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1.7.1911 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 20 Seiten

Eine so schwerwiegende

fein un Tie 367

Ausland.

Tie niederländische 2. Kammer nahni^ den (yefeßent Wurf an, nach dem das JitinBvrotofolf rom 19. September 1910 zu einer Konvention bermfenö die Errichtung eines internationalen Prise ugerichtS Hofes gulgcheißeii wird.

TerMalin" meldet aus London, dass die englische Re gierung. deren erste, freundschaftliche aber energische Voi- stcllung wegen Besetzung von El Ksar von den Spaniern in . einer nicht durchaus bcwiedigendeu Weise beantwortet worben fei, neuerlich Vorstellungen an das Madrider Kabi­nett gerichtet habe.

Zahlreiche Studenten begaben sich nach Bordeaux nach dem Friedhöfe, um am Tenkmal der für das Vaterland Gc fallcncn zum Zeichen des Protestes gegen die Haltung her alldeutschen Blätter eine Palme niederzulege». Bei bet Ankumt auf dem Friedhof brach der Palmenträger plötzlich tot zusammen

Tie Lyoner Studentenschaft veranstaltete eine K und gebuiig gegen den Artikel derStraßburger Post".

Ter englische König richtete au da« Volk ein Schreiben, in dem er herzlich dankt für die Sympathiekundgebungen und Willkommeugrüße, die ihm aus allen Teilen des Reiches zu- gegangen sind, die ihn mit Vertrauen und Zuversicht erfüllten.

Deutsches Resch.

Ter Bundesrat hat seine letzte Vollsitzultg vor der Sommerpause am letzten Mittwoch abgehalten. Voraus­sichtlich wirb die erste Sitzung nach der Pause erst am ä. £ f t o b c v stattsinden.

Tas amerikanuche Geschwader verließ am Freitag vor» mittag den Kieler S?afcit. Bald muh 9 Uhr machte bu? FlaggschiffLouisiana" von bei Bme los linb fuhr in Bc- ßtcitumj bei übrigen drei Liiiicnschisfc an den deutschen Kriegsschiffen vorüber, wobei die Schiffe Flaggrüße au« tauschten.

Nachdem auch die Wahlen zur ersten Klasse bet einer Beteiligung von 78 Prozent ftattgcfnnbcn haben, ergibt nch rür den KarlSruher Piirgeraus schu ß folgende Zusammensetzung: 16 Zentrum, 30 Nationalliberale, 30 So­zialdemokraten, 18 Fortschrittliche Bolkspartei und zwei Wirtschaftliche Vereinigung iKonservative).

Auf Befehl des Kaiser nimmt Gencralfeldmarschatl v. Bock und Po lach vom 1. Juli ab eine Besichti - o u n g des w ü r t t«m b e r g i f ch e n Armeekorps vor

Ter F a l l Z a t h o wird zwar in protestantischen Kreisen viel beiprochei'. doch ist eine größere Anstr ittsbewegung nu« der preußifcheii Landeskirche nicht zu befürchten. Zatbo selbst denkt nicht daran und auch seine Anhänger und die übrigen kirchlich-liberalen ^Kreise wollen den Kampf um die Gleichberechtigung ihrer religiösen Richtung innerhalb der Landeslirche führen. Daß diese Richtung starker ist als man vieliach aunahm, beweisen die zahlreichen überfüllten Protcüoersammlnngen, zum Fal! '>atho und die -i.aifache, paß für die Zoliwipenbe schon 70 000 Mark eingegangen lind. Wenn die tiefe Erregung über Zatho« Entsetz ing dazu führen wird, baß ähnliche Ketzergerichte in Zukunft unterbleiben, dann kann diese Episode doch noch zum ^egen

beschloß nach Kenntnisnahme der burrt) den Gesandten in Eetinje übermittelren Wünsche der Malissoren trotz de« Einspruch« einiger Minister, de» Malissoren, die beruf» mäßig Waffen brauchen, das 9*3» 0 ent ragen unter Gattung de« Torfältesten gegen ein entsprechendes Zeugn'« zu ge der Ausführung eines früheren Beschlusses betr. den Wieder- hatten. Weiter traf des Ministerrat Entscheidungen wegen Aufbau bezw die Reparatur der durch die Operationen beschädigten Kirchen und Wohnungen und wegen der Ber teilnng von Lebensmitteln an die Flüchtlinge, sowie bezüg­lich des Unterhalts der bereits zurückgekehrten 35 Mali iso renfamilien Tie Pforte soll sich auch bezüglich de« Militärdienstes insofern nachgiebig zeigen, al« den Ma­lissoren unter gewissen Umständen erlaubt werden soll, Tienst in ihren Bezirken zu leisten. Bezüglich der Bcam iciu lucunungcii soll die Pforte die ^iohuenbigreii berück sichtigen, daß die Beamten die Landessprache kennen. Tiese Beschlüsse find den ti,rkischen Botschaftern zur Mitteilung au die Großmächte telegraphiert worben. Tie Malisforen chef«, welche mit dein türkischen Gesandten Rücksprache nahmen, verlangten Bedenkzeit, tun mit den übrigen Eh ess über das Angebot der Pforte zu beraten. Rach einer Tepesche des Walis von Skutari hat sich der Ma lissorcuchef Thoma mit 23 Genossen unterworfen.

