? OS RAM
Bestbewährte Glühlampe
70% Stromersparnis Grand Prix Brüssel 1910
Durch die Elektrizitätswerke und InstallaUons- geschafte zu beziehen.
Anerbesellschaft, Berlin 0.17
entzündung vor.
Hessen-Nassau.
Achtur
Leinschast' uns zusmmnenschließen werden. Dr. Osann bestreitet, Lab bei den Nationalliberalen keine Geneigtheit Sur Einigung vorhanden gewesen sei und gibt der Hoffnung Ausdruck daß sich die Parteien bei der Stichwahl auf dem Boden gemein,amer Arbeit zirsammenstndcn werden.
Mojl Smith iu ^uveud h i $,e verehr haw“i *,«[
Paris, 18. Oft. Nach dem „Figaro" hat die Regierung immer noch die Absicht, das Parlament auf den 7. November einzuberufen. Nur wenn die Kongoverhandlungen bis dahin noch nicht abgeschlossen sind, soll die Kammer erst am 14. November zusammentretcn.
Karlsruhe, 18. Oft. Die Prinzessin Wilhelm von Baden stiftete anläßlich ihres 70. Geburtstages für ein Wöchnerinnenheim 100 000 Mark.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdien st stelle Gießen.
Wetteraussiebteu in Hessen am Donnerstag, den 19. Oktober 1911: Meist heiter, trocken, tags ivarm, nachts kalt, vielfach Nachtsrost.
Letzte Nachrichten.
Der italienisch-türkische Krieg.
R o m, 17. Okt. „(Sortiere d'Jtalia" meldet, General Caneva habe auf das Gesuch des Bürgermeisters von Tripolis, H a s s u n P a s ch a, der K a me l k a r a M a n e, die gestern wegen Kontrebande festgehalten wurde, erlaubt, Tri- mlis zu verlassen. Die Begleiter der Karawane wurden entwaffnet und ihnen nur die zur persönlichen Verteidigung notwendigen Waffen gelassen. Die Entscheidung Canevas machte auf die Eingeborenen einen günstigen Eindruck.
„Giornale d'Jtalia" berichtet, man erwartete während der Nacht einen neuen Angriff seitens der Türken. Ji» der Tat sind Kundschafter auf einige türkische Patrouillen gestoßen, doch wurden während der Nacht nur einige Schüsse in der Richtung des Bumeliana-Brunnens gewechselt. Bei den Vorposten werden fortgesetzt Verhaftungen avibischer Träger vorgenommen, die Waffen durchzuschmuggeln versuchten. Türkische Offiziere, die sich im größten Elend befänden, schickten ihre Pferde zum Verkauf in die Stadt. „ , ,
Rom, 17. Okt. Munir Pascha trat, ime die „Tribüna" aus Tripolis meldet, den Oberbefehl an Oberst Nims- ciat-Bey ab. Das türkische Lager, das bis gestern in Luri ben Adia war, wurde nach Ageria, wenige Stunden von Tripolis verlegt. Ahmed-Bey hält mit Kavallerie noch immer Garian besetzt. Die Türken bemühen sich vergebens, die einheimische Bevölkerung aufzuwiegeln, die im Gegenteil an mehreren Orten die Türken angegriffen hat.
Die parlamentarische Lage in Konstantinopel.
Konstantinopel, 17. Okt. Das Amtsblatt veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, wonach die aus Italien stammenden Waren vom Tage der Kriegserklärung an, einem 100prozentigen 'Zoll unterworfen werden sollen. Die jung- türkische Kammerpartei beschloß, nach Verlesung des Regierungsexposes in der heutigen Sitzung der Kammer für die Vertagung der Beratung über das Vertrauensvotum einzutreten. Die Parteien der Kammer und des Senats wurden zu gemeinsamer Beratung eingeladen, um ein Einver- - nehmen in der Frage der Bildung des Kabinetts zu erzielen. Die Opposition erklärt eine Koalition mit der Mehrheit für möglich unter der Bedingung der Bildung eines außerparlamen- 1 tarischen "Kabinetts, das nur dann das Vertrauen ge-1! meßen solle, wenn es weder eine kleinmütige, noch eine demowt strative auswärtige Politik verfolge.
Vüchertisch.
