^tecriidxrnfig ue nächstjährige S
MrMefißtt sW verhaftet worden. Man nahm einen türkischen Soldaten fest, der verdächtig erschien, im italienischen Lager Spionage getrieben zu haben. Der Verhaftete schwieg auf alle an ihn gerichteten Fragen. In der Stadt herrscht große Bewegung infolge des fortgesetzten Eintreffens von Gefangenen, die zum großen Teil nach den Inseln Tramiti und Ustica gebracht werden. Die Verwundeten werden nach dem Hospitatschiff „Regina Margherita" und nach kleineren Militärhospitälern gebracht. Die italienischen Soldaten sind nicht bloß mit der Bewachung der Oase und der Stadt, sowie mit der Verstärkung der neuen Verteidigungslinien, sondern; onch mit dem Transport der Verwundeten uud tausend anderen Arbeiten beschäftigt; sie begraben auch die von den Feinden in der Nähe der ualienischen Linie zurückgelassenen Leichname. Die italienischen Verluste stellen sich ebenfalls größer heraus als gestern gemeldet wurde, es ist aber unmöglich, die Gesamtzahl an zu geben, da die notwendigen Meldungen noch nicht eingelaufen sind. Am schwersten litten das 84. Infanterie-Regiment, von dem 70 Mann kampfunfähig gemacht wurden, und die Kavallerie aus Lodi, die 18 Mann verlor. Die Erkundungsflüge werden fortgesetzt. Viele Gefangene versichern, daß die Araber den Türken nicht freiwillig folgen, sondern nur, weil letztere ihre Familien als Geisel genommen haben. Trotzdem kann man nicht leugnen, daß die arabischen Massen auch von religiösem Fanatismus getrieben werden, der in geschickter Weise in ihnen angefacht worden ist.
In Derna geht alles seinen ruhigen Gang. Die Ausschiffung der Truppen ist vollendet. Die in Malta verbreiteten Meldungen über Kämpfe bei Derna entbehren jeder Begründung. Auch Radiogramme aus Ben - GHasi melden, daß die Stadt und Umgebung ruhig sind. Aus Homs ist nichts! Bemerkenswertes zu berichten. Der Geist der Truppen ist gut, der Gesundheitszustand ausgezeichnet.
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Die neueste Kriegslage.
Tripolis, 29. Okt. (Agencia Stefani.) In der ver- gaugenen Nacht gegen -2 Uhr erfolgte auf die südliche Front der italienischen Stellungen ein neuer verhältnismäßig unbedeutender Angriff, der namentlich gegen den Brunnen Bumeliana gerichtet war, aber zurückgeschlagen wurde. Gegen 4 und 6 Uhr wurde der Angriff wiederholt und ebenfalls glänzend .abgewiesen. Sobald der Tag angebrochen war, stiegen Militärflieger zu E r tu n d igu n g s f l'ü g e n auf, big sich aber wegen des starken Windes nicht weiter als 10 oder 15 Kilometer ausdehnen konnten. Die Flieger berichteten, daß die Oase auf dem linken Flügel der Italiener noch von feindlichen Streitkräften besetzt sei, deren Stärke jedoch nicht abzuschätzen gewesen ist, da sie von Bäumen und Gebüsch verborgen waren. Ferner wurden einige Haufen bemerkt, die sich aus mehreren hundert Mann zu Fuß und Reitern zusammensetzten und zwischen der Oase und Aind Zara eine Beobachtungsstellung einnahmen. Von diesen Aufklärunosscharen sind, wie es scheint, die drei während der Nacht zurückgeschlagenen Angriffe ausgegan- aen. Im Süden bezw. Südwesten konnten beträchtliche feindliche Abteilungen wahrgenommen Werden.
