Ausgabe 
16.8.1911 Zweites Blatt
 
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hergebracht worden, berüchtigteGeneral'

In der ain Samstag von» Wablverein in

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Wendt eingemietet hatte. Der Stadtsc erkannte auf einer Festlichkeit, an d

er beide teilnahmen.

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»ierzu wird noch mitgeteilt: Der iemangk, dessen Schwindelsahrten

Spreewald, wo er sich unter dem Namen eines Ingenieurs Wendt eingemietet hatte. Der Stadtsekretär von Lübbenau

Bed. Himmel

Bew. Himmel

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durch ganz Europa und Amerika seinerzeit berechtigtes Auf­sehen erregten, ist wahrscheinlich auf dem Wege nach der Reichshauptstadt. Der Hochstapler Schiemangk, der sich selbst zum General und weiter zum Grafen de Passy er­nannte und der viele Jahre hindurch die unglaublichsten Schwindeleien verübte und fast ein Dutzend Aus­brüche aus Gefängnissen hinter sich hat, war anfang vorigen Jahres in Heilbronn verhaftet worden. Es ge­lang ihm, in der Nacht zum 3. April dieses Jahres aus dem dortigen Gefängnis zu entweichen. Er wandte sich zunächst nach Berlin, und begab sich dann nach Lehde im

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Mliller'sche Badeanstalt.

W niittroä rme der Lahn am 16. August: 18° K.

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Chicago, 15. Aug. Ter Flieger Johnstone ist bei einem Fluge über den Michigansee mit seinem Doppeldecker abgestürzt und ertrunken.

Chicago 15. Aug. Der Flieger B a d g e r ist heute mit seiner Flugmaschine ab gestürzt; er war sofort tot.

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die Schriftstelle Eoang. Matth. 24, 14. Im Anschluß daran erfolgte die Ordination des Missionars Scklandraff von hier durch Gcneralsuperintendent D. Maurer - Wiesbaden. Der Nachmittagsgottesdienst wurde vor der Kirche abqehalten, da sie die Teilnehmer nicht alle zu faßen vermochte; es predigten Missionar V ö m e l - Chnia, ein Bruder unseres Ortspfarrers, und der angehende Missionar Ittmann aus Groß-Umstadt. Jur die auswärtigen Missionsfreunde war inzwischen in unserem neu erbauten Schwesternhaus Kaffee bereitgeuellt. Die Nachoersammlung fand amLaunscheidsberg" statt; Missionar Gsell und Missionsschüler Walther aus Beuern hielten Ansprachen. Die Kollekte für die Baseler Mission ergab einen erfreulichen Betrag. Missionar Schlandraff be- gibt sich in den nächsten Tagen über England nach der Gold­küste und Missionar Ittmann nach Kamerun.

soll nach e der schon treffend n yroboC' scher und sind, so t graphisch geschlo um Pilse. eingcjdjlo, wenn 2eu ffmtci

Meldung:

Pari 8. August mehren her @eb: ansässic das Schicks

Wird i etivaigen $ ist man in Schicksal bei verbreitet Auskunft s Die Bi «uv von b imben sich si Naü wohl er Wucht voi Wochen, vom in gelangen.'

Briefkasten der UeSaktion.

(«noupme Anfragen bleiben unberückstchitgl.»

H. G. 10. Sie wenden sich am besten an den deutschen Generalkonsul. Andernfalls werden Sie sonst wohl vergeblich warten.

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in einem merkwürdigen Gegensatz zu den Angaben des Ministers des Innern, der 9529 und 8808 gezählt hatte. Da aber die letzteren Zahlen auf Grund der eigenen Angaben der Leute aus­gestellt sind, so verdienen sie weniger Glauben als die der Heeres­verwaltung, der natürlich eine sehr viel sorgfältigere Aufstellung möglich ist. _________

* Im vierten Stock. Madame:Ist mein Mann immer noch nicht da?" Dienstmädchen:Nein, aber er scheint unter­wegs zu sein, Madame . . ., das Treppengeländer wackelt seit einer Viertelstunde beständig!"

* Deshalb. Beamter:Dieses verdammte Lärmen auf der Straße."Stört Sic das in der Arbeit?"Nein, aber man hört den Chef nicht kommen!"

