Srst-r Blatt
160. Zahrgam
General-Anzeiger für Oberhessen
g e zu diesem Gesetz- ber nächsten Nummer
ft. Ztg. veröffentlicht werden sollen. Aus der düng der neuen Vorlage entnehmen wir der
bei
der Darm Begrün!
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gölten habe, mag man ja heute wohl kaum glauoen
Abänderungen und Nachträ entwarf vorgelegt Ivorden, die in
^Weiter hat sich die finanzielle Lage dadurch verschoben, daß der Anteil Hessens an dem ll e b e r s ch u ß aus
(Tieiieiag und ftreuag); zweimal monatl. tand- wtrljchaflliche dcitfranen sternlprech - '2lnid)lu||e: fui die iHebafiton 118 Verlag u. Lxpedmon 51 Ädielle tot Tepdrtien:
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Siebener Theaterverein.
Gastspiel des Darmstädter Hoftheaters und der H o f m u s i k.
LaS Nachtlager von Granada.
Gießen, 28. November 1910.
Granada" genannt, daß' Ausführung wirkte außerordentlich erfreulich gar iE am oen ö:on aniummt - daß das Nacht- Zum Schluß noch eine Frage an den S Granada als Schauspiel an sich auch einmal etwas ge- atsfeur .
ip. man man ia deute wohl kaum glauben •— daß er Abbleno
Lheiredakteur: A t^oetz. Verantwortlich für den politischen Xeil: August Goey; für .Feuilleton', , Vermischtes' und wiw ~ v w i ft» „Gerichlbsaal": K. Neu-
«""‘«"‘limeenünunCT trotatianrdnlck MldVerlag btt vrühl'ichen Univ.-Vllch- und Steinöniderti rr. Sange. Keöaftton, Expedition und Drndtrei: rchulstratzt 7. Lani>": E.He^0ür d-tt bi» Dormuiag« 9 Uhr. Expedition für Büdingen: Bahnhofstraße Iba. - Telephon Hr. 50. Anzeigenteil: H. Beck.
lichster Lieder, Einzelgesänge, Duette, Terzette und Chore; nicht ohne Grund ist Sheufter als Liederkomponist noch heute am meisten bekannt. Mit einer gewissen Naivität sind sie aneinander- nefüaf die begleitende Orchestermusik macht jedesmal nach solch einem Lied eiuse kleine Pause, als wollte sie sagen: „seht einmal, wie schön!" Schade, daß das Publikum diese, von Komponisten offenbar gewollte und von den Darftellmr bisweilen anscheinend auch erwartete Gelegenl-ell pir Beisalls- äußerung so wenig benützte, um dafür mit einem Barbarismus sondergleichen — es war übrigens nur eine Minderheit und auch die schämte sich offenbar alsbald — nach Beendigung des von ^>errn Konzertmeister SckMidt wunderbar edel gespielten Gergen- solos im Beginn des 2. (eigentlich 6.) Auftritts des 2. Aufzugs die ganze Stimmimg durch ein prasselndes Geklatsch zu zerreißen.
lieber das Werk selbst und die Musik ist im Uebrigeu in der Textausgabe von Witt mann alles gesagt, lvas zu sagen ist. Die, Auffüdrunq war vorzüglich in Gesang, Spiel, Zusammenspiel und Regie, die prächtige Leistung des Orchesters der Großh. Hofmusik unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Kittel nidyt zu vergeßen. Viermaliger Hervorruf dankte zum Schluß den Darstellern. Fräulein G e n e r s b a ch, die sich von ihrer Erkrankung anscheinend wieder ganz erholt hat, irlnr cursgezeickmet bei Stimme und verkörperte auch in Erscheinung und Spiel die duftige Voewche Gestalt der Gabriele vollendet. Herr Semper, der Jager, sang sehr schön; sein Spiel schien mir bisweilen an einer etwas zu sentimental-unfreien Auffassung seiner Rolle zu leiden Die Hirten und Ganez waren gut besetzt. Ganz besonderes Lob verdienen die prächtigen Chöre, auf deren gute Einstudierung Die Darmstädter Oper stets besonders and war. Die ganze frische, flotte
Zum Schluß noch eine Frage an den Gießener Herrn Re- ur oder Inspizienten: Läßt sichs nickt, durch ent,brechende )ung etwa, vermeiden, daß während bec Ouvertüre und
der Eisenbahngemeinschaft für 1909 statt der Der* anschlagten 12 950 000 Mk. die Höhe von 13 535 926 Mk 73 Pfg. erreicht hat. Es hat dies zur Folge, daß in 1910 der Ausgleichsfonds nicht ausgezehrt wird (f. u.). Auch für 1910 wird bie Boranschlagssumme wesentlich überschritten werden.
