fr. 281 Lwellrr Blatt 160. Jahrgang
MItwoch, 50. Nasrin»« M
ttlctietnt Mgllch mtt VuSnahin« deS Vannla-r.
D*t „•te^mer £amilknblätter*‘ werden dem rHnififlrr* etermal möcdenlttch beigdegt, bat „Krctsblatl str de, Kreis -tetzev" jroeimal Vüchenkllch. Dir „Lan-wtrtschastltchrii Lett- fragen** erscheinen monallich zweimal.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen
9totation<bni(f und Verlag bet Vrühl^chen UnwersuälS - Buch- und blemdruckeret.
Sl. Lange, Sieben.
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hauptet, baß ihn der Zeuge gar nid>t sehen bleibt aber dabei, dah er den Angeklagter
während Stabt anzu knüpfen, evenl. auch bei der Besoldungsrevision einen schweren höheren Zuschuß zu beantragen.
Abg. Molt Han (Zentr.) finbet es bedauerlich, daß das
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invalide ist.
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Angeklagte, der sich in einem größeren Haufen befand, auf btt? Polizei schimpfte. Der Angeklagte wurde sistiert, als er den Neugebauer angespien b-atte. — Rechtsanwalt Rosen fei b: Der Angeklagte will nur gesagt haben: Pfui, solche Zustände. >—" Zeuge: Das hat er auch gefagt. — Der Anlg> eklagte bc* ‘ ..... ' " ’ '' ' ' konnte. — Der Zeuge
bleibt aber dabei, daß er den Angeklagten schon längere Zeit rvu der Sistierung beobachtet habe.
Nach kurzer Beratung verkündet der Vorsitzende, daß das Verhalten des Wels eine Ungebühr vor Gericht darstelle: es müsse aber auch anerkannt werden, daß ihm die Aeußerung entschlüpft ist und daß sie nicht bestimmt war, jemanden zu beleidigen. Aus diesem Grunde bat das Gericht von einer Gelblöder L> aftstrafe Abstand genommen. Da Wels aber gezeigt hat, daß er sich nicht zu beherrschen versteht, um ohne Vemevkungen zuzuhören, muß er den Sitzungssaal üeri lassen.
Gin Regierungsvertreter stellt fest, daß diese Anträge eine Mehrbelastung von etwa 266 Millionen über die Vorlage hinaus erfordern würden und die Durchschnittsbeiträge von 28 auf 60 Pfg steigen würden Die Anträge wurden abgelehnt. In bezug auf die Voraussetzungen für die Gewährung der Witwenrente erklärt die
der Abg Trimborn (Ztr). Im 8 1240, der von der Krankenrente rn der Invalidenversicherung handelt, wird durch Annahme eines Zentrumsantrags die Vorlage der Regierung wieder hergestellt und aus dem Beschluß erster Lesung nur die Bestimmung übernommen, daß auch der die Krankenrente erhält, der nach Fortfall des Krankengeldes
Der Zeuge behauptet auch, daß er von dem Angeklagtem einen solchen Stoß vor die Brust erhalten habe, daß er noch' einige Tage nachher Schmerzen gehabt.
Der Zeuge Schutzmann Klapp hat den Angeklagten mit nach der Wache auf ban Lohlenplatz gebracht. Ms bie
Als er bekundet habe, und zwar unter seinem Eide, daß er das Publikum in der Sickingenstraße durchgelassen habe, habe ein Derr im Zuhörerraum gesagt: Wie kann er solche Frechheit^ behaupten. Diese Aeußerung habe der Wachtmeister Ditt gehört und ihm mitgeteilt. Der Derr habe sich als Parteisekretär Wels vorgestellt. Vors.: Ich bitte den Herrn, vorzutreten. Haben Sie diese Aeußerung getan? Wels: Ist mir nicht eingefallen. Als der Herr Leutnant sagte, er habe die Leute durchgelassen, entschlüpfte mir die Aeußerung: Ja, aber mit einem Kopf!, weil ich als Zuhörer an verschiedenen anderen Tagen der Verhandlung den Eindruck hatte, daß die Polizei nicht immer korrekt vorging. Die Aeußerung ist auch so leise gefallen, daß nicht einmal bie neben mir Sitzenden sie gehört haben. Wachtmeister Ditt bestätigt, baß Wels die Aeußerung getan habe. Vors.: Glauben Sie, daß die Aeußerung auch von anderen gehört wurde? Ditt: Das glaube ich nicht. Wels: Jeden-' falls hatte ich nicht bie Absicht, den Herrn Leutnants zu beleih digen. Vors.: Sind Anttäge zu stellen? Erster Staatsanwalt: Kein Zuhörer hat das Recht, hier Bemerkungen zu machen. Der Herr Vorsitzende hat bie Zuhörer wiederholt ermahnt. sich ruhig zu verhalten. Wels hat bas nicht getan, sondern eine schwer kränkende Aeußerung gegenüber einem Beamten getan, der hier unter seinem Eide ausgesagt hat. Mit Rücksicht darauf, daß die Aeußerung nicht laut gefallen ist, beantrage ich, von einer Freiheitsstrafe Abstand zu nehmen und gegen Wels auf 10 0 Mark Geldstrafe z u erkennen.
