Deutsches Reich.
)eraii nory neu fromme (»nut erhalten, )tc liefere « f ' ' c besten Vaterlandsverteidiser, sie führe auch den Dorberertungerr f iestädten immer von neuem ein aroßes .Mubital dentmal. Nach
großen Industriestädten immer von neuem ein großes Kapital an gesunder Volkskraft und frischem Blut zu. Eine neue, bessere Zeit sei für die Landwirtschaft gekoimnen; nun wolle aber der
. Griinberg, Mugs von 1L lMe|iorben
aufgeboten hatte, nach dem nahen FeUilatz aus dem Wingert- oder Kirschberg, die „Winke" oder der „Siebcnstädtehügel", wie er int Volksmund genannt wird. Einen geeigneteren Platz für Volksfeste dürfte man wohl in der ganzen Umgegend nickt finden. Philipp Köhler hat ihn einst das „oberhessische Rütli" genannt. Eine einzelne vollständig isolierte Basaltkuppe von ernstem landschaftlichen Charakter, läßt er nach allen .Seiten den weiten Blick schweifen in den Gau der alten Chatten. Tic Höhen des Taunus- gebirges, des Vogelsbergs, des Spessarts und die Lahnberge umrahmen das einzigartig schöne landschaftliche Bild, aus dem fich besonders Münzenberg, das „Wetterauer Tinlcnfaß", und der alte trutzige Licker Festungsturm bei dem prächtigen Wetter imposant hervorhoben. Auf dem Festplatz grüßte ein großes Bildnis Philipp Köhlers entgegen. Seiner gedachten auch all die zahlreichen Redner, die sich in kurzen Ansprachen im Verlaufe des Nachmittags an die Volksversammlung wandten. Zu einer Huldigung und einer Gedächtnisfeier für Köhler gestaltete sich das ganze Fest.
Rach dem Begrüßungslied „Kennt ihr das Land, so wnnder- schön", das die Bettenhäuser Schuljugend unter Leitung von Lehrer Dich unter allgemeinem Beifall vortrug, und nach der Eröffnung des Festes durch den Wahlkreisvorsitzenden des Bundes der Landwirte, Landtagsabgeordncten Fenchel- Oberhörgern, hielt Lehrer T i e tz Bettenhausen die Begrüßungsansprache, die in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog ausklang, das in dem allgemeinen Gesang „Heil Dir im Siegerkranz" seine begeisterte Fortsetzung fand. Daran schloß sich eine kurze Ansprache des Reichstagoabgeordueten Dr. Werner Butzbach. Ter Gruß des Redners, der die deutsche (Gesinnung, >vie sie in den Herzen des Bauernstandes lebe, besonders betont, galt dem deutschen Vaterland; begeistert wurde in das Hoch und das sich anschließende ^Deutschland, Deutschland über alles" eingestimmt.
Darauf hielt Landtagsabg. W o l f - Stuttgart die eigentliche Festrede. Er bringt die Grüße der schwäbischen Bauern und führt ans, indem er des Sieges in Gießen—Grünberg gedenkt, daß int Land und Reichstag noch große Kämpfe bevorslünden. Warum würde nun die wirtschaftliche Vereinigung so sehr bekämpft ? Da erhebe man zunächst den Vorwurf, der Bund der Landlvirte vertrete die Interessen des Großgrundbesitzes; oder Man sage, der Bund der Landwirte sei industric- und knlturfeind-- lich, sowie arbeiterfeindlich. Tem Hansabund, der dies sage, erwidert der Redner, daß er fern sei, den Wert unserer Industrie -und unseres Handels gering zu schätzen, man müsse sie gelten. Innen, müsse aber auch der Landwirtschaft die Gleichb-.n;echtigung getvähren, da sie dem Vaterland unermeßliche Dienste leiste. Vor aNem gewähre sie ihm die Garantie, daß eS wirtschaftlich unab- hängig bleibt vom ^ütslandc; in der landwirtschaftlichen Bevölkerung sei überall noch der fromme Sinn erhalten, sie liefere dem Reick die 1"°' ....... "
Die Spanier in Marokko.