Außerdem ist auf die zum Budget 1910 bewilligte Steuererhöhung zu verweisen.
Einem Versuch gegenüber, den Vorschlag verstärkter Schuldentilgung jetzt überhaupt als unnötig darzustellen oder ihren Beginn auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, wäre zunächst die Tatsache zst betonen, daß der Fortbestand des neuen Verhältnisses zum Reich an sich mir zeitlich begrenzt und keineswegs auf die Dauer gesichert ist. Was aber die Eisenbahnüberschüsse angeht, so darf auch noch so berechtigt scheinender Optimismus bei einem Ausblick in die Zuiünst an zwei Dingen nicht vorübergehen, die dringend zur Vorsicht mahnen. Es sind dies bie Entwickelung des Anleihezinsfußes und des sogenannten Betriebskoeffizienten der Staatsbahnen.
1. Der Passiv-Zinssatz ist für die hessische Eisenbahnrente von besonderer Wichtigkeit, weil Hessen im Gegensatz zu Preußen die Kosten für die Ergänzungs- und Erweitern ngsan lagen der Staats eisen bahnen, die nach d m preußischen Grundsätzen nicht zu Lasten des Betriebsetats zu verrechnen sind, sämtlich aus Anleihemitteln bestreitet und auch weiterhin zu bestreiten gezwungen sein wird. Hierin liegt aber die Quelle des ständigen und starken Steigens der lZinsenlast (1897 --- 7,5 Millionen, 1900= 8 Miktionen, 1903 --- 9 Millionen, 1906 °- 9 5 Millionen, 1908 =. 10 Millionen, 1909 ----- 10,5 Millionen Mark). Diese Zinsen- last würde die hessische Rente noch mehr beeinträchtigt haben, als tatsächlich der Fall, wenn nicht bisher der tatsächliche Passiv-Zinssatz der hessischen Eisenbahnschuld nur zirka 3,16 Prozent betragen hatte. Es beruht dies darauf, daß der größte Teil der Schuld in Höhe von 207 Millionen Mark zu nur 3 Prozent hatte begeben werden können, während 92 Millionen zu 3V2 Prozent und 52 Millionen zu 4 Prozent ausgenommen worden finh Der letztgenannte Satz hat im wesentlichen für die seit 1906 aufgenommenen Anleihen bezahlt werden müssen. Auf billigeres Geld ist in absehbarer Zart nicht zu rechnen, ebenfowenig darauf, daß sich neue Darlehen für Ergän^ungs- und Erweiterungsbauten in den niedrigen Grenzen halten können, wie dies für 1910 unb 1911 der Fall sein wird. In den Jahren 1900/01 bi§ einschließlich 1909 sind jährlich im Durchschnitt 95/4 Millionen Mark an Anleihen neu ausgenommen worden. Wenn sich auch das Steigen des durchschnittlichen Passiv-Zinsfußes nur langsam vollzieht, so ändert dies doch nichts daran, daß das fortgesetzte Wachsen der Eisenbahnschuld infolge Zugangs hochverzinslicher Anleihen an sich den hessischen lieberschußanteil zu „verwässern" geeignet ist, zumal die Eisenbahnschuld durch die Reineinnahme aus den Eisenbahnen durchschnittlich mir mit 4,15 Prozent verzinst worden ist und die durchschnittliche Rente nur 0,93 Prozent betragen hat. Im ganzen hat der Reinüberschuß unseres gesamten Anlagekapitals prozentual bisher keine steigende, sondern eher sinkende Tendenz gehabt. Es können also die Investitionen in die Staatseisenbahnen, die unzweifelhaft ja einen werterhaltenden und sogar wert- steigernden Charakter haben, keineswegs auch schlechthin als „werbende" Anlagen bezeichnet werden.
