Der Senio.renkvnvent des Reichstags trat feilte vor Beginn der Plenarsitzung zusammen, um sich über die Geschäftslage und die Fertigstellung des Haushalts zu verständigen. Es stehen noch fünfzehn Tage hierfür bis Ostern zur Verfügung, wenn bis zum 19. März einschließlich getagt wird. Man will versuchen, auf Grund der Kontingentierung bis dahin fertig zu werden: wenn es nicht anders geht, nruß noch am Montag und Dienstag der Karwoche getagt werden. Kontingentiert hat man,einstweilen folgendermaßen: Das Reichsamt d^s Innern soll heute und morgen erledigt werden, dann drei Tage für Marine und Kiautschou, drei Tage für den Postetat, einen Tag für die Reichseisenbahnen, drei Tage — den 14., 15. und 16. März für den Haushalt des Reichs t'anzlers und das Auswärtige Am t und dann noch einen Tag für den Haushalt des Reichsschatzamts, Zölle, Finanzierung, allgemeinen Pcnsionsonds und Reichsinvalidenfonds. Dann würde die dritte Lesung in zwei Tagen, NM 18. und 19. März, erledigt werden. Die O st e r f e r i e n sollen bis zum 12. April dauern. Man rechnet damit, daß der Schluß oder vielmehr die Vertagung des Reichstags zu Himmelfahrt eintreten wird.
Der Ausschuß für das Haus arb eits ge setz beschloß, den § 3 des Entwurfs nach einem Anträge Dr. Contze, Hausmann (Hannover, Natl.), wonach in jedem Raume, in dem Arbeit für Hausarbeiter ausgegeben oder Arbeit abgenommen wird, eine Lohntabelle ausgehängt werden muß. Für neu einzuführende Muster grlt diese Bestimmung nicht. Der Bundesrat hat die erforderlichen Bestimmungen zu erlassen, gegebenenfalls auch die einzelnen Bezirke, lieber einen Antrag des Zentrums, wonach den Hausarbeiteru bei Uebergabe der Arbeit Lohnbücher oder Ärbeitszettel zu übergeben sind, kam es noch zu keiner Beschlußfassung.
Die zweite Lesung der preußischen wahlrechttvorlage.
** Berlin, 3. März.
Der W a h l r e ch t s a u s s ch u ß des Abgeordnetenhauses begann am Do-rmerstag vormittag die zweite Lesung der ßVahlrechts vor läge. § 1 wurde nasch dem Vorschlag des Redaktionsausschusses in folgender Fassung angenommen:
„Jeder Preuße, der das 24. Lebensjahr vollendet hat, ist in der Gemeinde, wo er seit sechs Monaten seinen Wohnsitz oder freiwilligen Aufenthalt hat, zu wählen berechtigt."
Es wurde hierbei fcftgestellt, daß solche Personen, welche Lungenheilanstalten zugewiesen sind, als wahlberechtigt gelten, weil dieser Aufenthalt als ein freiwilliger anzusehen ist. § 2, der die Personen bestimmt, die vom Wahlrecht ausgeschlossen sind, wurde unverändert angenommen, ebenso § 3, der die Vorschriften über das passive Wahlrecht enthält. § 4 lautet nach den Be- schlüfsen her ersten Lesung:
„Die Abgeordneten werden von Wahlmännern in Wahlbezirken, die Wahlmänner von den Wählern in Stimmbezirken gewählt. Tic Wahl der Wahlmänner erfolgt mütels verdeckter Stimmzettel." Die Konservativen beantragen die öffentliche Wahl auch für die Wahlmännerwahl. Zur Begründung dieses Antrages führte ein konservativer Redner aus, das; die konservative Partei gern, mit der Regierung etwas zustande bringen möchte, trotzdem diese Reform darauf hinaus- laufe, die Konservativen zu schwächen. Die Konservativen seien aber so selbstlos, daß sie bereit seien, trotzdem mitzuarbeiten. Seine Partei halte aber grundsätzlich an der öffentlichen Wahl fest. Welche Leute die geheime Wahl forderten, bewiesen die Vorgänge vom letzten Sonntag nach der intellektuellen Versammlung in Berlin. Da märe ein Trupp unter Führung eines Demokraten auf den .Hof des „Vorwärts" gezogen und hätte dort Hochs ausgebracht.