Die Sozialdemokraten stellen eine Reihe von Anträgen auf Gewährung von Krankenpflege an Bezieher von Invaliden- oder Altersrenten, die keinen Anspruch auf Krankenpflege an eine Krankenkasse haben, ferner auf Er- höhung der Invaliden- und Altersrenten, sowie der Witwen- und Waisenrenten.
Darauf wird in der Zeugenvernehmung fortgefahren. Kontrolleur Stapel will daraus eingehen, daß er Drohbriefe er> halten habe; der Vorsitzende bedeutet ihm jedoch, baß bas nicht hierher gehöre. Der Zeuge hat gehört, daß die Angeklagte Frau Dominiak aus der Menge heraus „Bluthunde!" und „Haut fiel"’ gerufen habe. Der Zeuge behauptet, daß man von sozialdemokratischer Seite versucht habe, au» feine Frau einjumirfen, damit: er seine Aussage entsprechend einrichte. R.-A. Cohn: Haben Sie über eine Frau Dominiak gesagt. Sie würden ihr ein Rezept verschreiben, daß sie ihr Leben lang daran denken werde? Zeugen Das bestreite ich entschieden. Zeugin Frau S ch l e s e hat einmal- gesehen, daß die Angeklagte Frau Dominiak die Hausbewobner mit dem Rufe: „Vorsehen" vor den herankommenden Schutzleuten gewarnt hat. Die Zeugin hat weiter gesehen, daß die Angeklagte mit einem Stiesel nach der Laterne geworfen bat., R.-A. Cohn: Die Frau Dominiak ist eine leicht erregbare" herzkranke Person. Ich behalte mir darüber noch Anträge vor.
Es wird sodann her Fall des Angeklagten Hagen erörtert.. Der Angeklagte behauptet, daß er am Taae seiner Verhaftung eben mit einem Kahne angekommen war und sich etwas zu Essen holen wollte, wobei er wider seinen Willen in die Menge hinein-; geriet. Er bat, daß er die Schutzmannskette passieren bürfe^ das sei ihm aber sofort in grober Weise abgeschlagen worden. Der Angeklagte behauptet, daß er gar nichts mit der Sache zu tun gehabt hatte und daß er den Beamten in ganz anständiger Weise entgegengetreten sei. Die Antwort war sofort ein Schlag mit einem Seitengewehr, so baß der Hut vom Kopse fiel. Dann wurde er von zwei Beamten in die Mitte genommen und der eine der Beamten hat ihm noch unterwegs mit der flachen Hand in das Gesicht geschlagen, io daß er wiederum den Hut verlor^ Stuf der provisorischen Wache auf dem Koblenplatze angekommen^ sei er von den beiden Schutzleuten direkt den Arbeitswilligen überliefert worden, bie ihn mit Händen und Füßen bearbeitet hätten. Das hätte so lange gedauert, bis ein Schutzmann gesagt hätte: Jetzt ist's genug. ...
'Zeuge Schutzmann Haußler behauptet, daß der aeklagte sich äußerst renitent und frech benommen, habe und sich, als er sistiert werden sollte, an dem Brücken-- gelänber fest dielt. Da habe er ihm einige Schläge üdep Den Arm versetzt, Damit er loslasse.