2. Von ebenso großem, wenn nicht noch größerem und , ebenfalls unmittelbarerem Einfluß aus die Eisenbahnüder- schüise ist der B e t r i e b s k o e f f i z i e n t, d. h. das prozen- tuale Verhältnis zwischen Betriebsausgaben und Betriebseinnahmen. Bei einer Bruttoeinnahme von rd. 2 Milliarden Mark, wie sie das Jahr 1909 erbracht hat, bedeutet jedes Prozent 20 Millionen und der hessische Antell hieran runb 420 GOO Mark. Was das praktisch für das Gesamtergebnis der Cisenbahngeineinschaft und den hessischen Anteil aus-, macht, mögen zwei Beispiele zeigen:
a) Das Jahr 1909 hat gegen 1908 eine Ennahmesterge-
— Historischer Verein fürvasGroßberrogtum Hessen. Mit einem Vortrag über den „hessischen Historiker Johann Justus Winckelmcmn" (geb. 1620 inGießen, geft. 1699 zu Bremen) leitete Stadtpfarrer D. Dr. Wilhelm Diehl bi<5 Reihe der Wintervorträge des Vereins in Darmstadt ein. Der Titel war gewählt, weil weiteren Kreisen Winckelmann vor* nehm lieh als Historiker bekannt ist. Der nach gründlicher und vielseitiger Dorbüdung -nm Historiographen Hessens ernannte Gelehrte hat in der Tat auf dem Gebiet der Geschichte vieles Ersprießliche geleistet. Die nach mannigfachen widrigen Schicksalen, Angriffen und Kritiken endlich 1697 gereifte Frucht ist die „Beschreibung der Fürstentümer Hessen und Hersfeld". Manches würde man, so führte Pfarrer Diehl nach der Darmst. Ztg. aus, heute daran anders machen. Höchst achtenswr-rt ist aber noch immer die Anlage des Werkes, fern Streben, aus Grund von Sclbstgeschautmr zu berichten, und zwar in deutscher Sprache. Hier geht Winckel- manns Bedeutung über die vonSchuvpius und Goldast weit hinaus. Mehr aber noch als in den geschichtlichen Gelegenheits-Schrift.'n tritt Winllelmanns Begabung in seinen pädagogischen Schriften zutage, obwohl er nie eine Stunde Schule gehalten hat. In: seiner bedeutendsten Schrift: „Einfältige Bedenken^' hat er geistvolle, neue und geradezu ntobeme Gedanken freimütig ausge^ sprochen. Wenn. Diehls Vermutung zutrisst, und sie wird's tun, wird Winckelmann dem großen Comenius ein gut Stück seines Ruhmes streitig machen. ,
- Kurze Nachrichten auS Kunst u. Wissenschaft Das Bezirksgericht von T u l a hat das von Tolstoi eigen- händig am 5. Jicki 1910 in Jaßnaja Poljana getenebene Te^ [tarn ent bestätigt. Er vermacht bann alles, waS en bis zum Jal/re 188 1 und auch später geschrieben ha:> sonnyl alle Handschriften seiner Tochter Llexandro,
„Darmst. Ztg.":
Nach dem Ergebnis der Verhandlungen über den Staatsvoranschlag für 1910 in den Finanzausschüssen beider Kammern mußte es als nahezu ausgeschlossen erscheinen, daß über den im November v. I. den Ständen vorgelegten Gesetzentwurf wegen Tilgung der Staatsschuld in der ursprünglichen Fassung ein Einvernehmen zu erzielen sei Ueberdies hat sich in der Zwischenzeit die Lage in einzelnen Punkten geändert, über welche bie Ansichten damals zum Teile auseinandergingen.
