gehen imb yuHöiftig mit Fus;gcm§armen besetzt werden. In De- traM kommen 9(l§feü>, Groß-Gerau, Oppenheim und Worms. Eine der kleinsten Gendarmerie-Stationen des Großhcrzoglurns ist Offenbach, zu welcher nur 4 Ortschaften gehören, die alle nur l Stunde von Offenbach entfernt liegen. Auf dieser Station versehen 3 berittene und 1 Fußgendarm den Dienst. Ein Pferd kommt jeden zweiten Tag zur Verwendung, und zwar höchstens drei Stunden: daß bei dieser Arbeit die Pferde vollständig überflüssig sind und mangels genügender Bewegung friihzeitig unbrauchbar werden, bedarf wohl keiner näheren Begründung. Der Obcrwacht- mcister macht schon lange seine Revisionen größtenteils mit der Bahn und läßt sein Pferd von Gendarmen bewegen. Warum man nun gerade Offenbach mit dem kleinen Bezirk als berittene Station bestehen läßt, während man bei anderen mit einem dreifach größeren Bezirk die Pferde abschasst, ist unverständlich, jeden- falls hat aber auch Offenbach in polizeilicher Hinsicht keine berittenen Gendarmen notwendig, und es könnte eine weitere Er- sparnis eintreten.__________________________________________________
Vie Wahlagitation im Wahlkreise Siehen-Grünberg-Nidüa.
Die Wogen der Wahlagitation schlagen höher. Da an die Zuverlässigkeit und Objektivität der Berichterstatter über die einzelnen Wahlversammlungen die höchsten Anforderungen gestellt werden müssen, bleibt uns oft nichts anderes übrig, als aus ausführliche Berichterstattung überhaupt zu verzichten. Namentlich Einsendungen uns nicht sicher als verläßlich bekannter Personen bletben unbeachtet, ebenso wollen wir auf die Wiedergabe ähnlicher „Ein- gesmkdts" wie das am Samstag unter „Wahlbetrachtungen" veröffentlichte, fortan verzichten, nachdem sich die Annahme des Einsenders als unbegründet herausstelltc und uns Richtigstellungen zugegangen sind.
Dagegen sind wir, wie bisher, bereit, Erklärungen der Partei- oder Wahlvorstände aufzunehmen, soweit sie sachlich sind und sich etwa gegen falsche Ausstreuungen wenden. In einem Teil der Presse, namentlich auch Frankfurter Blättern, erscheinen ja so oft „gefärbte" Berichte. Wir nehmen daher keinen Anstand, auch dem Wahlbureau der wirtschaftlichen Vereinigung hier einmal das Wort zu geben, wenn wir natürlich auch in keiner Weise mit dem Inhalt dieser Erklärung uns identifizieren können. Vielleicht aber ergibt sich aus solchen Erklärungen eine ruhigere und sachlichere Auseinandersetzung im Wahlkampfe.
Die Wahlgeschäftsstelle der Wirtschaftlichen Vereinigung bittet uns um fplgende Erklärung :
Die Wirtschaftliche Vereinigung hat bereits nn zahlreichen Versammlungen den Wahlkampf aufgenommen. Und sofort zeigt sich auch die ungenaue Berichterstattung der Gegner. So wird über die Versammlung in Bleichenbach gemeldet, daß der Unterzeichnete glänzend von Herrn Pfarrer Korell abgeführt worden sei. Das G eg QU eil ist richtig, wenn wir auch gerne zugeben,, daß and) Herr Pfarrer Korell Beifall sand. Ganz anders aber war es [in Ranstadt und Oberbes singen. Hier wurde der Freisinn entscheidend aufs Haupt geschlagen. Und was geschah in Weickartshain? Dort konnte die Versammlung des Herrn Korell gar nicht stattftrrden, weil aus dem Ort nur 2 Personen erschienen waren. Auch der Berscht der „Franks. Ztg." über die Versammlung in Langsdorf ist von Schiefheüen nicht frei. Wenn außer Langsdorfer Wählern auch zahlreiche auswärtige erschienen waren, so trifft das für beide Parteien zu. Hatten sich zu Pfarrer Korells Vortrag dock) auck) eine größere Anzahl seiner Parteifreunde aus Gießen, Hungen, Lich usw. eingefunden. 5/6 der Versammlung war aber für Dr. Werner, und Herr Pfarrer KorcU dürfte in Langsdorf und Umgegend nur wenige Stimmen erhalten.
