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Obere« erhlHHoh.
Auergesellschaft . Berlin 0.17 .
Aus Stadt und Land.
Gießen, 1U. März 1911.
** Tagekkalender für Freitag, 10. Aiärz: 8. Opernvorst e l l u n g imLtadttheater: ,tzos imannS E r z ä h l u n g e n". Anfang 7 Uhr.
Wir erhalten folgende Zuschrift:
Gießen, 9. März.
Soeben kommt mir ein Wahlflugblatt zufällig zu Gesicht, unter dem ich zu meinem Erstaunen auch meinen Namen lese. Ich lege Wert darauf, sestzustellen, daß ich meinen Namen n i ch t dazu hergegeben habe und überhaupt weder Zeit noch Lust habe, mich, fei es auch nur durch Empfehlung dieses oder- jenes tfrmbihntai, am Wahlkampf zu beteiligen. .
Ausfeld, Pfarrer der Iohannesgenrern«.
togeotbnttet D. Naumann in der fortschrittlichen Versammlung.
Die Versammlung der fortschrittlichen Volks- vart ei im Cafs Leib am Donnerstag abend war so stark besucht, daß V- Stunde vor Beginn kein Matz mehr zu haben war. Auch der von der Partei für eine zweite Versammlung belegte Em- Hornsaal war rasch überfüllt, so daß viele Leute auch In er keinen Platz fanden. Im Cafe Leib sprach ymädjft Neichstagsab^ D. Naumann, der vorher m Lollar gesprochen hatte. Er r.mrbc bei seinem Ersäreinen mit stürmischem Jubel begrüßt. Er -'«bauerte zu Beginn seiner Ausführungen, daß es in Gießen nicht wie in Kempten-Immenstadt zu einem Zusamniengchen aller Lrbe- rtHen mit scharfer Frontstellung gegen rechts und das Zentrum gekommen sei. Dann sprach er zunächst über die letzte HeereS- vvrlage, der man zugestimmt habe, da es sicher sei, daß man den Söhnen des deutsche Volkes die besten Waffen und die besten technischen Hilfsmittel geben müsse. Auch die Sozialdemokraten müßten einmal zu diesem Standpunkt kommen, wenn he eine arbeitsfähige Mehrheit der Linken im Reichstag staben und damit die Konservativen mit ihrem antisemitischen Anhang auS der Macht verdrängen wollten. Die Kriege würden letzt nicht mehr geführt, sondern ausgerechnet, weshalb dafür gesorgt werden mühe, haß die Truppen, die man in Streitfällen in die eine oder andere Wagschale zu legen habe, auch vorhanden seien. Dann wandte sich der Redner, ost vvnr stürmischen Beifall unterbrochen, gegen die Hineinziehung der Religion in den politischen Kampf und gegen die Art, mit der die wirtschaftliche Vereinigung Pfarrer Korell persönlich beschimpft habe. Die Hineinzichung der Religion sei ganz die Art des Zentrums und beweise, daß die Antisemiten dem Zentrum wesensverwandt seien. Sich dann den gegenwärtig im Vordergrund des Interesses stehenden staatsrechtlichen Fragen zuwendend, sprach Wg. D. Naumann über die bekannten November- Ereignisse von 1908, die damals alle verbündeten Regierungen und alle Parteien einig gesehen habe in der Wahrung der verfassungsmäßigen Rechte aller gesetzgebenden Faktoren gegen das persönliche Regiment. Diesen Standpunkt vertrete die Linke des Reichstags auch heute noch. Die preußische Wahlrechtsfrage sei in dem Sinn eine dentfche Frage, als Preußen die Führung im Bundesrat habe und das jetzige Treiklassenparlament dadurch hauptsächlich die Richtung der Reichspolitik bestimme. Aber in biefcr Frage habe es die Regierung ebenso an Vertrauen zum. Volk fehlen lassen wie bei der Frage der elsäifischen Verfassung. Dann legte der Redner die Haltung der Linken zur Frage der Reichsfinanzreform klar. Es sei ein wichtiger geschichtlicher Moment gerne)en, als der Reichskanzler Fürst Bülow, der nach Fürst Bismarck der beste Kanzler gewesen sei, die Berechtigung einer direkten Reichssteuer anerkannt habe und gegangen