Der italienisch-türri.che Krieg.
In Ermangelung kriegerischer Ereignisse im Felde wird der Zeitungskrieg zwischen Italien und der Türker ausgiebig fort^cfc^t *
Rom, 15. Tez. Das türkische Kriegsministerium veröfsent- licht eine Depesche des Kommandanten der türkrschen Truppen in Ben-Ghasi, welches be,agr, bau die Italiener Dumdumgeschosse und andere Explosivgeschosse verwendeten, die durch die internationalen Uebcreinkommen verboten sind. Der Kommandant soll auch angekündigt hoben, italienische Munitionskisten mit Dumdumgeschossen nach Konstantinopel zu senden.
Diese durch den türkischen Minister veröf.entlichte Nachricht entbehrt, so erklärt die Agenzia Stefani, jeder Begründung. Es genügt, auf die Tatsache hinzuweisen, daß bisher keine Munttions- kiste den Italienern vom Feinde genommen worden ist, denn er wurde stets geschlagen.
Rom, 15. Tez. Aus Tripolis, Ainzara, Tatjura und Homs ist nichts neues zu melden. Kundschaster und Flieger bestätigen, daß das Gebiet nördlich von Aftzies fast völlig vom Feinde geräumt ist. Ein Teil der Türken soll sich in Garian, ein Teil in Azizies befinden. Bei den Türken sollen noch etwa tausend Araber von Gebe! und aus Zavia, sowie einige Häuptlinge aus anderen Ortschaften, jedoch ohne Mannschaften lein. Es sind Anzeichen vorhanden, daß die Araber die Türken mit der Absicht, sich den Italienern zu unterwerfen, verlassen.
Aus Ben-Ghasi wird nichts neues gemeldet.
so übernimmt der erste Präsident den Vor,ist und e§ steht dann im Belieben des Hauses, sich zu vertagen oder auch sofort die Wahl der beiden Schriftführer, die Brldung der ständigen Kammerausschüsse und des landständrschen Mitglieds der S taats schuld eu-Verwältung vorzunehmen. In der Regel erfolgt jedoch die Bildung der Ausschüsse usw. erst am zweiten Tage, um den verschiedenen Fraktionen Gelegenheit zu geben, sich über diese meist nicht leichte Aufgabe auszusprechen.
Zum ersten Präsidenten der Kammer durste, tote schon früher bemerkt, der nationalliberale Abg. Oberbürgermeister Köhler und zu Stellvertretern wieder die Herren Oekö- nomierat Korell (B. d. ^.) und Justizrat Dr. Schmitt (Zentr.) ernannt werden.
Die feierliche Erössnung der Ständeversammlung erfolgt dann am Mittwoch, 20. Dezember, mittags 12i/2 Uhr, tm Großh. Residenzfchloß durch eine Thronrede des Großherzogs.
** Ein verschwundener Abgeordneter. Der Landtagsabgeordnete und frühere.Bürgermeister I 0 u st von Butzbach, dessen Mandat noch drei Jahre gültig ist, ist verschwunden; dem Einweftungsk'ommissär der Zweiten Kammer ist die an Joutz ergangene Einladung zur Erössnung des 35. Landtags am nächsten Dienstag als „unbestellbar" wieder zugegangen. Erkundi-gungen bei der Bürgermeisterei Butzbach sowie beim Kreisamt in Friedberg ergaben, daß Joutz verzogen ist, die in Frankfurt und Bao-Nau^eim eingezogenen Erkundigungen — er sollte dort gesehen worden sein — hatten bisher keinen Erfolg.
Die Reichstagrwahlbewegung.
Aus dem Wahlllreis Glebeil-Grunbcrg-Ridda.
