Ausgabe 
20.10.1911 Erstes Blatt
 
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erhalte.

Die Abstimmung.

* Titelverleihung.

Friedberg, den Charakter alsBaurat" erteilt.

bieten, Herrn

OSRAM

LAMPEN

ft der Worsitzende, daß außer dem bereits 1 ein oder zwei weitere Vorträge von ihrer» in Aussicht genommen sind, die gen uns diesem Gebiete berichten sollen, rs sind ferner ein oder zwei Aufstiege berichteten die Herren Ost, Feist, und Rörnheld über ihre Erlebnisse hrten des Vereins. Aus den inter- l der Herren, die zumeist ihre Erst- nmen hatten, leuchtete die Begeiste artigen Genüsse, die solche Fahrten le waren übereinstimmend der An

bewahrte Glühlampe

O°/o Stromersparnis nd Prix Brüssel 1910 ktrlzttfltswerke und InstallaUona- »cbärte zu beziehen.

Seilschaft, Berlin 0.17

so viele Dokumente, daß durch deren baldige Veröffent­lichung das Land über die Haltung jeder Wacht Aufklärung

program erwähnte bekannter über ihre Während geplant.

Walther, I bei den B

Aegypten.

Konstantinopel, 19. Okt. Das Ministerium er­klärt zu der ägyptischen Blättermeldung derFranks. Ztg ", nach welcher die ägyptische Regierung es ablehnte, dem Wunsche der Türkei nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Italien Folge zu leisten, daß die Pforte niemals einen solchen Wunsch geäußert habe.

Aus Stafct uitö Land.

Gießen, 20. Oktober 1911.

Tageskalender für Freitag, den 20. Oktober: Stadt- theater:Die Geschwister" undDie Neuvermählten." An- fang 8 Uhr.

O e s f e n t l. W ä h l e r v e r s a m m l u n g der sortschrittl. Volks- partel. Redner Prot. U r st a d t und Pfarrer K o r e l l. Abends 8*/i Uhr in Steins Garten.

Die Kummer sprach dem Kabinett mit 125 gegen 60 Stimm en ihr Vertrauen aus.

Das Kabinett Said Pascha hat das Vertrauensvotum der Kammer erhalten, weil es einen radikaleren Stand­punkt in der Tripotisfrage eingenommen hat. Said Pascha erklärte in der Sitzung, daß er die Regelung weder durch Geldentschädigung noch durch Verzicht auf irgendwelche Rechte der Türkei in Tripolis gutheiße.

Aus Hessen.

Der Darmstädter Landtagswahlkampf.

bs. Darmstadt, 20. Oktober. (Drahtbericht.) Der Wählkampf um das 3. Darmstädter Landtagsmandat hat nunmehr mit aller Heftigkeit eingesetzt. Leider geht der Kampf weniger um sachliche Differenzen, als um Streitig­keiten über die gescheiterten 'Einigungsverhandlungen. Das war auch wieder der Fall bei der gestrigen Wahlver­sammlung der fortschrittlichen Volkspartei. Der Worsitzende Justizrat Gallus besprach nochmals die Einigungsverhandtungen, deren Scheitern lediglich den Na­tionalliberalen zuzuschreiben sei. Er bestritt, daß die fort­schrittliche Volkspariei jemals mit den Sozialdemokraten habe paktieren müssen, wenn er auch zugab, daß private Besprechungen stattgefunden hätten. Der Kandidat der sortschrittl. Volkspartei Stadtv. Henrich entwickelte hier­auf fein Programm, worauf Pfarrer K o r e l l seinen Stand­punkt mit großer Lebhaftigkeit darlegte. Die National­liberalen hatten von Alzey-Bingen her noch eine große Schuld an die Freisinnigen abzutragen, wozu die dies­maligen Landtagswahlen Gelegenheit geboten hätten. Korell legt dann seinen Anteil an den Einigungsverhand­lungen dar. Er sei stets für die Unterstützung des Natio- nalliberalen Schützet eingetreten, den er als einen auf­richtig liberalen Mann kennen gelernt habe. Außer dem Zentrum haben nunmehr auch noch die Christlich- und Deutschsozialen einen Kandidaten für das 3. Darm­städter Mandat ausgestellt, so daß sich im ganzen fünf Kandidaten um das Mandat bewerben.

sicht, daß sie bei nächster Gelegenheit sich wieder diesem modernen Sport widmen werden.

