz, Fell und am Viadukt einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Es wurden hierfür 600 Mk. bewilligt. Die Aus­führung hat durch die Stadt Bad-Nauheim zu geschehen. Zur Herausgabe einer Hessennummer werden 100 Mk. bewilligt, wenn Friedberg darin entsprechend erwähnt wird. Die Stadt tritt dem Deutschen Verein für Wohnungsreform mit einem Beitrag von 5 Mk. jährlich bei. Das Anschlägen von Plakaten sowie das Pläkatwesen im allgemeinen sollen durch Polizeiverordnung geregelt werden und die Anschlagsäulen verpachtet werden. Ter von dem Bürgermeister vorgelegte Entwurf wird einstimmig ge­nehmigt. Für eine definitiv zu besetzende Lehrerstelle wird vom Hauptlehrer Schwalm in Vorschlag gebracht und von der Versammlung bestätigt. In der Volksschule wird eine Klasse geteilt. Eine längere Aussprache entspann sich über die Anträge auf Ge­währung einer Teuerungszulage an die städtischen Beamten und Bediensteten. Von dem Stadtverordneten Ferdinand Tamm war der Ergänzungsanttag eingebracht: 1. allen Beamten, Bediensteten und Arbeitern der Stadt, welche bis zu 2600 Mk. Einkommen haben, eine Teuerungszulage in der Höhe eines Monatsgehaltes oder Monatsverdienstes zu gewähren. Die Zulage soll y8 sofort, die übrigen 4/« in den Monaten Dezember, Januar, Februar und März mit je Vs ausbezahlt werden; 2. das Wohnungsgeld der Lehrer unö Lehrerinnen soll von 550 Mk. auf 600 Mk. bezw. von .250. Mk. auf ZOO Mk. jährlich mit Wirkung vom 1. Oktober

hafte Zustimmung.)

Von Kommerzienrat Cloos in Nidda wurde ein Bild der Stadt Gießen aus dem .Anfang des vorigen Jahrhunderts ge schenkt wofür die Versammlung Dank ausspricht.

Tas Reichsbankdirektorium hat durch Schreiben vom 16. 9p vember mitgeteilt, daß die hiesige Reichsbanknebenstelle in «tu Reichsbank st eile umgewandelt werde, sobald das neu zu er­richtende Bankgebäude fertiggefteHt sei. Tie Stadt hat Ecke bei Landstraße und Bismarckstraße einen Platz von 1526 Quadrabnetti für 25 000 Mk. einschließlich Straßenkostenbeitrag zur VeriüMlll gestellt. Dem Wunsch der Stadt, baß kein auswärtiger Archüel zur Errichtung des Bankgebäudes zugezogen werde, soll tnfc sprachen werden.

Eine Eingabe der Beamten und Lehrer wegen Gehaus erhöhung geht an die Finanz- bezw. Schuldeputation.

Es liegen Einladungen für die Versammlung vor y dem Vortrag über die Tätigkeit her Frau in der WohmmgA frage und zum 25jährigen Stiftungsfest des Werkmeister'-Bezirls* Vereins. 5

Eine vor einigen Tagen eingegangene Eingabe des Vorstande- des oberhessischen Händler- und Schaustellervereins, am 21. utt> 22. November die Aufstellung der Schaubuden nsw. auf Oswatt» Garten zuzulassen, ist durch frühere gegenteilige Beschlüsse der B«* sammlung als erledigt anzusehen gewesen, zumal inzwischen reut, Sitzung war. .

Stadtv. Vetters berichtigt in etwas feine Mitteilung« in der letzten Sitzung über die Löhne der Laternenwärtu. "tag einer Mitteilung des Gaswerksdirektors werde eine größere An­zahl Laternenwärter auch außerhalb des Putzdienstes beschäftig was ihm eine glückliche Lösung der Frage zu fein scheine, Leute verdienten dadurch mehr als 17 Mk. Die Laternenwatt« seien zwar nicht alle mit dieser Regelung einverstanden, aixt allen könne man es nicht recht machen.

Die Große Mühlgaffe.