Die bäuerliche Bevölkerung lehnt Herrn Pfarrer Korell trotz sallles Liebeswerbens ab. Gießen-Grlinberg-Nidda ist kein Labiau-Wchlau, und die Finanzreformhetze zieht nicht mehr, da sich die Wohltat der Erlösung des Reiches aus der Finanzmisere immer mehr bemerkbar macht. Ebensowenig aber wird das Gerede vom „Rassenhaß" Eindruck machen. Nicht dem Hasse gilt es, sondern der Erkenntnis vom Unterschiede der Menschen und Völker. Und wenn in unseren Versammlungen and) der jüdischen Frage Raum gewährt wird — nun, unsere Kritik! macht vor n i e m a n d hall, wenn es sein muß. Es liegt aber meist an den Leuten, die Herrn Pfärrer Korells beste Anhänger und Wahlmacher sind, wenn durck) chr nervöses Gebaren und nicht immer bescheidenes Wesen eine kräftige Zurückweisung sich als notwendig erweist. Jede „Hetze" liegt uns fern. Was wir erstreben, ist Wissen, Aufklärung, Abwehr.
Und nun gar die „rheinhessischen Franzosen Wie ist das M verstehen und auch von Herrn Dr. Werner erläutert worden? Es wurde gesagt,, daß im Elsaß, in der Pfalz, in Rheinhessen noch viele republikanische Elemente seien, die Frankreid)s Verfassung, die Republik, für besser erachten als die.Monarchie, und in diesem Sinne „Franzosen" sind.
Im übrigen gönnen wir den Freisinnigen ihre wahrhaft -„glänzenden" Erfolge im Lande. W i r erhalten die S t i m in e n. Denn noch niemals ist eine bessere Stimmung in allen weisen der Bevölkerung für unsere Sack>e gewesen wie bei dieser Wahl. Das haben alle die zahlreichen Versammlungen, alle Diskussionen unwiderleglich erwiesen.
Die Wahlgeschäftsstelle der Wirtschaftlichen Vereinigung, Gießen, Eisenbahnhotel (Hopfeld).
A. : MaxHesse, Parteisekretär.
*
Ueber die letzte Waylerversammlung in Heuchelheim teilt uns Herr Justizrat Grünewald mit, daß in Heuchelheim von freisinniger Seite die „Verstaatlichung der Großbetriebe" nicht als notwendig oder auch nur empfehlenswert bezeichnet worden sei. Da er in der Hauptsache Herrn Krumm erwidert habe, so müsse das Mißverständnis wohl auf seine Darlegungen sich beziehen.
Ueber dieselben „Wahlbetrachtungen" schreibt uns !Herr Krumm-Gießen:
/ „Sie lassen den sozialdemokratischen Redner in der srei- sinnigen Versammlung in Heuchelheim „die Verstaatlichung alter Produktionsmütel" fordern. Das „aller" ist Phantasieprodukt Ihres Korrespondenten. Lediglich von k a p i t a l i st i s ch e n Pro- duttionsmüteln war bet mir die Rede; zur Erläuterung fügte ich noch hinzu, daß Großgrundbesitz, große Fabriken (z. B. Krupp), Verkehrsmittel im Besitze der ganzen Bevölkerung sein müßten. Ich will ntid) nicht als Nicht kenncr meines Parteiprogramms hinstellen lassen, und ebensowenig will ich als Kronzeuge für die gegnerische Behauptung, daß lütr auch die kleinen EigQitümer expropriieren wotitcu, — dienen."
Nebengebühren der Eisenbahn.
Wahrend überall in der Industrie seit Jahrzehnten die Forderung auf Ermäßigung der Glüerfrachten erhoben wird, hat im letzten Jahre die Eisenbahnverwaltung in aller Stille eine Erhöhung der Kosten des Gütertransports durch eine Erhöhung der Nebengebühven bewerkstelligt. Das Wagegeld für die Verwiegung des leeren Wagens bei Wagenladungsgütern ist von 50 Pfg. auf 1 Mark erhöht worden, die Krangebuhren sind von
0,02 auf 0,03 Mark für jede 100 Kilogramm erhöht worden, die Ladegebühren für die Verladung von Gütern nickst landwirtschaftlicher Herlnnft von 0,04 aus 0,05 Mark für 100 Kilogramm und die Gebührenerhöhung für zollamtlich abzufertigende Güter beträgt mehr als das Doppelte der bisherigen Sätze.
