Ausgabe 
30.11.1910 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

den Ausgleichsfonds

Gesetzentwurf hatte steigende Ten- Jahre 1897/98 auf

tragen und damit eine Zuführung an schon nicht mehr ermöglicht haben.

Ausweislich der Anlage D zum der Betriebskoeffizient bisher eine denz: er ist von 56,5 Prozent im

AttSlNttö.

Die italienische Kammer nahm ihre Arbeiten wieder auf. Zu Beginn der Sitzung gedachten Murri und Cotugno in ehrenden Porten des yinidjeiDeiid Tolstois. Uuterriasts- mimstec (i-rebau) gibau/te e^e..,a^s in ehrenoen Worten Tol­stois, der als Künstler und Denker allen Völkern gehörte und einer jener Männer geweien sei, bie tieie Spuren ihres Wirkens äutüdlQijen.

. Aus Paris wird gemeldet: Der allgemeine Ar­beitsoerband beschloß mittels Maueranschlag gegen das Urteil des Rouener Schwurgerichts Eimpcucy zu erheben und am nächsten Montag in Paris, Reims, Lyon, Marieüle und Havre Pcvtestversanrmlungen abzuhalten.

Deutsche» ilcicb.

Beim Reichskanzler sand am Dienstag aus Anlak iÄeburlslages ein Essen im engeren streue8 statt Daran ^chl°8,,sich muiikaliiche Untcrljaltung, bei der das rutsche Trio Kortrag^ ersreuten,^ unj) tituüet öie Gäste durch ihren

r . ®ct. ,äb9ei>rbnetc von Oldcnburg.Ianusch au leale bMäLniti>e^Smanbat !iit ben Lalldtogswahllreä Elbing- Marien-

69,7 Prozent im Jahre 1907 und auf 74,6 Prozent im Jahre 1908 gestiegen. Für das abgelaufene Jahr 1909 ist es zwar gelungen, den Koeffizienten auf die erwähnten 68,99 Prozent herab zudrücken und damit im wesentlichen das überraschend günstige Ergebnis dieses Jahres zu er­zielen. Die Gemeinschaftsverwaltung geht aber hierbei von der Tatsache aus, daß es besondere Umstände waren, die im Jahre 1909 eine große Zurückhaltung in den Aus­gaben zuließen. Sie nimmt daher an, daß diese vom laufenden Jahre ab wieder beträchtlich anwachsen werden. Hiernach darf auf ein Heruntergehen des Koeffi­zienten auf den günstigen Stand der Jayre der abgelaufenen Hochkonjunktur (1905 = 62,7 Prozent, 1906 ---- u4,7 Proz.) nicht gerechnet werden.

Hlernach beanspruchen die in der Begründung zu dem Entwurf für eine stärkere Schuldentilgung geltenb gemachten Gesichtspunkte auch jetzt noch forttoirienbe Geltung. Aller­dings haben sich die Eisenbahnüberschüsse günstiger ent­wickelt, als im vorigen Jahre erwartet werden konnte.

21 ns iisib Land.

Gießen, 30. November 1910.

**Tog"Skalender für Mittwoch, 80. Noo. Stadt- , t h e a t e r ,j a g e n ö I r e it n ö e*. Anfang 7 Uhr.

Hess. e i e i n t g u n q für Volkskunde: Nachmittags 4 Uhr nn (Sai6 Ebel: Von rag con Lehrer Weber- Reuters: Geheimsyrachen im Vogelsberg.

Akademische Vorträge. Abends 81/, Uhr im großen Horsaal der Unwersilät: Prwatdozem Llc. Glaue: Rei,e- Erinnerlmgen vorn Sinai.

Deutscher Pnoat-Beamten-Verein: Abends 81', Uhr un Kaiser Hof: Vortrag von Hern, Ernst 3t e l n e m u n d- Diagbeourg: Tte Prioatbeanrtenverstcherullg, eine zviUschastllche 'JlonuenDigleiU

** Vom Großh. H ose. Prinz Heinrich von Preußen traf gestern 1 Uhr 3 Mm. nachmittags mit dem versöltllchen Adjulanten Kapilänleutnant von dem Knesebeck zu kurzem Besuch nn Neuen PalaiS zu Darmstadt em.

- Kirchenräte. Der Grobherzog hat zum 25. November dem evangelischen Pfarrer und Dekan Kari Strack zu Leihgestern und dem evangelischen Pfarrer und Dekan Ludw. Vötjlng zu Gnubsheun den Charakter als Uirchcnrat erteilt.

