Ausgabe 
4.6.1910 Zweites Blatt
 
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** u l t.c n vsn S-ch a u fenfter n an Sonn

'tagen, und ^rtcrtflqen ist, soweit nickt besondere Ortssatzungcn es anders bfftinrmen, vom 1. Juni ab in Hessen auch m ä h - «reurd der 'Zeit des Hauptgottesdienstes gestattet. 'Die hierauf bezüglichen neuen Bestimmungen besagen:Das öffentliche Ausstellen oder Aushängen von Waren ist an Sonn- und Festtagen während der für den Hauptgottcsdicnst bestimmten Seit verboten. Dieses Verbot findet auf die hinter Schau finstern und in Schaukästen ausgestellten Waren nur dann Anwendung, Nsenu deren Ofsenhalten während der vorgenannten Zeit purch Qrtssatzung «statutarische Anordming > für unzulässig erklärt worden ist. Bei Erlaß der Ortsfatzung ist nach den Vorschriften der Städteordnung oder Landgemeindeordnung mit der Mu­gabe zu verfahren, dafi dem Beschluß der Gemeindevertretung (Otadwerordnetenversammlung oder Gemeinderat^ eine einwöchige OficnleMkng des Satzungsentwurss vorausgehen mufi. Der Bürgermeister hat Ort, Tag und Stunde der Offenlegung fest­zusetzen und auf ortsübliche Weise mtt dem Anfügen bekannt zu machen, dafi Einwendungen gegen den Entwurf innerhalb der Offenlcgungsfrist bei ihm schriftlich oder zu Protokoll vorge- bracht werden können, lieber etwa erhobene Einwendung hat die Gemeindevertretung in gleicher Weise wie über den Entwurf

verbandrtag deutscher Textiwereine.

Stuttgart, 3. Juni. Dieser Tage hielten hier die Be­zirke IX und X des Verbandes deutscher Detailgcschäfte der Tex­til b r a n ch e , die die Bezirke Hessen-Nassau,, H e s sen , Pfalz, Württemberg, Baden und Elsaß-Lothringen umfassen, ihre Haupt­versammlung ab. Nach Begrüßung der Ehrengäste durch den Vorsitzenden K ö t t i n g - Sonneberg erstattete der, l. Vorsitzende fies IX. Bezirks, Simonis- Frankfurt den Geschäftsbericht; hier­auf hielt der Vorstand der Webschule Sindelfingen, Reuff, euren Vortrag überGewebe, deren Materialien einst und fetzt". Rechts­anwalt I e h l c - Stuttgart behandelte darauf das wichtige Gebiet derW arcnreklamationen im kaufmännilchcnLc- b e n" und dann beschäftigte sich die Versammlung mit einer Menge wichtiger Anfragen über geschäftliche Dinge. Am Nachmittag besuchten die Teilnehmer an der Versammlung dre Websomlc und verschiedene Webereien in Sindelfingen. Am Samstag abend vereinigten sich die Beteiligten zu einein Festessen. Der Sonntag war einem Besuch des Schillerhauses und des Schiller-Museums in Morbach gewidmet. Der Verband zählt elf Bezirksvereme mit etwa 3500 Mitgliedern. Es war ein Akt der Selbsthilfe, daß bei den Zentrolisierungstendenzen in der. Textil-Industrie auch die Detaillisten den Gedanken der Organisation in dre Tat

selbst zu beschließen." .

** Ein iinerwartetesHindernis. DreBurschen­schaft im A.D. B. Arminia, die, wie bereits mitgeteilt, vom 10. bis 13. Juni ihr fünfund? wanzigstes Stiftungsfest feiert, hatte, wie das früher so manchesmal bei ähnlichen Gelegenheiten geschehen, die Absicht, die Straßen, durch die sich am Samstag nachmittag der Festzug bewegt, mit Girlanden zu fd) müden. 'Wenn man an die Drei- hundertjahrfeier der Universität denkt, wird man sagen müssen, daß nichts unser altes Städtchen freundlicher hat erscheinen lassen, als der grüne Sclswuck, in den es sich damals eingehüNt. Damit ist's aber künftig aus und das hat mit demFortschritt" die Elektrische getan. Es ist ebenso unzulässig, Tannengewinde über die Leitung zu spannen, als cs natürlich unmöglich ist, sie darunter her­zuführen. Auf diesen reizvollen Schmuck mutz also unsere Stadt und müssen unsere .Herren Studenten künftig ver­zichten.