Polizeiwachtmeister Ditt hat den Angeklagten Muslowski verhaftet, als dieser aus der Menge heraus „Bluthunde!" rieft — Vors.: Was haben Sie sich bei dem Rufe gedacht? —* Angeklagter: Ich habe mir nichts dabei gedacht. — Vors.: Vor dem Untersuchungsrichter sagten Sie, Sie hatten den Aus-- trag gehabt, Arbeitswillige zum Anschluß an den Streik zu bewegen. — Rechtsanwalt Rosenfeld: Tas war aber nicht an lenem Tage. Ich bemerke Übrigens, daß der Angeklagte über», wiegend polnisch spricht.
Pvlitzeileutnant Folte befehligte eine Chaine an der Ber- lichingenitraße. Speziell an der Ostscsite tat sich eine Gruppe Durch Ruse und Schimpfen hervor. Kurz nachdem ich eine offizielle Aufforderung zum Auseinandergehen hatte ergehen lassen, wurde aus der Gruppe der Ruf laut „Haut ihn!". Ich sah einen jungen Mann mit grünem! Hut, bter dann von mir mit Hilfe eines Schutzmanns sistiert wurde. ES war der Angellagte Krämer., Ter Angeklagte K. erklärt, daß er mit den übrigen Leuten einfach mitgerufen habe. — Dem Angellagten werden einige seiner Aussagen vor dem Untersuchungsrichter vorgehalten, die weiter gehen. — Rechtsanwalt Heine: Auf das Protokoll des Untersuchungsrichters können wir wohl keinen Wert legen. Der Angeklagte soll bei der Sistierung Widerstand geleistet haben, inbent er sick) loszureißen versuchte, unb wurde daher gefesselt. — Der Angellagte Krämer behauptet, er habe nur um Lockerung seiner Fesseln gebeten.
Der Sckxutzmann Siß hat gehört, daß der Angellagte Krämer rief: Haut dem Lausekerl doch in die Fresse! — Schutzmann Kühler bekundet, daß der Angeklagte erst gefesselt wurde, als er von der Polizeiwache auf dem Kohlenplatze nach dem zustän- ständigen Revier transportiert wurde, well der Verhaftete flucht- verdächtig war. Aus diesem Wege hat er mehrfach versucht, bas Publikum zu veranlassen, ihn zu befreien. An jeder Ecke ries er dem Publikum zu: Sehl mal, wie er mich hier knebelt, helftl mir doch, ich habe einen schlimmen Arm. — Der Anaeklagt«: behauptet, daß er gebeten habe, die Fesseln etwas zu lockern, paß sie ihm aber nur umso fester angezogen wurden-
Ein Zwischenfall.
In diesem Augenblick tritt Polizeileutnant Folte vor Und bittet um den Sckmtz des Vorsitzenden gegen UebergriffeauS dem Zuhörerraum.
___I Gelegenheit dar, die früher Abg. Tr. Frenay behandelt hatte und yeifticye öroette Kammer. I kommt $u dem Schlüsse, daß die Stadt Darmstadt außerstande fei,
Da 7- müodt oq eine weitere Unterstützung zu bewilligen, auch sei es nicht möglich,
6 ,n - 7 V m ® Dt' ^ovemver. Dte Sioi((ifte in ^ch höherem Maße heranzuziehen. Wohin sollten Dte Zweite Kammer ist heute vormittag zur Wiederaufnahme öje tzofmusiker sich wenden, wenn die Kammer die Gehaltserhöhung Sitzungen zu ammengetreten. Den Prasidententtsch, an wel- ^cht bewillige? Diese Erhöhung sei unbedingt nötig, da die em heute zum ersten Mal nach langer, schwerer Kraiikoett der erste ßuftänbe an anderen deutschen Theatern sich sehr verbessert batten, Jiäftbent, @tt;etmerat £>aa3, Platz nahm, schmückt ein großer ;u Ungunstcn bet Darmstädler Verhältnisse. Der Redner be- jlumenltrauB. antragt, zu beschließen, daß die Zweite Kammer nach wie vor an-
Am Regierungstische waren zugegen: Staatsminister erkennt, daß sich die Mitglieder ber Hofmusik bei den jetzigen.
f roa l b, Minister des Innern v. Hombergk, Geh. Staatsrat Gehaltsverhältnissen in einer bauernden Notlage befinden. Die Jtug v. Nidda, Geh. Räte Dv. Becker unb Frhr. von Stadt Tarmstabt habe mit Rücksicht aus die ihr zufallenden Vorteile Ziegeleben. die Pflicht, einen erhöhten Zuschuß zu bewilligen. Tie Kammer
Präsident Haas eröffnet bu Sitzung um 10V9 Uhr und überläßt es der Regierung, barüber neueJßerl}anblungen mit ber
ebenft zunächst des verstorbenen Abg. Reinhart, während Stadt anLuknüpfen, event. auch bet der Besoldungsrevision einen
icb das Haus von den Plätzen erhebt. Durch feinen schweren höheren Zuschuß zu beantragen.