3u der Manöveraffäre bei Langsdorf, bei der 'ich ein Gendarm der Bevölkerung gegenüber übereifrig be­nommen haben soll, wurden durch KriegSgerlchtsrat Obenaiiev in der alten Kaserne vor 14 Tagen und gestern wieder zahl- reiche Zeugen vernommen.

Die Schwurgerichts-Verhandlungen für das letzte Vierteljahr dss. Is., die in der nächsten Woche beginnen, werden sich voraussichtlich auf drei Fälle erstrecken. Der Fall Werner, der wohl am meisten Interesse beansprucht, ist auf Dienstag, 6. Dezember, angesetzt und wird vielleichi noch den folgenden Tag in Anspruch nehmen. Die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Lang, während die Verteidigung Rechtsanwalt Tuteur von Kaiserslautern fuhrt.

*' Decnationalliberale Verein hält morgen abend im Kaiserhos^ seine Hauptversammlung ab, in der auch die letzten Stadtverordneten wählen besprochen werden sollen.

** Vortrabslursus ffir praktische Landwirte. Der von der hessischen Landwirtjchastskammer veranstaltete Vor- tragslursus wird am 3. Januar, vormittags 10 Uhr, im stobt. Saalbau m Darmstadt eröffnet werden und 4 Tage in Mn- Auch nehmen. Folgende Gegenstände werden behandelt werden: Dienstag, 3 Januar: Geh. Hofrat Pros. Dr. P. Wagner- Darmstadt: Kann man auf hessischen Aeckern und Wiesen trag und Gewinn noch steigern und durch welche MUtel ist das möglich? Sekretär Dr. Hamann- Darmstadt: welche Maßnahmen kommen zur Förderung der Pflan- z e n p r o d u k t i o n auf Grund der im Großherzogtum Hessen ge­gebenen Verhältnisse für die Zukunst in Betracht ? Mittwoch, 4. ^anuar: Generalsekretär Prof. Dr. Da de-Berlin- Tie handelspolitische Lage Deutschlands seit dem Ab- schluß der letzten Handelsverträge. Prof. Dr. Giseoius - Gießen: Neues über Boden. Klima und Pflanze.

Donnerstag, 5. Januar: Prof. Laur, Sekretär des Schweiz Bauernbundes-Zürich: Die Wirtschaftsorganisation und Beratung auf Grund der B u ch s u h r u n g. Königl. Landesiwpektor für Obst- und Gartenbau R e b h o l z - München: Ueber die Maßnahmen zur Förderung der Ob st Verwer­tung und des Obstbaues, die sich in Bayern besonders bewährt & r 3ünuar: Hauptgeschäftssührer der deutschen

Geielstchaft ,ür Zuchtungskunde Dr. Wilsdorf-Berlin. Züch- t u n g s z i e { e und Haltungszwecke in der Nindviehzucht. Qrt^rDfa^)r- a thusius - Halle a. S.: Allgemeine

Züchtungsgrundsatze bei der Hauspferdezucht. Stunden- plane können durch die Landwirtschaftskammer in Darmstadt be­zogen werden.

Ntaul- und Klauenseuche. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Prosselsheim, Negierungs- bezirk Unferfranfen; Bezirksamt Griesbach, Regierungs- bezirk Äliederbayern; Butow, NegierungSbezirk Stettin; u 11 m a r § t) e i in, Oberamt Marbach a. Neckar.

** Besitzw echsel. Weißbindermeister Wagner Ver­luste sein Haus Bismarckstraße 26 an den Bäckermeister nnr V' bec bann eine Feinbäckerei err/hten will, für o<5 VuU Mtt

Landkreis Gietzen.

c T ?ollar, 29. Nov. Ter GesangvereinLie - o er täfel begeht nächstes Jahr, wie bereits früher be- richtet wurde das silberne Vereins.Jubiläum.