Der Minister des Innern erklärte, der Standpunkt der Regierung sei nicht zweifelhaft, sie bleibe stehen bei der Vorlage und deren Begründung. Ein nationalliberaler Vertreter betont, daß seine Partei am geheimen Wahlrecht fefthalte. Ein freisinniger Redner wirft die Frage aus, worin eigentlich die Selbstlosigkeit der Konservativen dieser Vorlage gegenüber bestehe. Jeden Fortschritt des Wahlrechts lehne die kouier- vative Partei ab. Mit Hilfe des ZentridnZ habe sie die direkte Wahl aus der Vorlage beseitigt, ebenso lehne sic die Gleichheit des Wahlrechts ab und beute wollten die Konservativen auch noch die öffentliche Abstimmung wiederherstellen. Es fei also unverständlich, wenn die Konservativen von einem Entgegeirkommen reden. Sic stimmen höchstens solchen Bestimmungen zu, welche ihren Parteinteressen nicht schaden. Die Vertreter der Sozialdemokratie, des Zentrums und der^ P o l e n sprachen sich für die geheime Abstimmung aus. Die Freikonjerva-- tiven erklärte n sich für die Wiederher st ellung der öffentlichen Wahl.
Zum § 4 liegt weiter der nationalliberale Antrag auf Einführung der direkten Wahl vor. Die Freisinnigen beantragen, dem § 4 einen längeren Zusatz zu geben, durch welchen die geheime Abstimmung durch ähnliche Einrichtungen, wie sic für die Reichstagswahl bestehen: Ausgabe amtlicher Stimmzettel, Errichtung von Jsolierräumen, Bereithaltung amtlicher Wahlurnen usw. geschützt werden soll. Ein Nation a l - liberaler Abgcordter führte aus, die Nationalliberalen wür- ben im übrigen für den freisinnigen Antrag stimmen. Gegen den freisinnigen Antrag wandte sich ein konservativer Abgeordneter. Es sei nicht nötig, daß man in Preußen alles dem Reich nachmache. Der Minister sprach den Wunsch aus, der Ausschuß möge die von der Regierung vorgeschlagene direkte Wahl wiederherstellen. Gerade in der direkten Wahl sehe die Regienmg einen wesentlichen Fortschritt des Wahlrechts sowohl in theoretischer wie politischer Beziehung. Ein Zentrumsabgeord- n eter betonte wiederholt, daß die geheime Wahl für das Zentrum so wichtig sei, daß man dafür die direkte Wahl opfern könne. S" "ce in das Wahlreglement. In gleichem Sinne äußerte sich es zu erreichen sei nicht möglich. Der freisinnige Antrag ein frei kon ser v o.t i v e r Abgeordneter. Seine Partei werde in diesem Zusammenhang für die indirekte Wahl stimmen. Hin- sichttich des ganzen zwischen den Konservativen und dem Zentrum vereinbarten Kompromisses auf Einführung der indirekten geheimen Wahl sei ein Teil seiner Freunde dafür, ein Teil dagegen. Ein polnischer Abgeordneter sprach sich für die direkte Wahl intoTiir den freisinnigen Antrag ans. Ein nationalliberaler Ab- geordnet^rMefntc, wenn man von den Nationalliberalen verlange, daß sie für das Kompromiß stimmen sollten, bann müsse man ber indirekten Wahl in viel höherem Maße den Charakter einer Beeinträchtigung des Rechtes der Wühler nehmen. Sollte in der zweiten Lesung im wesentlichen nur das angenommen werden, was das Zentrum wolle, so würden die N a t i o n a l l i b e r a l e n ihre Haltung in der ersten Lesung nicht aufrechter halt en können und gegen das Kompromiß stimmen.