— DieOktobernummerder „Mitteilungen der KaufmännischenVereineweiblicherAngestellter" (Frankfurt a. M., Gr. Hirschgraben 11) bringt eine interestante Besprechung eines neuen wissenschaftlichen Buches: Die Frauenarbeit in den Kontoren einer Großstadt mit einem Anhang über die Bernfsvereine, Kisker; ferner die Fortsetzung der 10. Iah es- schrist der Verbündeten Kaufm. Vereine f. w. A., Nachrichten über kanfni. Bildungswcsen und aus der Frauenbewegung, sowie zahlreiche Berichte über, die Tätigkeit der einzelnen. Vereine, von denen ein kurzer Aufsatz aus London h rvvrzuheben ist. §
i durch Versicherung gedeckt. Die Entslehungsursachc des Feuers ist -wch nicht festgestellt; möglicherweise liegt Selbst.
?(fln
Ichti
Online h, Men Tendu
erhalten.
** Im Zeichen des Verkehrs. Von einem Geschäftsmann wird uns geschrieben: Ich traf am Sonntag früh im Zug Biedenkopf-Marburg (7.23) ein altes Bäuerlein, das über Sarnau-Frankenberg und dann mit der neuen Bahn von Frankenberg nach Battenberg fahren wollte. Als mich der alte Mann fragt: „Kann aich do raum Mittagesse daham sei", wunderte ich Mich und sagte selbstredend, denn von Biedenkopf nach Battenberg der Chaussee entlang sind sage und schreibe 19 Kilometer und ich dachte doch, daß der Mann mit der neuen Blitzbahn wenigstens soviel Anschluß hätte, daß er doch einigermaßen zur selben Zeit, als wenn er gelaufen wäre, zu Hause sein tonnte, das wäre also um i/212, also in 4 Stunden, aber o Wunder, ich studierte den Fahrplan hin und her und fand, daß der Mann nicht früher als nachmittags 3.07 in Battenberg sein konnte. .Also von 7.23 bis nachmittags 3 07 dauert die Reise mit der Bahn, die man zu Fuß bequem in 4 Stunden zurücklegen kann. Viele Geschäftsreisende fahren von Gießen 8.18 nach Battenberg ab, sie können mit dem besten Willen auch erst nachmittags 3.07 in Battenberg sein. Gewiß ein Zeichen von Fortschritt bei dem fortwährenden Bau von neuen Kleinbahnen.
** Eichelernte. Einen seit Jahren nicht dagcwesenen hohen Ertrag an Eicheln bieten gegenwärtig unsere Wälder. Dabei sind die Eicheln besonders groß, wodurch sich das Einsammeln besonders lohnt. Die Eichel ist ein vorzügliches Mast futter für die Schweine und wird von den Tieren gern gefressen. In Ländern mit ausgebreiteter Schweinezucht, besonders in einigen österreichischen Kronländern, werden die Schweine in die Eichen Wälder getrieben. Bei uns ist dies allerdings nicht angängig, weil die Waldpflege noch von anderen Gesichtspunkten ausgeübt wird. Aber das Einsammeln der nährstoffreichen Früchte lohnt sich, zumal in diesem Jahre besonders haushälterisch mit allen Futtermitteln umgegangen werden muß. Wie uns mitgeteilt wird, ist das Einsammeln der Eicheln nicht allgemein gestattet; es wäre von Interesse, die Gründe zu erfahren, aus denen einzelne Forstbehörden das Eichelsammeln verbieten.
Landkreis Gießen.
= Leihgestern, 17. Okt. Am Sonntag, den 15. d8. Mts., wurde im Gasthaus »zur Germania" ein Kaninchen- und Geflügelzucht - Verein gegründet 15 Mitglieder haben ihren Eintritt sofort erklärt. Als vor- läusiger Vorsitzender wurde Herr Wilh. Schmandt gewählt. Nächsten Sonntag findet eine Versammlung zwecks Beratung der Satzungen statt.
= Albach, 16. Okt. Hier hüt sich in den letzten Tagen ein Turnverein gebildet, dem fast sämtliche funge Leute des Dorfes beigetreten sind. Wenn man be- dentt, daß die Jugend dadurch freiwillig eine Menge großer Opfer an Geld, Zeit und Arbeit auf sich genommen hat, so muß man sich eigentlich wundern über den großen Jdealis mus, der hier zutage tritt, da doch im allgemeinen die jungen Leute in diesen Jahren andere Interessen — mehr materieller Art — haben. Es ist deshalb auch selbstverständlich, daß die Eltern die Weiterentwicklung des neu- gegründeten Vereins mit großem Eifer verfolgen; erwarten sie doch mit Recht, daß ihre der Schule entwachsenen Söhne durch die Turnerei vor manchen Versuchungen bewahrt bleiben.
kin »«• d« <
'M, l1CL Aulo
E oll
U fak *15 „isti
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter öieier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 17. Okt.