^eabfic^tigt die Liedertafel am 9. und 10 ^uii 1J11 em allgemeines Volts,eft im größeren Maß- tabe zu veranstalten. Von einem Wettstreit in der ient bei ähnlichen Anlassen Sitte gewordenen Form soll ab- gesehen werden. Dagegen erhobst man für eine Reform juf diesem Gebiet, die der Verein vorbereitet und in seinen zur Versendung^ kommenden Einladungen näyer ?,u^uhren wird, lebhafte Sympathien besonders seitens der Gesangvereine unferer engeren Heimatt Tie Unterstützung

r , 6- Aas Höchstmaß dieses Zuschusses soll nach dem durchschnitt­lichen Gesamtergebnis der Eilenbahnüberschüsse berechnet werden das sich ergeben haben würde, wenn das neue Gesek aleictacitin mit der Betriebsgemeinschaft in Kraft getreten wäre? Me iw bewnderen Teck der Begründung näher darzulegen ist, darf oemgematz der Zuschuß bis zu 950 000 Mark betragen. Bis ju vieler Summe soll dem Fonds der Betrag entnommen wer- icn JiLnnen'f?rCr Btm einzelnen Rechnungsjagr zum Abschluß des Hauptvoranschlags ohne Fehlbetrag ober vielmehr zur Ver­ödung nnes solchen in Der Rechnung nötig ist. Der Fonds felblt ist auf das etwa Vierfache der höchltzulässigen Jahresent- nähme zu bringen. Um dieses Ziel möglichst rasch zu erreichen, als erste Einlage der Reitbetrag des dermaligen ^lus- aleichSlonds überwiesen werden, den Artikel 7 des ur.prünglichen Entwurfs, ebenso wie grundsätzlich die Eisenbahnüberschüne, zur

L , IDi||£n wollt-. Sieier R-bb-trlg wird

bei Achchluß des Rechnungsjahres 1910 sich auf etwa 800 0üO 2^01! bdaufen Die Jahresentnahme von 950 000 Mark darf wenn der Ausgleichs- und Tilgungsfonds Den geglichen Hochstbetrag noch nicht erreicht hat.

f . T. / der neue Ausgleichs- und Tilgungsfonds seine ae- setzliche Hohe erreicht, oder i]t er auf sie naa- Entnahmen jeweils wieder ergänzt worden, so sind Mehrbeträge, die sich über ben lauiende Verwaltung hinaus bei den Eisen­bahnüberschüssen und Den jonnigen, vorstehend erwähnten Mckteln ergeben, ebenfalls zur Schuldentügung zu verwenden.

. r o- Im übrigen bleiben Die Vorschläge des Entwurfs im !WHÄÄtcn.C J ' ,1UC f°U G-j-S am l^Aprü

Trotzdem ist die Großherzogliche Regierung unverändert überzeugt, daß die Finanzlage des Landes sich nachhaltig nicht bessern kann, wenn nicht vor einem Herantreteu selbst an dringlichste Ausgaben der Grundgedante der Vor­lage gesetzgeberisch verwirklicht wird. Die Raschheit, mit der dies geschieht, wird für solche Aufgaben, wie für die künftige Fiuanzwirtschast des Landes nicht minder ent­scheidend fein, ats die Durchführbarkeit der zu ergreifenden ,Maßregeln. Unter diesen Umständen hat die Großh. Re­gierung erneut geprüft, ob das erstrebte Hiel bei der

nunmehrigen Sachlage nicht auf einem Wege

pU erreichen sei, bei dessen Wahr zugleich die Einwände und Bedenken gegen die ursprüngliche Vorlage geeignet berück­sichtigt werden können. Es fragt sich insbesondere, ob ohne neue Inanspruchnahme der Sreuerrrast des Landes eine sachlich ausreichende Schuldentilgung auch für die Zeiten geringer Eisenbahnüberschüsse gesichert werden kann, und ob zugleich die Ueberschüsfe noch für den Dienst der ordent­lichen Staatsausgaben nutzbar zu machen sind. Die Großh. Regierung bejaht die Frage und erachtet als den geeig­netsten Weg ihre chiermit gemachten neuen Vorschläge. I m wesentlichen gehen die Vorschläge kurz ge­faßt dahin:

1. Beibehalten wird der leitende Gedanke des Ent­wurfs, wonach grundsätzlich die Ueberschußanteile aus der E i f e n b a h n g e m e i n s ch a f t zur Tilgung der be­stehenden und kunstig neu aufzunchmenden Eisenbahnschulden und Daneben, um die Steuerzahler zu schonen, auch der zurzeit vor­handenen sonstigen Staatsschuld zu verwenden sind.

2. A b w e i ch e n d von Dem Entwurs wird für die Tilgung der erstgenannten Schuld nur eine Rate von zwei Fünf­teln statt von drei Fünfteln vorn Hundert vorgesehen.