Es wurde hierauf beschlossen, die Beratung über diesen Punkt zu verbinden mit dem vmu Ausschuß in erster Lesung neu beschlossenen 8 16 a. Die Wahlmänner werben in jeder Abteilung aus ber Zahl ber stimmberechtigten Wähler des Stimmbezirks ohne Rücksicht auf die Abteilung gewählt. Hierzu beantragen die Nativ- nalliberalen, das; die Wahlntänncr nidrt den einzelnen Stimm- bezirken angehören müssen, sondern aus dem ganzen Wahlkreise genommen werden können, »nährend das Zentrum prinzipaliter fordert, daß, falls die Gemeinde aus mehreren Stimmbezirken besteht, die Wahlmänner ans der Zahl der stimmberechtigtrn Wähler der Gemeinde zu entnehmen sind. Ist die Gemeinde in mehrere Wahlbezirke ein geteilt, so werden die Wahlmänner in jeder Abteilung aus der Aalst der stimmberechtigten Wühler des Wahlbezirk ohne Rücksicht auf die Abteilung gewühlt. Der Redner her Konservativen erklärt.', daß seine Partei auch hiev rntgcgenfonrmen wolle, wewn er auch noch leine absolut sichere Erklärung abgeben könne, so 'chcinc seiner Partei der Zentrums-- Antrag der bessere zu fein. Tcr nativnalliberale Antrag gekx zu
weit und würde von seinen Freüwdvr abgelehnt werden, übrigen bat ber konservative Redner die Nationalliberalen, an ihrer Abstimmung in erster Lesung festzuhalten. Ein national- liberaler Abgeordneter erwiderte, das' die' Nationalliberalen in erster Lesung nur mit Vorbehalt für das Kompromiß gestimmt hätten. Auf dem Lcmdc, namentlich im Osten, sei es sehr schwer, liberale Wahlmänner zu finden. Deshalb müsse der Bezirl, aus dem der Wahlmann genommen würde, wesentlich erweitert werden.
Gin ße ntrumSr ebnet betonte demgegenüber, dap. cs notwendig sei, eine große Mehrzahl für die Vorlage zusammen- zubringen. Bleibe eine erhebliche Minderheit in der Opposition, so werde sie den Kämpf um das Wahlrecht weiterführen, den man zu einem gewissen Mschluß bringen wolle. Die Nationallibcralcn forderten aber vorn Zentrum für ihre Zustimmung zu dem Kompromiß Abänderungen, die seine Partei nicht .annehmen iouuc, wie insbesondere die Beseitigung der Drittelung in dem Wahlbezirk. .
Der Vertreter der Freikonservatipen erklärte cs ebenfalls für notwendig, daß eine möglichst große Mehrheit für das Gesetz geidjtiffen werde. Vielleicht könne man die vorhandenen Schwierigkeiten dadurch beseitigen, daß man die Zahl der Wahlmänner vermindere und bnt Kreis, au5 dem die Wahlmänner entnommen werden, in anderer Weise vermehrt. Es käme in Frage, daß nicht auf 250, sondern auf 500 Seelen ein Wahlmann komme und daß der Wahlbezirk mindestens 1500 Seelen haben müßte.
Ein konservativer Redner bringt Bedenken gegen den freikonservativen Vorschlag vor. Tie Annahme des Antrags auf geheime Wahl in Verbindung mit ber indirekten: bedeute für die Konservativen das allergrößte Entgegenkommen.
Ein f r c i f i n n i g e r Redner sprach sich für den ersten natto- nalliberalen Antrag aus, daß die Walstmanner dem ganzen Wahlkreis entiroinmen werden können. Der Zentrumsantrag, daß der Wahlmann der Gemeinde angeboren müsse, bedeute nichts anderes, als den Pelz waschen, ohne ihn naß zu machen. In demselben Sinne sprach sich ein s o z ia l d e m o k r a t i s ch e r Vertreter aus.
Bei der Abstimmung wurde der erste Teil des national- liberalen Antrags, der dahin geht, daß die Wahlmümier dem ganzen Wahlkreise entnommen werden können, mit 17 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten die Ncationalliberalen, Freisinnigen und der Pole; ein Zentrumsoertreter enthielt sich der Abstimmung.
(Fortsetzung im 1. Blatt.-
Aus StaOf und Land.
Gießen, 4. März 1910.
’• Tageskalender für Freitag, 4. März. Stadt- theater: ,6t r a n b f i n b e r". Anfang 8 Uhr.
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** Lehrerpersonalien. Ernannt wurde der Schulverwalter an der Vorschule des Herbstgymnasiums zu Mainz Adam D eg reif zum Reallehrer an der höheren Mädchenschule daselbst unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer.
** B i l l i g e F l e i s ch p r e i s e hat trotz der hohen Viehpreise und ber angeblich zu hohen Schlachtgebühr die Garnisonverwaltung bei der Fleischverdingung für das zweite Vierteljahr erzielt. Es kam dies daher, weil die hiesigen Metzger in letzter Zeit bei großen Lieferungen sich starke Konkurrenz machen. Unter 6 bis 8 Angeboten verlangten Louis Vogt Wtto., Konrad Malkome.ius und Hch. Simon für das Kilogramm Ochsenfleisch 1.26 Mk, für Kuhfleisch 1 Mk. und für Hammelfleisch 1 50 Mk.; Fritz Schlörb für Schweinefleisch 1.36 Mk. und für ausgelassenes Schweinefett (Schmalz) 1.40 Mk. Die Ladenpreise sind um 20—25 Proz. höher.
