. Gs bcine, daß diese Leute nach Melilla geschickt würden^
Vie heutige Nummer umfaht 10 Seiten.
um dort'den spanischen Truppen einverleibk ZN werden.
jntimes vom Laprivizipsel.
Teil.
gegangen.
.Gewig, mein Sohn
beth auch wirklich ein Mädchen?"
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verlieren wolle, er sie aus dem Eaprivizipsel rufen müsse Diese-' lonalc '80rgehen des hohen englischen Beamten wag viel Nacheiferung bei den unteren Stellen gefunden haben.
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— Eine Rheinische Gesellschaft für wissenschaftliche Forschung ist in Bonn gcgründc: worden. E-r ist eine Bereinigung von Gelehrten der tlniverntät Bonn, der Technischen Hochschule in Amben und der Handelshochschule in Köln, sowie von Freunden der Wissenschaften aus praktischen Kreisen. Tie Gesellschaft will die Forschungsarbeuen auf allen Gerieten der Wissenschaften unter Ausschluß religiöser, wirtschaftlicher und Parteibestrebungen fördern.
— Eine französische Medaille für 1 87 0. Tie Sammlung der sraniösisown Erben und Ehrenzeichen criälyrt eine neue Bereicherung: die Veteranen und Mitkämpfer vom Kriege 1870 71 werden künftig em Ehrenzeichen auf ihre Brust heften, das int Gegensatz zu den meisten anderen französischen Erben roirflid: nur einer bcfd.räiüicn Anzahl von Anwärtern zugänglich ist 2ic Medaille tut 1870 nnrD Die einzige Ordevsauszeul>-
„Na, Mama," meinte .*90115, „ist denn _un>'er
Klagen ver persischen Regierung.
Teheran, 20. Zuli. Tic persische Regierung soll die Absicht haben, dem englischen und dein r u s s i - schcii Gesandten eine energische Note zu über» rcichen, in der sie der häufigen Vorstellungen bei dein englischen und dem russischen Gesandten in der Angelegenheit der Umtriebe b c 0 früheren Schachs seit dessen Ab-
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Zu der Schreckensnachricht ans Sesheke an der Grenze -es Eavrivizipfels von Tcutschsüdwestasrika, wonach die Patrouille des Distriktskommissars v. Frankenberg von Gin- geborenen niedergemacht worden sein soll, erhalten wir von einem hervorragenden Kenner dieses Gebietes, der die fragliche liegend besucht und durchforscht hat, die folgenden Ausführungen:
Tic entschliche Tat ist, wenn wirklich geschehen, in einem Landstrich begangen worden, in dem zwar die Grenz Verhältnisse noch nickst reguliert sind, den aber England verwaltet und für den es auch die Verantwortung tragen muß. Die Ehartered Companv, die wie seinerzeit die Lst- indische ISompnnt) Verwaltungs und Gcrichtsdarkeitsrechte, dafür aber auch die Ausdeutung des Landes besitzt, Hal natürlich vor altem das Interesse, Geld zu verdienen, solange ihr Vertrag noch läuft. Tast die Ausbeutungen nicht gen'issenlos und nicht nur für den Augenblick gewinnbrin- Send betrieben wird, dafür muß diejenige Negierung sorgen, ic das Land nach Ablauf des Vertrages übernimmt. Aber es ist doch ein anderes System, mit dem eine Privatgesellschaft arbeitet, und darin mag der Grund zu manchen Unzu- lraglichkeitcn zwischen leisten und Schwarzen liegen. Vielleicht haben jene Eingeborenen, die die Tat vollbrachten, sich für irgendwelche Bedruckung an den Weißen rächen wollen. Daß es vielleicht der deutsche Resident war, der ihnen mit seiner Truppe in die Hände siel, wäre besonders tragisch.
