im 1 daß
nenden Behandlung der ihm anvertrauten Pferde lobend bedacht.
*♦ Der Evang. Arbeiterverein feierte am dritten Feiertag in dec Turnhalle [ein W e i h n a ch t s s e ft. ip xHprnnffnffiinn rtinr nuf finfitrfil n»tk uni»«
Au» Stadt und Land.
Dieben, 29. Dezember 1910, vo» der vott-zühlung.
Kreis SchottnL,
^Schotten, 28. Dez. Unser Kreis zählt fetzt eine Bevölkerung von 27 742 Personen. 1905 waren cS 27 042, so daß die Zunahme rund 700 beträgt.
vernehmen an der Förderung der republikanischen Parteisache. Roosevelt wolle der Wiederaufftellung Tasts als Präsi- dentschaftskandidat für 1912 rückhaltlos zustimmen.
Wie auS Washington berichtet wird, werden im Jahresbericht deS HandelSfekretärS strengere Bestim- mungengegendieDampfergesellschaften empfohlen, hie Einwanderer befördern, sowie Geldstrafen für die Gesellschaften, welche Irrsinnige oder Einwanderer mü ansteckenden Krankheiten nach den Vereinigten Staaten befördern. Ferner wird befürwortet, daß alle wichtigen industriellen Gesellschaften, deren Geschäftsbetrieb über mehrere Staaten sich erstreckt, die wesentlichen Tatsachen deS Geschäftsbetriebs dem Bundeäorgan! herichten sollen.
** RrngkSmpfe int Kolosseum. Bei gnk besetztem Dause wurden gestern abend die Kämpfe fortgesetzt. Zunächst gab es einen interessanten Kampf zwischen Eggeberg-Finnlano und Hes;-Mannheim. Ter Finnländer ist seinem Gegner an Gewicht und Kraft bedeutend überlegen, trotzdem verteidigte sich Heb gut, bis Eggeberg nach 7 Min. durch Schleuder griff siegte. Dann hatte Hi tzler gegen den neu emgetretenen Indianer Bill zu ringen. Zu Begum des Kampfes glaubte wohl jeder, Hitzler müsse seinem gewaltigen Gegner in kurzer Zeit unterliegen. Vermöge seiner Gewandtheit wies Hitzler jedoch alle noch so stürmischen Angriffe seines stürmischen Gegners zurück, bis der Kamp | nach 20 Minuten ohne Ergebnis abgebrochen werden mußte. Als 1 drittes Paar rangen der riesenhafte Türke NurllahundWing- Harts-Württemberg. Trotzdem dieser, der vorher als Athlet auftritt, erstaunliche Proben seiner Kraft abgelegt hatte, brauchte der mit Niesenkrästcn begabte Türke nur 4 Min., um seinen Gegner auf beide Schultern zu werfen. Zum Schlüsse gab cs noch einen interessanten Kampf zwischen Christensen-Schweden und dem amerikanischen Ringerriesen Jackson. Obgleich dieser vermöge seiner Größe im Vorteil ist, bedient er sich nicht immer cm» wandfreier Griffe. Tas Publikum gab durch Zuruf seinen Unwillen kund. Erst als Jackson vom Leiter der Konkurrenz erne Verwarnung erhielt, besann er sich eines besseren und siegte dann nach 9 Min. Heute findet u. a. der EntscheidungS- kampf Eggeberg gegen Christensen seine Erledigung.
** Maul- und Klauenseuche. Reue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus Klinken, Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin; Linde nau, Herzogtum Sachsen- Meiningen; Gräfenroda, Herzogtum Gotha; Hoch- stadt, Regierungsbezirk Oberfranken.
AuS Johannesburg wird berichtet: Während der Feiertage haben im Randminengebiet verschiedene Kämpfe mit Eingeborenen stattgefunden. In Rcn»-Kleinsvntain griffen die Eingeborenen die Polizei mit AssegaiS an. woraus die Polizei von ihren Schußwaffen Gebrauch machte und drei Eingeborene Itötete. In Ctydeepmine fand ein heftiger Kampf statt, wobei drei Eingeborene getötet und viele verwundet wurden. In Lang- Laagtemine wurden seck)s Eingeborene getötet.
