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ahnenden Verdienst für viele Arbeite: und Kleinbauern bietet.
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Gedenket der hungernden Vögel!
Meteorologische Verachtungen der Station Sieben.
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Sanatorium LindenMf
zwischen Darmstadt—Heidelberg, 400 m hoch herrl. gelegen, l«,*?
Schweine.
'Vollfleischige Schweine bi» zu 2 Zentner Lebendgewicht........
Bolifteischige Schweine über 2 Zentner Lebendgeivlcht ........
Fleischige Schweine . ...... 61—63 66—68 62
Uebersland: Rinder Ueberstand, Kälber Qusocifouft, ausverkauit, Schweine langfam geräumt.
Schaie.
'JDlafilämmer u. jüngere Maschammel 89—00 78—00
dem Distrikt ,Asselbach" kommen Fichten-Bau- und Schneide» stamme zum AuSgebot. Die Gemeinde Wißmar besitzt eine wohlgepflegte Waldfläche von 690 Hektaren, die eine Haupt- einnahmequetle für den Ort und während der Wintermonate
Feinste Mast» (Dollm'lchnmst) und beste Saugkälber.........60—66
Tlittlere 'Diaft- und gute Saugkälber . 61—69
Geringere Saugkälber . . .... 45—60
Aus der St. Bajilius-Kirche in Etampes tour volles aus Holz geid)nitztes Relief (Kreuzabnahme)
Lanrilien-Nachrichten.
Verlobte: Fräulein Frieda Wagner mit Herrn Hermann Kirchhoi, beide in Nidda. — Fräulein Tina Wolf nut Herrn Heinrich Betz, beide in Nidda. — Fräulein Lina Diehlmann in Nidda mit Herrn Karl Guillaume in Darmstadt. — Fräulein Anna Göbisch in Laubach mit Herrn August Müller in Schotten. — Fräulein Greta Hartmann in Lauterbach mit Herrn Albrecht Mehring in Schollen. — Fräulein Berti Gebhardt in Duderstadt mit Herrn Otto Heinzerling in Biedenkopf. — Fräulein Etisadeth Schwarz in Hann.-Müuden mit Herrn August Breidennem in Biedenkopf. — Fräulem Helene Stern in Berlichiugen (Würtiem- berg) mit Herrn Max May in Büdingen. — Fräulein Marie Rädel in Höchst a. 'Dl. mir Herrn Karl Schweiker in Homberg.
[Drucksachen aller Ad
liefert tn jeder gewünschten Ausstattung preiswert dH
Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 1
Mäßig genährte junge und gut genährte ältere......... 39—48 78—83
Färsen, Kühe.
Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes........ 46—60 84—87
Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst.
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 38—45 73—88
'Hellere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngereKühe u. Färsen 32—36 Kälber.
Uirchliche Nacyrichten.
3$raelut|d)t Keligioiisgemeinoe.
Gotterdteitsl m Oer Synagoge (Süd-Anlages
SamStag den 31. Dezember 1910:
Vorabend: 4.30 Uhr.
Morgens: S.00 Uhr. Predigt.
Nachmittags: 3.30 Uhr.
Sabbatausgang: 5.25 Uhr.
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3sraelüifd)e nuigiaiisgeleHf^aft
Gottesdienst.
>sab batfei er am 31. Dezember 1910
Freitaq abend 4.10 Uhr.
Samstag morgen 8.80 Uhr. Predigt.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 5.25 Uhr.