Der Deutsche Handelstag hat durch einen Ausschuß eine Umfrage über diese Erhöhung veranstaltet, und sich alsdann dahin ausgesprochen, das; die von der Eiseitbahn geforderten Gebühren im Verhältnis zu der von ihr gebotenen Leistung zu hoch seien. Das Verwiegen der Wagen geschieht in ganz kurzer Zeit und erfordert nur eine ganz geringe Arbeit. Die Bahn bcredjnct auch für das Verwiegen einzelner Frachtstücke für 100 Kilogramm nur 5 Pfg. Die Kontrolle des Eigengewichtes der Wagen kommt übrigens der Eisenbahn selbst in hohem Maße zu statten, da sie herbeiführt, daß Abweichungen von dem angeschriebenen Gewicht sofort richtig gestellt werden. Bekanntlich verlieren nicht ganz aus Eisen gebaute Güterwagen bei anhaltender Benutzung dauernd an Gewicht. Die Erhöhung des Krangeldes ist gleichfalls in den Leistungen der Eisenbahn nicht begründet, da die Schmierung der Krane durch den Verlader erfolgt, der auch die Hängeketten zu stellen hat, wenn, wie das häufig vorkommt, brauchbare Ketten nicht vorhanden sind. Die Erhöhung der Ladegebühren läßt sich nur schwer mit der Steigerung der Selbstkosten begründen. Aber die Erhöhung der Gebühren für die Erfüllung der Zoll-, Steuer- und Polizei-Vorschriften von 4, 5 und 6 Mark auf 10 und 15 Mark ist durchaus ungerechtfertigt. Die zollamtlich abzufertigenden Sendungen werden nur teilweise gewogen und gewöhnlich nach einer Probeverwiegung dem Gewicht nach abgeschätzt. Vielfach läßt auch der Verfrachter die Güter von seinen eigenen Leuten und nicht durch das Bahnpersonal verwiegen. Der Unterschied zwischen Gebühr und Leistung ist also in diesem Falle ein ganz außerordentlich großer.
Deutsches Reich.
Der Kaiser überstand, so wird uns aus Berlin gemeldet, die dreitägige fieberhafte Grippe. Die letzte Nacht war gut, die Temperatur nicht mehr gesteigert. Die Beseitigung katarrhalischer Erscheinungen wird noch eine Reihe von Tagen erfordern.
Wie die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hört, tritt der Ministerresident in Port au Prinee, Gesandter v. Zimmerer, Ende April 1911 aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger ist unter Beilegung des Titels und Ranges als Gesandter der bisherige Generalkonsul in Valparaiso, Regierungsrat Dr. Perl, bestimmt worden.
Dem „Berliner LocalanAeiger" zufolge wuvde der Vertrag wegen Lieferung eines weiteren Zeppelin- Luft schiffesfürdieMilitär Verwaltung seitens des Kriegsministeriums und der Luftfchiffbaugesellschast unterzeichnet. Von zuständiger Seite wiro dem Wolsfbureau diese Mitteilung bestätigt.
Zur Privatangestellten - Versicherung schreibt uns der Hauptausschuß: Am 10. Februar war der Siebener-Ausschuß des Hauptausschusses zur Herbeiführung einer Pensions- und Hinterbliebenen-Verjicherung für Privatangestellte neuerdings in Berlin zu einer Beratung zusammengetreten. An der Sitzung, die int Reichstagsgebäude stattfand, nahmen Vertreter aller Fraktionen des Reichstags teil. Ihnen wurde der einmütige Wunsch aller int Hauptausschufte zusammengeschlossenen Privatangestellten »vorgetragen, der Reichstag möge die Erledigung des Entwurfs möglichst beschleunigen. Sämtliche anwesenden Abgeordneten versicherten, daß alle Fraktionen des Reichstags bestrebt sein werden, für die Erledigung des Gesetzentwurfs noch int gegenwärtigen Reichstage — sofern nur der Entwurf schnell genug vom Bundesrat an den Reichstag gelangt — Sorge zu tragen. Die Abgeordneten ließen sich darauf noch die besonderen Verbesserungs-Wünsche des Siebener-Ausschusses vortragen, und stellten bereit wohlwollende Berücksichtigung in Aussicht.
