Ausgabe 
17.7.1911 Zweites Blatt
 
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Zweiter Blatt

M. Jahrgang

Nr. 165

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag».

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Anarchie in Persien.

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Tie«ttfjener Zamiliendlätter" werben dem. .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, daS Mreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Zeit- fragen erscheinen monatlich zweimal.

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Einlage

Sonbon, 15. Juli.

Dcuttzche IColoniciu

Tic oorluui ifle U c ü c t f i ui i u u c r bett & a n b c l b e d b c u t i d)« o Ü a i t i 11 n t i 0) c n d) u B g c b i c t e 5 über pie Soiliicilcit ocr ftüiie im Jal/re 1910 Ijin wie das deutsche fto* loiüalamt meldet, iin Bergleich mii dem .^ande. im .stu.ei.deriah'.

iMN

1 nachmittag» 5 Vi und Alt liedei Emma Schudt inderchor

Mathilde Felchner. lisabeth Felchner.

Kienzl, G. Levin, E )ert, G. Dalcroze. =k t numeriert ML 1-, Er i E. Ch allier.

dd)c Bilon. bfi t a In diesem

Mn» rsammlun, Rechnung l wird gebeten

Dcrtzorstan,

Kirche und Schule.

(sine Genugtuung der Kölner Richtung.

cijebcn der Beroffcntlichung der Erflärung Des Nuntius Frühwirt hni dieKvln Volksztg." nod) den Triumph, folqcnbos seststellen zu können:

Bavst Pi»S X. cmvmut den Prälaten xr. tibi cs. den .ruenor des römiid.cn Jnstums b r Görrcsgcscllschast, m Pnvataudtcnz. 'Finlat Elies uberrcid'.tc den ineben von ihm pollcnbdcti iivcitcn Band der Trienter Kouzilsakten, den der Pavft nut Worten des höchsten Lobes und mit warmem Tante für tue namentliche Widmung entgegennahn:. Prälat Eines hatte fadann ans gleichem 'jlnlaf; eine längere Besprechung mit dem Kardinal staatssetretar Mcrrn del Bal über die jung [teil Prei s e ang rtf f e au r bic deutschen Katholiken unb wurde von diesem zu der kategorischen Erklärung ermächtigt, bab die Eoriespon Dance de Rome jedes offiziellen wie vsn z toi en E Ha­ra l t e r s entbehre und lebighd) ein privates Publikations lliilerncii^cii mit vollständig eigener Verantwortlichkeit «sei. xer Vatilan fasse seine Entschlüsse, ohne sich durch die \lu|tcguiig in der Presse beeinslvi'en zu lassen, u steter Fühlung nut den Bischöfen und auf Grund authentischer Informationen, unbe fümmcri um die Ucbcrireibiingcu unb Berallgcmetncrungen hüben unb Drüben. '.Qarnentluh Stimmen aus «yranfrcidi leien mehr vom Reoanchestandvunkt auszufassen und nicht tragisch zu nehmen. TaS Vertrauen des Vatikans auf Die Deutschen Bischoic und die Dcutid)en Mütboluen insgesamt iei Durdi nichts erschüttert, uud) bejüglid) der christlichen OKwerk'chasten hege nicht der geringste unund'zu einem neuen Felbzug gegen dieselben vor, da nichts aeschchen sei, was Den Papst zu einer 'Jlenbcrung der Dem Mar

. i vi verholten Anlassen- namentlich bei seiner legten Romreisc erteilten Antworten veranB lassen konnte. .

