Die heutige Nummer umfahl 10 Seiten.
Tie
den
nut den Hopf der Bevölkerung
insgesamt in Millionen Mk.
Deutsches Reich . . . Preußen .....
Bayern ......
Luchsen
Württemberg
Baden
Hessen ... . . . Mecktenbnrg-Schwertn .
Sachsen-Weimar . . . Alecklenbnrjs-Ltrelitz . .
Oldenburg
Braunschweig .... Sachsen-Meiningen. . .
Sachsen-Altenburg . . . Sachsen-Koburg-Gotha . Anhalt Sclnvarzburg-SonderShause« Schwarzburg-Rudolsladl . Waldeck.......
Reuß allere Linie . . . Reuß jüngere tihtie . . Schanmburg-Lippe . . • Lippe Llibeck Bremen Hamburg Elsaß-Lothringen . . .
Von letzterem Betrage entfielen 340 Millionen Mark auf die schwebende Schuld in Form von Schatzanweisungen. In dem letzten Jahrzehnt hatten sich die R c i ch S s ch u l d c n somit mehr als verdoppelt. Gleichzeitig haben auch die Schulden der deutschen Bundesstaaten eine beträchtliche Steigerung erfahren, unterschieden sich aber nach der Art ihrer Entstehung vorteilhaft von den reinen Finanzschulden des Reiches dadurch, das; sie größtenteils für werbende Anlagen, namentlich Eisenbahnen, benötigt wurden. Tie Schulden der Bundesstaaten betrugen insgesamt: 18H1 ..... 6305,9 Millionen Mk.
1891 9265,6 , ,
1901 10987,1 ,
1910 15425,3 , ,
— Gin Hygienemuseum in Dr esde n. Ter Präsident der Internationalen Hygiene -Ausstellung
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Die schwebe,ldcn Schulden kamen dabei nur in Jahren 1909 und 1910 mit rund 600 bezw. 696 Millionen Mark wesentlich in Betracht. Tic fundierten Reichs- schulde n waren auf den Stopf der Bevölkerung v on 5.92 Mark im Jahre 1881 auf 75.14 Mark int Jahre 1910 gestiegen, die sundierten Staatsschulden gleichzeitig von 115.93 auf 242.88 Mark. — Im neuesten Heft der Fachzeitschrift „Verwaltung und Statistik" sind die fundierten Staatsschulden der Bundesstaaten übersichtlich zusammcngestellt und gewähren einen interessanten Einblick in unsere Finanzwirtschaft,- es betrugen hiernach die fundierten Schulden:
Tie „Vos fische Zeitung" schreibt:
Um daS ganze Wahlergebnis recht zu würdigen, muß man iid, erinnern. daN der Wahlkreis Konstanz zu 9 Po v. H. katho lisch ist, also genau so klerikal, wie der bancrnche Rachbarwahl- lreis Jmmenstadt, der dem Zentrum nach mehr als Lchahngem Besitz in der Enatzwahl im Januar verloren ging, selbst ,n seinen Hochburgen kann sich die tonseroativ-klerckale Mehrheit nicht mehr sicher suhlen, das haben die Konservativen in ^letzko-Lyck und Labiau-Wehlau crsahren. Hält bic Stichwahl, was die gestrige Wahl versprochen hat, so gebt der konservativ-klerikalen Mehrheit in Ersatzwahlen der zehnte Wahlkreis verloren, und die Eriay- wahlen von Ratibor und Homberg-Fritzlar stehen noch aus.
Tie „Post" schreibt nur kurz:
Ta cs dem liberalen Block gelungen ist, seinen Kandidaten in die Stichwahl zu bringen, erscheint es sicher, daß der während der beiden letzten Legislaturperioden vom Zentrum ohne Mühe behauptete Wahlkreis mit Hilfe der Sozialdemokraten liberaler Besitz wird. . „ ,,
Die „Deutsche Tageszeitung" schreibt:
Es ist nicht zu verkennen, da» diese Wahl ein liberaler Erfolg bedeutet und daß das Zcntrumsmandat stark gefährdet erscheint. Dieses Ergebnis dürste durch die Persönlichkeit der Kandidaten mit herbeigcsührt worden sein. Die Nationalliberalen haben bei ihrer Auswahl anicbeinend nicht ungeschickt auf die Empfindungen der breiten Masse der Bevölkerung Rücksicht genommen. Auf dei, Aussall der Stichwahl kann man gespannt sein. Er wird natürlich von den Reserven abhängig, die das Zentrum eventuell aufzubringcn in der Lage ist.