Am Sonntag (15. b". M.), abends gegen 7 Uhr, fuhren zwei Automobile, dicht aufeinander folgend, auf der Marburger Straße nach der Stadt in einem geradezu rasenden Tempo. Nach Ansicht von Passanten in mehr als Schnellzugs- geschwindigkeit, so daß Menschen und Vieh in Gefahr waren, überfahren zu werden. Tatsächlich ist auch ein wertvoller deutscher Sch äferhund zwischen Wellersburg und Jo- bannesberg totgefahren worden. An dem UngliÄsfall trifft lediglich die Autofahrer die Schuld, die bei der Dunkelheit viel zu rasch und bei der Geschwindigkeit von mindestens über 60 Kilometer die Stunde viel zu dicht aufeinander fuhren. Der Hund war von seinem Herrn nur ca. 10—15 Meter (auf dem gegenüber liegenden Bankette) entfernt. Als das erste Auto bemerkt wurde
Aus Stabt unb Land.
Gienen, 18. Oktober 1911.
" Tageskalender für Mittwoch, 18. Oft. Stadttheater: „Die Kinder der Exzellenz". Anfang 7 Uhr.
•• Historische Kommission. Der Grobherzog hat den Archiodirektor i. P. Geheimerat Dr. Gust, iyrbrn. Schenk zu Schweinsberg ans sein Nachsuchen .von der Stelle eines Mitgliedes der Historischen Kommission für Hessen enthoben. . .
•* Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Friedr. Hill zu Gronau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, der Schulamtsaspirantm Anna Bl atz aus Herrnsheim eine Lehrecinstelle an der Gememde- schule zu Herrnsheim. . ., 1QO.
**Die Großh. Damm baubehor de, die seit 1804 bestand, ist ans gelöst worden, nachdem deren Vorstand, Baurat Weihrich Ende August gestorben rst- Die vorhandenen Baubeamten wurden ben betbcn
Worms und Mainz zugeteilt, dre auch bie Arbeiten bep Dammbaubehörben weiterführen, xer Bauschreiber wurde dem Finanzamt Mainz überwiesen. Damit ist wreber eine Vereinfachung in ber Staatsbauverwaltung vollzogen worden Die Dammbaubehörbe war seinerzeit als Neubau- behörde zur Ausführung der großen Dammbauten am Rhein gebildet worben, die in mustergültiger Werse burch- aesührt' finb. Die Dureauräume der ehemaligen Dammbau- «behörbe werden dem Grunbbuchamt überwiesen.
** Stadttheater. Eine für die Universitätsstadt ganz besonders interessante Aufführung steht für Dienstag, 31. Oktober, bevor, da an diesem Abend „Die Frösche", das Lustspiel des Aristo pH an es in einer Einrichtung des Darmstädter Regisseurs Hacker gegeben werden. Tie Frösche" des Ariftophanes sind eines ber wenigen antiken Lustspiele, die unversehrt auf uns gekommen sind unb die gewählte Bearbeitung hat bereits in Darmstabt, Worms, Bonn unb anberen Orten ihre Bühnenwirkung glänzenb erwiesen. Me Proben, bie von Regisseur Hacker selbst geleitet werben, haben bereits begonnen unb außer bem Be- vrbeiter werben noch bie Herren Lehrmanu unb Jürgas vom Darmstäbter Hoftheater in der Aufführung mitwirken.
