Be- dem ver- ber An-
BaterS befolge, inbem er ferne Gönnerschaft jener wegung züweirde, welche die Freundschaft zwischen deutschen und dem englischen Volke vermehren und tiefen wolle. Der König gab in seiner SLnttoort sicheren Hoffnung Ausdruck, daß die wohltätigen strengungen, auf beiden Seiten ein herzliches Einvernehmen zu fördern, reick>e Früchte tragen möchten. — Abends speisten Harnack und Spiecker beim Erzbischof von Canterbury.
Aus Athen wird gemeldet: Zum Präsidenten der
Revisionistischen Kammer wurde Stratos, Kandidat der Venizeles-Partei, mit 249 von 276 abgegebenen Stimmen gewählt.
Wie das Reutersche Burscru aus Teheran meldet, ist F i - /manzminister Ianicd Dauleh seinen Verletzungen Zerlegen. Der Polizei gelang die Festnahme der beiden Mörder, nachdem sie einen von ihnen verwundet hatte. Ta 'beide russische Untertanen sind, hat die russische Gesandtschaft ihre Auslieferung verlangt. — In Ispahan herrscht große Erlegung darüber, daß der russische Konsul sich weigert, den Mnnn > aus zu liefern, der am 1. d. M. den Gouverneur durch mehrere Schüsse verwundete. Es heißt, die Geistlichkeit reize die Bevöl- Lerung auf, sich der Eröffnung einer Flliale der Russischen Bank W wchersetzen.
Aus El Paso wird gemeldet: Die Insurgenten zerstörten gestern früh einen Eisenbahnzug. Mit dem Obersten der Bunddsarmec Rabago entspann sich ein Kampf, bei welchem zwei Insurgenten und 170 Mann der Bundesarmee gefallen find. Rabago ist mit 300 Mann der Umzingelung durch die Revolutionäre entronnen. Gestern abend zog er in Zuarez, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, ein.
Aus Cap Haiti en (Haiti) wird gemeldet, der von den Revolutionären für die Präsidentschaft vorgeschlagene "General L e c o n t e suchte in dem deutschen Konsulat Zuflucht. Ferner wird gemeldet, daß dre Revolutionäre die Städte Le Trou und Quannaminth (?) eigenommen haben.
Ausland.
Im ungarischen Delegations-Ausschuß für VNswärtige Angelegenheiten trat Graf Aehren- khal, der von Batthyony in der letzten Sitzung ausgedrückten! Nnschauüng entgegen, daß die Ausgestaltung der v st e r r e i ch i s ch- üngarischenFlotte gewissermaßen aufWunschDeutsä)- lands erfolge. Diese aus der englischen Presse stammende Legende werde jetzt in der englischen Presse nrcht mehr geglaubt. Ebenso unrichtig sei, daß die Ausgestaltung der Flotte Oesterreich-Ungarns gegen dessen Bundesgenossen Italien gerichtet sei. Der Aussclpiß nahm hierauf das Budget des Arußcrn [im allgemeinen und im besonderen an und drückte^ dem Minister deS Aeußern für seine richtige Leitung der auswärtigen Polllik der Monarchie Anerkennung und Vertrauen auS.