A oci enaoltesdienst: N/orgenS 7.10 Itbr, abends 7.00 Nbr.
yToftQ-CTb, erste Raten für @ttoeitmntg der Bahn HS fe Badens hausen und Fulda, zweite und weitere Raten für Umgestaltung der Bahnhossanlagen zu Darmstadt, Auswvcl-selung der eisernen Ueberbauten der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Mainz, Erweiterung der Bahnhöfe zu Kranich stein, Bensheim, Friedberg, Alsfeld und Nidda: 46950 Mark für Forderungen im Hochbauwesen, 100 000 Mk. für weiteren Ausbau des Waldstraßenneves — sie werden von der Domänen Verwaltung mit 4 Prozent verzinst und mit mindestens 10 Prozent getilgt — und eine dritte Rate von 301 800 Mk. aus dem Staatsanteil an den Kosten der Erhöhung und Verstärkung der Landdämme des Stockstädter und Niersteiner Systems, der Erweiterung des Hochflutprofils des Rheinstroms und der Erhöhung und Verstärkung der Land dämme des Larn- pertl)eim—Gcrnsheimer und des Herrrrs heim—Oppenheimer Systems.
Kreis Schotten^
? Kaulstos, 28. Dez. Bei der gestrigen Wasil eines Beigeordneten wurde der Gastwirt Heinrich Her- g e t III. gewählt.
§ Burkhards, 28. Dez. In große Aufregung wurde gestern abend unser Dorf durch einen Schornsteinbrand im Hause des Johannes Schäfer L versetzt. Es ist )ies schon der zweite Brand dieser Art.
-r. Ulrichstein, 27. Dez. Ein bitterböser Tag war )er vergangene Samstag. Eisgestober und Glatteis machten ein Weiterkommen aus der Straße unmöglich. Die Telephon- und Telegrcrphenleitungen von hier aus waren nach allen Richtungen gestört. Biele Bäume sind umgebrochen. Der dritte Weihnachtsfeiertag hat uns Schnee gebracht, der stellenweise schon 3 0 cm hoch liegt.
P Vom oberen Vogelsberg, 28. Dez. Der gestrige Tag war ein kritischer erster Ordnung. Heftiges Schneetreiben, verbunden mit starkem Nordost teilten sich gegen Mittag ein. Hohe Schneewehen haben ich hinter Hecken und an Rainen aufgestapelt. Der Winter-
Klelnt dagtHjrattil
Au§ Berlin wird gemeldet: Als am Dienstag «tob Bq Schlosser!ehrling Hamann in der Wohnung seines Vater- mit euin* Revolver spielte, löste sich plötzlich ein Schutz, die Kugel drang den, Bruder am linken Ohr so in bon Kvpf, daß er starb. Der Täl« ist aus Verzweiflung flüchtig.
Das Königreich Württemberg hatte am 1. Deznw ber 1910 laut Mitteilung des Statistischen Landesamts übet 2 435 600 Einwohner. An dieser Ziffer dürste durch die endgültige Feststellung nichts erhebliches geändert werden.
Infolge der anhaltenden Regengüsse in der letzten Woche sinL nach einer Meldung aus Genf die am Saleve gelegenen Dörfer Archamps, B err ier eS und Blecheins durch E r b- rutsche g ef ährdet.
brechern entwendet.
In London zerstörte eine Feuersbrunst gestern die Lederfabrik von Gebrüder Löonin der City. Die 500 Angestellten, die sich in dem Gebäude befanden, entkamen, mit AuSnuhi^ eines bejahrten Krüppels, der in einem Hinteren Schlag zimmer verbrannte.
Durch eine Explosion eines Dynamitvorrates wuv den, wie aus Elpaso (TexaS -gemeldet wird, in einer Grube der Schmelzhütte, die ber American Smelting and Refining Com» Pany gehört, 20 Arbeiter verschüttet. Man belürdMrt daß viele getötet wurden.