* Bescheid. Zwei aufgedonnerte Damen zur Kellnerin, nachdem sie lange in der Speisekarte studiert:Haben Sic echte Regensburger Würste?"Na so echt wie Ihre Brillant-

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Aus Stadt und (and.

Gießen. 16. August 1911.

** Apothekerkursus. Unter Leitung von Privat­dozent Dr. Ferst, der von dem Assistenten Garnier unter­stützt wurde, ging heute ein wissenschaftlicher Fortbildungs­kursus für die oberhefsischen Apotheker zu Ende, der seit 8 Tagen hier abgehalten wurde. Zum Abschluß der an­regenden Tagung fand heute eine Besichtigung des Liebig- museums statt, die für einen der Teilnehmer insofern von besonderem Interesse war, als er noch in den Räumen des Museums während seiner Studienzeit gearbeitet hatte. Heute nachmittag findet eine gemütliche Zusammenkunft der Kursusteilnehmer im Hotel Viktoria statt.

** Gedankensplitter. In einemEingesandt" in derButzbacher Zeitung" vom 15. d. M. beklagt sich das Gemeinderatsmitglied Josef Oppenheimer über einen anderen Einsender mit folgenden Worten: . . .Bemerken möchte ich nur noch, daß ich denjenigen, der einen an­deren Menschen angreist, ohne seinen Namen zu nennen (oder doch wenig st ens den Anfangsbuch- st a b e n desselben) für einen feigen Hallunken halte." Ja, wenigstens den Anfangsbuchstaben! Zarte Diskretion muß man gelten lassen. Aber wenn so ein feiger Hallunke trotz der Nennung seines Anfangsbuchstabens noch uner­kannt bleibt was dann?. Der FriedbergerOber- hess. Anzeiger" teilt auf Grund der bekannten Angriffs­broschüre derFranks. Nachrichten" gegen denFranks. General-Anz." treuherzig mit:Eine Zeitungsfehde scheint zwischen den Frankfurter Nachrichten und dem Franks. General-Anzeiger auszu breche n." Da die Extrabroschüre" (so benennt das Friedberger Blatt die Streitschrift) bereits von gerichtlichen Klageanträgen Mit­teilung macht, scheint das Schicksal allerdings im Zuge zu sein, und es wird sich nichts mehr daran ändern lassen.

Landkreis Gießen.

D. Lollar, 15. Aug. Am Sonntag hielt der Krie- oervereinLudwig zur Treue" ein Preis­schießen ab, an dem nur Mitglieder des Vereins sich be­teiligen konnten. Es kamen 13 von Vereinsmitgliedern und dem Vorstande gestiftete Preise zur Verteilung. Die Nummer zu fünf Schuß aas die 20er Ringscheibe kostete jnur 25 Pfg. Es durfte nicht nachgekauft werden. 34 Schützen beteiligten sich beim Schießen. Bei der Preis- verteilung um 8 Uhr erhielten Preise: 1. Preis Bäcker Ld. Schadeck, 2. Gerh. Fuchs, 3. Bürgermeister Schmidt, 4. Fr. Heuser, 5. Hch. Christ, 6. Fr. Schön, 7. Joh. Schäfer, 8. Ehr. Fuchs, 9. Hch. Schäfer, 10. Wilh. Seipp, 11. L. Geiß­ler V., 12. L. Heibertshausen, 13. Chr. Viehl. Ehrenscheiben wurden geschossen von Bäcker Schadeck, Otto Lang und Fr. Schwarz. Nächsten Sonntag 1/2W Uhr veranstalten Die Kriegervereine Lollar, Daubringen, Mainzlar, S.aufenberg ,'unb Ruttershausen einegemein jameKirchenparade nach Kirchberg. An dem Kriegerdenkmal, das er­neuert worden ist, findet nach dem Gottesdienst eine Grave- lottegedächtnisfeier und Kranzniederlegung statt. Pfarr­assistent G e r i g hält die Festpredigt, Bezirksvorsteher Lehrer Da ab die Ansprache am Denkmal. Die Musik stellt die .Stadtkapelle in Marburg.