sei, als der Egoismus der Konservativen und ihrer AiMnger die Erbsckmsts- fteuer zu Fall gebracht hätten. Nicht genug sei die Kenntnis verbreitet, daß jebe auf bet indirekten Besteuerung aufgebaute Ffnanzreform eine neue nach sich ziehe, da durch die indirekten Steuern auch der Reichsbetricb verteuert werde. Während dann D. Naumann sich über die Arbeitskammern verbreitete, kam Pfarrer Korell, der bis dahin im Einhorn gesprochen hatte. Et wurde stürmisch begrüßt und der laute Beifall wiederholte/ich, als D. Naumann, seine Rede abbtechend, Korells Wahl empfahl. Es handle shch am 10. März um die Frage: rechts oder links!, dazu müßten die Wähler Stellung nehmen. Minutenlanger Beifall folgte, bis Pfarrer Korell das Wort nahm. Er mahnte zur Arbeit im Dienste des Volkes und Vaterlandes, mit der man der ganzen Menschheit am besten diene. Der Liberalismus verlange Persönlichkeiten, die sich in selbstloser Arbeit dem Volke widmeten. Nicht solle man träge zu Hause sitzen, sondern für die Weiterentwickelung und Wetterbildung des Volkes wirken. Damit tue man am besten seine Pflicht gegen das Vaterland, dem der Redner zum Schluffe seiner Ansprache ein Hoch ausbrachtc, in das die Versammlung begeistert einstimmte.
Mit einem von dem Vorsitzenden Justirrat Metz ausge- tzrachten Hoch auf die beiden Redner des Abends, schloß die Versammlung, da sich niemand zu der vorgesehenen freien Aussprache ntelbeie.
Die Versammlung im Einhorn verlief in ähnlicher Weise.
zolls, her der gesamten nationalen Arb'eit zugute komme, wenn er nicht einen Stand begünstige, sondern die Interessen des gesamten deutschen Volkes in Betracht ziehe. Ebenso müsse das Ziel der Sozialpolitik darauf hinausgehen, das Los der Scl)wachcn und Schwächsten zu fördern. Die Großindustrie könne die Lasten sehr wohl auf die Konsumenten abwälzen, der kleine Fabrikant nicht, er sei zurzeit weniger von der sozialpolitischen Gesetzgebung berücksichtigt als der Arbeiter, ihm müsse auch geholfen werden. Ohne auf die anderen Fragen noch des näheren exnxu^en, was ihm vielleicht noch bei der Aussprache möglich sei, wolle er nur noch darauf Hinweisen, daß der Kandidat der nationallibe- ralcn Partei ganz auf dem Grunde seiner Ausfiihrungen stehe und deshalb bei der morgen stattfindenden Reichs- tagSwahl aus vollem Herzen empfohlen werden könne.
Professor Gisevius führte dann aus: Die Idee der internationalen Vereinigung der Völker ist eine Utopie. Auf nationalem Boden müssen wir uns zusammen- findeu. Völker steigen auf und nieder. Wir, im deutschen Reiche, befinden uns zurzeit auf dem aufsteigenden Ast. Zu dem im Jahre 1871 verwirklichten Ideal der äußeren Einheit müssen wir dem Ideal der inneren Einigung aller Berufsstände zustreben. Das kann nur auf dem Wege ruhiger Entwiaelung unter genauer Abwägung der Wünsche jedes einzelnen Berufsstandes geschehen. Alle Stände haben das Recht, staatlicl)e Fürsorge zu fördern, wenn sie deren bedürfen. Der Industrie und Landwirtschaft darf man nicht größere Lasten auflegen, um dem Ausland gegenüber konkurrenzfähig zu bleiben. Die Alles- oder Nichtspolitik der Sozialdemokratie ist verkehrt. Wo Not ist, muß geholfen werden, aber alles in den Grenzen des Erreichbaren. Bauern und Handwerker sind von Leibeigenschaft und Zunftzwang frei gemacht worden, in dem freien Spiel der Kräfte liegt der Fortschritt. In dem Gedanken einer Entwickelung des gegenseitigen Verständnisses,, in gegenseitiger Rücksichtnahme und gegenseitiger Unterstützung der einzelnen Stande liegt das Heil der Zukunft unseres Volkes.