Unter dem Vorsitz des Berliner Oberbürgermeisters Kirschner fand am Samstag abend in Berlin eine Vorstandssitzung des deutschen Städtetages statt, in oer beschlossen wurde, int September dieses Jahres den deutschen Städtetag nach Posen zu berufen und auf die Tagesordnung zu setzen: 1. die Regelung der Kreditverhältnisse der deutschen Städte, 2. die Arbeitslosenversicherung, 3. die Einteilung der Reichstagswahlkreise. -
Aus Goslar wird'gemeldet: Der ehemalige natio- nalliberalc Reichstagsabg. Bergrat Prietze ist im ?2. Lebensjahre g e st o r b e n.
2lusuiito.
Das „Paris Journal" veröffentlicht eine allem Anschein nach amtliche Mitteilung, in der gegenüber der Meldung des „Temps" betont wird, man habe nie daran gedacht, strategische Linien wie die von des Bi- wackErzerum,sowieErzerum-Trapezunt durch die französische Industrie ausfuhren zu lajsen. Bisher habe lediglich der türkische Finanzminister Dschavid-Bev den Wunsch ausgesprochen, daß Frankreich den Bau dieser Bahnlinien übernehme. Es hieße den französischen Botschafter in Konstantinopel beleidigen, wenn man annehmen wollte, daß er sich zu einem derartigen Manöver her geben könnte, welches, wenn es von Erfolg begleitet wäre, Frankreich mit Rußland und Italien entzweien müsse.
Wie die Wiener Blätter aus Lemberg melden, wurde dort der Warschauer Rittmeister Baron Struwe, der Bräutigam des vor einigen Tagen wegen Verdacht der Spionage verhafteten Fräuleins Weber, ebenfalls ver- hastpt.
Die offiziöse russische „Rossija" zählt in einem Leitartikel eine Reihe von Verletzungen des, Petersburger Vertrags von 1881 durch die chinesische Regierung auf und betont besonders die Verletzung des durch Verträge geschützten, von den fremden Mächten als unveräußerliches Recht betrachteten Prinzips der administrativen gerichtlichen Exterritorialität. Tas Blatt meint, die angeführten Tatsachen riesen den Verdacht hervor, die chinesische Regierung werde von den Hintergedanten geleitet, die Bedeutung der Rechte und Vorrechte Rußlands, die durch Verträge gesichert sind und hauptsächlich burci) den erwähnten Petersburger Vertrag reguliert werden, zu untergraben. Tie Haltung Chinas sei um so verdächtiger, als der Vertrag im August des Jahres 1911 außer Kraft trete, sobald and) nur eine Seite seine Revision verlangt. Sollte die chinesische Regierung die Warnungen unbeachtet lassen, so werde die russische Regierung wirk.ame Mittel zum Schutz der verletzten Rechte und Interessen zu sinden reihen. Die Verantwortung für diese Folgen falle ausschließlich auf die chinesische Regierung.
Wie aus der persischen Stadt Astara gemeldet wird, g ä h r t es in letzter Zeit wieder im Bezirk Ardebil besonders bei dem Stamme der Gjalyschen. Am 11. Februar stießen in der Umgegend von Astara russische Kosaken mit 200
Gjalyschen, Die große VerIuste erlitten, zusammen- ein Russe fiel, zwei, darunter, ein Offizier, wurden verwundet.' Aus der Umgegend von Ardebil wird auch das Wiedererscheinen von Schachsewenenbanden gemeldet.
Aus Washington wird gemeldet: Der im Haushalt für das Ackerbau-Departement angeforderte Betrag zur Forschung nach etwaigen Kalisalzen beläuft sich auf 12 500 Dollars. Davon sollen 2500 sofort zur Verfügung stehen, sowie der Haushalt angenommen ist.
Gberhesßsche Eeflügelaurstellungen.
