Ausgabe 
13.11.1911 Erstes Blatt
 
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Überall etMItiloh.

Auergesellschaft . Berlin 0.17 ,

bei Nacht. Zu der am Samstag unter gebrachten Notiz wird uns von beteiligter daß die darin enthaltenen Angaben sehr

Landkreis Gießen.

" Gießen dieser Spitzmarke Seite mitgeteilt, übertrieben seien.

wurde. Schon in

.Vaterland" von Pauli zeigten sie

Ausland.

Nach Ausfall der Stichwahlen, die am Sonntag statt­fanden, wird sich der neue schweizerische National­rat aus 118 Freisinnigen, 37 Katholisch-Konservativen, 15 Sozialdemokraten, 12 Mitgliedern des liberal-protestan-t tffchen Zentrums und sieben Mitgliedern der sozialpoli- tifchen Gruppe zusammensetzen.

Das neue portugiesische Kabinett hat sich in folgender Zusammensetzung gebildet: Augusto Vascon- cellos, Präsidium und Aeußeres, Silvesbre Falcao, Inneres, Sidomo Paes, Finanzen, Antonio Maciera, Justiz, Oberstleutnant Silveira, Krieg, Augusto Bar­rets, Marine, Kapitän Fruitas Rib eiro, Kolonien, und Estevan Vascvncellos, öffentliche Arbeiten.

König Peter von Serbien ist am Sonntag abend in Begleitung des Ministerpräsidenten zum Besuch des Präsidenten Falliör es nach Paris ab gereist.

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Vie Revolution in China.

Futschau, 11. Nov. Die Man dschus wurden gestern geschlagen. Jetzt sind sie im Damen des Gou­verneurs versammelt. Man erwartet noch einen Kampf. Diebe plündern und zünden alles an. In der Stadt herrscht Verwirrung.

? Allendorf a. d. Lahn, 11. Nov. DieSpinn­st ub e" scheint noch nicht abgekommen zu sein, denn die Bur­schen und Mädchen vom 15. bis zum 20. Jahr sieht man auch dieses Jahr wieder am Abend in den Häusern zu­sammen, um sich die langen Winterabende zu verkürzen. Leider sind sie von dem früheren Gebrauch,dem Spin- nen", in diesen Abendstunden größtenteils abgekommen,

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ihre volle Wucht. Am vollendetsten war der ChorZieh mit" von Angerer. Besonders hervorzuheben sind:Der Steuermann" von Wengert undZu Schuls im kleinen Friedhof" von Angerer. So kann der Verein, wenn man von einigen Schwankungen, besonders in den schwierigeren Chören, absieht, mit seinem Erfolg zufrieden sein. Die Zuhörer kargten auch nicht mit ihrem Beifall. Als Solist war Herr Laux (Bariton) erschienen. Dem Gesang Wolf­rams ausTannhäuser" dürfte Herr Laux doch noch nicht Kurz, gewachsen sern. Wir vermißten den verständnisvollen Vortrag. Besser gelangen ihmSchneeglöckchen" von Dorn undEin rheinisches .Mädchen" von Hoppe. Herr Laux verfügt über eine gute Stimme besonders in den tieferen Lagen; nur bedarf sie noch der gründlichen Schulung.

konnte mit einer gewissen Spannung dem gestrigen Konzert in der Aula entgegensehen. Ein gut geschulter Chor, auf alle Winke seines Dirigenten L. Sanner achtend, ließ sich hören. Der Verein verfügt über ein gutes Stimmen­material. Namentlich gute Bässe, die im letzten ChorDas Liebchen im Grabe" vorteilhaft hervortraten. Auch die Denöre taten ihr möglichstes. Die Uebergänge ausforte" irrpiano" hätten wrr uns etwas besser gewünscht. Doch auch dempiano" wurden sie in vielen Chören gerecht, o z. B. inIch hört ein Vöglein pfeifen", das übrigen^ ehr natürlich zum Vortrag gebracht >em ersten ChoreAns .Vaterland" vc

telegen. Der Deutsche Lanowirt,chaftsrat bittet, den Kurpfuschern die Behandlung ansteckender Krankheiten von Menschen und Tieren zu verbieten und bei Tieren alle FMle von schweren Störungen des Allgemeinbefindens, iuÄ> esandere von Fieber, in das Verbot einzubeziehen.