Zerlust sei bas Haus in aufrichtige Trauer versetzt worden. Abg. M o l t h a n (Zentr.) findet es bedauerlich daß das [)ie Kammer verliere in ihm ein treues Mitglied, das in mehr Hohe Haus sich wiederholt mit dieser Angelegenheit befassen muß. 13 33jahriger parlamentarischer Arbeit sich nach jeder Richtung Eine ErhölMng der Zivilliste, um aus diesem Plus die Hos- m ausgezeichnet unb unvergängliche Verbienste um Volk und I musiker auszubessern, hält er nich für zulässig. Es sei tief be- Saterlanb erworben habe. „Er war ein Mann, ber es mit Säuerlich, baß bie Verhandlungen mit Tarmstabt negative Resultate Einern parlamentarischen Berus äußerst ernst nahm. Wir schätzten gezeitigt haben. 'Die Begründung der Stellungnahme fei äußerst n ihm einen aufrecht stehenden und stets geradeaus gehenden. Dürftig.
ttuüerbaitcn Ch-raller, einen arbcitssreudigen., pflichttreuen Par- Abg. Breidenbach (86.) sieht darin einen AnZlveg, wenn amrnotricr, der mit ausgezeichneten Kcnntntflcn grotze Lebens- man die Loftnujiker im Sommer in Bad-Namheim spielen labt, riabrung verband und der tn jeber Beziehung nicht nur eine qiL m n r „ M
iU6hkätiqBOrro"r6ftT skgrob, wikin /einem anderen^rchestkr in Deutsch-
Dobl tätig fünfte Cm ne Milde ^Mchauung wurde auch dem Theater habe hauptsächlich Darmstadt,
; o£9±9 könne « auch den flemlichen >?nd enpherzigen 6tQ1ib-
Arbeiter ^iür derrti Interessen er auch hier itn Lause "unkt der Darmstädter Stadtnerwaltung nicht verstehen. An die -tt n R chtunaen ^ntrat "^DasLaus fabe iA ton t könnten weiter keine Ansordernngen gestellt werden,
e^tt n^E hrung des V er stör denen kon ben'Ä Mn mal bleibe also nichtsübrstg, als diese zu erhöhen, bie Erhöhung r . Präsident) hiermit konstatiere. Der Präsident teilt weiter I durcyausmcchbeni Landes Herrn^zugute sondern lediglich den nit daß der Großherzog für die ihm zum Geburtstag auS- ^ngch.ellten, der Diener,chatt M a In: Mtn Lt^su atterdm^ ikiprochene Gratulation zum Hause bettens danken lasse. Auch ^e.^tadt zum Zahlen verptt^EI- pudere Städte machten er- hn dem Präsidenten sei es ein Bedürfnis für die vielen hebltch höhere Aufwendungen. Das Ministerium möge nochmals Lmüpathiebeweiie aus dem Hause zu danken, die ihm während an die Stadtverordneteiiveriammlung in diesem ^inne herantreten, einer Krankheit zum Ausdrnck gebracht wardem st »d begrnht di- Anregung nnd hasst,
?lbg. Horn (Ztr.) spricht namens des Hauses seine Freude des Abg. Dr. Osann bessere Resultate zu erzielen wie
iber die ^viedergenesung de^ Präsidenten Haas au» und hofft, Der Vorschlag des Abg. Breidenbach sei nicht gangbar,
hn noch recht lange wieder auf ,einem Po.ten wirken zu sehen. I und Kurzeit teilweise zusammenfielen. Einzelne
Es wird fnbann in die Beamtenkcckegorien können nicht bevorzugt werden. Man solle
Tagesordnung leine Aufbesserung ber Bezüge ber Hosmusiker für dieselbe Zeit
ckngetreten. I in Aussicht nehmen, in ber bie Besoldungen ber anderen aus ber
Abg. Bähr (wild) macht zu Punkt 1, die Eisenvahnfahrkarte Ziollliste besoldeten Beamten vorgenoinmen werden.
