Deutsche Kolonien.
Neberfall einer deutsch-südwestafnkanischen Patrouille?
London, 19. Juli. Reuter meldet aus Livingstone (Rhodesia) unter dem 19. Juli: Ter Verwaltung ging von Seshete an der Gtenzc von Deutsch-Südwestafrika folgende Nachricht zu: Nach Gerüchten, die unter den Eingeborenen dort umliefen, sei eine Patrouille, bestehend aus dem Distriktskommissar von Frankenberg, zwei weißen Sergeanten, 14 schwarzen Polizisten und 20 Trägern, von Leuten des Okawangostainmes in Ngamiland niedcrgemacht worden Frankcnberg sei auf einem Maultiere entkommen. Die Nachricht ist bisher unbestätigt. Reuter erfährt, daß auch die Chartered Company keine Mitteilung erhalten habe, obgleich Ngamiland auf englischem Gebiet liege. Die Anwesenheit der deut scheu Patrouille auf englischem Boden erkläre sich daraus, daß die Grenze noch nicht genau festgelegt ist.
Aus Berlin wird dazu noch berichtet:
Im Neichskolonialamt traf die Ncutermcldung am Mittwoch nachmittag nach 4 Uhr ein. Auf eine sofortige telegraphische Anfrage bei dem Gouvernement in Windhut erhielt das Reichö- kolonialamt in später Abendstunde die Meldung, baß von einem Ueberfalle auf die Kolonne des Derrn von Frankenbcrg nichts bekannt sei. Staatssekretär v. Lindequist blieb bis in die späte Nachtstunde im Reichskolonialamt, um etwaige telegraphische Mel- bintgen sofort cMgcgenzunchmen. In maßgebenden Kreisen ist man der Ansicht, daß cs sehr wohl möglich wäre, daß das Gvu vernement erst sehr spät von den Ereignissen im Caprivizipfel Kenntnis erhalte. Es sei kaum anzunchmen, daß die 'Nachricht von dem Ucbcrfallc vollkommen aus der Luft gegriffen sei. Tie Möglichkeit eines unliebsamen und unporhergesehenen Vorfalles im Caprivizipfel sei schon deshalb nicht von der Hand zu weisen weil dieser abgelegene, von englischem Gebiet umgebene Teck des deutschen Schul'gebietes schon infolge seines Wil'dreichtmus und aus naheliegenden anderen Gründen seit langem der Z u f l u ch t s- ort aller fragwürdigen eingeborenen Elemente aus den angrenzenden englischen Kolonien und aus Deutsch- Sudwest-Afrrka selbst ist. Bis in dem Anfang dieses Jahres stand das Eingeborenenreservatgebiet unter militärischer Verwaltung. Resident war der Hauptmann der Schußtruppe Streitwolf Die militärische Besatzung bestand aus einigen weißen Unteroffizieren und der aus etwa 50 Köpfen bestehenden Schutzpolizeitruppe. Mrt der Ernennung des Herrn von Frankenberg-Prosch Witz int Anfang dieses Jahres zum Residenten, wurde die Zivil- verwallung eingeführt, v. Frankenberg >oar bis dahin Distrikts- chef des Omaruruhebiets. Er ist im Jahre 1873 geboren und war zuerst aktiver Offizier, irahm als Leutnant seinen Abschied und trat in den Kolonialdienst über, wo er sich in Südwestasrika vor Mem dadurch bewährte, daß er es ausgezeichnet verstand, die Eingeborenen richtig zu behandeln.
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" Tageskalender. 5. A b o n u e m e n t s k o n z e r t der Militärlapelle in Steins Garten.* Anfang 8 Uhr.