Die Vertreter der beteiligten Äiächtc besuchten nach einer Reutermeldung das Auswärtige Amt in Peking, um sich über die Hukuang-Anleihe zu besprechen, die China aufnehmen will. Eine Versammlung der am Bau der Jschang—Szetschwan- bahn beteiligten Gesellschaften beschloß den Bau der Linie Jtschang I auf zu schieb en und Tschunking mit Tschoengtau zu verbinden. (£boi/- so wurde beschlossen, eine Million Dollars zum Ankauf von Schleppdampfern für den Transport des EisenLahnmaterials nach Sretschroan zu verwenden.
Kreis Friedberg.
L. Friedberg, 28. Dez. Am Tage vor Weihnachten wurde an hiesige Ortsarme die Zarenspende verteilt. Die Empfänger erhielten Geldgeschenke, je nach Bedürftigkeit, im Betrage von 10, 15 uno 20 Mk. Anderen wird für längere Zeit jede Woche Brot und Heizungsmaterial (Preßklötze) überwiesen werden. — Allgemein war man der Meinung, daß sofort nach Neujahr mit den Erdarbeiten unseres neuen Bahnhofes der Anfang gemacht würde. Nun wird es wohl doch etwas länger dauern. Die Submission vom 2. Dezember d. I. ist aufgehoben worden. Damals war die Differenz der Angebote der Bau- sirmen sehr groß; der Unterschied zwischen der niedrigsten und höchsten Einreichung betrug nahezu eine Million Mk. Nun sind die Arbeiten erneut ausgeschrieben worden und der Angebotstermin ist am 10. Januar 191L Die Vol-
** Der nette Wandkalender deS Gießener lendungsfrist der Erdarbeiten beträgt 20 Monate. Anzeigers, der in den nächsten Tagen den Beziehern L. Bad-Nauheim, 28. Dez. Unsere Rodelbahn zugestellt werden wird, ist ein echtes Stück hessischer Kunst Johannisberg, die vom Rodelverein schon vorher in unb von Otta Ubb-läbN, h™ LmV-ZL ben Stand gestht war, wurde heute nachmittag eröffnet
und von Otto Ubbelohde, dem bekannten hessischen ^d war von Ändern und Erwachsenen gut befahren. Maler, enlworlen. lleber dem Düenderfeld ist der Blick Friedberg, 28. Dez. Tie Landw. H°upt. vom Staufenberg Über dre Lahnniederung nach dem Glei- genoss en schäft für Oberhessen hielt heute im berg, Vetzberg und Dünsberg in der markigen, festen Art Hotel Trapp ihre 10. ordentliche Hauptversammlung, des Künstlers mit sicherem Blicks für das Typische der Land- bie stark besucht war. Da die Beschlüsse der 9. Generalver- schäft wiedergegebeu. Ueber den Dächern Staufenbergs ^^nstandet woroen waren, so erst lgte die noch-
(i* ii»fA ku k o rt rnJ , | malige Genehmigung der Beschlüsse mit großer Mehrheit,
erheben sich links die hohen Schlote der Lvllarer Eisenwerke, Der Geschäftsbericht für 1909 wurde genehmigt und dem Ui der Mitte der malerische Weiler Kirchberg und über der Rechner Entlastung erteilt. Tie Jahresrecynuug für 1909 Lahn daS Dors Ruttershausen, hinter dem die bergigen Wäl- schloß mit einem Gewinn von 3316 Mk., der nach Abschrei- der misstreben, die dom Dünsberg unb den beiden Ruinen bung von 1767 M!. -ms Gewinn- und Verlustkonto einen
bom Kalenderseld sind die Marktverzeichnisse mit ent- ausscheidenden Vorstandsmitglieder: Bürgermeister Wilhelm sprechenden Sinnbildern angebracht.. Holler-Oberhörgern, Rendant Karl Dietz-Rockenberg, Land-
e wirt Heinrich Friedrich Bär-Groß-Karben durch Zurus
- In Audienz empfangen wurden vom ®toß» Verhandlungen schloß sich ein gc-
Herzog am Mittwoch u. a. der AttachS bei der deutschen öoH C1 1 „ .