ür die Kirche werden.

Tie Ministeririsen in Oesterreich und Frankreich haben sich rasefi gelöst. Zu beiden Ländern kam es nur zn einer teilweisen Erneuerung de« Kabinett« und die Ziele der Politik beider Länder bleiben dieselben. Aber während der neue österreichische Ministerpräsident Baron Gautsch sich noch in Zweifeln bewegen kann, ob seine Politik auch die nötige Unterstützung der Parteien finden wird, hat da« neue .französische Kabinett schon erste« Vertrauensvotum erhalten, was allerdings bei seren westlichen Rachbarn nicht viel zn bedeuten hat. Erklärung, auf bereit Grund ihm das Vertrauen mit gegen lli Stimmen ausgesprochen wurde, besagt, daß

Der Zeldzug gegen Geheimrat Neiher.

Gegen den Professor der Tcrmatologic uiib Direktor der Hautklinik in Breslau, Geheimen Mediziualrat Protciwr -u. Reißer, waren, wie erinnerlich, wegen seiner (Ssbcrimcntc mit Syphilisgift, die er auf Grund seiner int ^ahre 190) aur den Sundainseln gemachten Experimente an Aften, 1pater auch an Kindern, Dotgcnommcn hatte, in einem Teil der deutlcheu und ausländischen Presse heftige Angriffe gerichtet worben. Auch di Times" hatte, wie berichtet, vor kurzem gemeldet, datz der Ti'ziplüiarhof bei Uuiversttät Breslau beit Gelmmrai Renzer wegen seiner Syphiliscxperimeitte an Kindern zu einer Geld­strafe von 300 Mark verurteilt und ihm einen Verweis erteilt habe. In einem Teil der englischen Preise würbe daraus gegen einen von derTimes" angctünöigrcn Vortrag des Gel-enn rars Reißer in der Londoner Mcdizimich-chiiurgiichen Gcicll^ ichaft P r o t e st erhoben. Es wurde in englischen Blattern daraui l'ingeroicien, daß Reißer in München und Stettin verhindert worden sei, seine angetonbigten Vorträge zu halten.

Zu dieser Angelegenheit äußerte sich der Geheimrat Reißer, der gestern früh auf der Rückreise von London nach Breslau einige Minuten in Berlin Aufenthalt batte, einem l.citarbctter, des Berliner Tageblatts gegenüber folgeuderniatzen:

3d) komme direkt aus London, ivo ich vorgestern abend im Rathaus von Kensington vor den .Mitgliedern der Lon­doner Medizinisch-d.nrurgischeii Gescllsdmft und au«wärhgen (palten einen Vortrag über die Entwicklung der modernen^»- vhilisterapie gehalten habe. Ter Vortrag war stark befudjt; außer beit bebentenbften englischen Acrzten, bie in Der Praxi-' flehen, waren viele llnivcrjitätsprofenorcn von allen enghimcn Universitäten erschienen. E« waren bie Universitäten von X.y fort», (Sambiibgc, Turharn, Manchester, Birmingham, Edinburgh und Londvii vertreten, außerdem die Colleges von Liverpool, Leeds, Aberystwüh, Bangor und Cardiff. Viele Aerzte und feiforeit, die am perfönlidien Erscheinen verhindert Ivarn, hatten Begrüßungstelegramme gesandt. Rach Schluß de« Porttags wurde nur die vor kurzem gestiftete goldene Medaille der Medizinisch chirurgischen Gesellschaft überreidjt. Mein Vortrag innb bei den Zuhörern Verständnis.

