Ausgabe 
27.7.1911 Zweites Blatt
 
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I,Ich spiele nie'mMvor" usw. usw. Ost haben mcht ermnal Vie Kinder die Freude für sich am Spiel; sie werden mir jahrelang gequält, weil die Mode oder Gewohnheit Klavier- spielen zur guten Erziehung zählt. Jedes Kind sollte viel­leicht ein Jähr Stunden erhalten, damit die Eltern erfahren, ob cs für Musik veranlagt ist. Die Vielseitigkeit muß ja, nach Altmeister Goethes Ansicht, der Einseitigkeit voran - aehen. aber dann stehe man bei völliger Unbegabung und Unlust von der Fortführung des Unterrichtes ab, denn das erzwungene oder talentlose Spiel wird niemand zur Freude gereichen.

Kreis. Büdingen.

(!) Büdingen, 25. Juli. Auf Dienstag, 25. d'. M., nachmittags 5 Uhr war vom Bürgermeister eine Ge­meinderatssitzung einberufen worden; eingesunden hatte sich Beigeordneter Dotter und die Gemeinderatsmrt- glieder Schulz, Treser, Diemer, Wittekind, Methfessel, Kerl, Schäfer und Rullmann; entschuldigt fehlt Oekonomrerat Andrä. Ms Vertreter des Fürsten war Kammerdirektor Müller anwesend, als Sachverständiger Kreisstraßenmeister Straub. Ms erster und wichtigster Punkt stand dre Um­pflasterung der Hauptstraßen auf der Tagesord­nung. Die Pslasterarbeiten waren bereits an Pflastermerster Pip f-Gelnhausen vergeben worden. Ueber dre Au^ firhrung waren verschiedene Sachverständige gehört. Nach eingehender Beratung wird beschlossen: Die Obergasse, auf der der stärkste und schwerste Wagenverkehr stattsindet, soll alsbald in Angriff genommen werden. Von der Anlage von Bürgersteigen wird wegen der Enge der Straße ab­gesehen. Nach der Anfertigung eines guten Unterbaues, der aus Basaltsteinen aus dem städtischen Bruch in der Stern- röde ausgeführt wird, soll die Oberpflasterung aus großen Normalpflastersteinen hergestellt werden. Der Teil der Neustadt bis zum Untertor und die ganze Vorstadt wird auf die gleiche Weise ausgeführt, nur sollen beim Unterbau Sandsteine und nicht brauchbare Pflastersteine Verwendung finden, da hierdurch eine wesentliche Kostenersparnis ein­tritt. Auf beiden Seiten der Straßen werden Fußsteige aus Sandsteinen mit Mosaikpflasterung mit etwas bunten Steinen ausgeführt. Das vorhandene Asphalttrottoir in der Vorstadt wird aufgerissen und der Asphalt an anderen Stellen zur Ausbesserung verwendet. Tie Randsteine müssen umgesetzt werden. Die Arbeiten in den genannten Straßen sollen so gefördert, daß sie noch bis zum Herbst fertiggestellt werden. Die Vergebung der Stück st eine ist durch vorstehenden Beschluß mit erledigt. In der Bahnhof­straße, die im nächsten Jahre zur Neupflasterung mit Kleinpslaster von der Kreisverwaltung vorgesehen, ist die Bepflanzung mit Bäumen in Anregung gebracht worden. Der Gemeinderat steht diesem Ansinnen freundlich gegen­über, doch soll vor Beschlußfassung noch das Gutachten des Obstbauinspektors Metternich eingeholt werden. Das Gesuch der Leiden Forst warte um Gehaltserhöhung wird vertagt. Großh. Hofbauamt Friedberg hat angefragt, ob die Stadt bereit wäre, den Kanal in der Mühltorstraße bis zum Haftlokale zu verlängern; der Gemeinderat ist nicht abgeneigt; vorerst soll Kostenvoranschlag vorgelegt werden. Die Kosten für Vermessung oer Waldgemar­kung H'ardeck werden im nächsten Voranschlag eingestellt. Wilhelm Heppner hat ein B äuge such eingereicht. Das vorgesehene Wohnhaus besitzt nicht die im § 30 des Orts­baustatuts vorgesehene Frontlänge, deshalb ist Genehmigung durch den Gemeinderat erforderlich. Es wird, weil der Bau in eine abseits gelegene Straße zu stehen kommt, der erbetene Dispens ertellt. Die verstorbene Elise Weitzel hat der Stadt eine namhafte Geldsumme überlassen mit der Be­stimmung, daß die Zinsen den jeweiligen vier ältesten, würdigsten und auch bedürftigsten Ortsbürgern der Stadt an ihrem Todestag ausbezahlt werden. Es erhalten in diesem Jähre Gg. Hildner, E. H. Knaf, H. W. Knaf und Hch. Göbel die Zinsen ausbezahlt. Für Herstellung der Kana­lisation in der Bahnhofstraße ist noch ein Betrag von 2200 Mk. nötig. Dieser Betrag soll gleich dem früheren Betrag, der für die Herstellungsarbeiten nötig war, noch - bei der Mlgemeinen hessischen Beamtensterbekasse in Darm­stadt aufgenommen werden. Der Kostenabschluß mit Ludwig Schulz über Lieferung von Kohlen für das Gas­werk wird genehmigt. Zwei weitere Punkte werden in geheimer Sitzung erledigt. Da in der letzten Zeit sehr über Wassermangel geklagt wird, und es sich heräus- gestellt hat, daß beim Einlauf des Wassers an der Quelle in die Rohrleitung Wasser überläuft, beschließt der Ge­meinderat, morgen fntfi um 6 Uhr eine Besichtigung vor­zunehmen. Weiter wirb vorgebracht, daß verschiedene Be­wohner Fässer mit Wasser an der Leitung füllten und zum Gießen auf ihren Grundstücken verwandten. Gegen diese Wasserentnahme soll mit aller Strenge vorgegangen werden.