Unser früheres Verhältnis zum Reich war durch die Reichssinanzreform bekanntlich u. a. dahin umgestaltet worden, daß zwar den Bundesstaaten die Last der aus den Vorjahren gestundeten Matrikularbeiträge von 40 auf 80 Pfennig auf den Kopf der Bevöllerung erhöht worden sind. Im Zusammenhang hiermit ist zur Deckung der Reichslast aus der Uebernahme der gestundeten Matrikularbeiträge außer den Ueberschüssen in der eigenen Wirtschaft des Reichs auch der etwaige Mehrertrag der Branntw-einsteuer über den Sollbetragcher Ueberweisungen hinaus dem Reiche überlassen worden, wogegen diesem ein hinter dem Etatssoll zurückbleibender Minderertrag zur Last fällt. Ob dieser zunächst mir für 1909 und 1910 geschaffene Zustand auch für die kommenden Jahre bestehen bleibt, ist mindestens
Line Kalferreöe bei der Einweihung der technischen Hochschule in Breslau.
BreSlau, 29. Nov. Der Kaiser traf um 11 Uhr 25 Mm. vormittags hier ein und fuhr im offenen Auto- . mobil über biemeue Kaiserbrücke nach der Technischen Hochschule. Bei der'Einweihuna der Technischen Hochscyule hielt der Kaiser folgende Rede:
Die mir besonders am Herzen liegenden Bestrebungen, das technische BildungSwesen seiner hohen Bedeutung für die Zukunft des deutschen Vaterlandes entsprechend zu heben und auSzugestalten, haben durch das verständnisvolle und opferbereite ^ujammenwirken aller dabei interessierten Kreise, Behörden und Körperschaften zu einem weiteren glücklichen Erfolge geführt. Lebhafte Freude erfüllt mich, daß es mir vergönnt ist, heute der zweiten unter meiner Regierung gegründeten technischen Hock)- IdXile persönlich die Weihe zu geben. In diesem Bau, der selbst ein stalllick-es Denkmal techinsck>en Könnens bildet, sollen Wissenschaft und Technik in harmonischer Vereinigung eine neue würdige Arbeitsstätte finden.
Die innigen B^ Lehmig en der technischen Wissenschaften zur Industrie sind von Jahr zu Jahr deutlicher in die Erscheinung getreten. Nicht zufällig läuft der gewaltige Aufschwung unseres industriellen Lebens mit der fortschreitenden Ent- nntflimg des Hochschulwesens in Deutschland parallel. Vorüber sind die Zeiten, in denen für den Ingenieur im wesemlichen die exinile der Praxis genügte. Wer den hohen Anforderungen der 7,echillk in unseren Tagen gewachsen sein will, muß mit dem Rüstzeug einer gediegenen wissenschaftlichen und technischen Bildung in den Kamps des Lebens treten.
Wie wenige Provinzen der Monarchie zeichnet sich Schlesien tml feiner hochentwickelten Industrie und seinem umfangreichen Berg- und Hüttenwesen durch gewerblichen Fleiß und UMeruehmungsgeist aus. Eisen imb Kohlen sind ergiebige Quellen seines Wohlstandes: Spindel unb Webstuhl werden seit Jahrhunderten von fleißigen Händen der schlesischen Bevölkerung be- bieai In Schlesiens Hauptstadt sind daher die Vorbedingungen nn ein ersprießliches Wirken der Technischen Hochschule in reichem Maße vorhanden und folgerichtig war es der dringende Wunsch von Stadt und Land, neben der ehrwürdigen Leopoldina eine zweite Anstalt gegründet zu sehen.
