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20/07/1911 Erstes Blatt
 
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'sselsheim

S&iNähm^

verlange Preisliste.

Stadt hatte in le^ta ingel zu leiben, v.\ erlriiung zurückzusüdtc: i Quelle mit zu groß» ian die sthr ausgiebizk- atzt, deren Wasser burq rieben wird.

e r l e i t u n g, bie ver­endet sein müßte, nnrt -stellt sein. 3n emm : Hausanschlüsse bereit: ießen schon die Wüt n Sommer doppelt hoc l§ Wasser oft recht iveil »rleitungvgegner i|t be?- > znsammengeschmolzen. t noch überlegen, ob |tt da er später nur febt -osten der Wasserleitunü ISS»'5

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LrenddcrWintemon-te, ellung angeordnet.

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ren; diese rX;ih,cit. Ze« S °g ßnstw heMrt f " hert und rtiLL11 obt*- werden fe J*en wiener. UE.

derselben ist m.lt unterlauft. Ä y"äs,s

bwfjffl? i, _ne Erlebnisse in feine; ca9 mußte Ingen vor- ach.

den zurzeit hin a r b eit en imirber beichaftigte Arbeiter

1 Zur Lchulterhöhe ver­öden sie jedoch bald au- ürgermeifter Stint 'm Gemeindewesen vor n Krankenlager im Alic: or kurzem wurde an un- e errichtet. Nun ist mar rn. Dadurch wird aus )ßert. ZweäentspreÄr

Erbauung eines nrm von der Straße in tr. te liegen müssen. I« zu Beamtentvohnungi

faiuwier. 1S j«it ; ©iefre«-®"1 'chbar. jj,l8e » eteinb«» »ad(un? *

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ii be teu 0^ iinter den, berb^ 5onbe^ Dritten, dZ' M gegen £

SfaStSfi ÄS«..'.» Nn-t° ®e'

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sprangen sie ab und entkamen.

Automobil- v ertrecer: Für Fahrr&der: Adam

e sich des Tienstwag, Trambahn und zwangen den Maschinisten, d> voloern bedrohten, die Fahrt sort-usctzen. Unterwegs

bube, bat die Handelskminner nach Anhörung der bctrxlxgtaf SUeiie bciadt. _ . .r ___

hl Von wobt unterrichteter Leite lagen irod> ?.«ult»Iungen vor. über £banbe!i'bc|iefAnincn mit Branticn und nut -Japan. Berbrciomg der 92adnd)irn für .xxinbd und 3n£rattnc, Aus- fufcten der deutschen Industrie i:t Andren sowie über aroeurf barte tv innen in Belgien, Frankreich, O'roübritanmcn, Jtahen, irgupttn, «IntiHh SübairiTa und Französisch Indien Nähere» Inmibci fnahmt Interessenten auf dem Sekretariat der Handelskammer

mehrere Lagerräume auf.

'Jhii der Elektrobahn LodzSgcrsh feuerten bret ver­dächtige Personen auf Landpolizistcn, als diese sie bura^ suchten, röteten einen unb verwunbeten einen, sonne KW« Passagiere. Dann sprangen sie aus bem Waggon. ®K« ber Flucht bemächtigten sie sich beö Dienstwagens ber Lodzer

: Seit sie mit Re-

hauOet.

Kleine F i n a n z ch r o n i k. Tie Manufakturwarenfirma Kuder & Sonneboni in Hieben teilt ihren L'teferonten mit, daß öurd) den Tod des Herrn Souueborn eine -todung m ihrem Ge- chä't emgclveten fei und bittet, die Warenlieferungen zu unterlassen und die Zahlungen zu stunden.

(Ein russisches Rauberstück.