□ Lollar, 12. Febr. Unser Geslügelzuchtverein veranstaltete gestern und heute im Saale der Germania im Verein mit dem Landwirtschaftskammer-Ausschuß seine erste Bezirksausstellung für den Bezirk Alten-Buseck-Lollar. Die Ausstellung war aus etwa 12 Dörfern reich beschickt, und es waren in fast allen Rassen hervorragende Tiere vorhanden, besonders gilt dies von rebhuhnsarbigen Italienern, Wyandottes und schwarzen Minorkas. Die Landwirtschastskammer hatte 6 Ehrenpreise und 52.-Kammer- preise gestiftet. Ehrenpreise der Landwirtschastskammer erhielten: Otto Nuhn-Lollar für Wyandottes, K. Geißler III.» Lollar und H. Seipp VIII.-Lollar für. Minorka, Otto Müller- Lollar und L. Frank-Lollar für rebhuhnfarbige Italiener und E. Jughardt-Lollar für Indische Laufenten: 2. Kammerpreise errangen: Hch. Schwarz-Lollar, Fr. Phafs-Lottar, H. Schadeck VII.- Lollar, H. Fuchs-Lollar und H. Rohrbach IX.-Lollar. Andere Ehrenpreise erhielten auf H ü h n e r: G. Fleck-Badenburg, W. Biehl-Lollar, Ed. Frank-Lollar, G. Schmidt-Lollar, E. Hafer- korn-Annerod. Tauben: G. Wißner-Lollar, I. Frank-Lollar. Erste Preise auf Hühner: K. Stork-Krofdorf, L. Geißler V.-Lollar, G. Lehr-Lollar. Tauben: Otto Nuhn-Lollar. Zweite Preise auf Hühner: W. Rohrbach-Wißmar, Otto Nuhn- Lollar, H. Kalesch-Lollar, Fr. Schmidt-Lollar, Ph. L. Seipp- Lollar (zwei), L. Schmidt-Wißmar, I. Frank-Lollar, H. Schmidt- Kesselbach, Hch. Schneider-Gießen. Tauben: H. Schneider- Gießen (drei), L. Schmidt-Wißmar, Otto Schön-Rittershausen, Otto Nuhn-Lollar, H. Schwarz-Lollar, L. Frank-Lollar. Dritte Preise auf Hühner: H. Fuchs-Lollar, Otto Schön-Rutters- hausen, W. Biehl-Lollar, O. Nuhn-Lollar, L. Best-Wißmar, K. Geißler III.-Lollar, H. Schmidt-Kesselbach, K. Gerlach-Lollar, Joh. Klingelhofer-Mainzlar, L. Geißler V.-Lollar. W. Walter- Daubringen, L. Schwalb-Alten-Buseck, L. Frank-Lollar, H. Rohrbach IV.-Lollar, L. Schmidt-Wißmar, G. Schmidt-Lollar, E. Haferkorn-Annerod. Enten: Bürgermeister H. Schmidt-Trohe. Tauben: L. Schmidt-Wißmar, Otto Müller-Lollar, Otto Nuhn-Lollar, H. Schadeck Vll.-Lollar, E. W. KutschLr-Lollar, L. Frank-Lollar. — Zu erwähnen ist noch die Ausstellung von Futter- artileln und Gerätschaften der Spratts-Aktiengesellschaft Rummelsburg bei Berlin. Die Ausstellung war in allen Tellen wohlgelungen.