Der „Vorwärts" schreibt:
Tie Erbitterung gegen die verräterische Politik des Zentrums hat gleich einer Granate auch in diesen Zentrumsturm cingc- schlagen und die Wähler in großen Massen nach links getrieben. Herr Matthias Erzberger, der die größten Anstrengungen gemacht hat. den Strei« im ersten Wahlgange dem Zentrum zu erhalten, hat mitsamt seinen Getreuen ein klägliches Fiasko erlitten. Was bet der Hauptwahl so glänzend gewonnen, m u ß b c i d e r S t i ch - w a h l, die bereit? am 7. November stattfindet, vollständig werden: Hinweg mit dem verräterischen Junker- und Pjassen- tum!
Vie ältesten Menschcnsunde aus der Erde.
Die Entdeckung eines menschlichen Skelettes bei Q u i n a im Departement Charente, von der Dr. Henrt Martin soeben der Pariser Akademie der Wissenschaften Bericht abgestattet hat, fugt der Reihe fossiler Rtenschenfunde ein neues Glied hinzu.
Tte ersten Spuren des prähistorischen Menschen, die ;e gefunden worden siird, befinden sich heute im Provutzralinuscum in Bonn. Es panbeit sich um den N e a n d e r t a l s u n d bet Düsseldorf, der im Jahre 1856 entdeckt wurde. Bekanntlich tonnte der Sachverständige Tr. Fuhlrolt nur einige üitochcnreste rctteii, und von diesen ist besonders ixr Schädel interessant, dessen -Lol* bung, ganz gering, dessen Augenbrauenleisten aber sehr stark sind. 1887 wurden andere menschliche Stnochen zusammen Mit tierischen Knochenresten in der Spy höhle bei Namur gesunden. Damals waren Funde von fossilen menschltchen Knochen- reiten noch so überraschend, daß ein Gelehrter vom Range Bechows in den schwer eir^Jrr tum verfallen konnte, die dteandertalschadel nicht als Knochenreste ausgestorbener Menschenrassen zu erkennen, sondern falsch zu deuten, indem er die, Abweichung von dem heutigen Menschenschädel für eine krankhafte Verbildung erklärte. Knochenerweichung, $id)t oder gar ein kräftiger Schlag auf den Stopf sollten seiner Ansicht nach die Ursache für die merkwürdige Form sein. , . s
Als Fraipont in der Spyhöhle ähnlich geformte ^awdel fand und später in Kroatien bei Strapina weitere menichltche Slelette entdeckt wurden, deren Schädel alle ganz ähnliche „Entstellungen" aufwiesen, war es natürlich klar, daß es sich um Nichts krankhaftes handeln konnte. Diese bisher genannten Funde Pflegt man als Reste eines „Eiszeitmenschen" zu bezeichnen, den die Wissenschaft als Homo primigenius bezeichnet. Zu diesen tfunben kamen noch andere. Am meisten Aufsehen erregte bei inner Auffindung der Menschenschädel, den der holländische Arzt u - boi« im Jahre 1891 bei Trinil auf Java aunand. Dieser Schädel weicht nämlich noch viel werter vom heutigen Menscheiitypus ab, als der des Homo primigenius: bezeichnend für ihn ist der Mangel dec Stirn und dte starke Einschnürung an den Schläfeit, die er mit dem Affenschädel gemeinsam hat. Dubois bezeichnete bas Wesen, dem einst dieser Schädel gehörte, wegen der großen Affenähnlichkeit als „Affenmenschen", und heutigen Tages wird er mit dem lateinischen Namen Pithecan- thropus erectus bezeichnet. Für den Beinamett erectus (aufrecht)
