Ausgabe 
3.2.1910 Zweites Blatt
 
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;ld) jogat in bei: fönic'jccn.utit Kreisen sehr .:irftaunt und airch in nx'itig belwfftn iib?r daS Stil'ttthrveigen des Herzogs von brl^ani-, der gegenwärtig mij, seinem 5-di.oik Villarn.mrigue

?' Häupttr der rotzalrsUschen/Partei 'unb* noch vielmehr bi.- streitlustigen am .-lau- du Rod"' s'ub.'n eine Tepesche um ri; andere an ihr.-nKönig", der jedoch hinter daraus iuxt> nicht reagiert i an 'friir,öamdLi" ist vjfenbar int Studium der irün-.ösischen Geschichte noch nicht über die Regierung des Bürger iänigi1 * 3 * * inib heran L'allspruchEnrichisse^vous" hinausgekenniien ia cruitnwgiia: ü'ü't den Umfang der jetzigen Kntaftropbe ..seines" Landes im UitlTaren sein saun. Es ist ein wahres. Ber hängst iS lüt die rohalifti'dK Partei in Franlreich, das- Mapp var den Abgevrdnctcuwahlen der Prätendent sich so erhaben über das menschliche Ung lud ,;vigt, da die Nevublilaner nicht ermangLln ü.rben, in der bevor sie!, enden W ahltanipagna aus diese neue Schmutzerei desKönigs" hinzumeiseir. Tas radikaleParis!- Fourrml" versickert allerdings, bet .Herzog von Orleans habe in den letzten Tagen nack Paris telegraphiert, aber nicht an sein politisch.s Bureau, sondern an ... . eine Dame, für die er sich lesonders inte res sunt, um ihr mitzureilen, daß der Zobelpelz. Von dem sie ihm gesprochen, zu teuer sei und daß er eine Quelle renne, WO er sich einen solchen viel billiger verschaffen könnte. Tiefer Zobelpelz wird wahrscheinlich noch lange an dem Herzog nan Orleans hängen bleiben. Ten konservativen und klerikalen Nörglern bleibt also nichts anderes übrig, als danach zu traelchn^ km Machthabern und Gesetzgebern der Republil etwas am Zeuge '.u flicken, mib da treffen sie in süßer Eintracht mit den revo­lutionären Sozialisten zusammen, um über Herrn Lau bot hcr- >usallen, weil dieser sich an. der öffentlichen Suchkription bisher rur mit zweihundert Franls beteiligt. Und dabei wissen Reak­tionäre, wie Revolutionäre sehr gut, daß Herr Loubet in den sieben Zähren seiner Präsidentschast einen ansehnlichen Teil seines Inivatvermögens z-ugesetzl hat und jetzt srch mit* weit beidjeibeneren Einkünften begnügen muß, als mit denen, über die er vor seiner Pahl zum Präsidenten d.r Republik, ja zum Senats-Präsidenten, r.riügt.'. Sein Nachfolger, Herr Fall res, entgeht gleichfalls nicht der herben Kritik der scharfen Sittenrichter von rechts und links. Ter Präsident der Republik hat allerdings zu seiner 1. Svendr wn 20 000 Franks noch eine zweite von 10 000 Franks gefügt, allein er hätte, um seine Widersacher wenigstens halbwegs zu be- niebigen, mindestens seine vollen Bezüge für den Monat, also 100 000 Franks opfern müssen, lind die guten Rolmlist'n. die f ine Zeit dazu haben, vor der eigenen Tür zu kehren, überhäufen - die Abgeordneten und Senatoren mit ihrem Spotte, weil diele eid't einfach auf ihre Tiahen zugunsten du Opfer der Katasttophe ; belichtet haben. Man redritet ihnen nach, da8 die 30 000 Franks, * von der Kammer gewidmet wurden, bäum 1 Prozent der <546000 Franks aitsmad n, die die Erhöhung ihrer Tiäten #9000 auf 15 000 Franks Frankreich gekostet haben. Sie rechnen 5®or i hr gut, aber derKönig" rechnet noch v ft besser als sie.