** Truppenschau in Mainz. Der Kaiser wird, wie jetzt als feststehend angenommen werden darf, am Montaa öen 14. August zur Truppenschau auf dem Großen Sande nach Mainz kommen und die alljährliche Vorbesichtigung der Regimenter, die an der Truppenschau teilnehmen, ivird deshalb an einem Sonntag stattfinden. Zum ersten Male wird dieses Jahr auch das Infanterieregiment Nr. 118 an der Parade teilnehmen, so daß mit Ausnahme der beiden hessischen Dragonerregimenter, des hessischen Trainbataillons und der Hanauer Ulanen das ganze 18. Armeekorps, also über 16 000 Mann, in Mainz zusaimnengezogen wird. Den Truppen stehen also anstrengende Tage bevor, da kurz nach der Rückkehr von der Truppenschau, am Freitag den 18. August, die Manöver beginnen.
** Ter Hessische Aut omobilklub hatte durch Vermittlung der Bürgermeisterei und der städtischen Schulen in Darmstadt sämtliche Kinder, bereit körperliches Gebrechen ihnen eine Bewegung in der freien Natur nur selten und unter großen Schwierigkeiten gestattet, zu einer Automobil-Svazier- fahrt eingeladen. Zur festgesetzten Stunde faitben sich etwa 60 solcher Kinder armer Eltern, meist von dieser getragen, gefahren ober geleitet, am Krublokal ein, und unter dem Jubtt der zahlreich ti er lamm eiten Zuschauer wurden die Kleinen in 16, von den Klubinitgliedern zur Verfügung gestellten und mit Fähnchen geschmückten Automobilen, die meist von ihren Besitzern selbst geführt wurden, nach einer Rundfahrt durch die Stadt und biu waldige Umgebung über Messel nach der Sommerfrische Einsiedel geleitet, wo sie aus Kosten des Klubs bewirtet und obendrein iwch mit schönen Büchern beschenkt wurden. Gegen 6 Uhr abends waren die Kinder wieder am Ausgangspunkt zurück und wurden von ihren Angehörigen in Empfang genommen. Diese AuUomobil-Spaziersahrt, an der u. a. auch Amtmann ttrapp als Vertreter der Stadlöerwaltung teilnahm, wird hoffemtich recht bald wiederholt werden und auch anderwärts zur Nachahmung aiispornen.
** Stadttheater. Am Dienstag, 25. Juli, findet das letzte Operettengastspiel statt und zwar diesmal mit dem Personal des E m s e r K u r t h e a t e r s. Gegeben wird die neue Vaudeville-Operette „Die keusche Susanne" von Jean Gilbert. Die Neuheit ist mit „Polnische Wirtschaft" das gegenwärtig meist gegebene Stück der Sommerbühnen und hatte auch in Ems bei sehr flotter Wiedergabe einen außerordentlichen Erfolg. — Während „Polnische Wirtschaft" im Winter gegeben werden soll, kann die „Keusche Susanne" mir jetzt gegeben werden und es sei von vornherein bemerkt, das; eine Wiederholung der Aufführung ausgeschlossen ist. Tie Kartenausgabe für diese letzte Opercttenvorstellung dieses Sommers beginnt am Sonntag um 11 Uhr.
** Schach. 'Wie, aus dem heutigen Inseratenteil ersichtlich ist, findet das bereits angekündigte Simultanspiel des berühmten amerikanischen Schachmeisters Ai ar schall Freitag abend 739 Uhr im Cafe Ebel statt. Der Meister wird voraussichtlich 40 Partien gleichzeitig spielen. Das Mitspielen ist sedermann gestattet. Zuschauer haben gegen ein kleines Eintrittsgeld Zutritt.
"Ihre silberne Hochzeit feiepn am 22. Juli die Eheleute Heinrich Selbst und Gemahlin, geb. Wellig. Herr Selbst war langjähriger Teilhaber der Firma Emil Pistor Nachfolger.
"Ein Findelkind. Gestern abend gegen 7 Uhr fanden zwei Buben im Gebüsch am Leihgesterner Weg ein Kind im Alter von 14 Tagen, das munter und gesund war. Das Kind wurde dem Säuglingsheim zur Pflege übergeben.