Stadtv. Plank führt aus, er sei von verschiedenen Sena gebeten worden, die in der letzten Sitzung beschlossene Benennurg des neuen Straßenzuges zwischen Bahnhofstraße und West-Ama-e Große Mühlgasse'" noch einmal zur Sprache zu bringen. Bezeichnung Gasse, besonders Mühlgasse, für eine neueJStraj hafte ein gewisser Geruch an, der für die Anlieger fdjablid) I - Es handle sich doch um eine zu 3/< neue Straße und man paje den Besitzern keine Gassen-, sondern Straßenkostenbeittage verlangt. Man solle bei Straßenbenennungen nicht aui 0 Geschmack eines einzelnen oder mehrerer Personen Horen, wno auf die Meinung der Einwohner der zu benennenden ötx t Es werde behauptet, daß die Häuser durch die Bezeichnung ,,Eail minderwertig würden. Eine Frau, die dort gemietet 1j _

z. S0. auf die Wohnung verzichtet, als sie die tstraßenbenennE

in den Deputationen zu erhalten, aber auch das fei nicht gelungen Tas Ausscheiden des Herrn Haubach aus der Versammlung sei sch Eu bedauern, die Stadt Gießen fei ihm außerordentlich viel Ton chuldig. Er hoffe, daß der wertvolle Rat des Herrn Haubact ier Stadt und der Allgemeinheit auch in Zukunft erhalten bleib- und spreche ihm für feine Mitarbeit herzlichen Dank aus. (Leb"

dieses Jahres erhöht werden; 3. den Herrn Bürgermeister zu ersuchen, bis zum 1. Februar 1912 eine neue, den heutigen Ver­hältnissen entsprechende Besoldungs- und Lohnordnung für die tädtischen Beamten, Bediensteten und Arbeiter mit rückwirkender Karst vorn 1. Oktober 1912 unter Einrechnung der unter 1. be­nannten Teuerungszulage vorzulegen. Ein von Stadtv. Leucht­gens eingegebener Antrag fdjlägt vor: Den Arbeitslohn unt 4 Pfg. die Stunde zu erhöhen. Ten Gehllfen 120 Mk., den Be­amten der 3. und 4. GeholtSklasse 150 Mk., denen der 1. und 2. Gc haltsllasse 200 Mk. und dem Bürgermeister 300 Mk. Teuerungs­zulage zu gewähren und das Wohnunasgeld der Lehrer um 50 bezw 25 Mk. zu erhöhen. Der Antrag Leuchtgens wird mit der Ab­änderung angenommen, daß Bedienstete unter 1200 Mk. 10 Teuerungszulage gewährt werden soll. Der Freien Feuer wehr wird zur ^Abhaltung Les Hessischen Landesseuenvehrtags und 50jährigen Stiftung5icfted der Freien Feuerwehr, die am 22., 23. und 24. Juni 1912 stattfinden, soll die städtische Seewieic als Festplatz überlassen werden.

Slailenvuig und Rheinhessen.

mt. Darmstadt, 24. Nov. Geschenke int Wert von Wer 30 000 Mark wirrden dieser Tage von hiesigen und auswärtigen Künstlern dem hiesigen Landesmu^eum ver­macht. Sie bestehen teils aus Gemälden, teils aus HWschen Plastiken.

cd. Bingen, 23. Nov. Wieder einmal hatte die hiesige Stadtoerordnetenverfammlung einen großen Tag. Es handelte sich darum, für die in Bmgen feit längeren Jahren bestehende, vorzüglich geleitete und ständig wachsende Bau. gewerk- und Gewerbeschule ein dem Umfange und dec Bedeutung der Schule entsprechendes neues Unterrichts, gebäude zu schaffen. Ein Voranschlag des StadtbouamteS, der den Umbau des alten RealschulgebäudeS zur Baugeweck. schule vorsieht, beansprucht 167 000 Mk., die nun heute als Kredit genehmigt werden sollten. Nach längerer Aussprache wurde schließlich der Beschluß gefaßt, die Realschule zum Umbau oder Neubau zur Verfügung zu stellen unter der Bedingung, daß die Stadt einen weiteren Zuschuß von 3000 Ntk. leistet. Ebenso soll unter dieser Bedingung die Bausumme zur Verfügung gestellt werden.

Hessen-Nassau.

Marburg, 23. Nov. Der Kirchenffistoriker Geh. Konsistorialrat Pros. Dr. theol. Carl Mirbt in Marburg wird dem Rufe an die Universität Göttinße n zum Be­ginn des Sommersemesters 1912 folgen; er toirb dort Nach­folger des verstorbenen Geh. Rats Prof. Tschackert.