Tie allgemeine Lage bleckt für beit Augenblick noch immer sehr hitmklid. Aus den --allreichen Orten, aus denen das Wasser W nun allmählich zurückgezogen hat, laufen über einstimm enae Mldüngen von furchtbaren Verichiamwungen, Anhäufung go undhei tss chädli cher, Deine fern der Trümmer aller Art, von Aust- Kühlungen der Straßen, von Zusammensttrrzen der Gebäude ein, ckrz, die Arbeit, die zu leisten ist, erscheint immer gigantischer, es darf aud) nickt übersehen werden, daß ein großer Teil b;r I cherschvemmungsgLbiate Nur durch menschliche Kraft wieder trocken Megt werden kann: bekanntlich ist nämlich die Seine ort einigere Orten, wie beDnders bei Gemtevilliers und iit mehKren Gemcüldcn ns oberen S. ine-Laufts über die natürlichen Erhöhungen hinweg ii niedrigere Gelände gedrungen, aus denen sie nun beim Sinken les Stromes nicht zurück kann. Es handelt sich da um sehr be­tritt ende Gebiete, deren Trockenlegung Monate erfordern dürfte. MrHerstellung der normalen Ordnung sind Summen erforderlich., iftc austerordenüiche Maßregeln unumgänglich machen. Ter Pur i Fr Kmeinberat Turot verficht in derPftite Nüpubliaue" die These, Btt ganz Frankreich bei dieser Katastrophe seine Solidarität zeigen Hüffe; die Mittel, nicht nur zur Abstellung des großen Elends, rM rit nach zur Vorbeugung ähnlicher Katastrophen auf dem ge l'tantci: Oicbicte der Repuckft müßten durch eine Anleihe und durch | Lchöhung der k uschlagsstener in den verschont gebliebenen, reichen niugcrrndr werden. Ob das Milliarden kostet, ist I Mtaüitig. 2er Wohlstand der gefemten Nation hänge von dem L.r Mosfenen Gegend so ab, daß jedes Zögern unbegreiflich wäre, fii-bi. Einwände gegen eine solche Allgeiueinbalastung der Nation MGunsten d.s schon vielbeneideten und ange einbeten Paris nicht <LSble ben werden, liegt auf der Hand. Es k.'.nn ja auch billige. I i».iie ni..-i daran gedacht werden, diß bitt Regulierung des Strom - lwf.s und»die geplanten Turck suche auf Kosten der Nation erfolgen: crn Staats^ 'trag sreftick erscheint selbstverständlich, aber die nutz, nüßenden Gegenden müssen natürlich ben größten Teil der Opfer dawr bringen. Vorläufig muß man übrogins erst schon, was zu wir ist, und deshalb bat der Minister rat am T ienstag aus Antrag seines Präi ident en Br'and die Bestellung eines großen Ausschusses mgeorbnet, der -..wobl nacü den Un'adjcn der Uelerschwemmiutg Pt strichen, als die geeigneten Gegenmas egeln zu deren Abwehr mSuhinit u prüf, it hat. Ferner sind von der Regierung streng: Aorschristen hinsickülick: der Tesinfizierung der überschwemmten fikbäube und der "Nachforschungen, ob sie auch gegen Einsturz ge- schert sind, erlassen worden. >>

