die ersten Jahre des Bestehens der Kasse ergibt sich schon aus der großen Anzahl der älteren Kassenmitglieder. Bemerkt sei hierbei, das; nach dem Gutachten des Kaiserlichen Aufsichtsamtes für Privatversicherung, welches dem Gesetzentwürfe zur Grundlage diente, empfohlen wurde, in den ersten Jahren des Bestehens der Kasse eine Umlage von 11—IIV2 Proz. zu erheben. Zurzeit werden auf Grund der wirkliche;: Ergebnisse von dem Kaiserlichen lAufsichtsamt Berechnungen darüber angestellt, wie hoch nunmehr hie Umlagen zu bemessen sein werden.
Das Vermögen der Fürsorgekasse betrug am 31. März 1911 rund 909 750 Mk., welches vorzugsweise in 4 prozentigen Merten angelegt ist. Hierunter sind rund 125 000 Mk. Eintrittsgeld und 400 000 Mt. Nachzahlungen enthalten. Inzwischen ist das Vermögen auf 1255 389,51 Mk. angewachsen.
Ans Stadt und Land.
Gießen, 7. September 1911.
'* OrtSgewerbeverein. Der Besuch der Edder- talsperre, der am kommenden Montag, 11. l. Mts., stattfinden soll, ist als eintägiger Ausflug vorgesehen. Die Abfahrt erfolgt Montag früh 4 Uhr, die Ankunft auf Station Waldeck 3/49 Uhr. Zunächst wird kurz Schloß Waldeck be- sucht und dann nach der etwa eine Stunde entfernten Bericher Hütte gewandert. Das hier im Maßstab 1:40 ausgeführte Modell der Talsperre dürfte mit am interessantesten sein. In der Nähe von Hemfurth, das wiederum ungefähr eine Stunde von der Bericher Hütte entfernt sein soll und wo sich das Baubureau der Firma Holtzmann befindet, werden sodann die Arbeiten an der Sperrmauer selbst besichtigt. Von Station Buhlen soll gegen V24 Uhr die Heimreise, die eoentiied noch einmal in Bad Wildungen unterbrochen werden kann, angetreten werden. Am kommenden Freitag Abend, 9 Uhr, findet im Gewerbehaus ein Vortrag über die Eddertal- sperre statt.
** Bahnhofsmission. Als ein erfreuliches Ereignis erscheint es, daß die Bahuhofsmissionen evangelischen, katholischen und jüdischen Bekenntnisies jetzt ihre Schutzadressen zum Dienst an der reisenden weiblichen Jugend auf einem gemeinsamen Ausgang an den Eisenbahnwagen sämtlicher deutscher Bundesstaaten Mitteilen. Unter dem Titel „Bahnhofsmission in Deutschland" zeigt das Plakat das rosa Mtüteserkreuz der Evangelischen deutschen Bahnhofsmission und den gelben Balken des Katholischen Mädchenschutzverbandes, Verde überdruckt mit Schutzadressen, wo allerorten Fremden oder Unerfahrenen Schutz und Rat gegen Ausbeutung, Verführung oder andere Schwierigkeiten geboten wird. Unten am Plakat reihen sich die Adressen des Jüdischen Frauenbundes ,um dessen Doppelstern. Damit Ausländerinnen die ihnen bekannten Abzeichen wiederfinden, stehen rechts und links in den oberen Ecken der siebenzackiae Stern des Freundinnenvereins und das internationale Abzeichen des Katholischen Mädchenschutzverbandes. Zur Verwirklichung dieser einheitlichen Kundgebung für diese wichtige Wohlfahrtsbestrebung sind die Eisenbahnbehörden in sreuno- lichster Weise entgegengekommen.
Landkreis Gießen.
-m. Langsdorf, 7. Sept. Mit dem Bau der hie- sigen Wasserleitung wurde dieser Tage begonnen. Das Quellengebiet befindet sich in nächster Nähe des Ortes, wo gegenwärtig Bohrungen vorgenommen werden. Von hier aus soll daS Wasser auf eine Anhöhe geleitet werden, um den nötigen Druck zu erhalten.