Ter Vorfall wird verständlicher, wenn man erfährt, daß die Ehartered Eompanh in Rhodesia eine Kopf- und 5) üttensteuer erhebt, an bereit Ertrag die Beamten der Gesellschaft beteiligt sind. Jeder Angestellte der Ehar-- .icreb Company versucht, möglichst viel Geld einzutreiben, damit er ans seine Kosten kommt: ob es dabei ganz ohne Re« tiressalicn abgeht, ist fraglich, wenn auch bis jetzt weder 'Uagcn noch schwerere Unzuträglichkeiten bekannt wurden. Der Ktznig des Barotsi- (besser: Marotse ; Reiches, zu dem auch der Caprivi Zipfel gebürt, Luani ka, würde es auch laum riskieren, einen Aufstand auzuzetteln. Man hatte ihn nämlich zur englischen sioniyskrönung nach London geführt and ihm dort die britische See- und Landmacht so deutlich vor Augen geführt, daß er kaum den Mut hat, etwas zu linieren. Aber eine andere schwarze Persönlichkeit kann Lei dem Ueberfall eine Rolle gespielt haben: Letia, der Sohn und Erbe Luanikas, der ui Sesheke wohnt und als Herrscher über diesen Teil des Landes von seinem Vater ein« gesetzt ist. Schon bei Beginn der Tätigkeit des deutschen Hauptmanns Streitwolf war er die dauernde Quelle von Mißhclligkeiten. Letia war es, der den dort wohnen- den Marotsc erzählen liest, die deutsche Regierung werde die Neger totschlagen und sie ihrer Weiber und Habe berauben, was sofort eine Massenflucht der Eingeborenen
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Charakt^ ienken bE,Seh' lba=h, die '°nd«Woh,^
Aus der weit der Kleinen.
i I Wochenschrift h.-j Erfurter Allgemeinen Anzeigers, -• a:. für psychologisch micr = effante Aeußerungcn aus Minbermunb ein Preisausschreiben erlassen. Air- den preisgekrönten Eiusendimgen seien folgende hier nnchergegebcu:
Karl ist ein guter Esser. Als cr ungefähr vier Jahre alt war, bradjtc ihm eine Tante einen fdbncn Honigkuchen mit. Er in natürlich sehr erfreut darüber. Schließlich heißt es: „Zu Bett": zum Trost sagen wir: „Ter Honigkuchen geht auch mit". ,Qh", erwidert er überlegen und zeigt aus seinen Magen, „der schlast n".
Hans gehl int ersten Jahr zur Schule. Sein Buuerbrot b.ißt er oft schon auf beni Hinweg an. Ein niedliches Tackele .m kommt ihm eines Tages in den Weg, riecht an ihm herum, schnappt nach dem lecker belegten Frühstück und ist, heidi, um die Ecke. Eb solcher Frechheit ist Hans zunächst sprackstos, bann brüllt er laut auf, plüfclidj vetftummt cr und tritt dann ganz zmrieben den Heimweg an. „Tu mußt doch üt die Schule, mein Zunge, luee - halb kommst du wieder ?" fragt ihn die Mutter bei seiner vor- zeitigen Heimkehr. „Ach, ein Hund hat mir mein Butterbrot ausgefressen, da habe rd> gedacht, nun kanncrauchfürmicy in die Schn le gehen."
Spielen ba zwei Brüder mit einem Boot, das durch eine Feder aufgezogen wird und dann in der gefüllten Badewanne einige Schwimmübungcit macht. Plötzlich läuft das Boot roll Wasser und versinkt. Ter kleine Walter fängt drob laut zu meinen an. „Was heulst bu ?" redet der ältere, Hans, ihn an, „das ist setzt einfach ein Unterseeboot, das Tauckübiuigen macht". Untcf diesem Gcficksts punkt betrachtet, erschien dem Kleinen der Vorgang sehr interessant, und sein Weinen hörte sofort auf. Wegen irgend einer Dummheit erhalt Hans van der Mutter Zunmerarrest: um ihn zu verschärfen, wird der kleine Kerl lunsinnigerweise) mit einem Strick an einen Schrank gebunden. Erst sitzt der lebhafte Junge ganz traurig da und,weist nicht, was er anfangen soll; plötzlich iommt ihm eine Erleuchtung: ,^Fetzt spiele ich eben Zigeuner, ich bin der angebundene Tanzbär." Aus der 3eit der strengen Strafe wurde so durch einen Gü-anken- sprung eine halbe Stunde fröhlichen Spiels.