Märkte.
la. Frautfnrt a. M. Eckweinemarktbericht vom 28. Dez, Aulgetrieben waren 699 Schweine. Dollfleischige Schweine biß zu 2 Zlr. Lebeudgew. 00.00^00'1UL Schlachtgewicht 00.00 - 00 Alt, Vollfleischige Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 66.00 - 56.00 Mk., Schlachtgewicht 68.50-70 Mk. Vollfleifchiae Schweine übet 2lit Ztr. Lebettdgeiv. 64.5 >— 55.b0.Nlk., Schlackitgewtcht 68.00—70 Alk. Fett, schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 64.5'»—55.00 Dlk., Scklachtge,v. -8-70 Alk. Fleischige Schweine Lebendgewicht 52.00—54.00 'Ulf Schlachtgewicht 67.00—69 Mk. Sauen Lebendgewicht 00— 00 SIL Schlachtgewicht 00—00 Alk. Geschäft mittelmäßig, Ueberstand.
Limburg a. d. Lahn, 28. Dez. Fruch tma rkt. Durch» schnittspreis pro Rlalter. Roter Weizen (nastautscher) 16,30 Mk, iueiuer Weizen iangebante Fremdlortel 15,80 Mk., Korn 11,00 Mk. Gerste: Fllttergerste 9,00 Nlk., Braugerste 11,25 Alk., Haier M. 7,00 Erbsen 0,00 ML Kartoffeln 5,60-6,60 ML
Wiesbaden. Viehhof-Marktbericht vom 28. Dez Austrieb: Rinder 89, Kälber 132, Schale 69, Schweine 818.
Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber lebhaft, Schale mittel« mäßig, Schweine mittelmäßig. Preis Durch»
pro 100 Pfd. ftbnitteprert
Wetzlar.
Dez. Die HolzfällungS- insolge der günstigen Witterung die erste Holzversteigerung, aus
Au- Stadt und Land.
Gießen, 29. Dezember 1910.
**DerKindergartendeSGießenerFröbel- Seminars feierte dieses Jahr in Steins Garten sein erstes W e ih n a ch t s f e st. Welches Interesse der Anstalt entgegengebracht wird, zeigte der sehr zahlreiche Besuch des Festes, der den Krnoern kaum Platz für ihre Spiele frei ließ. Unter den Klängen eines flotten Marsches marschierten die Kleinen in den Saal, um die Spiele mit einem Svldatenspiel zu beginnen und mit einem Musikstück, in dem sie alle mitwirkten, zu schließen. Darauf erzählte die Leiterin des Kindergartens in leicht faßlicher, dem Kindergemüt angepaßter Art die Weihnachtsgeschichte und zog bann mit den Kindern unter dem Gesang eines Weihnachts- licdes in den Nebenfaal, wo inzwischen die Lichter des Christbaums angezündet worden waren, und wo die Arbeiten der Kinder und der jungen Mädchen, die in dem Seminar ihre Ausbildung erhalten, ausgestellt waren. Hatte man sich bei der Feier mit und an den Kindern gefreut, so konnte man hier den Fleiß und die Geschicklichkeit der Kleinen sowohl als auch der jungen Mädchen bewundern. Der ganze Baumschmuck und niedliche Geschenke für die Mütter waren Erzeugnisse der Kinder; die Arbeiten der Mädchen bestanden in Kiirderwäsche, Kinderkleidchen, an» gekleideten Puppen, Stofftieren usw., die alle durchweg Ichön und sauber ausgeführt waren. Besonders bemerkenswert waren die aus sonst wertlosen Abfällen hergestellten Sachen, und allgemeinen Beifall sanden eine Schneewittchen- stube mit den sieben Zwergen, ein Kaufladen mit Obst, iGemüse und Gebäck, alles aus Ton geknetet und entsprechend angemalt, sowie ein Rotkäppchen mit dem Wolf.