In der Aussprache suchte istv. Krumm nachzw« weisen, daß all die schönen Reden in einem kapitalistischen Staate wie der jetzige sei, nicht verwirklicht werden könnten. Das Einigungsprogramm des Professors Gisevius scheitere an der materiellen Entwickelung, die ihre eigenen Wege gehe und zwar solche, die der größte Teil des Volkes nicht gutheißen könne. Er suchte ferner nachzuweisen, daß der jetzige Staat mit seinem Heer und seiner Flotte, seiner Schutzzoll- und Kolonialpolitik auf dem falschen Wege sei und oaß eine Besserung nur auf dem Wege der Expropriation, der Uebersührung der kapitalistischen Produktionsmittel in den gemeinsamen Besitz des Staates, möglich fein könne.
Ihm erwiderte Geheimrat Paasche überaus gewandt und eindrucksvoll, daß die sozialistische Weltanschauung und die daraus folgenden Konsequenzen, eine durchaus andere sei und sich nicht im entferntesten mit den von Herrn decke. Sozial heiße gesellschaftlich, und es sei keine Frage, Strrnnm vertretenen und zum Ausdruck gebrachten Ansichten daß in einem solchen Staat jeder Individualismus ausgeschaltet und jeder Fortschritt lahm gelegt werde. Herr htrumm kritisiere einige Seiten unserer llaatlichen Entwickelung wie ein Bourgeois, dessen Ansichten und Stimmungen leicht zu widerlegen feien, aber nicht wie ein internationaler Umstürzler. Das Programm der Sozialdemokratie, das der Vorredner doch nicht verstecken sollte, sei aber international und bedeute nicht Reform, Aufbau, jonbern Umsturz. Alsdann beleuchtete Paasche noch die Vorteile unserer Kolonien gerade für den Arbeiter.
Nach einem Schlußwort, worin er auf die Wichtigkeit der morgen stattfindenden Reichstagsnachwahl hinwies, schloß der Vorsitzende, Rechtsanwalt Kaufmann, die Versammlung mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland.
Abg. Geheimrat Paasche in der nationaMberalen Versammlung.
Die von der nationalliberalen Partei für gestern, Donnerstag abenb, in Steins Garten etnberufene allgemeine Wählerversammlung nahm einen ruhigen, würdigen Verlauf und war fast ausschließlich von Parteifreunden aus *ber Stadt selbst besucht. Geheimrat Dr. Paasche legte als Erster Redner in sachlicher, formvollendeter und oft von Beifall unterbrochener Weise die Richtlinien des nationalliberalen Programms dar. Er betonte, wie man gerade jetzt, unb zwar vielfach mit Erfolg, bestrebt sei, alle libe- ralen bürgerlichen Parteien zu gemeinsamer Arbeit zusammenzuführen unb bedauerte, daß dies im Wahlkreis Gießen-Grünberg-Nidda nicht gelungen sei. Ein Zusammengehen aber mit den extremen Parteien sei ausgeschlossen, Ivwohl nach rechts als nach links, was jedoch nicht verhindere, daß man aus parteitaktischen Gründen Bündnisse schließen könne mit Parteien, die man infolge ihrer Grund- anjd)<nmngen bekämpfen müsse. Die Finanzrcform habe die Scheidung der sich im Bülowblock zusammengescharten Liberalen uni) Konservativen hervor geb rächt. Nach der Ansicht feiner Partei müßten die Steuern, ohne die das Reich nun einmal nicht bestehen könne, so verteilt werden, daß in erster Linie die Leistungsfähigen getroffen werden. Die Herren Heydebrand und Oldenburg wollten aber nicht, daß der durch das geheime und gleiche Wahlrecht gewählte Reichstag über das Portemonnaie des Besitzenden