sand Dubois gleichzeitig mit dem Schädel in Gestalt einetz Schenkel- knochens einen sicheren Beleg. Virchow, der den Schenkelkiwchen näher untersucht hat, erklärte ihn in Uebemnftimmung mit anderen bedeutenden Anatomen ohne weiteres für ein echtes Menschenbein. Aus seinen Muskelansätzen war der aufrechte Gang ohne weiteres zu entnehmen. Tie geologische Schicht, aus der der Tubois'sche.Fund stammt, ist iwch nicht eindeutig ermittelt worben. Er soll dem Tertiär, wahrscheinlich einer der jüngsten Stufen dieser geologischen Epoche, dem jüngeren Pliocän angehören, ^n den letzten Jahren ist eine ganze Anzahl weiterer Menschenreste gefunden, die aber alle bedeutend jünger sind, z. B. der Haufe r' s ch e Fund bei Le M o u stier und vor brei Jahren bet „M ensch von Chapelle aux Sainte". Allen biefen, einschließlich des javanischen, gegenüber ist aus der neuen Welt bisher nur ein F-und menschlicher Knochenreste bekannt, der aber dafür Anspruch darauf erhebt, noch älter zu fein. Es handelt sich leider nur um einen einzelnen stnochen, nämlich einen Halswirbel, der bei Monte Hermoso in Argentinien aufgefunden worden ist und im La Vlata-Mufeum aufbewahrt wird. Aus den Gelcnlstächen konnte Lehmann-Nüsche, der ihn genau untersucht hat, aus aufrechte Kopfhaltung seines Besitzers und damit auch auf den aufrechten Gang schließen. Ein anderer argentinischer Fund, der in der gleichen Gegend gemacht worden in, ist noch nicht allgemein anerkannt worden. Der lüngft gestorbene Direktor des Museums in Buenos-Aires, Fiorentino Ameghino, hat nämlich, ebenfalls in Monte Hermoso, einen Sck-enkelknochen gesunden, der seiner Ansicht nach demselben Vorläufer des Menschen angehört, wie der viel früher entdeckte Halswirbel.
Tie geologische Schicht der dieser Knochenfund angehört, ist leider ebenfalls nicht ganz sicher sestzustellen. Um das Tertiär handelt es sich jcbenfall«, und Ameghino hat sogar -behauptet, der Schenkelknochen stamm: aus dem oberen Miocän, während Lehmann-Nitsche den Halswirbel für jünger, nämlich aus dem unteren Pliovän stammend, ansieht. Falls sich später einmal Herausstellen sollte, daß Ameghinos Angaben der Wahrheit ent» sprechen, wäre der argentinische Fund noch älter als der Dubois- fajc auf Java, während, wenn die Angabe Lehm.inn-Nitsches richtig ist, beide etwa gleichaltrig wären. K. F.
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>d, hob.' Wn, tz„ ib. b/rmitbtn 'Zamkcit nur flankt b 1 ttn ■ •JnfIuHe«meintr
*(t Grundsatz in “*•*8 Set n"1^rf<lrIefilIn6fn über > Äff sei
erfo^rtn hat ,rben selbst rmdttspricht.
(Ein Vertrauensvotum der türkischen Kammer.
Konstantinopel, 19. Okt. Die seit heute morgen andauernden Verhandlungen zwischen der Mehrheit und der Opposition zwecks Einvernehmung über die Äabinettssragc scheiterten angesichts der Opposition, die hartnäckig forderte, daß Mitglieder des Kabinetts, die Minister des Krieges, der Finanzen, des Unterrichts, der Justiz und der Oeffentlichen Bauten aus dem jetzigen Kabinett ausscheiden und der Scheik ul Islam zurücktrete, während der Großwesir dies rundweg ablehnte.
Gegen vier Uhr begann die K a m m e r s i tz u n g, die ziemlich beivegt verlief. Tie Redner der Opposition hoben hervor, das Kabinett sei nicht ein Ministerium, wie es das Land unter den heutigen außerordentlichen Umständen brauche. Riza Tewfik wies die Behauptung zurück, daß Europa die Türkei vernichten wolle, weil sie ein Verfassungsstaat geworden sei, die Verfassung der Türkei sei zur Komödie geworden. Tas Land brauche ein Kabinett, welches nicht nur das Vertrauen der Stammet: und der Nation, sondern auch das Vertrauen der Großmächte genieße. Niemand werde einem Kabinett vertrauen, dem Minister des früheren Kabinetts angehörten.