Landkreis Gießen.

Lich,- 25. Juli. Der Kriegerverein hielt am' Sonn­tag am Albacher See sein So mm er fest ab, mit dem ein Scheibenschießen verbunden war, an dem sich 53 Mitglieder des Vereins beteiligten. Während des Preisschießens, das den ganzen Nachmittag andauerte, wurden die zahlreichen Festbesucher, die unter den schattigen Eichbäumen Platz genommen hatten, durch Konzertstücke der Musikkapelle und Liedervorträge des Gesang­vereinsCäcilia" unterhalten. Abends wurde die Feier in der Turnhalle fortgesetzt. Bevor man zum Tanz überging eröffnete der Vorsitzende, Wurstsabrikant Louis Heller, die Preisver­teilung mit einer Ansprache, die in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog ausllang. Folgende Preise, die in wertvollen Ge­bräu chsgegenständen bestanden, kamen zur Verteilung. 1. Preis: Ehr. Heller mit 45 Ringen; 2. Hch. Rest, 45; 3. W. Kraus, 45; 4, Karl Zimmer, 44; 5. Ehr. Fey, 44; 6. Jean Eise, 44;

7. H. Stengler, 43; 8. Ehr. Schneide, 43; 9. W. Röhrig, 43;

10. Karl Schwenk, 43; 11. H. Stein, 43; 12. Karl Jung, 42; 13. Max Hisgen, 42; 14. K. Reger, 42; 15. K. Fey, 42;

16. K. Vogt, 41; 17. F. Zimmer, 41; 18. Ehr. Rau, 40;

19. H. Mayer, 40; 20. I. Menges, 40; 21. L. Volz, 40; 22. A. Vater, 39.

Kreis Alsfeld.

K. Alsfeld, 26. Juli. Der Vogelsberger Höhenklub, der sich die Förderung des Blumenschmuckes der Häuser zur Aufgabe gemacht hat, veranstaltet einen Blumenschmuck- Wettbewerb.

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 2b. Juli. Eine unliebsame Ent­deckung machte gestern die Familie des Telegraphenbauführers Heumüller hier, als sie von einer längeren- Urlaubsreise zurückkehrte. Während ihrer Abwesenheit war ihre Wohnung > von einem Einbrecher heimgesucht worden. Sämtliche Türen innerhalb des Hauses, sowie alle Möbel waren ge­waltsam erbrochen, durchwühlt und zerstreut. Offenbar suchte der Täter nur nach barem Gclde, das aber der Besitzer nicht zurückgclassen hatte, denn verschiedene Wertsachen, wie Taschenuhren :c., selbst ein Sparkassenbuch ließ er liegen. In einem Schreibtisch, den er vergeblich zu öffnen suchte, steckte noch ein sog. Kaltmeisel so fest zwischen einer Ritze, daß ihn der Täter selbst nicht mehr heraus brachte. Das

$ciu§^nürö von "dei^Fannlie Heumüller allein bewohnt und steht von den übrigen Häusern etwas entfernt und außerhalb der Stadt, der Täter hatte daher ungestörte Arbeit. Nach vorhandenen Blutspuren muß er sich beim Eindrücken einer Fensterscheibe, durch die er von der Gartenseite in das Haus gelangte, verletzt haben. Bis jetzt fehlt, von dem Täter jede Spur. Untersuchung wurde sofort eingeleitet.