•• Frauenvortrag. Man schreibt uns: Ter 9iatur» heilve rein Gießen veranstaltet am 24. d. Mts. im Saale des Hotel Schütz einen Frauenvortrag. Frl. Marg. Päßler anS Berlin wird über Frauenleiden, ihre Verhütung und naturgemäße Behandlung sprechen. Es ist bekannt, daß gerade die meisten Frauenleiden ihre Ursache in alten, falschen Gewohnheiten haben, daß sie aber doppelt schwer auf den Frauen lasten, weil die Frauen sich nur schwer und meist zu spät entschließen, zum Arzt zu gehen, wo es heutigentags noch so sehr an Aerztinnen fehlt. Der Vortrag von einer Frau für Frauen findet daher gewiß großes Interesse und jede Besucherin wird in ihm reiche Aufklärung
--Darmstadt, 17. Okt. Kürzlich fand hiex die 1. S ch w e st e r n v e r s a m m l u n g d e s h e s s i s ch e n D i a - konievereins statt. Es zeigte sich, daß ber Verein innerlich erstarkt ist unb baß er seine Aufgabe, in jeder Hinsicht praktisch und theoretisch trefflich ausgebilbete Gemeinbeschwestern zu stellen, immer umfangreicher zu lösen vermag. (So werben jetzt wieber zwei Gemeindeschwestern in die Diasporaarbeit neu eingestellt. Auch die Vorbildung gut begabter, innerlich reifer Mädchen zu durchgebildeten Vereinsschwestern hat eine wertvolle Erweiterung durch eine Vereinbarung wegen des Krankenhauses in Groß-Gerau erfahren. Mit einer Andacht des Vereinsgeistlichen Schneider begann die Versammlung. Ihr schloß sich ein Bericht des Vorsitzenden Pfarrer Zaubitz-Bensheim an, ber bie gegenwärtige Ausgabe bes Vereins behanbelte. In ber Besprechung zeigten Frau Finanzrat Balser, Frau Pfarrer Christaller, Herr Prälat D. Flöriug, Herr Kaufmann Gunter- mann und eine Anzahl von Schwestern Wege, wie die Arbeit erfolgreich weiter ausgearbeitet werden kann und bie Schwestern noch besser als bisher versorgt werben können. Es zeigte sich, baß Umsicht unb Tatkraft, sowohl 'innerhalb der Schwesternschaft wie innerhalb des Vorstandes und Verwaltungsrates, sich zu ersprießlichem Wirken die Hand reichen. Die Bildung einer Schwesternversammlung wie eines Schwesternrates gibt der Schwesternschaft fortan eine Mitwirkung au ber Leitung unb ebenso bie Wahl zweier Schwestern in ben Verwaltungsausschuß.
Darmstabt, 17. Okt. Gestern mittag ist das frühere geschätzte Mitglied unserer Hofoper, Heinrich Bügel, verschieden. Obwohl feit über ein Jahrzehnt im Ruhestand lebend, war der Verstorbene auch als Mnstler noch allgemein bekannt und als Mensch im gleichen Maße geschätzt. Heinrich Bügel gehörte unserer Hofbühne nahezu 40 Jahre an, als er am 8. Mai 1898 Abschied nahm von ber Stätte, um in ben Ruhestand zu treten. Danach hat er noch mehrfach als Gast aus unserer Bühne gesungen, zum letzten Male 1900.
M. Offenbach, 17. Okt. Eine nette Submissionsblüte lieferte bie Ausführung dec Weißbinderarbeiten für den städtischen Schlachthof, die vom Bauamt mit 4000 Mk. vorveranschlagt waren. Das Höchstgebot bezifferte sich auf 5211,50 Mk., während die mindestfordernde Firma mit 2179,38 Mk., die also um 2032 Mk. billiger ist, den Zuschlag erhielt.— In den AuSstand getreten sind die sämtlichen bei der Schuhwarenfabrik von Herrn. Liebmann, Landgrafenring, beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen der Bodenabteilung wegen nach Ansicht der Organisation zu unrecht erfolgter Kündigung einer Anzahl Arbeiter. Es handelt sich um rund 60 Schuhmacher.
m. Offenbach a. M., 17. Oft. Die Bürgermeisterei will den minderbemittelten Haushalten den Bezug von Leucht- und K o ch g a s dadurch erleichtern, daß ihnen die Beleuchtungskörper und die Kochapparate gegen geringe Miete vom Gaswerk zur Verfügung gestellt werden. Es sollen in Wohnungen bis zu einem Mietwerte von höchstens 500 Mark auf Kosten der Stadt Gasautomaten ausgestellt werden und dabei zugleich ein Gaskocher hüt 2—3 Kochlöchern nebst Schlauch sowie ein Bügelapparat mit 2 Bügeleisen, außerdem 1—5 einfache Beleuchtungskörper — Wandarme, Pendel oder Lyren — mit allem Zubehör erstmalig geliefert werden. Der Ersatz der Heiz- und Leuchtkörper usw. ist vom Mieter zu stellen. Die Miete für die gelieferten Gegenstände ist in dem Gaspreis einbegriffen. Es soll für Koch- und Leuchtgas ber Einheitspreis von 16 Psg. für den Kubikmeter gezahlt werden. Wenn auch die innere Rohrleitung auf Kosten des Gaswerkes hergestellt werden muß, soll auf die Dauer von fünf Jahren der Preis pro Kubikmeter 20 Pfg., , nach dieser Zeit ebenfalls 16 Psg. betragen. Zurzeit kostet der . Kubikmeter Kochgas 12, Leuchtgas 18 Pfg.
w Worms, 18. Okt. (Priv.-Tel.) Heute früh 6 Uhr . brach in der inmitten der Stadt gelegenen Landsberger'schen : Mühle Groß feuer aus, das die Gebäude zum größten Teil zerstörte. Der Schaden beträgt 200- bis 300 000 Mk.; er
Kreis Büdingen.