Kreis Alsfeld.
§ Bernsfeld, 6. Sept. Unsere waldreiche Umgebung ist von jeher daS Stelldichein der Zigeunerhorden. Gestern hielt die Gendarmerie von Grünberg, Homberg a. d. O., Londorf und Ruppertenrod eine erfolgreiche Streife ab. Eine Zigeunerbande (50 Leute) lagerte im Walde, floh aber bei dem Anrücken der Gendarmen. Die Flüchtlinge wurden ein- geholt und festgenommen. Bei der Durchsicht der Wagen fanden die Gendarmen Armeerevolver, ein Gewehr und eine Anzahl scharfer Patronen. Die Waffen und Patronen wurden eingezogen und die Zigeuner nach Grünberg vor das Gericht gebracht. Hier mußten die männlichen Mitglieder die gesetz» liche Strafe von 2 Mark für ihr unbefugtes Betteln erlegen. Für die Zahlungsunfähigen erlegten die anderen den Betrag.
X 2lu 8 dem Ohmta l, 6. Sept. Die Grummeternte ist beendigt. Der Ertrag war nur sehr gering. Mancher Landwirt hat überhaupt nicht zu mähen brauchen. Kreis Lauterbach.
~ Lauterbach, 6. Sept. Der Beamtenverein veranstaltete gestern abend zu Ehren seines nach Osthofen in Rheinhessen versetzten ersten Vorsitzenden Gerichtsaktuar Pfaff hier im Gasthaus zum Anker eine Abschiedsfeier. Der zweite Vorsitzende des Vereins, Hauptlehrer Dr. Köhler, begrüßte die Erschienenen und würdigte die Verdienste des Scheidenden. Oberamtsrichier Frey wünschte dem Scheidenden, mit dem er 11 Jahre zusammen gearbeitet habe, in seinem neuen Wirkungskreis ein ferneres Wohlergehen. Aktuar Pfaff dankte mit herzlichen Worten. Klavier- und GesangSvorträge verschönten die Feier.
Kreis Schotten.
△ Glashütten, 6. Sept. Unser stattliches Schulhaus ist vollendet und wird an einem der nächsten Sonntage emgeweiht. Das Gebäude umfaßt zwei Schulsäle und zwei Lehrerwohnun,gen und kostet 43 000 Mk. Da die Gemeinde wasserarm qt, so hat der Ortsvorstand auch die Errichtung einer Wasserleitung beschlossen. Das Quellaebiet bei Burkhards ist schon angekauft.
— Meiches, 4. Sept. Heute nachmittag entstand am Waldrand auf dem Totenkäppel ein Brand, der aber bald gelöscht war.
Starkenburg und Rheinhessen.
! Mainz, 6. (Sept. Gestern mittag gegen 12 Ubr brachrn dem ttt der Altstadt gelegenen Gasthof zum „Schwarzen Baren" G r 0 ß f e u e r aus und zwar entstand der Brand in einem Dachraum, der schon seit Wochen nicht mehr be- tretkn. wurde. Die Kämmer war verschlossen und der Schlussel befand sich in der Brauerei. Die Ursache des Feuers ist also nicht aufgeklärt und wird auch wohl kaum aufgeklärt werden. Da der Brand um die Mittagszeit sammelte sich eine große Menschenmenge an der Brandstätte an. Bei den Jeuerlvehrmannschuften kamen durck Herabsturzen von Ziegeln und brennenden Balken freb en Unfälle vor. Anwesend waren die Wehren von Mainz, Mombach, bastel und die Militärfeuerwehr Da auch genügend Wasser vorhanden war, g.ckang cs bald des Feuers Herr zu werden und die umstehenden Häuser iu sichern. Gegen 1 Uhr begannen die Aufräumunqsarbeiten und um 2 Uhr rückte der größte Teil der Wehren ab
! Rüsselsheim, 6. Sept. Heute nachmittag gegen l’/2 Uhr entstand in der Kokosteppichfabrik Stäckicht Feiger, das rasch um sich griff und alle Gebäude ergriff. Die ganze Fabrik ist niedergebrannt. Das Feuer dehnte sich so schnell auS, daß einzelne Leute mir durch Einschlagen der Fensterscheiben aus den brennenden Gebäuden gerettet werden konnten. An der Brandstätte sind die Rüffelsheimer Wehr, die der Opelwerke und mehrere auswärtige Wehren gegenwärtig.