~ NeichloS, 25. Juli. Bei einem gestern nachmittag gegen 7 Uhr hier niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz in da§ Anwesen des Landwirts Johannes Hofmann hier und äscherte es vollständig ein.

Starkenburg und Rheinhessen,

Offenbach, 26. Juli. Im Schweiße seines An­gesichts war ein Gärtnergehilfe der Stadtgärtnerei in der Kaiserstraße mit der Pflege der Anlage beschäftigt. Rock und Weste hatte er der Sonne zu Liebe ausgezogen und an einem Ast aufgehängt. Dies sehen und zu einem Diebstahl aus­zunutzen, war für den etwa 20 Jahre alten Gelegenheits­arbeiter Friedrich Busch daS Werk eines Augenblickes. Ohne daß es der Gärtner bemerkte, riß er die Uhr auS der Westen­tasche und wäre auch wohl unerkannt entkommen, wenn nicht zufällig ein in den Anlagen weilendes Mädchen den diebischen Vorfall bemerkt hätte. Auf seine Schreie wurden auch andere Leute auf den Burschen aufmerksam, der schleunigst die Flucht ergriff. Er bog in die Große Marktstraße ein, und als er hier seine Verfolger, zwei Kriminalschutzleute und zwei Uni­formierte an der Spitze, dicht hinter sich spürte, schwenkte er schleunigst in eine Hofreite ein. In wilder Hast erkletterte er hier eine an eine Mauer angelehnte Leiter, schwang sich über die hohe Mauer, setzte in der anderen Hofreite über einen hohen Bretterzaun und gewann so glücklich die Geleitsstraße. Den einen Kriminalschutzmann, der dem Flüchtling am nächsten war, hinderte, wie dieOffenb. Ztg." meldete, des eigenen Leibes Fülle, diese Hindernisse mit der gleichen Leichtigkeit zu nehmen. Vor dem Bretterzaun mußte er umkehren und den bequemeren Weg durch die Kleine Marktstraße nehmen. Mittler­weile hatte der Dieb seine Flucht durch die Mittelseestraße weiter fortgesetzt. Die Zahl seiner Verfolger, die den Flücht­ling nicht zur Ruhe kommen ließen, vermehrte sich immer mehr. Kurzerhand sprang er daher an der BiSmarckstraße über den Lattenzaun des Bahnkörpers, um über das Bahn- geleiS seinen Verfolgern zu entkommen. Mitten auf dem Bahnkörper brach er jedoch ermattet zusammen und konnte von Bahnangestellten festgenommen werden, die ihn den unterdessen herbeigeeilten Schutzleuten übergaben.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 26. Juli. In ihrer gesttigen Voll­versammlung wählte die Handelskammer für den Kreis Wetzlar an Stelle des verstorbenen Generaldirektors Kaiser den bis­herigen stellvertretenden Vorsitzenden Fabrikanten Adolf Reumann zu ihrem Vorsitzenden und Bergasseffor a. D. Ludwig Raab zu dessen Stellvertreter.

Explosion in Schotten.

S ch o t t e n, 26. Juli. Die Totenglo'cke wollte in diesen Tagen nicht verstummen. Ein hoffnungsvoller Jüngling und zwei Familienväter wurden durch das Brandunglück tödlich verletzt. Unter den Verblichenen ist auch der Rektor der höheren Bürgerschule dahier, Dr. Georg Rausch. Im April des JaKres 1898 übernahm er als junger Referendar die Leitung oer hiesigen Schule, die damals 40 Schüler zählte. Im Jahre 1903 wurde Dr. Rausch zum Oberlehrer und Rektor der Schule ernannt. Der neue Rektor erkannte das Bedürfnis eines weiteren Ausbaues der Schule und auch zugleich ihre Entwick­lungsfähigkeit, und so ging er Schritt für Schritt unter der denkbar größten Rücksichtnahme auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt auf sein Ziel zu. Sein Werk wurde mit dem besten Erfolge gekrönt, aus der kleinen höheren Bürgerschule ist eine Realschule geworden, die über' 100 Scküler zählt und 1908 einen Neubau beziehen durfte. Die Anstalt verliert in dem allzu früh Verstorbenen einen wissenschaftlich hoch gebildeten Leiter, einen liebens­würdigen Lehrer Und gerechten Vorgesetzten, öer als großes Muster stets vorbildlich wirkte.

