Es
kästen einzuwerfen.
morgen
Große lleberschwemmungen in China.
China ist wieder einmal, wie schon so oft, von ungeheueren Ueberschweinmungen heimgesucht worden:
Schanghai, 27. Juli. Aus dem ganzen Yangtseicü werden ungeheuere Ueberschwemmungen gemeldet. In Han kau erreichte das Wasser den höchsten Stand seit Menschengedenren, der Distrikt von Jtscyang ist in einen Binnensee verwandelt. Der Tungting-See, der das ganze Land überflutet, schwemmte die Ernte weg. ZablreicheDörfersindzer stört, auf dem Aangtse spielten sich die erschütterndsten Szenen ab. In den Fluten treiben Häuser, auf deren Dächer sich ganze Familien geflüchtet haben.
Kleine Sageschronik.
Die „Kölnische Volkszeitung" meldet aus Bad Meinber.g: Beim Einsturz des Giebels eines brennenden Hauses wurden sechs Personen getötet.
Die Frau des Münchener Ncchlsrats Hörburger und deren Nichw sind beim B a d e n im Tegernsee ertrunken.
Verkehr der Straßenbahn, welcher in den letzten Wochen eingetreten ist, haben sich wieder einige Mißstände gezeigt, die zum großen Teil darauf zurückzuführen sind, daß die Fahrvorschriften im Publikum nicht genügend bekannt sind, seien deshalb die wichtigsten nochmals angeführt:
1. Zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste halten die Wagen nur an den durch eine Tafel kenntlich gemachten Haltestellen und zwar mit Ausnahme der Umsteigestellen am Marktplatz Und an den Endstellen nur nach Bedarf.
Arbeiterbewegung.
Elberfeld, 27. Juli. Ta die Verhandlungen zwischen den Metallarbeitern und den Unternehmern über die Lohnforderungen größtenteils gescheitert sind, traten gestern abend die meisten Arbeiter in den A u s st a n d , denen sich heute abend weitere Arbeiter anschließen werden. Insgesamt sind 4000 Arbeiter der christlichen und der freien gewerkschaftlichen Verbände beteiligt. Einige Firmen, die den Lohnforderungen entgegenkamen, find von dem Ausstand nicht betroffen.
A m st c r d a m , 27. Juli. In einer Versammlung von Seeleuten, die zur Beratung der Lage cinberufen worden ist, wurde mit 600 gegen 18 Stimmen beschlossen, den A u s - ‘ *t a n b fortzusetzen.- 150 Ausständige, die im Hafen Streikposten standen, teilten der Versammlung mit, sie nähmen an der Abstimmung nicht teil, weil sie nicht daran dächten, den Ausland zu beenden.
wieder ein Grohseuer.
Nürnberg, 27. Juli. In Platz bei Brückenau brach gestern ein wahrscheinlich durch spielende Kinder verursachtes Großfeuer aus, das 23 Wohnhäuser und 25 Scheunen sowie sonstige Nebengebäude einäscherte. Der Automobilverkehr zwischen Brückenau und Bad Kissingen sowie die Telephon- und Telegraphenverbindung sind unterbrochen. Menschenleben sind nicht zu beklagen.
2. Personen, die an den Haltestellen einen Wagen besteigen wollen, haben dem Wagenführer ein Zeichen zum Halten Fu geben.
3. Fahrgäste, die den Wagen verlassen wollen, müssen dies dem Wagenführer rechtzeitig vor der nächsten Haltestelle durch Anziehen der Signalglocke anzeigen.
4. Der Fabrgast hat sofort nach dem Einsteigen den Betrag der festgesetzten Taxe ohne Aufforderung in den vorderen
Im Torfe Karrinzien bei Voizenburg wurde am Mittwoch morgen der Lehrer a. D. Prahl an Händen und Füßen ge- lesselt, ermordet auf gefunden. Prahl wohnte auf dem Gehöfte einer Waldschente, von der seit der Mordnacht alle drei Knechte verschwunden sind.
Ans Stadt nnd Land.
Gießen, 28. Juli 1911.
Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrverwalter Heinrich Blank zu Wirberg die evangelische Pfarrstelle daselbst übertragen.
** Lehrerpersonalien. Die Versetzung deS Lehrers Peter Rausch von Schadges nach Staufenberg wurde auf dessen Nachsuchen zurückgenommen.
” Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: die mit einem katholischen Lehrer git besetzende Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Gau-Weinheim. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden.
** Volksschullehrer können keine Jagd pachten. Nach einem aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammenden Gesetze wurde einem Volksschullehrer in Rheinhessen die Pacht eines fiskalischen Jagdreviers untersagt, obwohl er längst Mitpächter einer Gemeindejagd ist. Es wäre entschieden an der Zeit, daß derartige Ausnahmestellungen der Volksschullehrer beseitigt würden.
** Familienforschung und Vererbungslehre. Der zweiteKurs und e r st e K o n g r e ß für F a- milienforschung, Vererbungslehre und Rassen Hygiene wird im April 1912 in Gießen unter Leitung von Professor Sommer stattfinden. Wie bei dem ersten Kurs über dieses Gebiet im August 1908 sollen dabei die Beziehungen von Genealogie, Psychiatrie, Vererbungs-, lehre unter Berücksichtigung verwandter Erscheinungen aus der Botanik, Zoologie und Anatomie in systematischen Vorträgen von Fachmännern dargestellt und eine methodische Einführung in das ganze Gebiet gegeben werden, wobei Regeneration und Rassen Hy g i en e besonders berücksichtigtwerden. An den ca. dreitägigen Kurs schließt sich dann ein ebenfalls dreitägiger K o n g r e ß, um eine freie Teilnahme an Vorträgen und Verhandlungen zu ermöglichen. Der Uebergang in einen Kongreß hatte sich schon bei dem ersten Kurs durch eine freie Aussprache am Schlüsse ergeben. Das genaue Programm wird im Herbst d. I. erscheinen. Anmeldungen sind an Professor So mm er in G. i e ß e n zu richten.
** Li e b i g - M u s e u m. Die aus dem Arbeitsausschuß zur Erhaltung des Liebig-Laboratoriums hervorgegangene Gesellschaft Liebig-Museum hielt Mittwoch nachmittag ihre erste Sitzung in dem festlich geschmückten Hörsaal des Liehig-Laboratoriums ab. Außer den Mitgliedern und ihren Damen waren die Vorstände der Vereinigungen vertreten, die bisher Spenden gegeben haben (Bürgerverein, Verkehrsverein, Kliniziften-Verein, Oberhessischer Geschichtsverein). Das chemische Fach war sehr gut vertreten. Auch der neu erwählte Rektor der Universität, Professor Dr. König war erschienen. Ein genauer Bericht über die sehr- interessante Besichtigung der Räume, der ehem. Herde, der Sammlung wird demnächst gegeben werden. Um auch weiteren Kreisen das Laboratorrum schon jetzt bei der Rekonstruktion zugänglich zu machen, hat der Arbeitsausschuß beschlossen, jeden Mittwoch und Samstag von 4—5 Uhr Führungen zu veranstalten, bei denen Architekt Burg und Apotheker Werner die Erklärungen geben werden. Zutritt haben Mitglieder ohne weiteres, im übrigen jedermann gegen Zahlung eines beliebigen Eintrittsgeldes für den Fonds zur Erhaltung des Laboratoriums. Auch an anderen Tagen ist das Museum nach rechtzeitiger vorheriger Anmeldung bei einem der genannten Herren zugänglich, die auch Anmeldungen zum Beitritt der Gesellschaft Liebig- Museum gern entgegennehmen.