Die Redner der Mehrheit betonten, der Augenblick sei nicht geeignet, Personenfragen zu besprechen, es handele sich um Leben und Tod der Nation, man müsse an eine Verteidigung gegen den feigen Angriff Italiens denken. Sidki> Mitglied der Opposition, warf dem Kabinett vor, nur an die Mächte appelliert zu haben. Tie Regierung müsse die Italiener ausweisen und die italienischen Niederlassungen schließen. Der G r o ß w e s i r erwiderte einzelnen Rednern der Opposition und betonte, durch die bei den Mächten unternommenen Schritte erlangte die Regierung Singner hat dem Oberbürgermeister von Dresden seinen Entschluß mitgeteilt, die populärwisfenschaftlich so außerordentlich be* bcutenbe Abteilung „Der Mensch" der Hygiene-Ausstellung, ihren Hauptanziehungspunkt, ebenso die gleichfalls bedeutende historisch- wissenschastliche und die etnographifche Abteilung zu einem großen Hygienemuseum in Dresden zu vereinigen. Es wird dabei vorausgesetzt, baß Staat und Stadt gleichfalls (Entgegen* kommen zeigen. Nach Schluß der Ausstellung soll den zuständigen Behörden em Finanz- und Verwaltungsplan vorgelegt werden.
— Tie Bayreuther Bühnenfe st spiele des Sommers 1912 werden, rote nunmehr feststeht, in der Zeit vom 22. Juli bis 20. August stattsrnden, und 7 Vorstellungen des „Parsifal", 5 der „Meistersinger von Nürnberg" und 2 des „Rings des Nibelungen" bringen. Als Aufführungstage sind vorgesehen: für dm „Parsifal" der 23. Juli, 1., 4., 7„ 8.- 11. und 20. August, für die „Meistersinger" der 22. und 31. Juli, 5., 12. und 19. August, für den „Ring" die Tage vom 25. bis 28. Juli und vom 14. bis 17. August. Um dem Unwesen des Billettschachers zu begegnen, dessen vollständige Unterdrückung, aus andere Weise nicht gelungen ist, werden Eintrittskarten mir' gegen Vollzug eines Reverses ausgefolgt, in dem der Empfänger sich bei einer der Stipenbienftiitung zufallenden Konvent ttonalftraje von 50 Mk. für lebe Karte verpflichtet, die Karten ohne Genehmigung der Verwaltung der Bühnenfestspiele Bayreuth nicht in andere Hände übergehen zu lassen, auch nicht zum Lriginalpreis. Tiefer Revers wird den Bestellern vor Ao- icnbung der Starten zur Unterzeichnung zugesandt.
— Siegfried Wagner gegen Richard Strauß. Unter dieser Spitzmarke veröifentlichten wir im gefangen Feuilleton eine Notiz, in der lei Der ein entstellender Trucksehler enthalten ist. Es heißt da: Siegfried Wagner, der weder als Architekt noch als Baumeister. Anstatt Baumeister ist natürlich Tonsetzer zu lesen.
— st u r i e ‘ji u richten aus Kunst- und Wissenschaft. Ter Nobelpreis für Medizin ist dem Professor an der Universität Upsala, Allvar Gullstrand, für ferne Arbeiten über die Optik des Auges verliehen worden. — Im Königlichen Schauspielhause in Berlin hatte Hermann Ludermanns neue Tragödie „T e r Bettler von Sy - ralus" bei ihrer gestrigen Uraufführung einen lebhaften äußeren Erfolg.
Vie Schulden de; Reich; und der deutschen Sunde;- stauten.
Von 1871—77 erfreute sich das Deutsche Reich der Schulderifreiheit; alsdann wurde zunächst eine Anleihe von 72,2 Millionen Mark ausgenommen. Bis zum Anfang des Rechnungsjahres 1881 war die Anleiheschuld aus rund 268 Millionen Mark gestiegen, obwohl inzwischen die Ein- sührung der Bismarckschen Wirtschaftspolitik der Reichs lasse erhebliche Zuschüsse gebracht hatte. Tie fundierte Reichsschuld betrug:
1S91 1317,8 Millionen Mk.