Hessen-Nassau.
— Gladenbach, 6. Sept. Hier ist ein Bürgerverein gegründet worden, der bereits 100 Mitglieder zählt. Die erste Ausgabe wird die Bahn betreffen.
b. Blasbach, 6. Sept. Gleich wie im benachbarten Hohensolms kommt auch hier die Zusammenlegung der Gemarkung zur Durchführung. Die Feldmark ijt 518 Hektar groß und meistens hügeliaes Gelände. Die Gemeinde hofft, auf einen erheblichen Zuschuß, zumal bereits 200 Prozent Zuschläge zur Staats ein kommensteuer und zu den Realsteuern erhoben werden.
O. Selters, 6. Sept. Bürgermeister Rupfi feierte am Sonntag seinen 79. Geburtstag in geistiger Frische und in körperlicher Rüstigkeit. Er Dürfte wohl der älteste? Bürgermeister weit und breit sein. — Die hiesige Kirchweihe fällt in diesem Zahre wegen der schlechten Ernte aus.
Gerichtssaal.
Rahardt contra 60 rabt.
Aus Breslau wird uns geschrieben:
Vor dem hiesigen Schöffengericht fand eine Verhandlung statt, die sowohl mit Rücksicht aus den Gegenstand der Klage wie die beiden Parteien in weiten Kreisen lebhaftes Interesse erwecken wird. Als Gegner standen sich gegenüber der Vorsitzende der deutschen Mittelstandsvereinigung, Landtags- abgeordneter Obermeister Rahardt und der Vorsitzende der schlesischen Mittel st andspartei, Schornsteinfegermeister Conradt. Der Verhandlung lag eine Klage wegen Beleidigung zugrunde, welche Obermeister Abg. Rahardt gegen Conradt angestrengt hatte, weil der letzte gelegentlich einer im Frühjahr 1911 in Hirschberg abgehaltenen Versammlung der Mittelstandsvereinigung gegen Rahardt den Vorwurf erhoben hatte, dieser sei lediglich deshalb aus einem Gegner des Hansa- bundes zu einem Freunde desselben geworden, weil ihn der Hansa- bund um den Preis von 7000 Mark erkauft habe. Als Rahardt wegen dieser Aeußerung Klage stellte, bestritt ^onradt, diese Worte gebraucht zu haben; er will vielmehr nur sich dahin aus- gedrückt haben, um den Wandel der Gesinnung Rahardts erklären zu können, müßte man ihm (Rahardt) ins Herz sehen können. Er habe lediglich einmal gesagt, daß nach seinen Informationen Rahardt als Ersatz für verschiedene Auslagen sowie als Spesen jährlich vom Hansabund 7000 Mark erhalte. Er glaubte sich auf seine Gewährsmänner verlassen zu können. Man habe ihm (Conradt) schon früher gesagt, daß er Rahardt beschuldigt habe, vom Hansabund 30 000 Mart angenommen zu haben; er habe diese Behauptung schon damals sofort öffentlich als unrichtig bezeichnet. Die Zeugenaussagen gingen in wesentlick-en Punkten direkt auseinander. So erklärten die Reichstagsabgeordneten A b - l a ß und W e n k e, sie könnten sich bestimmt erinnern, daß Conradt die Aeußerung getan habe, er bleibe dabei, daß Rahardt trotz seiner Ableugnung im Abgeordnetenhaus außer den besprochenen 7000 Mark, auch noch Tagegelder beziehe. '3)er Redakteur Kerze n do rf. der damals in Der Versammlung den Vorsitz geführt, hatte, hat die fragliche Aeußerung so aufgefaßt, als wenn Rahaft>t vom Hansabund TagegeÜ>er beziehen würde, die sich pro Jahr auf 7000 Mark