M Rassenverbesserung des Vogelsberger ÄiindeS. Der Versuch, den der Landwirtschaftskammer-Auß. schuß für Oberhessen gemacht hat, das Vogelsberger Rind durch Kreuzung mit rotem Frankenvieh zu verbessern, ist von Erfolg gekrönt gewesen. Man hat in Heuchelheim b. Gießen und in Busenborn Frankenbullen eingestellt und die von diesen mit Vogelsberger Rindern erzielten Kalber zeigen ein weit größeres Gewicht als die von rein Vogelsberger Zucht, und sind in Farbe und Form befriedigend ausgefallen. Die befürchteten Schwierigkeiten beim Kalben sind nicht eingetreten. ES bleibt nur noch abzuwarten, wie sich das erzielte Jung» vieh zur weiteren Zucht entwickeln wird. Erfüllen sich die Hoffnungen, die erfahrene Fachleute auf diefe Kreuzung von Haufe auS fetzen, so werden wir mit der Zeit über einen heimischen Viehschlag verfügen, der auch den Ansprüchen betreffs einer ausreichenden FleischprodukUon entsprechen würde, was bisher nicht der Fall war.
Landkreis Gießers
r. Londvrs, 28. Dez. In tiefe Trauer wurde die Familie des Landwirts Friedr. Auman n versetzt. Das etwa 1/2 Jahre alte Söhnchen fiel am ersten Feiertag in einen Topf voll kvchenden Wassers und verbrannte sich derart, daß es trotz sofortiger ärztlicher Hilfe heute morgen starb.
* k. Lang d, 27. Dez. Noch rechtzeitig hat sich der Himmel besonnen und Dorf und Felo mit einer weißen Decke eingehüllt. Seit der Nacht vom 2. zum 3. Feiertag schneites sehr heftig.
ch. Eb erstadt (Kr. Gießen), 28. Dez. Gestern abend fand im Saale des Gasthauses Buß die Weihnachtsfeier des Gesangvereins Liederkranz statt. Der Verein, der seine Gründung der Anregung des früheren Ortsgeistlichen, des vor drei Jahren in Gießen verstorbenen Kirchenrates Cellarius, verdankt, blickt auf ein öüjähriges Bestehen zurück. Das Programm zur gestrigen Feier war schön zusammengestellt und man kam zu der Ueberzeuaung, daß auch in einem ländlichen Verein treffliches geleistet werden kann. Pfarrer Kappess er hielt die Festrede; Frl. Marie Alles, Frl. Emma Vorbach, grl. Emma Balser, Frl Ottilie Müller und Frl. Mathilde Görlach trugen durch poetische, teils gesangliche Vorträge zur Verherrlichung der Feier bei. Erwähnt sei, daß durch die Verlosung mancher Teilnehmer mit einem hübschen Gewinngegenstand erfreut wurde. — Am ersten Feiertag abend wurde in unserer Kirche ein liturgischer Gottesdienst abgehalten. Wie all» jährlich wurde von den Kindern ein Festspiel zur Aufführung gebracht. Die Bedürftigen unserer Gemeinde, ebenso die Schuljugend erhielten Geschenke. Die Mittel hierzu werden der „Görlach-Grieb-Stistung" entnommen, öie ausschließlich zu diesem Zwecke von den vor etwa dreißig Jahren verstorbenen Spendern errichtet wurde.
a. Hungen, 28. Dez. Heute früh entgleisten auf der Strecke Friedberg-Hungen in der Nähe von Bellersheim zwei Leerwagen eines Güterzuges. Die dadurch entstandene Verkehrsstörung konnte zwar bald beseitigt werden und hatte weiter keine schlimmen Folgen, nur erhielten die in der Richtung nach Laubach weiterführenden Passagiere den Anschluß zu dem Frühzug nicht mehr und mußten bis nachmittags 3 Uhr in Hungen den Abgang des nächsten ZugeS ab warten.
Kreis Lauterbach.