U<2 333 auf 34 6V1 771

Wie gestern bekannt gemacht wurde, hat der Präsident des Lokal Gouvernements Board, Mr. John Burns, nun ood, die Abficht, im Vaue her nächsten Woche un Unterhaus eine Vorlage einzubringen. Deren 3med es ist, die Lieierung reiner Milch an das Publilum zu garantieren, xas Landwirt,chaus- ami Hai schon ieit anderthalb Jahren Die notwendigen Unicr lud ungen angestellt, um in Verbindung nut den VotalbchorDcn jcstznftellen, wie eine Garantie für Die gute Lualitat der zum Berkans gestellten Mild, gegeben werden könnte rie Bill, Die Die Regierung ieyt embringen will, verfolgt einen bovvellen Zweck. An criicr Linie soll sic das Publikum gegen die B ersalsch ung Der nun Verlauf gestellten Milch schützen, und zweitens soll ne Sicherheit dafür schaffen, baß feine Mild, von t u b e r ku- losen Mühen an das Publikum verkamt wird xas Landwirt diaft'amt hat übrigens auch schon vor Verouenllichung des Be rid ics Des Tuberinlose Am schuf,es die Lolalbehorden am Die Not nendigkeit aufmerksam gemacht, jede Mui, zu töten, die tuber- kulofe Enter '.al Eine Maßregel, die ,edod, naa, dem Bericht des Ausschusses .ingenügeud iu, nachdem Die voinAusschul; an gestellten Experimente ergeben haben, dass Die Mild, einer Kuh, Die Krankheit übertragen kann, aud, wenn Die Muh an irgem einer anderen Form der Tuberkulose leidet und die tutet bürd' aud gesund sind. Tas LandwirtschaftSamt hat übrigens einen Bericht vorbereitet, her demnächst erscheinen wird, und Der alle Die von Den L'olalbelwrden getroffenen Maßregeln zmammemcwen fall So viel verlautet, haben die von dein Landwirnchaflsarnl aciroficiicn Maßregeln sehr gute Folgen gehabt, und es heilst, das; Die Bieuzuu:er den Behörden sehr ciilgegcngcfDmmcn sind unb alles getan haben, was in ihrer Macht lag, um btc an* geordneten Maßregeln zu erfüllen, und so das Uinnchgreiseii der Krankheit möglichst einzm'chränken.

Unter dem neuen Gesetz werden alle Milchhandlungen unb alle Leute, Die mit Mild) handeln, bezw. Milch an das Publikum lieicm, registriert iverocn müssen. Tic Lokalbehvrden $verDeit Die Bollmadst erltalten, Die zum Verkam ausgebotene '..kuch, wo sie immer wollen, zu untersuchen unb alle tuberkulöse Milch sofort zu konfiszieren, bezw. darauf zu sehen, bas; die Kühe, von Denen die Milch stammt, sofort getötet werden x.c Muhe selbst fallen auch von Zeit zu Zeit untersucht werden und der Besitzer einer eben kranken Kuh wird gezwungen werden, dieselbe zu toten. ZuwiderhanDlungen werden nut schweren »traten belegt.

Teheran: Tas Kabinett ist z u r ü ck g e t r c t c n. In g a n z P e r s i c n herrscht A n a r ch i c, bic Straßen sind unsicher. Aus Schiras unb Kermanschah werben Straßen kämpfe gemclbi:

''In sonstigen Vorlagen wurden von ber Kammer erledigt, Leu.' ben Slaatsverirag zwischen Hessen und Baden über die Verlegung der LanDesgrcnze zwisch n der he.siichen Gemarkung 'elml of und Neckar Bisäofshetm, Die £berrealid;ulen zu ^eppen- tcün und Alsfeld, Der Geländeerwerb für Institute dec Landes »i.iversität Gies.cn, die Landesausstellung für freie und a»g> vandtc Kunst, 1308, Der Geländeaustausch in der Gemarkung Miel en. Die Betäuu >mig Dec jicbiu.-utüig., Di- tierunreiuiungen dcv Notars Link ;u x'icbutg, ber Verlaut von Grundstuckstcllcn des Gronherzogtum-LanDcseigeniulns in Der Gemarkung Groi; llmstadl, Die Regelung des rechten Nheinufers zwilchen Der '..ijuu Mündung und der ehemaligen 3d) üHl-crung von siskalisäien Grundstufen, Der Verkam des n-.-ia Hf dien Ho, gutes Rockenberg, Die Veräußerung des int Staats liqcntum lieben Den Gouidbenges in der l>>emarfuiig xorit-.iiicn- teim bei Verkauf des Sd/loffeS zu Homberg und An.am eines Lieiistgebäudcs für Den Bezirislanier, und cnDlid) den Bau einer Briteitsabrit nebst eleltrifc r 3».niini. ~-.ir Abgabe cieun eher