Eine grai. Frag.', d.e gleichfalls im Ministerrate besprochen Kurde, ist die bet Lebensmfttelpreiso in Paris. Es wurde dort ruchtticklick restg. stellt, dar die getroffenen Maßregeln völlig aus- reichend sind, um i. c v Teuerung vorzubeugeu. Nach den Fcst- st rügen trat ja au.ck klar hervor, daß in den Markthallen, ab- Icheh.n für C.u ijc und besonders für Karcksfeln, die Preise auch mhrend der Höck stni ststok kaum geschwankt haben. TerTemps" l>cmcrtt, daß bi .Kartoffelteuerung auf gewisse Machenschaften turückzusührei- i. die aber jetzt schon ohnmächtig wärm. Eine Erejiv!'.? Erck einiing auf den Straßen ist der Verkauf von Obst in kicher WinterjahvcSzeit zu Preisen, die sonst nie so niedrig u verzeichnen warm. Das erklärt sich daraus, daß große Lager in b.n Markthast nvicrteln schnell vor der Wassergefahr geräumt t ort .'n. Tist cke! erschwenmrung einiger großer Mühlenbetriebo

ort Paris, in Meaux, Eorbeil usw. erfordert die Zuftthr von Mehl ns entfernteren 0 egenden, besonders aus dem Norden, die aber ft raus lecke und reich iick oonstatten gebt. Bemerkenswert ist Frnei, daß plötzlich großer Fisch Ueberftuß eingetreten ist, weil «er Fang in :t überschwemmten Gegenden sehr ergiebig ist. Es iküd sch a-ßlich r er sich wt, daß die Weinversorgung von Paris M ckr lieberf(l.iuemiitmig von Borcy feine wesentliche Be-ftn- iuichtigung erleiden wird.

. Varis, 2. Febr. Die Lage im Weichbilde der Stadt bessert ütz ständig.

^ari5, 2. Febr. Tie Seine fällt anhaltend Istefter. Bis ! ilhr morgens war daS Wasser insgesamt 1,45 Meter gesunken, ui den Straßen, die noch überschwemmt sind, ist wegen der gc> Wen Wassertiefe der Bootsverkehr eingestellt worden. Vielfach *irrb:n Brückenstege errichtet.

j. Paris, 2. Febr. Bis heute vormittag 11 Uhr war die «-ntc um. 1 ckck Meter gesunken. Die Verbindungen mit mchrerm. -eien ber Umgebung sind nr>df abgcscknitten. Tie mit Wasser 3nö Eis bedeckte Boden flache ist etwa 150 Hektar groß.

e Ein unglaubliches Todesurteil wurde vor ^lcht allzu langer Zeit in (910(5 über ein Dlädchen gefällt,

3 5 in der Not fein Kind getötet hat. Hedwig Werner hatte

Iw.ftiib bei einer Pflegerin untergebracht und bezahlte dafür

'natlicg 10 Mark, obschon sie nur 11.50 Mark verdiente. | l2ec es dauerte nicht lange, denn die Gemeindevorsteher Ober hau nsdorf, NiederhaunSdorf, U llerß»

err imb ''Na 1; haben daS Kind ausgewiesen, damit späterhin feine Scherereien damit hätten. ?llleS Flehen ' Mutter war umsonst; das lkind wurde auögewiesen. 'töt uni sllichtig mufete die arme Mutter mit ihrem Kind [)etitreii und alü niemand daL 5lind in Pflege nehmen

wollte, da tarn die Verzweistung über das arme Weib und sie tötete das Kind auf freiem Felde. Man brachte üe vor die Geschworenen und diese haben, wie wir seiner­zeit schon mißbilligend berichteten,' das Mädchen z u m Tode verurteilt. Wer aber ift schuldig an diesem Mord? Einzig und allem doch die Gemeindevorsteher, die sich die Scherereien sparen wollten. AlS ob es ein Amt ohne Scherereien gäbe, als ob c§ eine einzige Würde gäbe ohne Bürde.. Ist daS. daS deutsche Pfüchtbewußtsem? Und die Geschworenen?

Viele bedeutende Rschtsgelehrte haben schon darauf hin­gewiesen, daß die Geschwörenen-Richter eine ungünstige Em- lichtung seien: hier ist wieder einmal ein Beweis dafür er­bracht, denn welcher gelehrte Jurist hätte hier das Todes­urteil gefällt?

Nun regt Frau Ruth Ärv in der bekannten Zeitschrift Die neue Generation" ein Gnadengesuch an, um dem unglücklichen Mädchen, das Lässigkeit und Pflichtvergessenheit in den Tod getrieben haben, wemgstenS das Leben zu erhalten.

