Arisch bewacht. Morgens fanden einige Zusammenstöße statt; zw»i Verhaftungen wurden vorgenommen.
In Longchamps fand in Gegenwart des Präsidenten Falliöres, aller Minister und des diplomatischen Korps Parade statt. Der deutsche Botschafter Freiherr v. Schön und der Minister des Aeußern unterhielten sich in herzlicher Weise. Während die Truppen an dem Präsidenten vorübermarschierten, manövrierten drei lenkbare Luftschiffe über dem Felde. Bei der Rückkehr des Präsidenten veranstaltete eine Anzahl Camelots du roi eine Kundgebung; es kam zu einer Schlägerei mit dem Publikum, das gegen sie Partei ergriff. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen.
Angriff auf einen Deutschen in Kuba.
Hav anna, 14. Juli. Das Wohnhaus von Br. Meyer, eines reichen Deutschen in Trinidad in der Provinz .Santa Clara wurde von Banditen angegriffen. Meyer selbst tvurde bei der Abwehr des Angriffs schwer verwundet. Die Banditen ergriffen hierauf, ohne geplündert zu haben, die Flucht. Sie werden durch Gendarmen verfolgt.
Der deutsche Gesandte richtete wegen Angriffe auf das Wohnhaus des deutschen Staatsangehörigen Meyer in Trinidad, wobei dieser schwer verwundet wurde, energischen Protest an die kubanische Regierung und forderte Entschädigung.
politische Tagesschau.
lieber einen gegen die wurttenibergrschen Katholiken geplanten Schlag
beschwert sich die „Germania", das Berliner Zentrumsblatt, mit folgenden Ausführungen:
Die Katholiken Württembergs stehen vor einer Gefahr, deren Folgen unübersehbar sind. Das Kultusministerium beabsichtigt die kleinen katholischen Pfarreien, die unter 300 Seelen haben, aufzuheben und zusammenzulegen. Noch vor nicht langer Zeit hat der Minister angekündigt, daß.er,die „Auseinandersetzung zwischen Kirche und Staat" herbeizuführen beabsichtige; er erklärte dann nachher, daß es sich bei dieser Tendenz nur um eine „finanzielle Auseinandersetzung" handeln solle; d. h. der Staat würde der Kirche eine „jährliche Rente" garantieren, dagegen aber für sich das Recht in Anspruch nehmen, noch mehr als seither in die kirchlichen Angelegenheiten hinein zu regieren. Diese Rente soll, wie bei der Debatte über die Gehaltsaufbesserung der katholischen Geistlichen der volksparteiliche Führer Liesching verraten hat, in Zukunft nach dein „Bedürfnis der einzelnen Kirchen" bemessen werden. Die Absicht der Regierung: die kleinen Pfarreien aufzuheben, ist dazu angetan, das „Bedürfnis" der katholischen Kirche geringer zu gestalten, als es heute ist. Entsprechend diesem künstlich so gestalteten geringeren Bedürfnis sollen denn auch die Leistungen des Staates in Zukunft niedriger werden. Um es kurz zu sagen: Ter Staat will vor der Trennung noch säkularisieren. Bloße Sparsamkeitsgründe sind bei diesem Plane der Regierung nicht maßgebend; hat doch der Finanzminister erst kürzlich in der 1. Kammer die Finanzlage nicht günstig genug schildern können.
Das eine ist sicher: Die katholische Bevölkerung in Württemberg wird sich eine derartige Schmälerung ihrer Rechte nicht ohne weiteres gefallen lassen; und wenn sie auch seit Jahren allen Angriffen und Verdrängungen seitens der Regierung und der Liberalen und Radikalen gegenüber Stillschweigen beobachtet hat — dieses Mal wird sie ihre Position entschieden zu verteidigen wissen. Die Mahnrufe erschallen bereits in der katholischen Landespresse.
Die Lage der außerordentlichen Professoren.
