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tisnrus ist der richtigere Vertreter des Radikalismus <Us der elegante und feingebildete Redner Dechanel^
Der Ausstand der E-isenbahnangestellten in Lissabon legt den Verkehr im Inland und Ausland lahm. Die Handelsangestellten streiken nicht einmal in der Hauptstadt ailgemetn. Zwischen den Ausständigen und Arbeitswilligen ist es zu belanglosen Zusammenftofpen ge> kommen.
schließt euch so zusammen, daß man eine offene Grenze zwis cheu „rechts" und „links" sieht.
gründen, deren Aufgabe es fein sollte, in diesem Sinne zu wirken. Der Minister teilte mit, daß er vom Kaiser beauftragt worden sei, die Begründung der Gesellschaft in die Wege zu leiten; er habe demzufolge unter Beteiligung einer größeren Anzahl von Stiftern aus den verschiedenen Teilen des Landes einen Satzungsentwurf aufstellen lassen, der den Versammelten hier vorgelegt werde, um über die endgültige Fassung Beschluß zu fassen. Der Satzungsentwurf wurde mit wenigen Abänderungen angenommen. Nach den Beschlüssen wird die Mitgliedschaft m der Gesellschaft durch einen Aufnahmebeitrag von 20 000 Mr. erworben. Der jährliche Beitrag ist auf 1000 Mk. festgesetzt, kann sortfallen, wenn der Aufnahmebeitrag mindestens
Schlesier schüchtern und doch kraftvoll in die Kreise der Dichtung eintrat, deren Beherrscher er beute ist. lieber diesen denkwürdigen Moment der „Entdeckung" Gerhart .Hauptmanns, um den die Legende mancherlei verwirrende Fäden gesponnen hat, werden gerade jetzt genauere und ausführliche Mitteilungen erwünscht sein.
Der erste, der das Manuskript des Somrenaufgang-Tramas zu Gesicht und zur Lektüre bekam, war Adalbert von Han- stein, der vor 5 Jahren in Hannover als Professw der Literaturgeschichte an der Technischen Hochschule zu früh verstorbene Dichter und Aefthetiker. Als Journalist und Theaterlcitikcr lernte er in den 80er Jahren in Berlin den damals noch ganz unbet kannten Gerhart Hauptmann kennen. Beide wurden gute Freunde und in dem reizvollen Heim, das sich Hauptmann eben mit seiner jungen Gattin in Erkner bei Berlin geschaffen hatte, saßen beide Freunde oft verstrickt in heißen Kunstdebatten und einer offenbarte dem anderen seine großen, Welt- und Himmel stürm ende» Pläne. Damals tat Adalbert von Haustein einen tiefen Blick in die Welt des jungen Gerhart Hauptmann, der noch nicht allzu lange von seinem Plan, Bildhauer zu werden, losgelöst hatte, um sich ganz der Dichtkunst hinzugeben. Ta schaute Haustein als einer von wenigen in die ersten, kühnen, niemals völlig aus- geführlen oder gar gedruckten Dramenentwürfe Hauptmanns, die, wie bei fast allen jungen Dichtern, um gewaltige historische Stoffe kreisten: in die Tiberiustragödie, die Sen großen Tyrannen des römischen Weltreiches in ganz neuem Lichte, als einen sich mit psycho-physiologischen Notwendigkeit zur Uuheimlichkeit gestaltenden Charakter zeigen sollte, in dos Schauspiel „Römer und Germanen", das, ähnlich der Kleistschen Hermannsschlacht, cheu deutschen Befreiungskampf im Teutoburger Walde dramatisch bewältigen wollte. Haustein erkannte damals schon das heiße soziale Empfinden, das dem jungen Hauptmann der tiefste Antrieb zur dichterischen Betätigung war, und er fand diesen Drang nach sozialer Erweckung, der sich in späteren Dramen, vor allem in den „Webern", so gewaltig manifestierte, bestätigt in der Widmung, bie ihm Hauptmann in das für ihn bestimmte Exemplar der epischen Dichtung „Prometbidenlos" hineinschrieb:
Wohl möglich, daß es wirr Dir scheint. Ich will es nicht verneinen. Doch ist das Leid, das es beweint, Wohl wert, darum zu meinen.