8. Lollar, 16. Aug. Durch die anhaltend trockene Witterung macht sich auch bei unserer vor einigen Jahren von den Gemeinden Lollar, (Staufenberg und Mainzlar er­richteten Gruppen-Wasserleitung der Wassermangel bemerkbar. Infolge besten wurde von dem Ausschuß in der am Samstag in Mainzlar abgehaltenen Sitzung beschlosten, nach weiteren Quellen zu schürfen und sie gegebenen­falls an die Leitung anzuschließen. Der Wassermangel ist weniger auf das Nachlassen der Quellen als auf den un­wirtschaftlichen Verbrauch des Wassers zurückzufübren. Be­sonders in dem hochgelegenen Staufenberg, das gänzlich aus die Leitung angewiesen ist, war von verschiedenen Bewohnern Mißbrauch mit dem Master getrieben worden, weshalb man sich veranlaßt sah, die Sache zu untersuchen und die Schuldigen

Dennifcbte».

* Graf de Passy ist wieder ausgebrochen. Aus dem Heilbronner Untersuchungsgefängnis ist der Hochstapler Graf Passy alias Schiemangk wie­derum ausgebrochen. Es ist festgeftellt, daß er durch mehrere Helfershelfer von außen befreit wurde. Diese drangen durch einen benachbarten Neubau in den Hof des Gefängnisses und von dort durch das Treppenhaus, woselbst sie ein Gitter durchsägten, in das Gebäude. Die Zelle wurde mit Dietrichen geöffnet und der Gefangene, der mit Fuß­fesseln an die Wand angeschlossen war, befreit. Man hat bis jetzt keine Spur von ihm. Graf Passy ist nach seinem letzten Ausbruch im Spreewald verhaftet uno wieder hier-

den Hochstapler und veranlaßte seine Verhaftung. Seinem Transporteur bemerkte er, daß sich der Staat doch nicht in nutzlose Unkosten stürzen solle, denn es werde ihm lSchiemangk) doch über kurz oder lang gelingen, die Frei­heit wiederzugewinnen, so feste Gefängnismauern, die er nicht zu durchbrechen vermöge, gebe es nicht. Der Schwind­ler wurde dann unter großen Vorsichtsmaßregeln nach Heilbronn zurückbefördert und in einer besonders festen Zelle untergebracht. Mer alle Vorsichtsmaßregeln waren vergebens, denn, wie oben gefagt, ist es dem Verbrecher tatsächlich gelungen, aus dem Gefängnis von neuem zu ent­weichen.

kf. Vom Umgänge mit Dieben. Dieser Tage waren mehrere Nächte hintereinander von Dieben Einbrüche in den Bahn­hof der Drahtseilbahn zu Paris, die auf den Montmartre führte, versucht worden. Daraufhin hat soeben die Verwaltung der Eisenbahngesellschaft an verschiedenen auffälligen Stellen in der Nähe des Bahnhofs folgenden Anschlag anbringen lassen, von dem man gewiß nidjt sagen kann, daß er die Diebe zu hart an- sasse:Nachricht für Spitzbuben! Wir teilen den Herren Spitz­buben hiermit mit, daß am Abend weder Geldsummen noch irgend­welche Wertsachen, noch sonstige Gegenstände in den Räumen der Station unserer Drahtseilbahn zurückgelassen werden. Wir bitten die Herren Spitzbuben, dieses zur Kenntnis zu nehmen und außerdem alle ihre Kollegen hiervon zu benachrichtigen, um überflüssige gegenseitige Belästigungen und vor allen Dingen Zeitverlust zu vermeiden."

C l nif e u e 1 b 0 0 t". Bei den häufigen Bränden im Londoner Haie n hat man in den letzten Jahren erfahren müssen, daß die Themsefeuenvehr ihren Ausgaben nicht gewachsen in, die alten Spritzenboote erreiche» nur 4n Knoten Schnelligkeit und die Straft der Soritzen reicht kaum aus, den laichenden Wasser« nrahl auf eine Emfernimg von 3) Meter auszusenden. Nun bat dte Londoner etabtbehörhe em neues Fenerwemboot bauen lassen, das in diesen Tagen auf der Tbenüe eingetroffen ist. Tas neue fire-boat hat eine Länge von 21 Meter und wird von einem l arafmmotor getrieben, der dem Fahrzeug eme Geichwindigteit von mehr als 10'/, Knoten verleiht und zu gleicher Zeit die beiden Hochdrnckvumpen versorgt, die im Staude sind, in einer Minute 3000 Liter basser auf eine Entfernung von 100 Meter zu schleudern. Ter Druck der Punipen ist so stark, daß der Wasterslrahl fast wag« recht auf das brennende Objelt gerichtet werden kann, während die Spritzen der alten Feuerwehrboote nur eine ganz geringe Strait aufmielen. Tas neue Boot, das den NamenGamma" erhalten bat, wurde in Southampton gebaut und über das Meer in die Themse gerührt, wo es nun der Hafenfeuerwehrstation von Vatter« lea eiitflereiht ist. Tas sinnreich erdachte Fahrzeug Hat einen so geringen Tiefgang, daß es auch in Zeiten außerordentlich starker Ebbe tn seiner Beweglichkeit nicht gehindert ist.