Es verlautet, der im Kampf am 26. Oktober gefallene feindliche Führer sei der Kommandant der türkischen Streitkräfte in Tripolis. Nach anderen Berichten soll' es der Chef seines Generalstabs sein. — Seit 26. Oktooer beobachten die Araber sowohl in der Stadt wie in der Umgebung eine entschieden unterwürfige Haltung. Dies ist ein Zeichen dafür, welche schwere Verluste sie erlitten. — Die Lage in Homs ist unverändert. Eine drahtlose Depesche aus Tobruk besagt, daß eine italienische Aufklärungsabteilung, die den Zustand b/r Telegraphew- leitung untersuchte, von 200 arabischen Reitern angegriffen wurde. Die dortige Garnison, verstärkt durch zwei Kompagnien von den'Schiffen „Etna" und „Piemonte", ging, vom Feuer des „Etna" unterstützt, gegen die Angreifer vor und warf sie mit Verlusten zurück. Die Italiener hatten zwei Leichtverwundete.
Die Kosten des Krieges.
Die „Tribuna" erklärt bezüglich der von italienischen Uttb ausländischen Blättern veröffentlichten Mitteilungen rü.6er die Kosten des tripolitanischen Feldzuges: Auf Grund der Erfahrungen in den früheren Feldzügen in Afrika seien die leitenden Kreise der Ansicht, daß die Kosten, auch wenn der Krieg sich noch einige Monate hinziehe, 100 Millionen Lire nicht überschreite. Der Staatsschatz befinde sich in ausgezeichneter Verfassung und könne oas für die außerordentlichen militärischen Ausgaben erforderliche jGeld ohne besondere Maßnahmen liefern. Ueberdies verfüge der Schatz noch über 225 Millionen Lire kurzftistiger Schatzanweisungen, da von den 300 Millionen, zu deren Ausgabe das Parlament alljährlich ermächtige, erst 75 ausgegeben seien; ferner ständen dem Schatze auch beträchtliche Summen zur Verfügung, die er in deutschen, französischen, »englischen, österreichischen und anderen Banken deponiert Habe. Schließlich seien in den Kaffen hundert Millionen Lire an Gold und 200 Millionen anderweitige Depositen.
Der Dank des Königs.
Rom, 28. Okt. Die Minister des Krieges und der Marine haben folgende Depesche an die in Tripolis zind Cyrenaika kämpfende Armee und Marine gerichtet^
Der König drückt den Land- und Seestreitkräften, die in Tripolis Und Cyrenaika gekämpft haben und noch kämpfen, seine Genugtuung und seine hohe Bewunderung für den Mut und die Kaltblütigkeit, von denen sie vnederholte Beweise ablegten, aus. Die Marine und die Armee, die in Zukunft immer verknüpft sind durch so heilige Bande, haben sich wiederum wohlverdient gemacht um König und Vaterland.
Deutsches Reich.
Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt in ihrer Sonntagsnummer: Die Meldung eines hiesigen Blattes, daß zwischen dem Reichskanzler und dem Staatssekretär oes Auswärtigen einerseits und dem Staatssekretär des Reichskolonialamts andererseits ernste Differenzen wegen des Kongo-Abkommens beständen, die zu einem Rücktritt des letzteren sführen würden, entbehrt der Begründung.
Der Bericht des Budgetausschusses des «Reichstags über die Besprechung der bergrecht- pichen Verhält nisse und der Diamantenfrage in Südwestafrika, verfaßt vom Abg. Dr. Goller,
wissen hat.
Kreis Lauterbach.
auf der Spur.
Kreis Friedberg.
Auf dem Seigen- die Koffer erbrochen Dem Dieb ist man
stimmte Uhr ist gestern eingetroffen. — Hof wurden galizischen Arbeitern und insgesamt 2b Mark gestohlen.
Aus Stafct und Land.
Gjeiren, 30. Oktober 1911.