belaufen. Rahardt erklärte zum Schluß, er habe, seit der Hansabund besteht, alles in allem etwa >300 Mark als Erstattung seiner baren Auslagen erhalten. Der Bettagte Conradt erwiderte hierauf, er habe jetzt keinen Grund mehr, an der Wahrheit dieser Aussage zu zweifeln. Der klägerische Anwalt verlangte die Bestrafung des Beklagten wegen öffentlicher Beleidigung, während der Vertreter des Beklagten Freisprechung forderte, weil sein Mandant nur gesagt habe, die von dem Kläger für seine Tätigkeit vom Hansabund bezogenen Entschädigungen usw. erreichten die Höhe von 7000 Mark, und darin liege, selbst wenn das unrichtig sein sollte, doch keine Beleidigung. Das Gericht erkannte auf Freisprechung, da sich der Wortlaut der in- kriminierten Aeußerung nicht mehr feststellen lasse.
Verbrecherschulen
kann man, so schreibt uns unser Londoner Mitarbeiter, mit Fug und Recht die im Privatbesitz befindlichen, von Privatpersonen geleiteten und vorn Staate subventionierten GefängnissefürjugendlicheVerbrecherin England nennen, die den Titel „Besserungs-Anstalten" führen. In Diesem Sinne hat sich ein ehemaliger englischer Richter ausgedrückt. Mr. E. BowenRowlands, eine Autorität auf dem Gebiete englischer Kriminologie, zitiert diese Aeußerung und beruft sich darauf, daß sie ihm gegenüber im Gespräch mit dem ungenannten Richter gemacht worden sei. Mr. E. Bowen Rolands selbst nimmt in einer Londoner Zeitung zu diesem Thema das Wort und ergeht sich in Ausführungen, die wir nachstehend auszugsweise wiedergeben.
Während der langen Jahre, während welcher Mr. Brown Rowlands in den oberen Gerichtshöfen praktizierte, hat er den Eindruck gewonnen, daß die vorerwähnte richterliche Aeußerung wohlbegründet sei. „Vor einigen Jahren," schreibt Mr. E. Browen Rowlands, „besuchte ich eine große Anzahl englischer etrafanftalten und Gefängnisse u. a. auch die Anstalten, die gemäß dem System Borstal geleitet werden. Sämtliche Gefängnisbeamten, die ich über den Gegenstand sprach, verdammten einmütig die „Besserungs-Anstalten. Bei ihrer Beurteilung gingen sie von den Eindrücken aus, die sie in Beobachtung der ihrer Obhut anvertrauten Sträflinge gewonnen hatten. Ihrer Meinung nach rekrutieren sich ine bösartigen Elemente in den Strafanstalten aus Verbrechern, die der Zucht der Besserungsanstalten entsprossen sind. Rückfällige einstige Zöglinge von Besserungsanstalten sprechen am ehesten gegen das System. Von 1 1,723 Kna- b e n, die in den Jahren 1906, 1907 und 1908 Besserungsanstalten a ls „gebessert" verlassen hatten, sind nicht weniger als 864 dem Verbrechen wieder verfallen. In einem amtlichen Bericht der Besserungsanstalten, es gibt deren 43 in England, vom Jahre 1909, wurde sestgestellt, daß 911 Sträflinge ehemalige Zöglinge der Anstalt sind, obwohl die Gesamtzahl der Insassen der Besserungsanstalten im selben Hahre 4,734 betrug. Der Anteil an der Zahl der im genannten Jahre in Untersuchungshaft befindlichen Personen (111161) wies für Besserungsanstalten 986 ehemalige Zöglinge auf.