Unterschrecht e5 alle'1, heißt es in dem Aufruf. Tausende von Stimmen müssen emporbrausen ob solcher Geschehnisse.

Mütter, die Ihr Kinder geboren habt unterschreibt! Väter, die Ihr ein Herz für Kinder habt, unterschreibt! Alle, die Ihr einmal im Leben verfolgt und gejagt worden seid und nicht mehr aus und ein gewußt habt, unterschreibt.

Und schickt mir ein wenig Geld, daß ich den Kampf fortsetzen kann.

Unterschriften zum Begnadigungsgesuch sind zu richten an die Redaktion derReuen Generation" Heraus­geberin Dr. phil. Helene Stöcker), Berlin - Friedenau, Sentasliaß' 5.

Geldspenden an Frau Ruth Brä, Herschdorf im Riesen­gebirge

Hoffentlich gelingt e6 den vereinten Bemühungen alle» Menschenfreunde, die Begnadigung durchzusetzen, denn ,edel sei der Mensch, hilfreich und gut*. N.

Sck. Der Vater der russischen Flotte. Tas kleine Boot, das Peter der Große sich bauen ließ und zum Teil selbst baute, um bei der Gründung Petersburgs und bei dem Baue der großen Kriegsschiffe die Newa damit zu befahren, liegt in der Festung in Petersburg ausbcwahrt und führt im Volksmunde ben Namen deckVäterch^ms der russischen Flotte". Früher wurde es alljährlich einmal ins Wast'er gelassen und dann von der Festung und den Kriegsschiffen mit Kanonendonner begrüßt. Das Scliiischen ist 30 Fuß lang, acht Fuß breit und kann drei Segel aufipannen. Hinten am Spiegel i|i ein ins Holz geschnitztes Bild, das einen langbärtigen russischen Popen, der feine Hand über das Meer audftrctft, es segnend und weihend für das Tragen der russischen Flotte, die man m mehreren grobegeschnitzten Schissen aus dem Hafen fahren sieht. Leider hat man an der merk­würdigen Reliquie immer herumgearbeitet, um sie wassertüchtig zu erhalten, und ist dabei nicht gerade schonungsvoll zu Werke gegangen. Man bat es abgehobelt und übertüncht, man hat das alte Kupfer, das Peter selbst darauf genagelt, abgenontmen und anderes darauf gesetzt, die Segel erneuert usw. Dicht neben dem ,,Väterchen der russischen Flvtte" steht dasMütterchen der P.tersburger Häuser", das kleine hölzerne Hüttchen, das Peter der Große an ber Newa für sick baute und das er bewohnte, bis prächtigere Häuser für ihn auigcäbrt waren.

tuurhe.

