Ausgabe 
21.7.1911 Erstes Blatt
 
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reife aus Persien Erwähnung tut und ihre Ueberraschung und das Bedauern darüber ausdrückt, daß es die russischen Behörden versäumt hätten, das Versprechen einzuhalten, das in Artikel 11 des Protokolls vom 25. August 1909 enthalten sei. Die persische Regierung erkläre, daß Ruß­land die Verantwortung für alle Unruhen und die Verluste an Eigentum trage, die aus der Landung des früheren Schahs entstehen tonnen.

Revolution aus Haiti.

'Kap .Haitien, 20. Juli. Die Stadt, die gestern nachmittag von den Revolutionären eingenom­men wurde, wird gevlündert. Alte Generale, die sich der Revolution widersetzten, flüchteten in die Konsulate. Der französische Konsul wurde, als er die Lokalbehörden um Schutz bat, leicht verwundet.

Derit-ckes Nercv.

Bei dem erkrankten Rcichstagsabgeordneten Lie bermann v. Sonnenberg ist ärztlicherseits ein schwerer Schlaganfall mit Lähmung der rechtsseitigen Körperhälfte fest­gestellt worden. Das Bewußtsein des Kranken ist noch nicht zurückgekehrt.

Ter sozialdemokratische Rcichstagsabgeordnete Zu­beil wurde am Donnerstag abend in Berlin von einem Straßenbahnwagen zu Boden geschleudert. Zubeil wurde mit einem Krankenwagen nach seiner Wohnung gebracht. Er ist ver­mutlich innerlich verletzt.

Ausland.

Bei einer Kavallerieübung bei Altbunzlau stürz ten infolge undurchdringlichen Staubes über einen gestürzten Reiter etwa 30 folgende Dragoner. Tie Soldaten wie die Pferde sind fast sämtlich verletzt, einer schwer.

Das englische Unterhaus blieb bis Donnerstag früh 51/* .Uhr versammelt, weil die Arbeiterpartei lebhaften Ein­spruch erhob gegen die Annahme des Paragraphen 11 des Ver­sicherungsgesetzes, welcher bestimmt, daß Personen, die nach dem Arbeiterentschädigungsgesctz und ähnlichen Bestimmungen Entschädigungen erhalten, nach dem Versicherungsgesetz keinerlei Zahlungen erhalten sollen. Ter Vertreter der Arbeiterpartei, Ramsay Macdonald, erklärte, die Arbeiterpartei stehe vor dem Entschluß, das Gesetz überhaupt abzulehnen, falls ihre Vor­schläge auch weiterhin zurückgewiesen werden sollten. Lloyd George erklärte: Wenn Sie das Gesetz zu Falle bringen, über nehmen Sie eine Verantwortlichkeit, die ich nicht mit Ihnen teilen mag. Paragraph 11 wurde darauf mit 99 gegen 23 Stimmen angenommen.

Der Rat der Reichsbank in Petersburg beriet am Don­nerstag mit Vertretern von Privatbanken, des Finanz- und Han­delsministeriums über die wegen der diesjährigen Ernte zu treffenden Maßnahmen. Die Vertreter der Reichs- bank wiesen auf die in vielen Gegenden z u erwartende Miß­ernte hin, weshalb cs notwendig sei, das Korn dem I n - markte zu erhalten. Sic schlugen vor, die Geldvorschüsse auf Beleihung des Korns zu vergrößern und den Zinsfuß zu er­mäßigen. Die Vertreter der Privatbanken erklärten, eine all­gemeine Mißernte sei nicht zu erwarten und es sei außerdem von der vorjährigen Ernte noch genügend Korn vorhanden. Trotz des Hinweises der Vertreter der Reichsbank, daß die Kornaus­fuhr in^ diesem Jahre wegen der Mißernte in Amerika und in einem Teile Westeuropas besonders groß sein werde, blieben die Vertreter der Privatbanken bei ihrer Meinung. Eine Verstän­digung wurde nicht erzielt.

Deutsche AoLouien.

Unruhige Eingeborene in Teutsch-Ostafrika.

