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15.7.1911 Erstes Blatt
 
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6.e§ Mitteldeutsche» einen tvichtigsten und qjop M-^^des Provinzia,. Äft1%. SaWrver. Volkslieds. Diesem Ziveiti ^ehermatlicher Volk-- ksliedertage. Tie eilte m Jahre 1909 als Mendel in diesem Jahre die zmem Zeiten Voltsliedertage, be: iVr llhr ab, auf der Liebigr. tilidje Mnjafjl von Vereinen en finb in VMfify gestellt >, ein ßn/trumentaltou^ virb nidjt nur den Länger« m gegen geringes Ent» im zugänaig \dn. Später en des «serbanbfyebiete; > ebber9; Hungen-Äch-^ usw.) weitere VollslieSep

Mals sei auf die Äuffüh« Die geschiedene Frau" am [en. In den Arlheatcti-. ; wurde damit ein durch cs ist nicht zu zweifeln, al, über Las Tireklor Ltm- Wirtung auch hier erreich! rutgegeben, gelten für biefe Preise der Äinterspielzeit zwischen den Stadt« nd Troß, die in der voc« mmluirg durch einen Lei« wir heute auf Wunsch eines rtlaut des Vergleiches mU, s nicht ganz richtig wieder«

ließen, 12. Juli 1911- er auf Grund der von vew raemieiltir 'JJiecum gerichiem legebenen Sachdarstcümg diese Darstellung Mresimda Seite in der ftaglutzen ünge« dem vorerwähnten Schreib« eidigenden Außmmgen M sollen von dem 'dwerordnetensiMg der «»

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Beat^tung btt bthitdlicht« 19 an die öffentlichen Lei.

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Sreid Büdmgerr.

Es starben an: Zusammen:

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Staatskommissar

Sie Presse

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Aiten-Buseck

OÖ762

vom

2.16. Jahr:

des öffentlichen Lebens. Wer sich ständig über alle Fragen des Zeitungswesens unter­richten will, lese denZeitungs-Verlag , das Organ des Vereins Deutscher Zeitungs- verleger, HANNOVER. Abonnementspreis vierteljährlich 3 M.

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2lmiH(t)cr weuervericht.

Oessentliche Wetterdienststelle Gießen.

Beitau' dec Witterung leit gestern irüh: Daö nordöstliche Ties ist nach Süden vorgedrungen und stellt einen WitterungS- umschlag m Aussicht. Nördliche Winde werden Abkühlung bringen, vorläufig sind leichte Regelfälle zu erwarten.

Wetteransstchteii in veilen am Sonntag dem 16. Juli 1911: Trübung, leichte Regenlälle, kühler.

lvöchentl. Ueverstctzl ocrdodesfalle Ld.Stoöt Sietzen.

27. Woche. Vom 2. bis 8. Juli 1911.

Einwohnerzahl: angenommen zu 31,800 (intL 1600 Mann Militär.)

SterblichkeitSziiier: 10,0/<>, nach XUbiug von 8 OrtSiremden. 6,0 %n» Kinder

Lungentuberkulose verziehier Tarnikatarrh SUdmpfen Böe-artigen Neu- buduiigen ___________________________________________

Sumnia: 6(3) 4 <8) 1 1

A n m.: in Situ...i.icrii Gcjco-Zisfcrn geben an, roic bid der Todesfälle in Der uct;f।:.. 1 ...t.niji'it auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Giessener Schreibstube

In unserer wegen Vergröberung nach

Seltersweg* 50

sranrrpnaoffe.fr. Bureau d. Hr.Rechtsanwalt U.Notar fRömfielb) o®Se^«n £?e.bimbe haben wir zur Beauemlichkeit unserer Herren Auftraggeber einen n

Diktier-Apparat neuester Konstruktiou ausgestellt, zu dessen Besichtigung und evtL Benutzung wir ergebenst eurtaden. ,

--- Büdingen, 15. Juli. Ronneb urgfest. Wir roeisen nochmals darauf hin, daß am nächsten Sonntag, ;6. b6. Mts.» zwei Aufführungen des Festspieles stattsinden werden: eine vormittags 11 Uhr und eine nachmittags 41/, Uhr. Die Eintrittspreise zur Vormittagsvorstellung sind besonders ermägigt, um jedem zu ermöglichen, sich das in- .eresiantc Spiel anzusehen. (25 und 50 Pfg., nachmittags ,0, 100 und 150 Pfg.) Für die Besucher der Nachmittags, jotfleüung, die von Stadt oder Bahnhof Büdingen kommen, leben mehrere Leiterivagen am Kriegerdenkmal um 21/, Uhr bereit.

