mune
Wahlrecht müsse ein jeder Deutsche als eine Wahlpflicht
57. Gauturnfest öes (Baues Hessen.
lng seiner treuen Dienste in den
Ruhestand versetzt.
**
Einzelwetturnen: £ b c r ft u f c.
führte er aus, daß ein Erstarken des Etbc
die große Menschenmenge den V-ebimgen. Dünn begann das Musterriegenturnen von 71 Riegen; es dauerte bis tast 8 Uhr.
Um r?9 Uhr konnte Gauturnwart Will-Gießen die Preisverteilung vornehmen. In einer kurzen. Ansprache nnes er, mehrfach durch Beifall der Turne N'char unterbrochen, auf die schwere Arbeit, aber auch aus die guten Erfolge des Tages hin. Er ermahnte, so weiter zu üben, dann würden die Turner auch bestehen können bei dem 5l) jährigen Jubiläum, das der Gau Hessen in zwei Jahren feiern kann. Auffallend und erfreulich war es, daß sich eine Anzahl aktiver Soldaten an dem Wetturnen beteiligten, sie errangen schöne Preise, ja sogar den 1. Preis in der Oberstute erhielt ein Marburger Jager. Die wackeren Vater- landoerteidiger wurden freudig begrüßt. Die Prersvertci- lung hatte folgendes Ergebnis:
Einzelwetturnen (Unterstufe):
Hermann Barth, Marburg T.-G. 135? 3 Punkte 1. Preis,
roliSinus erfolgt fei: das beweist selbst die letzte Reichs- lagsersatztoahl in Friedberg-Büdingen, wo der .Kandidat des Bundes der Landwirte nur mit Hilfe von Zentrums- ftimmen in die Stichwahl gekommen sei. Er forderte zu weiterer nnermäblidter Arbeit auf und schloß mit einem Hoch auf die fortschrittliche Lolkspartei.
Anschließend an die schwarz-rot-goidene Festschleife wies Professor Rade-ÄLarburg auf die Bedeutung der Worte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit hin, in denen von jeher hie Ziele des Lrberalismus enthalten gewesen seien. Man tonne znZar nicht verlangen, daß alle denselben politischen Standpunkt einnähmen, das wäre unnatürlich, wohl aber könne man verlangen, daß keine einseitige Klassenpolitik getrieben werde, sondern daß das Wohl des einzelnen sich jcrrr Allgemeinwohl des Staates unterordnen müsse. Das
, Aus demselben Grunde fei auch die Anschaffung von An- ' hängen nicht zu fordern, dre, ohne für sich allein käuflich ' zu fein, anderen Lehrbüchern beigeheftet sind. Ausdrücklich ; wird bestimmt: 1. daß den Schülern nicht verboten werden darf, ältere Auflagen eines eingeführten Lehrbuchs zu be-. nutzen, wenn sich diese von den neuesten Auflagen nur - in unerheblichen und leicht zu berichtigenden Einzelheiten > ober gar nur durch die Auflageziffer und die Jahreszahl : auf dem Titelblatt unterscheiden, und 2. daß den Schülern alljährlich spätestens 8 Tage vor dem Schlüsse des Schuljahres ein Verzeichnis der im nächsten Schuljahr zu benutzenden Bücher mitzuteilen ist, damit deren Beschaffung . rechtzeitig erfolgen tonn. — Wenn die emgeführten Lehr- , bücher in dem gedruckten Jahresbericht verzeichnet sind, wie dies zweckmäßigerweise an vielen Anstalten der Fall zu. sein Pflegt, fo werde letzterer Bestimmung am einfachsten dadurch entsprochen, daß der Jahresbericht acht Tage vor dem Schuljahrsschluß ausgegeben wird. Ten Buchhändlern sei auf Verlangen ebenfalls so zeitig als möglich entsprechende Auskunft zu geben.