San Sebastian, 15. Juli. Der Ministerpräsident, der Minister des Aeußern und der hier weilende spaniscke Botschafter in Paris hatten eine zweistündige B e- s p r e ch u n g mit dem König, worin demselben über die internationale Lage berichtet lvurde. Ter Minister des Aeußern erklärte, der allgemeine Eindruck sei beruhigend. Heute nachmittag kommen der Ministerpräsident, der Minister des Aeußern und der spanische Botschafter nochmals zusammen, worauf der Botschafter mit Instruktionen nach Paris zurückkehrt.
Madrid, 15. Juli. In hiesigen politischen Kreisen wird betont, die angeblichen Zwischenfälle in Etksar beruhten teils auf starker llebertreibung, teils auf freier Erfindung der Presse der französischen Kolonialpartei. Es hätten keine spanische Soldaten den Luccas- fluß überschritten, wo sich die Truppen unter französischem Kommando befinden. 'Tie Ursache der Reibungen liege in dem lieber eifer französischer Agenten, der kaum in den Intentionen ihrer Regierung liegen dürfte. Auch einzelne Bestrebungen, die Eingeborenen auf- zuwiegeln, seien gänzlich erfolglos geblieben. Der Gouverneur Raisuli und sein Vertreter in Elksar hätten sich mit den Maßnhamen des Obersten Sylvestre völlig einverstanden erklärt. Es liege daher kein .Grund zu Streitigkeiten vor.
E l k s a r, 15. Juli. Die „Agenee Havas" meldet unterm 14. Juli: Die unter militärischer Bewachung nach Tanger marschierende Provianikolonne des Maghsen wurde hier von den Spaniern an geh alt en, die die Begleitmannschaften entwaffnen wollten. Da die Bedeckung sich weigerte, die Waffen abzuliefern, mußte der Proviantzug nach dem Lager Buznah zurückkehren. — Ein Angestellter von algerischen Untertanen wurde in Elksar verhaftet.
Kaiser Gottesdienst ab und begab sich nnchher au einem’ Svazieraana an Land. Gegen Abend hielt Generalmajor MckhM Ertrag Es herrscht R-g°n und Wlt°, totmt es auch an Land etwas wärmer tst. An Bord i)t alle^ wohl.
In Marburg fand am gestrigen Sonntag ein vom Allgemeinen Volksverein veranstaltetes, von hrer und aus dem ganzen Wahltreise gut.besuchtes Volks f eft: patt Es sprachen Herr v. Gerlach über „Deutschland und das Ausland", Bäckermeister Castings - Köln über Die modernen Mittelstandsfreunde", Dr. st r i ep ke-Köln über „Arbeit und Bildung" und Redakteur P o e r s ch über „Vaterland und Freiheit".
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allen Stunden des Tages oder der Nacht, einzeln oder in kleinen Scharen, während andere warten, bis die an den beiden Sonntagen statt findende Hauptprozession stattfindct, bei der unenneß- ließe Mengen den Falmcn folgen. Tie Troms hat 12 Stationen, die 12 Heiligen gewidmet sind, deren Statuen während der Festzcit im Gebirge aufgestcllt sind. Beim hellen Klang der unaufhörlich geläuteten Glöckchen, lebt so die alte Legende von dem heiligen Ronan von neuem auf dem alten bretonischen Boden auf. Tenn dieser Weg ist es ja, den er selbst zu seinen Lebzeiten zurückgelegt hat; hier aus diesem Steine hat er sich ausgeruht: und dort steht das Kreuz, das das Andenken au jenes schlimme Weib, die Widersacherin des Heiligen, wachruft, das Kreuz der Keban, das einzige Kreuz auf der Welt, an dem eine Bäuerin der Bretagne mit erhobener Stirn vvrüberschreitet, ohne sich zu bekreuzigen.