Lodz, 19. Juli In ber Petrikaustratze brangen Diebe burch dieDecke in bas I u w e l e n g e^cha s 1 Rosenthal unb raubten aus einem feuerfesten Schrank Lrillanten unb andere Wertgegenstände, sowie zehnlaufend Rubel in bar. Um dorthin zu gelangen, brachen die Diebe

5. Eingänge.

a) Mit der Frage ber Stellung großräumiger Sagen im Güterverkehr durch Abänderung der Tarif. Vorschriften dahin, baß den Versendern ebenso wie auf das Lade­gewicht des zu ftellenoen Wagens auch ein gerautes Recht auf oic Ladefläche emgeräumi wird, haben sich'die deutta-en vandels- Vertretungen, insbesondere bie Aeltesten der MaurmannidKHt zu Berlin, fdran raieberbult befchajtigt. Ein praitlschcr ö-all aus Dem Kammer bezirk gibt der Handelskammer Veranlassung, m einer umgäbe an Die Stömgl. Eijenbahndiretlion Frankfurt a. M. aut Die große Bedeutung hinzuraeifen, welche in Handelstrmen der <5 tage der Gestellung grotrdumiger Wagen entgegengevracht wird.

b) Ein Rundschreiben des deutschen Handelslages, betr. Ortsgespräche mit Voranmeldung,, beschließt die HanDelstamtner jiad) Anhörung der beteiligten zbreise, dahin zu beantworten, das; jie ihrerseits der Anregung der .Handett.ummer Strasburg aus Einführung von Ortsgesprächen mit Voranmeldtuig, wodurch die Gleichstellung ber Orts- mit den Ferngesprächen geiiehert werden soll, nur zustimmen könne.

c) Ter neue Niederländische Zolltarif-Ent­wurf steht u. a. auch eine beträchtliche Erhöhung ^der Eingangs- Erzeugnissi dir Leinenindustrie vor. Ta die Nieoer- lande für oic ober hessische Leiiieiiindustrie ein gutes Absatzgebiet biioen und bitte somit ein lebhaftes Interesse an

mastigen Eingangszöllen haben, beschiiestt die Handels-

lammcr in einer Eingabe an das Großh. Ministerium des Innern, auf Die d.m Export der oberhessischen Leinenindusirie drohenden Schwierigleitcn hinzuraeifen uno gleichzeitig die Bitte auszn I ivred;cn, bet eventuellen Vertrag:vc,l.?ndlungen äwischeti den Riederlanl-.it und dein Deutschen Reiche die Interessen der ober- hessischen Leinenindustrie wahrzunehmen.

. Au» dem Gef chäfrsbencht ist folgendes hervor-

aleichT-ohl auf eine Aenderung ber geltenden Borfchriiien be­stand» li werden, bann müßte der (rntroun in einer yanzcn Rcihc Den Punkten eure grundlegende Umwandlung im Sinne der von sachverständig er Sette, insbesondere vom Bezirksoerein Hessen des Deutschen Drogistenvcrbandes gemachten Vorschläge erfahren. Diesen Standpunkt ivird die Öandels'ammcr auch in eurer aui Freitag den 7. Juli d IS. in Frankfurt c M. anberaimilat Moniereni der hessischen Handelskammern vertreten.

2. Handelsgebräuche, betreffend den Kartof­fel Handel. Der von der Landwirtschafiskammer für das Grostherzogtum Heilen au-gearbeitete Enuoun, betr. Geichösts- bedingungen für den KarwsselKandel, ist in mehreren Bertreier- konferenren der befiueben Handelskammern unter Zuziehung von Sachr.mündigen eingehend beraten worden. Die von Den Handels- lamnurn gemachten Abänderungsvorschläge ixibcn zum Teil die Zustimmung der Landwirtschaitskammer gefunden, »um Teil find fie abgelelmt und an ihrer Stelle von der Landrairtichostskammer Gegenvorschläge gemal t ivorden, bie wiederum von ^adwcT- ständigen des Handels einer Prüfung unterzogen worden sind. Aufgabe einer Konferenz von Vertretern der Landwirtschaiiskaminei und der Handelskammern wird es nun fein, die Angelegenheit zu einem befriedigenden Abschlüsse zu führen.

Zuwiderhandlung gegen das Gcwerbesteuer- g e f e y.

Der Taglöhner D. M. von Homberg in vom dortigen Schössen- atri(f)t zu fünf Mark ttelcstra'e verurteilt worden, weil er seine Ehefrau hausieren geschickt hat, ohne ,rn Befrv eines Wanders gtwcrbefcheineS zu fein. Ter gerichtsbekannte ^ngeUagte be­ließet die Tat, wird aber durch die Beweisaufnahme überführt, -eine Berufung wurde dementsprechend als unbegründet zu-I ü ck g e w i e f e n.

Nachträgliche Sühne.