** Eine größere militärische Hebung hielt unser Regiment am Stoppelberg ab. Schon früh um 5 Uhr rückten am Samstag die beiden hier übenden Landwehr- kompagnien aus und besetzten mittels Flaggen das Gelände östlich dem Stoppclberg. Die drei Bataillone legten erst größere Anmärsche zurück über Garbenteich, Watzenborn- Steinberg, Leihgestern, Großen-Linden bis gegen Rechtenbach. Hier zwischen Rechtenbach, Lützellinden, Münchholzhausen und. dem Stoppelberg entwickelte sich das Gefecht gegen den» markierten Feind. Um 1 Uhr wurden die beiden mitgebrachtcn Ochsen geschlachtet, dann abgekocht und Biwak an den Straßen Rechtenbach—Hörnsheim und Rechtenbach —Lützellinden bezogen. Eine ansehnliche Schar Zuschauer wohnte der interessanten Hebung bei. Das Regiment traf um 6 Uhr wieder in der Kaserne ein.
** Das Hoherodskopf fest, das wie alljährlich am ersten Julisonntag ftattfanb, nahm auch m diesem Jahre einen ganz schönen Verlauf. Trotzdem das Wetter schon auch gestern recht schlecht war, waren doch aus Nah und Fern zahlreiche V. H.-C.-Mitglieder, Freunde und Gönner ziisammengekommen, um nach alter Sitte den Tag in vergnügter Weise zu verleben. Die größte Zugkraft übte wohl in diesem Jahre das von Herrn Steiniger-Frankfurt verfaßte Volksstück „Am Wildfrauborn^ aus. 9!ach emem von einer Dame vorgetragenen Prolog, der in der Verherrlichung der Heimatliebe gipfelte, nahm der Einakter seinen Anfang. Das ganze flott geschriebene Stück ist teilweise sehr humoristisch unb sehr volkstümlich, machte aber doch einen tiefen, ernsten Eindruck. Ansprachen folgten und die Musik spielte zum Tanz auf, bis gegen Abend der. Aufbruch drängte.
"Unverbesserlich. Der Dienstknecht E. Schäfer au§ Erda, der schon mehrfach Strafen wegen Diebstahls erlitten und kürzlich erst aus dem Zuchthaus entlassen worden war, stahl am Samstag aus der Wohnung einer Frau einen Geldbetrag und wurde wieder in Untersuchungshaft genommen. Er hatte sich mit der Fran angefreunbet und dann ihre Abwesenheit dazu benutzt, in ihre Wohnung einzudringen und den Diebstahl auszuführen.
"Messerheld. In verflossener Nacht kam es in der Wetzsteingasse zwischen zwei Fuhrkuechten zum Streit, im Verlauf dessen der eine ein feststehendes Messer zog und dem Gegner eine ganze Anzahl Stiche in Arme, Hals und Gesicht beibrachte. Die Verletzungen sollen lebensgesährlich sein. Auch einem Soldaten versetzte der Unmensch zwe- Stiche in den Arm. Der Täter wurde verhaftet.
r. Londorf, 3. Juli. Vom schönsten Wetter begünstig' feierte heute der H a ssrab ezrrk Gießen hier sein Bezirksfest, verbunden mit dem 25jährigen Stiftungsfest des hiesigen Kriegervereins „Rabenau". AinSamsiag abend wurde das Fest durch einen Fackelzug der hiesigen Vereine brngelntet. Heute vormittag war dann Festgottesdienst in der Kirche. Heute fanden sich ca. 50 Kriegervereine hier ein darunter außer den Vereinen des Bezirks solche aus dem Bezirk Grünberg und aus dem Kreis Marburg. Ein statt- licher Festzug zog um 2 Uhr durch den CrL Voran der Radfahrer-Verein Rabenau auf festlich geschmückten Rädern, olgend eine große Zahl Festjungftauen, die wobl überall berechtigte Bewunderung hervorriesen. Es folgte eine Anzahl Wagen mit Ehrengästen. Auf dem Festplatz aii- getommen, hielt zunächst Obern Freiherr Röder von Diersburg, der frühere Flügel-Adiutant des Groß- Herzogs, eine Ansprache, in der er dem Verein, dessen Ehrenmitglied er seit 22 Jahren war, dafür dankte, daß er jetzt einstimmig vom Verein zum Ehrenvorsitzenden ' ernannt wurde. Hierauf sang der Gesangverein „Frohsin:n" unter- Leitung fernes Dirigenten, Musiklehrer Kasten auT Gießen ein Begrutzungslied, worauf Bürgermeister Amnaistn düster dre Festgastc in einer schwungvollen Ansprache namens der Gemeinde willkommen hieß. Der Präsident, ^chDinbcv entbot hernach seinen Willkommengruß namens des Krieaer- vereins. Dann hielt Pfarrer tz o s m a n n die Festr eee, wo-
ung. Der Großherzog hat dem und Güterdiretlor Karl Nies zu
Hanau-Kesselstadt den ' akter als Hessischer Oberförster verlieben.