Vom Wahlbureau für die Kandidatur Erkelenz erhalten wir einen Ueb er blick über die erste Woche der liberalen Wahlagitation im Gießener Wahlkreise:
Die erste Woche liberaler Werbearbeit zur kommenden Reichs- tagswahl liegt hinter uns. Nach dem glänzenden Austritt in Gießen haben in einer Reihe anderer Orte des Wahlkreises Versammlungen stattgefunden und die ersten Zusammenstöße mit den gegnerischen Parteien haben gleich für die nötige Feuertaufe der Wahlredner gesorgt. Der Kaitdidat selbst, Herr Verbandssekretär Erkelenz, sprach am 9. Dezember vor stimmungsfroher Versammlung inL 0 llar. Ein soziatdemokrackscher Reoner aus Frankfurt versuchte dort für seine Partei mit norddeutsche sozialdemokratischen Dtethoden zu arbeiten. Bei Schluß der Versammlung verlieb er mit seinen Freunden den Saal in dem Gefühl, daß man in Overlnu-u nicht nou/ £.iiart"|uÄ-r Mcth^oc agitieren darf. Am 11. Dezember war eine glänzend besuchte Versammlung in Da ub r tage n. Herr K r u m m-Gieszeu versuchte in sachlicher und anständiger Art die Gedanken seiner Partei zu vertreten. Aber er wird Eount den Abend als einen Erfolg empfunden haben. Am 13. wurde dann den Rednern zu Gemüte geführt, wie auch moderne Verkehrsmittel gelegentlich störrisch werden können. In Rüttingshausen uno Grünberg sollten Versammlungen sein. Aber nicht weniger als acht „Pannen" zwangen schließlich dazu, Rüttingshausen nicht zu besuchen und sich auf Grünoerg zu DCiiymin'. 11. Fünizig Personen waren int ersteren Ort leider vergeblich erschienen. . Ter Verlaus in Grünberg war gut. Der Führer der nationalliberalen Partei sprach sich recht günstig aus über die Rede des Herrn Erkelenz.^ Während Herr Pfarrer Schick eine Lanze brach für den Antisemiten und resigniert sagte: wer dann das deutsche Vaterland schützen sollte, wenn cs öe.ue kon,ervaooen ^bgeoroncten mehr im Reichstage gäbe? Herr Erkelenz mußte Herrn Schick daran erinnern, daß bisher die Schützer des Vaterlandes, die Soldaten aus den Kreisen der Bauern, Bürger und Arbeiter gekommen wären, lend oum an luu/ngen Omztcren üu-j diesen Kreisen könne es nicht fehlen. Am 14. waren zwei Versammlungen in Geilshausen und Londorf. Herr Erkelenz entwickelte sein Agrarprogramm vor den Lauern dieser Ortschaften und fand uneinge,chrünkt Zustimmung, während die Herren Redakteur Münz und Sekretär Kuhlmann die Sünden der schwarz- blauen Reaktion beleuchteten.
Von Tag zu Tag werd letzt das Versammlungsleben lcbhaster. Am kommenden Sonntag hat der liberale Kandidat in sieben Versammlungen zu sprechen, wobei noch sieben andere Redner Mitarbeiten. Herr Prof. Urstadt und Herr Kuhlmann hielten bereits Versammlungen ab. Und von dem Augenblick, der uns die liberale Einigung als Tatsache beschert, werden hoffentlich die Sck-aren der Mitarbeiter waä)fen. Nächsten Dienstag spricht Herr Erkelenz mit Herrn Pfarrer Korell in Nidda.
Im Wahlkreis Wetzlar-ckUenkirchen
ist, wie uns aus Weilar mugeteUt wird, zwischen den Christlich-Sozialen, der fortschrittlichen Volkspartei und den Konservativen vereinbart worden, die öffentliche Wahlagitation in der Zeit vom 23. b is 28. Dezember sowie am 31. Dezember und 1. Januar ruhen Anlassen. Tie Zentrumspartei stellt Ljre Wahlagitation für dieselbe Zeit ein mit Ausnahme des 1. Jan., an welchem sie nachmittags 3 Uhr eine Vertrauensmännerversammlung und daran anschließend eine öffentliche Versammlung abhalten will. Tie Sozialdemokratie will ihre öffentliche Agitation ruhen lasjen vom 22. bis 26. Dezember. Von den in Frage kommenden Parteien haben nur die 'Nationalliberalen die Anregung, einen „Waffenstillstand" für die Feiertage p vereinbaren, ablehnend beantwortet.