Und wenn Du weinst, wie ich geweint, So wahr und echt, dann Bruder, scheint Belohnt vollauf mein Dichten.
Auf Lob und Tadel, falsch und wahr Ihr Freunde, will ich ganz und gar Verzichten.
Irgend welche Ereignisse führten bald, als Hauptmann Erkner verließ, zu einer Entzweiung der beiden .Freunds
techoangen.
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Dividenden- Stücken.
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Die Organe der Gesellschaft sind außer der Hauptversammlung der Senat und der Verwaltungsausschuß. In den Senat hat die Gesellschaft durch Wahl mindestens zehn Mitglieder zu entsenden, während die Ernennung weiterer Senatoren dem Kaiser Vorbehalten bleibt.
Im Anschluß fand die Wahl von zehn Senatoren statt, die dem Kaiser zur Bestätigung vorzulegen ist.
Aus der Versammlung sprach Geheimrat Harnack allen denen, die an den vorbereitenden Arbeiten mitgewirkt haben, insbesondere dem Kultusminister, den wärmsten Dank der Versammlung aus. An den Kaiser erfolgte die Absendung eines Huldigungstelegramms.
Spitzen
30’45 u. 65 Pf».
i0 Meter 35 Pfr itzen
20 und 25 Pf, «ad Einsätze und 30 Pf»
Utr'15,18,30 Pfg'
Deutsches Nerch.
Zu dem Fall Soxhlet-Wagner veröffentlicht die „Darnist. Ztg." folgende Bemerkungen: „Wie wir hören, ist wegen der in Verbindung mit dieser Angelegenheit gegen den Geh. Hofrat Prof. Dr. Wagner erhobenen Beschuldigungen ein Disziplinarverfahren anhängig."
Der Bund Deutscher Nahrungsmittel- Fabrikanten und -Händler hält am 24. Januar, 10 Uhr vormittags, im Saal der Handelskammer zu Berlin eine Versammlung ab. Die Tagesordnung umfaßt: Herstellung von Rum und Arrakverschnitt, Kornbranntwein und Kornbranntweinverschnitte, Wermutwein, Bezeichnung von Branntwein- oder Spritessig (Essigsprit). Mitglieder und Interessenten sind zuider Versammlung höflichst eingeladen.
Die fortschrittliche Volksparteide spreu- ßischen Abgeordnetenhauses hat ihren alten Antrag auf Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts in Preußen sonne Neu- einteilung der Wahlkreise erneut eingebracht.
Die „Köln. Voltsztg." meldet aus Rom: Nach Mitteilungen aus zuständige.i Vati ankreiscn wurde Baro n von Mathies bisher nicht direkt vom Papst aufgefordert, dem Könige von Sachsen abzubitten, weil der Papst erwartete, daß Baron von Mathies dies aus eigenem Antriebe tue. Oiunmehr wurden Schritte unternommen, datz dies unverzüglich geschehe.
Aus Bremen wird berichtet: Der Kabeldampfer „Stefan" der norddeutschen Seekabelwerte „Nordenham" ist in See gegangen, um die letzte, dritte Teilstrecke Mon- rovia-PernambUco der deutsch-brasilianischen Kabelverb in düng von 3460 Kilometern zu legen. Der Kabelbetrieb wird wah-rscheinlich Ende März ausgenommen.
Ter „Straßburger Korrespondenz" zufolge tritt der Landesausschuß in Elsaß-Lo thringen am 1. Februar zusammen.
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Aus Gerhart Hauptmanns Anfängen.