Der Konflikt zwischen dem bayerischen Zentrum und dem Verkehrsmini ft er ist noch nicht besei­tigt. In der Kammer gab der Zentrumsabgeordnete Lerno namens seiner Partei eine Erklärung ab, in der er sagte, die bekannten Ausführungen des Minister­präsidenten genügten nicht.

Gerade diese Aeußerung des Herrn Verkehrsministers vom 8. November mit jener vom 7. November, sein ganzes Verhalten in der Angelegenheit des süddeutschen Eisenbahnverbandes und bei der Beratung der Anträge betreffend die Verbesserung der Menst- und Lohnverhältnisse der Staatsarbeiter, sowie insbe­sondere sein Eingriff in die Geschäftsleitung des Präsidiums und damit in die Rechte der Kammer haben die bekannte zum Beginn der Finanzausschußsitznng vom 8. November von dem ÄLg. Dr. Pichler abgegebene und von meinen politischen Freunden gdriUigte Erklärung veranlaßt. Es ist daher nicht richtig, das; der von dem Finanzausschuß in jener Sitzung gefaßte Beschluß von nicht zutreffenden Voraussetzungen ausgegangen ist. _ Wir durften erwarten, daß der Herr Berkehrsminister oder an seiner Stelle der Herr Vorsitzende des Ministerrats in einer öffentlichen Sitzung der Kammer der Abgeordneten eine die Mehrheits- Partei befriedi gende Erklärung abgibt, wie dies in früheren Jahren von der Staatsregierung wiederholt geschehen ist. Eine solche Erklärung ist bis jetzt nicht abgegeben worden. Demnach ist die in der Finanzausschußsitzung vom 8. November geschaffene Situation nicht geändert.

M wird also vollen Ernstes der Sturz des Ministers verlangt. DieFranks. Zig." will aber aus München wissen, die Regierung werde fest bleiben und der Prinz­regent billige ihre Haltung.

In Berlin fanden am Sonntag mittag in verschie­denen Stadtteilen Berlins zwölf stark besuchte sozial­demokratische Friedensdemonstrationsver­sammlungen statt. Es sprachen von Ausländern Van- dervelde-Brüssel, Tornas-Paris, Huysmen-London, Dr. Ren­ner und Winarsli-Wien. Nach längeren Reden wurde eine lange Erklärung einstimmig angenommen, in der gegen den italienisch-türkischen Krieg protestiert wird.

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Ans Stadt und Land.

Gießen, 13. November 1811.

In Audienz empfangen wurde am Samstag vom Großherzog u. a. Baurat Haag von Friedberg

** Erledigt ist Ostern 1912 eine Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule und dem Lehrerinnens emi- nar zu Mainz. Erforderliche Lehrbefähigungen: Mathematik, beschreibende Naturwissenschaften und, wenn möglich, Geographie oder Physik. Verheiratete Lehramtsassessoren oder junge verhei­ratete Oberlehrer wollen sich innerhalb 4 Wochen bei der Mi- nisterialabteilung für Schulangelegenheiten melden.

** Große Ausstellung des Verbandes der mitteldeutschen Rotviehzüchter 1912 in Gießen Landrat von Heimburg, der Vorsitzende des Verbandes der mitteldeutschen Höhenviehzüchter, machte gestern in der Hauptversammlung der Herdbuchgesellschaft für das Vogelsberger Rind die Mitteilung, wenn es der Stand der Maul- und Klauenseuche in Deutschland zulasse, werde im September 1912 in Gießen eine Ausstel­lung aller deutschen roten Gebirgsvieh­schläge stattfinden. Er bemerkte, daß diese Aus­stellung für Oberhessen ein Ereignis werden würde, wie es auf diesem Gebiet noch nicht dagewesen sei.