Ties beweist, daß die ciigliiduu Aerzl. und Gelehrt.» iia; durch den von einem Teil der Presse gegen mich aus Gründen -.'rchiwi'sen'chaftlichcr Rarur inszenierten Feldzug m ihrem cb- dtioen Urteil nicht haben decinftu'scn lauen. Ich bin überzeugt,

Künstliche Züchtung tierischer Zellen. Wie die Abendblätter melden, ist es Pros. (Sanel vom Rocke'cller- Institut in Rcuyork gelungen, K örpergclv eb e, die vcrsdüc benen Organen entnommen worden waren, außerhalb des Körpers zu weiterem Wachstum anzuregen, da­durch, daß er auf einen besonderen Rährbodcir ein sogenanntes Blutplasma brachte. Ter von dem zurzeit in Bcrli n weilenden Forscher in der Universitätsklinik gehaltene Vortrag erntete reichen Beifall. Geheimrat Bier, der Letter des Klinikums Berliner Chemiker und Geheimrat Fischer beglückwünschten den morscher zn seiner außerordentlidsen Entdeckung.

Tie Aufstellung des Re u l c r b en 1 m a l» in Stabeithagen. Zn diesen Tagen in da« Tenkmal Fritz I Acuter^, bo« tu der Vaterstadt de« Tidfter«. in ^taoenhagen, feinen Platz erhält, ausgestellt worben. Ter Schöpser des Werkes,

Politische wochenschan.

Gikßcn, 1. Zull

9htnmchr ist auch der preußische Landtag in die Ferien gegangen, jedoch wird niemand nur die Er qcbntffc der Beratung mit r.älter Befriedig.tng zurück blicken. Turch die Vorkommnisse, der L len Tage, bei de», n zunächst da-.' Jeiitrum um hei r!st »ischeu ^aubgemjinbe* * ordnitng willen, hie seine parteipolitischen Zirkel schädigte, Obstruktion trieb, die die Linke dann fortsetztc, endigte die an positiven Erfolge,i sehr wagere Tagung mit schrillen Mißtöneii, die den Rn zwischen den Kon'ervativen und den Rationalliberalen lucjcnt'.icii erivcilene Trotzdem wird der Widerspruch konservativer Parteiireise gegen bic offi- zielle konservative Slichwahlparole. die Liberalen gegen bic Sozialdemokraten nicht in unterstützen, zusehends flärter. Zn den Absagen des Grafen Schtverin-Loewitz, der K.onfer- vativcn des Wahlkreise« Potsdam-Spanbau-Osthavelland und desReichsboten" gesellte sich soeben der lonservitive Rcichstagskandibat für Oberbarnim, Rechtsanw.rli Brcdercck. Tiefer hat erklärt, im Falle einer freisinnig-sozial dein o- kralischeu Stichwahl seine Wähler zum Einrreten sür den Fortschrittlichen gegen den Sozialbemvkraten zu bewegen. Auch zwei weitere angesehene lonfervative Organe, bic Tresdcner Rachrichten" und die ,, Smlesii.be Zeitung" wollen Herrn von Hcybebrand nicht Folge leisten. Tie letztere erfennt zwar an, baß eine zweckmäßige Eittsctterdung am destcit nach hen einzelnen, örtlichen Verhältnissen ac- troffen werde, theoretisch müßte man aber die Parole des Grafen Schwerin als die richtige anerkennen Roch inte - reffantcr in der Widerspruch de« sächsischen Blatte«, z.imal es Herrn von Hevdebraud nach dem Kiinzlei fturz betanin- lich nur mit größter Mühe gelang, die sächsische Fronde UL Rn he zn bringen. TicTresdener Nachrichten" behaup­ten zwar, überall habe die konservative Partei, unbeschadet der grundsätzlichen Stellungnahme, bic hohen nationalen Gesichtspunkte, bic Gefanitiuleieiseit des bcatid'en Volles uoraugciteflt, bic stets jur ben konservativen Slaalsgeoanleu bestimmend und Icitciib gewesen seien Tew aber folgt bie mahnende Frage-Und mit diesem bewahrte», zum perle des Vaterlandes angcwandieii Grundsatz soll jetzt gebrochen werben? 9htnmcnr soll de Parteiegoismus auch über bic letzte, von ihm bisher noch verschont gebliebene Partei Macht gewinnen?"