3. Auch das hierdurch um rund 700 000 Mark geminderte -rilgungssoll wird nicht ausschließlich aus den Eisenbahnüber­schüssen gedeckt. Vielmehr werden für den Tilgungsdienst noch a.ldere Mittel herangezogen, die ihrer Rechtsnatur nach hierfür verfügbar sind oder auf Grund landständiicher Bewilligung im Haupiooranschlag der Staatseinnahmen und -ausgaben bereit­gestellt werden. Von solchen Mitteln nennt bereits Der Entwurs in Artikel 1 Absatz 4 und 6 zwei Gruppen. Ihnen sollen nun Swei weitere Gruppen hinzutreten. Es sind einmal die Abträge aus dem Domänen -Akquisitionssonds auf die­jenigen Darlehen, die diesem Fonds zu Ablösungszwecken aus Anleihemitteln der Hauptstaatstasse in Höhe von rund einer Million Mark gewährt worden sind. Ferner sollen heraw­gezogen werden die Abträge, die aus verfüg­baren Ueber schüss en des Bades Nauheim an die Haupt st aatskasfe auf deren Vorschüsse für die

Bauten usw. im Endbetrag von etwa 9,3 Millionen Mark zu leisten f i n b.

. 4. Die Mittel aus den vier in Ziffer 3 genannten Gruppen wllen zunächst und an erster Stelle zur Schuldentügung dienen Nur das nach ihrem Abzug noch verbleibende Erfordernis für E Tilgungssoll ist aus den Eisenbahnüberschüssen zu decken Der von diesen verbleibende Rest kann dann für die allgemeine Verwaltung nutzbar gemacht werden.

, ist in der Weise gedacht, daß die Schräge, die aus

den Eisenbahnuberschußen jeweüs für die Schuldentilgung nach Ziner 4 nicht erforderlich sind, in einen besonderenAusgleichs­und Tilgungsfonds "fließen, der an Stelle des bisherigen, auf Dejü Gejetze vom 26. 3. 1904 beruhenden Ilusgleichsfonos tritt

2d. 8. 1907

£nb der allgemeinen Staatsverwaltung den nachhaltigen Bezug lestte^soll^ öu machenden Jahreszuschusfes gewähr-

rung von über 121 Millionen gebracht. Würbe der Koesfi- fcient auf der Höhe des Jahres 1C03 geblieben sein, so wür­den die Mehrausgaben 114 Mil.'ionen betragen, die Mehr- einnahme also fast gänzlich aufgezehrt haben.

b) Der Anteil Hessens am Betriebs Überschuß des Jahres 1906 hat bei einem Betriebsloeffizient von 64,6 Prozent 14,4 Millionen betragen und damit bis jetzt den Höchst­betrag erreicht. Bei dem Koeffizienten des abgelaufenen Jahres mit 68,99 Prozent würde er nur 12,65 M l i^nen b>

DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung^ schreibt: Im An­schluß an die Aeußerung des Abgeordneten Ledebour be­schäftigt sich derVorwärts" neuerdings mit der An'brache, die der K a i s e r bei der R e k r u t e n v e r e i d i g u n g i n P o t s - d a m gehalten hat. Die über den Wortlaut dieser Aniprache verbreiteten Angaben sind falsch. Insbesondere enthielt sie einen Satz des Inhalts, es könne für einen Soldaten keinen Konflikt zwischen Pflicht und Gewissen geben, nicht. Den kri­tischen Betrachtungen über diese militäriiche Anfpracpe fehlt somck jeder Boden.

Im Verlag der Buchhandlung der nationalliberalen Partei (Berlin W. 9, Schellingstraße 9) ist soeben eine farbiagca- phische Darstellung der Parteien im Reichstag von 18 7 1 an b i s zur Gegenwart, herausgegeben vom Zentralbureau der nationalliberalen Partei, erschienen. Das Werk zeigt in guter Uebersichtlichkeit die Vertretung jedes einzelnen der 397 Wahlkreise durch Die betreffende Partei in jeder Legis­laturperiode und ersetzt dadurch in vielen Falten die größeren und schwer zu handhabenden Nachschlagebücher. Sodann aber gibt Die Darstellung einen ganz ausgezeichneten Uebcrblicf über die jeweilige Stärke der Parteien im ganzen Reich sowohl wie in den einzelnen Landesteilen. Jrn selben Verlag ist auch der 1. Nachtrag 1910 desPolitischen Handbuchs der nationalliberalen Partei" erschienen.

hervorragender Fachmänner und Gesangsfreunde Dürfte Me denkbar beste Aussicht zum guten Gelingen bieten.