** Ueb er das Konzert des Männergesang­vereinsMozart", Siegen schreibt man uns: Man

Vielleicht gelingt dies Herrn Musikdirektor Kreutzer, der die Begleitung übernommen hatte. Auch den Gesängen < des Herrn Laux spendete man reichen Beifall. ft.

** Stadttheater. Am Freitag wird als 7. Frei­tagabonnementvorstellung ein neues Lustspiel' von Leo Wal- tper Stein und Ludlvig Heller,Di e Ahnenga 1 err e", gegeben. Die Neuheit erlebte vor etwa drei Wochen im Darmstädter Hoftheater die Uraufführung mit durchschlagen­dem Erfolg. Das Stück darf als eines der originellsten und dabei liebenswürdigsten Lustspiele der letzten Jahre bezeichnet werden und ist inzwischen von einer Rethe größerer Bühnen zur Aufführung angenommen < worden. Nochmals sei auf das französische Gasts piel A. Roubeaud am kommenden Mittwoch nachmittag hin­gewiesen, bei dem Molieresles semmes savantes" zur Aufführung gelangen. Stück sowohl wie der Ruf der hier ja bestens eingeführten Gesellschaft A. Roubeaud dürften tarke Anziehungskraft ausüben, zumal ja für Schüler und Schülerinnen kleine Preise gelten und dieselbe Ermäßigung auch für Abonnenten gilt.

** Kun stv er ein. An Stelle 'der Sammlung M. Casper-Filser gelangte nunmehr die bereits schon an gekün­digte Sammlung farbiger Radierungen von M Motha - Genua zur Ausstellung. Sämtliche ;etzt noch ausgestellten Bilder, auch die von Otto Jung-Stuttgart, bleiben nur noch bis einschließlich Sonntag hier.