1901 2395,7 „ ,
1910 ..... 4896,6
Gänzlich frei von Staatsschulden ist nur Reust ä. L.: Anhalt hat zwar keine sundierten, wohl aber schwebende Schulden im Betrage von 5,53 Millionen Mark. In sechs ' kleineren Bundesstaaten weist die sundierte Schuld eine« 1 Rückgang auf, in den meisten anderen dagegen mehr oder weniger beträchtliche Steigerungen. Die gewaltige Sckulden- zunahmc in den Hansastädten wurde hauptsächlich durch Wasser- und Hasenbauten verursacht, also für werbende Zwecke; überdies ist hier die kommunale Verschuldung mit einbegriffen. Für die allgemeine Beurteilung der Wohlstandsverhältnisse in den einzelnen Bundesstaaten muß beachtet werden, daß in die angeführten Schuldsummen die für Eisenbahnen benötigten Anleihen einbegriffen sind; diese belaufen sich insgesamt auf 10,7 Milliarden Mark; bringt man diese Summe sowie etwa 12 Milliarde sür Ver> kehrsanlagcn in den Hansastädten in Abzug, so belaufen sich die reinen Anleiheschulden der B-undesstaaten insgesamt auf nur 3,8 Milliarden Mark. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen hiernach in Prcusten nur noch 56.20, in Bayern 49.44, in Sachsen 31.95, Württemberg 9.8, Mecklenburg. Schwerin 63.35, Hessen 62.50 Mark usw.
Im Reiche würde nach Abzug der Eisenbahnschuld in Höhe von 290,58 Millionen Mark noch ein Betrag von 4,3 Milliarden sundierter Schulden verbleiben, d. h. auf den Kops der Bevölkerung noch 70.3p Mark, ein Betrag, der die Slopfauote der Staatsschuld in allen Bundesstaaten, abgesehen von den Hansastädten, erheblich übersteigt; die 'chwebende Reichsschuld von 340 Millionen Mark ist in diese Berechnung noch nicht einmal cinbezogen. Nach Maßgabe dieser Ziffern iann es keinem Zweifel unterliegen, daß zwar die Schuldenzunahme in mehreren Bundesstaaten während des letzten Jahrzehnts beträchtliche Fortschritte gemacht hat, im allgemeinen aber nicht Bedenken in gleichem Maße rechtfcrttge11 kann wie die Schulden des Reiches.
Lisatzwahl lm wchlkrei; Nonstanz-Ucberlmgen.
Konstanz, 19. Okt. Bei der heutigen Ersatzwahl zum Reichstag erhielten v. Rüpplin (Zentr.) 13 410, Gärtnermeister Schmid (Lib. Block- 11 234 und Großhans (Soz.) 3026 Stimmen. Es findet somit Stichwahl zwischen v. RüPP- lin und Schmid statt.
Das Zentrum hatte den Wahlkreis Konstanz seit 21 Jahren im Besitz, solange es die beliebte Persönlichkeit des ^geordneten Friedrich Hug präsentierte. Hug siegte im Jahre 1907 bei einer Wahlbeteiligung von 25 52, mit 14 327 Zentrumsstimmen über 8596 Nationalliberale und 2565 Sozialdemokraten schon im ersten Wahlgange. So hat sich also gestern gezeigt, daß das Zentrum 1000 Stimmen verloren hat. Es ist die größte Aussicht vorhanden, daß der liberale Slandidat in der Stichwahl siegen wird, denn wenn die Sozialdemokraten alle für ihn cintreten, hat er einen Vorsprung von etwa 800 Stimmen — vorausgesetzt, daß es dem Zentrum nicht gelingt, noch größere Reserven auf- zubringeii. Einen größeren praktischen Wert hätte zwar der liberale Sieg nicht mehr, aber fein moralischer Wert wäre für die kommenden ReichstagSwatMi nicht zu unterschätzen. Denn in Lindau, Düsseldorf und Konstanz hat man gelernt, das Zentrum zu schlagen, man weiß jetzt, daß der „trutzige Zentrumsturm" ferne brüchigen Stellen hat, und wird ihn bei den Reichstagsneuwahlen mehr als je berennen. Man hat aber auch — und daS erscheint noch viel wichtiger — im deutschen Süden und Westen die Ueberzeugung gewonnen, daß man ein guter Katholik sein kann, ohne doch für das Zentrum zu stimmen.
Pressestimmen.
Berlin, 20. Okt. Nur wenige Morgenblätter äußern sich zu dem Ergebnis der Reichstagsersatzwahl in Konstanz- Ueb erringen.
liefet mit bet Eisenbahn gt- ,rch vorgängige Bei- hnverwaltung ober liefet Begleitung ri eine Berührung mit em Transport nicht
ich ist nur in solchen önent- c geregelter üeierinätpoliir- 1 sich besondere Räume ri: Tage darf Beobachtung^-: >as Ausstellen dieses M
zr bie richtige Einhalts ii, ebtnfo für bie rt, roenn dessen Mahn beort oder car txxtt zmri.
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General-Anzeiger für Gberheffen
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