Tie württemberglschen Konservativen.
Stuttgart, 16. Dez. Das Organ der Württemberg i s ch e n Konservativen, die in Stuttgart erscheinende „Retchspost", teilt mit, daß int 13., 15., 16. und 17. württembergischen Wahlkreis leine konservativen oder bündlerischen Kandidaten aufgestellt werden. Als Wahlparole wurde von der konservativen Parteileitung der Grundsatz proklamiert, feine (Stimme einem Natio- ttalliberalen, Demokraten oder Sozialdemokraten.
Die Zukunst Chinas.
Petersburg, 16. Tez. Die „Rowoje Wremja" meldet aus Peking: Ter chinesische Ministerrat entsandte eine Delegation mit dem bekannten Politiker Panschae nach Udschana zwecks Unterhandlungen mit den Rebellen. Die Regierung wird den Rebellen den Vorschlag der Errichtung eines konstitutionellenStaatenbundes mit doppelter Spitze, einem erblichenKönigund einem gewählten Präsidenten machen. Tie Realisierung dieser monarchischen Republik wird in Regierungs- und Tivlomatenkreisen bezweifelt.
Eine chinesische ZeUung meiöet aus Tschungling, daß in Wutaschau; vier Missionare getötet wor- den seien.
Ans StaOt nnd Land.
Gießen, 16. Dezember 1911.
• * Tageskalender. Stadttheater: Sonntag nach- mittag 3)4 Ubr: „Polnische Wiufchast-: abends 1% Uhr: »Tie 2chnengallerie."
Colosseum: Täglich Vorstellung.
Kinematograph: Täglich Vorstellung.
Biograph: Täglich Vorstellung.
W e 1 c> n a ch l s - A u s > ü h rang 111 der neuen Aula Sonntag nachnütlag 5 Uhr.
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** Vom Deutschen Buchdrucker-Verein geht uns folgetides zu: An die Auftraggeber des deutschen Bucy- druckgewerbes! Im deutschen Buchdruckgewerbe tritt nach abermaligem Ablauf der jeweils fünfjährigen Tarifperioden am 1. Januar 1912 der von Arbeitgwern und Arbeitnehmern neu revidierte Buchdruck w-Loyntarif in Kraft, der wiederum für fünf Jahre giL. Mit der Einführung desselben ist eine je nach den örtlichen Verhältnissen auf 10 bis 15 Prozent festgesetzte Lohnerhöhung verbunden, die den Arbeitern als Ausgleich der verteuerten Lebenshaltung gewährt worden ist. Die Buchdruckerechesitzer finb nicht in der Lage, diese Mehrbelastung selbst zu tragen und sehen sich tnfolgedessen genötigt, ab 1. Januar die Lruckpreise entsprechertd zu «rrhöhen. Die geehrten Auftraggeber des Buchdruagewer^es bitten wir, hiervon Kenntnis zu nehmen und die um das nouvendtg,te Maß zu erhöhenden Preise zu bewillig m.
Leipzig, im Dezembi r 1911.
Der V0rstand des Deutschen Buchdrucker- Vereins
Dr. Petersmann-Leipzig, Vorsitzender Wilhelm Bär-Leipzig — L. Baltz-Berlin — M. Bauchwitz- Stettin — Albert Brofchek-Hanwurg — Geh. Kommerzienrat Georg Büxenstein-Berlin — Otto Edler-Hannover — I. B. Gratzl-Deünchen — Ernst L>aberw..d-Lrtpz:g — Wckhelm Karras- Halle — i?r. Viktor Klinlhardt-Leipzig — Eugen Mahlau-Frank- surt a. M. — Max Neusch-Breswu — A. Neoen Du Mont-Köln — Geh. Kommerzienrat ur. I. Neven Du wtont-Estratzburg — Kommerzienrat Hans Oldenbourg-Ncünchen — Eugen Rieger- Stuttgart — Georg Wagner-Posen.
