Ausgabe 
12.1.1911 Erstes Blatt
 
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'21 ug. Spieß erhielt für seine 25jährige Dienuzeit bei der

Saale

Groß- d lesen

zweiten W.

Beifall. Zimmermelster Anton Euler wurde zum Kommandanten der freiw. Fei, erwehr gewählt.

flüchten mußte, und der Gastwirt Menzel beftöttgt alS Zeuge die Angaben des Wachtmeisters. .

Der Warenhausbesitzer Preuß macht ähnliche Angaben tote nrt Strafkannnerprozeß. Die weiteren Zeugenauslagen sind glcich- fallA unerheblich. Die Verhandlung wird auf morgen vertagt.

4 Wetzlar, gebaude an der < 3n seinen Säumen U ihr Unteilommei übergeben, verschwü Vlatz von der Bildsli

Aus jptaOt und Land.

Gießen, 12. Januar 1911.

Tageskalend er für Donnerstag, 12. Jan. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: Vortrag von Pros. Tr. G. Schott-Hamburg: Die transatlantische Segel- und Damvsschifsahrt. Anfangs 81/* Uhr, große Universitätsaula.

einer dicken Eisdecke belegt. Im Interesse des Verkehr? wäre Sandstreuen geboten, zumal sonst Unfälle kaum ver­meidlich sind.

** Das Reh, von dessen Besuch auf dem linken Lahnufer innerhalb des Weichbildes der Stadt wir gestern berichteten, wurde gestern nachmittag eingefangen und wohlverpackt nach dem B-^g- werkswald gebracht, wo ihm die Freiheit gegeben wurde.

** D i e Feldhühner leiden gegenwärtig große Not und die Jagdpächter sind zu ermahnen, fleißig zu füttern. Am besten streut man das Futter unter Hecken oder an Haine.

** Maul- und St ia u e iif eua) e. Neue Aus­brüche der Seuche sind gemeldet aus Kleins arau, Herzogtum Lauenburg.

Landkreis Gießen.

? Lang-Göns, 11. Jan. Die Militär-Musik- schule Friedberg veranstaltete unter der Leitung deZ Musikbirektors Schäfer hier ein Konzert. Der Saal des GasthausesGambrmus" war mit gegen 400 Personen be­setzt. Ter GesangvereinFrohsinn" verschönerte die Zwischen­pausen mit Gesangsvorträgen. Die Kapelle erntete großen

Das Urteil im Strafkammerprozetz.

Berlin, 11. Jan. Im Moabiter Strafkammer-Prozeß titotbe heute das Urteil verkündet. Der Andrang des Publi­kums war kolossal. Der Angeklagte B o ck, der Schutzleute durch Messerstiche verletzt hat, wurde zu 3 Va Jahren Gefängnis, Tiedemann zu IV- Jahren Gefängnis, Meyer, Herde und Wand zu je 9 Monaten Gefängnis, Rafchtut zu acht Monaten, Pilz im Hauptfalle freigesprochen, im Nebenfalle zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Tie übrigen Angeklagten er­hielten Gefängnis ft rasen von einem bis sechs M o - n a t e n. Albrecht, Weidemann und Kliche erhielten Geldstrafen von 40 bis 50 Mark. Sämtlichen Verurteilten wurden erhebliche Teile der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet, bei mehreren die Gesamtstvafe durch die Un< erfuchungshaft als ver­büßt erachtet. . Frau Sattler, Fräulein Sattler und Pra- zat wurden freigesprochen. In der Urteilsbegründung heißt es:

Ter Gerichtshof hat die Ueberzeugung gewonnen, daß Mißgriffe seitens der Polizetbeamten vorge- komm en sind und die Polizilten ihre Befugnisse wert überschritten haben. Ter Gerichtshof hat aber nicht die Ueberzeugung gewoirnen, daß die P o l i z e r b e a m t e n ausRoheitundLust geschlagen haben. s/ie Zeugen hatten nur einen Teil der Vorgänge beobachtet, wußten aber zumeist nicht, weshalb die Schläge erfolgt feien, außerdem aber fei zu berücksichtigen, daß sie in großer Erregung waren und den Haß gegen die Polizeibeamten in sich trugen. Dazu ist noch zu beachten, daß die Vorgänge eine Zeitlang zurücktiegen, mto daß nicht genau auseinander gehalten werden konnte, was in den Werkstätten, Wirtshäusern und Wohnungen gerchet wurde oder was sie selbst wahrgenommen haben. Der Gerichtshof ist sich klar, daß die Polizeibeamten ein sehr schweres Amt ui solchen Tagen haben und daß sie genötigt waren, das Eigentum, die" Ordnung und die Staatssicherheit aufrechtzuerhalten. Von diesem Gesichtspunkte aus wurden die Strafen verhängt. Bei der Strafzumestung fei erwogen worden, bau ,ich bte Angeklagten in großer Erregung befanden, daß sie zumeist sehr jugendlich sind, und daß sie größtenteils den weniger gebildeten Klassen angeboren. Andererseits mußte aber berücksichtigt werden, daß die Staatssicherheit und der öffentliche Friede saft eine ganze Woche im Stadtteil Moabit gefährdet waren und viel Eigentum beschädigt wurde.

+ Büdingen, 11. Jan. Heute fand hier im des Furstenho.es eine Bezirtslehrerkonferenz

dies schon vor." Reicher drang bei Brahm, dem Leiter der Freien Bühne, stürmisch auf Annahme des Stückes. Brahm aber schwankte lange und schüttelte bedenklich den Kopf, als er auf feine Fragen von Han stein etwas von dem absonderlichen Entwicklungsgang des jungen Lichters erfuhr. Als auch Paul Schlenther sich für Hauptmann ins Zeug legte, entschloß sich Brahm zur Aufführung und machte nun selber in derNation" Propaganda für feinen Autor bis am 20. Oktober 1889, mittags 12 Uhr, die denkwürdige Aufführung erfolgte.

Tas ist die Geschichte des Weges, den Hauptmaims erstes Trama vom Manuskript übers Buch zur Bühne zurückgelegt hat. Tie erste Auflage des Buches hatte Hauptmann Arno Holz, dem fonfequenten Nctturalisten" gewidmet. Auch diese Widmung hat, nach Hausteins Bericht, ihre kleine, nicht vielen bekannte Ge-, schichte. >Lie war hervorgegangen aus einer kleinen Besprechung des unter einem Pieudonym erschienenen Arno Holzschen Buches Papa Hamlet", aus dem Hauptmann entscheidende Anregung empfangen hatte und dem er nun auf irgend eine Weise Beachtung verschaffen wollte. Der Dichter wollte diese Besprechung feinem ^.rama voransetzen, schließlich begnügte er sich aber mit den knappen Widmungsworlen. Tie zweite Auflage des Buches war denen zugeelgnet, die das Drama zur Bühnenlebendigkeit gebracht hatten, Otto Brahm, und Paul Schlenther:Möchte es die Zukunft erwerien, daß sie sich, indem sie, kleinlichen Bedenken zum Trotz, einem ans reinen Motiven heraus entstandenen Kunst-

Leben verhalfen, um die deutsche Äft verdient ge­macht haben." ä

*

rc.Der Streit um das Kieler Stadttheater. Eine U.m'einandersetzung zwischen dem Prinzen Heinrich und dem Theatertrititer derKieler Neuesten Nachrichten" hat vor kurzem 8k allgemeine Aufmerksamkeit auf die Verhältnisse beim Kieler

QtCr c9AenEt/ öeJJen Schicksal die Bürgerschaft bewegt.

er6 "?cutjd).e Journalpost" über die weitere Entwicklung der Angelegenheit folgendes: Der Vorstand des Burgerver.ernLausschusies hat eine, die Theaterfrage betreffende Sate°aivfelt haft hi?*8 ^eg.i.en gerichtet, welche in dem fi% tr8? Theaterwmmliiionmit ihren dilettan- fluten ihrs .Ausgabe von Anfang an bis 8e,cn Tag ganz falsch oerftanoen, die freie künstlerische Entfaltung gehemmt und die mangelnde Rentabilität des Theaters veruriacht habe Damit wird also der Theaterkommiüion alle schuld zuLeichoben nüd gleichzeitig eine Lheatervttpajümug

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L Offenbach ^Bezirlslehr j« nut Lehrer ange rinnen auf 9 M Lang Würben W Lolksschnllehremne gelehnt, dem neug1 zutreten und find blieben.