Der V. H. C. Büdingen unternimmt, wie bereits mitgeteilt, am 29. und 80. Juli eine zweitägige Odenwald. tour. Ter ttlub fährt um 5 Uhr 20 Mm. von Büdingen über Gelnhausen nach Hanau, wo er um 7 Uhr 11 Tim. ein» trifft. Von da gehts um 7 Uhr 37 Min. mit dem Eilzug nach Erbach. Nach der Besichtigung des SchloffcS fühlt die Wanderung über Obcr-Vioffau, Lärmfeuec (Rast), Rohrbach, Unterostern, Bockenrod, Fronhofen nach Reichelsheim 4, Ltunden. Em Leiterwagen (10 Dl.) bringt die Teil- nehmec dann nach Lindenfels. Von dort wird nach Reichels» beim zurückgegangen (P/4 Stunde) oder gefahren. In Reichelsheim wird nn .Adler* übernachtet, wo schöne Zinnner mit Frühstück für 1,50 Mk. bercitgehalten werden. Am onderen Tage geht cS über den Rodenstein, dlennkirchen, Brandau, Beedenkirchen (NeunkirchenBeedenkirchen Eisenbahn» fahrt), Felsenmecr, Felsberg, Auerbachec Schlosi nach Auer­bach, 5 Stunden (oieUeicht vorher noch Fürstenlager). Führer sind die Herren Allwohn und Reidel.

Kreis Schotten.

st,. Schotten, 14. Juli. Heute nachmittag 8/*3 Uhr ereignete sich hier ein schrecklicher Unglücksfall. Das vier Jahre alle Söhnchen des Kaufmanns Karl Schlöcb VI. wurde von der fahrbaren Rlotocbandsäge des Karl Lotz von Schollen, an der es spielte, überfahren und aus der Stelle celötet. DaS eine Rad ging dem Kinde über den Kops. Cb den Besitzer deS Fahrzeuges irgend eine Schuld an dem Unglück trifft, wird die gerichtliche Untersuchung ergeben.

a Im Vogelsberg ist noch eine natürliche wohl» ncnbc Gastfreundschaft bei den Lanolcuten zu finden. Kam ! a erhitzt, durstig und hungrig ein Grüppchen Frankfurter Touristen in Sr . . . fels (auf dem Berge liegend) an; Vvj nächste war also, sich im einzigen Gasthau,e gehörig . u erfrischen. Aber die Wirtsleute hatten bei der Heuernte niet zu tun, die Haustürc war zu. Ein biederer sJiaa)bar iilunbiflt sich nach dem Begehr der Touristen und als diese Tictmilch und Brot begehrten, meinte der Vogelsberger: ).aS können Sie bei mir auch haben, auch ist gerade frisch ge» d-uttert. Das wars, was die Touristen wollten und sie taten bei vorgesetzten Schüsseln, Bauernbrot und Butler, als rb sie daheim waren, zur Freude des Landmannes. Nack), f er wollten sie bezahlen, aber da kamen sie an den Un- rechten. Für Derartiges nahm der Bauer nichts, er hat ja eiic- selber, der Besuch Ivar ihm lieber als Geld. Trotz- t ein, die Frankfurter verließen mit Tankesworten und einer Einladung nach Frankfurt das gastliche Haus, sie hatten Ä Marl zurückgelassen.

Starikiibiirg nutz Rheinhessen.

Dcrimicbtc».