Bleidenstadt, 23. Nov. Gestern mittag nahm der elf­jährige Sohn des Weißbindermeisters Dens er das Gewehr seines Vaters, das dieser vor einigen Tagen, als er von. der Kagd zurück- lehrte, ohne es zu entladen, an die Wand gehängt hatte, >mid zielte aus Spaß auf seine Mutter. ^Der Schuß ging los und traf die Frau in den Kopf, so daß sie bald darauf starb.

Gilt y B Heber ein s | Antreuil, bei i '^nlinie ins 3 wnken, erhalte:

Saumur, ^sall ereigne

Aus Stadt und Land.

Gießen, 24. November 1911.

Aus der Sitzung der Stadtverordneten.

Die gestrige Sitzung unserer Stadtverordneten wies eine Tagesordnung auf, die, wenigstens so weit die Oeffent- lichkeit in Frage kam, in einer knappen Stunde hatte er­ledigt sein können. Aber es kam anders. Die Schleusen der Beredsamkeit öffneten sich und es dauerte gut 31/2 Stun­den, bis zur nichtöffentlichen Sitzung übergegangen werden Konnte. Mit Ausnahme der Schulfragen wurde so ziemlich alles behandelt, was die städtischen Verhältnisse berührt und noch einiges mehr: Baugesuche und Stadtverschanve- lung, Straßenbenennungen und elektrische Bahn, Hunde- polrzeiverordnung und Straßenbeleuchtung usw. So ging es im bunten Wechsel fort, bis die Tagesordnung zur all­gemeinen Freude erledigt war. Aber auch da>war es noch nicht fertig. Es gab noch eine lange Auseinanderfetzung persönlicher Art zwischen den Stadtv. Loeber und Grüne­wald über die bekannten iBorgänge bei der Vorbereitung des Amtsgerichtsneubaues, die wenigstens das eine Gute zeitigte, daß die Sache vom persönlichen Gebiet wieder mehr auf bas sachliche zurückgeführt wurde. Weiter wurde noch berichtet, daß die Vermittelung der Kartoffelbestel- lun^en durch die Stadt vielfach zu Magen Anlaß gegeben hat. Die gelieferten Kartoffeln sollen teilweise recht minderwertig gewesen sein und den ge­machten Versprechungen keineswegs enffprochen haben. DaAu sollen die mit der Lieferung be­trauten Geschäftsleute vielfach die Besteller recht merk­würdig behandelt haben. Das ist umsomehr zu bedauern, als dadurch eine begrüßenswerte soziale Maßnahme der Stadtverwaltung den erwarteten Erfolg nicht geyabt hat und für die Zukunft in ähnlichen Fällen leicht eine Schä­digung hiesiger Geschäftsleute eintreten kann, da die Stadt dann wohl andere Wege einschlagen wird, um der Teue­rung entgeaenzuwirken. Mit großem Bedauern wird in der Bürgerschaft die Nachricht von der Amtsniederlegung des Stadtv. Haubach ausgenommen werden, der sich in den 16 Jahren seiner Tätigkeit als Stadtverordneter um die Stadt wohl verdient gemacht hat. Es wäre zu wünschen, daß die gestern ausgesprochene Hoffnung, Herr Hauoach möge auch fernerhin der Stadt und dem öffentlichen Le­ben mit fernem Rat und feinen Kenntnissen dienen, in Er­füllung geht.

** Eisenbahnpersonalien. Der techn. Bureau- Nspirant 1. Klasse Hainb ach in Gießen hat die Prüfung zum techn. Eisenbahnsekretär bestanden. Der Lokomotiv­führer Menke in Gießen hat eine Belohnung erhalten, weil er durch besondere Achtsamkeit die Beseitigung einer Detriebsgefahr veranlaßt hat. Versetzt wurden: Der Schaff­ner Hab er sack von Nidda nach Hungen und der Bahn- -neisterdiätar Werner von Frankfurt lMain) nach Fried­berg. Ferner haben noch der 23a^nmelfter Kiefer und der Bahnmeisterafpirant Andre beide in Lauterbach, für lentschlossenes und zweckmäßiges Handeln beim Löschen eines Brandes 23elohnungen erhalten.

-Ernannt wurde der Gehilfe bei der Landes- Hypothekenbank Wilh. Ehr Hard aus Nidda zum Bureau- Afsistenten bei dieser Bank.

Straßenbahnverkehr am Totensonntag. Am Samstag, den 25., und Sonntag, den 26. 9hmember d. I.,