ro. Worms, billigten in ihrer h von 1864, 1866 u 20 M. Es tonn Emlommen 1300 heim führenden Le tiroa 30 jährigen, g Gelängt tuagtfi leblitßtn, so (djroert foroie eine StiGirant ladjen und anderen einem anderen Baum riß, toormij der oöe lerschiedenm Zeichen slhims ist zu schlief Gegangen ift. In der so daß wohl die An, wurde. Me Papier keil noch nicht jestgk noch nicht ermittelt.

und würdiger Raum, unser Stadttheäter, zur Verfügung steht. Die Reden und Ansprachen find durchweg von be­währten und sachkundigen Herren übernommen worden und der musikalische und gesangliche ist dem Anlaß des Festes angepaßt und wird daher auch große musikalische Genüsse bieten. Die Anmeldungen zu der,^uerjmb so zahl­reich ergangen, daß sie nicht alle berücksichtigt werden konnten Der mit der Kartenverteilung beauftragte Aus­schuß war aber bemüht, allen Meldungen wenigstens inso­weit zu entsprechen, daß niemand bei der Kartenverteilung ganz unberücksichtigt bleibt.

** <o a n b c 15 r i db t c r. Der Großherzog hat den Handels­richter bei der Kammer für Handelssachen am Landgericht der Provinz Oberhessen Kommerzienrat Ludw. Georgi in Eichen aus fein Nachsuchen von seinem Amte enthoben, den Ergauzuugs- richter bei der Kammer für Handelssachen am Landgericht der Provinz Oberhcssen Fabrikanten Herrn. Eichenauer in Gießen zum Handelsrichter und den Fabrikanten Adolf Kliugspor in Gießen zum Ergänzungsrichter bei dieser Kammer, beide für die Zeit bis zum 31. Dezember 1912, ernannt.

* Der Bor st ans der Land wlrtschaftskam wer hielt gestern unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten Bähr eine Sitzung ab, in der der Voranschlag beraten wurde.

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** Ordensangelegenheiten. Der Großherzog hat der Krankenpflegerin des Alice-Frauenvereins für Kranken­pflege im Großherzogtum Hessen Schwester Minna Heß in Gießen das Dienstauszeichnungskreuz für Krankenpflege in Silber verliehen, und der Frau Maria Coelestina Freytag, geb. Kreitz, zu Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihr von dem Papst PiuS X. verliehenen Goldenen KreuzesPro Ecclesia et Pontifice erteilt. Wegen seiner Verdienste um die Tuberkulose-Bekämpfung ist dem Vorsitzenden deS Vorstandes der Landesversicherungs­anstalt Großherzogtum Hessen, Geh. Regierungsrat Dr. Dietz, vom König von Preußen der Rote Adlerorden 3. Klasse ver­liehen worden.

** Der Ver toaltungs bericht der Bürgermeisterei über den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Gießen liegt in einem 216 Seiten umsassenderr Bande vor. Wir haben über die einzelnen Vorkommnisse im Laufe des Jahres berichtet, werden aber auf einzelne bemerkenswerte Vorkommnisse noch zurückkommen. Die Gepflogenheit, neue städtische Gebäude oder Einrichtungen beim Verwaltungs­bericht im Bilde festzuhalten, bringt diesmal einige hübsche Silber von unserer elektrischen Straßenbahn.

** Reichsgründungsfeier. Die Vorbereitungen zu der am Sonntag stattsinoenden Feier des 40. Jahres- ^6es der Reichs gründung sind foto.it abgeschlossen, der Veranstaltung ein würdiger und erhebender Verlaus vorausgesagt werden kann. Die Feier wird sich im allge- meinen der gleichartigen Veranstaltung vor 15 Jahren an» schließM, aber gegen damals dadurch gewinnen, daß für den Festakt am Vormittag nunmehr ein zweckentsprechender

C ** Die Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen hat sämtliche Aerzte Hessens und die Aerztlichen Kreisvereine um ihre tätige Mitarbeit gebeten. Dieses Ersuchen wird offenbar freundlich aufgenommen. Die Aerztlichen Kreisvereine, die zu her Frage bereits Stellung genommen haben, billigen die vorgeschlagene Regelung, die den Äerzten eine ausschlaggebende Stellung in der Organisation ein» räumt. So schreibt der Aerztliche Kreisverein Bingen, daß er sich in seiner Sitzung vom 5. Januar bereit erklärt hat, die Bestrebungen der Zentrale mit allen Kräften zu unterstützen und in seiner Gesamtheit als Mitglied beizutreten. Aehnlich lauten die Aeußerungen der Aerztlichen Kreisvereine in Dieburg, Gießen und Lauterbach.