Hans fragt nach allem und jedem, jeder Sache muß cr aus dm Grund gehen. Tann verarbeitet cr das Gehörte in seinem kleinen Gehirn, bis er bei passender Gelegenheit seine Weisheit in natürlichster Form zum Besten gib' Sein Schwesterchen liebt cr zärtlich und spielt unermüdlich mit ihm. Es ist ein wildes Ting, so daß ick) im Scherz einmal sagte, an ihm sei ein Zunge verloren
Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht gering: Nachdem sich Letia überzeugt hat, das» das Deutsche Reich teinc weiteren Truppen nach dem Eaprivizipsel schickt und nartp dem man ihm die Truppenvcrmiubcruug in Südweg in übertriebener Form aeschildert hat, erachtet cr den Augenblick für gekommen, das deutsche Gebiet an sich zu reißen. Sollten die Fäden der Untat bis nach Seshekc selbst führen, so wird die englifclst Behörde wohl nicht umhin können, Letia sehr energisch zu zeigen, daß er lieber seiner Lieb linqsbefchäftigung, dem Photographieren, nachgeheu )oll. Falls die Eingeborenen die schreckliche Tat mit Schuß wafscu vollbracht haben, handelt es sich um eine An gelegenheit, der die größte Aufmerksamkeit geschenkt werden muß. Tann ist nämlich ein Waffenschm uggel im Wang, gegen den sofort im Interesse unserer Kolonie vor ziigchen ist, weil die Folgen unübersehbar sind. Sollten die Eingeborenen mit ihren eigenen Waffen die mit Gewehren gut ausgebildete Begleitungsmannschaft des Re,i° deuten überfallen haben, so muß es zu einer sehr starken Zusammenrottung gefommen sein; denn sonst waren sie nicht Herr über die Polizeitruppe geworden, denn mit 15 Gewehren kann man eine recht beträchtliche Anzahl nur mit Speeren beroajfnctcr Neger in Schach halten Woran wir sind, werden erst die näanten Tage oder Wochen lehren. Daß die ungünstigen Verhältnisse am Eaprivizipsel zu irgendeinem Zusammenstoß geführt haben, ist leider sehr wahrscheinlich.
Weitere Nachrichten über den Fall liegen heute noch nicht vor.