Berlin, 20. Juli. Aus Teutsch-Ostasrita meldet das Kom­mando der dortigen Schutztruppe, daß in der Landschaft Urundi Karawanen farbiger Händler ausgeraubt und niedergem acht worden sind. Ta auch Polizeipatrouil­len beschossen worden find, stellte das Kommando dem Resi­denten Uruitdis, dem Hauptmanil von Langen-Steinkeller, anheim, mit einer aus der in Usambara stehenden 9. Kompagnie und einem Teil der in Udjidji stehenden 6. Kompagnie gebildeten Expedition «egen die Unruhestifter einzuschreiten. Den Vorgängen wird übrigens an zustättdiger Stelle feine ernstere Bedeutung bei.» gemessen.

historische Kommiffloit für Hessen undwälKck.

Dem soeben erschienenen Jahresbericht der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck ist folgendes zu ent- .nehmen: Tie 14. Jahresversammlung wurde statutengemäß am 17. Juli im Senatsaale der Universität zu Marburg unter dem Vorsitz des Prof. Dr. Frhr. von der Ropp ab­gehalten. Aus der Reihe der Patronen, Mitglieder und Mitarbeiter waren rund 30 Herren aus allen Teilen Hessen- Nassaus, des Fürstentums Waldeck und des Großherzogtums Hessen erschienen. Die Rechnungsablage schloß einschließ­lich des Uebertrags vom Vorjahre ab mit 12 924.26 Mk. Einnahmen und 4342.94 Mk. Ausgaben, Bestand 8581.32 Mark. Der Bericht enthält u. a. Mitteilungen über den

schwinden. Die sogenannten Kanäle sind hiernach als aus- gespwchene Bruchlinienzüge zu deuten. Sicher ist, sagt Dr. Graff, daß der Bau dieser Spaltensysteme sehr verwickelt ist, so daß sie an kleinern Instrumenten hum anders als in der bisherigen Form feiner gerader Linien wiederzugeben sind. Aus demselben Grunde sei es unstatthaft, aus der zeichnerischen Darstellung dieser Spaltensysteme auf ihre Breite Schlüsse ziehen zu wollen. Je nach dein Gegensatz der in ihnen zusammenstoßenden Schollen in bezug auf Glanz und Färbung formen die Bruchlinien außer­ordentlich schmal sein uni) doch von der Erde aus deutlich erkannt werden. Die blaugrauen Gebiete auf dem Mars zwischen dem Aequator und 40° südlicher Breite weisen so viele leicht wahr­nehmbare Abstufungen in der Farbentönung auf, daß die "Annahme einer zusammenhängenden Flüssigkeitsobersläche in diesem Teile des Planeten so gut wie ausgeichlossen ist. Bleibt man, sagt Dr. Grafs, bet der Hypothese, daß in den grauen Gebieten uns das flüssige Element der Marsoberfbläche entgegentritt, so hat dieses jedenfalls nickst die Form unserer Meere. Eher würde, ins Große übertragen, meint der genannte Astronom, ein von zahlreichen Prielen durchkreuztes Wattgebiet eine Vorstellung von dem ungefähren Charakter dieser Marslandschaften geben. Be­sonders charakteristiich und sehr merkwürdig findet Dr. Graff die vielen matten Halbinseln, welche die vorhin erwähnte graue Zone durchqueren. Es ist auffallend, daß diese Halbinseln fast ohne Ausnahme sich in der Richtung von NW nach SO erstrecken Die Jnielreiheu in 30" bis 50" südlicher Breite hält der Beobachter zum Teil für schwache Erhöhungen, wofür besonders eine Be­obachtung von ihm am 23. Oktober 1909 spricht. Ta diese ^iseln sich durch hohen Glanz auszeichnen uiid die gleiche Er­scheinung sich auch an einigen Gebieten der nördlichen Halbkugel ntutmtibtr« daß auch diese Flächen ben Charakter von Erhöhungen tragen. Andere Beobachtungen lehrten aber, daß ber zeitweise hohe Glanz einzelner Gebiete auch in gewissen meteorologischen Vorgängen auf dem Mars seinen Grund haben kann.