X Rabertshausen bei Nidda, 29. Noo. Ta bie Wasserverhältnisse unserer kleinen ©emeinöe nicht die besten sind, bat der Gemeinderat die Erbauung einer Wasser­leitung beschlossen.

Kreis Büdingen.

Büdingen. 29. Nov. Tie Reihenfolge, in der die ge. wählten H a u p t s ch ö f f e n an den einzelnen ordentlichen Sitzmi. gen des hiesigen Schöffengerichts im Jahre 1911 teilzunehnicn haben, wurde heute in öfsentlicker Sitzung durch Auslosung kvu folgt bestimmt: 1. Friedrich Dittmann, Gr. Beigeordneter in Aulendieback. 2. Heinrich Meininger, Weißbinder in Eckarts- hausen. 3. Friedrich Jul. Volz, Landwirt in Attwiedcrmus. 4. fönl Jek, Landwirt in Dudenrod. 5. Johann Fr. Hirschenhain, Land, wirt in Haingründan. 6. Johannes Kaufmann, Steinrichtec in Rinderbügen. 7. Albert Hch. Lochmann, ßanDroirt in Eckarts, hausen. 8. Israel Lahnstein, Kaufmann in Büdingen. 9. ftrbt Nagel V., Gemeinde-Einnehmer in Lorbach. 10. An ton Schüßln Oberpostassistent i. P. in Büdingen. 11. Christian Messeis^niidr' Wagner in Mittelgründau. 12. Theodor Ludw. Kalkyof, Kauf.' mann in Büdingen. 13. Kerl Neuler I., Maurer in Himbaä, 14. Heinrich Henrich, Landwirt in Wolf. 15. Konrad Jünglmg' Gemeinde-Einnehmer in Michelau. 16. Wilhelm Bopp I., üünbj wirt in Diebach a. Hg. 17. Christian Glanz IV., Schlosseime<,ür in Büdingen. 18. Wilhelm Lehr I., Wagner in Düäelsheiui.

X Düdelsheim bei Büdingen, 29. Nov. Auf der letzten Hauptversammlung desN d d e r -Se e m e n t a l- Sängerbundes" wurde beschlossen, als Maiseuchore b.e beiden Chorlieder:Dir treue H.imat dort am Üt.jcin ', Ton. laß von I. Brvdt, Musi.direttor in Hanau, undWo em Altar", Satz von Fiiodrich Silcher, auf dem nächsten Bundes feste zum Vortrage zu bringen. Das Fest findet an.an^s Just hier statt. Gleia^zeitig verbindet der hiesige Gesangverein ,chliederlranz" damit das Fest seines 40jahrigen Bofteheus und die Wethe einer neuen Vereins sah ne.

Kreis Lauterbach.

^Frischborn, 28. 9iov. Gestern abend kurz nach 8 Uhr biach in der vollgesüllten Scheuer des fianöioirU Georg Bing IV. hier Feuer auS, Das Durch Die dann be- sinDlichen Fruchtoorcäte reichliche 9lal)rung fand. Scheuer unb em angrenzender Schafstall, aus beni die Schafe mit 9lot gerettet weiden kouiuen, brannten trotz Der alsbaldigen Löfchoersiiche der Feucnvchr Dolluänöig nieder. ^luch ein m der Scheiier stehender Wagen und eine Mähmaschine sind vollständig niitoecbcannL Die EntstehungZucjache Des FeuetZ ist unbekannt.

~ UellerS Hausen, 28. Nov. Bürgermeister Johannes Eunch IV. hier, Der feit 1884 Dieses Amt m hiesiger Gemeinde mit Zufriedenheit betleiDet, wurde zuw vierten Niale ernstmimig wiederge wählt. Tie Bestätigung durch daS Kreisauit ist heute erfolgt.

Kreis Friedberg,

L. Friedberg, 20. Nov. Biele Menschen umstanden den Naa)mittag über eine der belebtesten Stellen unserer Kaiserstraße. Um 12 Uhr gelangte an das Stadtvauaml Die Mitteilung, daß an der K a i s e r st r a ß e, Ecke bei Schirngasse, plötzlich Das Pflaster sich gejenkl habe. BR Ausräumung fand man, daß ein weites, tiefes Loch sich gebildet hatte von etwa 6 Meter Tiefe, auch Wafser ge,üllt. Man hat es hier mit einem sogenannten Lehmlvcye zu tun. Solche Lehmlöcher fuhren an verschie- denen Stcl.en unter der Kaiserstraße her und waren jchon vor Jahrhunderten begannt. Ter berühmte Altertums- lorschec Liefsenbach erwähnte in seiner Geschichte FReb­bergs diese sich unter Der Kacserstraße herziehenDen Lehm­gänge. Eine Anzahl ArbeUec ist mit der WUdeiheistel.uug Der Kaiserstraße be|d)ä|tigt. Tie G e w e r b e s ch u l e in diesem Winterhalbjahr 40 Schüler. Ter Bestand har sich gegen Das Vorjahr wcjentlich erhöhtt

Starkenburg und Nheinhessen.