. " Ober hessisches Wasser für Frankfurt a. M. Das Provinzialwasserwerk Inheiden hat, wie wir mitteilten, Anfang des Monats seinen Probebelrieb eröffnet und liefert täglich 17 000 Kubikmeter Wasser nach Frankfurt a. M« Boni 1. November wird dieses Quantum aus 20 000 Kubik- unter gesteigert werden. Die maschinellen Einrichtungen und Pumpen der Anlage haben sich bewährt.

Kreis Lauterbach.

^Lauterbach, 20. Oktober. Nach vierteljähriger Pause wird die wandernde Kreishaushaltungs- und Koch- schule am 30. d. M. ihre Tätigkeit wieder beginnen unds zwar in der Henkelschen Wirtschaft zu Hörgenau.

+ Schlitz, 19. Okt. Lehrer Stein hier wurde dieser Tage auf seinen Wunsch hin nach Reiskirchen versetzt. Er ist 22 Jahre lang an der hiesigen Volksschule tätig gewesen. In ihm verliert auch der GesangvereinHarmonisches Kränz­chen" seinen bewährten tüchtigen Dirigenten, unter dessen Leitung der Verein sich zu hoher Blüte entwickelte. So ist es begreiflich, wenn man den eifrigen und beliebten Lehrer nur mit großem Bedauern von hier scheiden sieht. An die Stelle von Lehrer Kraft, der seiner Militär­pflicht genügt, trat Schulverwalter Hofmann aus Heuchel­heim. Auch in der hiesigen Gendarmerie sind Verände­rungen vorgekommen. Nachdem kürzlich der Stationsführer Wachtmeister Ohl versetzt worden ist, erhielt nunmehr auch Wachtmeister B l e i b t r e u Dekret nach Wenings. An seine Stelle tritt der Militäranwärter Peter aus Darmstadt.

+ Uetzhaus en, 19. Okt. Der seit 2 Jahren hier bestehende Kriegerverein hat die Anschaffung einer Fahne beschlossen. Mit deren Lieferung wurde die Firma Georg Bert in Schlitz betraut, die schon zahlreiche Fahnen für die Kriegervereine des Bezirks Lauterbach geliefert hat. Die Fahnenweihe soll mit dem nächstes Jahr hier ftafcb» findenden Kriegerfest des Bezirks Lauterbach-Schlitz verbun­den werden.

Kreis Friedberg.

L. Friedberg, 19. Okt. Die hiesigen Schloßgarten-- a n l a g e n dürfen nach einer Verfügung des Hofmarschallamtes in diesem Winter tioni 1. November bis 1. März nicht betreten werden. Nur die Personen hiesiger Stadt, die sich besondere Erlaubnis erwirkt haben, dürfen während der Winterzeit jn deut Schloßgarten spazieren gehen.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 19. Okt. Die feierliche Bei-, se tzung des früheren Brigade-Kommandeurs der 25. Hess. Kavalleriebrigade Generalmajor v. Colo mb fand heute auf dem Darmstädter Friedhöfe unter sehr großer Beteili­gung statt. Die Trauerfeier hatte im Sterbehause durch Divisionspfarrer Lic. Schöttler stattgefunden, worauf sich der stattliche Leichenzug nach dem Frieohoft bewegte. Dem Sarge folgten u. a. der Vertreter des Großherzogs Ge­neral v. Hahn, Oberstallmeister Frhr. v. Riedesel, der Divisionskommandeur v. Plüskow, Stadtkommandant v. Randow, General z. D. Frhr. v. Hevl, zahlreiche Stabs­offiziere und Deputationen hiesiger ünd auswärtiger Regi­menter. Am Grabe sprach Pfr. Schöttler ein Gebet. Unter den zahlreichen Kränzen, die am Grabe niedergelegt wurden, befanden sich solche des Großherzogs, des Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, der Großherzogin von S.-Altenburg u. a. Die Staatsprüfung für die Kandidaten der Veterinärmedizin begann heute im Darmstädter Kollegiengebäude. Der Prüfung, die vier Tage dauert, unterziehen sich sieben Kandidaten.