Nadch für Nacht Depeschen ab. Viocr diese geheime Tätigkeit tarn an den Tag. Am 5. Januar 1871 hatte ihre Mutter einer ireit mit Dem .'oauimäDdjcn, weil dieses sich den Preußen gegen über zu liebenswürdig zeigte, und ui ber Aufregung schrie ba. Mädd cn: ,,Das ist lange nicht so schlimm, als xeveimen zu füllen, wie das Fraulein Juliette alle 9Zäa)tc tut. Ein ^.reubt, Der Den Zank anhörte, teilte Die Geschichte dem Lrtstommam Da »teil mit, unb Fräulein Juliette sollte eridtoiien werden. Aus Veramanung des Prinzen Friedrich Marl aber wurde ne rorlautig begnabigt und tollte nut dem nach,.en Sa,ub als Gesangene naa, Deutschland gebracht werden. Die Erklärung des WaffensttU standes brachte ihr die Freiheit: unb sie erzählt voll Ltolz, bab selbst die Feinde bei ihrem Abschiede ihr zn ihrem Mut, den sie nu- ihr Vaterland bewiesen, Glück gewünscht hallen. K. F.

Energie an b c Provinz Cbertcficn auf dem staatlichen Braun lohlcnbirgn cit Ludwigs, offnung in 2r eifersheim.

2 er Landtagsab'cfieD knüpft hieran Die Bemerkung, bau di: Veruntreuungen der Notare Link und Huber für di. Negierung Cie Veranlasiung waren, ,nr uinlidtttcn Verhütung von 3dxi0'. gungen in der Zukunn bei einer deutschen Versicherungsanstalt D i e n n i a r i e 11 c it Hinterlegungen b i s zur H ö 1:: von 1000«X) Mark zu versichern

Be»ügl:d' ber zahlreichen Anträge und Aüntdw b:i Kammern wirb bemerkt, daß durch Vermittelung Der Regierung den Ab geordneten freie Fahrt zw.scheu ihrem Dohnsip und s. .i cm stabt giwährt wurde, daß die Reg> 'ung mit den aus beiden Kammern gen abltcu Ansick üffen über Die Bei. m'ad ung und d.e Vermin Dcruitg Da Manen Der Ltailsverwalmng in Beratung getreu u ist. Daß die Regierung Die aut eine Revision Der Frage der Em iu Jtiaung iüi unschuldig erlittene Unicnua unuhan ge.ichtet.u B Hebungen unterstützen wird, daß sic den Geu-tzentwuri über Die Ablowna der Steuerfreiheit von g-inarkitngssekbständigem Grundbesitz Demnächst voklzieden wird ufw

Das Münchener LunstiertHeater und Roda Roda. Die Uustimmigtciten am Münchener üünstler- lhcatcr werocn vor Gericht auögctragcn werc.n. Roda Roda, der für Die Bearbeitung der Texte der Lrcrette ,,Xhec midor" ron Stcffen-Sobotta, deren CTuautrüIraing am 21. ds. Mts im MünnlcttlKOlcr vor sich gehen sollte, cm .Honorar von 60ÖÖ Mark anf.eivando erhalten hatte, protestierte bekanntlich gegen Die Auiführung. Der Text wurde von «tetten-soboNa einem anderen Schriftsteller zur noccmaligcn Bearb. tnng ubcr- aeben, so daß von dem Roda Rodaidten xexte ang ouch so gut nie nichts übrig geblieben ist. Tie Direktion des Kunstlertheaters schlug nun Roda Roda vor, teilten Namen als Bearbeiter am Dem Zettel fortzulassen. Roda Roda besteht icdoch trotz seines Protestes aut Nennung seines Namens, xie xircnion will nun qerich'lich fcüftcHcn lassen, ob sie gehalten ist, ben Namen eines Bearbeiters auf dein Zettel anzugeben, der das .Honorar nu seine Arbeit erhalten hat, bic aber nidn benutzt wird, unb der nun gegen die Aufführung protestiert.