□ Butzbach, 12. Febr. Die allgemeine Geflügel- und Kaninchen-Ausstellung war mit über 600Nummern beschickt; nicht nur Hessen hat seine besten Zuchttiere geschickt, sondern auck) die Frankfurter Gegend, Hessen-Nassau und das Rheinland. Prächtiges Material auf dem Gebiete der Kaninchenzucht stand neben den Prachtexemplaren edler Geflügelrassen. Die Stadt Butzbach, zahlreiche Vereine und Private hatten Preise gestiftet, so daß 28 Ehrenpreise, 4 Medaillen, 24 erste, 68 zweite, 133 Dritte und 227 vierte Preise zur Verfügung standen. Für Kaninchen erhielten Ehrenpreise: H. Bender - Dor f-Glll, H. Hammer-Bruchköbel, W. Schild-Butzbach, Ad. Mehler-Eschers- heim und M. Lös-Fechenheim: 1. Preise: H. Marx-Butzbach, A. Mahler-Eschersheim, Jak. Mahle-Schierstein, Bauer-Butzbach und Hch. Schmidt-Siegen; folgende Geflügelzüchter erhielten Ehrenpreise: Ehr. Melchior-Butzbach, Förster Simon- Ehringshausen, W. Viel-Ravolzhausen, H. Berntheisel-Darmstadt, Marx-Butzbach, Lehrer Lind-Butzbach, G. H. Sauerbier-Butzbach, Hch. Högy-Laubach, H. Winter-Gießen, W. Bechtold-Butzback), B. Batz-Nauenhain; Enten: L. Christ-Grünberg; Tauben; E. Damer-Offenbach, PH. Alt-Rüsselsheim, Chr. Falk-Mainz, G. H. Sauerbier-Butzbach; erste Preise: Hühner: Kd. Rüb- amsen-Gießen, Fried. Jöckel-Grünberg, L. Dittert-Wetzlar, Lehrer Dörr, Lehnheim, Berntheisel-Darmstadt, H. Reinhard-Schlitz, H.'Lohfink-Echzell, Radetzki-Lich, Hch. Jäger-Ober Hörgern, JoA Lorch-Renzendorf; Tauben: Rückels-Mühlheirn; I. Harth- Kloppenheim, Berntheisel-Darmstadt; für Futterartikel, Geräte usw. I. Göttmann-Butzbach, Fr. I. Heyd-Butzbach, R. Wagner- Echzell, Otto Koch-Flonheim. An der Eröffnung der Ausstellung nahm auch der Stadtvorstand teil. Der Besuch der Ausstellung war Samstag und Sonntag sehr stark.
Aus Stadt und Land.
(liegen, 13. Februar 1911.
** T a g e s k a l s n d e r für Montag, 13. Febr. Vortrag von Dr. K. Schirmacher: fDiutter und Söhne (die sittliche Frage). Abends 6'/, Uhr im Hotel Schütz.
Vortrag von Gustav Nagel über sein natürliches Leben, seine Jerusalemreise und Schreibart. Abettds 8X Uhr iu Steins Garten.
** Wirk!. Geheimerat Dr. Buchner f. AuA Darmstadt, 13. Febr., geht uns die Drahtnachricht zu> daß gestern abend 6 Uhr der frühere Präsident des Ober- konsistoriums. Wirk!. Gcheimerat Dr. Buchner im 8L. Lebensjahre gestorben ist. Exzellenz Buchner, einet der Senioren der hessischen höheren Beamtenschaft, hat sich in seiner amtlichen Tätigkeit und daneben namentlich auf humanitärem Gebiet große Verdienste erworben und durich seinen ehrenhaften Eyaratter, seine wohlwollende Gesia-. nung und selbstlose Unterstützung gemeinnütziger Bestrebungen allgemeine Liebe und Verehrung erworben, so daß die Nachricht von seinenr Ableben auch über Hessen hinaus aufrichtige Teilnahme Hervorrufen wird. Adolf Buchner war in Darmstadt geboren. Er studierte in Gießen und Heidelberg und wurde 1860 Hofgerichtsadvokat in Darmstadt. 1873 wurde er in die Landessynode gewählt und von 1879 bis 1886 Vorsitzender der Hessischen Anwaltskammer. Er legte dieses Vertrauensamt nieder, als er irr das Oberkonsistorium als juristisches Mitglied berufe« wurde. Von 1899 bis 1907 war er Präsident des Ober- konsistoriums, als 1/ cher er sich namentlich auf dem Gebiete der inneren ton, der Kirchengesetzgebung und deS deutsch-evangelischen Kirchenausschuckes große und bleibende Verdienste erwarb. Schon int Jahre 1865 betätigte sich Herr Buchner auf humanitärem Gebiet als Mitbegründer des hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz. Er war bis 1897 dessen Schriftführer und von da ab bis zu seinem Tode dessen Vorsitzender. Von den zahlreichen Ehrungen, die Geheimerat Buchner während seines langen Lebens erfuhr, sei die Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Landesuniversität und die Rotekreuzmedaille 1. Klasse erwähnt.
** In Audrenz empfangen wurde am Samstag vom G r o ß h e r z o g u. a. der Handelsrichter Fabrikant Hermann Elchenauer von Gleßen.
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