** Volkslieder tag des Mitteldeutschen Sängerverbandes. Jeder Besucher von Sängersesten, Gesangswettstreiten u.dgl. hat sich gewiß schon gefreut über den gewaltigen Aufschwung, den der Männergesang, was Technik anbelangt, in den letzten Jahren genommen hat. Und doch ist diese Freude keine ungetrübte. Hat man ost genug feststellen tonnen, daß die Pflege des schlichten, einfachen Volksliedes vielfach bedenklich hinter dem Kunstgesang zurücktritt. Ter Mitteldeutsche Sängerverband sieht es daher als eine seiner vornehmsten Aufgaben an, die ihm an- gehörenüen Vereine wieder zu einer tatkräftigeren Pflege des Volksliedes zu veranlassen. Der nächsten Sonntag auf der Liebigshohe hier stattfürdende erste Volkslieder- tag wird ein Prüfstein für seine Bestrebungen und die Tätigkeit seiner Glieder in dieser Beziehung fein. Im ersten Teil des Programms werden von vierzehn Vereinen gegen dreißig der schönsten und bekanntesten Volksweisen zu Gehör gebracht. Damit aber auch anderem Geschmack Rechnung getragen wird, kommt im zweiten Teil auch der Kunstgesang zu seinem Recht. Im Wechsel mir diesen gesanglichen Darbietungen führen Mirglicder der hiesigen Regimentskapelle ein Gartenkonzert aus, für das Obermusikmeister Lob er ein dem Charakter der Veranstaltung entsprechendes Programm zusammcngestellt hat. So dürste jedem Besucher des Volksliedcrtags etwas geboten roerben, was seinem Geschmack entspricht und seine Ansprüche befriedigen kann
** Aon unserer elektrischen Bahn. Die Ver- waltung der Straßenbahn schreibt uns: Bei dem stärkeren
Alr Sattenmörder verhaftet«
Unter dem Verdacht des GaUenmordcs ist, wie wir schon kurz meldeten, der 42 -jaljre alte Berliner Magislrats-Burcauassistent x112e r.n.b c £/ der in Dahlem wohnt, verhaftet worden. Er i]t geständig, feine 0,1)Lsrau getötet zu haben, behauptet aber, daß er nicht mit Vorbedacht und Ueberlegung, sondern in der Erregung gehandelt habe.
wurde etwa zwei Kilometer von
? ■ i?be£blc Reiche einer unbekannten Frau in der Nähe l aEi §der ausge,uiiden, um den Hals ivar ihr ein etwa Strick fest zugczogen Alle Bemühungen, die Perfon der Toten sestzustellen, blieben vergeblich. Erst jetzt ift es beL..®er^iner Kriminalpolizei gelungen, die Angelegenheit auf- jUllULcIl,
c. . ist die Ehefrau des aus Küstrin gebürtigen Magi-
Sternbeck, der damals zu Dahlem ftrrn'? teiT'tra?cr woh"te und von dort nach der Herfurl- Mhn oiuec^c des Paares, aus der ein 13 Jahre alter
° ft ü tÄ Zwillingspaar hcrvorging, war un- rÄen sti b d Duplet, datz seine Frau ihm untreu gc- hprüSmLT ^September vorigen Jahres war Frau Sternbeck bÄ^unden. Ihr Mann erzählte, sie habe ihn verlassen und unter ihrem Mädchennamen in einem Geschäft eine Stellung als verfiüfteTi nh 9h^te.rubed wurde in seiner Wohnung bfebCo Polizeipräsidium gebracht. Als man ihm ^er Leiche vorlegte, erkannte er seine Frau gleich die ü-rage, weshalb er sie nicht als vermißt an- erwiderte er, datz er sich nicht um seine Frau gclümmerl gewesen sei. Tie Kriminalpolizei kam i»^aÄ^d)ungeii unterdessen dahinter, daß Sternbeck r W^hinmg umgebracht und mit dem Kiiiderwagen -Holle den Kinderwagen aus der neuen ~acb ÖM Praiidium und schob ihn während der Vcr- Ä^u'..-^rnbecks plötzlich in das Zimmer. Jetzt brach der öu ammen und gestand, daß er leine Frau am 25. Sep- 2Cr'ffr stellte, in der Erregung umgebracht
Me. . Lr will allerdings einen Mord nicht beabsichtigt haben.