ru erlüge ber Statin 11". Interessante statistische Arhorismen vcronemlicht unter Dicfcm Titel Hermann Srted- mann tmMärz". Zwei feien fier mitgctedt: xeut'chlanb

üerben chhrlich 13 000 bis 14'DO Personen durch L^bstmorb: 10 O'JO Dura? Unfall im Berar; 1OO0 durch ^Verbrochen, em paar Taufend burdt vcndncDenerlei Unfall, xas unD ^30 000 rm aanzen Die au gewaltsame Neste enden. Muten tm rjricoen unb jabrein; nrir libliAer Sräsnbn. blung nt

>rr Alliaa unseres Daseins. Lcheidet man aus der ^tlbitmorb' üffer die^ Frauen unb Kinder aus, l'o blech.n unter 300 O00 Todesfällen männlicher Erwachsener 10000 ^elbitmorbe jec-cr dreißigste Mann ist cin Lelbitmorder . . Ä« -Kriege 18/0 nelen ^tzMO Rutsche Soldaten: 6000 Tote uno »Ouuu Verletzte kostet lahrlii allein Die Industrie, Alles zu'ammcn gerechnet, Itirbt

klar, Dai. die Sdjflrftätig!eit

Dar 2Irbeitspenfum der hessischen 54. Landtag?.

R. B. Darmstadt, 16. Juli.

DaS Ergebnis der in der vorigen Wodv zum Abschluß gc lommenen Lanbtagsveriode ist, wie schon frühet envöhni wurde. Den Dcrilon'encn drei Fahren von beiden Ständekainmern neben nutzen parlamenui f b n Ha

i oransd lägen über Die Emnalnnen unb Ausgaben in den Rech r ung-Mahren 1909, 1910 unb 1911 und den nadnräglid) er folgten Bewilligungen einzelner Nachfordciungcn, sowie Der üb licheu Anerkennung Der Nachwenungen über Die Einnahmen und Ausgaben an Domanial un

rkündet n und in ast

he Besteuerung oes Oäcwcrbebetr>ebes im Umher-ichett, di Bor­des st-esetzes vom'>* März 1901

Die Ruhegehaltoverhältniise unb Die Versorgung Der üintcrbli; Denen Der im beffisctz-vreußifdseu Gcmeinschaitsdienst angcüclltcn Staatseisenbahnbcamteii, die Abänderung des Einkommensteuer gelobe- vorn 12. August 1899, die Abänderung gesetzlicher B.

Not iriate und Kosteuwesen, die Erhebun i < ui er Gebühr für Dte Revision Nid't staatlidscr Redmungen Durdi i ic Abrechllungskaminer, Die Billelsteuer, Dte ?lbänDerung D ? ...osetzes über den Urkimdenstenchel, bic Abänderung des G- iiieinDcumlagengentzcs vom 30 März 1901, Die Abänderung des irt 227 I des PolizeistrafgeseveS, die Abänderung des Gesetz s aber Die Fürsorgekasse für bic Beamten unb Bcdiemtetcn ber 'anogemeinben und Mommunalverbänbe, bic Herstelluiig einer ' beubahn von üremnad) Landes gren ze nad) Sprendlingen Zohann, Die Verlängerung der Geltungsdauer Des Gesetz. »am 30 Mär; 1901 über die Gemeindeunilagcn, über die <ling der Staatsschuld für 1911, die At inderung des v>eietzcs oetr. die Ausübung und den Schutz der Fischerei, die Abänderung des Gesetzes betr. die Eliiridstung und die Besuguifie bcr^Lb.r- 7.chnungskammer, Die Abänderung Der Artikel 67 unb Der Versasfungsurkunde, das Ofesetz über bic Lanbstäiibe unb da-.- besetz ubci Die Zusanimensetzung der 2. Kammer, insbesondere Cic Bildung der Nahlkreife.

