Ausgabe 
13.2.1911 Erstes Blatt
 
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Frisch und mit nussartigem Geschmack aus der

Deutschlands

Haltbarkeit und eine Zierde für jeden Tisch.

Gratis Löffel für

Quaker Oats Konsumenten.

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schwer versilberte Löffel gänzlich kos- tenlos erhältlich sind. Diese Löffel tragen keinen Retyameaufdruck, sind von grosser

ein Nahrungsmittel ohne jeg- liehe wertlosen Bestandteile ist. Dann beachten Sie, wie es Gesundheit

und Kraft schafftwie es Ihren Kindern rosige Wangen hervorzaubert.

Zu guter Letzt entleeren Sie das gekaufte Paket Quaker Oats auf den Tisch und Sie werden sich über die für das geringe Geld erhaltene grosse Menge wundern. Sie kommen zu der Ueber- zeugung, dass Quaker Oats das billigste und beste Nahrungsmittel der Welt ist.

Amtlicher LVetterbericht.

Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.

Verlaut der Witterung seit gestern früh: liebet Island liegt eine Tepresston und über Rußland em starkes Hoch. ES wehen leichte östliche Winde Allenthalben im Reich werden Morgennebel gemeldet. Niederschläge sind nur strichwelse in ganz geringem Älatze ge'allen. Tie Mittelgebirge überzieht wieder eine leichte Schneedecke. Es ist feine erhebliche Aenderung der WÜterrmgS- Verhältnisse in Aussicht.

Voraussichtliche Witterung m Hessen am Dienstag, 14. gebt.) Wolkig, meist trocken, leichter Frost.

Schneeoerhältnisse int Vogelsberg zum Schilauf sehr gut.

Letzte Nachrichten.

Wetzlar, 13. Feör. Tic nationalliberale Partei des Wahlkreises Wetzlar-Altenkirchen stellte den Geschäfts- sührer der rheinischen Landwirtschaftskammcr Oekonomierat Kreuz-Bonn als Kandidat für die Reichstagswahl auf.

München, 3. Febr. Unter großer Teilnahme wurde ein Landesverband der Bayrischen Presse als Unter­organisation zum Reicl)sverb2nd der Deutschen Presse gegründet. Nach einstimmiger Annahme der Satzungen wurde Chefredaktnrr Tr. Mohr zum ersten, Chefredakteur Adolf Müller zum zweiten Vorsitzenden, Chefredakteur Scharre, Chefredakteur Osterhuber uni Redakteur Lilger zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

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Der Füllfederhalter eine d eutsche Er­findung. Wie es mit so manchen Erfindungen geht man denke nur an den Fernsprecher in Deutschland wer­den sie gemacht, erlangen aber erst Geltung, wenn sie von Amerika lanziert und ausgebeutet werden, so ist es auch mit dem uns heute unentbehrlichen Füllfederhalter ge­gangen. Es ist das Verdienst des kenntnisreichen Feld­baus, darauf hinaewiesen KU haben, daß ein Deutscher, der Mechaniker Scheller in Leipzig, schon 1780 dieses Gerät demtintenklexenden Saeculo" schenkte. Er nannte es Reiseschreibfeder und verkaufte das Stück einschließlich einer Messingkapsel für den billigen Preis von 10 Grofchen. ^ie Bauart war im wesentlichen schon dieselbe, tote heute. Die Reiscschreibfeder bestand aus einer sich verjüngenden Röhre von Metall und Horn, die am dünneren Ende die Feder, freilich eine Pose, keine Metallfeder, trug, am. dickeren durch einen eingeschraubten Deckel verschlo.sen war. Hier wurde die Tinte eingefüllt und floß durch em ganz kleines Loch der Feder zu. Heute verwendet man, um das Rosten zu vermeiden, goldene, bezw. vergoldete oder Jri- diumfedern, aber auch diese Verbesserung rührt nicht von

Februar 191t Febr. Sodrej -ohne (die fütlifl , natürliche? Lebe 8X llhr m Steu

chwunden. Ob Diebstahl oder Unfug vorliegt, bedarf noch >er Aufklärung.