Die Vereinigung außerordentlicher Professoren Preußens gibt soeben eine ausführliche Denkschrift über die Zwitterstellung dieser Gruppe von Universitätslehrern heraus. Die Denkschrift, die natürlich auch außerhalb Preußens interessiert, wird in den „Nationalliberalen Blättern" von akademischer Seite in bemerkenswerter Art kommentiert:
„Die außerordentliche Professur war ursprünglich nichts als ein Durchgangs- und Warleposten. Die Extraordinarien sollten in Ordinariate einrücken, welche frei würden. Auch jetzt ist noch ein Teil der außerordentlichen Professuren so gedacht: wird an einer Universität, die Zahl der Studierenden eines Faches zu groß, dann stellt die Regierung dem Ordinarius zunächst gewöhnlich einen Extraordinarius an die Seite. Bedenklicher wird dies Verfahren schon bei Abzweigung neu austömmender Wissenschaften, wie Ohrenheilkunde, Dermatologie, Geologie, neuere Literatur, Kolonialrecht und dergl. Ist doch diese Entwickelung so weit gediehen, daß jetzt für den größeren Teil gerade derjenigen Fächer, auf deren Ausbildung der Fortschritt der Wissenschaft in erster Linie beruht, überhaupt keine Ordinariate oder doch nur an wenigen Universitäten vorhanden sind. Mehr und mehr hat sich die Praxis eingebürgert, neue Lehr- bedürfnisse statt durch Vollstellen nur durch Hilfsstellen zu befriedigen!
Grell beleuchtet diese Verhältnisse das Zahlenmaterial,
Die letzter: Vorbereitungen sind schon im vollen Gange, und gegenwärtig werde:: 50 grönländische Polarhunde nach London geschasst, um an, Bord des großen Walfischsängers „Aurora" eingeschifft zu werden, Der wahrscheinliche Tag der Abreise ist der M, Juli.
lf. Fortschritte der isländischen Frauen-Be- luegung. In Island hat die Sache der Frauei: in letzter Zeit bemerkenswerte Fortschritte gemacht: Dem Allthing waren zwei Anträge auf Verfassungsänderung vorgelegt worden, der eine wollte das aktive und passive Wahlrecht zum Allthing allen Männern über 21 Jahren, im Besitz der Ehrenrechte usw. geben und soglei vorsehen, das Wahlrecht durch Gesetz auch auf die Frauen ausgedehnt werden könne; der andere beantragt kurzweg gleiches Wahlrecht für alle Männer und Frauen. Der 9 gliedrige Ausschuß verwarf den ersten Antrag und entschied sich für den zweiten, auch das Allthing wird allgemein als dem Anträge günstig geschätzt Die verheirateten Frauen sollen unbeschränktes Wahlrecht haben, auch wenn sie in Gütergeineinschaft mit dem Manne leben. 1— Auch das Frauenbildungswesen kann sich neuer Errungenschaften rühmen: Das isländische Unterhaus hat einen Gesetzentwurf angenommen, der den Frauen das Recht gibt, an sämtlichen Lehranstalten des Landes Unterricht zu genießen und ihre Prüfung zu machen und alle Beamtenstellen des Landes zu bekleiden. Island wird noch im Laufe dieses Jahres seine Mne Universität erhalten. Wenn das isländische Oberhaus diesem Entwurf auch zustimmt, so erhalten damit die Frauen die volle Glerchbcrechtigung mit den Männern in Bezug auf die höhere Bildung und die höheren Berufe.
r , — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen-
• D:e 36. Versammlung des Deutschen Vereins für offentl:che Gesundheitspflege findet zu Dres- b<lnc£^r}3- 19- September 1911 statt. — Geh. Medizinal-
rat Professor Senator, der bekannte Berliner Kliniker, ist im .^6. Lebensfahre:n einen: Senatorium in Tegel gestorben ^— Professor Reinhold Begas wird, wie B. T. und Voss Ztg. wewen, an fernem bO. Geburtstag (15. Juli) zum Wirklichen Geheimen Rat erneut werden und den Titel Exzellenz erhalten. Das Befinden des Jiwllars laßt viel zu wünschen übrig, hat sich aber rm Lause des geftngen Tages gebessert. - Der Nachlaß Mark Twains betragt über 470000 Dollars. Die einzige
.Achter D:e eine Hälfte per Erbschaft besteht tn GruMeiH und Inventar,
das die Denkschrift teils aus amtlichen Quellen, teils aus Umfragen beibringt. Im ganzen kommen heute aus v:er etatsmäßige Ordinariate fast drei Extraordmamate verschiedenen Grades. Nicht minder augenfällig wird das Mißverhältnis, wenn man das Anstellungs- und das Durchschnittsalter der außerordentlichen Professoren prüft: Die Ernennung zum außerordentlichen Professor erfolgte durchschnittlich in einem Alter von 37 Jahren 1 Monat, und die jetzigen Inhaber solcher Hilfsstellen zählen im Durchschnitt 44 Jahre 7 Monate! Ustd diese Universitätsprofessoren bleiben sämtlich im Gehalt zur Hälfte, selbst mit Zuschlag des Kollegiengeldes, hinter den Einnahmen aller von ihnen ausgebildeten akademisch gebildeten Beamten zurück. Sie blieben auch an den meisten Universitäten von der Selbstverwaltung gänzlich ferngehalten. Bor allem aber muß ihr Ausschluß üon'ber Fakultät den akademischen Unterricht schädigen: obgleich staatlich bestallte Universitätslehrer, blieben sie ohne Einfluß auf die Gestaltung und den Gang des Unterrichts, ohne die Möglichkeit, die von ihnen selbst angeregten, unter ihrer^Anleitung abgefaßten Dissertationen zu zensieren oder die Studierenden ihres Sondergebietes im Doktorexamen zu prüfen. Auch zur Staatsprüfung wird nur der kleinere Teil der Extraordinarien zugezogen. .
Die Denkschrift der Beteiligten selbst gipfelt rn dem Anspruch: ein wirkliches Lehrbedürsnis nur durch eine wirkliche Vollstelle (Oroinariat) zu decken, das Extraordinariat aber, wie früher, nur auf vorübergehende Lehrbedürfnisse oder persönliche Förderung verdienter Privatdozenten zu beschränken. An der Kostenfrage braucht diese Reform jedenfalls nicht zu scheitern: es gibt in Preußen 303 außerordentliche Professoren, von denen für die Umwandlung höchstens 2/3 in Betracht kämen; ihr Grundgehalt steht aber nur um 1600 Mark — das Durchschnittsgehalt um weniger — hinter der Besoldung des Ordinarius zurück. Für diese 300000 Mark ließen sich eine Fülle halb brachliegender, jedenfalls an ihrer vollen Entfaltung behinderter Kräfte zum Segen der Wissenschaft wie der studierenden Jugend fruchtbar machen. Und wenn damit ein frischerer Geist in die Fakultäten einzöge, so wäre auch das ein Gewinn."
Aus 15c ffen.
Darmstadt, 14. Juli. Eine Vertrauensmännerversammlung der Zentrumspartei Seligenstadt stellte nach der Frkf. Ztg. an Stelle des seitherigen Abgeordneten Horn, der wegen seines hohen Alters nicht mehr kandidieren will, einstimmig den Bürgermeister Sing er-Se.igenstadt als Landtagskandidaten für den 18. starkenburgischen Wahlkreis Seligenstadt auf. Tie Fortschrittliche Voltspartei hat in diesem Kreise bereits vor mehreren Wochen den Kaufmann W e i e r m a n n als Kandidaten nominiert.
Deutsches Neiev.
Aus Balestrand wird gemeldet: Der Kaiser machte am Freitag vormittag mit Gefolge auf dem Begleitschiff „Sleipner" einen "Ausflug naa? Vangsnaes, auf des,en äußerster in den Sognefjord hineinragenden Spitze Framnaes, das vom Kaiser genistete Frithjof-Denkmal Aufstellung finden soll. Der für das Äenimal in Aussicht genommene Standort wurde eingehend besichtigt.