Die französische Kammer begann mit der Beratung des Gesetzentwurfes, der bestimmt, daß nur die aus der Champagne stammenden Weine als Champagner bezeichnet werden dürfen. Mehrere Abgeordnete der an das Weinbaugebiet der Champagne angrenzenden Gegenden spracl>en sich gegen den Entwurf aus, der die Frecheit des Handels beeinträchtige und die Trustbildung begünstige. Der HauptberichterstaUer des Budgets verteidigte den Entwurf, der die logische Erweiterung der Gesetze zur Unterdrückung der Nahrungsmittelfälschung bedeute. Nach Schluß der Aussprache wurde der Uebergang zur Einzelaussprache mit 344 gegen 154 Stimmen beschlossen. Die drei ersten Artikel des Champagnergesetzentwurfes wurden angenommen. Artikel 4, der eine Steuer von fünf Centimes auf die Flasche zur Bestreitung der Kosten für die Kontrolle festseyt, wurde von mehreren Abgeordneten bekämpft. Daraus wurde mit 260 gegen 241 Stimmen trotz der Befürwortung durch die Regierung und die Kommission die Krrückstellung des Artikels beschlossen. Ter Finanzminister erklärte sodann, er werde nunmehr Vorschlägen, die Steuer von 5 Centimes in das nächste Finanzgesetz ein- Nlfügen. Die letzten Artikel und das Gesetz im gangen wurden schließlich mit 411 gegen 108 Stimmen angenommen
In der russischen Reichsduma stand der Fi- Die Blätter melden: Letzthin verweigerte eine ^Batterie des 1L französischen Artillerie-Re- stzim ents den Dienst, weil die Mannschaft über ungenügende Ernährung klagte. Das zweite, um 10 Uhr ausgeteilte Frühstück entsprach angeblich nicht ihren Forderungen, weil der OeLonom Ersparnisse machen wollte, nanzplan für die Einführung des obligatorischen Elementarschulunterrichts zur Beratung. Die Vorlage fordert eine jährl. obligatorische Ausgabe von zehn Mll. für 10 Jahre u. überträgt den Verteilungsplan für die zu gründenden Schulen den Selbstverwaltungsbehörden. Der Finanzminister erklärte, die Regierung sei mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dieser Frage bereit, eine jährliche Ausgabe für den genannten Zweck festzusetzen. Das Zentrum stimmte ober nicht über 8 Millionen zu. Der Staat müsse bei der Festlegung der obligatorischen Ausgaben Vorsicht beobachten. Dsie Duma nahm die Gesetzesvorlage über die Einführung des Elementarunterrichtes mit einer obligatorischen Ausgabe von 10 Millionen Rubel jährlich für die Dauer von 10 Jahren an.
„Standard" uno „Daily News" melden: Der König von England sagte in seiner Unterhaltung mit den deutschen Pastoren: Mein teurer Vater wurde der Friedensstifter" genannt: er inar auch ein Friedensstifter. Ich betrachte es als meine Pflicht, in seine Fußstapfen zu treten. Infolgedessen werde ich nach besten 'Kräften das Bemühen unterstützen, das dahin abzielt, den Frieden intb den guten Willen zwischen den Völkern zu fördern. — Andere Blatter melden: Spiecker sprach dem König seinen Dank dafür aus, daß er das Beispiel seines
Aus Stadt uns Land.
Gießen, 7. Februar 1911.
** Tageskalender für Dienstag, 7. Februar. Stadt- iheater: Gastspiel der Jbjen-Tournec: .Wenn wir Toten erwachen.* Anfang 8 Uhr. *
M Ordensangelegenheit. Ter GroßHerzog hat bem Professor Dr. Erich Kaiser zu Gießen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Roten Adler-OrdcnS vierter Klasse erteilt.
ee Erledigte Stellen: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Rauher m. Die Stelle des Forftivarts der Forslmartei Glashütten, Oberförsterei Nidda.
** V e r b a n d der Detaillisten-Vereinc ün Groß- h^ogluin Dessen. Ter Vorstand des Verbandes hielt dieser Tage eine ^ibung ab, in der «hauptsächlich die Frage, der Gemeindest e u er-R c s o r m nochmals eingehend erörtert wurde. Mil dm von dem Jorubenben, Kalbfuß, bei dem Finanzausschuß der Ersten Kammer eingelclleten Schritten erklärte man sich einverstanden und gab der Hoffnung Ausdrull, oaß die Erste Kammer den Wünschen der Telalllliten Verpändnis entgegenbringe und die von der Zweiten Kammer int Interesse des TetallltstenstandcS iSSS^wmmenc Svnde^fMer zücht zu Falle bringe a Ctz wurde
ferner beschlossen, Anfang März eine Ausschußsitzung abzuhalten und sich besonders mit dem neuen Gesetzentwurf, betreffend dte Pensionsversicherung der Angestellten, zu beschäftigen. — Ferner fand eine Besprechung des Vorstandes mit einer Abordnung Rheinhessischer Geschäftsleute statt, die den dort bestehenden Rheinhessischen Detaillisten--Verband aufloscn und ihn als Detaillistenverein für Rheinhessen-Land neu gründen wollen. Dieser Verein wird dem Hessischen Verband sofort betreten. Die gegenseitige Aussprache ergab vollständige lieber ein\*immung. Eine große, öffentliche Versarnnilnng, zu der alle rhetnhefnswcn Detaillisten irimgelabcn werden, soll am 5, März ui Worms abgehallen werden. , _ . , ..