Noch nicht in Kraft getreten sind die Gesetzentwürfe betr -ic 3tabüoronungt die Landgemeindcordnung, die Verwiltungs^ du- vslege. Die Avänderung Der ÄreiS« und Provinzialoronuiig, ic Abänderung des Gesetzes betr. bic Anstellung und bic xn- »Uilmarverhaltmiic Der Kreisbeamten, Die Abänderung des Art. ab er Städlcordnung, Das Gesetz über Die Gemcmdeumlagen. ocit Arbeiter schütz und Die Unfallvcrijütuitg b.i Bauten, die Acndertnig Der (4cbnhrenorönung für Die Großh. Notare und endlich D,e : f.iviibung von Stodholzbercchtigungeu.

Ter Lmtdtagsabschied sagt zu diesen zehn Gesetzen: Es hat ns "un besonderen Befriedigung gereicht, baß bezüglidi oer gc-- aunten Gesetzentwürfe übereinstimmende Beschlüsse getagt worden I fuiD, auf Gruiiö welcher der bemnad)üige Erlaß der bettenenben besetze m Aussicht genommen werben kann."

LuMchkffahtt.

Eine Fahri des Grafeu Zeppelin.

Friedrichshafen, 15. Fuki. Tas LuftschiffSchwaben" ist heute vormittag unter Der Führung Des Graten Zeppelin aus- gestiegen. Unter den MiNahrcnDen befindet sich Maior v. Parseval.

Wie DerSchwäb Merkur" dazu nod) aus Friedrichshafen erfährt, machte Das Luftschi'fSchwaben" heute vormittag 9*/2 Uhr Die '21 b n a h m c f a h r t für Die Tclag. Grai Zeppelin steuerte bas Schift selbst. Verfchieoene Aufsichtsratsmitglieder, loivic Maior Parfeve: und Gcheunrat Prof. Tr. tzergesell nahmen an der Fahrt teil. Tas Sdiüf, das während der letzten zwei Wochen | bei gutem Wetter genügend ausorobiert werden konnte, zeigte sich

in deutschen Städten jeder zehnte Mann eines gewaltsamen^Todcs. Es ist lein Druckfehler: jeder zehnte. Ahnt man Die stumme ion Energien, die Jahr für Jahr eine Nation verbrauchen mutz, ,iur um zu leben? zie Anspannung eines Krieges ist imbetradjp Ach im Vergleich. Sie scheint nur so groß, weil die Kräne in gleicher Richtung wirkn. Tr.ißigtausend Wie groß ist un Deuifchlanü der Frauenüberschiist? Gelegentlich hort man be> hauptcn, es gebe runb zchmnal so viel iveibliche, wie männliche -.-oltsangehörige: andere begnügen sich mit dem Lechs biß xrci- iad:en. In Wirklichkeit betragt der weibliche Ueberschuß etwa öOO 000: oas Zal>lenverhältnis ist also 41:40. Aus bic d:l)c- Caufigfcit hat diese geringe Differenz leinerki Emtlus;: die hangt Mi weienllick en von der Altersvertcilung ber Ehcschließenden ab. Uebrigens heiraten von allen Frauen 90 Prozent, nack) wie vor. Mit ber Ehekrise ist es also nichts. Eines aber ist selfam. Jahr für Jahr werben in Deutschland nad; genau gleichem Prozentsatz etwa 00 000 mehr ft naben als Mädchen geboren; m genau gicidxm Prozentsatz nehmen die Totgeburten und die Säuglings- gerblichteit diesen Ueberschuß wieder roeg, so daß das Zahleiiver- hältnis konstant bleibt. Als müßte es so sein.