iiung sein, die neben der merikanischcu an einen unglücklichen Feldzug erinnert. Ter stricgsminister Berteaur, der die führung dieser Medaille dein befannten Graveur Georges Lemaire übertragen Int, beauftragte daher auch den Künstler, in dem Entwürfe alles sortzulasscii, was an Pomp ober Prtmk gemahnen könne: er riet dem Künstler, sogar das Wörtchen „Ruhm" bei der Ziischriit zu vermeiden, und auch die Lorbeer- oder Eiehenblätter fortzulassen. Ter nun fertiggestellte Entwurf hat fid) diesen Wcnungcn genau angepostt, die Medaille ist ein Muster au Zunickl-altung und künstlerischem Geschmack und hat auch die Genei migung des Äriegsminlsteriums bereits gefunden. Auf dec Vorderseite lieht man den Kops bei Republik, zu oem Fräulein Fernande Diibois von der Epera Eeaniaue Modell gesessen hat. Auf dec Rückseite jüht man Waffen aller Truppengastungen, die in dem Mricge mitkämpften. Um die Trophäen legt sich ein Ba.id, das die Inschrift trägt: „Den Verteidigern des Vater- laute." Tie Denkmünze ist in Bronze ausgeführt imb hat feine Umrandung, was den Eindruck der Einfachheit noch erhöht. Sie wirb an einem grünschwarzen Bändchen getragen werden, wobei die grünen Streifen an den Außenseiten liegen, damit sich dos Erbensbano auch von der ZivilNeibnng günstig abhebt. Die Ur.egsfrciwillige.i von 1870 71 dürfen auf dem Bande noch ein besonderes Stäbchen tragen. Tie Formen zur Prägung sind bereits der Pariser Münze übergeben. Tas Kriegsmiiusirrium bat bestimmt, daß annähernd 40 000 Exemplare geprägt ipetben. Ter Verkauf dieser Medaille wird in der Münze itatnindcn, Applltanten müssen ein vom Kriegsmunstcrium ausgestelltes Tiplom rorlcgcn. Tann tann die gewöhnliche Medaille für 1 50 Frs., die für die Freiwilligen mit dem besonderen Stäbchen für 2 Frs. gefäuft werben.
— Eine neue Deutung der Gebilde der Marsober f 1 a ch e Während der Erdnähen des Mars in den Jahren 1901 und 1909 hat Tr. K. Graff, Astronom der Hamburger- Sternwarte, den Planeten aufmerksam beobachtet. Seine Fernrohre hatten 12 und 9' , Zoll Turchnresfer des Lbjekttvglases, standen allo den amerikanischen Rjeseninstrumenten an iströße er» heblicki nach. Trotzdem ist cs, wie bie .Köln. Ztg." mirtcilt, dem beunefeu Astronomen gelungen, das wesentliche Detail, das in Amerika auf dem Planeten gesehen worden ast, auch ivahrzu-. nehmen. Als Ergebnis feiner Untersuchungen führt er jept an, daß die oderTarbcnen, sogenannten Landgebiete des Mars in zahllose einzelne Schollen zergliedert sind, die uchchnrch verschiedene Tömmg und mehr ober roeniger starken Glanz ron ciiumber unterscheiden, vielleicht auch nicht burdnoeg in oem gleichen 7liveau hegen. Diese Eigentümlichkeiten bringen es mit sich, baß bi: Grenzen der Schollen, die Tr. Graff als Bruchlinien j. - > .duu1, bei größtem Farbentontrast, b. h. bei schwachem Vergrößerungen am deutlichsten sichtbar werden, hei stärkcrn dagegen fast ver-
ich lachend. Nachdenklich sah cr vor sich hin und sagte dann: „Na, warten war c8 ab, vielleicht wirb sie doch noch mal ein Junge, ich hatte an ch c r ft Röckchen an und bin b 0 stein Zunge geworden." n.. ,
Einen ganz kleinen Zug zur „Eitelkeit" hat Liselotte idioii immer gehabt. Sah sie ba einst im Mode Journal cm weißes spitzenbcietztes Nachtklcibchen. Ihr großer Wunsch zum nahen Wcihnachtssest war bann solch ein Gewand Ucbcrglücklich ivar sic am Heiligen Abend über bie Erfüllung ihres Wunsches, und das schneeweiße Nachtröckchcn sollte nun auch gleist, üt der Ehrist pacht eingeweilt werben. Tas hellblaue Barchen tnachikitistckstn, das ihr bisher so gute Dienste geleistet hotte, irurbc geringschätzig in bie Kommode gelegt, und wohlig streckte sich unsere Grose im neuen loeißen! Nachdem sie ihr Gebetchcn gesprochen, flüsterte ße mir leise zu: „Mami, da ro i 1 b ab c r m e: 11 Schutzeng el diese N a ck t gucken, wenn er mich so fein sicht."