2er Landwirt O. H. von Sobenhäufen l war früher Büracr reiftet und Sparkaisenrechner. Er hat sich in dieser Eigenschaft ,ne Reihe von Veruntreuungen »um Nachteil der Gemeinde md ber dortigen Sparkasse zu schulden kommen lassen unb »er JÜBt wegen dieser Vergehen zurzeit eine achtmonatige Gefängnis hafe in Buvbach. Inzwischen hat sich herauSgestellt, bau er nid) eine Bürgschaftsurkunde über ein angeblich von ihm selbst I mfgenommenes Tarlcben gefälscht hat. Es sollten hierdurch bie turn ihm begangenen Unterschlagungen und das in der Kasse vor ! °unbene Defizit verdeckt werden. Der Angeklagte erhalt wegen .üefer Fälschung eine Zusabstrose von zwei Monaten Ge- ä n g n i 1.

Eine Anklage wegen Vergehens gegen bas Personen st andSgesetz.

Der Bürgermeister von M. ist beschuldigt, in seiner Eigen lchast als Standesbeamter am 23. September 1910 eine (ifjc -cschlossen zu bafxn, obwohl bie Verlebten ihren Wohnsitz nicht tu M. halten. Er gibt an, der Bräutigam fei Kellner in (Siegen, itammc aber von M. unb halte sich auch dort bei feinen Eltern noch viel auf; er habe noch Grundbesitz dort. Jnfilgedcsfen hab. . tc angenommen, daß der Bräutigam noch in M. heimatoberech tigt und er dement!vrechend als Standesbeamter zuständig sei TieS trifft zwar tatsächlich nicht ju, bas Gericht hält aber den 1 Irrtum des Angeklagten für entfchuldbar und spricht ihn frei.

Um eine Taube.

Der Taglöhner A. D., zurzeit wohnhaft in Okriftel, hat am 23. April 1911 in Mittelgründau eine fremde Taube ringe- fangen und für eine Mark an einen Bahnwärter verkauft. Er ist als Tteb rückfällig, kommt aber mit Rücklicht auf den ge­lingen Wert ber gestohlenen Sache mit der gesetzlichen Mindest- jtraic von drei Monaten Gefängnis davon.

Drei Monate Gefängnis für eine Scheere.

Der Fuhrmann I. K. U. von Cbcrftctten kam am 11. April l I. in Konradsdors in ein Haus und nahm eine Rosenschere ttn Werte von etwa vier 'Dlarl mit, ohne bemerkt zu werden. Anfänglich hat et überhaupt geleugnet, in dem betreffenden Hause Alvesen zu fein; später wollte er die schere von dem groben Unbekannten gekauft haben; alS er sich schließlich überfuhrt sah, nab er die Tat zu. A. ist gleichfalls rückfälliger Dieb und erhält bie gtfetzliche Muideststrase von drei Monaten Gefängnis.

SufWffabrt

Neue Fahrten des Luftschiffes Schwaden.

Stuttgart, 19. Juli. Wie derSchwäbische Merkur" auS F r i c d r i ch S b a f c n erfährt, machte das LuftschiffSchwaben" heute vormittag zwei Passagierfahrten. Nachmittags 3«1 Uhr erfolgte im Anschluß an die irociu- Pajsagiersahrt eine Probesahn zur Vornahme mehrerer L>afserlanbungen auf dem Lee am Schweizer Ufer, als Hebung für die bevorstehende Fern - ra hr t na ch Luzern mit einer Landung auf dem Vierwald Itnitctice. Graf Zeppelin führte das Luftickisf selbst. Die Luzernerfahrt mufcte der Wetterlage wegen verschoben werden und findet nun voraussichtlich am Freitag früh statt. "Die Ueberfahn deS Luftschiffes nach Baden-Baden ist für <soimtag oder Montag in Aussicht genommen.

Ein abgestürzter Flieger.

Cannstatt, 19. Juli Ter Flugtechniker Heinkel fticg heute abend auf bent Gannflatter Rasen zu einem neuen Flug­versuch auf In einer Höbe von 25 Metern neigte 'ich der Appa­rat bei dem Versuch, eine Kurve scharf zu nehmen, plötzlich auf Ixe reckte Seite und stürzte fast fenkrecht zur Erde ab, den Flieger unter sich begrabenb. Alsbald stand die Flugnustchme in (Stammen; zwar gelang es Heinkel, unter ihr hervorzukriechen, doch hat er schwere Brandwunden erlitten. Er scheint auch durch den Sturz Verletzungen davongetragcn zu haben. Er wurde mittels Automobils in das Bezirkskrankenhaus geschafft. Der Apparat ist volliiänbig verbrannt.

verini-cyte».