. Kurze Nachrichten ans Kunst und Wissen- $a ।L. r,^r .vom Preisgericht mit dem ersten Preis bedachte Entwurf für dte Trierer Nordbrücke, der von der Bau- Dhknhoff u. Widmann in Biebrich und den Künstlern Professor M c i ß n er- S ar m ft a d t, Bildhauer Killer-Münzen etagereickst wurde, wird nach einem Beschluß der Stadtverordneten zur Aussuhiung kommen. Für den Brückenbau mürben 1 400 000 Mark .bewilligt,

Stand der jeweiligen wissenschaftlichen Unternehmunaen, welche sich Fuldaer Urkundenbuch, Landtagsakten, Chro­niken von.dessen und Waldeck, Landgrafenregesten, Detter- auer Reichsstädte, hessische Münzgeschichte, ^uellen zur Ge­schichte des geistigen und kirchlichen Lebens, Klosterarchive, Klosterlexikon. Beiträge zur Vorgeschichte der Reformation in Hessen uiL Waldeck, Sturios Jahrbücher der Neustadt Hanau, hessische Behördenorganisation und h es stich er Lehen­staat betiteln. Archivrat Dr. Küch legte gemätz dem.vor­jährigen Beschluß eine von ihm verfaßte Denkschrift vor über die Herausgabe 1. eines Quellenwerkes zur Rechts- und Verfassungsgeschichte der hessischen Städte int Mittelalter und 2. der hessischen Urbare. Die Inangriffnahme beider Unternehmungen und der Abdruck der Denkschrift im Jahres­bericht wurde beschlossen.

L. U. Zum Rektor der Landes Universität wurde Pros. Dr. Walter König für die Zeit vom 1. Oktober 1911 bis 30. September 1912 vom Großherzog bestätigt.

* Eisenbahn - Personalien. Der Packmeister Böhiner wurde zum Oberpackmeisler, die Schaffner Honig, Erb, Linkmann, Dönges, Kümmel und Döll zu Oberschaffnern ernannt.

** Bezirksackerbau- und Obstausstellung zu L i n d h e i m. Am 19. d. Mts. sand auf Veranlassung des Land- wirtschastskammer-Ausschusses für Oberhessen und des Obst- und Gartenbauvereiiis Büdingen eine Besprechung über die Abhaltung einer Bezirksackerbau- und Obstausstellung für die Bezirke Lind- heim, Büdingen und Wenings in Stockheim statt, an der als Vertreter des Landwirtschaftskammer-Ausschusses der stellv. Vor­sitzende, Landtagsabgeordneter Breidenbach-Dorheim und Sekretär Schwarz-Gießen und als Vertreter des Obst- und Gartenbau­vereins Büdingen dessen 2. Präsident, Kommerzienrat Cloos- Nidda und Kreisobstbauinfpeltor Melternich-Bütingen teilnah- men. Vertreten waren fast sämtliche Orte des Ausstellungsgebietes durch die Vertrauensmänner der Landwirtschaftskammer und son­stige Interessenten. Die Ausstellung soll vom 7.8. Oktober in Lindheim unter der Voraussetzung abgehalten werden, daß nicht durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Ausstellungs­gebiet ein Hindernis eintritt. Mit der Ausstellung soll ein Saatgutmarkt der Hessischen Saatbaustellen durch die Land- wirtschastskammer veranlaßt werden.

** Du s fünfte o n § e r t unserer Regimentskavelle, das gestern in Steins Garten stattfand, hatte sich eoenso wie die seitherigen Äbonnementskonzerte eines guten Be­suches und lebhaften Beifalls zu erfreuen. Obermusikmeister Löb er hatte wieder ein geschmackvolles Programm auf- gestellt, das durch das Auftreten des Kgl. Kammervirtuosen Paul Wiggert von der Kgl. Oper in Dresden noch eine besondere Zugkraft erhielt. Der Gast handhabte fein In­strument mit der blendenden, scheinbar spielenden Technik, die erst den Meister macht, und sein Instrument, das einen glockenklaren, goldenen Ton besitzt, umschmeichelte rasch die Sinne der Zuhörer, die dem Künstler lebhafte Tankes- bezeugungen abstattete. Prächtig waren die Klänge aus Schottland, deren Komponist der Künstler ist, und nicht minder schön war die Romanze sans paroles, sowie die Serenade in f-dur. Die selten schöne Reinheit der Ton­gebung, sowie der reiche Klang der Trompete verdienen uneingeschränkte Anerkennung. Auch das übrige Programm fand ungeteilten Beifall. Besonders zu erwähnen find ber flotte P. H. V.-Marsch von Th, K r a u s k o p f in Gießen, die beiden Waldhorn-Quartette, die tadellos gespielt wurden, sowie der prickelnde MarschHoch mein Regiment!" von W. Löber. Die übrigen Nummern zeugten in ihrer an= genehmen Abwechslung und ihrer vorzüglichen Durchbil­dung ebenso von Geschmack und Umsicht. Obermusikmeister Löber leitete seine Kapelle mit dem ihm eigenen Schneid und Temperament.