entscheiden solle. Ohne eine Steuerhetze gegen die Parteien des Bülowblocks zu treiben, mühe doch gesagt werden, daß die Steuerreform, wie sie zustande gekommen, kein großes nationales Werk genannt werden könne. Die Annahme deS von der Regierungi vorgelegten Antrags wäre eine große nationale Tat gewesen, leider sei diese nicht angenommen worden. Unter Betonung des Wortes national setzte der Redner bann aiiseinander, wie es die Ehre und Macht des deutschen Reiches, wie Handel und Industrie es notwendig machten, ein jederzeit schlagfertiges Heer und eine entsprechende Flotte zu besitzen. Das erfordere natürlich Geld, aber diese Opfer seien nicht umsonst im Hinblick auf die dadurch erreichenden Vorteile. Das deutsche Volk wolle den Frieden, aber im Falle der Not mußten wir unseren Söhnen und Brüdern die besten Waffen in die Hand geben föraien. In der Wirtschaftspolitik stehe seine Partei nach wie vor auf dem Boden eines maßvollen Slhutz-
Denttzcher Uereh«
Der Kaiser unternahm am Donnerstag nachmittag eine Fahrt nach den Holtenauer Schleusen, besichtigte die neuen Schleusenanlagen und setzte die Fahrt in den Kanal hinein bis zu der Levensauer Hochbrücke fort. Von hier kehrte der Kaiser auf demselben Wege zum Königlichen Schloß zurück. Das Kaiserpaar ist abends gegen 11 Uhr nach Berlin abgereist.
Die „Wiener Allgemeine Korrespondenz" läßt sich aus Berlin melden, der Kaiser werde auf seiner Londoner Reise im Mai d. I. vom Reichskanzler oder Staatssekretär v, Ki- derlen-Wächter begleitet sein. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt dazu, daß, wie schon aus dem Charakter eines intimen Familienbesuchs sich ergibt, die Behauptung der Korrespondenz nicht begründet ist.
Der Bundesrat nahm den Gesetzentwurf betreffend Abänderung des § 15 des Zolltarif g esetzes und des § 2 des Gesetzes betreffend den Hinterbliebenen-Versiche- runasfonds und den Reichsinvalidenfonds, sowie die Vorlage betreffend die Ausführungsbestimmungcn über die Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer an.
Der Schiffahrtsabgaben-Ausschuß des Reichstags nahm den Artikel 1 der Vorlage betreffend die Abänderung des Artikels 54 der Reichsverfassung mit 18 gegen 10 Stimmen an.
In der italienischen Kammer erklärte der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Fürst di Scalca in Beantwortung Der Anfrage Benanuo und Genossen betr. die im Auslande verbreiteten falschen Gerüchte über die Gesundheitsverhältnisse in Italien, daß diese Gerüchte, wie schon wiederholt gesagt, auf eine Verleumdungskampagne zurückzuführen seien, die von Hotelbesitzern und Kaufleuten aus Privatinteressen ins Leben gerufen sei. Er wies unter Anführung einzelner Fälle öarauf Hill, daß alle solche Gerückte aus Veranlassung der.italienischen Konsularbehörden mit wünschenswerter Promptheit und korrekter Form richtig gestellt worden seien, so daß der Zweck dieser unwürdigen Spekulation, Reisende von Italien fernzuhalten, nicht erreicht sein dürfte. Denn von allen Seiten liefen Nachrichten ein, daß Italien gelegenttich des Nationalfestes von einer großen Anzahl von Reisenden besucht werden würde. Er wiederholte zum Schluß, daß seit dem 30. Januar, dem Datum des letzten Falles in Tarent, ganz Italien no Liftmimen cholerafrei sei.