* Opiumhöhle im Hause eines Pariser Schriftstellers. In Paris hat man nun endlich wieder einen ergiebigen Gesprächsstoff, der in die ewigen Marokkodebatten etwas Abwechslung bringt. Schon seit längerer Zeit tuschelte man sich allerlei ^Neuigkeiten zu, deren Gegenstand ein ehemaliger Redakteur desPetit Journal", ein sehr angesehener Publizist, tvar. Man hatte beobachtet, daß sich in seiner Wohnung am Boulevard Clichy zu mitternächtlicher Stunde ein Krets von Mrt^ gliedern der Pariser Gesellschaft vereinigte, um sich auf irgendeine mysteriöse Art zu unterhalten. Den Nac^ orschungen der Polizei ist es geglückt, über den Zweck -iefer Zusammenlünfte Aufschluß zu erlangen. Der Re­dakteur und seine Freunde waren dem Dämon Opium zum Opfer gefallen. In einem morgenländisch eingerich­teten Zimmer frönten sie ihrem Laster. Die Polizei hat estgestellt, daß zahlreiche Träger vornehmer r a n z ö s i s ch e r Namen zu den Besuchern zählten. In ren Räumen des Publizisten sind 500 Gramm Opium ge- unden und beschlagnahmt worden. Tie Angelegenheit Der* pricht eine sensationelle Gerichtsverhandlung.

Kleine Eageäcyroiut.

Aus Welzheim wird gemeldet: Am Dienstag nachmittag verlor beim Baden im Ebni-See ber 10jährige Sohn Frtebrtch des Hauptmanns im Infanterie-Regiment Kotier Friedrich zu Stuttgart Frhr. Albert von Hügel, der fich^an einer zum Baden nicht bestimmten Stelle zu weit in den See hinein ge­wagt hatte, den Boden unter den Füßen und verlank. Serne Mutter , Mula Freifrau von Hügel, geb. iöruiie aus Rem- scheid und ein Dienstmädchen vernichten den Knaben zu retten, büßten aber gleichfalls bai Leben ein. Die drei Leichen sind geborgen. ___

-Aus Car rar a wird gemeldet: In einem dem Grafen Lazzoni gehörenden M a r m o r b r u ch hat ein E in ft u rzzw öl f Arbeiter begraben. Die Gejamtzahl der Berichütteten be­trägt 11. Bisher wurden acht von ihnen tot und vier verwundet geborgen; zwei liegen noch unter Den Trümmern, und es besteht feine Hoffnung, sie retten zu Tonnen.

ruheben: . . .

Das Großh. Minifterium lyatte d>e yanbelsfammcr um eine Äeustemng Darüber ersucht, ob auch für dos Grosth.rzogtuni Hessen der Erlaß einer Änweismig au d.c Polizeibehorden iiad) dem Vorgänge Preußens zwcäs llMerstützung de Vorgehctis des Zeniralverbandes des bcutfdien Bank- und Bankiergewerbes zur Bekämpiung der Winkelbankiers erforderlich er- fcheint. Auf Grund der angeftclhcn Erhebungen hatte Die Hondels- lammer die gestellte Frage beiaht uiü) es ist nunmehr, nachdem auch die übrigen befind,en Handelskammern sich Da|ur ausge- Iprochen haben, eine entsprechende Anweisung des Grölst). Mun- stenums des Znnern an Die Großh. Mreidämter ergangen.

bi Der Verband mitteldeutscher Tabakhändler zu Leipzig hatte in einer Eingabe an das Komgl. Preuß. Finanzmimstenum be­antragt, die n l a n b s f r a d) t, welche beim Verlaus aus binnen- läudischcii Lagern als Redinungspreis des Tabaks^ einzurcchnen ist, vom Zollzuschlage frei zu lassen. Dieser Antrag wie aud) Die vom preußischen Finanzministerium hierzu gemachteii Vorschläge haben die volle Zustirnnmng unb Unter,tützung der Handelstammer erfahren. . m .