** Die S ektio n Gießen des Deutschen und Oe st erreicht schen Alpenvereins feierte am Samstag abend in den festlich geschmückten Räumen des Gesellschaftshauses ihre 25 jährige Jubiläumsfeier, zu der sich eine große Anzahl von Mitgliedern, Freunden und Gästen eingefunden hatte. An der Stirnseite des großen Saales war inmitten von Tannengrün eine prächtige Alpenlandschaft hergerichtet, die die entzückend? Aussicht von der zu errichtenden Gießener Hütte auf die Kärntner Alpen darstellte: den schönen Hintergrund mit dem Fernblick auf die Hochalmgruppe hatte Herr L. Petry III. mit sehr gttt wirkender Plastik gemalt. Während des Festessens sprach zunächst Frl. Barnaß einen gehaltvollen, formschönen Prolog, dessen Verfasser Prof. Altendorf war, worauf der Vorsitzende, Prof. Hedderich, in einer humorvollen, klugen Rede einen kurzen Ueberblicf über die Geschichte der Sektion Gießen gab. Eine ausführliche Lebensbeschreibung" der Sektion behielt sich der Redner für eine Festschrift vor. Er verglich die Sektion mit jener Zirbelkiefer, die an der höchsten Waldgrenze im Hoch­gebirge steht, deren Krone gepeitscht wird von den rauhen Stürmen, die aber gerade dadurch ihre Wurzeln fest um die Felsen klam­mert, um Wind und Wetter Trotz zu bieten. Wenn auch nicht so herrlich änzuschauen wie ihre Schwestern des Tales, erfüllt ie dennoch ihren hohen Zweck, denn sie ist gepflanzt, um den Talbewohner zu schützen, gegen den Sturz der Lawinen. So die Sektion Gießen. Nicht prunkvoll sucht sie dazustehen nach außen hin, sondern sie will nur den Zweck erfüllen, zu dem sie gegründet ist, nämlich ihr Scherflein beitragen zur Erschließung der Alpen." In launigen Worten ging der Redner dann auf die Vorbereitungen zu dem längst gewünschten Hüttenbau auf dem GöMichls über, um schließlich ein Hoch auf den Deut­schen und Oefterreichischen Alpenverein auszubringen, das lebhaft und begeistert ausgenommen wurde. Nach dem Mahle, das leider vorzeitig abgebrochen werden mußte, weil dasTafelobst vom Gößbichl" (2200 Meter) in diesem Jahre trotz der Hitze nicht reit geworben war, wurde das Versprechen hinterm Herd aufgeführt. Mit überraschendem Geschick entledigten sich die Mitwirkenden ihrer Aufgaben und sie konnten außerordentlichen Beifall einheimsen. Ein Reigentanz von echten Tiroler Dirndeln, die wie die Mehrzahl der Gäste inftaatfen Gewandeln" erschienen, wurde so freudig ausgenommen, daß sich die Damen zu einer Wiederholung entschlossen. Danach fand unterfeier­licher Zeremonie" der Ritterschlag derer vom Silber­nen Edelweiß statt. Unter heilkräftigen Beschwörungsformeln wurden die Herren, die der hiesigen Sektion 25 Jahre lang an­gehören, von dem Vorsitzenden zu Rittern geschlagen und mit dem silbernen Edelweiß ausgezeichnet. Es waren dies die Herren Geh. Justizräte Dr. G utfleisch und Dr.,Gareis (München), Kaufmann Friedrich Kühn, Kommerzienrat Schaffstädt und Fabrikant I. Barnaß, von denen die drei letzten persönlich anwesend waren und unter großem Beifall ihre Auszeichnungen entgegennahmen. Es folgten dann Liedervorträge des aus Mitgliedern gebildeten berühmten Kärntner Quartetts, das ehre vorzügliche Schulung bewies und ebenfalls mit lebhaftem Beifall bedacht wurde. Musik, Tanz und Scherze jeder Art wechselten danach in bunter Folge, und die lustige Stimmung, die schon gleich zu Anfang eingetreten war, steigerte sich erheblich, als der Tanz begann und die Paare in schillernder Farbigkeit durch­einander wogten. Während der Tanzpausen trat das Kärntner Quartett noch mehrmals auf, und der Ausverkauf der Buden ging recht flott von statten. Als dann schließlich die Münchener Bier halle eröffnet wurde, wurde es erst recht fidel, und erst spät in der Nacht, als es schon tagte, traten die letzten Nachzügler den Heimweg von dem schönen Fest an, das in allen seinen Teilen glänzend verlaufen war.

** Feuerwehr. Bei der Feier des 56jährigen Stif­tungsfestes der Gieß ener freiw. Feuerw ehr am Samstag abend wurde den Feuerwehrmännern Phil. Klotz und Peter Walther das vom Großherzog verliehene Ehrenzeichen für 25jäbr. Dienstzeit, durch Regierungsrat Langermann und oas von der Stadt Gießen gestiftete Diplom für 15jährige Dienstzeit dem Heinrich Herbert, durch Beigeordn. Keller überreicht. Die vom Landesver­band Hess. Feuerwehren bestimmte Dienstauszeichnung für 20jährige Dienstzeit erhielten Hch. Heb eil' und Fritz Schneider, für 10jährige . Karl Grüger und Emi Sieck.

** Die Hauptversammlung der Landwirt­schaft s kämm er tritt zur Beratung der Revision ihrer Satzung am 20. Nov emb er im Synodalsitzungssaä zu Darmstadt zusammen. Am 14. November sind et eine Vorstandssitzung statt.

** Petri Heil. Im Schaufenster der Papierhand­lung I. P. Sann, Bismarckstraße, ist der präparierte Kop eines 18pfündigen Hechtes ausgestellt. Der K'op wog im frischen Zustand 33/4 Pfund. Der Hecht wurde am 7. Oktober in der Lahn, in der von W. Bittendorf,, Wißmar, gepachteten Koppelfischerei gefangen.

denn kein Mädchen ist mehr, mit einem Spinnrad? in der Spinnstube anzutresfen.