" »Wenn iüir Toten erwachen. Zn der heutigen Aufführung im Ctadtthcater schreibt man uns: Mit bieiem .Epilogs setzt der Denler Ibsen dte Totalsumme, die Endziffer eines Schaffens in Klammer. In diesen rote in allen letzten Ibsenwcrken scheitert die versuchte Synthese zwischen der Mann- und Weibtvelt. Aber hier scheitert sie ,zfd)Ön*. Das irdische Glück zerklirrt gewissermaßen wohllautend unter Sphärenllang. Es erscheint zum Schluß dieses Dramas der güniltgste Fall im Weltenkräftespiel gegeben; daß nämlich die Kräfte Mann und Weib parallel zu einander wirken. Die Harmonie der Seelen ist das unlösbare Problem. Irene i|t das ewig Weib- !iche, das hinan-, Maja das einig Weibliche, das hinabzieht Maja und der Bärentöter steigen zu Tal, Irene und Rubel steigen gipfelan. Irene und Maja stehen zueinander wie der Geist zur Materie, der Vers zur Prosa, die Idealiiät zur Realität. Irene ist das Symbol für Rubeks inneres Schicksal. Sie repräsentiert sein »Leben". Er ist tot, wie er sich von ihr abkehrt, sich an em Derivat des Lebens, an die Kunst verliert. Das ist seine tragische Schuld. Zu ihrer Erkenntnis komnit er erst, als er das gekränkte, verstoßene, verlorene Leben wieder sieht. In diesem Alterswerk klingen breit und mächtig wie Orgeltöne auf- und ineinanderschwebend Gru d- themen der Symphonie: Menschheit, Tod und Leben, Luve, Kunst, Ich und Du, unentrinnbares Hoffen, unentrinnbares Verzichten, die mystische Triangel: Mann, Weib, Werk (Kind). Mit starkem Interesse kann man der Aufführung dieses gewaltigen letzten Werkes des großen Norwegen entgegensehen, das durch das Ibsen-Theater Maria Rehoffs zur Darstellung gelangt.
"Die Eisbahn, die sich in vorzüglichem Zustand befindet, ist heute früh um 11 Uhr wieder eröffnet worden. Bei anhalteiidem Frost findet morgen nachmittag von 3 bis 5 Uhr Konzert statt.
**FolgendeTaubstummengottesdienste finden in diesem Jahre in Ober Hessen statt: In Gießen, im Konfirmandensaal, Licbigstraße 56, nachmittags 2 Uhr: am 19. Marz (mit Abendmahl), 18. Juni, 17. September, 12. November. In Lauterbach, im Konfirmandensaal an der Kirche, nachmittags 21/4i Uhr: am 12. März, 2. Juli, 24. September (mit Abendmahl), 19. November.
** Maul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet auS: Geseke, Regierungsbezirk Arnsberg ; Dinslaken, Regierungsbezirk Düsseldorf; Neunkirchen, Regierungsbezirk Trier; Erkelenz (Schlachthof), Regierungsbezirk Aachen; Berwangen, Baden; St. Leon, Baden; B öck in gen, Oberamt Heilbronn; Neenstetten, Lber- amt Ulm; Essingen, Oberamt .Aalen; Großbottwar und Marbach, Oberamt Marbach; Lindenberg, Bezirksamt Neustadt a. H.; Helfendorf, Bezirksamt Rosenheim; For- b ach (Schlachthof), Bezirk Lothringen; Dammerkirch, Bezirk Obereifaß; Andolsyeim, Bezirk Oberelsaß; Friedrichs- feld, Baden. .—.Erloschen äst die Seuche im Aiehhose zu Hof a. S.
Landkreis Gießen.
s. Reiskirchen, 6. Febr. Heute abend zogen die hiesigen Holzmacher, die heute mit dem Holzfällen fertig geworden sind, unter Gesang vor das Haus des langjährigen Rottmeisters Philipp Debus, den man nach einer Ansprache hoch leben ließ. Bon da ging es in die Fritzelsche Wirtschaft.