Sta dtt heater. In der Dienstag-Aufführung von GilbertsKeusche Susanne* wird Frl. Alma Walls, die schon im dritten Jahre dem Kurtheatec in Ems angehört, die Titelrolle geben. Frl. Walls, die im Winter als beliebtes Mitglied am Basler Stadttheater tätig ist, steht ja vom ver- gangenen Jahre her noch im allerbesten Andenken hier. Ihr sprudelndes Temperament ist es denn auch in erster Linie, das den außerordentlichen Erfolg der Novität in Ems ent­schied. Sicher darf die übermütige lustige Operette auch hier wie übrigens allenthalben auf dieselbe Wirkung rechnen.

** Der Grade flieg er Kahnt unternahm heute früh auf dem Trieb bereits zwei Flüge, um seinen Apparat zu probieren. Der erste Flug dauerte 6, der zweite 12 Mi­nuten ; beide führten über Alten-Buseck und Wieseck.

* Zu ben Schauflügen auf dem Trieb wacht das Polizeiamt bekannt, daß das Betreten der abgesperrten Flache streng verboten ist. Es liegt natürlich im Interesse der Zuschauer, sich den Anordnungen'der Polizei und der absperrenden Mannschaften unuebingt zu fügen da Zuwiderhandlung sowohl für den Flieger als auch das Publikum gefährlich werden können. Besonders ist ver­boten, bei der Landung des Apparates nach der Landunas- stelle hinzueilen. Der Apparat ist an den Wochentagen und am eonntage von nahem zu besichtigen. Die angegebenen Flugzeiten dienen nur zu Flugversuchen. Sollte der Flieger bei einem Fluge außerhalb des abgesperrten Platzes landen so ist es erst recht notwendig, daß das Publikum auf seinen Matzen verbleibt denn notwendige Hilfe bekommt der Sieger sofort durch Automobil. Ter Ausstieg wird bann füforL wieder statt,inden, was dem Flieger aber unmöglich ist, wenn Neugierige hinzukommen, die tatsächlich nicht Helsen, sondern nur Schaden können. Außerdem setzen siA

Ans nnö Lnnd.

Gießen, 21. Juli 1911.

Tie Herbstübungcn und die Maul- und Klauenseuche.

Bei den diesjährigen Herb st Übungen wird die Maul- und Klauenseuche eine Neuerung herbeiführen. Die Kavallerie-Regimenter legen gewöhnlich den Weg vom Standort bis zum Uebungsort in mehrtägigen Märschen zurück. Da jedoch infolge der Maul- und Klauenseuche die Gefahr vorliegt, daß die Seuche verschleppt und die Pferde infiziert werden können, ist von der Militärbehörde an­geordnet worden, die Fußmärsche ausfallen zu lassen und die Kavallerie-Regimenter mit der Eisenbahn zu befördern. Auch der Marsch in die Manövergelände fällt, wenn die als Marschquartiere in Aussicht genommenen Ortschaften mit Maul- und Klauenseuche behaftet sind, aus und die Kaval­lerie legt den Weg bis zum ersten Quartier mittelst Eisen­bahn zurück. Im Manöver selbst, wo Eisenbahntransporte wegen Zeitmangels und wegen der verhältnismäßig kurzen Wege meist nicht möglich sind, werden die berittenen Trup­pen Biwak beziehen, sofern in einem der Quartiere die Maul- und Klauenseuche herrscht. Von dem Erfolge dieser Maß­nahmen wird es abhängen, ob die Manöver voll durch­geführt oder abgebrochen werden.

solch- Neugierige der L-suhr aus, für den'ourch sie hervo» gerufenen Flurschaden -nnzukommen, der recht be­trächtlich werden kann. Ter -start erfoigt zwischen fünf und sechs Uhr nachmittags.