Der englische Flottenvoranschlag für 1911/12 beläuft sich auf 44 392 500 Pfund Sterling gegen 40 603 700 für 1910/11. Für Neubauten find 15 063877 Pfund Sterling gegen 13 2/9 830 eingesetzt. Hierin sind die Kosten für fünf große Panzerschiffe enthalten. Das Personal soll um 3000 Mann vermehrt werden.
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Landes Universität. Der Grotz verzog yar oem der französischen Sprache an der Landesuniversität Dr. Lucien Thomas den Charakter als „Professor^
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ternben Vorträgen, statt.
*• Okuli, ba kommen fiel Gestern wurde einem hiesigen Waidmann die erste Schnepfe geschossen zwar im Steinbacher Revier.
— Das Schwurgericht setzt die auf morgen beraumte Verhandlung aus.
** Fahrradmarder. AuS einem Hausflur in der Bahnhof st raße wurde gestern nachmittag ein Adler fahrrad mit der Fabrikmumner 369 336 unb der Polizei- Nummer 3658 gestohlen. Vielleicht tragen diese Zeilen zm Eruierung des RabeS bei.
*• Maul- unb Klauenseuche. Neue AuSbrüchc ber Seuche sind gemeldet ouS Rannenberg, RegierungS
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Gießen wegen Unterstützung des Schlossers Rosolowski von Kamswicken. 3. Rekurs gegen einen Polizeibe fehl des Kreisamts Büdingen wegen Milzbrand in Rinderbügen.
** Nativnakliberate Partei. Man schreibt uns: Das Wahlbureau befindet sich am Wahltag (mittags und abends) im Hotel Kaiserhof.
** Galasaalsportfest des Rad-Klubs „Germania", Gießen. Die Meldungen zur Teilnahme an den Wettbewerben anläßlich des am Sonntag, 12. d. Mts in der Turnhalle stattsindenden Galasaalsportsestes des Rad* Klubs „Germania", Gießen, sind überaus zahlreich ein- gelaufen, so daß uns an biejem Tage heiße Kämpfe in Aussicht stehen, zmnal sich in den einzelnen Konkurrenzen fast durchweg die hervorragendsten Mannschaften des T R.-B. gegenübertreten. Im Achter-Niedcrradreigen um ben Ehrenpreis der Stadt Gießen starten die Raö- fahr-Vereine Herborn 1893, Marburg 1891, sowie „Blitz' Kirchhain 1889, während im Sechser-Niederradreigen ber Radsahr-Berein Alsfeld 1890 mit dem Radsahr-Berein Wetz' lccr 1887 um den Sieg kämpfen wird. Den Glanzpunkt des Festes wird zweifellos die Achter-Meder rabkunstreigen- Konkurrenz abgeben. Hier treffen die zurzeit mit zu ben besten Kunstreigenmannschasten Deutschlands zählenben Mannschaften des Radfahr-Vereins „Germania", Höchst a. Main mit denen des Radfahrer-Klubs „Pfeil", Ilversgehofen-Erfurt im Kampf um oen Ehrenpreis des Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich aufeinander. Auch das Einer- und Zweier-Kunstfahren, das durch die Vereine Wetzlar und „Wanderlust'', Meder-Zwchren-Kassel besetzt ist, dürste mit Rücksicht auf die vorzügliche Form der Fahrer bas größte Interesse erwecken. In den Radpolo- und Rabball spielen, welch letztere allein von 10 Vereinen mit teilweise zwei Mannschaften bestritten werden, stehen ebenfalls vorzügliche Leistungen in Aussicht, zumal der deutsche Bundes- meifter, Radsatzr-Verein „Wanderer", Offenbach erscheinen und gegen ebenbürtige Gegner, wie Veloziped-Klub, Frankfurt, Bicycle-Klub, Offenbach, Radfahr-Bereine „Psell", Ilversgehofen-Erfurt, „Germania", Frankfurt u. a. um die Siegespalme ringen wird.