scha,l in London Riedesel Freiherr zu Eisenbach, , ^5^'^°uhelm, L8. Dez. DaS gesamte Per-
Landgerichtsdirektor Schmeckenbecher von Gießen lonal oesRheiu-MainischenVerbandstheaters Kammerjunker Dr. Freiherr v. Rabenau von Großew 6ab heute abend im Svrudel-Hotel Gustav Freytags „Jour- Buseck, F-eldbercinigungSgeometer Maurer von Büdingen, 11 a ft en“- “affine Lustspiel erfreute sich einer der ordentl. .Professor der Forstwissenschaft Ar. Weber •— c—
von Gießen.
ptaTIni anverorLenLlche HllfSgucklen nicht ta .Anspruch zu nehmenISöhne, Likörfaörck/Hier beschästtat'. Aus"diesem Anlaß rfx hrit*; die Firma eine Festlichkeit und überreichte
M «f,°7b ’ dem Zbilar der seine Arbeit allezA treu und gewisten-
Üaa ab mV der Beschluß gefußt, dm GesamtauS stand der hat, ern namhaftes Geldge)chenk. Auch vom
SüerbcmdSmitgljeder boryubereilen, um gegen die Verutteilung I h^bsigen wurde der ^ubilar wegen der fcho-
peS Rvumer SyndikatSsekrctärS Durand Wwerspruch zu erheben. ***** ** x
Ein Londoner Platt meldet auS Newyork: Alle Meinungsverschiedenheiten zwischen Taft und Roosevelt sind de igel egt. iGegenwärtig arbeiten fi# in vollkommenem Ein-
DaS Ergebnis der Volkszählung in unserer Stadt ist jetzt amtlich nachgeprüft und ergab eine Einwohnerzahl von 31044 gegen 29 149 1905 und 30 223 bei der Berufszählung 1907. — 9tach der amtlich auf Grund der polizeilich erfolgten An- und Abmeldungen fortgeführten Personenzählung sollte unsere Stadt 34 000 Personen zählen. ;— Die Gesamtzahl der vorhandenen Familien belief sich am Dezember auf 5519 und zwar 5079 Familien von zwei und mehr Personen, 379. einzeln lebende Personen und 61 Familien in Anstalten. Die Zahl der bewohnten Häuser betragt 2240, die Zahl der unbewohnten Wohnhäuser 116, behördliche Gebäude, Schulen usw. wurden 54 Sezählt, Hütten, Zelte und Bretterbuden waren 35 und Wohnwagen zwei vorhanden.
Der Kreis Gießen hat nach der jüngsten VolV- -zählung eine Einwohnerzahl von 93 945 gegen 88476 vor 5 Jahren, so daß eine Vermchrung um .5469, Seelen ein- getreten ist.
Kreis Büdingen.
x Echzell i. d. W., 28. Dez. Unsere Wasserler-
veutsche Kolonien* Ituna ist jetzt nahezu vollendet. Die Leitung ist an das
nfierTpirttirt 111 fr r « n (> + ßXfUw trUK», staatliche Wasserwerk Lauter—Bad-Nauheim bei Berstadt ander Tod einen ai^ den Rechel Mr skLnEn alt^i geschlossen. Der Hochbehälter faßt etwa 200 Kubikmeter, Afrikaner gerissen, den Oberleutnant d. L. E d m u n d ^b^ungrstZVr Kilometer lang. Die Baukosten betragen
"Sä”U‘EWfEK <tsst.««t.......<.
dahingerafft worden, er hatte erst das 43. ^ebensja^r vol- ^CI?b cil?f
lendet? Er war der erste, der in Südwestafrika versuchte, dun terh al tun g, die in allen ihren Teilen aiS die Transporwerhältnisse zu verbessern. Lange noch, be- ^ohlgelungen bezeichnet werden muß. Die turne-
vor der Automobilismus die jetzige Müte erreicht hatte, I Vorführungen Zeigten, wie der/unge Verein mehr
versuchte er, auf mechanischem Wege die Güter zu beför- .me^r rti0C?.^lS && beadjtenönjert
dern und dadurch die langsamen, schwerfälligen und teuren gesanglichen Lmstungen. Schier ganz aus
Ochsenkarren entbehrlich zu machen. In der Erinnerung f ? r^6eatr^lf(^en, Darbietungen. Durch
der alten Südwestafrikaner sind diese Versuche noch leben- Rührigkeit hat sich der Verein rn kurzer ZeU die Shm-
dig. Die Eingeborenen, die ja außer dem Ochsen kein Trans- ^lnneinde ^?^ben.