c> Durch das am 1. Januar 1910 in Kraft getretene Ge,etz vorn 28 November 1908, betreffend Abänderung der Gewerbe­ordnung, hat die Arbeitszeit der P u&ar b e 11 e r in ne n in allen Betrieben mit mindestens 10 Arbeiterinnen eine Neu- regclung erfahren. Hiernach müssen die Arbeiterinnen an Sonn­abenden und Vorabenden der Festtage bereits um o Uhr nach­mittags entlasten werden. Da Dieic Regelung auch von Inhabern hiesiger Pungeschafte als überaus lästtg und nachteilig cmpiunden worden ist, hat Die Hartdelstammer in einer Eingabe an das Großh. Ministerium des Innern Die Bestrebungen des Bentral- ausfchufses Der vereinigten Putzdetaillisicnverbande ^outichlands um Erlaß von Ausnahmevorfchriften für 50 oonnaoenM, oder Vorabende von Festtagen, an welchen die Arbeitszeit über o Uhr hinaus gewährt werden möchte, befürwortet. . ___.

d) Tie Handelskammer hat bei bem Herrn Komgl. preutz. Minister der offenttichen Arbeiten Die Ausgestaltung der Bahnstrecken AlsfeldNiederaula und Nieder- a Hersfeld als Bollbahnen bemrwortet.

I e» Emer Anregung des Handelsvereins Lauterbach ent- ivreckend, hat Die Handelskammer eine opaterlegung Der hirthrt^scit des Zuges 532 aur ber Strecke

3. Normalmaße und Packungen für Eisen­waren unb Werkzeuge tm I n la n dS v e r k e h r. Lchon feü langer Zeit war es in Den beteiligten Kreisen als em Miß stand empfunden morden, daß. Obwohl im Deutschen Reiche feil fast 40 Fahren das metrische Mas; gckciid) cuigciuhxt ist, bod für Eisemvaren und Werkzeuge fast ourclnveg die Bezeichnung nach Zoll, Limen uira. im Gebrauch geblieben ist, und Dai; tbcnv bannudig an der Gros- uno Duc end-Packung lestgehalten wird Es machten sich deslxrlb fd?on seit Fahreii un Eijcnwarenoa.idA Beslrcbun'ien gellend. Die Darauf hmauöginpci:. Die manmgiadK unb Dtraitue 'art Der Verpackung für verschiedene Eiienwaren zu vereinheitlichen und ferner dahin zu wirken, daß Die nach Längen maß bezeichneten Artikel einheitlich nach Mlllimeter bczeichnei wcroen. 9Jad) langen Verhandlungen iit cd denn auch tm ^ahrc 1909 Den Fadwercirngmigen in Der Eisenwarendranchc unter \vuh rung der Handels lamm er Berlin gelungen, solchc einheitliche Magc unb Packungen cmszustellen. Tie Handelskammer wirb nun an ihrem Teile bemüht sein, darauf hinzurairken, datz diese Normal maße und Packungen in den beteiligten Streifen immer mehr Ein­gang und Anwendung finden und somit als handelsübltd> im Sinne des 8 346 des H.-G.-B. gelten können.

4 Erleichterung des Deutsch-Englischen Rechtsverkehrs. Der Rechtsverkehr zwischen Großbritannien und Deutsdstand entbehrt enahrungsgemäß nod) vielfad) der Er­leichterungen, wie sie durch lieber ei ntommen mit anderen Landern erzielt worben find. Zm Hinblick auf die außerordentlich regen Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern, welche natur­gemäß auch eine Fülle rechtlicher Beziehungen zwifchen den An­gehörigen Der beiden Bölter zur Folge hat, begrüßt Die Handels­kammer die von der englisch-oeuticben Abteilung der Londoner Haiidelslammer ausgel-eu^eii iSeiiribungen zur Beseitigung von Mibständen bei Red>tsstrciligkeiten zwischen demichen und eng Indien Parteien mit lebhafter Befriedigung und bezeichnet es als Dringend wünschenswert, daß die Angelegenheit eingehende Prüfung und Förderung seitens des deutschen Handelstagcs erfährt.

Der Zweikampf v. Richthofen-lSaffron vor dem flr eqSsiericht. ~ Berlin, 19. Juli.