— Rasmussens neue Schlittenexpedition. Auf seiner neuen Schlittenexpedition, die der bekannte Eskimo forscher Knut Rasmussen vor kurzem ange- trcten hat, will er vor allem über das Schicksal von Kapitän Mikkelsen und seinen Begleiter Jversen Sicherheit bringen. Die beiden tollkühnen Männer waren im März vorigen Jahres von der Ostküste Grönlands aufgebrochen, um die Sammlungen und wissenschaftlichen Aufzeichnungen des 1908 am Danmarkfjord verunglückten Forschers 'Mylius-Erichsen aufzusuchen und zuruckzubringen. Es ist als ziemlich sicher anzunchmen daß Mrkkelsen bis zum Winter 1910/11 die Eskimosiedelungen m Nordgrönland nicht mehr erreicht hat. Bei der äußerst geringen Ausrüstung, die die beiden mit sich führten, erscheint die Möglichkeit einer Ueberwinterung im nördlichen Grönland von vornherein als ausgeschlossen. So muß, falls Mikkelsen nicht rechtzeitig den Ruckzug nach der Shannon- iniel an der Ostküste, wo eine Hütte und Vorräte für ihn hinterlassen wurden, angetreten hat, m i t f e i n e m 11 n t e r- gan6 gerechnet werden. Neben der Feststellung von Mikkelsens Schrcksa! will Rasmussen sich auch der topographi- schen Aufnahme widmen. Rasmussen will, wie Petermanns Mitteilungen berichten, bis zum Gletscherkap Vordringen wo Depots von Mylius-Erichsen und Mitkelsen zu erwarten smd. Rasmuften Hoffte seine Ausgaben in achtzig Tagen
Hansabmid die sckwer errungenen Rechte seit der Retcl-Sgtmndmtg bei den neuen Wahlen wieder nehmen. Bauernstand und gewerb- licker Mittelstand müßten daher fest Zusammenhalten tn echter Hessentreue, bann würden sie des endgültigen Steges sicher sein, dann könnte man rufen: Hie gut Hessenland, hte Mt Deutschland.
Der sich anschließende gemeinsame Gesang „Bruder reußt die Hand zum Bunde" brachte symbolisch zum Ausdruck, was der ^^Ter^nächste Redner war Reichstagsabg. Bindewald- Wilmersdorf. Er führte aus, daß es nicht das erste Mal sei, daß man in Hessen solche Bauernfeste feiere. Im übrigen htett der Redner eine Programmrede für seine Partei.
Nach der Ausführung von Schnittertanzen der Schniltergruppe von Ober-Widdersheim und nach einer kurzen Pause sprachen noch eine ganze Anzahl Redner. Beigeordneter E i ser-Muschenheim forderte als Gewerbetreibender das Gewerbe und Handwerk auf, fest zum Bunde der Landwirte zu stehen und bedauert die gegenseitige Verhetzung der Stände bet den Wahlen. Landtagsabg. Wolf-Stadecken bringt die Gruße von der Fraktion des hessischen Bauernbundes int Landtag. Die Fraktion, die nicht konservativ und liberal, aber volkstümlich und, wenns Not tue, auch radikal nach oben und unten sei, habe jetzt 12 Mitglieder und sei in der 2. Kammer von ausschlaggebender Bedeutung. Ter Redner bedauert es, daß die Kammerverhandlungen vom Volke so wenig verfolgt werden, dem Reichstag würde mehr Interesse entgegengebracht. Das neue Wahlrecht, das eine Notwendigkeit wäre, sei durch die Hilfe der Fraktion mit zu Wege gekommen. Reichstagsabg. Behrens-Essen spricht dann von seinen freundschaftlichen Beziehungen zu Philipp Köhler, den er unendlich hoch schätze. Besonders hebt er das rege Interesse des Verstorbenen für die Arbeiterschaft hervor, was er als Arbeilerselretür einer Arbeitergcwerlsck-aft bei ihm öfters beobachtet habe. Darauf sprachen noch Redakteur H i r sch e l-Friedberg, der die Grüße der vereinigten Landwirte Frankfurts und der Umgebung überbringt; Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg, der im Namen des Laubacher christlich-sozialen Vereins grüßte und ein Hoch auf die treuen Bettenhäuser ausbringt; Will). Acker-Berstadt, der noch eine Episode aus Köhlers Leben mitteilt; Landtagsabg. Breidenbach-Torheim, dessen Hoch den Führern der Wirtsch. Vereinigung und des Bundes bet Landwirte galt; Lehrer 2 e r n - Neu-Isenburg, der zur Einigkeit mahnt. Neichs- tagsabgeordueter Werner gedachte zum Schluß noch derer, die durch die verheerende Seuche verhindert waren, am Fest teilzunehmen, an die Gemeinden Holzheim, Eberstadt, Ober-Hörgern und Ettingshausen. Tas Schlußwort hatte Landtagsabg. F en ch c l.