** Verwaltungsgerichtshos. Der Großherzog hat den Kreisrat i. P. Geheimen Regierungsrat v. Zangen auf Nach such en seines Amtes als Mitg.ieo d.s Verwaltungs- gerichtshoss enthoben und den Oberbürgermeister der Pro- vinzialhauptstadt Mainz Dr. G ö 11 e l m a n n für die Tauer des dermalen von ihm bekleideten Amtes zum Mitglied des Verwaltungsgerichtshoss ernannt.

** Karl Henschel-Stiftung Der Großherzog hat der zugunsten der Technischen Hochschule in Darmstadt errichtetenKarl Henschel-Sti,tung" zur Förderung tech­nisch-wissenschaftlicher Untersuchungen auf dem Gebiet des Maschinenbaues die Genehmigung erteilt.

Stiftung. Für den Fonds zur Errichtung einer Kinderklinik ist der Zentrale für Mutter- und Säug- lingsfürsorge in Hessen von einer Gießener Dame eine größere Summe übermittelt worden. Der Fonds beträgt jetzt 21000 Mk. Eine weitere größere Stiftung steht in Aussicht.

** Die Todesanzeige aus Langsdorf, die für die gestrige Nummer unseres Blattes bestimmt war, ist leider so verspätet durch oie Post übermittelt worden, daß sie erst heute im Inseratenteil erscheinen kann. Trotz­dem der Brief auf dem Stempelabdruck die Zeit von 89 Uhr vormittags zeigte, war er im Laufe des Vormittags nicht in unserem Postfach. Erft gegen 4 Uhr fand er sich darin vor. Auch bei dieser Geregenyeit wollen wir darauf Hinweisen, daß Sendungen, die den Inseratenteil be­treffen, an die Geschäftsstelle zu richten sind. Re­daktion und Geschäftsstelle sind zu unter,cheiden, damit Verzögerungen vermieden werden.

** Lolksunterhallungsabend. Die vom Eoang. Arbeiterverein geplante Aufführung des Volksstückes in 5 Akten: Der Leier mann und fein Pflegekind- wird am Sonntag, 22. l Alts., in der Turnhalle stattsinden. Um die Auf­führung weiteren Kreisen zugänglich zu machen, sollen diesmal auch vrichtinitglieder Zutritt zu der Veranstaltung erhallen. Der Eintritts­preis ist so bemessen, daß es auch Alinderbemittelten möglich ist, sich dieses ergreifende und teilweise auch erheiternde Stück aus dem Alltagsleben anzusehen. Eine Wiederholung der Aufführung er­scheint mit Rücksicht auf die technischen Schwierigkeiten rc. les wirken weit über 40 Personen mit) ausgeschlossen. (S. Inserat.)

"Unser Kaiser-Wilhelm- Regiment hielt gestern im Verein mit dem 1. Bataillon 168er aus Butzbach eine g ße re Uebung in dem Kleebachtal bei Oberkleen, Hochelheim, Dornholzhausen und Lang-Göns ab. Das Re­giment rückte schon früh um 5 und 6 Uhr aus und kehrte um 1 Uhr über Klein-Linden zurück. Hier holte es die Regimentsmusik ab.

** Von der Ro dheimer Straße. Der vorzüglich angelegte Bürg er steig an der Rodheimer Straße ist jetzt fast unpassierbar. Infolge der von den Lindenbäumen niedergehenden Rässe ist der Fußgängerpfad vollständig mit