Analphabeten im französischen Heer. Unter den Rekruten, die im Jahre 1909 aus gehoben wurden, zählte die Heeresverwaltung 14 225, die nicht lesen und schreiben kowi- ten; im vorigen Jahre waren es 14163. Diese Zahlen sichen

Staufenberg einberufenen Versammlung wurde beschlosten, b. t der Gemeinde den Antrag zu stellen, den oberen Teich zu einem Reservebassin umzubauen zur Verwendung von Viehtränken und bei vorkommenden Bränden.

Kreis Lauterbach.

R. Lauterbach, 15. Aug. Obwohl in unserer Stadt seit mehreren Jahren bei dem städtischen Elektrizitätswerk eine geschlossene Badeanstalt (Wannen- und Zellenbad) be­steht, sind seit einiger Zeit Bestrebungen im Gange, auch die Annehmlichkeiten eines freien Schwimmbades zu besitzen. Aus diesem Anlaß sand gestern abend im Saalbau zum Johannesberg eine von Kreisrat v. Bechtold und Bürger­meister Stöpler zwecks Gründung eines Badevereins ein» berufene Versammlung statt, die recht zahlreich besucht war und in der beschlossen wurde, ein Freibad mit Schwimmgelegenheit zu errichten. Dieses soll für jedermann auch für Damen gegen eine angemessene Gebühr zugänglich und die etwa 1000 Mk. betragenden Her­stellungskosten durch Uebernahme von Anteilscheinen in Höhe von 10 Mk. gedeckt werden. Ein aus mehreren Herren gebildeter Ausschuß wurde mit der Wahl des Platzes be­auftragt. Dieser dürfte wohl infolge des klaren sogenannten ,Linterwassers" zwischen der Sternmühle und der Papier­fabrik zu liegen kommen, da auch dieser Teil des Geländes sehr idyllisch uitb vom öffentlichen Verkehr fern gelegen ist. Die neue Badeanstalt hofft man bis zum nächsten Jahre fertig stellen zu können und man bringt dem wohl- nitigen Unternehmen allerseits lebhaftes Interesse ent­gegen.

Kreis Friedberg.

A Butzbach, 15. Aug. Zwei 2 5jährige Dienst- jubiläen wurden hier gefeiert. Der israelitische Lehrer 5p irr ist 25 Jahre als Religionslehrer tätig und erhielt von seiner Gemeinde ein namhastes Geschenk. Werkmeiüei Steinbrecher befindet sich feit 25 Jahren im beisifcheu Staatsdienst, davon ist er 21 Jahre in der Zellenstrafansialt Butzbach tätig.

Cholera.

Konstantinopel, 15. Aug. Nach Mitteilungen der Stadtbehörde sind innerhalb der letzten 40 Stunden in Kon­stantinopel 114 Erkrankungen an Cholera vorgekommen, von denen 59 tödlich verliefen. Dank der Maßnahmen der Behörden scheint die Seuche im Stadtteil Haskoj im Ab­nehmen begriffen. Der Stadtteil ist durch einen starken Militärkordon abgesperrt. Ein Individuum, das die Ab­sperrung durchbrechen wollte, wurde erschossen. In der am Bosporususer gelegenen europäischen Vorstadt Bujuk- d e r e breitet sich die Cholera weiter aus. Dort sind 20 Fälle vorgekommen, darunter einer in der Sommerresi­denz der russischen Botschaft.

Konstantinopel, 15. Aug. In den letzten vier­undzwanzig Stunden wurden 65 Cholerasälle amtlich ge­meldet, von denen 24 tödlich verliefen. Die meistbe- trosfenen Stadtteile sind Haskoj und B a t a t.