R. B. Darmstadt, 29. Nov. Zur Gründung einer allgemeinen Vereinigung für Kr üppelfür- sorge fand heute nachmittag eine Versammlung vo» Damen und Herren aus allen Kreisen statt, darunter der Fürst zu Erbach-Schönberg, Oberkonsistorial-Präsident P. Rebel, Provinzialdirektor Fey, Oberbürgermeister Dr. Glaf- sing, Oberbürgermeister Mecum-Gteßen, ferner Kteisräte. Aerzte, Prof. Vitlpius-Heidelberg, und als Vertreter des Badischen Vereins für Krüppeljursorge Oberregieruitgsrot Dr. Becker-Mannheim. Der Vorsiaenoe, Geh. Regierungs­rat Dr. Dietz, gab näheren Aufschluß über die Grutwe, die viele Menscheusreunde zur BUdung eines solchen VereiiiS zusammengeführt hätten. Die Allgemeinheit wende sich namentlich der dringend erforderlichen Fürsorge für die jugendlichen Krüppel zu, deren es über 75 000 in Deutsch- land, ohne Bayern, Baden und Hessen, gebe; in Hessen allein sei die Zahl der Knüppel auf 1436 festgestellt wor­den. Die Krüppelfürsorge hänge aufs engste nut der Ju< gendsürsorge zusammen und er Dante be,onders der Fcall Ltli Wolsstehl und dem jüngst verstorbenen Dr. Lossen für ihr edles Wirken auf diesem Gebiete. Im Anschluß an diese Darlegungen hielt Beigeordneter Müller einen längeren Vortrag über die Beoeutung der Krüppelfürsorge und deren Organisation in Helsen. Dann sprach Pros. Dr. Vulpius-Heidelberg über dieärztliche Arbeit in der Krüppelfürsorge", wooei er feststeckte, daß Die Kruppesi sursorge ohne ärztliche Mithilse nur Stückwerk fein würde. Nachdem noch Gey. Oberregierungsrat Dr. Becker-Mann­heim die Art und Ausdehnung der Krüppelfürsorge üt Vaden näher geschildert hatte, nahm die Versammlung ein­stimmig folgende Entschließung an:Die heutige Versamm­lung erklärt das Zusammenfas>en der seither unoermtiteÜ nebeneinander hergehenden Bestrebungen auf dem Gebiet der Kruppelfursorge für zweckmäßig und ist mit der Grün­dung eurer hesstschen Vereinigung für Krüp- pelsürjorge einverstanden. Die Verjammlung beauf­tragt einen Ausschuß von 30 Personen, die weiter erforder­lichen Schritte zu tun, insbesondere auch die Satzungen bei neuen Vereinigung _ auszuarbeiten." An der Aussprache über diese Entschließung beteiRgten sich: Provinzialoiref tor Fen, Kirchenrat D. Schlosser-Gießen, Direk- tor N e b e n t i s ch - Offenbach, Obertonsistoriatpräsident D. Rebel, Kreisrat Steeg-Bingen, Kreisrat Dr. Fren- z e l - Worms u. a. m. Rach einstimmiger Annahme bei Entschließung wurden in den Ausschuß gewählt: Provin- ziaidtrertor Dr. Breidert, Beigeordneter Schmitt und Dr Tillmann in Matnz, Kreisrat Dr. Kayser, Oberbürger- meister Köhler und Kreiswohninspektoriu Frk. Dr. Krohut tn Wornis, Direttor Dr. Neveniisch-Offenbach, Provinztal- dtrettor Dr. U (inger, Oberbürgermeister Nt e c u in uni t10!- Dr. K ö p p e-Gießen, und aus Darmstadt Frau ^taatsmuiister Ewacd, Frau LiR WolfSkehk, Frau Dr. Sen> Der, Frau Mame Frey tag, Minister v. Hambergk, Oberkow istortalprastdent Dr. Nebel, Geh. Öbermediztnalrat Du Weibljart, Beigeordneter. Müller u, tu