Landkreis Gießen.
Z. Steinberg, 19. Juli. Der Gesangverein .Eintracht" bestimmte als Festtag zu seinem 43jährigen Stiftungsfeste, verbunden mit großem nationalen Gesangs- Wettstrelt, den 8., 9. und 10. Juni 1912. Die Vorarbeiten md bereits in vollem Gange und im Laufe dieser Woche werden die ersten Rundschreiben an die Vereine abgesandt.
+ Lollar, 19. Juli. Die Feld d iebstähle nehmen hier fortgesetzt zu, und zwar sind es meistens Kinder, die den Schaden anrichten. Das Korn steht an sich schon sehr dünn; nun werden die Besitzer auch noch geschädigt. Auch die Friih- kactoffeln und Erbsen werden am Hellen Tage gestohlen. Diese Umstände tragen sicher viel dazu bei, daß hier das Land so sehr im Preise zurückgegangen ist. Hoffentlich nimmt unsere Ortsbehörde hiervon Notiz und sorgt bald für eine bessere Feldpolizei.
= ©rüningen, 19. Juli. . Die gegen die Wahl des Landwirts Adam Lorenz B ingel zu Grüningen zum Bürgermeister eingelegte Beschwerde und Berufung wurde in der letzten Sitzung des Kreis-Ausschuffes als unbegründet ab- gewiesen. Die Beschwerde führende Partei wurde zu 40 Mk. Geldstrafe und zur Tragung sämtlicher Kosten verurteilt.
Kreis Bübingen.
Nidda, 19. Juli. Heute fand die Synode des Dekanats Nidda in Ober-Widdersheim statt. Pfarrer Korell- Tcruernhetm hielt eine Andacht, an die sich die Begrüßungsrede des Dekans Fischer anschloß, welcher der verstorbenen Synodalmitglieder gedachte, besonders des Synodalen Braun von Nidda, der der Synode vom ersten Ansang an angehört hatte. Aus dem Jahresbericht über den trrchltchcn und religiös-sittlichen Zustanb der Dekanats- gemernden ist hervorzuheben: Tas Dekanat besteht aus 20 Pfarreien und 36 Gemeinden; die Zahl der Evangelischen betrügt 18 298. Bedauert wird, daß es noch immer evan- gelifche Vater gibt, welche ihre Kinder der katholischen Kirche zu,uhren. 434 Kinder wurden geboren, darunter 16 unehelich; 238 kirchliche Beerdigungen sanden statt- Ehen wurden geschlossen 137 evangelische und 3 Mischehen' Der Kirchenbesuch der Erwachsenen ist etwas gestiegen, der ' der Kinder etwas gesunken: der Genuß des heil. Abend- mahls hat häufiger stattgesunden als im Vorjahre. Der höchste Prozentsatz der erwachsenen Kirchenbesucher an den drei Zahltagen ist 44,9 Proz., der niedrigste 15,7 Proz - bet höchste beim Abendmahlsgenuß 195,6 Prozent ■ modrigste 49,6 Proz., Für Wohltätigkeitszwecke gingen :
Stadtbezirk. Beide Städte haben bei einer unterirdischen Einfahrt mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Tie städtische Verwaltung in Wiesbaden hat nach eingehenden Erwägungen jetzt eine oberirdische Einfahrt geplant. Hoffentlich wird in Frankfurt recht bald die richtige Lösung gefunden, damit das Werk bald durchgeführt werden kann. Tie finanzielle Seite wird erst beraten werden, wenn die Cinführungsfrage endgültig erledigt ist. Dann wird sich auch erst feststellen lafsen, wieweit die beiden Städte an dem Aktienunternehmen beteiligt werden müssen.