Londorf, 10. Nov. Der hiesige Radfahrer- Ver e'i n Rabenau feiert am Sonntag, 19. d. Mts., im VereinslokalGasthaus zur Stadt Gießen" sein Wrnter- vergnügen" Das sehr reichhaltige Programm verspricht >en Besuchern einige genußreiche Stunden. Tie Musik wird von einem Teil der 116er Regimentskapelle aus­geführt. Pfingsten 1912 feiert der Verein fern 10 jah - riges Stiftungsfest, wozu schon mehrere Vereine ihr Erscheinen zugesagt haben.

Göbelnrod, 12. Nov. In unserer Gemarkung and gestern eine große Treibjagd statt, bet der 22 Hasen, 2 Nehe und 3 Fasanen zur Strecke gebracht wurden.

Neinhardshain, 12. Nov. Den Anschluß an das Elektrizitätswerk Wölfersheim hat unser Ge­meinderat im Beisein des Negierungsrats Dr. Mcrck-Gießen beschlossen.

Meisterbriefe an molgte heute. Tie 3' M 1910 uni) tiihing Heilanden!' «rang zn unterzieh« Mn, 8 traten v. -Wen.

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Kreis Büdingen.

§ Echzell, 12. Nov. Die Zweigvereine Frank­furt, Scho tten und Nidda des Vogelsberger Höhenklubs waren heute trotz des regnerischen Herbst­wetters hierher gewandert und gaben sich in dem Stefan- chen Gasthaus ein Stelldichein, an dem auch der^Vor- itzende des Gesamtvereins, Oberamtsrichter Nispel-Schot- ten, teilnahm. An Freunde des Vogelsberges von hier und der Umgegend waren vorher Einladungen ergangen und so konnte im Anschluß an die Tagung hier ein neuer Zweigverein des Vogelsberger Höhen- tlubs gegründet werden. Bei den neugeplanten Mar­kierungen durch Vogelsberg und Wetterau wird auch Ech­zell durch eine Hauptlinie berührt.

h. Berstadt, 12. Nov. Heute nachmittag fand hier die Vertreterversammlung der Vereinigung ehe­maliger Angehöriger des Jnf.-Regts.Kaiser WilhelnL Nr. 116 statt. Der große Saal derReichskröne" war bis auf den letzten Platz gefüllt und wäre viel zu klein gewesen alle Teilnehmer an der Versammlung aufzunehmen, wenn nicht eine Anzahl von Ortschaften ihre Teilnehmer an der Versammlung wegen der bestehenden Seuchengefahr abgesagt gehabt hätte. Es hatten sich etwa 300 Kameraden eingefunden. Als Vertreter )es Ofsizierkorps waren Hauptmann von Haehling, Oberleutnant Wehrheim und Leutnant Moeller erschienen. Der erste Vorsitzende der Vereinigung, Apotheker Hempel aus Köln, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßungsansprache, worauf Herr Haupt­mann von Haehling die Grüße des Regiments überbrachte und mitteilte, daß im Gießener Offizierkorps nunmehr ein Aus- 1 'chuß gewählt worden sei, dessen Aufgabe in der Festlegung des Programms zum hundertjährigen Regimentsjubiläum bestände. Nach Festlegung des Programms sollte mit den bestehenden Regi­mentsvereinen in Unterhandlung getreten werden. Der Vor­sitzende wies darauf hin, daß der Verein eine Anzahl neuen Ortschaften ausgenommen hätte und betonte Erneut besonders, daß die Mitgliedschaft der Vereinigung nur bann erwartet werden könne, wenn dst Aufzunehmenden Mitglied eines derHassia" angegliederten 'Krieg^rvereins seien. Um. das Interesse der in der südlichen Wetter au belesenen Ortschaften noch mehr zu er­höhen, soll eine große Versammlung am zweiten Sonntag im März in Nieder-Wöllstadt abgehalten werden. Ms Bertrtter des neu gegründeten Gießener Vereins überbrachte dessen zweiter Vorsitzende, Ober-Delegraphenafsistent Reitz aus Gießen Grüße. Das Sommer fest des Vereins soll am zweiten Sonntag im Juli in Wölfersheim in großem Stile abgehalten werden und es werden alle die Ortschaften, die bis jetzt noch nicht der über 1000 Mitglieder zählenden Vereinigung beigetreten sind, dringend aufgefordert, ihren Beitritt alsbald zu erklären.