-ch. Eberstadt, 6. Febr. Gestern veranstaltete der Gesangverein »Liedertrank im Saale des Gasthauses ,zum Adler" sein ziveites Wintervergnügen. Nachmittags war der Tanz und abends nahmen theatralische Aufführungen ihren Anfang. Einem ErüffmmgSmarsch der Kapelle Görlach und einem Prolog, gesprochen von Fräulein Emma Wörsbach, folgten mehrere sehr flott vorgetragene Stücke. Der reiche Beifall bewies zur Genüge, daß die Mitspielenden sich ihrer Aufgabe in vortrefflicher Weise entledigt hatten. 'Nach 12 Uhr trat der Tanz in seine Rechte. Während der Festlichkeit erfreute der .Liederkranz* feine Gaste durch einige GesangSvorträge, die Zeugnis von seinem Können ablegten.
’Z- Li ch , 6. Febr. Heinrich N e e b s Geburtshaus, an dem kommenden Sonntag zu Ehren des verstorbenen Komponisten eine Gedächtnistafel durch Frankfurter Sänger angebracht werden soll, liegt in der Oberstadt an der Ecke von Södelhosgasse und Marktplatz. Es ist jetzt im Besitz der Getreidehandlung Gehr. Baum. Die Stadt und die hiesigen Gesangvereine „Cäeilia" und „Männer- quartett" treffen Vorbereitungen zu dem Empfang der Frankfurter Gäste.
Kreis Büdingen.
-1-. Büdingen, 6. Febr. Die vom WohlsahrtS- pflegeoerein Büdingen veranstaltete Theater- Vorstellung des mittelrheinischen Perbandstheaters bringt am Mittwoch den 8. d. Nits. das Dr. Töpfersche Lustspiel „Der Pariser Taugenichts". Tie Vorstellung findet im Saale des Fürstenhofes statt. Die von der Aufführung des,Mein- eidbauer" noch in bester Erinnerung stehenden Mitglieder des Vcrbandstheatcrs finden hoffentlich cm vollbesetztes Haus.
----- Büdingen, 6. Febr. Schöffengericht. Der Taglöhner K. L. von Ober-WidderSheim, zurzeit ohne festen Wohnsitz und Aufenthaltsort hier in llmersuchungshast, wird wegen Bettelns zu einer Haft strafe von ö Tagen und in die Kosten des Ver- iahrens Verurteilt. Ter Steinrichter A. B. von Rinderbügen erhält wegen vorsätzlicher Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeugs unter Annahme mildernder Umftänbc eine Geldstrafe von 15 Mark, die im Uneittbringlichkeitsfalle mit ,5 Tagen Gefängnis zu verbüßen ist. In einer Privatklagesache wegen Beleidigung war der Privatkläger in der Hauptverhandlimg rod)er erschienen, noch durch einen Reästsanwalt vertreten. Das Verfahren wurde cingefreUt unter Belastung des Prrvatklägers mit den Kosten. Tie nächste Sitzung suchet am 20. Februar statt.
-1. Stockheim, 5. Febr. Der Kriegerverein hielt am letzten Samstag seine Hauptversammlung unter großer Beteiligung der Krieger- und Gesangvereins-Rsttglieder in der Wirtschaft Weitzel ab. An die Versammlung schloß sich ein Bierlommers, der bei guter Uiiterhaltung durch den Gesangverein, sowie durch komische Vorträge deS Herrn Gernand und die Mitwirkung der Kapelle Elzenheimer einen gemütlichen Verlauf nahm. — In der vorigen Woche verunglückte hier ein junger Bursche; er schoß sich beim Hantieren mit einem Revolver eine Kugel in die Hand. Ter Verletzte mußte die Klinik in Gießen aufsuchen.
Kreis Lauterbach.
— Angersbach, 6. Febr. Heute nachmittag wurde der zweite Kursus der wandernden Kreishaushal- t u n g s - und K o ch s ch u l c, der am 12. Dezember hier begonnen hat, geschlossen und zugleich einer Besichtigung durch die Kreisbehörde unterzogen. An dem Kursus hatten sich diesmal 28 Schülerinnen, barunter mehrere junge Frauen von hier beteiligt. Ten Unterricht in der ersten Hilfeleistung bei Unglucks- ällen hatte der pratt. Arzt Dr. Pyroth aus Lauterbach übernommen. Nach der Prüfung, die im neuen Schulgebäude stattsand und in durclxrus befriedigender Weise verlief, gab es für die Teilnehmer in der Wircschaft von Adrian Möller, wo der Kursus abgehalten wurde, Kaffee und Kuchen. Für den Kursus in Crainfeld, der nach Verbringung der Gerätsä-aften dorthin deninächst beginnt, sind bereits 31 Schülerinnen gemeldet
Kreis Friedberg.