Von Karl Kellerer. ,
Gerhart Hauptmann ist mit dem Stoff, den sein neuestes imt Spannung erwartetes Drama „Ratten" behandelt, wieder m jene naturalistische Sphäre seiner Kunst eingekehrt, der er feine erften und größten Erfolge verdankt. So sehr wir auch sein heitzes Streben nach leuchtender Wortschönheit, seine inbrimfttge Hingabe an die Welten der Vision, des Traumes und der Phantastik verehren so haben wir doch die stärksten Aeußerungen seiner Persönlichkeit und die reifsten Meisterwerke seiner Kunst in den Schöpfungen seiner scharfen, wirklichkeitstreuen Beobachtungsgabe erhalten. „Seine höchste Kraft und seine, Leidenschaft dankt , er der heimischen Erde allein." Das trat sogleich bei dem erften Erscheinen des jungen Dichters in der OeffentlichkeU hervor, als er mit dem Drama „Vor Sonnenaufgang" einen Sturm der Begeisterung und Entrüstung entfesselte. Von der reifen Hohe, auf der heut der Dichter Hauptmann steht, wendet fich darum gern
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Aufgabe.
Die vielseitige Inanspruchnahme durch seine Aemter, sein andauerndes Verlangen nach Weiterbildung, die Sorgen ilrn fein eigenes Haus haben feinen starken Körper mit lernen empfindlichen Nerven vor der Zeit mürbe gemacht. Tas Jahr 1910 nahm ihn besonders hart mit. Lange schon hotte der Todesengel bei ihm angeklopft. Wenn ihm die Lpannkrast seines Körpers versagen wollte, spornte ihn sein reger Geist wieder an! Doch endlich ließ auch die)e Energie nach. — So losgebundcn von dem Drang ferner Verufspflichten schaute er weiter und höher hinauf. Er tvar zur Ueberzeugung gekommen, daß alles Irdische hin- s-illig sei, und nur der Glaube ein Fels im Menschen fei, uno zwar der Glaube, den eine treue Mutter dem Kinde mS Herz gelegt habe. Daß diese Worte nicht Phrasen waren, zeigt die Bitte an seine hochbetagte Mutter, die er noch wenige Stunden vor seinem Abschied an sie. richtete: „Mutter, wir wollen zusammen beten, wie wir's in meiner Fugend taten." — So ist er sanft dahingestorben.
Als Bürgermeister suchte er das Wohl der Bürger nach jeder Richtung hin zu heben. Die Gründung einer Gemeindebibliothek, der offene Sinn und die freigiebige Hand für die Schule und Schulzwecke, die Durchführung der Feldbereinigung, die Verwirklichuiig der Anlage der Ausladestelle am Bahnhöfe in Langsdorf u. a. m., sie zeugen von dem Schaffensgeistc des Verstorbenen in seinem Heimatdorfe! Seine Hilfsbereitschaft deckt sich mit seiner reli- «giösen Grundstimmung: „Sei deinem Nächsten, was du dir bist." Darum stand er seinem Feinde ebenso gern mit Rat und Tat bei, wie seinem Freunde. Möaen Neider ihm Ehrgeiz als Grundlage seines Denkens und Handelns unterschieben wollen, so bleibt doch der Satz bestehen: „Es sind die letzten Früchte nicht, an denen die Wespen nagen." Sein politisches Testament könnte wohl kurz zusammen-
Der Papst empft-g am Mittwoch in seiner Privat- bibliothek den Fürsten und die Fürstin Bülow aus Anlaß ihrer silbernen Hochzett in besonderer Audienz, die einen sehr herzlichen Charakter hatte.
Die Pariser radikalen Blätter bemühen sich, der Wahl Brissons zum Kammerpräsidenten eine besondere polittsche Bedeutung beizumessen. Die Zahl der Brisson zugefallenen Stimmen beweise, daß sich m der Kammer eine aus entschiedenen Republikanern bestehende einheitliche Mehrheit ergebe. Hoffentlich werde sich diese entschlossen an die Arbeit machen. Der „Gaulois" sagt Die Kammer konnte zwischen Brisson und Dechanel nicht
P'S schen -en. ,
Aus tzeffen.
Der Ausschuß für die Vereinfachungen im Staatshaushalt, der bekanntlichnus Mitgliedern beider Ständekammerii unter Vorsitz des Staatsminister besteht, wird am kommenden Vttttwoch zur Besprechung irnd Entgegnung einer Anzahl weiterer Vorschläge zusammen treten.