statt. Schulrat Scherer entwarf mit kurzen Worten ein Bild Pestalozzis als Erzieher aus Neuhof. Alsdann sprach er über Peftalozzische Liebe und ermahnte die Lehrer, bei den Kindern dahin zu wirken, daß sie sich selbständig im Unterricht betätigen sollen. Er wies daraus hin, daß dies nicht nur im Wertunterricht, sondern auch in alten anderen Fächern zu betreiben sei, Tas Kind bringt Anlagen und Fähigleiten mit, die von dem Lehrer geweckt werden müssen und so entfaltet werden sollen, daß sie Lust zur Arbeit betommen, daß sie einsehen lernen, selbst etwas zu leisten, daß die Kinder also zu arbeitstätigen uub arbeitssrohen Menschen erzogen werden. E.n Haupiunterricht^rncktel, d.L Selbsttätigteit zu erzielen, sei der Zeichenunterricht. Jrn Anschluß hieran hielt Lehrer Vier Heller von Düdels­heim einen Vortrag überDas Zeichnen, int Unter­richt". In kurzen Worten erließ sich der Vortragende über das beschreibende und belehrende Zeichnen im allge­meinen, um dann näher auf die einzelnen Fächer einzu­gehen. Schon wie das Kind im ersten Schuljahr alle For­men, die bei der Erlernung des Schreibens vorkommen, vorher malend erlernt, so soll auch für das Kind das Zeichnen durch seine ganze Schulzeit begleiten. Herr Vier- Heller empfahl besonders Dr. WebersTechnik des Tafeb zeichnens" für die Hand des Lehrers. Sck)ulrat Scherer dankte dem Vortragenden und berichtete über feine Er­fahrung auf diesem Gebiet. Er empfahl das Merkchen! Die redende Hand", eine ausgezeichnete ^Schrift, um auch dem Anfänger etwas in die Hand zu ge*ben, sich darin weiterzubilden. Zum Schluffe wurde noch eine Eingabe, betr.Einführung des Gesangsunterrichts in der Fortbildungsschule" besprochen. Der Wetterauer Sängerbund glaubt nämlich, dadurch das Gesangvereins- leben, das in hiesiger Gegend sehr zurückgegangen sei, zu heben. Es wurde jedem einzelnen Lehrer überlassLn, iir dieser Hinsicht zu wirken. Hiermit wurde die Konferenz geschlossen und ein gemeinsames Essen hielt die Teilnehmer noch einige Zeit zusammen.

Kreis Friedberg.

m. Friedberg, 11. Jan. Die Kl är anlage für die Städte Bad-Nauheim und Friedberg bildete den Gegenstand einer Sitzung auf dem hiesigen Kreisamt. Vom hessischen Ministerium nahm u. a. Obersinanzrat Fuchs daran teil. Ferner waren erschienen von Bad-Nauheim Geh. Baurat Dr. Eser und Bauinspektor Sprengel für das Bad, Bürgermeister Dr. Kayser und drei Stadtverordnete für die Stadt, von Friedberg Heyl, Bürgermeister Stahl, und drei Mitglieder des Bauaus- schusses. Eine längere Aussprache behandelte besonders folgende Punkte, eine,gememichasttia>e üidramage sur B<w-Naicheim und Friedberg, wie sie vom Tiefbauamt Bad-Nauheim im Projekt ausgearbeitet wurde, dürfte 690 000 Mk. kosten. Laut Vor­anschlag leistet Friedberg ein Drittel der Kosten, und die Stadt Bad-Nauheim hat die anderen zwei Drittel zu tragen, wozu ihr der Staat einen einmaligen Zuschuß von 100 000 Mk. gewährt. Friedberg hat mittlerweile ein Projekt ausarbeiten lassen, das cm Stelle des biologiltoen ein anderes Ntärverwyren vorsieht. Dieses Projekt ift dem Kreisamt noch nicht eingereicht, weil man erst die Entwicklung der Angelegenheit mit dem bestehenden Projekt ab­warten wollte. Die Kosten des in seiner Ausdehnung allein für Frredberg berechneten Hehdschen Projekts betragen einschließlich ausdrücklicher Bedingung eines Theaterbetriebs auf künstlerischer Hohe vnlangt. Hiergegen wendet sich ein erheblicher Teil der Bürgerfchast, der bei ber seitherigen Regieverwaltung verharren will, einer öffentlichen Erklärung wird u. a. zunächst der

^beaterEonimiffion gemachte Vorwurf zu entkräftigen versucht und darauf hmgewiefen, daß das Theater eine achtbare Zahl neuer Opern und Schauspiele von Strauß, d'Albert, Puccini, Sarnt-Saes, Hebbel, Björnson, Bahr und anderen aufgeführt habe, daß es al|o Direktor und Kommission an künstlerischer Ini­tiative nicht haben fehlen lassen. Die ungünstige wirtschaftliche Lage der Bevölkerung sei schuld an dem schwachen Besuch des das un letzten Jahre einen städtischen Zuschuß von 106 000 Mark verlangt hat. Außerdem werde sich in ber gegenwärtigen Lage wohl kaum ein Unternehmer finden, der ohne jeden Z u s ch u ß das Theater übernehme. Der Ausgang des Streites wird wohl noch einige Zeit auf sich warten laffen.