Bor bem Kriegsgericht der LandwehrinspeUion fanb heute ne Verhandlung wegen des Duells des früheren Garbe-Ulanen-1 '(Ulnatits Oswald Freiherrn v. Richt Hof en und be* LeM- tz,nts a. D. Wilhelm v. Gas fron statt, das im Mai Aussehen I ttib (Erregung hcroorgerufen hatte. Frhr. v. Richt Hofen liebt Hier Der Anschuldigung vor Gericht, feinen Gegner im Zweikampf jetötet zu haben. , I

Der Angeklagte Frhr. v. Ricksthosen unterhielt bis zum 3al>re| 1)08 mit Gassron freundschaftliche Beziehungen, der ihm ab und u mit kleinen Tarlel-en aus finanziellen Verlegenhnteti half. \v\ Fahre 1908 benötigte v Richthofen 000 Mark, die ihm I b affron nad> mehrmaligem Bitten auch gab. Als Sicherheit IcLürte ihm v. Rictsthosen eine Erbsd-ast von 400UU Marl. Zn uiem späteren notariellen Vertrag wurde bie Zessionssumme auf 40000 Mark erhöht. Freunde des Frhrn. i>. Ridsthof.n erklärten »assrons Vorgehen als nidst gmtz cintuanbfrei. G. raurb. deshalb I fv erbittert, daß er in einem Üüeuireitaurant gegen v. Rtdstlwfen l erging und ihn ins Gesicht schlug, woraus sid) Gasfron sofort nuernte. Arn 10. Mai fand das Duell statt, bei Dem G. buru> einen schütz in die Brust getötet wurde. Der Vertreter Der Juv .läge beantragte die geringste zulässige Strafe von 2 Zähren otiiungshast. Der Verteidiger sdstvi; sich diesem Amrag an und rmertte, Frhr. v. Richthoseit habe sich in Der ganzen Angelegen- h.tt tadellos benommen, wahrend das Vorgehen des gefallenen Affron cm keineswegs einwandfreies gewcseti sei. Tas Urteil lautete auf zwei Jahre Fe st u n g s h a f tl Zn Der Begrün-1 bung wird darauf hmgeraiefen, daß Die Vorwürfe gegen Frhrn. I t. 'Jiichthofen sich als Nicht begründet herausgestellt haben und da,; Eaffrvn selbst sehr viel dazu bcigetragen habe, wenn er von der lKesellsdfast nicht als vollwertig angesehen worden sei. Zudeni sei die Scisuld an den schweren Bedingungen des ZiveilampsS aus- schiiesstich Herrn v. Gassron beizumessen. Tas Gericht crad)tete | deshalb eine gelinde Strafe für ausreichend.

|) Marburg, 19. Juli. Tie Serie «rammet des bieftgcH X.'anDgerid)i5 befd)äfngte sid) in Der BeriiiungSmstanz mit einer Anklage gegen einen hiesigen Uniüevfitäiouroklior, oev am I 7 Dlän nut feinem Automobil aut Der_ üanö|*rai>e zivisdien Alichelbach und Görzhausen cm ländliches (Viibcwert unb dessen Zus ass en ut Gefahr gebracht hatte. Tas jd)bncngcrid)tlici,c Urteil, welches auf 6u0 Alk. Geldstrafe gelautet hatte, wurde aiugchobcn, weil das Gericht feststellte, daß Der Angellagte die Bors ehr isteit des straflsahrzeuggesehes miiegel)alten hat.

Berlin, 19. Zull. Freiherr v. G u m p p e n b c r g , Der vom Tivisionegeridst der Berliner kouinlandantiir tm ^.ezember 1 y 1 J wegen versuchten Sittlichleitsver b r c d) e ii ö zu heben Aionaten GejängniS oerinteilt ivorden war, ist heute vom Cber» kilegvgericht der Koinmandantiir zu derselben -ciiaic unter zlb-1 rcdjiiung von vier üJlonaten Uiitersuchimgshaft veruvietlt worben. Tie Bertisiing des Gerichtsherrn und des Angeklagten wurde uer- toorfen. . i