Lanötrcls Gichcn.

,e. Wieseck, 19. Juli. In ber. b-'utc abenb abgefialtenen Gemeinderatssitzung wurde ber Anlauf von Grande m ber ver­längerten Turnstraße nur unter ber Vorausietzung genehmigt, daß die Eigentümer sich erklären, den Quadratmeter zu 3 Äark an die Gemeinde abzutreten. Es soll hierüber ^ ^n Eigen- tümern in Unterhandlung.getreten werden Die Ausbe^serungs- arbeiten an dem Backhaus in ber Braugasse und am Pfarr- hause werden genehmigt. lieber die v orzunehmenben Arbeiten an dem Pfarrhause wurde dem Sürgermciiter die Ermittlung und die Ueberwachung der Ausführung uberlwsen. Das Verzeichnis der durch Militäranwärter zu be,etzenden Kommunal- und Unter­beamtenstellen wurde von dem Gemeinbevorstanb genehmigt. Zar Errichtung eines neuen Ortsbaustatuts wurden die alten Satzungen bis § 5 einschließlich beraten, die übrigen sollen in ber nächsten Sitzung weiter beraten werden. Zum Schlüsse wurde noch über das am nächsten Sonntag, den 23. b Mts stattfindende Jugend- fest verhandelt. Es wurde u. a. beüimrnt, daß die Aufstellung des Fesrzuges um 12ya Uhr unb ber Abmanch punkt 1 Uhr von ber neuen Schule in ber Gießener Strotze itattfinben soll.

Kreis Alsfeld.

= Alsfeld, 20. Juli. Das Kreisamt zu Alsfeld hat die Abhaltung des Alsfelder Fohlen- unb Prämiicrungsmarktes unter gewissen Einschränkungen gestattet. Durch den Ausfall ber Zucht­viehauktionen unb bie Seuchegesetz-Bestimmungen haben seither sowohl Absatz als Ankauf gestockt unb es wirb sowohl von den Züchtern als auch von den Käufern mit Freuben be­grüßt werden, baß ber Austausch von Zuckstmaterial unter Anwendung der erforderlichen Vorsichtsmaßregeln doch noch er­möglicht worden ist. Mit dem Markt sind Prämiierungen ver­bunden bie gemeinschaftlich von ber Stabt Als selb, bem Land- ivirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen unb dem Landes- pferdezuchwerein durchgeführt werben.

Kreis Schotten.

Hochwaldhausen, 20. Juli. Der Fremden­verkehr ist hier gegenwärtig so stark, daß sämtliche oersüg- baren Wohnungen besetzt sind unb viele Anfragen abgewiesen werden müssen. Am Sonntag war der frühere preußische Handelsminister v. Möller und heute der ehemalige russische Minister Graf v. Witte hier.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 20. Juli. Ter Voranschlag der Fried- berget Handelskammer für die Kreise Friedberg, Büdingen und Schotten beträgt für das Jahr 1911/12 in Einnahme und Ausgabe 8533 Mk. Die Handelskammecbeiträge be­tragen 4000 Mk.

L. Bad-Nauheim, 20. Juli. Die seit 6 Jahren bestehende Baubehörde für die Neubauten Nauheims wird mit dem 1. Juli 1912 aufgelöst. Schon am 1. April werden die meisten Beamten ihre Stellen verlassen und nur der Vor­sitzende mit einigen wenigen Gehilfen bis zmn 1. Juli, der endgültigen Abrechnung wegen, verbleiben. Auch die Großb. Bezirkskasse wird von diesem Herbst von der Salinenamts- kaffe mit versehen werden.

4- Butzbach, 20. Juli. Heute vormittag wurde die mn- gegossene Glocke ber Sbablkirche vom Bahnhof nach der Stadt- tirche geschafft. Tie beiden Geistlichen und festlich gekleideteit Schulkinder begleiteten den geschmückten Wagen. Vor der Kirche wurden von den Versammelien einige Strophen gesungen, worauf Pfarrer Loos eine Ansprache hielt.