th. Gießen, 2. Febr. Der Viehmarkt hatte einen Auftrieb von ca. 1000 Stück Großvieh und 250 Kälbern. Der Handel in Milchvieh Wär noch belebter als an den letzten Märkten, auch waren die Prüft infolge bei Eingreifens von süddeutschen Einkäufern besser als an den Faunarmarkttn. Erfahrene Hande s heute sind verwundere über die anhaftende gute Konjunktur in Müchwarc, für die in letzter Zeit ais Einkäufer Handeisieute aus Baden und Bayern auf unsere Zuckstviehmärkck in Mitteldeutsch­land erscheinen, w^rend früher unsere Einkäufer dorthin gingen. Nur durch diese vecnieh-rte Nachfrage kommt es, daß Milckftühe aiv- haftend hoch im Preise stehen und ein vorübergehendes Abschlagen von Umständen abMngt, die gar nickst vorauszusehen sind. ToS Geschäft in Fettvieh ließ sich wieder besser an, weil der Markt mit schöner Ware,,besonders in Rindern, beschickt war, die stark nach Frankfurt a. M. und Wiesbaden gingen und gut bezahlt wurden. Ter übrige Bestand in Fettvieh blieb in der Provinz. Ter Kälberhandel war, wie die Fa.lmarmärkl.e, flott bei hohen Preiftn. Ta der Vorrat in schweren guten Stücken Anreiz gab, mtrlcn für die Gwßstadte ziemlich starke Ankäuse gemacht. In Gmrgowsen standen ca. 20 Paare zum Verkauf, die zu annehm­baren Preisen unter kamen. Ter Sckstveinemarkt am zweiten Markt­tage hotte keine Bedeutung, da der Vorrat zu klein war, um einen preckbildenden Handel zeitigen zu können. Gehandelt wurden das Suick Milchkühe 1. Qr.nL 450 bis 600 All. «einzelne hervorragend chöne Tiere bis 550 'DU.), 2. Qual. 375425 Mk., 3. Qual. 290 bis 380 Mk. ltzehandell wurde vro Schlachtgewicht Zentner kette Rucker 1. Qual. 69 bis 71 Mk. (einzelne Tiere bis 73 Mk.), 2. Qual. 6763 Mk., fttte Kühe 1. Qual. 6>> bis 63 Mk., 2. Qual. 55-59 Mk., 3. Qual. 49 bis 53 All. Kälber 1. Qual. 76-82 All. (einzelne bis 84 'DU.), 2. Qual. 66 bis 74 'DU., 3. Qual. 56 bis 64 'DU. Fabrochien kamen pro Paar unter 1. Qual. 95" bis 1050 'DU., 2. Qual. 800 bio 900 'DU., 3. Qual. 700 bis 775 Mk. Fu der ckegend werden fette Ochsen mit 7475 'DU., fette Schweine mit 74 bis 75 'DU. der Zentner Schlachtgewicht verkauft.

F.C Wiesbaden. Viehhoi-Marktberzcht vorn 2. Febr. Austrieb: Rinder 67, Kälber 340, Schale 49, Schweine 342.

Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber mittelmäßig, Schake mittelmäßig, Schweine mittelmäßig. Preis Durch- pro 100 Pfd. stbmtlsprels

Ochsen.

L-ebenb. Ä^lachr- pro 100 Pfund

«wich« t-ebenb. Snia-bt von-blSvon-bis acwichl

Völlfleiscbige, ausgemastetc, höchsten

Lchlachtwertes, höchstens 6 ^ahre alt 4345 7681 44 78

Junge, fleischige, nicht auSgemaslere und

altere ausaemäslete 3741 7074 39 72

Färsen, Rühe.

Vollslerschige ausgemästete Färsen höchst.

Schlachtivertes 4146 7585 43 30

Pöllslestchrga ausgemäslete Stube höchst.

Lcr-.achtiverteS vis zu 7 Fahren . . 8489 6570 36 67

Aelters ausgemästete Kühc und wenig

gut entwickelte jiiugere.Kühe u. Färsen 8033 6065 31 62

Mäßig genährte stütze und Färsen . . 2629 54-59 27 56

Kälber.

Feinste Mast- (Vallmllchmast) und beste

Saugkälber 5067 849o 58 89

Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 4448 74-80 46 77

Wevingerc Saugkälber 3789 6265 39 65

Schake.

Masllämmer und jüngere Masthammel 3738 74-76 37 75

'jlcliere Maslhammel und gut genährte

Schaü 32-33 64-66 3'2 65

Schwein c.

Vollsieischige Schweine btß zu 2 Zentner üebeitdgewichl........ 5769 7875 58 74

Vollsleis>in.ge 3d)ivetne über 2 Zentner

L'cbcnÖfleiuid)t ... .... 57-69 7876 58 74

Fleischtge Schrveirte . » . . . 5^59 7075 67 73

Handel.