** Neuerungen bei der Po st find mit dem 1 Juli Kraft getreten. Vor allem wird jetzt auf Verlangen eine Einlieferungsbescheinigung über g e n» öhn liche Pakete erteilt Tic Gebühr für biefe Bei Reinigung betragt 10 Pfg. lieber mehrere zu einer Postpaketadres-e gehörende Pakitte wird eine gerneinfdiaftlicfw Einlieferungsbescheinigung ausgestellt. Ferner komnien von jetzt ab neue Formulare für Postanweisungen zur Lerwen duug. Diese haben auch rechts einen 6,7 Zentimeter breiten Abschnitt, der als Posteinliefemngsschcin dient und vom Absender auszufüllen ist. Die neuen Formulare werden un gestempelt sowie mit Zehn- und Zwanzigpfennigstemoel :,n den Preisen tote bisher ausgegeben. Die bisherigen For mulare ohne zweiten Abschnitt für die Einlieferung bleiben daneben bestehen, sollen aber künftig nur dann verwendet werden, wenn Postanweisungen auf Grund von Einlieferungsbüchern oder Verzeichnissen cbtgcHefcrt werden. BiS auf weiteres können auch die alten Formulare für einzelne Postanweisungen benutzt werden.
** Einführung von Schulbüchern. Mouche Schulbücher weisen in ihren Neuauflagen Aenderungen auf, die man sich nur aus dem Bestreben erklären kann, die Benutzung der älteren Auflage neben der neueren unmöglich zu machen. Das Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, hat sich tl d. „Darmst Ztg." deshalb veranlaZt gesehen, in einem an fämttiche unterstellten Behörden erlassenen Ausschreiben darauf hm- zuweiseii, daß von der Schule un Interesse der Ellern alles zu vermeiden ist, was dieses Bestreben fördern-könnte.
Wahlrecht müsse ein jeder Deutsche als eine Wahlpflicht Geora Walldorf, Grebenhain, 135%, 1., Konrad Kitzler, Niedcr- anfehen Ein frischer, fröhlicher Wahlkampf, der mit ehr- Weisel, 135%, 1., H. Äleinstcuber, Butzbach, 135%, 2„ Otto Uchen Waffen ausgefochten werde, fei dabei natürlich und Textor, Marburg M.-T.-V. 134%, 3.,^ Becker, Marburg T.-G., notwendig. Ein von liberalem Geist durchdrungener Zu- ^2--' Feuerstein, Ober-Mörlen, 134% 4 , Friedr.