Einen ähnlichen Wettbewerb hat auch tic Münchener Wochenzeitung T i e Lese (l-erausgegeben voit Theodor Etzel und Georg Muschner, veranstaltet. Hter sind zwei der Einsendungen:
Tie Minbcr haben von einem furchtbaren Brandunglück gehört, das in Teuiä Euasrikä eine Misfionartsfamilic betroffen hat. Tie kleine Heidi hat stumm erschrocken zugehört. Zbr kleines >tzöm'chen kann es nicht begreiten, baß der liebe Golt so etwas geschehen lassen kann. Endlich tragt sie mit einem tieün Seufzer: „Mama, 1 ft denn fein Himmel über £ ftaf rifa?"
Tic Minbcr spielen am Straube. Ta iommt zu allgemeiner Freube Enkel Alfred zu ihnen herunter, hascht sich mit ihnen und trcibi allerlei Kurzweil. Schluß!ich stülpt cr ber fünfjährigen Henha feinen Hut auf, ber ihr weit über bie Augen rutfcht. Stoli hebt iic ben Kopf, versucht unter dem Rand l»crvor;uschaucn und nur jubelnd nach oben: „Guck, lieber Gott.'"
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Sranfreid, und Spanien in Marokto.
PanS, 20. Juli. Tie meisten Blätter äußern leb^ haste 93 c f r t c b i g u n fl darüber, daß die s v a n i s dj e R e - aicrung sich beeilt habe, der französischen Regierunq über den letzten Zwischenfall von Elrsar ihr Bedaucru aus zu sprech en. Zu einer anscheinend offiziösen Mrii- teilung wird erklärt:
Damit bie Beziehungen zwischen beiden Landern wieder srcundschaftliche werden, iit e-5 notwendig, daß bie beiden Regierungen in weitherziger Weise die gegeafeiagm Beschw^ben prüfen. Stein Franzose denke daran, bie Rechte Spaniens in Marokko zu befdjränfcn, falls sie entsprechend oen Frankreich gegenüber cingcoangcncn ScrPilid)tungcn aus geübt würdrn. Tie franziiische Regierung sei durchaus poii dem Wunsche beseelt, sich sieundschast Uch mit dem Madrider Kabinett zu verständigen und die vor einiger Zeit unterbrochenen Besprechungen unvcrwcilt wieder aus- zunehmcn.
Aus Tanger wird gemeldet, daß die dortigen sran- zöfisck-cn Kreise die spanische (Genugtuung nur bann als voilstäubig ansehcn tonnten, wenn Ebcrft Sylvcstrc cnbj gültig abbcruicn würde: beim da die Eingeborenen die spaniiche Erliärung nicht kcunien, würde die Lage der Frati- zoscn nach wie vor eine lächerliche bleiben.
Aus Elksar wird gemeldet, bie spanischen Agenten, die die Anwesenheit der sranzösischcn Zustruktionsossiziere überflüssig machen wollten, indem sie ihnen ihre Mannschaften wegnehmcii, hätten einen ganzen Tabor zur Te^ jertion veranlaßt Tic aus Sä Manu vesteheubc Abteilung habe sich unter Führung ihrer eingeborenen Eiüjicre uno eines Kaids in geordnetem Zuge nach Larrasch begeben, wo sie in der spain'chcu Mü.cntc uutergcbracht wurden
Nr. 169 Erstes Blatt W. Zohrgaitg Freitag, 2\..Juli &\\
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'.''ernlvrech - Anschlüsse politischen Teil: August
General-Anzeiger für Gberhefsen BMSS
Annähm^iwn Anzeigen Rotationsbrud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinörnderci n. Lange. Nedattion, ErpedMon und vruderei: 5d»ulfttahe 7. Land-: EHcb: für den & Ä“ Bübingen: Fernsprecher Nr. 50 Seschäftrftelle Bahnhofstraße 16a. w»flentdi» y. gg-
Tie sranzösische Prefie und Deutschland« Auspruche.