M. Offenbach, 20. Okt. (Priv.-Tel.) Der Fabrikant E r ck r a t h wurde auf einer Treibjagd durch einen Schrot­schuß in den Unterleib schwer verletzt.

m. Offenbach a. M., 19. Okt. Der von der Eisenbahn­verwaltung der Bürgermeisterei unterbreitete Vertragsent­wurf zum Bahnumbau Projekt, wie er sich nach den letzten Verhandlungen zwischen den Kontrahenten und nach den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung darstcllt, bildete in der heutigen Sitzung der Stadtverordneten den Gegenstand einer eingehenden Aussprache. Die Streitfrage bildete lediglich der in dem Vertragsentwurf bestehende § 9, nach dem sich die Stadt grundsätzlich damit einverstanden erklären soll, daß die der hessi­schen Regierung eingeräumte Vergünstigung betr. des Anhaltens der Züge laut 8 21 des Staatsvertrages vom Jahre 1868 in der Weise eingeschränkt wird, daß für die Folge die Luxuszüge und einige O-Züge, die im durchgehenden Verkehr mit be­sonderer Beschleunigung gefördert werden müssen, auf dem hieiigen Bahnhof nicht halten. In der Aussprache hier­über erklärten sich die Redner sämtlicher Parteien im wesentlichen damit einverstanden, daß die von der Eisenbahnverwaltung vor­geschlagene bedingungslose Aufgabe jenes Rechtes aus dem Staats­vertrag von 1868 selbst unter einer etwaigen Verzögerung und Hinausschiebung der Inangriffnahme des Projektes abgelehnt werden müsse. Schließlich erklärte sich die Stadtverordnetenver­sammlung damit einverstanden, die Bahnhofsangelegenheit jetzt zur Erledigung zu bringen und beauftragte den Sonderausschuß mit einer Umänderung des Vertragsentwurfes nach den im Be­schluß des Sonderausschusses niedergelegten Wünschen. Jn einer auf den 26. Oktober einzuberufenden Versammlung soll die end­gültige Enftcheidung getroffen werden. Die Vereinigten S chu h- industricllen des Maingaues haben zu der Arbeitsnieder^ leguna der in der Bodenabteilung der Firma Herrn. Liebmann belÄastigten Arbeiter folgenden Beschluß gefaßt: Die im Aus- ff?ud bestndlichen Arbeiter der Firma Herm. Liebmann verlangen die Wiedereinstellung' eines ordnungsniäßig entlassenen Arbeiters. Ein Vergleich, den eine aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Vertretern des Zentralverbandes der Schuhmack>cr zusammen­gesetzte Schlichtungskommiffion am 13. d. Mts. einstimmig ak­zeptierte, wurde trotzdem von den Arbeitern abgelehnt. Die aus­ständigen Arbeiter werden deshalb aufgefordert, ihre Unberech­tigte Forderung fallen zu Taffen und bis zum 23. d. Mts. die Arbeit wieder aufzunehmen. Sollte dies nicht geschehen, so ist amk, d. Mts. allen tm Zentralverband organisierten Arbeitern und Arbeiterinnen in sämtlichen Betrieben der Fabrikantenver- eimgung zum 1. November zu kündigen.