** Nab enmutter. Die Tienftmagd Veronika Dretzig iämet aus Heubach wurde gestern nachmittag wegen versuchter Kindestötung verhaftet. Sie holte gegen 1 Uhr mittags ftr 14 Tage altes Kind im Säuglingsheim ab, begab «ich damit 'uuh dem Sck.ifsenbergcrtal, entkleidete es vollständig, schlug es in einen PacLogen ein, legte es in einen Graben auf das Eis und kehrte dann nach der Stadt zurück. Ein junger Mann hatte He Person beobachtet und sorgte dafür, daß das Kind abgeholt i,urbc und die Polizei Kenntnis erhielt. Tas Kind wurde in die r jtlinif gebracht, wo es sich den Verhältnissen entsprechend, wohl lesindet und Klauenseuche. Im Schlacht Hof

u Mainz wurde am 6. L M. bei drei aus Frankr eich eingeführten Ochsen die Maul- und Klauenseuche fest- erstellt. Diese drei gehörten zu einem Transport von 15 Ochsen, ter am 81. v. M. in Paris verladen worden war, am 1. l. M. cie Rcichsgrenze in Deutscki-Avricourt überschritten hatte und am > L M. in Mainz eingetrofsen war. Die übrigen Tiere des Transvorls waren vom 24. 1. M. bereits abgeschlachtet worden. Tie drei Ochsen hatten am 5. L M. abends noch keine verdäch­tigen Erscheinungen gezeigt. Sie wurden aber am 6. l. M. ihon vor der M sch lach tun g mit Maul- und Klauenseuche behaltet le »und en. Es kann hiernach angenommen werden, daß die Tiere er st nach ihrem Uebertritt über die Grenze an» gesteckt worden sind. Neue Ausbrüche der Seuajc sind gemeldet aus Lampertheim, Kreis Bensheim: Schorns­heim, Kreis Oppenheim: Müllheim, Baocn, bei Händler­vieh: Stein Hag en, Regierungsbezirk Minden.

Kreis Alsfeld.

Zell, 12. Febr. Der Freitag war für einige Familien ein großer Unglückstag. EinKind eures hiesigen Bahnarbei­ters verbrannte sich dadurch, daß das Kind dem Ösen »u nahe kam und seine Kleider im 9hi in Hellen Flammen standen. Die Mutter hatte sich einen Augenblick aus der Stube entfernt, um die Ziege zu füttern. Als sie zurückkam, stand bas Kind in Brand. Die Mutter hat sich bet Erstickung der Flammen erhebliche Brandwunden an Armen und Händen zu­gezogen, so daß sie ebenfalls ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. Das Kind sollte nach Alsfeld in das Krankenhaus ge­bracht werden, aber es starb schon am hiesigen Bahnhof. An demselben Morgen verunglückte ein hiesiger Holzhauer da­durch, daß ihm eine Tanne auf den Rücken fiel; voraussichtlich hat der Uni all keine schlimmen Folgen.

KrciS Schotten.

i Freienseen, 10. Febr. Tie hiesige Gemeindejagd wurde heute zum zweiten Male verpachtet, nachdem der Gemeinde­rat die erste Verpachtung, bei der 510 Mark gelöst wurden, nicht genehmigt batte. Höchslbietender blieb Herr Fritz Stein aus tzklsenkirck-en, der seitherige Pächter. Der Gemeinderat hatte sich in seinen Erwartungen nicht getäuscht, denn es wurden 745 Mark, also 235 Mark mehr erzielt. Gegner waren auch diesmal Gießener Md Nauheimer Herrn. Der Zuschlag erfolgte sofort. Während der vorigen Periode betrug der Pachtpreis 450 MarL,

Kreis Friedberg.

'^Bad-Nauheim, 12. Febr. Der Vortragsverein, her in diesem Winter eine außergewöhnliche Reibe wertvoller Konzerte und Vorträge abhielt, batte heute abend seine letzte Veranstaltung. Kammersänger H e ß, derDie schöne Müllerin" ton Schubert trefflich roiebergab, bot einen außerordentlich gcnuß- tollen Abend. Im Ortsgewerbeverein hielt Professor Ärockmann-Offenbach einen Vortrag über die Brüsseler Welt- lusstellung mit Lichtbildern.

Starkenburg und Nheinhessen.

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D Darmstadt, 11. Febr. Heute vormittag fand auf dem busigen Friedhof die Beerdigung des im 66. Lebensjahre u Leidig verswrbenen Reichsgerichtsrats Weller statt. Im ;amcn des Reichsgerichts widmete Reichsgerichtsrat Dr. P e t e r s . m Verstorbenen einen toarmen Nachruf und legte am Grabe einen Kranz nieder. Unter den zahlreichen Leidtragenden befand >ch auch Staatsminister Dr. Ewald.