Der Vorstand des Verbandes deutscher Gewerbevereine und Handwerkeroereinigungen hat bereits im Jahre 1905 beim Kaiserlichen Reichsamte des Innern eine Abänderung des § 103a, Absatz 3, Ziffer 2 der Gewerbeordnung für das Deutsche Reich dahingehend beantragt, „daß alle selbständigen Handwerker zur Handwerkskammer>Wahl berechtigt sind, welche einem Gemerbe- verein oder einer sonstigen Vereinigung angehören, die die Förderung der gewerblichen Interessen des Handwerks verfolgen, auch wenn diese Vereine nicht miiürestens zur Hälfte ihrer Mitglieder aus Handwerkern bestehen". Das Reichsamt des Innern hat damals geantwortet, daß dieser Antrag bei einer etwaigen zukünftigen Revision der einschlägigen Bestimmungen der Gewerbeordnung einen Gegenstand der Erwägung bilden werde. Der Vorstand des Verbandes hat nunmehr dem Reichsamt des Innern wiederum eine entsprechende Eingabe mit ausführlicher Begründung übersandt.
Ausland.
Der revidierte Vertrag zwischen England und Japan ist am Donnerstag in London unterzeichnet worden. Er enthält einen allgemeinen Schiedsgerichtsvertvag mit einer drittel: Macht abschließt, so soll der revidierte Vertrag dieser Partei nicht die Verpflichtung auferlegen, einen Krieg mit der Macht zu beginnen, mit der für sie ein solcher Schiedsgerichtsvertrag in Kraft ist. Ter Vertrag tritt sofort in Kraft und bleibt zehn Jahre ü: Gültigkei.t Es sind sonst leine Abänderungen des ursprünglichen Vertrages vorgenommen worden, mit Ausnahme der Fort- lassung des Artikels, der Japans Stellung in Korea betrifft.
Aus Sarag 0 ss a wird gemeldet: Der hier ausgebrochene G e sam taus stand hat einen bedenklichen Umfang angenommen. Nach einer Stvaßenkuudgebung kam es zwischen ©treifenöen und der Polizei zu einen: heftigen Zusammenstoß. Fünf der Arbeiter wurden getötet und 30 verwundet.
In Mexiko ist noch keine Ruhe eingekehrt. Aus Puebla wird berichtet: Bei dem am Mittwoch und Donnerstag erfolgten Zusammenstoß zwischen den Regierungstruppen und den Maderisten wurden über 40 Personen, darunter einige Frauen, getötet. Tie Maderisten flohen in die Berge, wo sie den Kampf fortsetzten. Der Anlaß zu dem Zusammenstoß soll ein Angriff durch betrunkene Revolutionäre auf das Gefängnis gewesen sein.
Ans mitt Land.
Gießen, 15. Juli 1911.
•• Tageskalender. Jubiläums?Wandcrversan:m- l u n g des 0 berhessischen Bienenzüchterver e: ns (Ausstellung auf der Liebigshoye). Heule, morgen und übermorgen.
Hessischer Verein für L u f t s ch i 1 s a h r t (Ortsgruppe Gießen): Ausstieg der Freiballons .Hessen" und „Taunus" vorn:. Uhr am Gaswerk.
Männer-Turnverein: Coinmerfest im Philosophen- wakd. Sonntag nachmillag 3 Uhr.
Bauernjest in Bettenhausen. Sonntag und Montag nachmittag.
Kinematograph: Neuer Spielplan.
Aiograph: Neuer Spielplan. *
** Staatsmintster Dr. Ewald ist in Urlaub gereift.
** Dem Ehrenritter des Johanniter-Ordens Minister Hombergk zu Vach hat der Herren-Meister des Johanniter-Ordens Prinz Eitel Friedrich in der Kirche zu ©onnenburg am 24. d. M. den Ritterschlag und Die Investitur erteilt.
** Das Großb. Regierungsblatt Nr. 16 vom 14. Juli hat folgenden Inhalt: 1. Landtags-Abschied. 2. Bekanntmachung, das Uebereinkommen mit der Königlich Preußischen Regierung wegen gegenseitiger Anerkennung der Prüfungszeugnisse für das Lehramt an höheren Schulen betreffend 3. Verordnung, die Hegezeit für männliches Rehwild betreffend 4. Gesetz zur Aenderung der Gebührenordnung für die Großh. Notare vom 30. Dez. 1904.
** Aus dem Militärwochenblatt. Fitz au Lt. tm 5. Großherzogl. Hess. Jnf.-Regt. M. 168 zur Unter' osftzterschule tn Jultch versetzt.