Mainz? 19. Okt. Die diesjährige Tagung des Diö- zesan-Kirchenvorftandes der Diözese Mainz fand "ter. Justizrat Dr. Schmitt im bischöf­

lichen Seminar statt. Der Vorsitzende eröffnete, nach der Darmst. Zeitung, die Versammlung mit der Mitteilung, daß in dem das Ausschußmitglied ^ ^n^Konvorstandes, verstorben und als Ersatzmitglied Bürger- meister Lannert von Furth gewählt worden sei. Das Rechnungs- lahr schloß mit einer Einnahme von 280 411 Mk. 98 Pfg. und hnn r23 3093ab&?°^n 5mt108H ,48 W . so daß ein Ueberschuß

Pfg' verbieb. Die Ausgaben des Voran- Ichlags für 1912 wiesen nur bei der RubrikAufbesserung ^nherunn11 nnf 'm?'" 5 e r Geistlichen" eine wesentliche nStlS? m! ® Ärger^ister Singer-Seligenstadt fragt an, ob »X,Kaplane eine Aufbesserung erhalten sollten. Der Vorsitzende erwidert, daß der Ausschuß sich auch mit dieser Frage

Eise nbah »Personalien. Der Bahnmeiüer 1. Klasse Brühl ist in gleicher Eigenschaft von hier nach Bebra versetzt. Der Eisenbahntelegraphist Schröder ist zum Eisenbahn-Telegraphen-Assistenten befördert und von Jerx­heim (Braunschweig) nach Gießen versetzt worden.

Op ern v orstel l un ge n. Die Gastspiele des Großh. Hoftheaters und der Hofinusik werden am Montag, 30. Okt., mit einer Aufführung von MaillartsDas Glöckchen des Eremiten" beginnen. Der Vorverkauf der Karten befindet sich nur in der Musikalienhandlung von Ernst Challier.

** Aus dem Militär Wochenblatt. Zum Komp.- Chef ernannt: der Hauptmann Wilcke im 5. Großherzogl. Heff. Inf.-Regt. Nr. 168. Hussein Hurrem Bey, Lt ä. l. s. der Armee, in dem Kommando zur Dienstleistung beim Generalkommando des 11. Armeekorps zum Stabe des Generalkommandos des 18. Armee­korps übergetretün. Zum Oberleutnant befördert: . H e r f i n g int Inf.-Leibregt. Großherzogin (2. Großherzogl. Heff.) Nr. 117. Zum Leutnant befördert: der Fähnrich Len Hardt im Jnf.- Leibreyt. Großherzogin (3. Großherzogl. Hess.) Nr. 117. Zu Fähnrichen befördert: die Unteroffiziere v. Specht im Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116; v. Zangen im Jnf.-Leib-Regt. Großl.erzogin (3. Großher ogl. Hess) Nr. 117; Scheuermann im Ins.-Regt. Prinz Carl (4. Großherzogl. Hess.) Nr. 118; Jäger im 5. Großherzogl. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168; v. Hahn im Großherzogl. Artilleriekorps, 1. Groß­herzogl. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 25. Dr. ©reenen, Div.- Pfarrer der 21. Div. in Mainz, auf seinen Antrag mit dem 1. Okt. dieses Jahres mit Pension in den Ruhestand versetzt. Horning Militär-Hilssgeistlicher der Großherzogl. (25.) Div. in Darm­stadt, behufs Wahrnehmung der Div.-Pfarrstelle zum 1. Oktober dieses Jahres zur 29. Div. nach Mülhausen i. E. versetzt. Dr. Lehr, Div.-Pfarrer der 14. Div. in Wesel, in gleicher Eigenschaft zur 21. Div. nach Mainz.

** Vom Achtuhrladenschluß. Wie aus dem In­seratenteil ersichtlich ist, ist für die U hrm a ch e r g e s ch ä f te auch Samstags der Achtuhrladenschluß vorgeschrieben. Bei dieser Ge­legenheit sei eine Entscheidung des preußischen Kamm er - gerichts über den Achtuhrladenschluß mit geteilt. Nach dieser Entscheidung genügt es nicht, daß nach 8 Uhr ein geschäftlicher Verkehr im Laden nicht mehr stattfindet, es muß vielmehr durch Verschließung der Ladentür oder durch eine ^sonstige Veranstaltung, z. B. Auslöschen des Lichtes, dem Publi- kum erkennbar gemacht worden, daß Kunden nicht mehr be­dient werden. Die Schließung des Ladens muß äußer- l i ch in die Erscheinung treten. Selbstverständlich aber dürfen Kunden, die das Geschäft vor 8 Uhr betreten haben, fertig be­dient werden.

