Erstes Blatt
161. Jahrgang
Montag, 18. Dezember 1911
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Die heutige Nummer umfaßt 12 Selten.
EigentumS-
Ausland.
Tie Regierung C c ü e r r e t d) Ungarns ermutigte ihre Dolsct-ailcr in Berlin und Paris, den dortigen Regurun- gen die grundsätzlich. Zustimmung der Monarchie zum
mt»nnth*75WwDiertel* lährhd) Mk. »SO. Mir* Vlbhole- u. 3n>*iqrtenen monnllicb «L P>.; durch bie^oft IW. 9.— vierh-l- läbrL autidjL. Beste.lq. 3eiltnvreii: lokal lbi<U ausivans SO itlenniq. Gbftrcbnfteur: 91 Goetz. Verantwortlich für den politildjeii Zeil: August Loeq. fflt ..leuiNe- tone, , Herrn l|d)te»* un» .ükudiielodl" 9leu-
vie Reichrtagrwahlb.wegung.
Aus dem Wahlkreis Lffcubach-Dieburg.
M. Offenbach, Id. Tez. (Privattel.) Die nationalliberale Partei hat aus ihrer gestern in Groß- Umstadt tagenden Bertraucnsmännerversammlung für den Wahlkreis Offenbach-Dieburg den früheren Oberbürgermeister Brink von Offenbach als Reichstagstandidat aufgestellt.
Aus dem Wahlkreis Mainz-Oppenhe.m.
d. Mainz, 18. Dez. Tie fortichrurliche Volks- p art ei l/ielt am Sonntag nachmittag im Ratskeller eine stark besuchte Versammlung ab, die besonders vom Lande gyt besucht war. Es wurde beschlossen, mir der nationalliberalen Partei keinen gemeinschaftlichen Kandidaten aufzu- stellen, sondern bei der Reichstagswahl mit einem eigenen Kandidaten vorzugehen. Eine Kommission soll die notigen Schritte wegen eines Kandidaten tun. Tie Rational
Nr. 297
Ter Wietzener Anzeiger erscheint täglich, aufeet Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamilienblStteri twctmnlroöchentl.Kreis» bleu färben Kreis Sieben (2ien5iag und Freiing); zweimal monatl. Land, wirtschaftliche Leitfraoea ttenifpred) - Anschlnise: für die Redaktion 112, $ erlag u. Expedition 51 Adresse für Teveschen:
Slnzctger Wit-feen.
Lin Kampf mit Berbern in Marot'o.
Pari-, 17. Diz .lus Fez m.rd gtiKib t Zwischen einem ans dreihutidert Reitern besteb.nden ^er- berI auf c n unternommen haue, unb zioci von französischen Instruk- tionKossiziercn bcfc. :iqi?ii scherifischen Abte11un - gen fand etwa 12 Kilometer von Fez ein Gefecht statt. Tic Berber wurden mit bttr.id)llidieu Verlusten in die Flucht geschlagen, die scherifischen Truppen yatten drei Tote und zehn Verwundete.
Tie sraiijösisch.spanifchkv Verhandlungen.
Der rufsisch-türtische Konflikt über perfien
Ter Hauptteil der russisck)en Tnippen steht noch immer <nJ™; er wird aber rmzweifelhaft den Vormarsch nach Teheran antreten, wenn die Perser nicht auch den letzten Punkt des russischen Ultimatums erfüllen, also darein wtlltgen, daß künftighin Ausländer nur mit cnglisch-russt- sd>er Zustimmung in persischen Diensten angestellt werden dürfen. Lb dazu bei der nationalen Haltung des Mcdschliß und des ganzen persischen Volkes überhaupt irgendwelche Aussicht ist, falls sich nid)t die persische Regierung dazu entschließt, das Parlament aufzulösen, bleibt abzuwarten. Aber gerade in diesem Falle droht der persischen Regierung ein Volks auf st and, und Rußland fände dann, wo das Leben und Eigentum seiner Staatsangehörigen aufs äußerste bedroht ist. erst recht Grund, in Persien ein- zuschreiten.