'einer Frau am Sonntag morgen in einen heftigen u entdenen Verlauf er ihr einen so heftigen Fußtritt verletzt habe, daß sie plötzlich bewußtlos zusammengebrochen sei. -oej; bem, ^turz yabe sich die Frau noch schwere Verletzungen -u- gezogen, In feiner Bestürzung habe er einen Strick genommen
für derartige Veranstaltungen wegen der Rüstungen für den Psingst- wusflug keine Zeit hat. Beigeordneter E m m e l i u s ist ebenfalls der Ansicht, daß das Konzert zu einem ungeeigneten Zeitpunkt stattsand. Unsere Bevölkerung hat immer eine offene Hand und besucht Veranstaltungen, die einem Wohltätig- ckeitszweck dienen, stets. Stadtv. Eichenauer war in dem Konzert. .Er gesteht, daß der Besuch sehr gering war, und die Einnahme nicht langte, um die Unkosten für Inserate zu decken. Mer die Veranstaltung lag unglücklich. Die Stadt und unsere Bürger sind stets bereit, zu helfen, und wenn es galt, für Veteranen und Invaliden was zu tun. Das beweisen schon die Spenden, die die Stadt für Kriegsteilnehmer gab. Es sei unbedingt nötig, daß der Oberbürgermeister mit dem Regimentskommandeur sich ins Benehmen setze, damit die Promenadenkonzerte wieder stattsinden. Der Oberbürgermeister stellt in Aussicht, mit dem Oberst über die Angelegenheit zu sprechen. Stadtv. Habenicht entledigt sich eines Auftrages des Stadtv. Grünewald, der inzwischen die Sitzung hat verlassen müssen, er wünscht bald, aber bestimmt nach den Ferien,
Die Vorlage der Bahnprojekte.
Oberbürgermeister Mecum bemerkt, es liege nicht an ihn, wenn diese Angelegenheit noch nicht weiter gediehen sei. Man warte auf die Pläne der preußischen Bahnhöfe, die zu überlassen beantragt und vom preußischen Ministerium auch genehmigt sei. Die Eisenbahndirektion ist sogar von Berlin aud angewiesen, die Pläne auszuhändigen, aber bisher ist dies noch nicht geschehen.
Stadtv. Gabriel erklärt, er werde jeden Tag gefragt, wie es mit der Linienführung und der Bahnangelegenheit geht. Man habe längst eine Ausschußsitzung erwartet, um Auskunft über den Stand der Sache zu erhalten.
Oberbürgermeister Mecum bemerkt, daß Zusammenkünfte, ohne fertige Pläne in Händen zu haben, keinen Wert haben. Er werde aber zusehen, wie sich die Angelegenheit beschleunigen lasse. Damit ist die öffentliche Sitzung erledigt.
x Leihgestern, 27. Juli. Infolge der Trockenheit wird hier jeden Mittag die Wasserleitung abgestellt, da sie dem gesteigerten Wasserverbrauch nicht mehr genügt.
Kreis Schotten.
= Ulrichstein, 26. Juli. Bei dem gestrigen Gewitter schlug der Blitz in dem benachbarten Feldkrücken, sowie in Eichelhain ein, ohne zu zünden.
Kreis Friedberg.
15. Friedberg, 27. Juli. In ein hiesiges Gold- Warengeschäft kam gestern mittag ein Herr und bot echte Brillianten zum Verkaufe an. Dem Geschäftsinhaber kam die Sache verdächtig vor und er telephonierte nach der Polizei. Ehe sie aber eintraf, hatte sich der Verkäufer verduftet. Auch einem zweiten Goldwarenhändler bot der Fremde ohne Erfolg seine Brillianten an. — Am 8. August d. Js. beginnen an der Gewerbe-Akademie die Prüfungen.
Starkenburg und Rheinycfsen.