Der König von Norwegen eröffnete das Stör ■ thing mit einer Thronrede, die die vom »Schiedsgericht über die Frage der Renntterweiden in Nordschweden an- gestellten Untersuchungen, sowie die im Juli und August abqehaltene Spitzbergenkonferenz bespricht, deren Entwurf den an dem internationalen Abkoinmen interessierten Mach ten vorgelegt sei. Das abgelaufene Jahr war den Wirt- 'chaftsverhältnrsseii Norwegen?, günstig Die Staatseinnahmen zeigen einen bedeutenden Ueberfchuß. Da, Budget wurde auch diesmal aufgestellt. ohne neue Steuern vorzuschlagen. Sodann kündigt die Thronrede eine Anzahl neuer Gesetzesvorlagen an.
Der König von Rumänien 'betraute den konservativen Parteiführer Peter Earp mit der Bildung des Kabinetts.
Wie aus El »Ferrol gemeldet wird, soll dort im nächsten Monat eine Flöttensch au stattfrnden, an iveUfei 27 englische Panzerschiffe und 9 englische Kren ;er, sowie das spanische Geschwader teilnehmen mürben. Es heißt, daß der König dieser Flottenschau in Begleitung des Ministerpräsidenten Canalejas und des Marineministers beiwohnen werde.
Einer Meldung des Rcuterschen Bureau's aus New- hort zufolge erläßt der dortige persischeKo n sul eine Veröffentlichung, die die Unterschrift des persischen Minister^ Präsidenten träqt, in 'welchem die Nationen auf g eso r- d e r t werden, Persien gegen die englifch -russische Invasion zu schützen.
Eine Operette des Kmfers?
Ten „Münch. N. N." wird aus Berlin geschrieben:
In größtem Geheimnis, das aber meines Erachtens nicht mehr allzulange aufrechterhalten werden kann, werden Vorbereitungen zur Aufführung einer Operette „Der Lieb es- traum" getroffen, die vermutlich Ende Februar in Szene gehen soll. Künstler aller Berliner Operettenbühnen — ich selbst habe die Rollenbesetzung gesehen — sind dabei beteiligt. Wo die Aufführung erfolgen soll, ist bis setzt noch nicht genau bekannt, man vermutet, aller Tradition zuwider, ,im Königlichen Opernhaus. Der Komponist dieser Operette sei der Kronprinz, der Tert- verfasser der Kaiser. Tie Ausftattung soll allein rber 1 Million Mark kosten (?), die aber diesmal im Gegensatz zu Sardanapal nicht aus der kaiserlichen Schatulle, sandern durch private Spenden aus denjt1 reifen der Hochfinanz aufgebracht werden sollen, soviel man vermutet, würde die Aufführung, wenigstens zunächst, nur vor einem geladenen Publikum stattfinden.
Diese Mitteilung tritt so sicher auf, daß die M. N. N. glauben, sie ihren Lesern nicht vorenthalten zu dürfen, obwohl sie vorerst nicht vollkommen von chrer Wahrscheinlichkeit überzeugt sein können.
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Kaiser -Wilhelm; - Gesellschaft zur Wrderung
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r 10 Erstes Blatt 161. Jahrgang Donnerstag, 12. Januar M
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Annahm? von Anzeigen Botdtonsbrttd tmb Verlag der YrL-Nchen Umv.-Vuch- «nd §tefp>r«ckerei K Lange. Redattion, LxpedMou und Druckerei: Zchulstraße 7. Land": E.prb; Hit dkn m =ormto"5’TiM fcptöition für vüdmgt-: '.'Sh->h-istratz« 16a. - geleptpon Nr. 50. ame.^nted: p. B-ck.
der Wissenschaften.
Unter dem Vorsitz des Kultusministers von ^Trott zu Solz fand am 11. d. M. im großen Sitzungssaale der Königlichen Atadernie der Künste zu Berlin die konstt- fcuierenbe Versammlung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften statt. An der Versammlung nahmen etwa 100 Personen, darunter 83 der bisherigen Stifter für die Gesellschaftszwecke, teil.