Indem ich die Provinz und ihre Hauptstadt zu der Erfüllung dieses Wunsches von Herzen beglückwünsche, spreche ich zugleich allen, welche zu dem Gelingen des Werkes beigetragen haben, meinen königlichen Dank aus. Wenn die junge Anstalt zurzeü noch nicht alle Abteilungen umfaßt, so habe ich besonders in ihren Rechten fie den älteren voll auSgestaltetenSchwefternimLandeyleichgestellt Ich vertraue aber, daß fie ihrer großen provinziellen und nationalen Ausgabe mit derselben Treue gerecht werden wird, wie jenen nachgerühmt wird. Wer hier forscht und lehrt, tue es im Aufblick z-u Gott dem Herrn mit heiligem E r n st e. Wer hier lernt, fei sich stets bewußt, daß er dazu berufen ist, dem Volke einst ein Führer auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiete und zugleich ein Vorbild in treuer Pflichterfüllung gegen König und Vaterland zu sein. Die Arbeit nur, bie fürs Ganze geschieht, ist ganze Arbeit. Dieser Arbeit weihe ich hiermit dieses neue Haus."
Nach dem Kaiser ergriff der Kultusminister von Trott zu Solz das Wort. Nach Worten des Dankes für das Erscheinen des Kaisers sagte er ll a.:
Soll die schlesische Industrie sich im wirtschaftlichen Wettstreit mach fernerhin kräftig behaupten, so kommt es nicht zuletzt auch daraus an, den jungen Nachwuchs dieser Provinz mehr als bisher zur Mitarbeit heranzuziehen und in ernster Wissenschaft' kicher Sckmlwng für die großen Ausgaben auszurüsten, die sick> gerade in diesem Lande, bedingt durch die Eigenart seiner Natur- hafte unb Bodenschätze, der Schaffenskraft des Ingenieurs darbieten Den strebsamen Söhnen Schlesiens öffnet darum biefi Hochschule der Technik vor allem ihre Pforten. Nicht minder soll die Hockffchule aber auch der schaffenden Industrie des Landes eine stets bereite Helferin und Beraterin sein.
Der Rektor der Technischen Hochschule, Prof. Dr. Schenk, sprach dem Kaiser den Dank der jungen Hoch- fdjulc, ihrer Lehrer und ihrer Studentensc^rst für seine huldreichen Worte und- Zukunftswünsche aus.
Der Kaiser reiste um 4 Uhr nachmittags mittels Sonderzugs nach Station Wildpark. Er traf dort abends um 10 Uhr 35 Min. ein und begab sich zum neuen Palais.
Nr. 281
fcn Siebener Anzeiger eddieini tägllch, außer Sonntag*. - Beilagen: Dtf i mal rvöcheittlid) SttbenerFamtllrnblStler, Iivcimal rodd)eniLKrft$i
latijürben Kreis Glefcen
Mittwoch, 50. November 1910
OtiaflO reUt monatlich 75 öt., viertel-- fährllch M. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 66 Pf.; durch die Post Mk.L—vienel« jährt auSschl. Beftella. ZeilenprevS: lokal 15'91., auswärts 20 Pienniq.
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FSonr ffirrraelaefänae, Duette, Terzette und Chöre; nicht nrrgeridwo, wenigstens so ftoreich rote hier, gefefcn habe, mu8 es dock wohl ernzurtchten fein. m.
Aus dem englischen Mahlkampf.