Hmtgen — Lieh;' ?re Volkslieder-
goetter zurzeit verfügt, dieselbe Wirkung auch hier erreicht werden wird. Wie bereits betanntgegeven, gelten für diese Vorstellung die gewöhnlichen Preise der Winkerspielzeit.
** In der Streitsache zwischen den Stadtverordnete nJughardtun dTroß, die in der vorgestrigen Staotverordiietenversammlung durch einen Vergleich entschieden wurde, teilen wir heute auf Wunsch eines Der beteiligten Herren den Wortlaut des Vergleiches mit, weil er infolge eines Hörfehlers nicht ganz richtig wieder- gegeben wurde.
T . _ , . t Gießen, 12. Juli 1911.
I. Herr Jughardt erklärt, daß er auf Grmw der von Herrn Troß :n dessen an Herrn Oberbürgermeister Mecum gerichteten ^werben vom 30. Mai 1911 gegebenen Sachdarstellung die Ueberzeugung gewonnen hat, daß diese Darstellung zutreffend« erscheint, als die ihm von anderer Seite in der fragliche:: Angelegenheit gemachten Artgaben.
11. Herr Troß nimmt die in dem vorerwähnten Schreiben enthaltenen, Herrn Jughardt beleidigerwen Aeußerungen unter dem Ausdruck des Bedauerns zurück.
. Jn- Vorstehende Erklärungen sollen von dem Vorsitzenden :n der nächsten offentlechen Stadwerordneteusitzung der Vor-, sammlung durch Verlesen zur Kenntnis gebracht werden.
Zur Beglaubigung: gez. Keller.
** Der deutsche Flottenoerein (Landesverband für das Großherzogtum Hessen) fährt heute mit Sonderzug von Frankfurt nach Hamburg. Gießen an 957, ab looo.
** Der Staatseisenbahnverein Burbach(West- falen) Sinn macht seinen diesjährigen Sonimerausslug am 16. und 23. Juli hierher. Es werden jedesmal etwa 1000 Personen daran tellnehmen. Die Ankunft ist auf 140 Uhr mittags und die Rückfahrt auf 700 Uhr abends festgesetzt.
*’ Eine französische Ferienkolonie tn Mainz wird demnächst tns Leben gerufen. Es ist bis jetzt eine größere Anzahl Knaben und Mädchen gemeldet, die am 15. Juli in Begleitung ihrer Lehrer in Mainz eintreffen und die zum größten Teil in Mainzer Fanullen Aufnahme findet. * *
** lieber die Ohren-Kapuzen für Pferde Kn legen wohlmeinende Besitzer ihren Pferden s^th ber und des Eindringens von Ltaub
Ohrenklappen an. Das :)t recht und müßte von allen getan ™an ra$tc auf die Troddeln an: Stirnrande, bafe sie nicht, well zu lang oben den Pferden stets vor den Augen ^V^9un9 ^gen die' Augäpfel schlagt
pUeQC; »11 Cl* öuburd) zu beseitigen, daß man die UN- 1 a9an’ wegtäßt oder die Quästchen so
S?? •u5ec bcn 2lU9en enden. Allen, die mit Pferden taÄÄ 4 ewf0-w“'i6Ten $ieicn ««
Landkreis Gießen.