Diese Gefahr selben auch die persischen Patrioten kommen. Sie suchen daher, da England sie in diesem Falle nach den sehr gewundenen Erklärungen Asquiths im Stiche lassen dürfte, nach anderen Bundesgenossen, die dem weiteren Eingreifen Rußlands in die persischen Angelegenhei- ten, das ja nur mit einer Wahrscheinlid) dauernden Be- setzung Nordpersiens enden würde. Halt gebieten. Ganz naturgemäß ist man da zuerst auf Deutschland Der- fallen, aber dem Deutschen Reiche sind durch das Potsdamer Abkommen die Hande gebunden, und so blieb weiter nichts übrig, als den GesamtmohamcoanismuS gegen den russischen Expansionsdrang in Persien mobil zu machen, also vor allem an die Türkei zu appellieren. Der türkische Dtinister des Auswärtigen hat, wie wir an anderer Stelle berichten, in der tta mm er f 1*11111 g am Samstag nur betont, daß die Türkei die Integrität Persiens schützen wolle und daher durch ihre Bolschaslcr Rußland und Persien empfohlen habe, 11 ad) einem Verständigungsmittel za suchen. Diese Erklärung würde ein türlischcs Ein» greifen in die persische Frage ausgcsdjlossen erscheinen lassen, wenn die Uneigennützigkeit der russischen Politik gegenüber Persien wirklich über jeden Zweifel erhaben wäre, und wenn nicht die Türkei, falls Rußland durch innere Wirren genötigt sein sollte, nad) Teheran zu mar- llchieren, selbst ein ivesentliches Interesse daran hatte, bei >er bann trotz aller Anerkennung der Integrität Persiens dennoch sich anbahnenden Aufteilung zwischen Rüßlaud und England sich ihren Anteil zu fidjeni.
Daß die Türkei daran denkt, tann keinem Zweifel unterliegen. Das jungtürkische Regiment möchte nach den Verlusten von Bosnien und der Herzegowina, sowie von Ru- melien, heute, wo ihm unter Umstanden noch der Verlust von Tripolis und vielleicht nod) weitere Verluste in der europäischen Türkei drohen, gerne auch etwas auf der Gewinnserte buchen können, um sein namentlich durch eine Niederlage im Mriege gegen Italien vollends erfajuueneö Prestige dem ottomanischen Volke gegenüber wenigstens einigermaßen wiederherzustellen. Dazu aber würde eine mehr oder minder unijangreidje „Grenzregulierung" in Persien reichlich Gelegenheit bieten. Nur wird man ab- warten müssen, ob die Türlei hier eine Gebietserweiterung unter friedlicher Zustimmung der Mächte erhält, oielleidji als Kompensation für Tripolis, oder ob sie sid) diese erst gegen Rußland erkämpfen muß.
Der türtijdjc Minister des Auswärtigen hat — und das muß in höchstem Grade aufsallen — sich nidit darüber geäußert, ob die persischen Meldungen bezüglid) einer Zusammenziehung turfifdier Truppen an der persisdj-russisajen Grenze zutreffend sind, und nod) weniger darüber, ob diese Truppen schon persisches Gebiet betreten haben, und ob die lürlische Regierung die Abjichl hat, sie so lange da zu lassen, bis die Russen .Persien wieder geräumt haben.
Paris, 17. 2ed. Zu fcen ranzö in ch-s panische» Verhandlungen wirb aus Madrid beriet:.!: Tu Wanst che Negierung treib., obgi.iih sie das unbesckrnü recht bei ihrer Zo
Man mag von den persischen Alarmmeldtingen. daß die Türkei Persien mit 400000 Mann im Kampfe gegen Rustand zu unterstützen gedenke, und da«; ein turkiichcs Frei- willtgenkorps in Stärke 'von 35000 Mann schon auf dem Wege nach Teheran fei, nod) so viel abyehen, das eine ist jedenfalls sicher, daß man sich in Konstantinopel durch das russische Vorgehen in Periien in seinem eigenen Interesse bedroht fühlt und die persische Frage für mindestens ebenso ernst hält, wie die Tripolis- und Tarda- nellenfrage in ihrer Wirlung auf die Balkanvvlkcr.
Turch diese Haltung dcr Tiirlci genenüber dcm persischen Problem hat dasselbe zweifellos eine Verschärfung erfahren. Tenn das persisd;e Volk scheint gewillt zu fein, eine türkische Unterstützung gegen Rußland mit gewissen Landkon- Zessionen in dem Wetterwinkel am Urmiasee, wo die türkische, persische unb russische Grenze in einem 2r..cd auf- einanderstoßen, zu bezahlen. Das ist ein schon seit Jahr- Hunderten zwischen Türken und Persern strittiges Gebiet, dessen endgültige Abgrenzung auch nicht durd) den unter enalisch-türtischer Garantie erfolgten Vertrag uom Juni 1847 möglich war, weil die dort wohnenden Stämme in ihrem Freiheitsstolz sich weder der türkischen, noch der persischen Autorität unterordnen wollen. So konnten sich die Türken vor einigen Jahren Landstriche in der Gegend des Urmiasee ancigncn, woraus Rußland, dem Hilfeschrei des persischen Nachbarn folgend, vom Kaspischen Meere und von Transkaukasien aus Truppen in Form von „Konsulats- wachen" bis nad) Labrie vorschob, angeblich, um Persien gegen den türkischen Feind zu schützen, in Wahrheit aber wohl, um bei den persischen Wirren nicht zu spät zu kommen.