--- Lauterbach, 28. D^. Nachdem die hiesige Ge- yend mehrere Wochen von Einbrechern verschont geb.Leben ijt, sind in der Nacht vom 27. auf 28. d. Mts wieder verschiedene Einbruchsdieb st ähle vorgekommen. So wurden in der im Steinigsgrund bei Lauterbach gelegenen Schlosserschen Tuchwalkerei mittelst Einsteigen durch ein Fenster aus einer Tischschublade 12 Mk. entwendet. Auch zwei Hühner hatten die Einbrecher mitgenommen, diese wurden aber noch in derselben Nacht von Der benachrichtigten Gendarmerie in der Nähe des Tatorts toi ber gefunden. Das eine Huhn toar durch Erwürgen getötet, lvährend das andere stth nach einiger Zeit wieder erholte. Die Täter sind anscheinend von der Abwesenheit des Besitzers unterrichtet gewesen, denn als er um 10 Uhr abends von Lauterbach zurückkehrte, war der Diebstahl bereits aus- gesührt. Auch die Bahnhofsgebäude von Blitzen-
rob, Frisch Vorn, EisenVach, Zkixseld Und Herbstein wurden von den Einbrechern beimgesucht. Da sie kein Bargeld vorsanden, begnügten sie sich mit dem Erbrechen und Durchsuchen von Kisten usw., ohne eine Beute zu erlangen. Sämtliche Einbrüche wurden nach den zurück- gelassenen Fußspuren von zwei Tätern auSgesührt, die die ganze Nacht tätig gewesen sein müssen, denn in dem Bahnhofsgebäude zu Herbstein wurde noch gegen 5 Uhr früh Licht bemerkt. Den Bemühungen der Gendarmerie ist es gelungen, einen vermutlichen Täter noch an demselben Tage zu verhaften. Er wurde in daS diesige Amtsgerirhtsgesängnis eingeliefert. Der Verhaftete ist der angebliche 23jährige Glasbläser Josef Förster aus Breslau und bat die Diebstähle bereits eingestanden. Er war am Abeno des 27. in der Wirtschaft des Beigeordneten Möller in Blitzenrod eingekehrt und von diesem der Gendarmerie als mutmaßlicher Täter genau beschrieben worden. Nachdem die Gendarmerie im Lause des Vormittags auf den verschiedenen Bahnhöfen die Diebstähle festgestellt hatte, fuhr sie um 2.17 Uhr nachmittags von Eisenbach nach Lauterbach zurück. In einem Abteil 4. Klasse entdeckte sie einen Mann, dessen Signalement und Kleidung genau nach den Beschreibungen des Beigeordneten Möller paßte. Auf der Station Lauterbach (Alt) wollte sich der Täter eine Karte nach Fulda lösen, wurde aber hrer von ber Gendarmerie verhaftet, wobei er den Versuch machte, aus^ureißen. In seinem Besitz befanden sich das gestohlene Geld sowie alle Arten von Einbruchswerkzeugen und ein Revolver, den er an einer Schnur umgehängt hatte; außerdem verschiedene Gegenstände, darunter eine neue Taschenuhr, die zweifellos von anderen Diebstählen verrührten. Allem Anschein nach hat die Gendarmerie in Dem Täter einen guten Fang gemacht und man bat es mit einem berüchtigten Änbrecher zu tun, der, nach oem umgehängten Revolver zu beurteilen, fein Menschenleben verschont hatte.
Kreis Alsfeld.
A AuS dem Kreise Alsfeld, 28. Dez. Eine sehr zeitgemäße Polizeiverordnung erläßt soeben das Kreisamt. Sie betrisst den Besuch von Wirts- häusernund öffentlichen Tanzbelustigungen durch jugendliche Pers o.nen. Hiernach ist Personen unter 16 Jahren der Besuch von Wirtshäusern und öffentlichen Tanzbelustigungen ohne Begleitung iyrer Eltern oder deren Stellvertreter, wie Vormünder und Pflegeeltern, untersagt. Die Fürsorge für unsere Jugend nach Entlassung aus oer Schule beschäftigt gegenwärtig alle Volksfreunde und Volkserzieher. Man sucht nach Mitteln, um die Lücke, die in der jugendlichen Fürsorge um genanntes Lebensalter klafft, wirksam auszufüllen. Dient der Kamps gegen die Schundliteratur dazu, in geistiger Hinsicht einen Hebel anzusetzen, so ist genannte Polizewerordnung ohne alle Zweisel ein Mittel baui, unsere Jugend in erster Linie von körperlichen Schäoen zu bewahren, mit denen aber stets auch geistige verbunden sind. Die Hauptsache bei dieser, ber Volks Wohlfahrt bienenden Anordnung bleibt nun ihre Ausführung.