In seiner Begrüßungsansprache erinnerte der Kultus- rninister an die Kaiserliche Kundgebung anläßlich des Ber- • Liner Univerfitätsjubiläum- bei der der Kaiser die Notwendigkeit, größere Mittel a-5 bisher — vor allem zur Begründung wissenschaftlichem Forschungsinstttute — in den Dienst der Wissenschaft zu stellen betont und die opferwillige Mitarbeit wohlhabender Persönlichkeiten -mfge- irufen hatte. Zugleich hatte der Kaiser in Aussicht gestellt, UC1, 1|Ltll vtt . . . -
।Unter seinem Schutz und Namen eine .Gesellschaft zu be-l der Blick zurück zu lener r5rützzeit feines Werdens, da umg
Deutschs Kolonien*
___ Der Vortrag über den Umbau der Bahn- strecke Karib ib — Windh uk und den Neubau des Nordstücks der Eisenbahn Windhuk—Keetmanshoov und den Bau des Südstücks der Eisenbahn Windhuk—Kcettnanshoop ist dein R c i <b s- tage zugegangen. Ter Vertrag ist abgeschlossen zwuchm dem Fiskus des Schutzgebietes Südwcst-Asrika und dem Bau- und Betriebslönsortium Bachstein-Koppel, Berlin. Ter Kchtenanfchlag ist folgender: Der Umbau der Bahnstrecke Karibib—Windhuk M Kapspür in einer Länge von 192 Kilometer beträgt 11150000 Mk. 2er Ban der Nord-Südbahn Windhuk—Keettnanshoop m Kaps- spur kostet 18 100 000 Mk.
Die Moabiter Ztrahenkrawalle vor dem Schwurgericht.
4 Berlin, 11. Jan.
wird in "bet Beweisaufnahme fortgefahren. Erster Zeuge ist der Polizeileutnant Götze, der über die bekannten Vorgänge vom 26. bis 29. September berichtet. In der Nacht zum 28. hat der Zeuge den Scheiterhaufen in der Roftockerstraße gesehen. Er bestand aus einem Haufen lauter Kisten, auch eine Niatratze map anscheinend dabei. Verwundungen sind bei dem Vorgehen der Schutzleute vorgekommen, aber nicht erhebliche. Andererseits sei anti 27. ein Beamter schwer verletzt worden, und zwar durch einen Steinwurf. ., ,
Der nächste Zeuge, der Wachtmeister P i 11, berietet über den bekannten Vorfall, wobei er vor einer Menge durch ein Fenster
Die heutige Nummer umfaht 12Seiten*
Zum Tode des Abgeordneten Uöhler.
Von einem Freunde Köhlers wird uns noch geschrieben .
Er hat ausgetärnpst, der tapfere Streiter für Recht und Gerechtigkeit, für Kunst und Wissenschaft, für materielle ;nl> geistige Hebung iu Stadt und Land! — Seme Fehde ncqcn den Mißbrauch des Automobiles, die Eberftadter Angelegenheit, die Unterstützung, die er unserer Regierung in ihren Kunstbestrebungen im Parlament zuteil werden ließ, seine Anregungen in bezug auf Denkmal- und Urfundenschutz, seine Anträge, die eme Sammlung aller herrschen Gesetze veranlaßten, seine volkskiindlichen Beftvebun- gen, seine' Mitarbeit an der Sammlung hessischer Volksieder. die warme Anteilnahme an der Hebung des landwirt- ä^astlichen Jnstttuts und des Wetterdienstes an der Um- versität in Gießen, seine Anträge auf Einführung des fach- ' lichen Unterrichtes in den Fortbildungsschulen, seine Be- ; iätiaung auf dem praktischen Gebiete des Ackerbaues des l Schutzes der heimischen Arbeit und Produttion, alle^> dieses gibt Unter vielem anderen ein beredtes Zeugnis, daß er nicht nur ein reiner Bauernvertreter war. Wenn er fedoch die bäuerlichen Interessen oftmals in ben Vordergrund sollte, so batte dieses seinen Grund in seines.Weltanschauung.' Tie Crlaltung eines gesunden Bauernstandes als Urquell der geistigen und körperlichen Verjüngung war ferne höchfte