Ein Volksfest schloß sich an den politischen Teil des Festes an. An Volksbelustigungen wurde Reichhaltiges geboten. Dieser Teil des Festes währt auch noch, heute an.
(Ein oberhessisches Volks- und vauernseft.
4 Bettenhausen, 16. Juli.
Es ist nicht zufällig, baß unser srcundlich gelegenes Dörfchen zum Festort des 1. Oberhessischen Volks- und Bauernfestes auserkoren worden war. Es war lange Zeit die Heimat und stets der Lieblingsttlatz des verewigten Land- und Reichstagsabgcordneten Philipp Köhler-Langsdorf.
Schon von den frühen Mittagsstunden ab strömten zahlreiche Festbefucher aus Stadt und Land von den benachbarten Stationen Lüh, Langsdorf, Bellersheim, Ntünzerrberg und Muschenheim dem Festvrt zu. Die oberhessischen Linien der Staatsbahn, die verschiedene Sonderzüge eingelegt hatte, sowie die Wettertalbahn hatten einen starken Verkehr zu bewältigen. Aus allen Teilen Oberhessens und der benachbarten preußischen Landesteile, selbst aus Starkenburg und Rheinhessen waren Bauern und Freunde des Bauernstandes erschienen. Wenn auch nicht ganz die Besucherzahl von Ober-WidderSheim im vergangenen Jahr ermeßt wurde, was durch den Ausbruch der Klauenseuche in einigen benachbarten Ortschaften bedingt ist, so umfaßte bas Fest immerhin inod) eine Vo l ksm enge von einigen Tausend Köpfen.
Gegen 2 Uhr bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die reichlich geschmückten Straßen des Torfes, das den Gästen alles
Aus Balestranb wirb gemeldet: Der Kaiser be
sichtigte am Samstag vormittag bas Schulschiff „Hansa"
und begab sich noch vor Tisch nach Vangenäs wegen einiger
Vorbereitungen für das dort zu errichtende Frithjof-
- -Nachmittags 5 Uhr fand Tanz auf der „Hohen-
zollern" statt, an welchem 26 Norwegerinnen bis kurz vor
8 Uhr teilnahmcn. Am Sonntag früh 10 Uhr hielt der
Müller sein, dem niemals fiel bas Wandern ein". Auf dem Marktplatz hielt mau bann noch zündende Ansprachen, das Philistzervvlk stand herum und lachte; GemeinderatSmitglieder waren auch dabei, und der Bürgermeister, dem bas alles galt, fam auch vorbei. Er und seine Polizei lachten dazu, und so scheint es, baß bie akademische Freiheit in Jena noch ganz munter luib lebendig ist.