7 intTJr?Ut V' dei dem gestern abend gegen
7 Uhr über unsere Gemeinde hinZiehenden Gewitter feytug
** T a sRei ch s p 0 st a m t hat Anordnungen getroffen, um die Verbreitung der Maud- u n b K l a u en - seuche durch das Postbestellpersonal zu v erhuteu Jeder Postbote, dem das Auftreten von Seuchen rn setnem Bestellrevier bekannt wird, hat dem Poj'tamtsvorsteher Meldung zu erstatten, der sogleich die erforderlichen Maßnahmen trifft Die von den Landesbehörden aus Grund des Vteh- seuchengesetzes bekannt gegebenen Einschränkungen des Personenverkehrs sind selbstverständlich auch von dem Post- bestellpersonal genau zu beachten, hierbei kann tn Frage kommen, vorübergehend die Bestellung ober Postverbin- bung nach einer verseuchten Ortschaft a u f 5 u I) e b e n oder die Verbindung zu verlegen. In verseuchten Ortschaften soll den Landbrresträgern das Betreten der verseuchten Stallungen, Dungstätten usw. unter allen Umständen verboten werden. Auch das Betreten der Grundstücke, auf denen die Seuche herrscht, ist möglichst zu vermeiden. Die Postsachen sind tunlichst am Grundstückseingang oder durch die Fenster des Wohnhauses auszuhändigen, wobei eine Berührung mit dem Stallpersonal zu vermeiden ist. Unter Umständen sollen die Besitzer veranlaßt werden, an der Außenseite des Grundstückes einen Briefkasten oder sonstigen Behälter anzubringen, in den gewöhnliche Briefsendungen und Zeitungen nieoergelegt werden können. Läßt sich das Betreten des Grundstücks nicht vermeiden, so hat der Landbriefträger bei dessen Verlassen sein Schuhzeug mit einem geeigneten Mittel zu desinfizieren, das der Besitzer nach den polizeilichen Anordnungen bereitzustellen hat. Unter besonderen Umständen können die Sendungen an Bewohner verseuchter Niederlassungen bei der nächsten Postanstalt oder Posthilfstelle niedergelegt werden, von wo sie von den Empfängern abzuholen sind. Es kann auch die Bestellung an eine zu bevollmächtigende Person geschehen. Während der Dauer einer Viehseuche soll ein Wechsel in dem Bestellpersonal der verseuchten Ortschaft möglichst nicht vorgenommen werden. Die Bestellung seuchefreier und verseuchter Orte und Gehöfte ist tunlichst zu trennen. Dabei können verseuchte Ortschaften , von seuchefreien Niederlassungen abgegliedert und zu einem besonderen Bestellrevier zusammengesaßt oder seuchefreie Ortschaften vorübergehend benachbarten Postanstalten zugeteilt werden. Landbriefträger, deren Viehbestand verseucht ist oder die auf verseuchten Grundstücken wohnen, sind tunlichst aus dem Bestelldienst vorübergehend zurückzuziehen und im inneren Dienst zu verwenden.. Welche Maßnahmen sonst noch im einzelnen Falle zu treffen sind, soll von den Postämtern unter Beachtung der behördlichen Anordnungen und in Anpassung an die öffentlichen Verhältnisse entschieden werden.
** Volkslieder tag des Mitteldeutschen Sängerverbandes. Zu seinen wichtigsten und vor
nehmsten Aufgaben zählt der unter Leitung des Provinzialdirektors Dr. Ufinger stehende Mitteldeutsche Sängerverband die Pflege des deutschen Volkslieds. Diesem Zwecke sollen dienen dieHerausgabeheimatlicherVolks- l i e d e r, sowie besondere Volksliedertage. Die erste derartige Veranstaltung sand im Jahre 1909 als Mendelssohnfeier statt; ihr reiht sich in diesem Jahre die zweite an. Es hat sich zu diesem zweiten Volksliedertage, der am 30. Juli, nachmittags von 3V» Uhr ab, auf der Liebigs- höhe statlfindet, bereits eine stattliche Anzahl von Vereinen gemeldet, und weitere Meldungen sind in Aussicht gestellt. An die Chorgesänge wird sich ein Jnstrumentaltonzert anschließen. Die Veranstaltung wird nicht nur den Sängern uno Verbandsangehörigen, sondern — gegen geringes Entgelt — auch dem großen Publikum zugänaig sein. Später sollen auch in anderen Bezirken des Verbandsgebiete^ >! 1 (Butzbach — Bad-Nauheim — Friedberg; Hungen — Lieh;' Grünberg—Alsfeld—Lauterbach usw.) weitere Volksliedertage abgehalten werden.
** Stadttyeater. Nochmals sei auf die Aufführung von Leo Falls Operette „Die geschiedene Frau" am kommenden Dienstag hingewiesen. In den Kürtheatern zu Bad-Nauheim und Homburg wurde damit ein durchschlagender Erfolg erzielt und es ist nicht zu zweifeln, daß mit dem vorzüglichen Personal, über das Direktor Stein-