kunftsstaat sei das zu erstrebende Ziel. I ö-' Groll, Taubringen,
Oberlehrer Dr. Strecke r - Bad-Nauheim legte seiner Dckulle Gronen^Lind-n^^l'
formvollendeten Ansprache die drei Worte Wgrunde: „Lmig- airmes.' 131?.V.X' G--r'g Ko'müeck«, Wehrda, ^l3l! 8^‘m’ tert und Recht und ’gmW", deren tiefe Bedeutung er dar- Wagner, Großen-Linden, 130-3, 9., Kaspar Euler, Trais a. 2., legte. Er führte dabei aus, tote Reaktionäre und Klerikale 130%, 9., Fritz Henkelmaun, Butzbach, 130%, 10., David Maas, bestrebt feien, dem Volle diese wichtigen Guter vorzuent- Wetzlar, 130%, 10., Tobias Eichler, Dorn-Afsenherm. 129%, 11., l/aHen. Christ. Kumpf, Schlitz, 129%, 11., Hch. Amend II., Trais a. L.,
Tic Ausführungen des Landtagsabg. Reh- Alsfeld Fritz Hermann, Kirchhain, 128%, 13, Hans Thöt, Gießen
deckten sich im wesentlichen mit denen seiner Vorredner, ^2?, 14., Hch. Röhrsheim, Krofdorf, 128, 14., Joh.
indem er sie auf die parlamentarischen Verhältnisse über- ^lwerg, 1^,14., ^11^. ^ab^aMbeim,127/3,
leSte “A B-streben der fort. M^T.-V. 126. 1?7^rl Müller. Alsfeld 128 17 ? Job Titt- /chrittlichen Voltspartei mu))e dahin gerichtet sein, eurer- mann, Marbach, 126, 17., Wllh. Haun, Gießen M.-T.-B, 126, leite dre Mittauser der ^ozialdemollatie zurückzugewinnen, 17., Th. Wittenbecher, Gießen T., 125%, 18., Paul Langer, Gießen, an b er er ieite die linksstehenden Mitglieder der national- M.-T.-V., 125%, 18., Weiß, Großen-Linden, 125%, 19., Jakob liberalen Partei herbeizuziehen. Hoch, Gladenbach, 125%, 19., Hans Finkenscher, Lauterbach,
Von den Anwesenden freudig begrüßt, sprach als letzter ^5%, 19., , Robert Loos, Gießen T.-B., 125%, 19., Georg Redner 'Pfarrer Kore ll-Königstädten. Er zeigte sich "als m £ ?^ßm T.-V., 124%, 20., Max Gärtner, Steinberg gewandter Bolksredner, der es versteht, die Massen mit
lch fortzureißen. Die Zeiten seien sehr ernst, denn die Zu-1 ^nacrf r>2i\
* d-- ^"tftk-en Reiches ließen vieles M wünschen Fis^böch'zßetzlarÄiedergirmcs/122^24^Jentßh/^^^°kob
übrig. Es genüge nrchp, dem Volle Veriprechungen zu T.-V., 121%, 25., Hch. Fuhr, Wetzlar, 121%, 25., Gust. Vitt, machen, man musie^diese Versprechungen auch in die Tat Nidda, 121%, 25., Christ. Jsheim, Grünmgen,' 121%, 25., Friedr. nmsetzen. Das sei Sache der Regierungen und des Reichs- Bill, Marburg, T.-V., 121, 26., Fritz Möglich, Lützellinden, iags. Die zurzeit herrschende Reichstagsmehrheit versage 27., Anbr. Gaßmann, Marburg T.-G., 120%, 28., Hch. aber vollständig, wenn es sich um Volkswohlsahrt handele. Kämpfer, Wetzlar-Niebergirmes, 120, 29., Carl Schäfer, Stein- 2er Liberalismus müsse beshalb kämpfen, nicht allein nadi Eermer, Klein-Linden, 119%, 30., Jakob
links, sondern besoiiders auch nach rechts. Alles für bas q75e^^au^eik- 1191'kf ?0,/ S?0?1 S0iejon
unb bei Bund der Landwirte offenbar treiben. Die durch Wilh. Erb, •Taubringen, 118%, 33., H. Zimmermann, Wetzlar, den schwarz-blauen Block geschasiene, den kleinen Dllmn so 118, 34., Karl Leib, Krofdorf, 117%, 35., Hch. Keßler, Großen- cmpsindlick) treffende Finunzreforrn und das Dreiklassen- Linben, 1172/3, 35.» Carl Fischer, Großen-Linden, U72/3z 35., wahlrecht in Preußen bezeichneten so recht die Gesinnung oc rr " " "" " ""