Wegen Steuerhinterziehungen wurden in Hessen im Rechnungsjahre 1908 1028 Strafverfahren ein­geleitet. In 907 Fällen wurde auf Strafen erkannt, nämlich auf 12 139 Mk. Ordnungs- und 320 330 Mk. Hinterziehungs­strafen, zusammen 332 369 Mk.

= Grünberg, 3. Juni. Montag den 30. Mai tagte wieder unter dem Vorsitz des Festpräsidenten, Apotheker Schäfer, der gesamte Festausschuß für das G a u t u r n - fest in einer mehrstündigen Sitzung. Aus den Berichtes der Vorsitzenden der Einzelausschüsse ist fest zustellen, datz man überall in voller Tätigkeit ist, um die umfangreichen Vorarbeiten für das Fest zum Abschluß zu bringen. Die Bauarbeiten sind alle vergeben, die Ausführung auf dem Festplatz beginnt in den nächsten Tagen; das Zustande­kommen der historischen Gruppe und der Festwagen im Festzuge sind gesichert; die Kvnzert- und Vergnügungs- Programme sind festgelegt, die Festschrift, die Festpostkarte, die Teilnehmerkarten und sonstigen Drucksachen sind im Druck uslv. Auf Anregung des Festpräsidenten wurde der Vergnügungsausschuß beauftragt, die nötigen Vorberei­tungen einzuleiten, um am Festsonntag eine Buntbeleuchtung des'Festplatzes und der vom Festplatz sichtbaren Stadtteile sowie 'das Ab brenn en eines Feuerwerkes zu ermöglichen. Das Feirrwerk wird im Anschluß an das große vaterländische Schlachtenpotpourri von Saro stattfinden, das die Fest­musik (Kapelle des Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm in Gießen) unterstützt vom Krieger-- und Schützenverein' Grünberg zur Aufführung bringt.

? H onrberg o. Ohm, 3. Juni. In der Nacht vom 2. aus 3. ds. wurde in der Wirtschaft von Heinrich -Seeg zum Fra nkfurter Hof einqebrochen. Der Täter drückte eine Fensterscheibe ein, stemmte mit einem Stemmeisen eine Schublade ans und entnahm dort eine Kassette mit Wechselgeld, außerdem Zigaretten und Kognak. Silberzeug und andere Schmucksachen ließ er unberührt. Da vom Täter jede Spur fehlt, bat man bei der Gießener Behörde um Ueberlassung des Schutzmann Neuz mit seinem Polizeihund, der auch alsbald eintraf. Der Hund nahm, nachdem er alles beschnuppert hatte, die Spur auf durch den Hausgarten über einen Zaun, noch einem 20 Minuten weit gelegenen Steinbruch und verbellte dort ein? Stelle, wo, wie sodann festgestellt wurde, ein Steinschläger aus Grünberg, der an dieser Stelle beschäftigt und seit dieser Nacht, wo der Einbruch vorkam,^.verschwunden war, in Bettacht kommt. Eine zweite und dritte Spur ergab dasselbe Bild, auch apportierte der .Hund einen Sack mit Kleidern, die dem Steinschläger gehören. Nach dem Täter wird gefahndet. Die Behörde und Einwohnerschaft Hombergs wunderten sich sehr über die rasche und sichere Arbeit des Hundes.

Niedcr-Ohmen, 3. Juni. Dem hiesigen Braun­eisenstein-Bergwerk, GewerkschaftLouise", wurde die jederzeit widerrufliche Erlaubnis zur Anlage eines Anschlußgleises mit Lokomotivbetrieb bei Station 33 + 20 der Strecke GießenFulda in der Gemarkung Nieder-Ohmen erteilt. Das Anschlußgleis wird von der Preußischen Eisen­bahnverwaltung betrieben werden.