•• Der Sinti jpiritift Fly - Cum-berlaub hielt gestern abend in Steins Garten einen Experiiueutal-Vortrag über die Macht der Suggestion, der in Anbetracht der akademischen Ferien recht gut besucht war. Nach einem einleitenden Vortrag über die Bedeutung der Suggestion und der Autosuggestion im täglichen Leben, der Heilkunde und sonstigen befonderen Anlässen, wie z. B. spiritistischen Sitzungen, veranschaulichte der Vortragende durch die Tat seine Aus- iührungen. Daß aber auch die „Zauberer" nicht ohne Suggestion auskommen können, bewies er an einigen äugen» fälligen Beispielen, die in ihrer Einfachheit vollständig verblüffend wirkten. Erstaunlich waren die Beispiele der Ge- bächtniskraft, die alle vollkommen gelangen. Den zweiten Teil der sehr interessanten Vorführ»mgen bildeten im wesentlichen Versuche aus der vierten Dimension, die oft ganz fabelhaft wirkten, so das gefesselte Medium, das Bluiuen Der» urent, u. a. in. In allen Fällen gelang die Tätischung vollkommen und selbst die zur Ueberwachung aus die Bühne gestiegenen Herren wurden vollkommen überrascht. Das Suchen einer Nadel ging ebenso glücklich vonstatten wie das Raten von Gegenständen, bei denen die Gattin des Vortragenden auf Befragen ihres Mannes auch Aufschriften am Karten usw. genau angab. Am verblüffendsten aber wirkte das Schlußexperiment, bei dem kein Wort gesprochen wurde, und doch riet die Dame zur allgemeinen Verwunderung 'Romen und Gegenstände von 9lnrocfenben. Sehr starker Beifall bezeugte den Antispiritisten das lebhafte Interesse, das ihre intereffanten Vorführungen bei den Zuschauern gefunden hatten.
Gießener Volksbad. Im Februar wurden 8839 Bäder verabreicht gegen 8778 im Januar 1910 und 7600 im Februar 1909 ober im Durchschnitt täglich 316 Bäder gegen 283 im Januar 1910 unb 27 i im Februar 1909. Ter Besuch im einzelnen bat sich wie folgt verteilt:
Schwimmbad: 4104 Männer, darunter 806 zu 10 Pfg^ „ 632 Frauen, „ 101 „ 10 „
Wannenbäder I. Kl.: 240 Männer, 65 Frauen,
„ H. „ 817 „ 467 „
Brausebäder I. „ 90 ■> „ 207 „
„ II. „ 1020 „ 212
Dampf- und Helßluitbäder sowie Massage zusammen 158 Männer, 12 Frauen. Tie Personeuwage wurde von 180 Personen benutzt, daS Bad von 3 Versauen befichtigt.
= Queckborn, 3. März. Die Stabt Gießen hat in ber letzten Zeit wiederholt erhebliche Gelände- an kaufe bei ihrem Wasserwerk vorgenommen um ihren Besitz abzurunden und später in der Lage zu sein, neue Quellen zur Vermehrung ber Wasserversorgung zu erschließen. Außer ben in Brunnen gefaßten Quellen finb noch etwa 15 Bohrungen erschlossen worben, bie täglich 2000 Kubikmeter Master ergeben, bas vorerst noch frei abfließt.
Worms, 3. März. In beit letzten Wochen ist im Querschiff bes Townes bas Grab bes Bischofs Wilhelm von Efferu aufgedeckt worben, ber im Jahre 1616 gestorben ist. Die Kleidung ist verhältnismäßig noch gut erhalten. Tas Bischofsireuz unb ber Bi schoss ring fehlen, dagegen ist ben Räubern ein auberer Ring entgangen. Ferner ist eine (Steinplatte im Quer schiff aufgebeckt worden, die auch zu einem Grabe gehören mag; über bie Bebeutung ihrer Inschrift ist man sich noch nicht klar.
Landwirtschaft.