Es verdient ba. er alle Beachtung, daß Persien jetzt den turlijdicn Feind gegen den russischen au.'zuspieten trachtet. Wie es heißt, stehen türkische und russische Truppen bei Choi einander feindselig gegenüber. 'Aber dennoch vermögen wir an einen kriegeri.chen Zusammenstoß vorerst nicht zu glauben, weil ildußland baburd) mtt seinem Freunbe England in Kollision geriete, das in einem Gc- Heimvertrag vom I sich verpflichtet hat, für die
Abtretung der Insel Chpern die türkische kleinasiatische Grenze verteidigen zu Helsen. Freilich, derartige Verträge bedeuten heute, wo sich ßie politischen Verhältnisse gründlich verschoben laben, nur ein Stück Papier, das zerrissen wird, sobald es der hohen Politik wünschenswert erscheint. Aber es ist noch sehr die Frage, ob England nicht doch hier zwischen Rußland und oer Türlei au^gieichend roirti, weil, wenn die Flinten südlich vom Kaukasus loSgehen, sie ohne Zweifel ihr den Frieden Europas störendes (riijo auf dem Balkan finden werden. Tri-wliSfrage — Tar- banellcnfragc — Persische Frage — sie bilden heute einen Komplex, der sich — soll der Volkerfrieden trotz der Scheidung der Großmächte in zwei feinbliclfe Lager erhalten bleiben — nur gemeinsam auf dem Wege von Kompensationen lösen läßt.
begreife, das; Frantteich in Dcr spanischen Zone kein andere- fRcfliiue zugedcn könnte, als in der «einen. Wirkliche <9d)iuMißleiten bcieitc nur die Frage der iübliäcn Zone Spanien wolle sich wohl zu Konzessionen 1:11 .vinterlanb?, aber nicki an der den kano rischen Inseln, grec.’ül nicgciibrn Müße ftmedaiien.
Deutsches Ucicb.
Wie ein fDlitglu j Haup ... aiwes dcS Ällbcu t- schen Verbandes, Luperiiuendenr Ä l i n g e m a n n in Euen, mitteilt, wurde vom Auswärtigen Amt die Beteiligung des Verbandes an den Sammlungen für die Deutschen in Sud-Brasilien als nicht errounfd)^ bezeichnet, damit -ick) bet der bekannten Entstellung bet Ziele des Verbandes nicht etwa in Brasilien die Meinung festsetze, das T-euiidic Reich beabfidjligc in Brasilien mehr als lediglich die Unterstützung der bcorängten Landsleute. Daraus hat der Geheime Kommerzienrat Kirdorf, der Mitglied des Hilssausschu,ses ist, fein Amt nieder gelegt und ist ausgeschieoen Ter Alldentiche Verband beschloß, selbständig eine Sammlung einzuleiten, wofür Kirdorf als erster 1000 Mk. zeichnete. Dazu bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": Ter Sachverhalt ist folgniber: Tas Auswärtige Amt hatte im Interesse der Hilfsaktion für Blumcnau Einladungen zu einer Besprechung an bekannte private Wohltäter ergehen lassen. Die nachträglich von dritter Seite angeregte Hinzuziehung des ^Ulbeutschcn Verbandes zu der Besprechung wurde im Hinblick auf den Kreis der Einge- ladenen, da in dieser reinen Wohltätigkeitssache auch andere polnische Vereine nicht cingeladen seien, für untunlich erklärt. Zn der eingangs erwähnten Mitteilung ist dieser Sachverhalt gröblid) entstellt.
_______., General-Anzeiger für Gberhefsen
Kit die Xagrtnununer «oiaiionsorntr unv Verlag der vruhl schen Unw.-Vuch- unb Stcinbruderet R. fange. Redaktion, drpcöition unb Drndcrel: SdnifttraM 7. r,nth;_hlt l*ttD Donn br‘ __________________Bübingen: Zenisprecher Nr. 269 Geschästrstelle vahnhofstraßc 16«.
recht bei ihrer Zone vorgt • . gen haue, untn gewissen urgschaitcn einen idtcnnidi.-n Bcrlrrler in diesem Gebiete Aulaiirn, tu sic
liberalen stellen als Ka-idioaten Herrn Lberlehrer Tr Otto Keller-Oppenheim auf.