Der letzten Volkszählung zufolge ergab sich für England, Wales und Schottland eine Bevölkerung von 37 Millionen. A u f je 3 3 3 Personen der Bevölkerung kommt je ein Verbrecher, aber die Strafanstalten stellen schon unter 6 ihrer ehemaligen Zöglinge je einen Verbrecher.
Warum werden jugendliche Verbrecher diesen privaten Besserungsanstalten überwiesen? Tie Frage hängt mit dem Kinder- Gesetz des Jahres 1908 zusammen. Die Privatgefäng- nisse, Besserungsanstalten genannt, traten an Stelle nicht vorhandener staatlicher Institute. Das erwähnte Kindergesey ver- sügte, daß kein Verbrecher unter sechzehn Jahren zum Tode oder zur lebenslänglichen Hast verurteilt werden soll; daß kein Kind unter 14 Jahren in einem Staatsgesängnis untergebracht werden soll; und daß ein jugendlicher Verbrecher im Alter zwischen 14 und 16 Jahren erst bann in ein Staatsgefängnis geschickt werden soll, wenn er zu verderbt ist, um in einer Fürsorgeanstalt ausgenommen werden zu können. Der Staat selbst hat aber bisher derartige Fürsorge-Anstalten noch nicht geschaffen. Demnach
müssen die privaten „Besserungsanstalten" benutzt werden. Da« ganze System der Behandlung lugendlicher Verbrecher in England schreit nach Reform.
Erdbeben in Schwaben.
Ueber ein Erdbeben, das sich gestern in Schwaben, dann aber auch im Rheinland und Belgien bemert bar gemacht hat, ohne indessen Schaden anzurichten, erteilter wir folgende Nachrichten:
Hohenheim, 6. Sept. Tie Instrumente der Erdbebew warte verzeichneten heute nacht zwer Nahbeben. Tas erst, erfolgte 2 Uhr 5 Min. 45 Sek. mit einem darauffolgenden schwächeren Stoß um 2 Uhr 6 Min. 5 Sek. Tas zweite tanger anhaltende Beben erfolgte um 5 Uhr 21 Min. 35 Sek. Die Bewegung der Instrumente dauerte mehrere Minuten an.
Ebingen, 6. Sept. Heute nacht wurden hier m ehren E r d st ö ß e von mäßiger Stärke verspürt. Schaden haben sie nidx angerichtet, sie waren aber doch kräftig genug, zahlreiche Einwohner aus dem Schlafe zu wecken.
Hechingen, 6. Sept. Heute früh 2.38 Uhr wurde hier ein kurzer, aber kräftiger Erdstoß verspürt, bet sich um 5.18 Uh: früh wiederholte und diesmal mindestens 6 Sekunden bauerte Von starkem unterirbischemRollen begleitet wurden bte Stöße in allen Häusern verspürt. Gläser klirrten, vereinzelt fielen Gegenstände von ihrem Platz und Uhren blieben stehen Ein größerer Schaden entstand nicht, doch bemächtigte sich der Bevölkerung ein allgemeiner Schrecken. Auch in Tü-, hingen wurden mehrere Erdstöße verspürt.
Düren, 6. Sept. Heute mittag gegen 3 Uhr wurden zwei ziemlich heftige Erdstöße verspürt. Leichte Bewegungen wurden auch in Aachen, Eschweiler und anderen Orten der Umgegend wahrgenommen.
Brüssel, 6. Sept. In der Gegend von Namur wvrden heute starke Erdstöße beobachtet.
Markte.
fc. Frankfurt a. M. Scbweinemarktbericht vom 6. Sevt. Auigetrieben waren 1711 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgeivicht 51.60—64.00 kDlf„ Schlachtgewicht 66.00 - 68.00 Alk., vollfleischige Schweine unter 80 kx Lebendgewicht 60.00 - 52.50 Vik., Schlachtgewicht 64 — 66.00 Mk.; voll fleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ,52.00—53.50. 1, Schlachtgewicht 65—67.00 Mk.: vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 52.0'>—53.50 Mk., Schlachtgewicht 65.00-67 Alk.; Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht 00.00 big 00.00 Vik., Schlachtgewicht ‘jo.OO—00 Mk. Sauen 00—00 Mk. Geschäft gedrückt, oerbletbt Ueberstand.