— Die (5 i d) c n i cb a l iv a t ö iv i r t f d) a < t t m Odenwald. Eine für die Winschaftsverhältnisse des Hinteren Oben- walbes hoch bedeutsame Frage, die auch bereits Regierung und Landstande besd)äitigt hat, nämlich die Eichenschälwaldfrage, beab
sichtigt die Landwirtschaftskammer als die Vertreterin der In» terefien der bäuerlichen Waldbesitzer, in einer auf Montag, 14. Marz, nach Hirs dl hörn cinberufencii Vcrsamm 1 un g zur Besprechung zu Ttcllen, nachdem der iorstlrche Sadiverstäirdigc bei ber Landwirlfchaftskammer die Verhandlungen mit einem Vortrag': ,Ter Rückgang der Eidicnsdiätivaldwirischast, feine Ursache und Folgen" cingcieitct hat. Als Ort der Versymmlung wurde Hirschhorn um deswillen gewählt, weil sid; dort am 14. März, am Tage der großen Eichenlohrurden-Versteigerung, eine große "Anzahl von Eichenfchälwaldbesitzern ohnedies zufammensindet.
Mcirtte.
fc. Wiesbaden, 3. März. Heu- unb St roh markt Angeiahren waren 15 Wagen mit Heu unb Stroh. Man notierte: Heu 10.80 bis 11.00 Alk., Stroh (Richt st roh) 7.40—7.60 'JJlt. F r u cb t m a r k t. Haier 16.60—16.80 All. Alles für 100 Kilo.
Spielplan des Neuen Siebener $tadtil?eatet$.
Direktion: Hermann Steingoetter.
Freitag den 4. Alärz, abends 8 Uhr: 18. Freitags-Abonne- meirts-Vorstellrmg: „Stranokurder." Ende 10% Uhr. Sonntag den 6. März, nachm. 3V, Uhr, bei flemen Preisen: „Ter dunkle Punkt/ Ende gegen 51/., Uhr. Abends 7li: Uhr, bei kleinen Preisen: „Robert unb Bertram." Ende gegen IO1/, Uhr. Dieuslag den 8. Alärz, abenbfl 8 Uhr (18. DienStags-Abomrements°Vor- ftedimg): Benefiz für Hermann Norden: „Ter Hoditorrrist." Schwank in 3 Akten von Curt Kraatz und Mar Neal. Ende gegen !(>', Uhr. Mittwoch den 9. Marz, abends 7 Uhr: 18. Mittwochs- Abonnements-Vorstellung: „Klein Torrit." Ende 91/, Uhr. Freitag ben 11. März, abends 8 Uhr: 19. Freitags-Abomiements-Vor- fteUung: „Ter bunfle Punkt." Ende gegen 10’\ Uhr. Samstag ben 12. März, abends 8 Uhr, bei erhöhten Preisen (Abonnenten gemeßen Ermäßigung): Einmaliges Gastspiel von Irene Triesch: „Die rote Robe." Ende gegen 11 Uhr.
Kirchliche Nachrichten.
Lvangeilsüie Memeinoe.
Sonntag den G. Mörz, Lcitare: Gottesdienst.
3n der Stadttirche.
Vormittags 9l/n Uhr: Pfarrer Schwabe.
Bormurags ll'Uhr: Kinderkirche stir die Matthäusgemeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Nachmittags 3 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Matthäusgemeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Abends 8 Uhr: Veremigung der fonsirmierteii mannlidM Jugend der Alatthäusgememde.
Dienstag den 8. Aiärz, nachmittags 4 Uhr, im Matthäus- faal: Fraiten-Missiousverein.
Mittwoch ben 9. März, abends 8 Uhr: Vereinigung der Ernt» firmierten Mädchen der Markusgemeinde.
Nachslkün'tigen Sonntag, den 13. März, findet im Haupt- gottedbienft Konsirmattoil ber Kinber aus ber Alatthäusgememde natt, tu Verbindung damit Feier des heil. Abendmabls. Die Beichte dazu wird Samstag ben 12. März, nachmittags 2 Uhr, gehalten.
3n der Iohannerlirchc.
Vormittags 91/., Uhr: Pfarrasiiltent H a u st e i n.
Vormittags ll'Uhr: Äinbcrfirdic für bie Lukasgetneiude.
P'arrer Bed) tolsh ernrer.
Abenbs 6 Uhr: Pfarrer Adolph.