0 Friedberg, 6. Febr. Einen Familienabend, der sich eines außerordentlichen Besuchs aus der weiten Umgebung erfreute, veranstaltete am Samstag abend im Hotel Trapp der Bezirkslehrerverein Friedberg-Bad-Nauheim. Ein ausgewähltes Programm sorgte für reiche Unterhaltung. Besonderen Beifall fanden die Gesangsvorträge von Seminarlehrer Kuhn (Tenor), Blindenlehrer Schmidt (Baß) uns Fräulein Wehr- heim-Bad-iliauheim (Sopran), sowie der vorzüglich gespielte Haus Sachs'sche Fastnachtsschwank „Ter fahrende Schüler im Paradies", den Lehrer Weinerl, Lehrer Zinser-Beienheim und Frl. Säufer- Wisselsheim trefflich Wiedergaben. An die Feier schloß sich ein Tanz an. Gestern schloß sicy an die Feier noch ein Ausflug nach Bad-Nauheim, roo man int Restaurant Burk noch einige ge- m^ckiche Stiiilden verlebte. Das nächste Familienfest des Be- zirtsoereins soll int Sommer auf dem Watdscyloßchen bei Ober- blosbach veranstaltet werden. .
m. Ba 0 - N a u y c i in, 6. Febr. An 13 Kriegs- cetera nen mit einem Einkommen von weniger als 1300 Piark wurden jetzt von der Stadt je 25 Mk. ausbezahlt, Im Ganzen sind noch 49 Veteranen vorhanden.
— d. Bad-Nauheim, 5. Febr. Im hiesigen Kriegerund Militärverein „Hafsia" hielt gestern abend Hauptlehrer Storch-Butzbach einen Vortrag über „Er- lebtes und Erfahrenes aus großer Zeit". In von Begeisterung getragener Sprache gab der Redner in seinen Ausführungen die Eindrücke wieder, die er als Junge während der großen Tage von 1870/71 in unserer Badestadt in sich aufgenoiumen hat. In einer größeren Anzahl Dichtungen hat der Vortragende seinen Empfindungen poetischen Ausdruck verliehen. Der Vortrag fand reichen Beifall, besonders auch von den anwesenden Veteranen. Hauptlehrer Storch hat über dasselbe Thema in diesem Winter schon einmal im hiesigen Vortragsverein gesprochen, auf vielseitigen Wunsch hin wiederholte er es gestern abend in der „Hassia".
m. Rieder-Mörlen, 6. Febr. Hier ist die älteste Einwohnerin, Frau Witwe Hahn, im 9 8. Lebensjahre nach kurzer Krankheü gestorben. 9ioch einige Tage vor ihrem Tode verrichtete sie sämtliche Wlrtschaftsarbeiten. In unserem Orte leben jetzt noch 6 Greife und Greisinnen im Alter zwischen 80 und 90 Jahren.
Starkenburg und Rheinheffen.
R. B. Darmstadt, 6. Febr. An dem FestbaN, den Staatsminister Ewald und Frau heute abend in den Räumen der Vereinigten Gesellschaft veranstaltet hatten, nal)men etwa 250 Gäste teil, darunter auch der Großherzvg und die Großherzogin. Um i/29 Uhr fand in den kleineren Sälen ein gemeinsames Abendessen statt, bei dem der Großherziog Frau Staatsminister Ewald, Staatsminister Ewald die Großherzogin zu Tische führte. Nach beendetem Essen begann gegen V2IO Uhr der Ball, der bis nach 1 Uhr an dauerte. Die Tafel- und Ballmusik stellte die Kapelle des 23. Dragoner-Regiments.