(Ein brutaler IkberfaD auf englische Minister.
Ein FrauenstimmrechtSfanatiker t,t xonbon hat eine seltene Roheit begangen. Durd, einen Wurf da er den Minister £loi;b George, ber eine 1 berale Frau.nvrrsamm- lang seines Besnd>.s gewürdigt l at.c, empfind.ich verletzt:
London, 1<>. D z. Llo. d George und Edward Gr en sprachen abend in der Versammlung einer liberalen orancnüccrinigung über das 5t i mm re di t Als sie die Scrfammfung verii.s en. fchl ud.rte em munnlldicr Anlänger des Fran mftimmredit eine M ef f t n g b ü d) f e auf Die Minister und t r n » Llohd George in» Gesicht. Die Büchse zersdmiti ihm die Lippe und verletzte das linke Auge, das Llohd George fast einbüßte. Ein der Tat verd..d)tigcr Mann wurde am Ad end verhaftet.
Die Duncan-Schule in VarmftaSl.
R. B. Darmstadt, 17. Tczembet.
Tas neue Heim dcr Elisabeth-Duncan-Schule ist heute mittag in Gegenwart des Großherzogsvaarcs und einer statt- Uchen Anzahl geladener Gäste mit einer FestlicheU cingervecht worden. Die Festrede hielt Henry T h o d e, wahrend dcr Vor- sidende des Vereins zur Förderung der Eiisabelh^Duncan-Schule, Herr v. P a s so va nt - Frankfurt a. M., die großherzoglichcn Herrschaftcu und die Ehrengäste willkommen hieß. Nach dem Festchor: „Zur Wintersonncmvcnd" von dem Tirck.or dcr Tunemi- Schule, Herrn Max Merz, entroarr dieser ein Bild von den Bestrebungen dcr Schulen, die darnach strebt, auf den ganzen Menschen iwrbildttch zu wirten für eine Erzichung, m-ld?c Der körperlichen unb geistigen Ausbilbimg der Iugeno voiiwmmcn gleiche ^erech- tigung zucrlemu, ben Sinn für bie Bebeutung praktischer Slibcit wachrufr und aus der sich notwendigerweise sowohl lünsttcrischc Forderung wie Leistung von jelbft ergibt.
Im Anschluß an seine Ausführungen teilic ber Reoner mit, daß die Stifter ber Schule alle b:e Mädchen, die vorn 16. bis zum 22. Jahre als Lehrerin ober Künstlerin für Die Ausbreitung dieser Ideen wirken wollen, materiell sicher stellen würden.
Ein Reigen von 7 Schülerinnen, die nach Sätzen von Gluck, Bach unb einem Scherzo von Merz in ihren leichten Schleier- gemänbent ihre harmonisch-graziösen Tänze Vormonat, erregte allgemeines Entzücken. Nach der Besichrigung des neuen Hauses vereinigten sich die Teilnchmer zu einem Festmahl.
Das neue Heim der Tuncamioule ist an einem der schöniicn und idyllischsten Punkte von Darmstadts Umgebung, bei der Marienh ö he errichtet worden, nx> der Großherzog ein prächtiges Gelände von 10 000 OuadratMetern zur Bernigung gcitcll: hat. Tas nach den Plänen des Mannheimer Archrtei.en -lu-
leisen erbaute Gebäude enthält den 24U Gcoierlineicr großen Fest- und Uebungssaal, während sich im anderen Flügel bie Schul-, Speise- und Umerhaltungsräumc, und im Obergeschoß Wohn- und Schlasräurne, sowie die Zimmer für das Lehr- und Aussichts- Personal befinden. Tancöen befindet sich ein großer Ueöungs- und Spielplatz im Freien, sowie Gartenanlagen. In das neue Heim, in welchem bequem Platz für 50 ©d?ülerinnen vorhanden ist, haben zunächst 20 junge Mädchen ihren Einzug gehalten.
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rb. Ter langjährige Generaldirektor des Darmstädter Hof theaters uno der Hofmusik, Geh. Ho rar Emil Werner wird mit dem Dblaui der gcgenroartigen Soicd zeit Aniang Mai n. I. in Den Ruhestand treten. Nachdem der Großberzog das schon früher eingercidite Enrlassungsgcsuch ab- gelehnr harte, ist das neue, im vorigen Monat cingereiäne Gesuch dieser Tage genehmigt worden. Emil Werner gehört dem Darm- ftäDtet Hoftheaicr feil 44 Jahren ununterbrochen an. Er trat mit Beginn dcr Lvielzeir 106,7 6b al- Schauipielcr für das dbaratteriad) ein und erwarb »ta, alsbald die volle Gunst des Publilurns. 1894 erhielt er den Tüel Hofthcaler-Tirellor uno am 13. Avril 1895 wurde er zum Direktor des Hofthearcrs und der Heimu'ik ernannt. Geheimrat Werner hat sich um bie fünft- lerischc Enlwicklung des Darmstädter Hoftbcaters unbeuicitbat aroßc Vcrdiem.e erworben. Als scm Nachfolger wurden schon jrühur Ruooll Presber, Savus-München und em hiesiger ehemaliger Lssizier genannt.