»DaSSt reich holz als Lebensretter. Eine Schreckens- szene spielte sich vor wenigen Tagen im St. Josephs-rwspilal zu varthkord im Staate (ioniieciicut ab. Drei Ehirurgcn halten begonnen, einen Kraulen zu openeren. Die höchst schwierige und umltandliche Lperatlon er'orberte die peinlichitenVorsichtsmaßiegeln, schales "Kiöpasjen und die größte Sorgfalt. Ter Saal war von clcttrischem Licht taghell erleiichtet; man Halle den Kranken ein» geschlalcri und die Tätigkeit der Äerzte Halle soeben ihren Slnfana genommen. Da, im krittichen Moment, versagte plöglich da« Licht und r'lerzle wie Krankcnivärter uanden in volhlaiidigem Dunkel da. Ein astgemeiner Schiel deS Schreckens wurde laut; noch zwei Minuten »md der Tod des Patienten mußte emtreten. Ta halte einer der Krankenwärter die Gcmesgegemvart, ein Streichholz aii- znzüiiden, und d-.eser im buchstäbltchcu, ivie int übertragenen Siime [tcotüolle l'ininU (and solort kKachahmung: alle Krankemvärtcr liinöcien ebenmild so schnell wie möglich Streichhölzer an, und bei dem flackernden, zitternden Licht dieser Streichhölzer tonnten die Merzte ihre schivicrige Arbeit zu Ende führen. Ter Kranke war flCCCl»CD i e staatsgefährliche Badelrepve. Mit welcher Leidenschastlichkeit Sarah Bernhardt auch ihren Landsleuten gegen» über ihre patriotischen Empmiduiigen zur Schau stellt das Schicksal hat cs dock) gewallt, daß die berühmte Tragödin von ihren eigenen Laiidsteuten einmal landcsverräterischer Absichten bezichtigt wurde. Tte .G-oinocöia* erzählt dies luiiifle Erlebnis, bei dem die Schauspielerin von den Gemeindebehörden von Welle- U e - e n »'J)l e r beschuldigt wurde, einen Eimall englischer Truppen aus dem Geheiligten Boden tzrankreichs zu begünstigen. Sarab Bernhardt hatte damals von ihrer dicht am strande liegenden Villa eme kleine Holztrevpe zum Aleeresn>er bauen Iahen, um un­gestört und ohne von Neugierigen belästigt z»i werden, z»im Bod au de» Strand komineu zu können. Aber diese Badetreppe erregte da« patriotische Astßirauen des Gemeinderates, und eines jdionen Tages erschien der Bürgermeister, von dem ooilzahllgen Gemeinde, rat begleitet, m der BMa der Lragödin. Aftt gemrchteii «hauen Wrack; der Sladtge>valtige: ,Madame, treffen Sie schleunigst'Maß­nahmen, um jene Holztreppe vom Strande zu beseitigen. Es ist ein Verrat gegen Jranlreich, sie dort stehen zu Iahen und damit, mn es kiirz und bündig zu sagen, sreiwillig unser en aemöeii von jenseits des Kanals Hille zu einet Landung zu bieten. -tod) es aelang Sarah Bernhardt, die patriousche Angst des Gememderates auf Grund langer Erllärungen zu beiänhtgen, und nach umltand» lichen Verhandlungen durste die staatsgefährliche Badetreppe schließ­lich stehen bleiben.

* Nachwirkung. Bauer:Du musil aber gestern über den MüllersevP sehr erbost gewesen sem . . . gleich drei Manchen hast ihm im Wirtshause gegeben?"Sa, und dann un xraume noch fünf!"

Nicht übersehen!

erhalt. koMor.L »MfUhiltchen Prorpekt ta rJTd^r^hllU Le.iranttilt u. Lehrrodkerel Brauntchwelfl,

y)l a i n i, 14. Juli. Aus dem G a rn i s 0 n S s p e i ch e r dcS ietejigen Regiments Nr. 117 Halle vorgestern ein Untcrosstzter >:i 6. Mompagnic desselben RegimeMs trotz Verbotes geraucht. Schließlich warf er den noch glimmenden Zigarettenreit achtlos beiseite. Plötzlich erfolgte eine heftige Explosion, durch die Unteroffizier schwere Brandwunden im Gesicht daoontrug. Tic RegimeMswehr löschte das Feuer bald. Die Zigarette war mit einer Düte voll Pulver, die wahr,d-emtich,gestohlen und von dem nod) unbekannten, gestörten Täter an dieser teile r. eggeworfen worden war, in Berührung getommenn und hatte t ico entzündet. Der Unteroffizier ist IL Tgbl. gestern seinen Verletzungen erlegen. . . ra._ .