x Ohmes, 28. Dez. Unser neues Schulhaus ist jetzt int Rohbau vollendet. Die Einweihung soll im 'Juli 1911 erfolgen.
<ßerid)ßiaaL
^Mannheim, 27. Dez. (Die geänderten „Gänseit ßch e n".) Nach Ibjähriger tadelloser Dienstzeit im 14. bad. Armeekorps will der Feldwebel X. dem militärischen Leben Valet sagen und er bewirbt sich deshalb um eine Stelle bei der Post. Er fügt dem Bewerbungsschreiben seine Militärpapiere bei, aus denen zu ersehen ist, daß er bisher keine Strafen erlitten hat. Und doch war einstmals vor langen Jahren noch vor seinem Eintritt beim Militär etwas passiert, wofür er gerichtlich bestraft worden war. Er war knapp 17 Jahre alt, Lehrling in einem Kolonialwarengeschäft und hatte sich damals aus dem Warenlager seines Prinzipals öfters Zigarren angeeignet. Es mögen vielleicht nur wenige gewesen sein, denn solch junge Menschen inb ja noch keine starken Raucher; aber gleichviel, er hatte sich eines Diebstahls schuldig gemacht und wurde dafür mit 4 Wochen Gefängnis bestraft. Später beim Militär hatte er als Feldwebel die Stammrolle seiner Kompagnie zu führen. Als er das Register übernahm, fand er bei seinem Namen ein paar " (sogenannte! Gänsefüßchen) bezeichnet, was soviel wie unbestraft zu bedeuten bat. Unser Feldwebel hat in der Annahme, daß die alte Geschichte aus seiner Lehrlingszeit beim Militär nicht bekannt geworden ist, keinen Anlaß, an dieser Signatur in der Stammrolle etwas zu äitbern unb nimmt naturgemäß auch keinen Anstand, als einmal angeordnet wird, anstelle ber Strickieläsen das Wort „keine" ZU setzen, dies bei allen Namen, also auch bei dem feinigen zu tun. Das aber sollte zu sehr unliebsamen Weiterungen führen, denn als nun die Postbehörde bei der Heimatsbehörde des Feldwebels vorschriftsmäßig Erkundigungen einzog, erfuhr sie seine frühere Bestrafung, von der aber in den Militärpapieren nichts verzeiclmeti war. Die Sache wurde untersucht und bie Folge war eine Anklage siegen ihn wegen Urkundenfälschunsi. Das Kriegsgericht nahm ledoch an, daß der Feldwebel der Sachlage nach ganz korrekt gehandelt habe und sprach ihn frei. Der Gericlstsherr hielt sich zwar verpflichtet, Berufung einzulegen, das Oberkriegsgericht gelangte aber gleichfalls zu. einem Freispruch.
och,--
Vollfleischige, auSaemallete, höchsten von-blsvon-bt- Schlachtwertez, höchstens 6 Jahre alt 48—60 86—87
Junge, fleischige, nicht auSgemd|iete und ältere ausgemästete...... 44—47 84—86
Port kann jetzt beginnen.
Kreis
= Wißmar, 28. arbeiten wurden diesmal ehr gefördert. Schon winkt
T-z m.
önrometer aui 0® reduziert
Temperatur der Luft
Absolute Feuchtigkeit
Relative Feuchtigkeit .
Windrichtung
Windstärke
<Brab ber Bewölkung In Zehntel ber sichtb. Himmel»fl.
Wetter
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Sonnenschein
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