otrafeburg, 19. JttU. Vor der Strafkammer wurde Keule unter Ausschluß der Leffentltchkcit gegen den b3 Zähre allen Stauimanii üubwig 91 e u m a n n von hier und den Kaufmann Zakob e b e r, Zahre alt, von Schiltighcim, wegen Vornahnte tmzüdstiger Handlungeu, ferner gegen Die 37 Zahre alle Zigarrengescha'tsinhaberin Alane R n e o i ß 19 von hier wegen schwerer Kuppelet, sie hatte die eigene zehn Zahre alle Tochter hergegeben, verhandelt. Tas Urteil lautete gegen ileiunann auf v Atonale Geiangnis, gegen Weber auf 1 Zahr unb t Alonate Gefängnis unb gegen bie Kenofsiy wegen schwerer Kuppelet ans cme Zuchlhausstrcue von 2 Zahreti._______

ö. Sitzung Großherzoglichcr Handelskammer Gießen für die ttreife Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protololl - nuszug.

Gießen, den 5. Juli 1911.

Anwesend sind bie Herren: Geh. Kommerzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kommerzienrat .\D. <xt)irmei als 1. srelloer- tretender unb Kommerzienrat E. Grünewald als 2. stelloer-1 auia tretender Vorsitzender, Z. Grüncioald, Kommerzienrat Hoos, e Jhring, Noll, Rühl, Stammler, Zurbuch und der Syndttus. .TT Hz Zuges 532 auf der Strecke

1. Entwurf er»er Verordnung, betretfend die <-n etwa um 11 Uhr nachmittags, beantragt,

Lagern tig und Aufbewahrung l e u e r g e f a h r 11 ch e r u 1 d a v Anfchlußtcröütdimg cui Den Zug 69

Flüssigkeiten. Nach Anhörung bei beteiligten Kreise voll- wodurch ^cbi'h^nangc hergestellc roerotm mürbe

Lieht Die ^a1^^elolam^ler iljrc allgemiinc iicliungnahnic 3u P1111 5"C^äertolien Bemühungen der Handelskammer au Ernwurse wie folgt: -ra die z. Zt. für Das Grotzher,oglmn $e^ien einer a 11 e ft e 11 c bet Block Dorlar sind von

bestehenden gesetzlichen Vorschriften über bie Lagnnng LUtf- Err^mn M. ablehnend beschie-

bavohrung von Muteralolen, Benzin und Derwa.iDun ^rtitdn btrd^au bjc angcK titui ^.Tnuiiciungen ergeben haben,

sich durchaus bewahrt hatten unb als völlig ausreichend be5ctdmct ben worben, natwra o b «etzlarGiesen die Eut-

werden müßten, tonne ein Grund für bte Neuregelung dte^ Ä^so^hattm^o früher zulaisen.

Materie nicht anerkannt werden. 9hn alle Falle ,et aber der '^ung eine- va wu« BatcNtamts, o b d a s o r t

Entwurf in der vorliegenden 'tf-wung. unannehmbar, Da. er in im allgemeinen freien Cxoraud) or alle B-aren

f einen einzelnen Paragraphen Zorichrtflen ettchali., w-.lch». von cpl J uwbctonDere oer Schuh-, MoDewareu-

b-m Kleinhandel überhaupt nicht und von Dem Großhandel nicht Der als ein Freizeichen zu gelten

Stzne schwere finanzielle Opfer erfüllt werden könnten., Sollte'und Kvnfetttonsorancye, u

KUNSTAUSSTELLUNG DADMSTADT,1911

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Als bestes Mittel g l g; n schraub, u har sich eine Mischung von glcick en Teil / i «cktenpul c unb Borax bewährt. Dies gut gern; d;ic Pulver will i ngciaijr ' .iigcroia in einer Hand- breiten Entfernung von Den LvanobLlleiDung.ii am Fusjboden ausgestreur Um Die Sdnvaben aus ihren Verstecken zu locken, streut man in einzelnen Abständen etwa» Zuck r aus. Sind direkte Löcher in ber Wand vorhanden, so bläst man das Pulver in diese hinein.__

Vertan' oer Witterung seit gestern früh. Das uorbliche Tief hat sich verflacht, wahrens utcr liittclfurooa em ausgedehntes Hochdruckgebiet lagert. Zniolgedesjen Haden wir bei klarem tftmmcl warmes Wetter zu erwarten.

lUetteraud! lauen m pesjen am trreitag Dem 21. yult 1911.

Hetter, trocken, sehr warm.