Franz Kohler, Generalsekretär.
* * Lehrerpersonalien. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Schwabsburg, Joh. B a st i a n aus sein Nachsuchen.
* * Ernannt wurde der E:t^ueraufseheraspirant Gefangenaufseher am Landes^uchthaus Marw.llchlotz Val. Kissel, zurzeit in Alsfeld, zum Sleuerausfeher und ihm der Auffichwbezirk Alsfeld mit dem Wohlwrt Alsfeld zugewiescn.
* * Studeutljche u Ul e r r l chtsk u rse für Arbeiter lind Unterbcamle. Am Sonntag vormittag findet eine Führung durch die U n iv e rj itü ls - S a mm l u n g alter Kunst mit vorausgehendem Vortrag statt (KoUegiengebäude, Ludwigsiraße 23).
* * Sta dttheater. Auf die beiden Vorstellungen des morgigen Sonntags, nachmittags „Polnische Wirt- f chaft", abends „A h ncn g0 ler ie", sei nochmals hin- gewiesen, da beide Werke in den bisherigen Vorstellungen stets außerordentlichen Beifall errungen haben. Beide Vorstellungen werden bei kleinen Preisen gegeben.
• * 41 un |t oe r e 1 n. Tie gegenwärtige Ausstellung ist nur noch morgen Sonntag von 11 bis 3 und am Montag von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Von Dienstag an bleibt die Ausstellung wegen vollständigen Wechsels der Gemälde vier Tage geschlossen. Es gelangen dann einige für den Turnus angemeldete Gemälde zur Ausstellung, die aber auch nur kurze Zeit hier bleiben. Verkauft wurden noch „Mecklenburger Bauernstube" von H. Koberstein-Berlm und „Tiroler Bauer" und „Tiroler Bäuerin" von G. Rötzler-München.
• * Die Anlagenmusik fällt morgen aus.
** V 0 m Ausschuß der © t u b i e r e n b e n. Wir werden um bie Mitteilung geoeten, baß infolge einer Verwechslung in vem Personalbestand dec Universität als stellv. Vorsitzender im „Engeren Ausschuß" stud. jur. Adolf Mathes genannt ist. Tas Amt des stellv. Vorsitzenden im „Engeren Ausschuß" wirb in diesem Semester von der Verbindung „Adelphia" verwaltet und zwar von stuo. phü. Karl sJJt arhe s.
** Heber die Lehre des Mainzer Katholikentages sprach im ,,'a iab ’ m i f cbe n V 1 smarabund" Generalsekretär Wahl. Ter Vertreter des Bundes begrüßte du: Aistvesenden und betonte, daß katholisch und ultramontan nicht gleichzustellen fei. Katholisch wird in religiöser und ultra- montan in politischer Beziehung gebraucht. Ter Redner führte ecwa aus: Jeder Katholirentag hat eine doppelte Natur. Erstens soll er den Opsergeist und das Pflichtgefühl gegen den Papst stahlen. Zweitens treten Redner auf, deren Reden vorher genau zusammengestellt |inb, die über politische und kulturelle Gebiete sprechen. Ter Zentrumssührer Groeber meinte dieses Jahr, „wir stehen am Vorabend großer politischer Kämpfe, die im Winter ausgefochten werden sollen, daher ist es unsere Pflicht, einig zu sem . Nur streng ultramontane Reoner würden zugelassen, daher^kornmt eö, daß Leute wie Prof. Schell-Würzburg nicht zum ^pr euren l’uinen. kji.uiui Muii.ui habe uciiia-d» zur Einrg- teit geniahrck Jeder Zwist solle ein Jahr zucückgestellt werden! Ttesec Satz stehe wohl aus guten Gründen nicht im offiziellen Festblatt, aber er wurde gesprochen. Weiter gelte der Kamps Ballestrem habe gesagt, „wir sind die beste Garde des Papstes". Marx: „können wir es dulden, daß immer starker der Rus ertönt, die