Kf. Die g r o ß e T r o m 6 n i e. In diesen Tagen ioirb in der "hcbcrbrctagite bas berühmte, alle sechs Jahre wieberkehrende Fest ber „großen Tromckiie" gefeiert. Kein französisck)cs Lexikon gibt eine Erklärung dieses Wortes, da es kaum anderswo als M ber Bretagne gebraucht wirb. Aber es ist ziemlich leicht, das Wort m seine Bestandteile zu zerlegen; es ist gleich Tro (Tour) du muiihy und bedeutet also den Umzug vom das Minihy, das heißt die alte Freistätte des Landes, den Ort, wo die irdische Justiz keine Gewalt hatte. Diese Stätte, so erzählt daS „Journal des xebatb', befindet sich in Loc-Ronan, dem Lande ber blauen Kucke mit den langen Reihen blanker Kupserknöpfe und dem breiten gelben Besatz. Im Gegensatz zu den mit diesen hellfarbigen Röcken, dec glaz, angetanenen Mannern, den Glaziks, kleiden sich die Frmien zum Feste ganz schwarz; was wohl mit der legendarischen Bedeutung und Herkunft des Festes zusammenhängt. Loe-Ronan, We ein heruntergekommener Marktsleckeu, hat Zeiten großen Gedeihens, ia des Reichttiins gesehen, den es seiner Leinenindustrie verdankte. Unna von Bretagne, die eine tiefe Verehrung
Patron, den heiligen Rvnon, empfand, kam im Jahre 150<> hierher und verlieh dem Ort Stadtrechte. Sie unterstützte wahrscheinlich auch ben Bau der von den Herren de Nevet ge» Mieten großartigen gothischen Kirche, die noch heute mit ihrem freilich vom Blitz entfrönten Turme daö Häusermeer überragt. iXicfct Kirche gegenüber ließ 91 e n 6 c de France, Herzogin von Ferrara, auf dem Platze, wv ein ft der heilige Ronan Buße getan ^Ue, die Ickone und freundliche Bußkapelle errichten, zum Schutze des Grabmals des frommen Einsiedlers, der auf einer von Engeln getragenen Granitplatte ruht Von diesem Grabmal aus setzt sich kic O^oße -Eromenie m Bewegung, um hierher zurückzukehren, nack)dem fte den Herkömmlichen Weg von etwa 12 Kilometer zurück- gelegt hat, auf kaum gebahnten Wegen, die über die Saint- führen. 4.aä Fest dauert acht Tage, unb von allen ^«5611 und Dörfern des Landes kommen Tausende von Pilgern, Manner und Frauen, in Loc Ronan zusammen. Mit Kirchen, gelaute um Mitternacht begnint die TwmSnie und alsbald setzen ftch die .elften Pilger in Bewegung, jtzie folgen cinanber; zu
Nach feinem Ucbcrtritt in den ägyptischen DienU wurde er baheim im Jngenieurkorps zum Hauptmann, noch ein Jahr später, 1884, zum Major, 1886 zum Oberstleutnant und im Jahre 1888, nachdem er sich am Roten Meere als Gouverneur und später als Generalgouverneur als Verwaltungsmaun, Diplomat und Tmp- penftihrer wiederholt alänzend hervorgetan und zuletzt bei Handup an der Spitze seiner Truppen schwer verwundet worden war, zum Adjutanteii der Königin mit dem vollen Oberstenrang ernannt.
Das war das Ergebnis von siebzehn Tienstiahren, von denen acht in Zivilverwendung verbracht worden waren. Seitdem war .Kitchener bann ein paar Jahre zweiter Kommandierender des agvptiscken Heeres und Generalinspektor der Polizei in Kairo, bis er 1892 mit dem örtlichen Range als Generalleutnant ben Oberbefehl erhielt unb daraus in den folgenden sechs Jahren mit Eiselibahilbau und siegreichen Schlachten dem Mahdi die Herrschast über den Sudan entriß. Kitchener wurde inzwischen englischer General, Peer, Generalgouverneilr und Oberbefehlshaber im Sudan unb schaltete dort, bis ihn der Burenkrieg nach Afrika führte, erst als Generalstabschef des Feldmarschalls Lord Roberts und später als üommanbicrcnber bei der wirklichen Beendigung des Krieges. Daß er seitdem weitere sieben Jahre als Oberbesehlshaber des indischen Heeres verbracht und sich wieder als bedeutender Organisator erwiesen hatte, ist bekannt.
50. Jubiläums-Ausstellung der oberh. vieuenzvchter.
△ Gießen, 16. Juli.