der zurzeit herrschenden Reichstagsmehrheit. Wer diese Parteien bekämpfe, handle national, wer das Volk aus der geistigen Knechtschaft herausheben helfe, handele religibs Mit einer Aufforderung an die Ettern, ihre ganze'Kraft für bic liberalen Ideen einzusetzen, um ihren Kindern und Enkeln als Vermächtnis bessere Zustände zu erkämpfen, schloß er seine mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen
I Rmkbr, Schlitz, 117%, 35., Ernst Hebstreit, Gießen M.- T.-V., 117%, 35., Phil. Heuser, Nieder-Weisel, 117%, 36., Hans Jung, Marburg T.-V., 117, 37., Phll. Röder, Butzbach, 116%, 38., Albert Botz, Gießen M.-T.-V., 116%, 39., Wilh. Volk, Hörnsheim, 116%, 39., Carl Volk, Klein-Üinden, 116%, I 39., Carl Möbus, Schotten, 116%# 39., Georg Eichler, Dorn- Assenhcim, 116, 40., Arno Eichhorn, Marburg M.-T.-V., 116, 40., Carl Lind, Grebenhain, 116a 40., Ccnr. Wormsbächer, Wehrda, 116, 40., Oskar Dörrveck, Wetzlar, 115%, 41., Jakob Matthäus, Niebcr-Weisel, 115%, 41., Moritz Levi, Nidda, 115%. 42., Peter Dietz, Burgsolms, 115%, 42., Alwin Rödger, Marburg T.-L., 115, 43., Äug. Brand, Marburg M.-T.-V., 115, 43., Carl Meyer, Grünberg, 115, 43., Carl Maystädt, Marburg T.-G., 115, 43., Heinr. Happ, Marburg T.-G., 115, 43., Otto Teichmann, Kirchhain, 114%, 44., Otto Kruger, Marburg T.-G., 114%, 44., Ernst Wiegaiid, Kirchhain, 114%, 45., Franz Schmidt, Wehrda, 113%, 46, H. Zimmermann, Wetzlar, 113%, 47., Carl Gerlach, Grünberg, 113%, 47., Wißner, Marburg, T.-V., 113%, 47., Paul Jakob, Stemfurth, 112%, 48., Otto Kißelbach, Kirchhain, 112%, 48., Wilh. Scharf, Laubach, U22/3, 48, Hch. Krämer, Nidda, H22/3, 48., Carl Mattes, Ober-Ltörlen, 112%, 48., Jakob Botzhammer, Cölbe, 112%, 49., I. Kleinschmidt, Hochelheim, 112%, 49., Ernst Eidam, Cappel, 112%, 49., Christ. Dörr, • Alsselo, 112%, 49., L. Seipp, Leihgestern, 112, 50., Herm.
| Friedberg, 112, 50., Otto Schön, Ruttershausen, 112, 50., Carl Erb, Hungen, 112, 50., Ernst Günther, Lauvach, 111% 51., G. Roth, Marburg L.-G., 111%, 51., Carl Weller, Hochelheim,, 111%, 51., Wllh. Spengler, Lützellinden, 111%, 51., Wllh. Engels,, Wetzlar-Niedergirmes, 111%, 52., Gustav Pfeiffer, Gießen T.-V.,i 111%, 52., Will). Velden, Großen-Linden, 111%, 52., H. Rack, Dorn-Asfenheun, 111, 53., Johs. Schovibert, Laubach, 111, 53., Hch. Dell, Laubach, 111, 53., Hch. Mobs, Niedcr-Mörlen, 110%, 54., Louis Schmidt, Biedenkopf, 110%, 54., Nikol. Wagner Hermannstein G. H., 110%, 55., Hch/ Kehr IV., Trais a. L., 110, 56., Carl Schmidt, Burgsolms, 110, 56., Hch. Schäfer, Daubrrngen, 109-%, 57., Carl Moll, Rauschenberg, 109%, 57, Aug. Hisgen, Lich, 109%, 57., Carl Müller, Langgöns/109^ 3, 58., xsafob Wagner, Oberbiel, 109%,58., Konr. Grieb, Gamdach, lOOVs, 58., Alfred Grabmann, Marburg T.-G., 109%, 58 Cmril Kraußgrill, Nieder-Weisel, 109, 59., Peter Hildebrandt, Nieder-Weisel, 108%, 60., Heinr. Jung, Heuchelheim, 108, 61., L. Dome, Kirchham, 107%, 62., Aug. Mohr, Ostheim, 107%, 62., Carl Höhn, Gedern, 107%, 62., Friedr. Röder, Gießen M.-T.-V, 107% 63., Anton Braun, Hochelheim, 107%, 63., Fritz Schraub, Ober-Mörlen, 107, 64., Joh. Wieland, Friedberg, 107, 64., Z>ilh. Reich, Bad-Nauheim, 106-,'3, 65., Carl Textor, Leihgestern, IO6-/3 Punkte 60. Preis.