Abg. Bähr einige Bemerkungen. Er bedauert, daß den Abg. Raab (Soz.) hält den Antrag der Vorstellung für ?Ibgeort>neten nur freie Fahrt vom Heimatsorte nach Darm- den einfachsten, llarsten unb richtigsten. Es müsse etwas Positives ’taDt gewährt werbe. Er verliest sobann ein Schreiben bes Mi- geschehen. Er beantragt, im Sinne ber Vorstellung zu stimmen, tifleis bei öffentlichen Arbeiten in Berlin, wonach bie Erlaub- Abg. Breibenbach (23b.) hält seinen Vorschlag für aus- iiS, die ihm bie Eisenbahnverwaltung erteilt habe, über Gießen sührbar, wenn währenb ber Spielzeit in Darmstabt in Nauheim iu fahren, wieder rückgängig gemacht worben fei mit bem Be- l Militärmusik spielt. Er bittet nochmals, bas zu erwägen.
merken, die betr. Fahrkarte wieder einzusenden, um eine andere Abg. Molthan (Zentr.) unterstreicht nochmals die Hoff- zu bekommen. Das habe er nicht getan, er werde sie sich viel-1 ming, baß bie Stadt Darmstadt bie N'.tterttützung übernimmt, nehr einrahmen lassen unb barüber schreiben: Preußisch-Hes- l Nachdem Abg. N o a ck nochmals als Berichterstatter gesprochen, iicher Eisenbahnvertrag unter tunlichster Berücksichtigung Vv \ nrirb sein Antrag im ersten Teile angenommen, Der weitere Aw- Mer Interessen, und darunter: Selber essen macht fett. (Heiter- trag des Abg. Nouck, baß bie Regierung bei ber Abänberung 'eit.) Der Redner geht noch des weiteren auf diese Angelegen- Der Beamtenbesolbung neben ber Erhöhung ber Gehaltsbezüg? ^eit ein. Einem anberen Kollegen, ber nur 0,6 km weniger für bie Hosbeamten auch bie Hofmufiker aufbeffern möge, wird m fahren habe wie er, sei bie Genehmigung, über Gießen zu abgelehnt. Die 23orstellung wird sobann sür erlebigt erklärt, 'ähren, glatt erteilt roc^Den. Er polemisiert sobann in sehr Schluß ber Sitzung iVt Uhr. Nächste Sitzung morgen früh 9 Uhr. Lmstänblicher Weise gegen bie Artikel eines Berichterstatters in — ------------------—■—•————---
oerschiebenen Zeitungen, wonach er seine Freikarte für bie Laich- ReiÄZversicherUNarordNllNg.
tagssii.ungen auch zum Besuch ber Lanbwirttchaftskammer de ;
nutzt habe. Dies habe er nur in ben Fällen getan, wenn er .. Berlin, kdo.
neben Geschäften in ber Landwirtschaftskammer auch landständische ^er Reichsversicherungsausschuß setzte heute die 23e- gehabt habe. ratung des Buches Über die Invaliden- und Hinterblie-
Geh. Staatsrat v. Krug macht zu den Ausführungen des henenversiche-rung fort. Berichterstatter ist für dieses Buch Abg Bähr einige ausllärende Bemerkungen. Die Gewährung' ~ —
von Freikarten werde bei preußischen unb hessischen Abgeorb- neten in gleicher Weise gehanbhabt. lleber Gießen sei bem Abg.
Bahr eine Karte nicht gewährt worben, ba über^Gelnhausen ein passenderer Schnellzug zu benutzen war. Die hessische Regierung habe in der Angelegenheit ihre volle Schuldigkeit getan.
Nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte wird beschlossen, die Angelegenheit weiter zu besprechen. Abg. Köhler (wild) erachtet bie Angelegenheit bes Abg. Bähr als eine bes ganzen Hautes. Gegen bas Vorgehen bes preußischen Eisenbahnminitters müne energisch Front gemacht werben. Abg. Bähr (wilb) ist mit ber Erklärung ber Regierung nur teilweise emverstanben. Der preußische Eisenbahnminister scheine ben hessischen Fahrplan nicht zu kennen: ber Redner sei gerne bereit, ihm ein Kursbuch zur
Verfügung zu stellen. . o nr, .