Paris, *20. Juli Mehrere Blätter beschäftigen fid) mit ber Meldung, daß Deutschland als En t s chä d i - flunu in Marokko das ganze ^abongeviet samt Libreville beanspruche. Der „^ernpS DaS sind Feststellungen, von denen nur bedauern, da st sie von französischen Blattern überhaupt verzetckmet wurden. Auch die anläßlich der deittsch französischen Beiprechunst von der „Frankfurter Zeitung" geäußerte An reauna über ein finanzielles und wirtschaftliches Zusammen wirken zwischen Frankreich und Deutschland wird von den Blättern ablehnend erörtert.
Wieder eine englische Taktlosigkeit.
Daß vielen Engländern eine Einigung zwischen Deutsche land und Frankreich gar nicht angenehm wäre, bewerft wieder eine Anfrage im englischen Unterhaus, deren Urheber schon von übertriebenen deutschen Forderungen spricht, ob- gleich er diese Forderungen nicht kennt:
Loudon, 20. Juli. Zm Unterhaus fragte Wedgwood, ob es angesichts der übertriebenen Forderungen Deutschlands' an Frankreich nicht gut ein würde, wenn dem Hause Gelegenheit gegeben wurde, ru einer Diskussion über das Budget des Auswärtigen Amtes, damit Grei) eine Erklärung abgeben könne. AS- quith erwiderte, cr halte es nicht für wünschenswert, daß Angelegenheiten dieser Art in Gestalt von Ergänzutrgs- fragen zur Sprache gebracht werden.
Lin Zwischenfall bei der Beratung der wurttem- dergischen Vesotdungsvortage.
Stuttgart, 20. Zul5 In der Sitzung der Ersten Kammer legte ErbprinzzuHohenlohc-Langen- bürg aus Anlaß der BeamtenbesoldungSvorlagc cticrgtid) dagegen Verwahrung ein, daß eine Vorlage von so einschneidender Bedeutung dein .Hause in einer Form und zu einem so vorgerückten Zeitpunkt vorgelegt werde, daß dadurch die verfassungsrechtliche Mitwirkung der Ersten. Kani wer erheblich befdiräith und den Gegnern die Moglidi- leit, abweichende Bcfckftüssc zu fassen, genommen sei. Wenn ein derartig bedeutungsvoller Nachtragsetat kurz vor Schluß der letzten Tagung der Ersten Kammer zur Beratung zügelst', sei eine derartige 9^ötjgung des Hauses unwürdig.
^Ministerpräsident Dr. v Weizsäcker betonte in . feiner Erwiderung, daß der scharf formulierten Beschwerde des Erbprinzen der Finanzausschuß sich nicht angefchlossen habe, das; alle gesetzgebenden Fglioren sich in einer Zwangslage befunden hätten und daß die Einbringung der Vor- , läge nicht eher erfolgen tonnte. Die Vorarbeiten dazic , feien bereits im Herbst 1908 von einem besonders ein« . gesetzten Ausschuß in Angriff genommen.
Zm übrigen erklärte fiel) das Haus mit der Besoldungsvorlage grundsätzlich einverstanden.
aus unserer .Kolonie zur Folge batte. Dieser deutschfeinb lichc dunkle Herr versuchte auch, dem Hauptmann Streilwv'.f Hqc zn machen, daß er mit den Grenzen nichts zu tun habe, der Eaprivizipsel sei sein Land. Auch die sreundlichc Frage, ob die Deutschen Weiße oder Neger wären, ridjtctc Letia an den detttschen Residenten! Bon wannen ihm diese Zweifel wohl, gerammelt sind? Es ist mir zu bekannt, daß z. B. Lord Selborne als High Kommissionär dem König Lua- nika auSeinandersctzte, daß, wenn er nicht nur sein Land, sondern auch seine Leute und Rinder an die Deutschen nicht
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