*• Tageskalender für Montag, den 30. Okt.: Stadt- Heater: 1. Gastspiel der DarmstädterHosoper: „Das Glöckchen
ist im Reichstage zur Ausgabe gelangt. Der Ausschuß beantragt die Annahme folgender Entschließungen:
1. Der Reichstag spricht die Erwartung aus, das; gemäß den Erklärungen des Reichskolonialamts, mit denen sich der Rncksstag einverstanden erklärt, die Organisation der Lramanten- örderer 'in Südwestaftika und deren Anteilnahme an der 2,ra- mantenregie bald vollzogen werde; 2. der Reichstag nimmt von den Erklärungen des Rcichskolonialamts über den Bcrgprozctz vom 1. Februar 1908 Kenntnis und spricht die Erwartung aus, daß gemäß demselben bei Verleihung von Sonderberechtigungen verfahren werde.
Horst-Frredberg an älterer und jüngeren tübttoaumcn eine prar- tische Unterweisung in Schnitt und Ausputz erteilen wird.
= Wieseck, 27. Okt. Ju der heutigeu Gemeinde- ratssitzung erläuterte der Vorsitzende vorerst, daß,in dem Baderaum der neuen Schule sich die Tünche als nicht dauerhaft erwiesen und durch Platten ersetzt werden müsse. Nachdem diese sich öfters iviederholenden technischen Fehler vom Gemeinderat gerügt worden waren, wurde dem Mau- rermeifter Hch. Oßwald die Arbeit zum Preise von 6.80 M k. für den Quadratmeter übertragen. Die Stelle eines Heizers' der Zentralheizung in der neuen Schule soll bis zum 1. April 1912 vorläufig besetzt werden. Die Bekanntmachung zur Meldung für Interessenten soll' auf ortsübliche Weise geschehen. Die Sandgrube in der Haide, die von Gebr. Seip- Lollar für den Preis von 400 Mk. ersteigert war, sand kerne Genehmigung. Es wurde bestimmt, sie nicht unter 500 Mk. abzugeben. Zur Wahlkommission für die Landtagswahl wurde Heinrich Becker als Protokollführer und bte Ge- meinderatsmitqlieder Deibel, Oßwald, Luh, Weller, Wacker und Deibel alä Beisitzer ernannt. Der Gehalt der ^,n- dustrielehrerin Frl. Hansult wurde von 450 auf 600 Mk. erhöht. Nachdem noch verschiedene Gemeindeangelegenheiten, die der Verbesserung bedürfen, besprochen waren, wurde die Sitzung geschlossen. .
Gr ü n b e r g, 29. Okt. Unter dem Vorsitze des Krers- schulinspektors Professor Dr. All-es to-urbe in ber Volksschule eine Lehrerkonferenz abgehalten. Seminardirektor i. P. Dr. Quentel hielt einen Vortrag und führte einige sehr schöne physikalische Apparate, Druck-, Saug- und Luftpumpen, vor. Lehrer Schmidt- Rüddingshausen bot zahlreiche wohlgelungene Versuche über Reibungselektrizität dar. Der Vorsitzende berichtete über den Lehrplan in der Fortbildungsschule und die geplante Einführung des Turn- und Zeichenunterrichts. Um den Zeichenunterricht werter zu heben, soll gelegentlich der Kreiskonferenz in Gießen eine Ausstellung von Schülerzeichnungen stattfinden. Die Versammlung beschließt, daß jeder Lehrer einen Vertrag für die Ki:eislehrerbibliothek zahl!. In nächster Zeit sollen größere Neuanschaffungen von Werken der neueren Literatur erfolgen.
△ Röthges, 28. Okt. Unser Kriegerverern verlor dieser Tage zwei Mitglieder durch den Tod, darunter den Kriegsteilnehmer Christian Schmidt, der 1866 hessischer Pionier war.