Limburg a. d. Lahn, 6. Sept. Fruchtmarkt. Durch, schnittspreis pro Malter. rlioter Weizen (nastauischer) 17,30 Llt, weißer Weizen (angebaute Fremdsorte) 16,80 Alk., Korn 13,60 'M, Gerste: , uttergerfte 00,00 Alk., Braugerste 00,00 Alk.. Haler Alk. 9,00, 0 rbieu 0,00 Mk, Kartoffeln 7—8,00 Mk.
F.C. Wiesbaden. Vtehh of -M a r k tb e ri cht vom 6. Sevi. Auftriebe Rinder 105 (Ochsen 20, Kühe 85, Bullen 0), Kälber 882, Schate 31, Schweine 516.
Tendenz: Rinder, Kälber, Schale und Schweine mittelmäßig, Preis Durch-
pro 100 Pfs. jchnittspreir üebenb» äfilalj:* pro 100 tzsund Ochsen. von-öi-von-bir me‘Xu£ta*'
Vollfleischige, ausgemästete, höchsten
Schlachtwertes höchstens 6 Jahre alt 48—51 87—93 49 90
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und
altere au8gemä|tde 44—47 81—85 45 88
Ungejochte.......... 51—53 93—96 52 94
B ul l en.
Vollfleischige, ausgewachsen^ höchsten
Schlachtwertes........ 43—45 78—82 44 80
Säei en, Kühe.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst.
Schlachtivertes 45—51 82—89 48 85
Vollstelschlge auSgemästete Kühe höchst.
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . 87—39 71—75 38 II Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut
entwickelte jüngere Kühe und Färsen 32—36 66—72 34 68
Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 27—80 60—68 28 64
K äl b er.
Feinste Mastkälber ...... 60—62 100-104 61 102
Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 52—57 89-96 54 92
Geringere Mast- und gute Saugkälber 48—61 80—87 49 83
Deringers Saugkälber...... 43—47 72—78 45 7ö
Scha 'e.
Weidemastschafe 43—00 86—00 43 86
Schweine.
Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner
Lebendgewicht 53—54 68—69 53 68
Vollfleischige Schweine über 2 Zentner
Lebendgeivicht........53—54 68—69 53 68
Vollfleischige Schweine über 2'/, Zentner
Lebendgewicht........ 50—51 64l/,-66 50 66
Fleischige Schweine unter 80 kg Lebend
gewicht 52-53 67—68 52 67
Ueberstand: Rinder Ueberstand, Kälber, Schafe und Schweim geräumt
AirchUehe Nachrichten.
^sruruniufe ueilgloilLgelruschasl.
Gottesdienst.
Sabbatieier am 9. September 1911:
Freitag abend 6.25 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
„ Nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbat-AuSgang 7.40 Uhr.
Wochengottesdienst: NiorgenS 6.00 Uhr, abends 6.80 Ubr.
Müller'sche Badeanstalt.
Wasi erwärme der Lahn am 7. Sevtbr.: 176 R.
Meteorologische Beobachtungen ber Station Sieben
Höchste Temperatur am 5. bis 6. Septbr. — -j- 24,8 ' C.
yiiebviqite . .5 ,6. — + 11,9 ‘J.
Dnebeiicblaq: 0,0 mm.
Sept.
1911
Barometer ans 0°
D
K
M s
C
6
S w
der Luft
Absolute I Feuchttakeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke ||
Grad txr Bewölkung in Zehntel der ftdjtb. Hinnnelssl.
Wetter
6
2’*
52,6
24 5
99
44
NW
2
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Sonnenschein
6
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53,3
17 3
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WSW
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