Eine E r p e b 111 o n nach dem TotenMeere. Tie Gesellsckmft mr P a l ä ft i n a f o r i d; u n g in Serliti hat be­schlossen, eine Expedition zur Erforschung Des Toten Meeres nach Palästina zu entsenden. Tie Expedition soll im Lftobct dieses Wahres unter der Führung des Kustos am königlichen Institut chr Meereskunde in Berlin, Tr. Ludwig Brühl, von Jaffa aufbreditrt, der von Drei oder vier Europäern begleitet wird und sicki ei.oa sechs Wochen lang mit ber Erforschung des merkwürdigsten aller Binnenmeere zu beschäftigen gedenkt. Im 19. Jahrhundert laben bereits einige Forschungsreisen die genauere Untersuchung Dcä etwa 75 Kilometer langen und bis zu 22>» Kilometer breiten, abflußlosen Gewässers zum .Gegenstände gehabt. Aber nur eine einzige, die des Amerikaners Lynch, hat sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und mit ausreichenden Instrumenten gearbeitet. Diese Expedition fand 1848 49 statt und arbeitete mit den Da­maligen unzulänglichen Meehobeu. Es ist deshalb anzunehmen, daß eine mit modernem Rüstzeug ausgestattete ExpeDition ganz neue und grundlegende Ergebnisse zeitigen wird, xie Kosten Der neuen Expedition sind Der Gesell>d art für PalasttnaforschunA von Cscar Tietz-Berlin zur Verfügung gestellt worden.

Tr. Knoches Reise nach Der 0 fiter in i eL Zur Errichtung einer meteorologischen und seismologischen Station hat sich Tr. W. Knoche, der Direktor Des chilenischen Meleorolo^ gi'ch-Geovhyfilalifchen Instituts, an Bord des KriegsschiffesGe­neral Bacuedano" nach Der D ft er in fei begeben, um bic sich Ehile seit der Besitzergreifung im Jahre 1888 sehr wenig ge­kümmert hat; ein Beamter des Instituts, E. Martinez, bleibt als Beobachter hier zurück, Die Station soll 23 Jahre he^

nen Chemiker a endstek dct ^Machtet

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Glehener Anzeiger

General-Anzeiger für Vberheffen

lnes Herzens. >ame DorlY, Paris.

nd ist.von dc»Au2ers^ uer feneln-nieSrn»* ß audi den oe icincm estZ rtübergcitanöei - 6CA'_

n. dem wl d o uon der - ÄÄSj&r«

rn ergrenendeTra

Die Kriegserinncrungen eines ftanzösischen Qelöenmädaiens.

äocbai ist in BiövreS au Dem .Hause, bas Juliette T o d u be­wohnt hat, eine Gedenktafel aiigebradg worden, um Der Nach­welt die Erinnerung an Die kühnen xaten auszubewahren, Die Juliette Dodu als junges Mädchen wahrend des dcutsm-franzo-

i hat. Anschluß an Die ^-nlljuilung Der Tafel veröffentlichen DieAnnales" in ihrer letzten Nummer die von Juliette Todu sie ist vor einem Jahre gestorben hinterlassenen Erinnerungen an Die Tage ihres viuhmes.