Hessen-Nassau.

Rodheim a. d. Bieber, 12. Febr. ES hat sich herauSgestellt, daß die Anlage unserer Eisbahn wenig sach­gemäß hergerichtet war, denn beim geringsten Tauwctter ver­sickerte die schöne Wafferfiäche in den Wiesenboden, so daß der nächste Frost nur noch einen zum Eissport ungeni'igendcn Wassertümpel vorfand. Man muß, will man für die Tchlitt- schuhläuser Brauchbares schaffen, so verfahren, wie in Wetzlar und Gießen, wo man tadellose Eisbahnen hat. Tort hat man die Wiesen tiefer und vor allem ganz wagerecht gelegt, so daß beim geringsten Frost der gleichmäßige Spiegel des Wassers zufriert.

H Niedershausen bei Weilburg, 11. Febr. Seit acht Tagen befindet sich unsere Bevölkerung in freudiger Er­regung wegen einer Erbschaft von über hundert Millionen holländischen Gulden, die angeblich unserem kleinen Ort, wo die Bewohner fast sämtlich unter­einander verwandt sind, zufallen soll. ES handelt sich um die Hinterlassenschaft des verstorbenen holländischen Admirals Wirz, die in holländische Verwaltung genommen wurde, da sich legitimierte Erben nicht meldeten. 9hm hat eine Familie Georg hierselbst seit Urgroßväter Zeiten auf dem Boden eine alte verschlossene Truhe stehen gehabt, die wie vollständig leer auSsah. Der jetzige Eigentümer öffnete das alte Bebällnis und fand darin einen 1828 vom Pfarrer in 9heber§l)aiiien ausgestellten Stammbaum, der den Beweis liefert, daß zahl­reiche am Orte lebende Personen mit dem verstorbenen Admiral Wirz, deffen Wiege übrigens in Niedershausen ge­standen hat, verwandt sind. Die Nichtigkeit deS Stamm­baums ist vom holländischen Konsulat in Frankfurt a. M. im Jahre 1828 amtlich beglaubigt Auf Grund deS auf-

vücherüsch.

Ferdinand Lassalle, Reden und Schriften, Tage­buch, Seelenbcickste, in Auswahl hcvausgegeben nebst einer aus- führlicheu Darstellung seines Lebens und Wirkens von HanS Feigl Wien. Verlag Carl Konegen (Ernst Stülpnagel). Lassalle war nicht der Begründer des beuifd)en Sozialismus, dessen theoretisches Lehrgebäude er zum Teile bereits vorfand. Aber schon der genialen Form wegen, in der er diese Grundsätze ver­kündete, wird sein Name für immer als der eines Erweckers einer neuen Bewegung in der deutsck>en Geistesgeschichte aufbewahrt werden. Wohl ist sein Name allen Gebildeten vertraut Man weiß von ihm so ungefähr, daß er wegen einer hochinteressanten Liebesaffäre im Duell gefallen und daß er der erste große Agitator und Gründer der Deutschen Sozialdemokratie war. In seinem Werke und seinen Schriften aber dürsten wohl nur die wenigsten im deutschen Bürgertume einmal geblättert haben, und doch würde es sich sehr verlohnen. Die vorliegende Ausgabe enthält eine Auslese der besten und berühmtesten Lassalleschen Reden und Schriften und ist bestrebt, den Lassalleschen Geist in allen seinen Aussttahlungen aufzuzeigen, also den die Massen packenden Agi­tator, den Volksredner, den echten und guten Daher, den md meisterhafter Dialektik operierenden, freilich dabei auch die ärgste Rabulistik nickst verschmähenden Gerichtsredner ebenso zu SB arte komm en zu lassen, wie den rücksichtslosen Pamphletisten und den von Fachgcnossen angestaunten Philosophen und von Begeisterung für bte Wissenschaft erfüllten Mann. Das ganze wird von einer ausführlichen Darstellung des Lassalleschen Lebenslaufes aus der Feder des Herausgebers, des Wiener Schriftstellers Hans ff dal einbegleitet.

Handel.