** Ausstellung von Gasapparaten. An der vow 14. bis 16. März im großen Saal des Steins Garten statt- finbenben Ausstellung in Gaskocher, Gasbvatösen, Gasplätt eisen usw. beledigen sich etwa 10 hiesige Firmen. Die Ausstellung wirb mit allen neueren GaSapparaten beschickt werben unb Gelegenheit bieten, sich von den Vorzügen der Gaslocher zu überzeugen. Gleichzellig findet ein Schäutochen nebst etiäu»
thW zu,l€
s>? Hre8 1868« Wbachpas te«ne bO unb deshalb i beut Staalsve: beit, vielleicht Lerzicht leiste! vormnnnt. ? ber die Inter unb Mar mi y halten, in Wae )>ie an Westlich w men, wonach borgeschlagen
Technische Hochschule. Der Großherzog hat ben Privatdozenten an der Techn. Hochschule zu Darmstudt Dr.-ing. Wolbemar Petersen und Dr.-ing. Rub. Goldschmidt den Charakter als .Profeffor^ erteilt.
** Ordensauszeichnungen. Der König von Preußen hat den nachbenannten Personen die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Orden erteilt, und zwar: des Komturkreu^es zweiter Klasse des Hessischen Verdienstordens Philipps oes Großmütigen: dem Geh. Oberbaurat Br eusing, Vortragenden Rat im Mini fterium der öffentlichen Arbeiten, den Eisenbahndirektions Präsidenten Reuleaux in Frankfurt am Main unb Dr. Michaelis in Mainz; des Ritterkreuzes erster Klasse des selben Ordens: den Regierungs- und Bauräten Sckwarz, Mitglied der Eisenbahndirektion in Frankfurt a. M., und Holtmann, Mitglied der Eisenbahndirettion in Mainz: der Krone zu dem dem Hessischen Verdienstorden Philipps des Großmütigen angereihten silbernen Kreuze: dem Kam merdiener Kock vom Hofstaat des Prinzen Heinrich von Preußen; des Hessischen Allgemeinen Ehrenzeichens: dem Leibjäger Reigbcr von demselben Hofstaat; des Russi sehen St. StanislausordenS dritter Klasse: dem Eisenbahn- obersekretär D o r r in Mainz, dem Bahnhofsvorsteher M ö n- nich in Langen und dem Bahnmeister erster Klasse Gattz in Friedberg; deS Russischen St. Annenordens 2. Klaffe: dem Eisenbahndirektionspräsidenten Dr. Michaelis in Mainz; ber dritten Klasse desselben Ordens: dem Regie* rungs- und Baurat Barzen, Mitglied der Eisenbahn, direktion in Mainz.
** Da§ Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung deS Großherzogs Emil Zimmer in Lich.
** Eine ordentliche Sitzung deS Provin^ zialtages findet am Montag, 27. März, vormittags 11 Uhr, im Regierungsgebäude ("Landgraf Philipp-Platz 3 hier statt. Tagesordnung: 1. Prüfung der Ergänzung? wählen zum Provinzialtag. 2. Rechnung der Provinzialkasse und Verwaltungsbericht für 19Ö9. 3. Voranschlag ber Provinzialkasse für 1911. 4. Wahlen: a) von zwei Ersatzmitgliedern des Provinzial-Ausschusses für 1911 bis 1913 (Kommerzienrat Heyligenstaedt ist verstorben, Kommerzienrat Georgi hat fein Amt niebergelegt); b) eines Mitgliedes und eines Stellvertreters in den Vorstand bei Genossenschaftskasse für Kommunal-Forstwarte (bis 31. 3 1915). 5. Antrag des Provinzial-Ausschusses, die Versor gung der Provinz Oberhessen mit elektrischer Energie bc treffend. 6. Sonstige Anträge und Mitteilungen.
*♦ Eine Sitzung des Provinzial-Aus. s ch u s s e s findet am Mittwoch, 15. d. M., vormittags 9 Uhr. mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die Gemeinde ratswahl zu Vilbel. 2. Klage des Ortsarmenver
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