Konkurse in Hessen, lieber den Nachlaß des zu Oppenheim wohnhaft gewesenen und zu Mainz verstorbenen Schulbankfabrikanten Friedrich K v eutze r luurbe am 26. Jan. das Kontlnsverfatzreii eröffnet, da die Uebericbulbung des Nach» lasses nachgeivicfen ist und der Nachlaßvermalter ben Ai,trag auf Eröffnung des Konkursversahretis gestellt hat Rechtsanwalt Espenschied zu Opoenheim icurbe zum Konkursverwalter er­nannt. SIonl'ur§fcrbeumgcn sind bis zum 15. Febr. bet bem Amts­gericht Ovpentzeim anzumelben. lieber bas Vermögen bev Jakob Heng st Witive, Meta geb. Palm, in Gießen wurde am 9. Fan. bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Fischer in Gießen wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursiorbev- unflen sind bis 311m 19. Februar bei dem Amtsgericht Gießen anzu­melben. Heber bas Vermögen berElise (Seiftet von Fried­berg würbe am 29. Jan. bas Konkursverfahren eröffnet. Rechts­anwalt Keller in Friedberg wurde zmn Kontuiöverwalter er­nannt. Konkurssorderungen sind bis zmn 19. Febr. bei dem Amtsgericht Friedberg cmziunelben. Heber bas Vermögen bes Slau'manns Ennl Karl Willy, AUeintnhaders ber Firma Ftmer & Eo. zu D a r m ft a b, t, wurde am 29. Jan. bas Kon- kürsvSttahren eröffnet, da der Gemeurfchilldner dielen Antrag ge­stellt lyld seine Zatzlmigsunfählgkeit glaubhaft gemacht hat. Kauf­mann Kail Techert tu Darmstadt wurde zmn Konkursverwalter ernannt Konkursforoerungen sind bis zum 15. Febr. bet bem Amtsgettcht Darinstabr I atrzumelden.

Fansilien-Nachrichten.

Geboren. Herrn Eduard Rtippersberg in Marburg em Sohn. Herrn Karl Hetttzenröder in Grünberg ein Sohn.

B e rl 0 dt. Frl. 'Dlartha Ltchrettstein in Butzbach mit Herrn Emil Rosenstem tu Herborn. Frl. Anna Kraft in Wallet,rod mit Herrn Heinrich Böck tu Koddmgeit. Frl. Katharine Pftll in Erbeittzaulen ntit Herrn Karl 'Dlüller in Zell. Frl Käte Bauer mit Herrn Georg Helfeubem in Lauterbach Frl. Sophie Leykec in 'Dfarburg mit Herrn Tr. med. Srrnon Eichelberg in Al.-Gtad- bach. Frl. 'Dlarte Liubenbortt mit Herrn Ernst Becker, Pkairer in Fürth 1. C. Frl. Ida Kißner mit Herrtt Heinrich äofmann in Scholten.

G est 0 rde n. Herr Major Wilhelin Schucharb in Reinheim. - Frau Henriette Vellen, geb. Boch, in Oberndorf. Herr Wil­helm Kroger in Marburg. Tr. med. Rudolf Siebert, praft Arzt in Trebur. Frau Sophie Katharina Ferber, geb. Winter, m Butzbach. Herr Karl Weck in Hungen. Frau Margarete (Sörlutg, geb. Lenz, in Wetzlar. Herr Georg Rahn in Reimern rod. Frau Christine Mutzlhause, geb. Schleining, in Marburg. Frl. Lina Meurer in Wetzlar. Frau Witwe Anna Maria Stein, geb. Hubert, in Klein-Allenstädleu. Herr Oberleutnant Gustav Matthes tu Jugenheim. Herr Oberstleutnant a. D. Karl Leydhecker ut Darmstadt. Frau Wilhelmine Gombel, geb. Salzer, m Darmstadt

lCird?lid?c Nactzricvten.

3srachtiiche Hehgioiisgemetnoe.

(5otte$ouii|t m der Synagoge (Süd-Anlage),

Samstag ben 5. Februar 1910:

Vorabend 5.15 Hhr.

P 0 r 1 c n-6 9.00 Uhr. Predigt.