Skutari, 15. Aug. Die Regierung setzte zur Be- kämpsung der Seuche 30 000 Pfund aus.

Saloniki, 15. Aug. Ein neuer Cholerafall beim Militär wurde hier gemeldet. Im übrigen Albanien kamen 63TodeSfälle vor.

Brüssel, 15. Aug. Den Abendblättern zufolae wur­den in zwei Dörfern unweit Mons fünf choleraveroächtige Fälle festgestellt.

Eingesandt.

iFür Form und Jnball aller unter öicjer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

(Ließen, den 15. August.

Ein Vorschlag zur Güte!

Die Frage des A in t s g e r i ch t S n e u b a cs, welche nach wie vor die Gemüter in nuferer Stadt lebhaft beschäftigt, hat nicht nur zu verschiedenen, mehr ober weniger temperamentvollen Kontroversen, loudern auch zu allerlei Kombinationen Veranlassung gegeben, deren Zusammenhang mit dem Ausgangspunkt nicht immer auf den eisten Blick zu erkennen war.

Unter anderem wurde sie mehrfach mit der Rathaus- frage in Verbindung gebracht, während andrerseits gerade hier wiederum jedes Bindeglied bestritten wurde.

Es fei mir daher gestattet, auf einige Berührungspunkte hin« zuweisen, die meiner Auffassung nach zwischen beiden Angelegen- hetten bestehen.

Voraussetzen möchte ich dabei, daß die öffentlichen Erörterungen es als unzwei'elhaft wünschenswert nachgewiesen haben, die ver­schiedenen Gerichte tunlichst m einem Bau vereinigt zu sehen und nir die Bürgermeisterei eine Unterkunft zu finden, die unter mög­lichster Kostenersparnis ebenso praktisch, wie würdig ist.

Diese beiden Gesichtsprmkte weisen nun geradezu ausein­ander Hin.

Dem Bedürfnis der Gerichte kann in erschöpfender Weise Rech­nung getragen werden durch Errichtung eines einheitlichen Ideal- bans für Amts- und Landgericht unter einem Dach auf der Boden- flache des seitherigen allen Brojektes an der neu zu eröffnenden Ringstraße. Dieser Bau Hätte neben dem billigen Geländepreis unter vielen anderen Vorzügen auch den der späteren ErweiternnqS- 'ähigkeit und würde, was gewiß nicht gering anzuschlageir ist, den ür die schöngeistig veranlagten Verehrer des Wiesenlals so pein­lichen und der etabterroeiterung Hinderlichen Anblick des Arrest- Hauses verdecken.

Ta das alte Juslftgebäude im gleichen Augenblick frei wird, so Hätte die hebe Vaterstadt eine einzigartige, niemals wieder- kehrende Gelegenheit, zu einem ebenso wohlgeeigneten, wie würdigen Rathaus zu gelangen, und zwar zu einem außergewöhnlich billigen Breis. Tenn es fann ohne weiteres vorausgesetzt werden, daß der Staat, deffen idealer Zweck die Förderung des allgemeinen Volks­wohls ist, mit Freuden die Gelegenheit wahrnehmen wird, die nur scheinbar widerstrebenden Interessen unter einen Hut zu bringen, mdem er das für ihn jetzt unverwendbare alte Gebäude mit einem größeren Nachlaß auf dieGesteliungstosten, sagen wir einmal unverbind­lich Alk. 150 - 2oO OOu, an die Stadt abläßt. Die Stadtverordneten hinwiederum wären in der schönen Lage, ihre so oft betonte plato­nische Liebe und Fürsorge für den alten Stadtteil einmal praktisch beweisen zu können, ohne irgend welche Jntereffeii zu verletzen, da ja die neuen Stadtteile durch Investierung der ausschließlich der Altstadt entnommenen zahlreichen Institute und Behörden schon seit Jahren reichliche Entschädigung auf Vorschuß erhalten haben.

Für die seicherige Bürgermeisterei, die noch immer als ein durchaus intaktes Gebäude angesprochen werden kann, das lediglich aus Raummangel für seinen gegenwärtigen Zweck unhaltbar ist, dürfte sich eoent. unter Mitwirkung des Staates eine nahe­liegende Verwendung finden. Adalbert Blndewald.