! 'JJiaiiu, 14. Juli. (Bismarck-Denlmal und Bismarck» Brücke.) Zu dieser Frage Dctöffentlid)en die Mainzer -lages- blätter folgende alsbahnamtlich^ bezeichnete Mitteilung: ,^n der letzten Zeit ist wiederholt die Meldung aufgetaudn, dah ine -?lb sicht bestehe, an Stelle des geplanten Ra t io n a l d c n k- mals für Bismarck eine monumentale Brücke über den Rhein zu bauen, die zu Ehren des großen Kanzlers den 9tanteii Bi:marck-Brücke führen solle. Diese Bismarck-Brucke soll dann em 'Gegenstück sein zu der hiesigen Kaiserbrücke. An Mnlttchcr teile ist von einem derartigen Plan nichts bekannt, eine zwischen Gingen und Nüdesheim oder zwei anderen Rheinorten leiicr Gegend zu erbauende Eiseubahubrücke würde em rem itaatiidxs llntcinclyiiicn sein und selbst bei Amvendung der ganzen modernen Bruckeiiarchiteitur dock; niemals ein Tenlmat ersetzen tonnen, cme Brücke in Eisenkonstruktion, wie sie dort unten m Betracht fonunt, läßt auch einer etwaigen kunsüerischen Ausgestaltung nur sehr wenig Spielraum, die ^lufstellung einer Buite oder eines ötanb» dildes Bismarcks dürfte wohl kaum audreid)en, um ba8 geplante Bismatt>Natwnaldcntmal zu ersetzen. Wie schon srüher mit- ti et eilt wurde, ist über die Brückensrage bei deii beteiligten «taaten keinerlei Einigung erzielt. Als Euenbahnbrücke ist sie uberslüiiig und wird von Preußen und Hessen mit entsprechender Zurück-- Haltung behandelt, weil es sich um Ausbringung ovn verichlcden^i Üliilltoncn sür beide Staaten handelt. Tas Reich hat wohl gewine milittirische Interessen an der Brücke, aber ist knapp m den Per­tilgbaren Mitteln. Weigern sich Preußen und Hen.en weithin, die Kosten in der Hauptsache zu übernehmen, so bunte dte Brücke ittdx zustande kommen ober das Proiekt doch emftnxuen hinauSgeschoben werden."

Graf Wolff-Melternich.

Berlin, 15. Juli. Bor der 10. Strafkammer des Land gerichts 1 begann gestern der Prozeß gegen den I^jährigen Grasen W 0 ls s- M et t er n ick) wegen Mrebit|d)rombcld in 31 Fällen Und wegen versuchten Betruges. Der Angeklagte ist seit dem 23. Dezember in Untersuchungshaft. Zu der Verhandlung sind 37 Zeugen geloben. B.i den einzelnen Betrugsfällen handelte es sich mein um die Hergabe von Wechieln, aut denen sich Graf Metternich Geld beschafft häl; ferner um den Ankauf von Automobilen und anderen Waren. In allen Fällen behauptet die Anklage, daß der Angeklagte durch seinen klingenden Namen und auch dadurch, daß er überall von der Heirat mit der Tochter des Warenhaus» besitzers Wolff-Wertheim oder einer reichen Amerikanerin sprach, die Geschädigten zur Vergabe von Geld ober Waren veranlaßt bat. Tie Aussagen der Frau Wertheim belaiten den Angeklagten >ehr schwer. In ber heutigen Verhandlung wurde nun von dem Verteidiger des Angeklagten ein Antrag gestellt, der allgemeines Aussehen hervorries. Ter Verteidiger nahm Bezug auf das Zeua- nis verschiedener Berliner Rechtsanwälte, wodurch sich die völ­lige Unglaubwürdigkerl der gestrigen Aussage der Gattin des Warenhausbesitzers W 0 lf f- W er t be im ergeben sollte. Das Gericht beschloß nach kur^r Beratung, den ganzen Prozeß zu vertagen.

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Mainz, 13. Juli. Im Mainzer Krematorium haben im 2. Vierteljahr 1911 104 Einäscherungen stattge- iunben. Bon diesen waren 35 aus Wiesbaden, 16 aus Mainz, 6 auS ltöln, je 3 aus Aachen und Düsseldorf, je 2 aus Gonsenbeirn und Hagen t W., je eine aus Auerbach, Antwerpen, Bingen, Biersladt, Bretzenheim, Biebrich a. Rh., Koblenz, Krefeld, Diey a. d. Lahn, Duisburg, Elberfeld, Frankfurt a. M-, Godesberg, Gießen, Geistenheim, Hom­burg v. d. H., Hombressen, Kostheim, Kiel, Kreuznach, Knll- berg, Lübeck, Lcüibenheim, Langenlonsheim, Limburg, Mühl­heim et Rh-, Metz, Nhmegen, Niedernhausen, Nieder-Walluf, Remscheid, Rüdesherm, Sayn, Sonnenberg, Schönlankc, Wald-UelverSheim und Wahn. Unter den Eingeäscherten waren 73 männlichen und 31 weiblichen Geschlechts Der Religion nach waren 70 evangelisch, 16 katholisch, 4 frei- christlich, 10 israelitisch, 1 Mennonit und 3 Dissidenten

ch. AuS Rheinhessen, 15. Juli. Tie Blüte der Reben hat ihr Ende erreicht. Der Abschluß war viel, viel besser wie im vergangenen Jahre, in dem die nasse, regnet ische Witterung sie außerordentlich beeintrachng.e. Ter Heuwurm hat wohl großen Schaden angerichtet und auch ein starker Sauerwurmjchaden ist, wenn es nicht gelingt, die Motten allgemein und in großer Zahl abzusangen, zu er­warten, aber immerhin wird ein besserer Ertrag als 1910 sicher sein. Tas allgemeine Weingeichaft bewegt sich nicht in lebyasten Dahnen. Bezahlt wurden in der letzten Zeit für das Stück 1909er 12001400 Mark, für das Stück 1910er SöOllOO Mark.