Wie man uns schreibt, konnten bei dem Brand die Spritzen nur ungenügend in Tätigkeit treten, weil kein W as ser in der Bach und sehr wenig in der Leitung war, auch war das Schlauchmaterial sehr schadhaft. Von Diens­tag mittag bis Mittwoch abend erhielten wir eine Stunde Wasser, da der Hochbehälter für Brandfälle gefüllt werden sollte. Ein Glück, daß wenigstens noch der Mrchenbrunnen in Betrieb genommen werden kann.

Die Zigeunerjagd in Rheinhessen?

Tie Staatsanwaltschaft in Mainz bittet uns um Abdruck folgender Beschreibung der beiden Zigeuner, die vielleicht zur Ermittelung beitragen wird.

Am Samstag, 22. Juli 1911, wurde in der Nähe von Hechts­heim, Rheinhessen, wie bekannt, ein Mordversuch an einem Gendarmen verübt. Der Beamte erhielt einen lebensgefährlichen Schuß in den Unterleib; der Täter, ein Zigeuner, entkam und konnte bis jetzt poch nicht feftgenommen werden. In der Presse ist der Vorfall schon ausführlich behandelt worden, nickt alle Nachrichten aber waren zutreffend, namentlich was die Beschrei­bung des Täters anlangt. Im Interesse der Untersuchung wie im allgemeinen Interesse sei daher Folgendes mitgeteilt: Der Täter Zigeuner ist etwa 1,70 m groß, hat schwarze Haare, dunkle Augen, schwarzen, aufwätts gedrehten Schnurrbart, läng­liches Gesicht, ziemlich helle Gesichtsfarbe, schlanke Gestalt. Sein Alter wird vielleicht zu niedrig auf 27 Jahre geschätzt. Kenntlich ist der Gesuchte vor allem an einer Narbe auf einer wahrscheinlich der rechten Wange und an einem verkrüppelten Mittelfinger. Ter Finger ist in der Mitte verdickt und fast steif. An der einen Hand hat er vielleicht auch eine frische, von einem Stockhieb herrührende Verletzung. Am Tage der Tat trug der Gesuchte ein buntes Hemd rot mit weißen Tupfen dunklen, wahrscheinlich braunen, klein­karierten Anzug, Filzhut braun ober grün, wollig, mit langen, weißlichen Fäden mit hinten aufgeschlagener Krempe und Spielhahnseder. Seine Papiere lauteten auf Anton Folk- mann, geboren in Paris Korbmacher; sie sind jedenfalls falsch und der Gesuchte, der unter den Zigeunern als Ufenborner Er n st bekannt ist, heißt, wie sicher angenommen werden kann, Ernft Ebender aus Usenborn. Er reift meist mit seiner Frau, seiner Mutter und seinem Bruder zusammen. Tie beiden letzteren können nicht näher beschrieben werden, seine Frau dagegen ist blond, etwa 25 Jahre alt und sieht auf einem Auge, das stets saft ganz geschlossen ist, nichts. Mit dem Gesuchten entfloh noch ein älterer Zigeuner, angeblich fein Schwiegervater Valentin Maier aus Holzen in Westfalen. Maier ist etwa 50 Jahre alt, klein, schwarzhaarig, glattrasiert, mit blauroter, vorn ausfallend verdickter Nase.

Nach den letzten Nachrichten soll der Gesuchte und seine Angehörigen in der h e von Biblis gesehen worden sein, sie sollen beahsichugen^ sich ngch bem Odenwald zu wenden.

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cMHGckrt.

Ein Militärflieger.^ .

Qu er für t 26. Juli. Heute morgen 7i/2 Uhr lanbetc im benachbarten Barnstedt der heute früh auf dem ^oberrtzer Feld aufgestiegene Militärflieger Leutnanr Frecherr vT hu na mit Passagier. Er wollte nach Gotha flregen, mußte aber wegen Motordefekts landen. Der Flieger beabsichttgt, den Schaden so­fort reparieren zu lassen und den Flug alsdann beute rortzusetzen.

* Kontrolle der Brie sbestellung. Die Reichspostverwaltung bringt zur öffentlichen Kenntnis, bei welchen Bestellgängen die mit den einzelnen Postzugen be­förderten gewöhnlichen und eingeschriebenen Brrefsenoun- gen planmäßig zum Austrag kommen muffen. Ta dem wiederholten Ersuchen der kaufmännischen Krcye um T.neder- einfiihrung des Postankunftstempels em abschlagrger Be­scheid zuteil geworden ist, soll, rote dieNordd. Alla. Ztg. bemerkt, dem Publikum als Ersatz des Ankunft­stempels auf diese Art und Weise die Kontrolle erleich­tert roerden, ob die Briefsendungen rechtzetttg be­stellt morden sind. , . .