Der Wahlkampf in England hat einen vielversprechenden Anfang genommen. Der Minister Churchill wurde mit faulen Fischen beworfen. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Angriff wieder um die Tat halb- verrückter Stimmrechtlerinnen. Wir erhielten folgende Meldungen :
Calchester, 29. Nov. Ms sich das Mitglied des Kabinetts W i n d st o n Churchill gestern abend zu einer Versammlung begab, wurde er auf der Straße mit faulen Fischen und Straßenschmutz beworfen. Inden Räumen des liberalen Klubs wurden die Fenster eingeschlagen und ein für die Wahlagitation verwendeter Wagen zerstört. Tie Polizei patrouillierte noch in später Nacht in den Straßen der Stadt.
London, 29. Nov. Tie irische Partei erTlärt in ihrem Wahlaufruf, eine Nieder la g e der Lords bedeute freie Bahn für die Hom ernte. Weiter wird auf die ruchlose Verbindung der Unionisten mit den Anhängern O'Briens hingewiesen, die reichlich mit Geldmitteln versehen seien und den Zweck verfolgten, die irische Partei zu erschöpfen und deren Partsikasse zu erschöpfen. Aber die irische Partei stehe, wo sie immer gestanden habe und fordere eine vollständige nationale Selbstregierung
In einem heute abend veröffentlichten Wahlaufruf erklärt Asquith, von den Wählern hänge die ganze Zukunft der demokratischen Regierung ab. Der von den Liberalen bekämpfte trügerische Reformplan der Lords würde vorherrschend eine konservative zweite Kammer ergeben, mit einem noch schlimmeren Veto als bisher. Der Wahlaufruf Greys bewegt sich in derselben Richtung unb spricht sich außerdem aber für die Homerule für verschiedene Teile des Vereinigten Königreichs aus Grundlage des eanadischen Systems aus.
Der hessische Eesetzentwur? über die Tilgung der 5taa!§schulö.
Der vor etwa Jahresfrist von der Großh. Regierung eingebrachte Gesetzentwurf über die Tilgung der Staatsschuld ist von den Ständen bis jetzt nicht verabschiedet worden. Den beiden Ständekammern sind nunmehr einige
Das man selten hat, genießt man doppelt; drei Opern im Jahre ist gewiß nicht viel unb so ist jede ein Ereignis sehnsüchtig erwartet unb, wenn's erst soweit ist, mit einer Aufnahrneiatzigtelt, einer Freude und Begeisterurrg begrüßt, daß das wieder aut die Darsteller sich überträgt, bie mit ganz besonderer Frische unb Wärme spielen Dazu der entzückende Rahmen unseres intimen goldroien T Heater cheus, wie geschaffen für Mozart, ^Leber unb die romantische Oper überhaupt mit ihren uns menschlich so nahe stehenden „Handlmigen", die doch schließlich meist Nichts weiter sind, als ihrerseits der Rahmen für alle bie großen und Finnen Gefühle imb Gesühlchen, bie da im Rokoko- oder ^cknser- unb Hinengewand aufgeputzl vor uns stolzieren, Liebe und Eiser- suck-t imb ihre Vettern und Basen; Handlungen, zu denen man nicht erst Stellung nehmen, sich einstellen muß, sondern die mit ganz naiver Selbstveifftänblichkeit auf uns wirken, too braucht man gar nicht mit den Erinnerungen alter Damen und Herrn an ihre romantische Jugendzeit, wo Opern dieses Styls „die' Opern waren, geschnrücft zu sein — man hörte und sah sic gar fröhlich überall freute abend, diese alten Damen und Herrn — uw den Abend wirklich ganz wunderschön zu finden, tun nut empfänglichem Hermon und frischen Sinnen all die Köstlichreiv dieser Musik einer verschwundenen Zeit in vollen Zügen in sich aufzunehmeu, einer Musik, die so gar nichts bedeuten will und doch gerade deswegen so viel bedeutet, die nicht am Schreibtisch „komponiert", sondern im Herzen empfangen worden ist Es ist so bezeickviend für diese Munk sei fie nun -Figaro „Freischütz" oder „Tas Nachtlager von G- ***
es für sie gar nick-t auf den Stoff ankommt