Schule gehört unter das Regi- rnciit be/ Staates,^ nicht dec Kirche?" Galen habe gegen ba$ ^üchstsrecht des iLtaates über die geistliche»i Orden gebrochen. (Eesuuen und dre Schwestern vom heiligsten Herzen Jesu.) Selbst gute Katholiten, Professoren und Richter, hätten sich gegen sie gcioanöt. ckie Schwesiern, die einen Sitz in Elsaß hatten, errichtete n dort eine förmliche französische Kolonie. Atan sollte sraiizosisch beten, da her gotteSsürchtige Franzose Golt mit Sie ES,.“ nr>?e\‘beL putsche nur mit Du. Die Borromäns- Enzhllna, die die scharssten Angriue auf die deutschen Protestan- ten enthielt, touroc als $JtaturnoüDenoigtcit bezeichnet. Rechts- amuali viunips-i'-^unchen habe nicht nur konfessionelle Schulen, solidem auch lathoiische Tanzvereine verlangt. Der 'Jintimober- miteneib, der ieoc jreie Forschung an tachoiischen llnioer.itäten unteroinöet, sei in ieder Beziehung verteidigt worden, lliilverfi- tatsprosc,ioren wurden auf Dem Katholikentag in einem Atem
Bei eintretendem Tamvetter iqb Schnee und Eis zu ent- »'Oelungsprämien 1 fernen; bei Schneefall muß dns Trottoir rein gekehrt und .. 1;. einem äunben 50 oies bei fortdauerndem Schneefall, so oft als nötig, wieder- j Äfchü Luittutii vor
holt werden. Der Verein der Hausbesitzer hat mit
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Winter werden die Hausbesitzer an die Einhaltung der Polizeiverordnung erinnert, wonach bei Glatteis das Trottoir genügend mit Asche oder Sand bestreut werden muß und zwar längstens mit Mlauf der ersten halbni Stunde nach Entstehen des Glatteises, und wenn dieses in der Nacht entstanden ist, spätestens bis 7x/a Uhr morgens.
M im MM un Jtagung in M atenGefLn'güi mchnet.
Der am 27, Ap Mel/e £). ')?. war . Ip a/s Knecht 1 j’.m Heinere Betr-
Zurechn Der 48 Jahre alt M als Bevollmäch^ j Grundstücken besb p Oberhessens verst rj aber wider sein ?! alte Frau hatte >.7M quittiert. Er !.fiht, und fing eine rite er nicht wenige it einen großen Pro ::lor. Der Richter ii einem Querulant iloien waren, richt! jrin er geradezu u ijvb. Er hat sich l verantworten. D Äich hintergangm is .ücht und Amtsgerick 1 bringen. Währen chen zuhöck, entfte' mchnungsfähigleit Adlung aus, ihm zu lassen.
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'Hraun,e;J Sfllärung • ta bat vo
dem Gießener Wach-, Schließ- und Trottoirreinigungs- Jnslitut die erforderlichen Abmachungen getroffen, um für seine Mitglieder ein Abonnement zu ermöglichen, das den Hausbesitzern nicht nur diese lästigen Pflichten abnimmt, soiidern durch pünktliche und sachgemäße Befolgung der Polizeivorschriften Unannehmlichkeiten, wie Bestrafung oder ^chadenserjatzansprüche, von den Wonnenten fern hält. ES wäre zu wünschen, daß von dieser Einrichtung, die der tzausbesitzerverein jedoch nur für seine Mitglieder geschaffen hat, recht zahlreiche Hausbesitzer Gebrauch machen, Damit eine für die Verkeyrssicherheit im Winter und für die Allgemeinheit wichtige Frage eine befriedigende Lösung ,indet.
Landkreis Gießen.
= Hausen, 15. Tez. Auch hier hat sich das Bedürfnis nach einem großen Saal herausgestcllt. Gastwirt S ch a r b t hat mit ben Vorarbeiten zu einem neuen Saal bereits begonnen.