Ain 27. September lb70 ivar ein Deutfd)c» 'Armeekorps in Pithiviers, wo Juliette Damals als xcicgrapl/iiiiu angc stellt war, emgerüeft, Juliette halte gerade nodi^Zeit gei^abt, die,e^ Ereignis nadi Orleans zu telegraphieren. ,xann schmtlen dte Feinde Die xelegrapl;endrat.te Durd;^ Tas Madd)cn entceate aoer, daß Der nach Orleans führende Strang tynen entgangen war, und fic hatte den Mut, nun Nacht für Nacht in Das xeitgravyen- amt zu 1 djleidjen und nad: Orleans über Die Bewegung des Feindes Nachricht zu geben. Am 8. Oktober verlies; das drin.c« torps Pithiviers, aber wenige Tage daraus schon ruckte ^ic Bor- hm des Prinzen Friedrick. Kan ein. Es war ^uiiette xodu g>. Iu«gen, rechtzeitig alle Telegraphenapparate zu beseitigen, noer bei ber Armee des Prinzen besanDen fid) eigene X-legraphen- beamte. Die das 'Amt von Puivier für sich einzurichten ingannen. Sie hatten in einem Vorraum zwei Rollen -lelegraDheiiDram liegen lassen, Die sic für Die Anlegung Der neuen Apparate de nutzen wollten. Plötzlich, als man sie suchte, waren Die beiden Rollen verschwunden, und alle Nachsorsdiungen brachten nc nicht wieder ans Licht. Juliette Dodn erzählt text, daß iicjne beiden Rollen geraubt und in einer Matratze versteckt hatte xrotz ihres Masses gegen die Preußen nmßte sie Dann Diesen TelegraphenDienste seiften. Wahrend der Sd^adii bei Dem benachbarten Beaure-la- Rolande verließ Prinz Friedrich ft ar! keine Minute Das Ami: alle ankoinmenden Tepescden wurden i'.:m sogleich überreicht, eine versetzte ihn in Unruhe. Er gab sofort Befehle und lanDi: mehrere taufend Leute in einer bestimmten Richrung ab. Als Juliette Dieic ihren LanDsleutcn feindliche Wirkung ihrer eigenen Tätigkeit sal), vergaß sie sich so weit, zu rufen:Großer Gott, warum ist teilt Franzose auf Den Einfall gekommen. Den Traht zu zerickmeiden Ter Prinz hörte ihcq»Worte und tagte ihr, wie fie selbst hinzu fügt, in fehr gutem Französisch: ,/Nid.r jeder, mein FraMern, hat zum Glück für uns Ihren Mm unD Ihre Geistesgegenwart.' dieser Zeit entschloß sie sich. Den in Der Matratze verborgenen Morse­apparat iilld die gestohlenen Drahtrollen itadus herLorzuhoien, unD setzte mittels dieser Den Apparat mit einem Traht in Verbindung, Der an ihrem Fenster vorbeigmg. Auf diesem Wege schickte sie nun

Montag, \I. 3uli Ml

Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'schea Unioerfilä« Buch- und SteinDniderei.

R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition unb Tniderei: Schul- strafte 7. (ripebition und Verlag: bl.

Redaktion: 112. Tel.'Adr.:Anre,gerÄießen,

9 632 655 Mark, t>u -....... -

Mark 12 619 43* Mark, >o das» ar Bewegung asrilanijchcn Gesamthandels eine Besserung von

Mineralische Fnndc in Deutsch Süd west. t;c QciniuqLüdwcst leibt: Sid rem Vernehmen nach ist an der StaatSbadnstrecke Pccherz gesund.'n worden, ausdeni bekannt- lick» Das A iDium gewonnen wird. An anderer stelle ist von D.r enioedung von Wolfram oder Woliramil un Bereich der routb Airican TerritorieS i-.e Rede Tic deutsche tcucnmd-.tci: verhalt sia> solchen nidit amtlidi beiräugicn Meldungen gegenüber n >.

,w,schcn Miineue und Cranfc io leb hast' ist, ivie noch nie zuvor. - In den südwestlich von Dumrurn aeleaenen Erongobergen ist vor geraumer Zen Zinn geimiden ivordcn, an Dessen Ausbeutung letzt ein: in K ipstadt gcguiiiDac ui ic Eiuzct- per'ouen, Firmen unb Syndikate. Von jadmaintticber ^citc wer­ben Die Aussichten für gewumbringend g ct.-al teil, ii nnr hoch im Preise fleht, werden die Frachtkosten beim versand cdibcreiieten Erzes nidt so schmer ins G.und't satten wie bei Kupfer ober Bleierzen. Ungünstig wirkt zum Teil Die weite Entsernnng von guten Verkehrswegen unb ber Mangel an geeig neten unb seßhaften Arbeitskraft« >_________

8m neues Milchgesetz in England.

~ London, 15. Juli.

-rhcit TicnStag'

Neue War*

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1 crl-eblid Steigerung ergeben Tie Entfuhr

hin» von :kh 17 7<'l auf 32 >'197 . Mark, die Auswdi von "709 Mark, fo daß Die Zum: mc des Ge- Mark benagt Nock- erhebt ich günstiger Außcnbandrls für x c u 11 (h - sck iitzgebiet roud» btr Einjuhr al. 1909 auf U 346 343 Maik

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