Kreis Lauterbach.

k. Freien-Steinau, 11. Nov. , Das den Herren 1 Walter unb Prinz gehörige, sehr schön gelegene Hofgut . Elisabethen Hof zwischen Ulmbach und hier ging für den Kaufpreis von 225 000 Mk. samt dem toten und lebenden Inventar an Herrn v. Bergen über.

Kreis Schotten.

(?) Schotten, 12. Nov. Im Anschluß an eilte Kon- ferenz des Bezirks lehrerv er eins Schotten fand gestern auf 1 dem Lehrerheim eine Abschiedsfeier für die seit­herige Pächterin, Fräulein B. Maul, statt. Eine be- . tvächtliche Zahl Schottener Bürger hatte sich zu der Feier eingefunden und Bürgermeister Krumm bekundete durch sein Ersck>ernen die guten Beziehungen, die zwischen dem Heime und der Stadt Schotten bestehen. Der Vorsitzende, Lehrer Ludwig Dern-Offenbach, widmete der scheidenden Pächterin für ihre 12jährige treue Wirksamkeit Worte der Anerkennung und überreichte als Zeichen des Dankes ein prächtiges Blumenarrangement, das eine gerahmte Photo­graphie des Lehrerheims mit entsprechender Widmung barg. Das Heim wird Ende dieser Woche geschlossen, doch bleibt" es nach Abschluß der Neuverpachtung künftighin auch wäh­rend der Wintermonate geöffnet, da der Mntersport int Vogelsberg immer mehr zunimmt.

+ Eichelsachsen, 12.Nov. Im Beisein der Schottener KreiSschulbchörde und der Kreisbauinspektion wurde heute hier ein neues zweiklassiges Schulhaus eing eweiht. Lehrer Kaiser sprach an dem alten SchulhauS die Abschieds­worte und verschönte die Feier durch den Gesang der Schul­kinder.

~ Herb stein, 12. Nov. Für die von dem Kreis- ausschust für ungültig erklärte Beigeordnetenwahl, die an Zeugengebühren die Gemeinde lasse etwa 200 Mark kostet, findet am kommenden Mittwoch Neuwahl statt. Ent­gegen der regen Wahlagitation vor der ersten Wahl herrscht oiesmal auffallende Ruhe, wozu die letzte Brandkctta- strophe wohl einen guten Teil mit beitragen mag. Außer dem in der ersten Wahl als Sieger hervorgegangenen Kandi­daten Küb el ist von der Partei des seitherigen Beigeord­neten Ruhl, der nicht mehr kandidieren wiro, der Unter­erheber Joseph Anton Wiegand als Kandidat ausgestellt worden.

Kreis Friedberg.

f. Friedberg, 11. Nov. Eine der Bedeutung des Tages angemessene Feier zu Ehren des Geburts- tages Luthers hatte die evang. Vereinigung (Zweig- | verein des Evang. Bundes) am Abend des 10. November veranstaltet. Im Mittelpunkt des Festes stand die treffliche,

1 tief zu Herzen gehende Rede des Pfarrers 0. Schlosser- j Wiesbaden mit dem Thema:Die Reformation, eine Tat

1 des Wissens und Gewissens." Der Gedankengang war im ! wesentlichen folgender: Luther, der deutsche Professor, be­kennt sich zu der Sprachforschung der Humanisten und geht an keinem wirklichen Ergebnis der Wissenschaft vorüber.

bester Glühkörper

ist nur echt in Originalpackung

mit Aufschrift Degea '