Kreis Schollen.
a. Schotten, 15. Dez. Durch die beabsichtigte Ec- schließung von Baugelände scheint sich die Bau tust zu beleben; bei Ausführung der Projekte erhält Schotten mehr und mehr ein garten st abtähnlicheS Gepräge. — Tie elektrische Beleuchtung eines Teils der Vorstadt wird diese Woche in Gebrauch genommen. — Zum Umbau beS Bahnhofs sollen 99 000 Pik. vorgesehen sein, eine Summe, oie kaum hinreichen dürfte, die Betriebsanlagen den Bebürs- uissen entsprechend zu gestalten. Es wird allgemein ge* wünscht, ein ansehnliches Bahnhossgebäube zu erhalten. — Tie Furcht vor der Lia ul- und Klauenseuche hatte in dec Ätachbarschaft ein hastiges Ausführen der Haus- ichlachtungen zur Folge. Da aber die Seuche sehr vereinzelt und nicht bösartig auftritt, hat sich die Furcht gelegt.
mit blöbgcfoffc’.ten 53m: 1 nln;eintrinf'evn her Großftabtspeliiiüen genannt. Es sei höchste Zeit, den srechen Angrissen entgegen- zutreten. Als es England gewagt habe, ein Anssichtsrecht über Deutschland zu beanspruchen, hat sich das deutsche Volk wie, ein Mann gewehrt. Wer dem deutschfeindlichen, kultur- und wissen- schaftfeindlicyen Rom steht es noch gleichgültig gegenüber. Auch bie konservative Partei, bie oft mit bem Zentrum zufammengehe, richtet sich in ihrem neuesten Kalenber S. 13 gegen ben Ultra* montanismus. Der Vortragenbe forberte bie Anwesenben auf, ben Bismarckbnnb mit Wort unb Tat zu unterstützen. „Nach ber Satzung bes akabemischen Ausschusses bars keine Tisknssion stait- finben. Ungeteilter Beifall ber Zuhörer würbe.dem Rebner zuteil.
** Stenographie. (Ver,piuet emgtgangenj Am letzten Samstag feierten bie Gabelsbergerfchen Sienographeiwereine am Gymnafium, Realgymnafium unb an der Oberrealschnle im Philo- lophenwald ihr Stiftungsfest im Anschluß an ein Verbanbsschreiben overhestischer Schülervereine. Der Vorsitzende des Vereins am R.-G. unb an der O.-R. Weber dankte den Gasten für ihr zahlreiches Erscheinen, die Hoftnung aussprecheno, auch in Zutunst das Gabelsbergcrsche ©intern an ben Schulen gepflegt zu lehen. In der Festrede legte der Bezirksleiter, stuo. theol. Berger, bie inneren Vorzüge des Gabelsoergerichen Sy,Mns bar. Herr Loh überbrachte im Namen des Männervereins nnb ber „Stenv- graphiichen Ge,ellschaft" Glüawünsche. Herr E. Meyer, Vor- fttzenber der „Äkadeimisck-en Vereinigung" und Herr H. Roloff, lajlofien sich diesen Wünschen an. Mehrere muzikcnische Vorträge, cm gut gespieltes Theaterstück, einige humoristische Einlagen, Ver- ifliung und Saalpvst sanden großen Beifall. Ten Schwß bildete ein flotter Tanz, der Jung unb Alt bis zum frühen Morgen zu- lammenljieit. Bei bem Preisfchreiben erhielten ersten und Ehrenpreise: In 200 Silben: 1. und Ehrenpreis E. Weber, R.-G. Gießen. In 180 Silben: 1. Preis R. Weisenberger, Seminar uciedberg. In 160 Silben: 1. und Ehrenpreis W. Jordan, O.-S. G.; 1. Preis Fr. Koch, G. Friedberg. In 140 Sllben: 1. unb Ehrenpreis K. sJJieib, O. S. Gießen; 1. Preise: R. Sck;midt, R. G. G., E. Kramer G. G., O. Hornberger G. G., H. Müller G. G., R. Fourier G. G., O. Trapp G. G., E. Geitz R. G. G., W. Krapp S. Fr. In 120 Silben: 1. und Ehrenpreis: E. Höxter O. S. G., G. Egly R. Fr., W. Weller O. S. G., R. Schäfer G. Fr. In 100 Silben: 1. und Ehrenpreis: L. Wahl G. Fr.; 1. Preise: H. Schenk R. G. G., W. Goldschmidt R. G. G., E. Vingel O. S. G., A. Langer R. Fr., Ph. Winkler G. Fr., H. Euler O. S. G. In 80 Silben, 1. und Ehrenpreis: K. Heil O. S. G.; 1. Preise: K. Herzberger O. S. G., E. Nelken- swck R. G. G., K. Lang G. Fr., H. Schütz R. Fr., H. Spitz- nagel O. S. G., H- Nachtigall O. S. G., H. ÄLüller O. S. G. In 60 Silben: 1. und Ehrenpreis: M. Sadowsky O. S. G.: 1. Preise: E. Brück O. S. G., H. Krämer O. S. G., F. Köhler R. G. G., H. Fuhr R. G. EL, W. Schlehenbecker N. G. G., F. Schlicphake N. G. G., W. Klingspor G. G„ W. Gemmecker G. G., O. Bvpf S. Fr., H. Müller O. R. G.