— Eine vv i o cv n t> a entdeckt. 2ius B a n t 2 11 c r wird uns unterm 16. Tczemo.r gemubel: Zolloeamic sanocn bei der llnlcriuchnng von Kisten, die aus Padua iiamnuen, an Bad, das auf Holz gema*: ist und oie „Gioconda ' Darixellt. Die genauere Untcrfuaung ergab, bau die Grögenmaize nicht Diefelacn ind, w-: bei dcr echten „Groeonda'. Man g.aual, daß es hg um ein Kunsaverk handell, dav Dem Museum in Florenz gehört.
K K Eisenbaynen im Mccrc. In längster Zeu ist eine sonderbare rechn .. . Anlage cm .anöen im fernen ümcriEa, con ber Du gt'chickr > . ..eien xedinnaen Monatshefte stuit- gart, Franahch?c XSCi*i3- v^uD.ung; bv**—,-n. Die nördliche jQälftc
ber sogenannten FloriDastraß-e, ui? l. oaibinsel Florida von Jluba irennt, wird von einem 2d;-, itm l .iner Inuichen aus- gcrüllt. Die aus einem recht ilau.a:, ur.gcndS über b Meter tieieit Meeresgrund emvsrragcn und die >ioriba >ieys bilden. Tie lüdlichue, lant .rüste cuicT Inseln . 1 1 ij berühmt. Key Ecu, Borscntonige. Um Key West reckt Ina : und ichncl! ran Neuyork aus erreichbar zu mack en, hat man neucromgs eine Ei' cnbahn mitten durchs Meer, über d 1 e Kette ber Florida KeyS hinweg, gebaut, die von Miami auf Floiwi biS m -i) West 210 Kilometer lang ist, und von der nur 165 Kilometer auf seuem Boden verlausen. Der Rest von 45 Kilometern verläuft zwischen den einzelnen Infeln übet Meer 1.arme hinweg. Z:x längste ran Den DcrqanCenen einzelnen Viodulten ist der von 1‘ang Key, oer 111 * Kilometer lang ,st tuti) auS 186, un Korallinqesttin des Mcereebcdrns veranterten Pfeilern besteht. In Der Mute d.li'cS großen ViaDnkis rerliert man lc» l'ano auf beiden 2eiten vollständig aus Dem Auge, man bcfinoct >-ch in vor Eiünbalm ntüien auf dem — Tor cau d.r stey L.est-Bahn wurde im 2.lieber 1904 begonnen, 1908 war sie die ^dnights Key fertig, es fehlicn noch etwa 75 Kilometer. Der furchtbare Wirbelsturm vom 11. Cb. 1909, ber Key West größtenteils »erflöne, Hai ,edoch auch cch Bahnbau bart mitgenommen, so daß bte Bahn bis beute noch nicht iertiggeitellt worden ist. Wegen der m ben Dortigen Meerrstetten, trotz Dem seichlen Saffet, oh auf rort entlüft hohen Wellen muhten die sRei'e volle V- Meter doch übet ; em Meeresspiegel geugt werden, wocutch der Bau n-tur. l >'chr crheb.ich tuneurrt worden ist. Schon vor den Crianichäden vom CHöbet 1909 Hoile do- Unternehmen 15 Millionen Dollars, also 60 Millionrn Mark retjchlungen!
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen sckaft. ein Achtzigiahriger. Ter emerit. 0. Professor Der 1‘cnbroirtitbaft Der Techniichcn Hochschule ;u München Tr. ohrl. Karl ^eifew itz begeht am 21. ds. Äts seinen b0. Geburtstag. Er ist zu Torsmatt, Reg.-Bez. Lüneburg geboren 1868 übernahm et das Amt eines landwittschastlichen Wanpet- lehrets nir Die Provinz £ betreffen. Nach injabager Wirklamleit in düset Slei.ung wuroe et zum orbentliaien tietjrer lür rtandwiruchaft am Zoll;: chnikum in Datmstadt etuanm. 1873 folgte er einem Rus nach München.