Abg Ulrich (Soz.): Die Behandlung des Abg. Bahr fet eine sehr schikanöse und hausknechtsmäßige, eine Kleinigkeitskrämerei, die an Beleidigung stoße jedem einzelnen Mitgliede des Hauses gegenüber. Für was sei denn seinerzeit die Pauschalsumme von 14 000 Mark festgesetzt worden? Sie bedeuteten eine approximative Feststellung des wirklichen Betrags, den wir an Reitt- gelDetn zu leisten haben. Der ganze Vertrag sei nur abge» ö_. schloffen, um uns zu bemogeln. (Rüge des Praiidenten.) fortschrittliche Volksparter, sich ihre endgültige Stellung vor- Freundnachbarlich sei diese schikanöse Behandlung von feiten des rubehalten.
großen Bruders nicht. Das Ministerium solle tm Interesse Der ^uf Antrag der Konservativen wird eine Bestimmung eigene Reputation bie ungleiche Behanblungsart ber verschiebenen . 12ö3 angenommen, Wonach die Versicherungsanstalt
Abgeorbneten ins Auge fassen unb wrbern, datz die./bgeord- . aufwenben kann, um allgemeine Maßnahmen zur neten auf allen Wegen, auch Umwegen, nach Darmftabt kommen ! erf)ütun9' be§ Eintritts vorzeiliger Jnvalibi äl unter ben
Staatsminister Dr Ewalb verwahrt sich gegen die Cha- Versicherten unb zur Hebung der gesundheitlichen Verhält- rakte?Mkb7r Amtsführung ber preußischen Minister, biese hätten nifse der versicherungspslichtrgen Bevotterung zu forbern die Hess. Abgeordneten schikanös behanbelt. Was er im Interesse oder durchzufuhren .
ber Angelegenheil des Abg. Bähr no»ch> tun könne, wisse er nicht : Heber den in erster Lesung enigeftlgten § 1275a, der die
es sei alles Erforberliche bereits geschehen. Die Angelegenheit $ । n b e t, u [ u g r e n t e einsührt, wirb einstweilen kein de« Abg. Brauer sei seinerzeit zu dessen voller Zusriedenheit er- . aeiafit; die Bestimmung wird dem Unterausschuß lebigt warben. 9Ibg. Wolf (Bb.): Durch bte kleinliche P ’
Handlung von Seiten bes preußischen Eisenbahnmmisters sei man - Mittwoch.
letzt um anberthalb Stunben außervrbentlich wertvoller Zett ge- 'st '.
!=. Er to dieser Behandlungsart duvckmns nicht Ztratzenkrawalle vor Gericht.
Es sprechen nochmals Geh. Staatsrat v. Krug, sowie die 4 Berlin, 29. Nov.
Abgg. Brauer, B ähr , P Rreiikens Beim heutigen Zeugenaufms wirb bie Anwesenheit von etwa
L VäÄÄ w® ffuSÄS » wS.5 »5“ as
Köhler die Ausdehnung und Anwenbung bes revibierten Polizei- der Polizei. Emer Dame war das Kleid zerrMen worDen fhaMehbW com 10 Dftobcr 1871 auf ben Verkehr mit Antv- AngeNagie zeigte mit bas unb ragte: Pfui, k°«n- Gemeinheit,
mobilen betreffenb, macht ber Antragsteller längere Aussührungen. und spie m^' . 3* rautbe dn ffen
Besonders wolle er bas Ucberholen gesetzlich geregeltMinen^Rechtsanwalt Ros en fe( b SSiiTbcn Cte ‘MM " Sodann sei es bedauerlich, daß bie hohen Herren, bte so ftech unb ober vielleicht nur durch emen Zulall, wie Der Angeuagte es mörderisch auf der ^andsttaße herumfahren, sich etwas auf Den behauptet? — Z!e u g e ■ foar kein Zufall. , Ti-r SMtz echbUd^ den lle van oben her genießen. Sie sollteiI N ö r e n b e r g behauptet bafe et aul bem fcctmnrcge begriffen npfrnffim werben war, aber wegen des Gedränges Nicht durch konnte. — Zeuge:
E P^kte GehaltsvnlBltnisse der Mitglieder der Großh. Wenn der Angeklagte sich mtfernen wollm, s° wäre ihm Hofmuiik macktt Berichterstatter Abg Noack (Ntl.) längere Aus- DaS leicht möglich gewesen, bie Mitte ber Straße war
£ leat MVmwUrn Gang der ganzen to-l Lenge Schutzmann Prül°r hat edensaüs gehört, M der