Der Fe st ko mm er s in Steins Garten nahm um V2IO Uhr seinen Anfang. Der erste Vorsitzende des Oberhessischen Bienen- züchtervereinS, Lehrer B uß - Leihgestern, hielt die ^orußungs- ansprache. Nach der üblicken Begrüßung gab er einen kurzem Umriß über die geschichtliche Entwickliing dbr Bienenzucht, aus dem namentlich interessierte, daß im Jahre 1830 in Oberhessen die ersten Anfänge zur Organisation der Bienenzüchter gemacht wurden, indem in Reichelsheim etwa 18 Imker einen 'Bereut bildeten. In Gießen gründeten 1860 35 Herren un duschschen Garten einen Obe^essischen B ienenzü clft er v e re in. Heute ist der Verband auf 24 Vereine mit 1116 Mitgliedern -ngewachsen. Die Bienenzucht ist bei der Regierung, besonders auch beim LandeSherm gut angeschrieben, dies zeigte auch die Stiftung emes Ehrenpreises durch den Großherzog, dem sein Hoch galt.
Lehrer Weil- Wieseck gedachte des großen Krieges unb brachte sein Hoch aufs Vaterland aus. Lehrer Buß ernannte dann die Mitglieder Buß- Wetzlar, H e i l m a n n - Stnnberg, B a u e r- Gießen, Nußbaum-Gießen, Hoffmann-Watzenborn unb Spitz-Gießen, bie am 10. Mai 1880 den Anschluß bes Zwng- vereins Gießen an ben Oberhessischen Blenenzuchterverem beschlossen, zu Ehrenmitgliedern. Durch bte Mitwirkung des Sauer- scheu Gesangvereins unb des Turnvereins von 1846 würbe ber Abend sehr verschönt.
Die Eröffnung ber Ausstellung fanb gestern vormittag 11 Uhr burch ben Vorsitzenben, Lehrer Buß- Leihgestern statt. Kreisamtmann Lang er mann überbrachte bie Glückwünsche ber Regierung und schloß mit einem Hock aus Kaiser und Großherzog. Beiaeordneter Keller übermittelte bie 933ill^ kommengrüße ber Stadt, bie sich freue, baß bas goldene Jubiläum hier stattfinde. Unter Leitung ber Herren B u ß und D öll folgte dann die Besichtigung ber Ausstellung, bie ben lebhaften Beifall fand; besonders bie Ausstellung bes Zweigvereins Schotten, deren Gruppierung von einer Büste des Großherzogs aus natürlichem Bienenwachs frönte; sie bat ein Gewicht von 45 Pfd. Die übrigen Gruppen, bie wir bereits in ber SamstagI- nummer nannten, fanden ebenfalls lebhafte Anerkennung. Einen Hauptanziehungspunkt bildete das Bienendors von Wol? Noll und Phil. Bauer II.-Gießen. .Auch eine reizende Honig- mühle wurde sehr viel beachtet.
Die Preisrichter hatten viel Arbeit, bevor sie um Vzf) Uhr die Preisverteilung bekannt geben konnten.
Ehrenpreise hatten gestiftet: ber Großherzog, ber Land- Wirtschaftskammer-Ausschiiß für Oberhessen, ber landwirtschaftliche Provinzialverein für Oberhessen, der österreichische, ungarische, mitteldeutsche, hessische unb rheinische Bienenzüchterverem, die Stadt Gießen, die Kreiskasse Gießen, Bezirkssparkasse Gießen, Gewerbebank, Unionbrauerei, Brauerei Jhring-Lich, Brauerei Melchior-Butzbach, Geh. Kommerzienrat Gail-Gießen unb ber beutsche Jmkerbund.