Hattenrod, 12. Febr. Das Submissionsergeb» n i s von Vau-undWerkholzist folgendes: Fichten der Fest- tueter 1. Klasse 23,87 Mk., 2. Klasse 23,81 Mk., 3. Klaffe 23,26 Mark, 4. Krasse -3,09 Mk., 5. Klasse 19,72 Mk., Lerbstange» 19,72 Mk.: Kiefern 1. Klasse 28 Mk., 2. Klasse 24,10 Mk., 3. Klasse 14,15 Mk., 4. Klasse 12,83 Mk. Höchstbietende biteben: Rcger-Lich, Schubecker-Gießen, W. Brück-Oppenrod, Heinrich Schmidt Ä.-Lich, Hch.-Münster-Hattenrod, Dort und Walter- Groß-Buseck. Ctchenwerkholz kostete der Festmeter durchschnitt­lich 20 Mk. Die Holzoersteigerungen zelligten folgende Er­gebnisse: 2 Festmeter Buchenjcheitholz rund 15 Mk., Prügel 13 Mk., Kiefern 10,40 Mk., Fichtcnicheitholz 11 Mk., Prügel 78 Mk., Eichenscheitholz 12 Mk.. Prügel 99,50 Mk., IOC Wellen Buchenreiser 13 Mk., F ichtenreff er 45 Mk.

Berlin, 11. Febr. Der Z e n t r a l a n s s ch u ß der Reichsbank ist auf Dienstag um V.10 Uhr einberufen.

Rom, 11. Febr. Ein Dekret des Schatzministers setzt den Diskontsatz der Notenbank von 5Vi Droz, auf 5 Pro», herab.

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den Amerikanern her. Denn schon im Jahre 1824 wur­den goldene Federn verwendet. 9Lockt im Jahre 1843 kannte man den Füllfederhalter unter dem Namenfelbstschreibende Fede^, aber dann geriet er in Vergessenheit, bis die Aankees über ihn kamen und Millionen Damit verdiente» und noch verdienen.

Kleine Lage§chronik.

Zwischen den Gemeinden Schöneberg und Wilmers­dorf such Besprechungen emgeleitet worden, um eine Ver­einigung beider etäbte herbeizuführcn. ,

In Düsseldorf stahl ein na'lsnrann^lchrling einen Scheck über 10 000 Mark, hob das Geld ab und suchte das Weite. Seme Spur ist noch nicht entdeckt.

Tie letzten hutchert aus einer Eisscholle ins Meer hinans- £ctricbencn Fischer retteten sich bei Jamburg an den Strand.

Nach einer Meldung ans Tschinkent (Turkestan) ergoffen sich am Freitag abend durch plötzliches Tauwctter verursachte S ch l a m m st r ö m e über den Basarplatz und die anliegenden Straßen, die fußhoch und stellenweise sogar meterhoch über­schwemmt sind. Tie Poststraße KabulSai ist beschädigt: die Brücken wurden von zwei Meter tiefen Flüssen sortgerissen. Bis zur Wiederherstellung der Wege ist die Postverbindung unter­brochen.

Wegen Urkundenfälschung und Betruges wurde der Maler Marrio ©egantini aus Malosa (Kanton Graubünden) ver­haftet. Seganlini, ein Sohn des verswrbenen Malers Segan- tini, befaßte sich in der letzten Zeit mit Flugschffsahrt und lernte aus dem Flugplatz Johannisthal. Er wird befdjulbigt, an Ge­mälden verschiedener Art den Namen der Urheber roegrabteri und durch den Namen Seganlini ersetzt zu haben. Unter diesem Zeichen sanden die Kunstwerke leichten Absatz.

Drahtlose Telegraphie und Zlugmaschine.

In der letzten Zeü ist bäuug von Versuchen mit drahtloser Telegraphie die Rede gewesen, die in Deutschland, England und Amerika in Verbrndung mit Flugmajchinett vorgenommen worden sind, aber es scheint, daß, trotz der gür.ftigen Ansänge, die E.tdergebnisse den Erwartungen nicht voll entsprochen haben. Zn diesem Zusammenhang wird es interessieren, näyeres über die günstigen Erfolge der franzbiffchen Versuche zu erfahren, die im vergangenen Jahre von Ossizieren des Meldekorps und der Telegraphenabteilung vorgenommen worden sind.