Hefftn-Naffau.

)( Marburg, 14. Juli. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde nach zweistündiger Aussprache be­schlossen, unsere Pferdebahn, soweit die jetzige Linie, also die Strecke Hauptbahnhof-Wilhelmsplatz in B.tracht kommt, bis zum 1. Oktober zu elektrisieren. Dagegen stimmten drei Stadtverordnete. Die Stiften, welche 205000 Mark betragen, sotten durch Anleche gedeckt werden.

Wiesbaden, 14. Juli. Die älteste Einwohnerin Wics» babend, die Witwe Emilie Wahl, feierte heute in verhält» unmäßiger Rüstigkeit ihren hundertsten Geburtstag. Die Stadt Wiesbaden sandte ihr einen Glückwunsch.

ter Blitz in dte Wölsnung des Kreisstraßenwarts Röder, ihne zu zünden, zerschmetterte einen Dachsparren und drang turch die Stuben und den Hausgang, hier und da eine ge- inge Beschädigung zurücklassend, zwischen des Röders Frau nd Mutter hindurchfahrend, ohne sie zu verletzen, in den

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In der Habsburger Straße'in Berlin wurde ber_Sornct Heinke in seiner Wohnung mit durchschnittener «chlag aber tot auigefunben. Aus dem Sopha lag mit Blut besudelt besinnungslos se-.nc Frau, welche Lvfol getrunken batte. Vermutlich ermordete sie den Mann und rootttc dann Selbstmord verüben Tas Motiv bildet vermutlich Euersucht. Zu der Mordtat wurde anfdxincnb ein Rasiermesser benutzt, welches unter Dem Tische gefunden wurde. Die Frau liegt nn Krankenbans boi'nungslos darnieder.

Aus Potsdam meldet man: Der Mann, welcher angeb­lich den Tod des Dienstmädchens aus Polcdnitz verschuldet har, stellte sich. Er ist ein angesehener Potsdamer Burger und er» ttärtc, ec und das Mädchen seien durch einen vorüber- sahrenden Dampfer in den Wellenstrudel ge­raten. Tas Mädchen sei untergegangen und es sei ihm nick» möglich gewesen, ihrer wieder habhaft zu werden. In seiner stopslosigkeit sei er -urückgeschwommen.

In Blankenbergbe ist in der Nacht »um Freitag der bekannte Zcitungsverlegcr August Huck gestorben. Er war am 24. Februar 1849 Offenbach geboren.

Vücherttfch.

TieIllustrierte Zeitung" (Leivzig, Verlag von I. I. Weber) macht in ihrer neuesten Nummer 3550 vom 13. Juli ihrem Namen wieder alle El)re. Eine Fülle akttieller und sonstiger Jllustrattonen belebt das Heft, dcsfcn rcid, auegeftatteter Inhalt den verich.coenarliastcn Interessen Rechnuna trägt. Tie ersten 7 Seiten sind der vieler Woche gewidmet. Von der Prinz-Hein- rick-Fahrt werden uns die bemerkenswertesten Momente vor« führt. Auck) sonst ist das Hest tn seiner aktuellen Reichhaltigkeit wieder ein hervorragendes Dokument deutscher Zeitschristen-Aus- l'iattung. _, .

..Neueste Pariser Moden" bringt tn leinem letzten Hest ein.- stattliche Anzahl praditiger Modelle. Die Kimonomode, die fid) in letzter Zeit so viele neue Anhängerinnen verfchasftr, ilt wieder start vertreten und der Niesen-SckmiUbogen, der jeban Hef: beiliegt, bringt unter anderem ein eleaanteS und doch praktisches, leicht ausführbares Kimotwkleid. Aber auch, Blusen, Rocke. Straßen- und Hauskleider jeder Art sind in großer Anzahl vor­handen, desgleichen MinPeigarbcrobe, elegante Wäsche und Vorlagen zu drei reizenden Handarbeiten.

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