Der lögliedrige Ausschuß für die „Tauuusb ad erb ahn" hat feine Tätigkeit bis auf weiteres eingestellt.
ein 3810 Mk., an : i enkollekten 1150 Mk., an Opfern für die Ortsarmen 1242 Mk., an sonstigen Gaben 1634 Mk. Insgesamt brachte das Jahr 1910 939 Mk. mehr al» das Vor- fahr. Das Vereinswesen ist sehr rege rm Dekanat; in einer großen Anzahl von Orten fanden Veranstaltungen des Gustav-Adolf-Vereins, der inneren und äußeren Mission, des Evangel. Bundes usw. statt. Bedauert wurde die Unsitte, daß auch Angehörige des weiblichen Geschlechts int Wirtshaus sich niederlassen unb dadurch mannigfachen Schaden nehmen. Nach den nun folgenbett Berichten der einzelnen Vertreter über Mission, Gustav-Adolf-Verein, Ev. Bund, Erziehungsverein usw. hielt Pfarrer Wols-Ranftadt einen sehr gründlich ausgearbeiteten, höchst interessanten Vortrag über das G cm ei n s ch a f ts w e s e n innerhalb der evangelischen Kirche. Er unterscheidet drei Arten von Gemeinschaftsleuten, die ersten, welche sich zur Kirche halten, die andern, welche nur lose nut der Kirche verbunden sind, und endlich die, welche in der Kirche bleiben wollen, aber innerhalb derselben eine freiere Br- wegung für sich in Anspruch nehmen. Die erste Art bilden die sogenannten Stillen im Lande, auch „Stundenleute" genannt. Sie sind in Württemberg besonders zu Hause, und die vielen württembergischen Missionare entstammen diesen Kreisen. Es sind tüchtige, ernste Christen, welche mit der Kirche fest verwachsen sind. Tie zweite Art könnte man die „Lauten" neunen; diese reden viel von Bekehrung, beanspruchen den heiligen Geist für sich, bestimmen auch, wer von ihren Mitchristen bekehrt ist oder nicht. Sie haben die Heilsgewißheit und glauben nicht mehr sündigen zu können. Sie werden sehr anmaßend gegenüber der Kirche und ihre Diener. Ihr Lieblings- tbyema sind die „letzten Dinge", das Kommen des Weltendes usw. Eine besondere Veranstaltung derselben ist die „Zelt- Mission", bei der viel Menschliches mit unterläuft. Wegen ihres geistlichen Hochmuts ist mit ihnen nicht gut aus- zukommen. Die dritte Art, zu der die „Krischona" ge- hört, hält sich zur Kirche, verlangt aber eigene Abendmahls- gemeinschaft neben der kirchlichen Abendmahlsfeier für ihre engere Gemeinschaft. Die Stellung des Pfarrers zu diesen Gemeinschaften muß sich mit Vorsicht je nach den Verhältnissen richten; er muß die Geister prüfen, darf selbst in keiner Hinsicht einen Anstoß geben — und muß in der Schrift oaheim sein. Der Vortragende beleuchtete die ganze Gemeinschaftsbewegung durch eigene Erlebnisse in seiner Gemeinoe. — Ein anderer Vortrag mußte wegen vorgerückter Zeit ausfallen.
Kreis Lauterbach.
F. Lauterbach, 19. Juli. Bei den zurzeit fyier vorgenommenen Kanalisationsarbeiten wurden gestern zwei an der Ausschachtung beschäftigte Arbeiter von nachrutschenden Erdmassen bis zur Schulterhöhe verschüttet. Durch rasche Hilfe wurden sie. jedoch bald aus ihrer gefährlichen Lage befreit.
F. Hutzdorf, 19. Juli. Bürgermeister Kind hier, der seit dem Jahre 1894 dem Gemeindewesen Vorstand, ist gestern mittag nach kurzem Krankenlager int Alter von 63 Jahren gestorben.
lz. Wallenrod, 19. Juli. Vor kurzem wurde an unserem Bahnhof eine neue Güterhalle errietet. Nun ist man daran, den Warteraum zu erweitern. Dadurch wird auch die Beamten-Dienstwohnung vergrößert. Zweckentsprechender als diese Umbauten wäre die Erbauung eines neuen Bahnhofes gewesen, der weiter ab von der Straße in der Richtung nach Ranzendorf zu hatte liegen müssen. Der alte, kleine Bahnhof hätte sich leicht zu Beamtenwohnunge/t verwenden lassen.