Starkenbutg uuy Rheinheffen«

w Darmstadt, 20. Juli. Die Stadtverordneten-Ver- sammlung bewilligte in ihrer heutigen Sitzung für die Anlaa^r eines Waldfriedhofes nach dem Btusler des Zentral­friedhofes in Hamburg-Ohlsdorf und de§ Waldfriedhofes in München 670 900 Alk., von welcher Summe als erste Bau­rate sofort 220 000 Mk. aus Anlehnsmitteln bereitgestellt wurden. Der Waldfriedhof kommt an die sogen.Städtische Tanne". Die Versammlung bewilligte weiter 115 000 Alk. für die Errichtung eines Niederlage-Gebäudes zum neuen Bahnhof.

Hessen-Nassau.

w. Waldgirmes, 20. Juli. Tie Lehrer des Schul- aufsichtsbezirks^ Rodheim a. d. Bieber waren gestern hier ^^^^^nferenz zusammeugekommen. Lehrer Cloes- Rodheim hielt eine Lektion mit Schülern der Mittelklasse und Hauptlehrer Klein einen Vortrag:Tie Mission in ber schule. Tie Hauptversammlung ber Lehrervereini- gung des Krerfes Biedcnkvps ist auf Montag, 28 .August, festgesetzt. ° 1'

cufischissahrl.

5)ie Fahrt des LuftschiffesSchwaben" nach Luzern.

20. Juli. Nachdem das Luftschiff in den letzten Tagen zwei bis drei Aufstiege von aefübr/ wu-06ft? Nachbarschaft des Bodensees aus- ßSÄ Är9 0 es heute morgen 7 Uhr 10 Min. mit dew m P^llt an Vord öur Fahrt nach Luzern hoch, wo es nnt st^rnmcyem Jubel begrüßt wurde. Nach mehreren Schleifenfahrten warf Graf Zeppelin aus ber Gondel em 4-eIegramm herab, das er von ber ursvrünglich beabsichtigten Wswnd-hm-. Um W V WA sodann den 9ugi und wandte sich über Küüaach U 50 Ubr £=t,naVUn-16' rook 1130W «ntraf und bis ii.ou uyr kreuzte Daraus würbe bie Fahrt über Wintertbur Frauenselb m ber Richtung ,mch Friebrichsha en fjrtaefett , Friedrichshafen, 20. Juli Ä

-y1 .Samstag und Sonntag sollen Passagierfahrten y?b^n und dann wirb bie lieber fa^t nach Baben- At Graf Äste in lselb^ ai Samstag

Taae sSr q bm 2uft$*Tr gemietet, ber an biesem befün er ftStEL*©, 191 Ulanen-Regiments in Ulm, ä la suite oenen er steht, int Kurgartenhotel als seine Gäste bearükt An König u^be7°Lomm0aLeL Äönia unb be?1 Württemberg teilnehmen. Ob der

Dock Eulers chen Flugplatz in Darmstadt.

beute moroen9t ' 9uli* dem Eiiler-Flugplatz bestand Nr 115 bie c~uom Leibgarde-JniaMene-Reglment

Ichen Arm OWl ÄW?8, ferner flogen die Lehrer der bay-ri- Odlt. Graf WolNskV-^" bayerischenLmtschifferableilung, khiDeren cet S" Reichenberg vom 1. bayerischen

nlmb Oblt. Lauterbach von dem oayergcyen Eisenbahnbataillon Nr. 2 jeder eine Stunde. Die Änguna^baü nirffr^1 f v l^re Eitänsche Pilotenausbildung zur erfüllt0 werbe?? HUC sle- internationalen Prüfungsbedingungen S l daß leder Offizierspitot außerdem eine

&£ erc ÖLp«U h Ib ^Un-3- Gestern nahmen beauftragte .bayeriicheu K r l e g s m i»i st er i um s in unaen beftonhZn ^"^r-Flugmaschinen ab. Tie Abnahmebeding- igen bestanden in emem Flug mit Paffagieren und mit etwa