Bad-Rau heim, 3. Juni. Bis zum 2. Juni sind

umsetzten. , . r . .

Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß in den we­nigen Jahren seines Bestehens der Verband eine Reibe von Ein­richtungen geschaffen hat, um die wirtschaftliche Lage seiner Mit­glieder zu verbessern; io. icmdytete er vor kurzem eine Versicherungs;- abteUung, schuf sich in derTexttlwoche" ein Verbandsorgan, erner hat er ein Verbandsjahrbuch und eine Rechtsauskunfts­telle geschaffen. Durch 40 Ortsgruppen, die heute im Deutschen Reiche bestehen, hat der Verband eine engere Verbindung unter den Mitgliedern erzielt. Der Verband hat im Kampfe gegen bic Konventionsk>ewegung der Lieferanten mit (Srrolg Verhandlungen geführt, durch die Zahlungs- und Lieferungsbedingungen in einer beide Teile zufriedenstellenden Weise geregelt wurden. Ebenso hat der Verband als die Vertretung des Detailhandels in gesetz­geberischen Fragen mit Erfolg seinen Standpunkt zur Geltung gebracht, so im Gesetz vom unlauteren Wettbewerb, bei der Neu­regelung der Sonntagsruhe ; ferner verlangt er die (rtnfübrung von Handelsvorschulen und von Fortbildungsschulen für Ver­käuferinnen. Auf dem Verbandstage wurde auch Anregung ge­geben zur Gründung von Einkaufsgenossenschaften, ebenso wurde beschlossen, daß sich die Verbandsmitglieder gegenseitig in der Auskunftserteilung über das Personal unterstützen. Weitere An­regungen bezogen sich auf die Einfülwung eines einheitlichen An- 'tellungsverttages, auf die Lehrzeit der weiblichen Angestellten in der Textilbranche und die Festlegung des Osterfestes.

Börsen-Wochcnbericht.

= Frankfurt a. M., 3. Juni.

Die Unabhängigkeit der deutschen Märkte gegenüber den Aus­landsbörsen in den letzten Wochen trat in der Berichtswoche besonders stark hervor. Trotz der Verflauung der Newyorker Börse ließen die heimischen Märkte eine bemerkenswerte Widerstandskraft erkennen. Die Kurse kamen wohl etwas ins Wanken, indessen hatte die zuversichtliche Stimmung bald wieder die Oberhand. Man bleibt der Ueberzeugung, daß es sich bei den Vorgängen in Newyork nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt, daß der von der Regierung gegen die ge­plante Erhöhung der Eisenbahntarife erhobene Einspruch mehr in politischen als in sachlichen Erwägungen seinen Grund hat und dafi die an der Spitze der Eisenbahnvertvaltungen stehenden Finanzmänner wohl verstehen werden, die Notwendigkeit der von ihnen beabsichtigten Tarifsteigerungen nachzuweisen. Man war daher geneigt, f?ne Abschwächung in Newyork mehr auf andere, Motive zurückzuführen. So wurde ins Feld geführt, daß der große Geldbedarf der Bahnen im Inland nicht befriedigt werden konnte und die Ueberschwemmung Europas mit neuen Bonds-Emissionen die Kosten der Geldbeschaffung verteuert habe, was auf die Newyorker Börse ernüchternd wirkte. Die Tatsache, daß die Nachrichten vom Eisenmarkt nicht so befriedigend lauten, wie es die Börse gern sähe, und beunruhigende Gerüchte über das Befinden Morgans leisteten gleichfalls der Verstimmung Vor­schub. Hier ließ man sich in der Auffassung, dafi wir uns noch in auf steigender Konjunktur befinden, nicht irre machen, zumal Direktor Gwinner von der Deutschen Bank mi Herren­baus die gleiche Ansicht zum Ausdruck brachte. Zur Befestigung der Tendenz trugen günstige Erntehofsnungen sowie freundlichere Per­spektiven für die Lage des Geldmarktes bei. Namentlich macht die Diskontermäfiigung der Bank von England sehr günstigen Eindruck, da man nun eine ruhigere Entwicklung des Londoner Geldmarktes erwartet. Bewegte sich das Gesckwst auch in ruhigen Bahnen, so konnte sich doch eine feste Grundstimmung behaupten. Auf dem Bankenmarkt sind vorwiegend Kursbesserungen zu verzeichnen, da die zur Veröffentlichung gekommenen Aprilbilanzen Anregung gaben. Begünstigt waren Dresdner Bank. Oesterr. Kreditaktien kamen in steigende Bewegung auf den Wahlsieg der Regierungspartei in Ungarn, woran sich Erwartungen auf be­deutende Neuinvestitionen des ungarischen Staates knüpfen. Mon­tan Papiere stellten sich einige Prozent höher auf günstigere iJndustrieberichte aus Belgien und Luxemburg, sowie auf die Nachricht, dafi die Koksvorräte um 400000 Tonnen abgenommen haben. Auch die Meldung, daß die Schweizer Bundesbahnen in Rheinland-Westfalen große Kohlenabschlüsse getätigt haben, und die Bemühungen, in West- und Süddeutschland ein Roheisensyndikat zustande zu bringen, nicht aussichtslos erscheinen, wirkte er­mutigend auf die Spekulation. Von Kaliaktten gewannen Aschers­leben 5 Prozent. Andere I ndu st r i e pa p i e r e konnten sich weiter befestigen, doch fanden auch Gewinrwerkäufe statt, die auf die Kurse drückten. Größerem Interesse begegneten Schiff­fahrtswerte, während Bahnen bei ruhiger Haltung meist niedriger notierten. Heimische und' fremde Fonds sind wenig verändert. Privatdiskonto S1/! Prozent.