Im übrigen beherrschen' «die Vorgänge im ^ansadund und der Fäll Zatho die öffentliche Meinung. Ter H a nf a- buttö fcheint bic burch beit Austritt Rötgers ciit)ianbenc Krisis ohne große Einbuße an Mitgliedern zu überstehen und die vielen VertrauenS-Kundgcbnugen, die dem Präsi­dium nigegangeu sind, lassen eine Aenbernng seiner politi­schen Richtlinien ausgeschlossen erscheinen. Was bis letzt sich vom Öansabund losgelöst hat, gehört her schweren Industrie an, die von Anfang an mit den übrigen Teilen des Bundes feine gemein) amen politifchen Ziele hatte. Wirtfchaftöpolitisch werden übrigens diese Kreise mit dem türmabunb audi fernerhin foattb in Hand gehen, co be­schloß z. B. eine in Essen unter Vorsitz des Geheimrats Kirdorf abgchaltene Sitzung der nicbcrrl)cini)d)-wcjtinlu scheu Gruppe des S)ansabuiidc« zwar mit 4« von )6 stim­men die Loslosung von der Berliner Zentralleitung des Bundes und Bildung einer selbständigen Organisation, aber sie will nicht gegen den Hausabund Stellung nehmen, son­dern nur den icharfcii Kampf gegen rechts nicht mitmachen, im übrigen aber mit dem Bund zusammengchcn.

Professor Wilhelm W a n d s ch n e i d e r in Berliit-Eharlotteiiburg, hat bic Ausstellung selbst geleitet Tas große Tenkmal hat vor dem Geburtshause des Bürgermcistcrsohnes, vor dem Rathause auf dem Markt des kleinen Städtdfens seinen Platz erhalten. Tas Rathaus, denen Großartigkeit Reuter inMeine Vater­stadt Slavenhagen" nur noch mit der Erhabenheit des Staven Häger Kirchturins vergleichen kann, bewahrt übrigens in dem Geburtszii'.lmci dis Tichters noch manches Andenken an den großen Sohn der kleinen Stadl. Und zwischen seinen Parten. - fenstern trägt das Haus die Granittafel, deren Insduift im Volk, niunbe dahin variiert worben ist:Ter Tichlcr Fritz JHciilcr wurde naci> Be'chluß von Rat und Bürgerschaft am 7. Ro ventber 1810 in diesem vau'e geboren." Vor diesem hübschen Ban der Zopfzeit, der nod) durch eine Lindenreihe davor gc schmückt ist, hat nun Mandschneiders Tenknial l'cinen' Platz er halten. Tie dovveltlebensgroße Bronzefigur erhält auf denn großen Gianttfockel ihren Platz, und bic Bronzereltets, welche Die Ge­stalten aus Fritz Reuters Werken vorftihren, würben^ in ihre Granit Umrahmung eingelassen Am 12. Znli, Dem Todestage Des Tichters, wird das Tenkmal feierlich enthüllt werden.

* Das größte Schulkind Sachsens, uiclicidit auch des Teulschen Reiche«, lebt anscheinend in Zittau. 3n den Zittauer '.Kad)nd?tcn" hatte vor einiger Zen die Notiz ge­standen, daß sich die größte Polksidiüleiin Teutichlaiids in dem Dörfchen Tainm in Der Provinz Sachfen befinde. Es handeiie sich um litt 13 jähriges Mädchen, das die ansehnliche Länge von 1,72 Meter auiweift. Daraus ging dem Blatte Die Mit­teilung zu, daß Ztttau 'ich rühmen dürfe, eine noch viel größere Schülerin in feinen Mauern zu bergen. E« ilt die 13 jährige Thea >?. in Zittau. Sic überragt ihre Kollegin in Tamm in Der Tat um 6 Zentimeter und mißt die^ stattliche Grenadier- größc von 1,78 Meter, wohlgemerkt ohne Schuhe. Mit Schuhen sind noch 3 Zentimeter hinäuzurcchnen. Wenn Die muntere junge Same so weiter gedeiht, dürfte ne wohl bald ihren )ämtl>chen Lehrern über den Kopf gewachsen jein!

Kurze Nachrichten aus Kunst u u b Wissen- schäft. Zu Ehren des luu. i^eburtc-tagcS Franz v. 2 iZzl wird die ungarische Regierung vorn 21. bis 2d. Oktober eine Feier ver­anstalten, deren Ehrenschutz Kaiser Franz Z o s e f übernommen Hai. Den 2.'iiltelpunlt der Feier wird ein großes Honzerl bilDen. Es werben die ^.ronungsinefse^, jymphonifche Werte und das Ehristus-Liatorinm aufgeführt.