I. Ehrenpreise erhielten: Ad. Noll-Gießen ben Ehrenpreis bes Großherzogs für beste Gesamtleistung. Ehrenpreise des Landwirtschaftskammer-Ausschusses für Oberhessen: Zweigverein Schotten unb Lehrer Hensel-Hirzenhain, ferner erhielten Ehrenpreise: Verein Schlitzerland, Kraft-Gießen für bie Gruppe „Einst und jetzt", Pfeifer-Launsbach für Gesamtleistung in Honig unb Wachs, Schminle-Sachsenberg für Geräte, Kump s- Gießeii für Literatur usw., Hübner-Nidda für Geräte und Weitz Schotten. II. Für leb. Völker wurden an Preisen 134 Mk. ausgegeben: 1. je 15 Mk. Bahnassistent Schmidt-Gießen und Köhler-Lang-Göns, 2. je 12 Mk. Pfeifer-Launsbach unb Kraft- Gießen, 3. je 8 Mk. Handloser-Gießen, Keck-Gebern, Rahn-Rudingshain, Hofmann-Freienseen, Kumps-Grünberg, Flach-Lang- Göns, Becker-Rülfenrod unb Hübner-Nidda. III. Kö nig Inzucht: 1. 8 Mk. Kumps-Grünberg, 2. Pfeifer-Launsbach, 3. Hübner-Nidda, Ad. Noll-Gießen. IV. Für Honig wurden 189 Mk. ausgegeben: Ehrenpreis Schlitzerland 15 Mk., je 10 Mk. Pfeifer- Launsbach, H. Roth-Lang-Göns, Lehrer Runk-Okarben, Kunkel- Eschenrod und PH. Bauer II.-Gießen, je 6 Mk. Pfeifer-Schotten, Köhler-Pohl-Göns, Renker-Grebenhain, Klein-Eschenrod, Buß- Wetzlar, Guenzer-Nieder-Kleen, Kraft-Gießen, Döll-Wieseck unb H- Weitz-Schotten, je 4 Mk. L. Zimmer-Wieseck, Heß-Leihgestern, Kümps-Grünberg, Hilgen-Gießen, Riedel-Assenheim,^ Flach-Lang- Göns, Appel-Ober-Lais, Noll-Ober-Lais, Kümpf-Gießen unb Rahn-9ttldingshain, je 3 Mk. Röder-Dorheim, Hübner-Nibda, Range-Kirtorf, Koch-Gedem, Hühnergarth-Büdingen, Linbenstruth- Beuern, Euler-Grüningen, Weigel-Wieseck, H. Schäfer-Kirtorf, Hartmann-Rudingshain unb Lehrer Römer. V. Für"Geräteerhielt den Ehrenpreis Hch. Schminke-Sachsenberg in Waldeck. Der Be,uch der Ausstellung, wo die Regimentskapelle der 116er em Gartenkonzert veranstaltet hatte, war sehr gut.
löfen äu können, so baß noch im Herbst Nachrichten über den Verlauf seiner Expedition zu erwarten sinb.
rtZr1!« der B i b l i 0 t h e k z e t t e l. In bem mit be- 18ufa^.m^9CficJtten' demnächst erscheinenden zweiten Tefte ber von Dr. Ä. Ahrens herausgegebenen, von Her- q?£rAn/^Crj^^ne.b.er0 verlegten Sammlung von Ge- Aushau gebogen uns freundlichst zur 93 er- tohmn* * * * * * 8 9 KtoOrbe?trJ-n?' "Übet sich eine allerliebste Zusammen- stellung von humonsttlchen Erlebnissen unb Erfahrungen aus bec Praxis ber wissenschaftlichen Bibliothek. Nichts erscheint nüch- d/r in hunwrloser zu sein, als so ein Bestellzett<
wttd l Bibliothek eingeworfen
raub. Aber die Bibllotheksbeamten wissen von ben Bücher-Be- berieten1 D- Äff«*1“ i'ic >°lls°mskn Ding- zu
die beruchtlgtt Bestellung „Müller a. a. O.
N SLW-MidSL-LL rechts gelehrt en ^^^/is dahin unbekannt gewesenen bestellunaen d 6 Kurws sind auch bisweilen bie Doppel- baß er E'KVÄiÄ“ der Besteller für ben Fall, beftellt t S bekommen kann, gleich ein zweites
Nietzsche^ Akin fhrn* ba^^mscher Zusammenstellung::
cK^röe Nackrichten aus Kunst unb W i ssen- L» As
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