! Mainz, 27. Juli. Zu Beginn des nächsten Monccks finden auf dem Rheine zwischen Mainz und Oppenheim größere militärische Hebungen des 1. Nassauischen Pionier-Bataillons Nr. 21 statt, bei denen besonders das Brückenschlägen geübt werden soll. Der Rhein wird deshalb zeit- und teilweise für den Verkehr gesperrt werden. — Seit Anfang dieser Woche trainiert die „Kaiser- mannschäft" für die Mersterschaftsregatta in Berlin am 13. August. Herr Schreiner ist an Stelle des Herrn Muethe in das Boot aufgenommen worden. — Infolge der großen, andauernden Hitze ist die diesjährige Früh- kartoffelernte äußerst gering ausgefallen und es treffen daher zur Deckung des Bedarfs täglich aus Holland und Belgien mehrere Eisenbahnwagen voll ein.
Kreis Wetzlar.
x Garbenheim, 27. Juli. Die hiesige Jung- viehweide mußte ihren Weioebetrieb einstellen.
Der heißeste Tag. 2(uf unsere Anfrage schreibt uns unser meteorologischer Mitarbeiter: Der Sommer 1911 hat am 23. Juli einen Hitzerekord aufgestellt, soweit zuverlässige Temperaturbeobachtungen seither zu erheben waren; so wurden in Deutschland je nach der Ortslage 35 bis 38° in den niederen Lagen beobachtet. Die neuesten Nachrichten über die europäische Wetterlage lassen mit großer Wahrscheinlichkeit darauf schließen, daß in den nächsten Tagen die Hitze unverändert anhält, ja daß sogar der Wärmerekord vom 23. noch gebrochen wird. Ueber ganz Europa lagert hoher Druck; das in normalen Zeiten vorhandene Tiefdruckgebiet bei Island hat sich nach Grönland verschoben, wie die Schiffsjournale der deutschen Seewarte erkennen lassen. Gleichzeitig hat sich das in den Subtropen vorhandene Hochdruckgebiet nordwärts nach Europa auSgebreitet. Diese allgemein auf der Nord- halbkugel der Erde beobachteten Druckoerschiebimgen, deren Ursachen noch unbekannt sind, werden in aller Kürze eine Steigerung der herrschenden Wärme Hervorrufen; eS besteht große Wahrscheinlichkeit, daß der 23. Juli 1911 — der feit 1853 als der heißeste Tag registriert wurde — noch in Kürze übertroffen wird.
Landkreis Gießen.
— Heuchelheim, 27. Juli. Der hiesige Turnverein hält am 30. Juli sein Abturnen im Garten des Turnwirts Ludwig Kröck ab.
>< Großen-Linden, 27. Juli. In dem Einschnitt )er Main-Weser-Bahn in der Lindener Mark entstanden in dem ausgedörrten Boden der hohen Böschungen durch Fuu- kenauswurf Grasbrände; viele der Akazien sind milver- brannt.
L. Groß en-Lin den, 27. Juli. Die hiesige Gemeinde hat ein sogen. Dorfbad erbaut, ivaS bei der gegenwärtigen pitje als eine große Wohltat zu bezeichnen ist. Obwohl hier vier Bäckereien beltehen, backen sehr viele Einwohner mit Vorliebe ihr eigenes Brot im GemeindebackhauS. Auch Nicht- landwirte kaufen Niehl und backen im Gemeindebackhaus. Infolge Bevölkerungszunahme reichten die vorhandenen Gemeindebackhäuser nicht aus, so daß die Gemeinde ein weiteres neues Backhaus erbaute; diese Gelegenheit wurde zur Herstellung eines sogen. DorfbadeS benutzt. Im Erdgeschoß ist der Backofen eingebaut, im oberen Stockwerk sind die Badezellen. ES sind 3 Brause- und 3 Wannenbadezellen vorhanden. Ueber den Zügen deS Backofens sind drei Reservoirs aus verzinktem Eisenblech eingebaut und diese an die Wafferleitung angeschlossen; das so auf 70 Grad erwärmte Wasser wird durch den Druck der Wasserleitung in die Badezellen geleitet, dort ist neben dem warmen auch kaltes Wasser, so daß man bic Bäder in beliebiger Wärme Herstellen kann. Dank unserer vorzüglichen, niemals versagenden Wafferleitung steht jederzeit Wasser zur Verfügung.