_ .Furze Nachrichten aus K unft u. Wissenschaftz Die Gründung eines deutschen Jnduftrie-M u- seums m Berlin utine Wege zu leiten, war der Zweck einer Versammlung, bte am Mittwoch abend in der Technischen Hoch- schule unter dem Vomtz des Berghauptmanns a. D. Fuerst ^land. Das Arbeit--, das Handels- und das Kriegsministerium, das Rerchspoit-, Marine- und Kolonialamt waren durch Räte ver- toeten. ^.as Unternehmen soll dazu besttmmt sein, die Jndusttie m der neueren# eit darzustellen. In Boseotrecase bei Neapel tarb am 7 Zawaar plötzlich der bekannte italienische Baumeister

a r V ün Auftrage ber Kaiserin

AU-abeth von Oesterreich das A ch e l l e i o n auf K o r f u erbaut. Nachbem bann bas Achillewn in ben Besitz bes Kaisers überge­gangen war, baute Carito ben prächtigen Wohnsitz zum Tell um unb ^größerte ihn burch Anfügung von Nebengeüäuben. #ur Feier bes 70. Geburtstages bes Universitätsprofesfors Otto

- Pt? rc mCrr ö c bei ber Senatspräfibent bes

Reichsgerichts Exzellenz Olsbaufeii namens ber Schüler und S-ceunbe bte von Professor Klinisch geschaffene Bronzebüfte bes Jubilm.'s überreichte. Die Akabemie ber Wissenschaft ten m P e t e r s bürg ernannte ben Fürsten Albert von Monaco zum Ehrcnmitglieb, ben Professor ber Physik Lorentz- Jpcoben, den Prosesior ber Botanik Straßburger-Bonn, ben

- Brice - Washington, ben Professor ^ew c s - Albany unb das Mitglied ber schwebischen Akademie 2 rgarb zu torreibonbierenben Mitgliedern^

Sa erhielt Haustein eines Tages, zu Anfang des Jahres 1889, als -ettor fernes Verlegers Paul Ackermann, der damals seinen "litten in die neue Literaturbewegung hinemrücken k^nU|LTLt)t-eine§.ZTümad sugeschickt, mit der Bitte, -Ä ke.inen Verlag eingereicht war, auf leuw -^Buchbarkeit hin zu prüfen. Es war Gerhart Hauptmanns Somtenaufgang". Hanftem las das Merk seines s^bundes mit starkem Interesse und er empfing, ^ber rn seinen Anschauungen dem klassischen Tichter- Tatontes^^ ^nnz ungewöhnlichen dramatischen

-Talentes.Was anderen", bekannte er später in einer ffpin^n «en3to^?en' k1U1E wenig verbreiteten Hauptmanns Bwrgaphte, ,->te ihn nicht kannten, an dem Trama uEtttÄtolL Ml "Erlich verständlich fein: «ot

die Kraßl) ber Situationsschilberuna unb las fHmftpin «...O- einem stillen ^Nachmittag

einem Frennbe vor, Hans R. Fischer ^n?n ^^-/nrie trefflichen L-chilberungen bes sozialen El^ibs m ber Reichsl-auptstabt nicht unbekannten Schriftsteller unb Jour­nalisten. Unb Flfcher berichtet in einem Bries den er mir fc0, toie Canstein nach Beeitoigung A9fun9 am,prang unb begeistert aus- iiI'^7<?rlich mutz bay Act er mann nehmen!" Unb tiamtein s &s SttsteJiwS MZWLL'-LNM

gemltigcn GiSrud Uterarische Berlin einen

Deutschkanb" Lchtet, im Caw seinem .jüngsten

schöngeistig Interessierten, von HaL zn ^ G M war wild begeiftert. Zu Haustein nutfprfA Emanuel nncyer

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sreuvilltgen Feuerwehr eine Auszeichnung von dem Herzog. Der Gesangverein .Germania" hält Sommer einen Gesangs-Wettstreit ab.

Kreis Büdingerr.