K. Grünberg, 3. Juli.
Gastlich grüßte die reichgeschniückte Feststadt die Scharen der Lnrner, die aus allen Gegenden des Gaues Hessen hier zum 3.. Gauturnfest zusammenslrömlen. Die Bevölkerung Grünberas ist dafür bekannt, daß sie Feste feiern kann. Unb so folgte eine Schar Turnvereine und Wetttirner dem Rufe nach Grünberg, wie sie noch auf fernem Gauiesl zusammengeströmt war. 78 Vereine waren von auswärts erschienen. Die Zahl der Wetturner betrug etiva 3o0, dazu kamen noch 22 Teilnehmer am Wetttechten, das d-eses Jahr zum ersten Male auf dem Gauturnfest vorgeiührt wurde. — Tas Innere der Stadt war prächtig herailsgepntzt, Grünberq hat sich schön gemacht, hat- sein Festgewand angelegt. Fleißige Hände haben tage-, ja wochenlang gearbeitet, haben es geschniückt zum herzlichen ^Willkommen" für die Turner, die ja wieder Zeugnis oblegen wollen, wie weit sie auf dem Gebiete der Tuineret fortgeschritten sind. — Nur um eins bangte man, das Wetter. Es! iü gut, daß die Gießener „r9ettermacher- nicht alle „frommen Wunfche" gehört haben. Von Tag zu Tag hoffte man — vergebens. Unb nun ist der Hauptfesttag doch noch geraten und last ohne Naß verlaufen, wenn nur nicht gegen Abend, %7 Uhr, noch ein heftiger Regenschauer niedergegangen wäre. Zum Glück hatten um diese Zeit nur noch wenige Musterriegen zu turnen Der Turnplatz war sehr günstig gewählt und trotz der vielen Jiegentagc ziemlich trocken, während man am Haupteüigang Schlammbäder nehmen mußte. Schon um 3 Uhr Samstags trafen Lurner und Kampfrichter ein. Das Kampfgericht hielt in der Turnhalle eine Sitzung ab. Abends 8 Uhr marschierte eui kleiner /estzug vom Marktplatz^ ab zum Festvlatz auf der Käswiese. <7estprattdertt Apotheker Schäfer hielt die Begrüßungsanspraaie und brachte cm Gut Heil auf ben guten Verlaut bes Festes aus Dann konzertierte die Kapelle des Kaiser-Wllhelm-Regimentä Gießen. Der gemischte Chor und der Gesangverein wechselten mit irtibnen Choren ab und dazwischen waren turnerische Vorsührungen cingeflochten. Großartig durchgeführt waren die Toppclstab- ubungen der Knaben unter Leitung des Lehrers Kohlbach, sehr nett nahmen sich die Hebungen der kleinen Mädcyen aus, die in Tiroler Tracht mit Stab und Reif turnten, geführt von Lehrer Wenzel. Die Kinder ernteten lebhaften Beifall. Nicht mmder gitt dies von der Damenriege unter Leitung des Turnwarts Schmidt. Dann kamen unter Leitung des Turners Häuser-Gießen ?/^.seubten Turner des Gaues Hessen und schließlich turnersiche oLstauftührungen; die aktiven Turner zeigten einen hübschen Fahnenreigen, geführt von Turnwart Schmidt, und ine Männer-'
Peter Muichard, Marburg T.-V., 141 Punkte, 1. Preis, yoCSrtc^o2iyrt' 134-/3, 2., Heinrich Bonacker, Schlitz, 1?1%, 3-' Georg Schmidt, Gedern, 131, 4., .Karl Loos, Gießen Ö-. Max Wießftog, Grunberg, 1304/6, 5., Emil Ärft^bt\-nFaIbu9 T.-G 1304/e, 5., I. Jlcfeld, Friedberg, '-'z*•?.**•••*• »H-y« vv.i, <uuumuu ^u/iiuul, uilu uit Scanners 1,5^4. M.-T.-M., 128%, 7., Chr.