** Ein Arb eiterfest. Arn Mittwoch nachmittag fanden sich über 200 Arbeiter der Firma Joh. Balth. Noll im Hotel Einhorn ein, um ebenfalls das Fest des hundert­jährigen Bestehens der Firma zu feiern. Fräulein Anna Rodenhausen eröffnete in schlichten, ergreifenden Worten Iben Reigen der Glückwünsche und überreichte Kom­merzienrat Noll im Namen der Wiesecker Arbeiter einen herrlichen Blumenkorb. Ebenso übergaben Fräulein Marie Mohr für die Burkhardsftlder, Frau Luise Pfeiffer für die Launsbacher und Fräulein Marie Stolz en- hauer für die Gießener Arbeiter unter Glückwünschen prächtige Blumenbuketts. Kommerzienrat Noll begrüßte die Arbeiter und Gäste und dankte besonders den ersteren für die herzlichen Glückivünsche und ihre treuen Dienste. Da auch für eine ausgezeichnete Verpflegung gesorgt war, so Herrschte bald eine sehr gehobene Stimmung. Herr Braun brachte ein Hoch auf die Arbeiter aus, während Herr Wi ed em an n aus Launsbach für die gesamte Ar- beiterfchar in kernigen Worten feinen Dank aussprach und ein begeistert aufgenommenes Hoch auf die Firma Noll ausbrachte. Gemeinsame Lieder und Tanz hielten die Ar­beiter bis nach Mitternacht zusammen. Es war so recht ein Fest für die Arbeiter, und obwohl die Wogen der Freude mitunter sehr hoch gingen, so verlief doch alles in der schönsten und zufriedensten Weise.

** Zum Fünfuhrteedes Frauenbundes der Deut­schen 'Kolonialgesellschaft, Mteilung Gießen, schreibt man uns: Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß der Vorttag von Fräulein v. Hatten: lieber das Heimathaus in Keetmanshoop, pünktlich um 6 Uhr seinen Anfang nimmt. Um Störungen zu vermeiden, wird es sich daher emp­fehlen, rechtzeitig um 5 Uhr zu erscheinen. Zur Vermeidung von Mißverständnissen sei noch erwähnt, daß mit dem Erwerb einer Eintrittskarte für 2 Mk. selbstverständlich auch den, die nicht Mitglieder des Gesellschaftsvereins sind, der Einttitt in den Saal an diesem Tage frei steht. Vor und nach dem Vorttag wird die hiesige Regimentskapelle konzertieren.

** Hessischer Verein für Luftschifffahrt. In der gestern abend im' HotelGroßherzog" abgehaltenen ersten Hauptversammlung des Hessischen Ver­eins für Luftschiffahrt, Ortsgruppe Gießen, erstattete der erste Vorsitzende Prof. Dr. W. Sievers Bericht. Die Gründung des Vereins fand am 1. Juni d. I. statt und es haben sich der hiesigen Ortsgruppe 63 Mit­glieder angescylossen. In vier Vorstandssitzungen wurden die vorbereitenden Arbeiten für den inneren Ausbau er­ledigt. An den fünf Ballonaufstiegen nahm eine Anzahl hiesiger Herren teil, und es steht für morgen ab Marburg eine weitere Auffahrt in Aussicht. Demnächst soll von einem bekannten Fachmann ein Vortrag über die Technik des Freiballons gehalten werden, um die Mitglieder und Freunde des Luftspvrts mit dessen Grundprinzipien be­kannt zu machen. Dr. A. Peppler berichtete hierauf über die sportliche Tätigkeit des Vereins, namentlich über die Ballonaufstiege vom 30. Mai, 13. Juni Hub 16. Juli Aus dem Kassenbericht kann hervorgehoben werden, daß die drei Fahrten uns einen kleinen Ueberschuß ergeben haben. Bei der Besprechung wurde dem Wunsch Ausdruck gegeben, daß die Führer des Ballons angehalten werden sollen, ihre Fahrtberichte regelmäßig zu veröffentlichen, um so als Propagandamaterial zu dienen. Der seitherige Vorstand wurde auf Antrag aus ber Versammlung ein­stimmig wiebergewcihlt. Hierauf wurden die Satzungen des Fahrtenausschusses^ verlesen und von der Versamm­lung §i ns genommen. Bezüglich des Winter­