Abends 7% Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlidjeu Fugend der Lukas- und der Johmmesgemeindc.
Katholische gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag b c u 5. März:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag ben 6. März, 4. Fasten-Sonntag: Vormittags von 6’/., Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. Vormittags um 7 Uhr: Die erste hell. Aiesse.
„ um 8 Uhr: Austeilung ber hl. Kommunion. Vormittags um 9 Uhr: Hochamt mit Prebigt.
„ um 11 Uhr: Hell. Al esse mit Predigt.
Nachmittags um 5'/, Uhr: Christenlehre; daran' Passions-Andacht. Dienstag und Freitag abend um 67,. Uhr ist Fasten-Andacht.
Israelitische tteiigiocksgeseUschaft.
Gottesdienst.
Sabbat’eicr am 5. März 1910:
Freitag abend 5.45 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Nachmittags 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 7.00 Uhr.
Wodiengottesdietisl: Alorgens 7.00 Uhr, abends 7.30 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen der Station Stehen.
März 1910
Barometer auf 0° reduziert
Tempeialur bei Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit
Windrichtung
Windstärke
(Brib der BeiröNmng In gehn:el der stchtb. Himmelsfl.
Wetter
3. 2“
754,4
9,6
5,9
66
E
2
6
Sonneiischein
3. 954
754,0
3,9
5.3
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4.1 7”
753,2
4,7
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NE
2
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höchste
Temve
ratut
am 2.
bis 3.
Mä
Y = -
- 9,5 °C.
Sliedrigste , , 2. . 3. ., — 0.3 °C.
TeSefomsche Kursberichte
des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel
Frankfurter BörNe,
3’/,°/0 Reichsanleihe 93-80 3°ln do 84.80 3'/,°/0 Konsuls .... . . '3-75 3°/„ do. V.V. . • 84-80 3'/,% Hessen . 92-70
Oberbessen . .-ä 92 00 4°/n Oesterr. Goldrente . . 100.20 476°/n Oesterr. Silbenente. 99.40 4° 0 Ungar. Goldrente . - . 95.80 4° 0 Italien. Rente . . . —.— 3°,'o Portugiesen Serie I . 65.15 3% Porta.iesen „ III - 66.25 4,/,°/0 russ. Staatsanl. 1905 100.20 41 /3°,'o japan. Staatsanleihe 98.u0 4°/0 Conv.Türken von 1903 94.90 Türkenlose 177.40 4 7g Griecb. Monopol-Anl. . 47.70 4°/0 äussere Argentinier -. 91.90 >°/0 Mexikaner . .... 69.10 4'/,% Chinesen . . .. . 100.00
Aktien:
Bochum Guss . . . . sv 245.0C Buderus E. W 110.20
, 3. März, 1.1) Uhr.
Elektriz. Labmeyer . - . 11050 Elektriz. Schuckert . . 134.95
Esch weil er Bergwerk . . 20350 Gelsenkirchen Bergwerk . -15 W Haiaburg- Amerik. Paketf. 140.75 Harpener Bergwerk . . . 201.00 Lanrahütte
Nordd. Lloyd 106.26
Oberscbles. Eisen-Industrie 107.00 Berliner Handelsges. . . i8".4O Darmstädter Bank . . - 137.60 Deutsche Bank .... ^bti.lo Deutsch-Asiat. Bank . . 156.00 Diskonto-Kommaudit . . U'7.6>> Dresdner Bank . . . - 167 ov Kreditaktien 212.80
Baltimore- und Ohio-
Eisenbahn 113.30
Gotthard bahn .
Lombard. Eisenbahn., . -3.^
Oesterr. Staatsbann . . . 161.70 Prince - Henri - Eisenbahn 133-60
Tendenz: fest.
Berliner
Canada E. B. . . .
Darmstädter Bank .
Deutsche Bank . .
Dortmunder-Union C. • Dresdner Bank . .
Tendenz: fest —
Börne, 3. März, l itau rsc
177.50
. 167.30
Türken.<.
. . lot.ou i urixeu,'. .....- ■ .
London fest, besonders Knpferwerk und Amen-
200.60
174.50
23.20
106.30
. 184.00
. 137.60
. 197.40
. 94.70
Harpener Bergwerk . Lanrahütte . . . .
Lombarden E. B. .
Nordd. Lloyd . . .
kaner. Goldfields 6.25. Eaatrand 5.81, Shart. 35.9.