9265 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5684 anwesend waren. Bader wurden bis zum 2. Juni 85 974 abgegeben.

Friedberg, 3. Juni. Dem Preußischen Staate, vertreten durch die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., wurde vom Grobherzog das Recht erteilt, das zur Verlegung und Erweiterung des Bahnhofs Friedberg erfor­derliche Gelände, soweit nötig, im Wege der Ent­eignung zu erwerben. Die Frist zur Stellung des Antrages auf Einleitung des EnteignungsoersahrenS wurde auf ein Jahr erstreckt.

Gerichrstzcral.

IV. Mosyr, 3. Juni. Das Bezirksgericht verhandelte gegen fünf polnische Gutsbesitzer, welche im Jahre 1909 in der Orthodoxen-Kirche, wohin sich Füchse geslüchiet halten, aut diese jagden. Dabei halten sie in der Kirche geschossen und ein Heiligenbild beschädigt. 9lUc wurden für schuldig befunden und zu Zwangsarbeit von 4 bis z n 8 I a h r e n verurteilt,

Universitäts-Nachrichten.

Der Direktor der dlugenklinik, Geh. Hofrat Prof Dr Karl Heß in Würzburg hat den Ruf an die Universität Heidelberg als Nachfolger des Geh. Rats Theodor Leber abgelehnt. Dr. .Heß (geb. 1863 zu Mainz), Schüler von Hering und Sattler, war von 189196 in Leipzig tätig, kam bann als W. Uhthoffs Nachfolger nach Marburg und 1900 als Nach?- solger von Michels nach Würzburg. Einen Ruf nach Wien hat er ebenfalls abgelehnt.

Verlegung der Stuttgarter Tierärztlichen Hochschule nach Tübingen. Der F-inanzausschuß der Zweiten W ü r t tem b e r g i s che u Kammer hat sich da­mit einverstanden erklärt, dafi die Tierärztliche Hochschule von Stuttgart nach -Lübingptu unter Angliederung an b i c Universität in Gestalt einer selbständigen Tierärztlichen Fakultät auf der Grundlage voii vier ordentlichen und zwei außerordentlichen Professuren verlegt wird. <

Märkte.