nege bot ihre wohlgelungenen Keulenübungen mit elektrischen , ßen 125%, 8., Engelbert Bürck, Gießen
Keulen dar, Lehrer Roth hatte sie emgeübt. Im letzten Seil 9., Schaab, Butzbach, 123, 10., Th.
s % ttfäMr “*>• “ - “ - «*> “ ifrtÄ»
äwjt ä ksä
Gtnseltoftturuün unter Leitung des 1. Gauturnwarts Äitt WetziaE^r^e^
an. Um 9 Uhr begann aad) das 23ettfesten. Das Aett- nH8 »S öhT*V*
iurnen umsaßte Gerale-llebungen an Reck, Barren und Pferd in? 111 /«, 19., Karl Moller,
und die volkstümlichen Uebuitgeit Wettlauf 100 Meter mit Hinder- Wll%Im^Volk1 Groß-Lilwen^^O^Vu1(^6’ 21 •' i-ncn, Steinstoßcn und Freiwefthoch, dazu kam noch eme Pflicht-! 9 e Punkte, 22. Preis.
J'ctübung. Hunderte von Zuschauern umstanden bic Schranken Wett) echten.
.mi dem Wettkampf zuzuschauen. Besonders großen Zuspruch .Hugo.Nietzsch Bad-Nauhemi, 50% Punkte, 1. Preis, Adolf btuic der Wettlauf unb das Fechten. Roll, Gießen T.-V., 48/ 6l 2., Kurt Kaufmann, Gießen M-T-V
. ^'.zwischen trafen fortgesetzt Vereine ein. Um 2 Uhr ^vurde ^b, Gießen M^T -V 44^ § 4., Ernst Fisch,'
der Fekzug ui der Neustadt aurgcftellt, schier unendlich schien er Aeveil T.-B., 43’/«, ö.,
mit leinen JO Gruppen und Vereinen. Prachtvoll waren die PJlt-feen' 43- G, 6., Richard Ferge,
mstorlstlien Gruppen, Ritter, Landsknechte, Jahnwagen usw. Auf <5toXlr Hetzen T.-V., 42, 8.,
d'in^estplatz üngefommen, hielt Beigeordneter Fuldat nnmpn.i Ou-btn, -i <.,1O Punklc, 9. Preis.
v- TuCrm-A^C '^»rüßungsansprache, er hob hervor, daß die Stadt —-------_
Gau Hessen aus ‘ft Pitk?w und brachte ein Gut Heil auf den AUS -'tadt Nttd Land.
3uaenbl ä/dn2J0 etb‘r bE?n evang. Pfarrer Hari Ernst Knodt zu Oder-Klingen auf sein Versammlung in das Gut Heil auf'die^deüM ^Imerschaft'em' U"-tcL' Anerkennung seiner treuen Dienste in ben
’U ben4übu^n m!“" ^tun3 des 1. G-uturnwarts Will
den ö r c i u b u n g c n an, < die von faclnnänniickcr Seite .ii« I
Pnn; b«wrr«8enb bejcKvnei tuntbcn. wiit^ B^Erung folgteI landgtäfltchen Forste