Bei starkem Andrang, wie er am letzten Sonntag herrschte, bereiten sich die Fahrgäste selbst die größten .Hindernisse. Die zuerst Einsteigenden stellen sich vor den Zahlkaften Und fangen nun an, in ihren Taschen nach einem 10-Pf.-Stück zu suchen und verhindern dadurch das Nachsteigen der anderen Fahrgäste. In einem solchen Falte müßte das Fahrgeld schon vorher bereit gehalten sein und die zuerst Einsteigenden sofort nach hinten gehen, um den Vorderperron für die Nachsteigenden sofort frei zu machen. Ueberhaupt sollte das Stehenbleiben auf der vorderen Plattform bei längeren Fahrstrecken vermieden werden, damit dem ein- und aussteigenden Publikum der Platz nicht versperrt wird. Ebenso ist es eine Rücksichtslosigkeit gegen die Mitfahrenden, wenn der Fahrgast, wie man es häufig sieht, gleich an dem Aufstieg auf dem Vorderperron stehen bleibt und dadurch die Ein- und Aussteigenden zwingt, sich zwischen ihm und dem Wagenführer durchzuquetschen, abgesehen davon, daß auch der Wagenführer in seinen Funktionen behindert wird. Es konnte wiederholt beobachtet werden, daß Personen trotz Aufforderung des Wagenführers den Eingang nicht frei machten und dem Wagenführer mit Grobheiten antworteten. Nach den Verkebrsvorschriften ist der Platz am Eingang für das ein- und aussteigende Publikum frei au halten. Künftig werden zuwiderhandelnde Personen zur Anzeige gebracht. In diesen und noch vielen anderen Fällen wird durch eine Selbstkontrolle und Entgegenkommen seitens des Publikums der Fährverkehr ein viel glatterer und angenehmerer werden können.
*• D i e A l l c e - K o ch s ch n l e, resp. deren Besucherinnen, besuchten am Mittwoch nachmittag die neue Schlachthofs- cmlage. Direktor Modde, welcher die jungen Damen führte, erklärte diesen in der Schweineschlachthalle die Art und Weise, wie die Tiere getötet und zerlegt werden; er zeigte, wie das Fleisch in den Kühlräumcn konserviert wird und wie das KrystalleiS hergestellt wird.
**6. Abonnementskonzert. Gestern abend fand in Steins Garten das 6. und letzte Konzert unserer Regi- mentskapelle statt, das sehr gut besucht war und unter seinem reichhaltigen, auserlesenen Spielplane eine ganze Reihe großartiger und glänzender Darbietungen brachte. Der bekannte Marsch „Hoch Brabant" von Herm. Metz leitete den Abend ein. Außerdem gefielen "Beethovens Sonate „Pathärique" und zwei Stücke aus „Sigur Jor- salfar" von Grieg. Reichen Beifall erntete Herr Goldacker in „Lieder für Trompete", Herr Schridde in dem Concertino für Posaune, und die Herren Müller und Voß in dem reizenden Stück „Die beiden kleinen Finken". Besonders hervorzubeben sind auch die Einzelspiele der Herren Blom Uno Conrad auf der Klarinette und dem Lylophon. Zu erwähnen ist die vorzügliche Leitung des Musikdirektors Löb er, dessen „Bitte an die Vöglein" ausnehmend gefiel.
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Unter großem weiten Straffamt die Verhandlung ßena) statt, de" Heleidigung fteyt. Zaronin Brmken dir verwitwete fr
Die Baromn toilette geliefert, Disserenzen gerat urteil dahin, öaß und im übrigen Mtsbeistand de Vertreter der hei jür den Fall der In diesem Briese dem soll der A Ldeilandesgerith „(Süquenoetbttd
Der Ängek Beleidigung m erklärt bei seit legen, die Mit 2er Vorwurs' Zivilstteitversa lich den ehew Rechtsanwalt. Standpunkt, d und werde de. beistand der B Bries an den : den (prüftet ßüilifit ßinigun erklärt Rechtsaw der Baronin Br schlossen habe, w Er habe sich zu Prozestlage sür d et sich von bei
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