Kreis Büdingen.
i Ortenberg, 28. Okt. In unserer Gegend sieht man ganze Scharen von geringen Leuten hinaus in die Eichenwalbung-en eilen, um die Eicheln als Futter für die Schweine zu sammeln. In den Eichenwäldern kann man zurzeit häufig beobachten, wie das Wild, besonders das Reh, die Eicheln als willkommenes Futter verzehrtj.
i. O r t e n b e r g , 28. Okt. In B i n d s a ch s e n wurde dieser Tage durch den Genbarmeriewachtmeister B. zu Wenings ein etwa 24jähriger Zigeuner verhaftet. Es ist dies der schon seit längerer Zeit steckbrieflich verfolgte „Usenborner Ernst", der mehrere Straftaten auf dem Ge-
**DerVerbandDeutscherHandlungsgehilfen zu Leipzig hielt am Freitag einen öffentlichen Vortrag ab. Geschäftsführer Delling er aus Mannheim sprach über: „Sozialpolitische Streitfragen". Der Redner führte aus, daß viele Prinzipale zuviel Lehrlinge und solche mit ungenügender Schulbildung annehmen, die nach beendeter Lehrzeit ohne genügende Kenntnisse dem Berufe zugeführt würden. Die so ausgebildeten jungen Leute arbeiteten dann zu Schundlöhnen und drückten dadurch die Gehälter der anderen Handlungsgehilfen. Es müsse obligatorischer Fortbildungssckulunterricht mit Aufnahmeprüfung emgeführt werden, dann würden ungeeignete Elemente dem Kaufmannsstande serngehalten. Weiter beschäftigte sich ber Redner mit der Gehaltsfrage und tritt für Einführung von Mindestgehältern ein. Der Achtuhrladenschluß und die völlige Sonntagsruhe müsse reichsgesetzlich geregelt werden. Ferner sei die Beseitigung der Konkurrenzklausel erforderlich. Der Redner kam dann auf die Pensionsversicherung zu sprechen, die augenblicklich den Reichstag beschäftigt. Er hob hervor, daß sämtliche Parteien von der Notwendigkeit des Gesetzes überzeugt seien. Die Lebensversicherungsgesellschaften strengten sich jetzt an, noch möglichst viele Versicherungen abzuschließen. Dadurch würden gerade die besten Risiken der Pcnsionsversicherung entzogen. Der Gesetzentwurf müßte eine Bestimmung enthalten, daß die Versicherung, die seit Bekanntgabe des Entwurfes abgeschlossen worden sind, als ungültig erklärt würden. Er verlas eine Entschließung an den Reichstag, die einstimmig angenommen wurde. In der folgenden Aussprache wurde den Ausführungen des Redners zu- gefthnmt. Es wurde ferner gebeten, seine Stellungnahme zur Frauenfrage im Handelsgewerbe darzulegen. Herr Dellinger führte aus, daß die Frauenarbeit im Handelsgewerbe sich nicht oeseitigen lasse. Es müßten Schritte getan werden, um ber Frau den Eintritt in unseren Beruf zu erschweren. Deswegen forbere der Leipziger Verband obligatorischen Fortbildungsschulzwang mit Aufnahmeprüfung. Die Frau würde sich bann in vielen Fällen lieber anderen Berufen zu wenden. Ferner fordert der Verband, daß die Regierungen die veralteten Gesindeord- nungen, die teilweise noch das Züchtigungsrecht Anlassen, prüfen sollten. Es würden bann auch Mädchen ber gebildeten Stände sich dem Hausbeamtinnenberuf, ber ihrer Natur besser zusage, zuwenben und ber Llndrang nach anderen Berufen würde sich abschwächen. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen.
Landkreis Gietzen.