Hiärtte.

ko. Frankfurt a. M., 15. Aug. Heu» und Strohmarkt. Angefahren waren 4 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu, altes, 0,000,00 Mk^ neues 4.505,00 Alk. Stroh (ilornlanflftroh) O.Oo0.00 Alk., Wirrstroh 0,000,00 Alk. Alles für 5u Kilo. Geschäft flott. Die Zufuhren waren aus dem Kreise Oberheffen.

Kartoffelmarkt-Bericht (Frühkartoffeln) vom 14. Aug. 1911. Königsberg i. Vr.: Frühe iveiße, Kaiserkrone Alk. 4.00. Lieg- nitz: Rosen (frühe, Alk. 4.00, Frühe weiße, Kaiserkrone 5,60, Runde blaue 5.0 ', Reue lange 5.00, »rrührosa 4.00. Al a g d e b u r g: Rvien (frühe) Mk. 3.000.00, Frühe iveiße, Karier-krone Mk. 3.60 bis 3.75, oval blaue Mk. 4.504.70, Nieren, Paulfens Juli M. (.50 -4.00, Crallen Alk. 4.254.50 Salbe a. d. S.: Frühe iveiße, Kaifertrone Alk. 4.00, oval blaue 4.25. Hamburg: Rosen frühe Alk. 2.80, Neue lange Mk 3.503.80, runde Eier- kartoffeln Alk. 3.804.50. Dortmund: Nieren, Paulsens Juli Alk. 4.40, Frühgelbe Mk. 3.70, Holländer Mäuse Alk. 4.50-0.00, Runde blaue 3.80. Hagen i. W.: Nieren, Paulsens Juli M. 3 85, Holländer Aläufe Alk. 4.50-4.80. Krefeld: Nieren, Paulsens Juli Mk. 4.20, Frühqelbe Alk. 4.70. Kempen a. Rh.: 'Nieren, Paulsens Juli Mk. 3.50, Neue lange Mk. 3.50, Frühgelbe Alk. 3.500.00 Holländer Märife Mk 3 50, Runde Eierkartoffeln k. 3.50. Köln a. Rh.: Rosen (frühe) Mk. 3. 0, Frühe weiße, Kaiserkrone Alk. 3.30, Nieren, Paulsens Juli Mk. 3.75-3.85, Frühgelbe Mk. 2.90 3.20. (Alles für 50 Kg.)

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Höchste Temperatur am

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Kreis Wetzlar.

O Vetzberg, 14. Aua. Für unser Dörfchen wird jetzt die lang ersehute Waffersrage gelöst. Infolge der fort- gesetzten Trockenperiode mangelt es schon geraume Zeit an Trinkwasser. Am Gemeinoebrunnen, an dem Feldweg nach Fellinashausen, kommt das Wasser täglich zur Ver­teilung. Alles weitere Wirtschaftswasser wird in Wasser­fässern vom Bieberbach heraufgefahren.

Hessen-Nastau.

----- Rodheim a. d. Bieber, 14. Aug. Hier wurde gestern ein Missionsfest gefeiert, das überaus gut besucht war. Im VormittagSgotteSdienst war das Kirchlein geradezu überfüllt. Missionar Gsell gründete feine Missionspredigt auf

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DaS Kafein der Kuhmilch gerinnt in schwer verdauliche Mummen, die der Lauyling zu bewältigen iaum inntanbe nt Tritt ui dieiem Nachteil noch der Umstand, daß die Milch im jammer leicht säuert, so rückt die Gefahr der Magen^ und Darm- erlrankiingen immer naher heran. Wer nun sein Kind diesen Gefahren nicht aussetzen will, ernähre mit Nestle's Kindermehl nnb er wird mit dem Erfolg zufrieden sein. ss®/»

Sie sind mit dem kleinsten Eckchen zufrieden,

wkun man aus die Reise geht uamlidj Fays ächte Sodener v Nineral-Paftillen. Man kann sie tu den kleinsten ▲▲ Soner, tn den Rucksack und in die Handtasche stopten und hat dann immer ein brillantes angenehemes a, -A. Mittel zur Hand, wenn man sich erfüllet. Ae ▼▼ schachtel Fays ächte Sodener kostet 85 Pfg. ssVu