Kreis Schotten.
d. Laubach, 19. Juli. Unsere Stadt hatte in letzterer Zeit unter bedeutendem Wassermangel zu leiden, was wohl auf die Erweiterung der Wasserleitung zurückzufuhren i!t. Da das Hinzuleiten einer neuen Quelle mit zu großen holten verknüpft gewesen wäre, hat nian die sehr ausgiebigen Quellen des GrünernannSbruunen gefaßt, deren Wasser durch einen Motor in das Wasserbassin getrieben wird.
r- f a, 19. Juli. Tie Wasserleitung, die vertragsmäßig erst im September vollendet sein müßte, wird zum Ende dieses Monats fertiggestellt sein. In einem großen -peile der Straßen sind die Hausanschlüsse bereits ausgesuhrt und die Bewohner genießen schon die Vorteile Leitung, was jetzt in dem heißen Sommer doppelt hoch geschätzt wird, zumal sie seither das Wasser oft recht weit Ijölen mußten. Die Zahl der Wasserleitungsgegner ist deshalb auf etwa ein halbes Dutzend zusammengeschmolzen, unb auif) bieje werden es sich wohl noch überlegen, ob sie den Anschluß versäumen wollen, da er später nur sehr teuer zu haben ist. Die Gesamtkosten der Wasserleitung betauten sich auf etwa 70 000 Mk.
h orn s els, 19. Juli. Unser Ort genoß seither den Vorteil einer zweimaligen Postbestellung durch Landbriestrager der Pvstagentur Ulfa. Da aber von bort aus her Aufstieg zu unserem auf steilem Basaltkegel gelegenen ^orfe sehr beschwerlich ist und die Postsenbun-
C• \n- =^iC wsehr wenige sinb, so ist vom • November bis 1. Marz, also wahrend der Wintermonate nur eine einmalige Po st beste llung angeurbnet Kreis Wetzlar.
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Hessen-Nassau.
s.mna3i2V'I,a,n:.19- 3uli- H°ut° früh entwich aus Zuchthause hier der Sträfling Michal Maciejewski.
-?an konnte ferner bis jetzt noch nicht habhaft werden.
besonders in der antisemitischen Presse über den „Millionär" Singer zu lesen waren. Tiejenigen, die einger persönlich kannten, sind von *ber Geringfügigkeit feinet Nachlasses nicht überrascht, denn sie wüßten, daß Singer den größten Teil seines Vermögens längst für die Partei, für wohltätige Zwecke und nicht zum wenigsten für die Unterstützung verfolgter Parteigenosfen hingegeben. Er lebte ungemein einfach und hätte wohl selbst Sie Kuren, zu denen während der letzten Jahre sein leidender Gesundheitszustand ihn zwang, ohne ben Beistanb seines ihm treu ergebenen Brubers nicht durchzusühreu vermocht."
Gießener Strafkammer.
)( Gießen, ben 18. Juli.
- , Der böse Nachbar
talKr H Uch der Lanbwirt unb Inch r Wb einen »tief „n mit 'hm Uciffeinbet war. Er
ein Mann 8 nnrf1tÖ U^t,!cll-cramt etwa des Inhalts, ob flcächte beim '.Biere ^uteritützung verdiene, der ganze
SchliLlderlmndwerk nrfi bc|tcn * uiid mit seinem
^zujnLioeiijanorocrr noch so viel Gelb verdiene Unter den »rief fette er unbefugt den Warnen eines Dritten der von der St^er lautet ^uj eine Wvch'e°Z-^ns °°ranNv°rten Dos Urteil
c\n hP(!im5lin?ruä>incci”c2trbeiterbubc.
auf ben 24. Mai l. I. hatte bet Bcn erne Arbeiterbube erbrochen und daraus einen Arbeitsanzug nebst Hose entwendet Er erhält »egen schweren Diebstahls drei Monate Zefäug»?L
Deutsches Reich.