Ar. 152 Erster Blatt 161. Jahrgang Samstag^l. 3uH 19U

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konimcnsteucrgcsctz fchn'H zur Vcrabschiebttng zu bringen; ba« Beomi'tngcscy werde den 'Staatsbiciicru, von denen man eine strenge Beobachtung der Tiszipliu verlangen werde, gesetzliche Garantien bieten. Tie Regierung iveroe sodann feilte. Mühe scheuen, um das in den wesentlichen Punkten von der deputiertenfammer bereit« angenommene Einkommensteuergesetz schnell zur Verabschiedung 511 brin­gen; da« Beamtengesetz werbe den Staatsdicncrii, von denen man eine strenge Beobachtung der T> -,ivlin »erlangen werde, gesetzliche Garantien bieten. Tie Regierung werde sich bemühen, bic Eijcnvahnfrage zu lösen, mbem |ie eine Überprüfung der fetzt geltenbeit llcbcrcintommcn vor bereite und bie. Ueberwadiung«red)te bes Staate« au«- bci nc. Str werde nichts verabsäumen, um bic Ausgaben einzuschränken, um das Budget aus einer soliden Grund­lage auszubaueu. Tic Regierung werde bic Ehre bc« fran­zösischen Ramei'.« anfrechlcrhalten, gestützt auf das Bünd- nts uno ivcrloollc Freiiubfchaftcii, jowic baut der wachsen- ben Starle des öeereo und der Marine, deren Vcrvollkouim- nung sie sid) sorgfältig angelegen sein lassen werde. Tie Erklärung betont, wie gern'(bet, von weiteren Fragen vor allen bic Arbeiterversicherunß, Den ruhigen Fortgang der staatlichen TienstMcigc, bic Angelegenheit der E.|cnbahn- angcfrclitciT und bie nationale Ausrüstung T;c Ertla- rung schließt: Eine Regierung, bie regiert und eine Po­litik der sozialen Entwicklung verfolgt unter Hochhaltung der republiiattischen Ordnung nnd des Gesetzes, das ijt der Kern unseres Programms.

Ter albaucsische Aus st and scheint in der 4.at in den letzten Zügen zu liegen. Ter türkische Ministerrat daß der von mir beschrittene Weg richtig ist, und es gewährt mir Genugtuung, ans dem Empfang, der mir ui Loudon zuteil ge- luorben ist, zu sehen, daß auch ein großer Teil meiner Kollegen Derselben Ansicht ifi. Ich habe periönlich von enter Antipathie, die ein Teu der Presse üdi bemühte gegen und) Hervorzurusen, nicht Da« Geringste bemerkt. Tiefer Verind), der winemchaft- licheu Forsdiuug Hindernisse persönlicher Art m den Weg zu legen, ist gänzlich mißlungen. Tic Behauptung, ich ici nt München nnd Stettin au der Äbhaltuug meiner Vorträge gehindert worden, entspricht nicht den ,£at'"ad)cn. Zu München habe ich überhanpt leinen VoNrag dieser Art gehalten, nnd in Stettin vei suchten ungefähr zehn Pcrfoneu von den merhunDcit Zu- höreru den Vorrrag zu stören. Solche Tcmvmtratwnen nuD in Qo-toou nicht vorgelommen, uiib können mich auch uidn aus dem von mir beschrittenen und für richtig gehaltenen Weg aus-

Tie GelDsttafe von dreihundert Mark und den Verweis des Difziplinarhofes erhielt id) und mußte ich erhalten lediglich des­halb, weil ich die Syphilisexperimente an den Kindern ohne Ge­nehmigung ihrer Eltern vorgenommLn hatte. Turch diele Unter» lanungssündc, die ich ohne weiteres zugebe, haben nch jcbodi weder Die für mich maßgebenden Kollegen, noch die Regierunci m der objektiven Beurteilung meiner Tätigkeit bei'tmluiien lallen, denn ich erhielt nad) der Verhängung der Tiizivlinaritrate emc Ordensanszeichuung und den Titel, den ich jetzt sühre."

gegen 111 Stimmen au«gc)proaicn louiuv, ut|uyi, das Parlament zuerst die Frage der Abgrenzung soivic der Wahlreform erledigen solle. Eine so schwerwiegende ?lb- änbcrunq des Systems der Bcfragniig de« Volkes könne nicht ohne Einigung aller Republikaner zustande kommen. Ucbri- aen« werbe bic Regierung sich zunächst darauf beschränken, die bringenbftcn Reformen zu verwirklichen; sie verlange ferner, baß die Laienschule verteidigt werbe. Es sei Zett, aus die. unaufhörlichen Angriffe gegen die Regierungscin- ridjtuugcn zu antworten. Tie Regierung werde fobaiin keine Mühe scheuen, um da« in den wesentlichcii Punkten von der Tcputicrteniammer bereits angenomnicnc Ein-