X Wieseck, 29. Okt. Der Oberhessische Obstbauoerein hat gestern im Kreise Gießen seine belehrende Tätigkeit, bestehend in Vorträgen mit ansckstreßeiwer Verlosung von Obstbäumen und Schriften über Obst- und Gartenbau mit Gartenbesichtigungen und Gemarkungsrundgängen, in unserer Gemarkung begonnen. In einer sehr gut besuchten Versammlung sprach Dr. Hoffmann-Friedberg über Beerenkulturen. Er ging davon aus, daß man in unserem Kreise auf diesem Gebiet noch sehr rückständig sei, obgleich man für diese Früchte in Gießen einen sehr guten Markt habe, auf dem für gute Früchte lohnende Preise bezahlt werden. Die Ausführungen des Redners fanden das Interesse der Dbftbauenben und Gartenbesitzer, so daß er nm Schlüsse seines Vortrages viele Fragen beantworten mußte. Heute fand eine Versammlung von Obstbauinteressenten in Rödgen statt, in der ebenfalls Dr. Hoffmann sprach. Am Montag wird noch eine Versammlung des Obstbauvereins in Leihgestern übgehalten, bei welcher Gelegenheit der Obstbautechniker Grafen-
L. 5 r i e b b e r g, 28. Oft. Der sozialdemokratische Verein hat sich mit einer Eingabe an die Stadtoerordneten-Ver- sammlung gewandt, in Anbetracht der Teuerung Kartoffeln, Brot, Fische re. anzukaufen und sie an die ärmere Bevölkerung zum Einkaufspreise abzugeben. Die Versammlung beschloß, einen Versuch mit Kartoffeln zu machen. Gestern hat die Bürgermeisterei die minderbemittelten Bewohner auf* gefordert, das Quantum anzugeben, das sie abnehmen würben. Die Stadtverwaltung wird bann ersehen, ob für Friedberg ein Bedürfnis zum Ankauf vorliegt. — Gestern abend gegen 8 Uhr wurde ein fremder Mann auf einem Wagen ins hiesige Spital gebracht, der anscheinend einige Tage im Ockstädter Walde gelegen hatte. Der Mann war steif gefroren.
m. Rieder-Mörlen, 29. Okt. Eine Bürgerne r s a m m l u n g beschäftigte sich mit der Frage der Errichtung eines Schwesternhauses. Hierfür ist das alte SchulhauS in Aussicht genommen, während die jetzt noch in ihm befindliche Schulklasse in dem neuen Schulhause untergebracht werden soll. Da die Versammlung auch von Gemeinderatsmitgliedern besucht war, ist anzunehmen, daß die Gemeindevertretung alsbald der Errichtung eines Schwesternhauses nähertritt, zumal wir keinen Arzt am Platze haben.
h. Vilbel, 30. Okt. Die Obduktion der Leiche des Nachtwächters Mvxter hat keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, daß Moxters Tod auf ein Verbrechen zu- rückzuführen sei.
Starkenburg und Rheinhessen.
hc. Darmstadt, 29. Okt. Ein Verbandstag der Hessin schen Staatsbaubeamten fand gestern nachmittag in Frankfurt statt. Den Vorsitz führte Großh. Baurat Becker- Gießen. Die Verhandlungen, die vertraulicher Natur waren, drehten sich um verschiedene interne Angelegenheiten im staatlichen Bauwesen, namentlich wurde die infolge der Sparsamkeitsbestrebungen in der Kammer angeregte Neuorganisation eingehend
~ Hör genau, 27. Okt. Zu dem am Montag hier beginnenden Kursus der wandernden Kreishaushal- tungs-und Kochschule haben sich insgesamt 35 Schülerinnen von hier und einigen Nachbarorten gemeldet. Diese Zahl wurde ut keinem der vorausgegangenen Kurse erreicht und es ist überhaupt die höchste zulässige Zahl, die infolge der mir sechswöchentlichen Dauer der Kurse ausgebildet Inerden kann. Mr die Gemeinde Engelrod wird voraussichtlich ein besonderer Kursus abgehalten, da sich an dem jetzt beginnenden Kursus keine Schülerinnen aus diesem Ort mehr beteiligen können.
Kreis Schotten.
i. Gedern, 28. Okt. In einigen umliegenden Orten herrscht schon seit längerer Zeit unter den Kindern der Keuchhusten. Besonders ernstlich tritt diese Krankheit in Ober-Seemen, Steinberg und Merkeiffritz auf. In den beiden zuletzt genannten Orten sind der Seuche bereits je ein Kind erlegen.
r. Ulrichstein, 28. Okt. Die für den Kirchturm be-
des Eremiten." Anfang 7 Uhr.