F.C. Wiesbaden. Vieh hol-Marktbericht vom 3. Juni. Austrieb: Rinder 43, Kälber 110, Schafe 30, Schweine 251.

Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber ziemlich gut, Schafe mittelmäßig, Schweine gut. Preis Durch-

pro 100 Pfd. schnittspreis rebknd. Schlacht« pro 100 Pfund

. , - fleroidit Gebend. Schlacht-

Ochsen. von-btsvon-biS yewicht

Vollsleischige, ansgemastete, höchsten

Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 4347 7882 45 80

Junge, fleischige, nicht ausgemästete und

ältere ausgemästete...... 3842 7376 40 74

Mäßig genährte junge und gut ge­

nährte ältere......... 3337 6671 35 68

Färsen, Kühe.

Dollfleischige auSgeniäftete Färsen höchst.

Schlachtwertes 4044 7277 42 74

Vollslelschige ausgemästete Kühe höchst.

Schlachtwertes vis zii 7 Jahren. . 3740 7072 38 71

keltere aiisgemästete Kühe und wenig

gut entwickelte fiingereKühe u. Färsen 3035 6065 32 62

Mäßig genährte Kühe nnd Färsen . . 2429 4958 26 53

Kälber.

Feinste Mast- (VoUmilchmast) und beste Saugkälber......... 5762 95103 59 99

Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 5156 8593 53 89

Geringere Saugkälber 4248 7080 45 75

Scb a s e.

Mastläinmer und jüngere Masthammel 4142 3284 41 83

S rt) iveln e.

Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner

Lebendgewicht 5355 6870 54 69

Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 5355 6870 54 69

Fleischige Schweine ...... 5253 6768 52 67

Gießen, 4. Juni. Marktbericht. Wuf heutigem Wocben- markte kostete: Butter pr. Md. 1.201.25 Alk., Hühnereier 1 St. i7 Psg., En teneier 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 68 Pf.,

Käfeniatte pr. St. 56 Pfg., Tauben pr. Br. 0,801,00 Mk^ Hühner pr. St. 1,001,60 Alk., Hahnen in'. Stink 0,801,80 Alk., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Alk., Ochsensleifch vr. Pst). 80 bis 88 Psg., Kuhfleisch und Rindfleisch pr. Pfund 7074 Pfg Schweine­fleisch pr. Mund 8096 Pfg., Kalbfleisch vr. Psd. 8084 Psg., Hammelfleisch pr. Md. 6084 Psg. Kartoffeln pr. 100 Kg. 6.00 bis 0.00 Mk., Zwiebeln per Ztr. 9,0010,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Nüsse 100 Stück 5000 Pfg., per Ztr. 000 Mk Markt­zeit poit 71 Uhr._______________________________

Die nach- A ntpijSo sind am Sonntag; dem 5. Juni stehenden *lvl Zilv von 12 Uhr mittag-* bis 12 Uhr nachts nur für dringende Fälle sicher anzutreffen : 1 ID */6

Dr. Schäffer, Blockstrasse 9.

Dr. Richter, Frankfurter Strasse 4.

Auszug o. ö. Stanöesamtsregiitem der Stadt Eichen.

Aufgebote.

Dlai 27. Wilhelm Wiehler, Fuhrmann in Gleiberg, mit Wil- helmine Wießner in Gießen. 28. Wilhelm Wagner, Steinmetz, mit Elise Ubrich, beide in Gießen. 30. Karl Jnnker, Kaufmann in Giehen, mit Auguste Katharine Möller in Bieber. Fidefirstns Walther, Oberlehrer in Breslau, mit Elisabeth Hopse in Gießen. 31. Philipp Jakob Berghäuser, Fabrikarbeiter in Wetzlar- Niedergirmes, mit Lina Lang in Gießen. Hermann Diehl, Lagermeister in Gießen, mit Anna Oerter in Gilsbach. Juni 1 Heinrich Erb, Fuhrmann, mit Anna Baum, beide in Gießen. Wilhelm Fendt, Landwirt in Frankfurt a. M.-Niederrad, mit Marie Lenhardt in Gießen. Heinrich August Schneider, Geschäftsführer in Gießen, mit Alaria Dranzburg in Wittlich.