" Titelverleihung. Der Großcherzog hat dem ÄoÄabrttu Bautnspektor des Hochbauamts Friedberg, Ludw. Haag zu runa über Phhern hon M_____m ° t -n V U ö U?Cr

Deutsches Reich.

In ber Sitzung des Bundesrats am Donnerstag wurde bie Zustimmung erteilt zu ber Vorlage betreffs ber Aenbemngen und Ergänzungen des Warenverzeich­nisses zum Zolltarif und der Anleitung für die Zollabfertigung, ber Vorlage betreffs ber Begründung einer Gemeinschaft ber Essigsäure-Verbrauchsabgabe mit Luxem­burg, ber Vorlage betreffs der Schenkungsabgabe für Zuwendungen an Kirchen und juristische Personen, bie aus­schließlich kirchliche, mildtätige oder gemeinnützige Zwecke verfolgen, der Vorlage betreffs einer Vereinbarung mit Japan über das Konsulats wesen und ber Vorlage betreffs bes Vertrages mit Großbritannien über die gegenseitige Auslieferung von Verbrechern zwi­schen Deutschland und gewissen britischen Protektoraten.

Der frühere Unterstaatssekretär des Auswärttgen Amts Stemrich ist gestorben.

Der Münch e n e r M a g i st r a t hat zur Milderung der Lebensmittelteuerung folgende Maßnahmen ge­troffen: Die Aufhebung des Pflasterzolles für Kar­toffeln und Geprüft, die Bereitstellung von 15 000 Mk. zum Ankauf von Kartoffeln und Abgabe an das Publikum und zwar so, daß keiner weniger als fünf Pfund und mehr als fünfzig beziehen Fann, ferner die Bewilligung von 113 000 Mark zum Ausbau einer Kühlanlage für a r g en ti- nisches Fleisch und Seefische. Falls dieses ein» geführt wirb, würde die Stadt den Verkauf übernehmen. Mit den Metzgern sind Verhandlungen gepflogen worden zur Herabsetzung der Schweinefleischpreise. Soll­ten die Metzger sich weigern, die Preise herabzusetzen, würde die Stadt alsbald mit ber Errichtung eigener Fleischverkaufs­stände beginnen.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Pressemeldungen zu­folge soll der deutsche Reichsangehörige von Lochow, ber nicht, wie behauptet wurde, deutscher Kvn- fulatssekretär ist, durch die italienischen Behörden aus Tripolis aus gewiesen worden sein. Tatsächlich wurde v. Lochow zum Verlassen von Tripolis seitens des italienischen Konsuls aufgefordert, der vorgab, ihn im Ver­dacht der Spionage zu haben. Doch ist der Ausweisunas- befehl auf Einspruch bes deutschen Konsuls unterblieben. In Rom sind bie erforderlichen Schritte getan worden, um den deutschen Untertan vor Belästi­gungen zu schützen, solange ihm Umtriebe zur Schädigung der militärischen Operationen nicht nachgewiesen sind.

Der sozialdemokratische Reichstaasabgeordnete m el- burg befindet sich, wie das ,/B'erl. Dagebl." mitteilt, in einer Nervenklinik in Jena. In seiner schweren Erkrankung ist bisher keine Besserung eingetreten.

rlusland.

Die schwedische erste Kammer ist aufgelöst wor­den; bie Neuwahlen sind ausgeschrieben.