91 a u) m i 11 a fl 6 3.30 Uhr.

Sabbatausgang 6.15 Uhr.

Osraemuuic neliqronsgesellschast.

Gottesdienst.

Sabbat^eier anx 5. Februar 1910:

Freitaa abenb 5.00 Uhr.

Sams ag vormittag 8.30 Uhr. Predigt.

Nachutulags 3.30 Uhr.

Labbat-Ausgaug 6.15 Uhr.

Wocheuaottesdieust: 'Dlorgetts 7.00 Ubr, adettbs 7^0 Uhr.

Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben.

Febr.

Welter

1910

c s

tu tu

2. 2 739,9 -{-0 2 4.5 96 SSE 2 1 10

2. 9" 738 805 3 8 86 S>W 2 I 0

3 /* 736,8,-1,4 3,4 82 SSE 4 I 10

il |; | |

Höchste Temperatur am 1. bis 2. Februar

Niedrigste , 1. * w 2.

ölieoerschlag: 0,0 mm

4- 1,8 60.

- 0,7 "0.

Beb. Himmel Klarer Himmel Bed. Himmel

1 1 ? »>.!

TeSe.onische Kursberichte

des Giesscuer Anzeisrers. mitgeteilt von der Bank für Handel nufl

t'ranktarter Börste, 3. Februar, 1.15 Uhr.

3'/,*/<, Reichsanleihe .i- , . 3»/fi do. ^......... 3'/,0/0 Konsols ¥-'n. . . 3°/ do. ..<?; j1.:..

3* Hessen

3. Oberhessen ft .

4" 0 Oesterr. Galdrente . Oesterr. Silbenente.

4°/e Ungar. Goldrcnte

4" Italien. Rente . .

3",0 Purtngiesen Serie I . 8" PortndiesenIII - 4', ft/,, russ. Staatsaul. 191)5 4lZ3°/n Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903

94-20 t-5.25 94*15 85*25 93-00 93.00 99 80 99.10

94.95 64*30

99 90 98.30

94.50

Tiirkcglose 7 178.60

4",0 Griech. Honopol-AnJ. . 47.40 4°/0 äussere Argentinier . . 91.75 3°/0 Mexikaner . . ... 69.00 4'/.% Chinesen .... 100.00 Aktien:

Bochum Guss . . . ... -47.10

Buderus E. W.00

Elektriz. Lahmeyer,. . . 107.50 Hlektriz. Sehuckert . 136.50

Eschweiier Bergwerk . . 21i. Gelsenkirchen Bergwerk . -16 80 Hamburg-Amerik. Pakett 137.20 Harpener Bergwerk .... 208.80 L.uuabütte ,..***. 197.75 Nordd. Lloyd . . . . . 102.40 Oberscbles. Eisen-Industrie 111.00 Berliner Handelsges. . . 182.40 Darmstädter Bank . . . 138.10 Deutsche Rank . . . 256.50

Deutsch-Asiat. Bank . 156.80

Diskonto-Kommaudit . ,ft 195L0 Dresdner Bank .... 16300 Kreditaktien . . 211.50

Baltimore- and Ohio-^wi-71

Eisenbahn .. .. . 115.70

Gotthardbahn . . .« ..

Lombard. Eisenbahn»*>#. 23.00 Oesterr. Staatsbahn . . >,. 161.50 Prince-Henri-Eisenbahn). 187.00

Tendenz ruhig.

Berliner Börse, 2. Februar, litau fsci'si.

ianada E. B 180.10

Darmstädter Bank . . . 137*b0

Deutsche Bank . . . .. Dortmunder-Union C. ». . 92.20 Dresdner Bank . .<* . 162.60 Ten-ienz geteilt.

Harpener Bergwerk ... . 208.70

Liiurabütte L. 197.70

Lombarden E. B. . ... ? .T. 32B0 Nordd. Llovd . .<* .1.102.20 Türkeuluse ., . . .. . 177.70

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