r. binnen 17. Okt. Gestern starb in Gießen inber Klinik der langjährige Oberlehrer in Büdingen Adam Weinkl an d7n Folgen einer Operation. Die Beisetzung ber Leiche erfolgt in Gießen.
xStockheimbei Büdingen, 17. Okt. In der Gerlach- schen Dampfschneiderei wollte heute morgen ein junger Mann von Glanberg einen Riemen auf bie Scheibe legen. Dabei würbe ein Bein im Riemen verwickelt unb ber siebzehnjährige Bursche mehrmals h e r um g e s ch l eu b e r t. Ein anderer Arbeiter schnitt mit seinem Messer geschwind die Riemen entzwei. Es wurde ein Arm- und em Beinbruch festgestellt. Ob innere Verletzungen vorliegen, konnte noch nicht festgestellt werden.
Kreis Alsfeld.
-s- Alsfeld, 17. Okt. Dec Großherzog hat anläßlich der Wiederherstellung des Alsfelder Rathauses für ein Fenster im großen Sitzungssaale sein Wappen unb das der Großherzogin in bunter Glasmalerei in huldvoller Weise gestiftet.
Kreis Lauterbach.
~ Aus dem Vogelsberg, 17. Okt. Der Weide» betrieb wird in diesem Herbst im östlichen Teile des Vogelsbergs außerordentlich stark ausgeübt. Infolge des durch bie anhalleube Trockenheit verursachten Futtermangels machen selbst beffere Landwirte, die in früheren Jahren ihr Vieh gar nicht oder nur sehr selten auf die Weide trieben, in diesem Jahre von ihr ausgiebigen Gebrauch. Die letzten Regeniälle haben die eingetrockneten Weidestächen wieder zu einigem Wachstiim gebracht, so daß das Vieh, wenn auch nicht in so reichlichem Maße, ivie in Vorjahren, genügend Weidegelegenheit hat. Die schönen Herbsttage werden daher vollständig ausgenutzt; man sieht von morgens früh bis in den späten Avend zahlreiche Riiiderherben mit melodischem Schellengeläute in den Tälern weiden.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 17. Okt. Die hier neugebilbete Eisenbahnbauabteilung ist zurzeit mit den Vorarbeiten zur Erbauung eines zweiten Geleises auf ber Bahnstrecke Friedberg-Homburg beschäst gt. Da die Bäderzüge auf dieser Strecke laufen, ist der Verkehr namentlich im Sommer sehr groß. Die Herstellungskosten des Geleises betragen 310 000 Mk.
Starkenburg und Rheinhessen.
um banth
C. Zimm
Neuen 4 Echneewe erhalten Sie sic Eiejkarn'sSauc wPerodonf“ , Central-! bmil Karn. LCüerieie
W WM« VMW Dom 20. i
---- Waldg'rmes, ln. Okt. Die Arbeiten für die Uebe landzentrake der BndernS'schen Eisenwerke W e tz l ar- Lollar sind jetzt auf der ganzen Lime ausgenommen. Während die Gemeindevertretungen von Naunheim und Waldgirines den Anschluß ablehnten, wird die nahe Grube „Morgenstern" mit elektrischer Kraft versorgt. Auch die neue Drahtseilbahn wird an die Zentrale angeschlossen und alle Maschinen der Grube kommen in Wegfall.
X Oberscheld, 17. Ott. Unser Turnverein, der ausschließlich auS Bergleuten besteht, zählt bereits 85 Mitglieder. Der Verein beabsichtigt, im nächsten Jahre eine Turnhalle zu erbauen.
[] Marburg, 17. Okt. Die unter der Leitung des Oekonomierats Direktor Dr. Heffe stehende Landwirtschastl. Winterschule wurde heute mit einem Bestände von 63 Schülern (gegen 58 im Vorjahre) eröffnet. In früheren Jahren stellte sich die Schülerzahl, trotzdem weniger derartige Anstalten in Kürhessen vorhanden waren, auf 25—30. Ein Beweis, daß in kleinbürgerlichen Kreisen sich die Erkenntnis der Nützlichkeit des landwirtschaftlichen Unterrichts immer mehr Bahn bricht. — Die Bestellungen von Kartofeln bei der Stadt haben einen solchen Umfang angenommen, daß letztere heute die Lieferung von weiteren 30 Doppelwaggons ausgeschrieben hat.
F. C. Ziegenhain, 17. Ott. Von einem Auto- mobil wurde in der Nähe der Stadt der Butterhändler Dietz von Loshausen überfahren und schwer verletzt.
LAMPEN