rnu Darmstadt, 6. Febr. Zum Besuch des Zarenpaares wird aus zuverlässiger Quelle mitgcteUt, daß das B e- s i n d e n der K a i s e r l n in der lebten Zell majt beiondcrs gut war. Die Besserung im vorigen Iahlre hielt nicht allzulange an und der Zustand soll wieder schlimmer geworden fein, so daß alsbald mit dem Eintritt besser er Witterung die Nauheimer Mur wieder beginnen soll. Es wird behauptet, daß der Rückschlag in dem Befinden der Zarin auf die Tatsache zurückzuführen sei, daß sie sich im Vertrauen auf ihr Wohlbefinden allzugroße Anstrengungen aller Art zumutete und sich dabei erneut Erkältungen ufro. zuzog. Der Zustand hat keinerlei Bedenken, roiib aber einer längeren Behandlung bedürfen. Voraussichtlich bürile die Zarin mit den Kindern schon Anfang Mai in Schloß Friedberg eintreffen. Die Ankunft des Zaren ist auf einige Wochen später vorgesehen. — Wegen der langen Hutnadeln hat auch die Darmstädter Stratzeitbahnverwaltung ihr Fahrpersonal angewiesen, Damen mit Gefahr bringenden Hutnabeln in höflicher Weife zu deren Beseitigung oder Sicherung der Spitzen aufzufordern. Bei etwaigen Verletzungen sind die Namen der Trägerinnen, der .Verletzten und Zeugen festzustellen.
rm. Gernsheim, 7. Febr. Plötzlich gestorben ist heute früh der Oberamtsrichter Franz während des Dienstes auf feinem Bureau. Er erlitt einen Schlaganfall.
m Offenbach a. M., 7. Februar. Ueber die Errichtung einer Kläranlage hielt in der gestrigen Sitzung des Bau- ausschusses Ingenieur Dr. Heydt-Darmstadt einen dreiviertelstündigen Vortrag, in dem er die verschiedenen Kanal- Systeme und besonders das von ihm für Offenbach vorgesehene Projekt erläuterte. Schließlich wurden 30 000 Mark für die Vorarbeiten zur Kläranlage bewilligt. Dr. Heydt soll in einer demnächst abzuhallenden öffentlichen Versammlung über die Kläranlage berichten, damit auch die Bürgerschaft über diese Frage sich ein Urteil bilden kann. — In der hiesigen Leihhausverwaltung sind erhebliche Unterschlagungen aufgedeckt worden. Schon seit Jahren hat der Leihhausvorsteher Bayersdorf bei der Versteigerung von Pfandscheinen die über die Psandschein- summe hinaus erzielten Beträge den Psandscheminhabern nur zum Teil ausbezahlt, ohne daß bei den Revisionen die Unterschlagungen bemerft wurden, da die Summe der Pfandscheine stets mit den Eintragungen in den Büchern übereinstimmte. Die Höhe der veruntreuten Summe konnte noch nicht fest- gestellt iverden. Tie Entlarvung des Defraudanten erfolgst auf die Anzeige eines anderen Leihhausbeamten hin. BayerS- darf wurde sofort seines Postens enthoben. Die Stadt ist nicht direkt geschädigt, jedoch fragt sich, ob nicht die Psand- fcheminhaber Schadenersatzansprüche an die Stadt stellen werden.
-0. Mainz, 6. Febr. Ter ehemalige Sauitätsrat Dr. Rolly aus Osrhosen, dec im vorigen Jahr wegen Verleitung zum Meineid mit dem Terekrio Großtorrenhaus zu 1^> Jahren Zuchthaus verurteilt lvurde, und wegen Kränklichteir zeitweiligen Strafaufschub hatte, machte in der letzten Zeit wieder ein Gnadengesuch an den Groß- Herzog, das dieser Tage ab gewiesen wurde.
Hessen-Nassau.
hc Hornburg v. d. Höhe, 6. Fcbr. Dem Landbauinspettor H. Jacobr in Hombura v. d. Höhe wurde der Charaucr al-H Bau cgi mft beiß pe^ioMchW Mnge öer Räte vierter Klaffe vcr-
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Kurz noch vnd m zwei A henachleiligM, ic die inanchm bisd bauen: L Erlvo Hain; 3. Km ' Gießen; 6. Zti gcshain, die die Mrde von der als in der Lüei Helin-Gießen, c durch das Ünschn Mk, obschon ei dem 5. Preise a
Auch der Bo weit üba 30 B anregend. Erst Preungcshain, 3 gcshain, ö. Lch
Sie Preisve Junen außer F Silber und prall Liäelgainaschen, lampen, Becher
Ter Mßero 6er Bevölkerung Lchiklub nicht ’ im Vogelsberg tagen, die babi aufruweisen hab nahmeouelle. i
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