* Der schnellste Zug in Deutschland sahtt sett dem 1. Juni d. I. in Bayern, und zwar von München nach Nürnberg. Es ist dies der D-Rug 39, der München um 8 Uhr 25 Mm. vor- mittags (im offiziellen Fahrplan steht 8 Uhr 20 Mm. I) verläßt und in Nürnberg um 10.38 Uhr eintrifft, also nur 2 Stunden und 13 Minnten für diese 198,63 Kilometer lange Strecke benötigt. Tas entspricht einer Durchschnittszeit von 88,72 Km. in der Stunde. Besonders anerkennend ist zu konstatieren, dag dieser V-Zug auch die 3. Klasse führt. Mit der genannten Geschwindigkeit wolle man das gewaltige Tempo vergleichen, mit dem die Zuge von München ins Gebirge und zurück rasen! Und da wäre nur zu wünschen, daß die bayerischen Eisenbahndirektionen nicht nur Gewicht auf Renomrnierzüge, wie den obgengenannten, sondern noch mehr' darauf legen möchten, daß im allgemeinen der Zugsoerkehr dre sehr wohl mögliche Beschleunigung erfahre, und daß nicht, wie die Deutsche Alpenzeitung", München, schreibt, belspielsiveise auf dem Hauptbahnhof in München durch kleinliche, absolut verfehlte Spar- versuche der Verkehr gehemmt, anstatt gefördert wird.

Märkte.

geräumt.

42-00

88-00

48.00-49.0J

62.00-63.00

45.06-49.00

60.0062.00

48.00.4950

61.00-63.00

Mk.

5560 48-54

43-47

60.0062.00

61.0063.00

48.00-49.50

49.00-50.00

Mk. 91100 81-92 7380

Lebend- Schlacht- gewicht

Kälber.

Feinste Mastkälber . ......

Mittlere Mast- und beste Saugkälber . Geringere Mast- und gute Saugkälber

Schafe.

Stallrnastschase:

Mastlämmer und jüngere Masthammel Schweine.

Vollfleischige Schweine von 80100 kg Lebendgewicht........

Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht.........

Vollfleischige Schweine von 100120 kg Lebendgewicht........

Vollsteischige Schweine von 120150 kg Lebendgewicht........

Fettschweine über 150 kg Lebendgeiv. .

tc. Frankfurt a.M. Viehhof-Markt beri cht vom 27. Juli. Austrieb: 34 Rinder, barunter 10 Ochsen, 00 Bullen, 24 Kühe und Färsen, 820 Kälber, 49 Schafe, 856 Schweine.

Tendenz: Kälber flau, geräumt, Schweine belebt, nahezu

Preis für 100 Pfd.

Spielplan der liurhaur-Thealerr Bad Nauheim.

Direttion: Hermann Steingoetter.

Montag den 31. Juli:Die lustige Witwe." Mittwoch ben 2. August: Gastspiel der Hofschauspielerm Frl. Käthe Göthe vom Hostheater Darmstadt:Tie beiden Leonoren.' Freitag den 4. Ang.: Ter Zigeunerbaron." Sonntag den 6. Üluguft:Alt-Heidelberg "

kirchliche Nachrichten.

IsraeliüMe Hdißicüsgcclildjaft Gottesdienst.

Sabbat fei er am 29. Juli 1911:

Freitag abend 7.55 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Nachmittags 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 9.10 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 6.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.

Verantwortlich fürAus Stadt und Land" i. V.: K. N e u r a t h.

Müller'sche Badeanstalt.

Mass erwärme der La hn am 27. Iu li: 22° R.

Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen.

Wetter

1911

Temperatur der Luft ||

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Wind- richtung

Windstärke

Grad der tBeroölhung in grhni-I der

fichtb.

Sonnenschein

Sonnenschein

745,9

746,5

750,4

| 25,5 ! I 16,0

114,8

29,0

23,4

21,0

bis 26. Juli = ft- 29,9 6 3.

, 26. , = -f- 16,5 'Ü.

8 ! 2

SSW I 2

E 2

Höchste Temperatur am 25.

Niedrigste 25.

Niederschlag 1,2 nun.

Sanatorium Lindenfels

zwischen Darmstadt-Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelegen. (ssM

WoilenSie etwas feines rauchen

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