Es liegt auf der Hand, daß die Flugmaschrne leicht mit drahtlosen Telegraphieapparaten ausgerüstet werden kairn, die chre Wellen auf Entfernungen von 10 bis 15, ja vielleicht 20 Kilo­meter aussenden können. Tie Schwierigkell des ganzm Problems liegt in der Ausgabe Apparate zu bauen, die zugleich leistungsfähig genug sind, um praktische Verwendungssähigkeit zu ermöglichen. Sie mühen leicht genug feilt, um die Steuerung der Flugmaschine nicht zu beeinträchtigen, und in ihrer Bauart so einsach, daß sie im Angesicht des Gegners sofort unb ohne Umstande aus andere 23eUcnlängcn eingestellt werden können, um das Abjangen wichtiger Meldungen zu verhindern. Bereits im Frühsommer, so wird in derIllustration" mitgeteilt, hat der Hauptmann Brenot seine Vaffuche mit einem neuersonnenen Apparat begonnen, der vom Krieg^minister genegnugr, löurocn war. Die Erfolge übertrafen alle Erwartungen. Die Einzelheiten des Baues müssen begreiflicherweise geheim gehalten werden, aber bezeichnend ist, daß her Llpparat nur 14 Kilogramm wiegt und dabei eine größere Leistungsfähigkeit entwickelt bat, als der an Bord desBayard Clement" befindliche Telegraphieapparat, der bis zu Entfernungen von 100 Kilometer Meldungen abgab u.tb 65 Kilogramm wog. Bei der neuen Maschine kann die Wellenlänge nach Wunsch verändert werden: der von der Flugmaschine herabhängende Draht, Der die Wellen aussendet, wird im Fall von stürmischen Wettern durch eine besondere Sicherheitsvorrichtung automatisch ab­geschnitten, so daß jede Gefahr für die Flugmaschine schwindet. Dabei sind die Apparate so klein, daß sie weder den Führer, noch Den Beobachter an Bord stören. Sie besitzen weder Stangen noch Akkumulatoren und können infolgedessen an jeder Stelle angebracht werden. ' , , .

Hauptmann Brenot begann seine Versuche auf einem Ein­decker, der von Leutnant Aguaviva gesteuert wurde. Ein gefähr­licher Sturz führte dann eine Unterbrechung der Versuche herbei: bei dem Fall zerschmetterte die Flugmaschine Vvllt'mrnen, der drahtlose Telegraphieapparat aber wurde wie durch ein Wunder gerettet. Auf Grund der aesammelten Erfahrungen ist man jetzt jedoch zu einem Farman-Zweidecker übergegangen. Der Zwei- Dcder scheiitt mehr geeignet, zwei Leute und den Llpparat zu tragen und vermag sich auch besser in jenen größeren Höhenlagen zu halten, die nottvendig sind, um Meldungen auf große Ent­fernungen abgeben zu können.

Wenngleich man nach den bisherigen Erfolgen in franzoffichen Militär kreisen das Problem als gelöst ansieht, sollen die Ver­suche zu Beginn des Frühjahrs wieder aufgenommen werden.

Das ist ein Grund des feinen Geschmackes von Quaker Oats. Aber die Schmack­haftigkeit ist nur einer der vielen Vorzüge dieses Produktes.

< Bedenken Sie, dass Quaker Oats

gefundenen Dokuments sollen nun durch einen Rechtsanwalt Erbansprüche geltend gemacht werden.

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Heidelberg, 11. Febr. Der ehemalige Leiter der hiesigen Taubstummenanstalt Holler wurde heute ivegen Sitllichkeils- verbrechen zu 9 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehr- Verlust verurteilt. Sicht Monate Untersuchungshaft kommen als verbüßt in Abzug.

Luftlchissahrl.

Deutsche Flieger.

Darrnstadt-Uebungsplatz, 11. Febr. Auf dem Flugplatz Eulers flog heute der Einjähria-Freüvillige Rei­ch a r d t vom Garde-Dragonerregiment Nr. 23 eine Stunde 5 Minuten 20 Sekunden auf einer Eulerflugmaschine vor den Zeitnehmern des deutschen Luftschifserverbandes. Rei- chardt hat erst vor einigen Tagen das Flugzeugführer- patent erhalten. Außerdem flogen Leutnant Scanzoni von Lichtenfels, Leutnant von Hiddessen, Oberleutnant Real, August Euler und Diplomingenieur Wttterstätter.

Neuer Ozeanflug.

Eine neue Lenkballonfahrtüber den Atlan­tischen Ozean plant der Ingenieur Wellmanns, Lani- man. Er wird Anfangs Juli von Cincinnati zur Ueberquerung des Ozeans abfliegen. Tie Kosten schätzt er auf 280 OuO Mk., die von einer Gesellschaft garantiert wurden.