Eheschließungen.

Juni 1. Karl Albert Emil Leimbach, Amtsrichter in Giebolde- Hansen, mit Emma Sophie Fritz m Frankfnrt a. M. Julius. Schild, Schreiner, mit Frieda Gilbert, beide in Gießen.

Geborene.

Mai 19. Dem Fuhrknecht Georg Goß ein Sohn, Friedrich. 25. Dem Kutscher Heinrich Kaiser ein Sohn, Karl. 26. Dem Glaser Heinrich Röhm eine Tochter, Karoline Luise. 28. Dem Installateur Gustao Liusel ein Sohn, Erich Karl Simon. 30. Dem Lokomolio-Hilssheizer Emil Honnann eine Tochter, Josephine Marie Therese. 31. Dem Kaufmann Friedrich Krömmelbein ein Sohn. Juni 2. Dem Taglöhner Heinrich Repp eine Tochter, Wilhelmine.

Gestorbene.

Mai 28. Christian Heil, Friedhossarbeiter, 65 Jahre alt, Kaiser-Allee 47. Robert Artur Weber, 1 Monat alt, Licher Straße 57. 31. Heinrich Müller, 10 Mte. alt, Sonnenstr. 13. Josephine Schädel,' geb. Peters, 57 Jahre alt, Schissenberger Weg 16. Juni 1. Friedrich Vogel, Student, 20 Jahre alt. 2. Susanne Marie Kalbfleisch, geb. Braun, 69 Jahre ak, Ludwig- straße 66. 3. Franz Plank, Rentiier, 77 Jahre alt, Schiffen- berget Weg 55.

Miiffer'sche Badeanstalt.

Mass erwärme der Lahn 16° R,

Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen.

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Wetter

Juni

1910

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Höchste Temperatur Niedrigste ,

68

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am 2.

, 2.

Niederschlag: 8,4 mm.

W I 2 9

WNW 4 10

still still 1

Regentropfen Bed. Himmel Sonnenschein

bis 3. Juni = + 23,7 0 C.

, 3. = + 10,6 °C.

Scotts Emulsion kann im Sommer

ebenso gut genommen werden, wie in der kälteren Jahreszeit, denn, an einem kühlen Orte aufbewahrt, hält sie sich immer vollkommen frisch und ivohlschmeckend, ist stets leicht verdau­lich und appetitanregend, was sich von dem gewöhnlichen Lebertran gewiß nicht sagen läßt. Auch die beiden Kinder, von denen nachstehend die Rede ist, nahmen Scotts Emulsion in den Sommermonaten mit überaus gutem Erfolge.

München, Westendstr. 29/1. (Rückgeb.), 30. Juni 1908.

Auf Anraten der Klimkärzte haben zwei meiner Kinder, der 3fi,jährige Johann und die kleine, 3/4 Jahr alte Anna, eine Zeit­lang Scotts Emulsion als Stärknngsinittcl bekommen. Ter Erfolg hat Misere Erwartungen bei toeitem übertroffen, da beide Kinder in überraschend kurzer Zeit sich zusehends kräftigten. Alls den blassen, verdrießlichen Geschöpschen sind gut aussehende, lustige Kinder ge­worden, die mis nunmehr die größte Freude machen. Die Kleine hat mehrere Zähnchen ohne Schmerzen bekornmeii und steht schon fest aus den Beiiichen. Die Gewichtszuiiahme ivar eine bedeutende."

(gez.) Frau Elise Stopp.

Für die Güte von Scotts Emulsion spricht gewiß in erster Linie die ihr seitens der Aerzte- welt gezollte Anerkennung. In dem einzig­artigen Scottschen Verfahren es kommen dabei nur die allerbesten Materialien zur Ver­wendung wird der Lebertran in allerkleinstc Tröpfchen aufgelöst, deren Verdauung und voll­ständige Ausnutzung auch einem entkräfteten Körper mühelos gelingt.

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