** Sachbeschädigung. Drei von auswärts zugereiste angetrunkene Haudwecksburschen passierten heute nacht 111/2 Uhr die Schulstraße, um eine Schutzuiannspatrouille zu suchen, bei dec sie sich als obdachlos melden wollten. Einer davon zertrümmerte dabei an einem Laden eine große Erkecscheibe. — Die Personen, die in der letzten Zeit zahlreiche Erkerfcheiben durch Schnitte beschädigten, sind von einer Schutzmanns- Patrouille bei Ausübung ihrer lichtscheuen Liebhaberei erkannt und zur Anzeige gebracht worben.
** Trottoirreinigung von Schnee und Eis und Streuen bei Glatteis. Beim herannahenden
Der Arbeiter I. iS Nre alt uw .trafanitalten zugebc »strafen erlitten Stahle und (Straf
Zuchtbaus ve Wud und das! yr geständig und i « Ä Friedberg ■ W er verba ° noch bei dem A le-, um snne Vo 2 teltgniert zugibt ? mißbrauchte
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©tartciiliurn und Rheinhessen.
(M) Offenbach, 16. Tez. (Priv.-Telegr.) Der 20-jährige Fabrikarbeiter Franz Lotz hat nach dem Besuch eines Mine* matographentheaters auf ojfeuer Straße aus Ei,ersucht seine siebzehnjährige Geliebte Mathilde Müller durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt.
Kreis Wetzlar.
— Wetzlar, 15. Tez. In der heute in Frankfurt a. abgehaltenen Aufsichtsrats-Sitzung dec BuderuLschen Eisenwerke berichtete der Vorstand über bas voraussichtliche Erträgnis des laufenden Jahres. Trotz der bisher unbefriedigenden Preise für Roheisen und einzelne Gußerzeugnisse, besonders Llluffenbruckrohre, wirb dank ber durch Betriebsverbesserungen eingetcetenen Selbstkoslcn-Vec- biUigung der erzielte Gewinn bei den gleichen Abschreibungen wie im Vorjahre die Verteilung einer Dioibende von 6 Prozent auf bas infolge dec Verschmelzung mit ber Zeche Massen erhöhte Aktienkapital von ÜJlf. 22 000 000.— gestatten. Im Vorjahre wurden von Buderus 51/, Proz. Divibenbe auf Dik. 12 500000.— Aktienkapital und von Niassen 6 Proz. Divibenbe auf Mk. 7 000 000.— Aktienkapital gezahlt. Wie ber Vorstand weiter berichtete, herrscht zurzeit in allen Betriebsabteilungen eine lebhafte Beschäftigung.
+ Aßlar, 15. Dez. Trotz ber herrschenben Dürre bc3 verflossenen Sommers und der geringen Fulterernte ist bec Viehbestand nicht zurückgegangen. Das Gesamtergebnis