Ter Kaiser machte, wie aus Balestrand gemeldet wird iam Dienstag mittag unb Mittwoch vormittag Spaziergänge an im Lame des Tages Vorträge des Kabinettschefs und des Vertreters des Auswarttgen Amtes entgegen. Das Wetter hat sich wieder aufgeklärt.
Der Reichstagsobgeorbnete Liebermann von Sonnenberg ist in Hamburg schwer erkrankt. Er wurde nach Ber- lin nt seine Wohnung gebracht.
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Ausland.
Aus Ofeupest wirb gemeldet: Auch die Sitzung des AL- tzeordnetenhauses am Mittlooch war von der t s ch e ch i s ch e n O b- ftruktion ausgcfüllt, fo baß bie auf der Tagesordnung stehende Wehr vor läge nicht v er h a n b e l t wer de n konnte Die Regrerungspartci beabsichttgt, der Obstruttion, die die Arbeitsfähigkeit beS Mgeorbnetenhauses völlig lähmt, vorläufig freien Lauf zu laßen.
In einer Infanterie-Kaserne in Warschau wurde ein ganzes Bombenlager entdeckt. Eine Anzahl Solbaten soll mit Revolutionären unter einer Decke gesteckt haben. Eine sttenge Unters uclmng wurde eingeleitet.
Die Maul- und Mauenseuche in Dettenhausen.
Wir erhalten bie Nachricht, daß in Bettenhausen, wo betauntlich am Sonntag das oberhessische Bauernfeft statt- gesuriden hat, am Dienstag die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen ist:
ze. Hungen, 19. Juli. In Bettenhausen ist die Maul- und Klauenseuche heitte amtlich festgestellt worden und zwar in einem Stalle des Landwirts Dietz. Der Ort war setther unverseucht unb auch in der nächsten Umgegeiid war die Seuche bis jetzt noch nicht aufgetreten.
Auf unsere 'Jlnfragc beim Großh. Kreisaml wird uns dre Richtigkeit der Meldung bestätigt. Der Ausbruch ber Battenhausen muß höchst wahrscheinlich mit bem o k • t Verbindung gebracht werden. Der betrefsende ^.andwirt war von zwei auswärtigen Festteilnehmern be- sucht worden, in deren Bezirk nachweislich die Seuche besteht. L,ie Feststellungen werden durch das Kteisoeterinär fortgesetzt. Wir veröffentlichen heute eine entsprechende amtliche Bekanntmachung, in ber die Sperre auch über die benachbarten Orte verhängt wird.
Aus strtöt imo Land.
Gießen, 20. Juli 1911.
Die elektrische Schnellbahn Frankfurt a. M-Wicsbaden und die „Taunusbäderbahn" („Ländchesbahn").
- ^^^bttriEs-Aktiengesellschaft vorm. W. Lahmeyer a- F- beschüfttgt sich feit geraunter $eit ™ TSbeV(v? Schnellbahn Frankfurt a. M,— Wiesbaden. Der Eisenbahnmtnister hat keinen Zweifel darüber bestehen lafsen, daß er die elektrische Schnellbahn der fogernannten //^aamiSbäderbahn", auch „Ländchesbayn" über Erbenheim, Noroenjladi, BaHali, Diedenbergen, Marsheim nach Hofheim mit Einmündung in oie Strecke Limburg-isöchft-Krantiurt a M und Fort,etzung Uber S°de>^ ^r°nb?rg. Ob Ärfel nach Homburg fuhren )oll, vorzieht. Zwei schwerwiegende Bunve muffen noch Überwunden werden: Die Einfahrt der SLnell- bahn tn Frankfurt a. W. wie in Wiesbaden in bat Ären