** Die Zweistirnrnen-Wähler bei der Landtagswahl machen wir daraus aufmerksam, daß sie, um den Wahlakt nicht unnötig aufzuhalten, im Wahllokal sich 2 Umschläge ausständigen lassen müssen intb in jeden Umschlag einen Zettel zu Nrn haben. Zwei Stimmzettel in einem Umschläge mit demselben Namen -zählen nur für eine Stimme. Wenn aber zwei Strmm- zettel mit verschiedenen Namen in einem Umschläge abgegeben] werden, sind selbstverständlich beide Zettel ungültig.
•• Lehrerpersonalren. liebertragen würbe bem Lehrer Joh. Alt in GraS-Ellenbach eine Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Eichelsachsen; dem Lehrer Otto Weber zu Steinberg eine Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Glashütten; bem Schnlamtsaspiranten Karl Volp au§ Linbenstruth eine Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Lollar.
•* Der erl'te anhaltende Frost ist heute nacht eingetreten. Er führte zu einem vermehrten Blätterfall, so baß die bunte Färbung unserer Wälder nicht mehr lange anhalten dürfte.
** Obligatorische Turnstunde in der Fortbildungsschule. Die Schulabteilung des hessischen Ministeriums hat an die Leiter der Fortbildungsschulen im Lande eine Umfrage gerichtet, wie diese sich zur Einführung des obligatorischen Turnunterrichts stellen. In den größeren Städten sollen die Schul- Ieiter meistens der Ansicht sein, daß die besteheirden Turnvereine vollauf das ihrige tun, um die schulentlassenen jungen Lewe tm Turnen auszubilden und daß die Einführung einer Turnstunde, wenn dies auf Kosten eines anderen Lehrfaches in der Fortbildungsschule geschehen sollte, nicht vorteilhaft sei.
Zluslnn-.
Im österreichischen Abgeordnetenhause wurde die erste Lesung des Budgets fortgesetzt. Der Finanzmrniiler wandte ich gegen die pessimisiische Auffassung der Finanzlage. Wenn das Haus mit der Regierung zusammenarbeiten und sich werter reformierend mit dem Budget beschäftigen würde, würden dre Besorgnisse um die Kursverluste sich als grundlos erwenen. Hummer (Deutsch-Radikal) und Freißler (Deutsche Arbeitspartei) sprachen sich für die Mitarbeit der Tschechen bei den Aufgaben des Parlaments aus, ohne daß rh ien y'. er für ein Kaufpreis bezahlt toeib , oder die Remyer. oec Verwaltung dabei leide. S e d l a k (Tscl^che) erklärte, man möge es einmal auf hie Mitarbeit der Tschechen ankommen lassen, dann werde man sich übcr’cugen, daß sie nicht darnach tracht n, die st. en 'wen ,u verspeisen. Dann könnte es auch c,einigen, zu einer V r- tändigung zu kommen. Die nächste Sitzung findet am 6. November statt. ___________
Heer riird Flotte.
Berlin, 28. Oki. Das „Armeeverordnungsblatt" meldet, daß nächstes Jahr die Manöver des dritten, vierten, zwölften und neunzehnten Armeekorps vor dem Kaiser statt- inden. _________________________
Überall erhältlich.
I Auergesellschaft
L Berlin 0.17 .
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In, Mainz, lä meder * I’ 20 Mark; der Ä 20 Mark mit D als er seine ■liegen N>W « S Mark zu b -^MenZlgarr ö Marl nach den k daß der „W D:Itbe in Hagen.er Mende, der mit surfte, nannte sich, ä 30-32 Jahre al taktlos, tränt, gra - 2er Mhuge < längere Zeit im D M Mark Erspar fci eine Gesellschafl Stu sie ihn betrun Äi Sonntag mvra .stunden, sein gesi inn Rock, Hut und rm. Heppenh^ Ihkineinnütziger I üdt heute hier untn ILltzschcl seine diesjc ILnitö gut besucht Wichen Ministerium I rgierungsrat v. H ■o|lmei|ter Wiege ffttnaN-Bensheii
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■ ■ ME M M ist nur echt in Originalpackung
mil Aufschrift „Degea