portmittel kannten, nannten die Lokomotive den „Dampf-! - . ÄUXfl «lsselo^
-ochsen" und bestaunten das Wunder gebührend. Leider
assische Lustspiel erfreute sich einer ganz vorzüglichen Darstellung und sand ungeteilten Beifall. Der Besuch des Theaterabends hatte etlvas unter den vielen Feiertagsabendunterhaltungen gelitten, die die hiesigen Vereine in den letzten Tagen veranstaltet hatten.
bestand, wurden flott ausaesührt und ernteten lebhaften ' ’ 1 ' „
Beifall. Ter Vorsitzende danlte dem Leiter des ganzen, Starkenburg und Rheinhessen.
Mujitlehrer W. Gernhardt, sowie allen Mitwirkenden Darmstadt, 28. Dez. Erne angenehme Weih nachts- für das schöne Gelingen. Zum Schlüsse sand die übliche Ver- Überraschung bereitete die Bank für Handel und Jn- losung statt. Ö u ft r i e am Weihnachtstage den Angestellten, die Kriegs-
** Treue Arbeit. Der Kutscher Balthasar Stier teilnehmer waren. Sie ließ allen ihren Veteranen je auS Londorf ist. jetzt 25 Jahre bei der Firma I. Kann >500 Rlark als Weihnachtsgratifikation überreichen.
... ö ^VW(V Homberg, im Dezember. Eine seltene Belohnung
erlaubte ihm die Ungunst der Verhättnilse nicht, seine Ver- kvurde einem Rtädchen aus einem Nachbardorfe für treue suche zu einem erfolgreichen Ende zu führen. Glücklicher Dienste zuteil. DaS Mädchen hatte sich im Oktober 1898 zu mar er mit der Ausführung einer anderen Idee. Es war einer Wiesbadener kinderlosen Dame vermietet. Die Tarne - Schutzgebiet schon lange schmerzlich empfunden worden, starb Mitte November. Daß sie bei ihrem Tode der treuen toWftaht-7^* be- Dienste ihres Mädchens nicht vergessen hat, bewies eine Er- D a m p und^kchtÄ re^mMg" dem Mädchen unlängst durch da- Wiesbadener
Swakoprnund, Lüderitzbucht und der Kapkolonie ein. Für ^"ESgericht gemacht wurde. Dieser (Eröffnung zufolge hat die koloniale Sache bedeutet sein Tod einen Verlust b,c Dame das Mädchen in ihrem Testament reich bedacht. ------ 1 Sie vermachte ihm ihre goldene Uhr, eine vollständige Zimmereinrichtung, eine beträchtliche Menge Weißzeug und außerdem in Wertpapieren 25 000 Mk.
m. Offenbach, 29. Dez. Gestern mittag woUte tri der Lederfabrik von Mayer & Sohn der Lehrling Johann Sattler seinen Revolver einem andern Lehrling zeigen. Bei dieser Gelegenheit ging ein Schuß los und traj den Lehrling Georg Lorenz in den Kopf, der alsbald eine Leiche war. — Eine Ehrengabe von 25 Mk. für Kriegs te ilnehrner soll nach dem Beschluß des Ver- sassungs- und Vermögensausschusses auch den Nichtkombattanten überreicht werden, die auf dem Kriegsschauplatz anweserrd waren. In bezug auf die Befreiung von der Kommunalsteuer wurde beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen, den Veteranen der Kriege 1864, 1866 unb 1870, die ein Einkommen unter 1100 Mk. haben, die Kommunalsteuern wieder zurückzuerstatten. Dadurch soll verhindert werden, daß diese Leute ihr Kommunalwahlrecht verlieren, weil ihnen die Gemeindesteuer^ erlassen werden. Zum Anspruch auf diese Ehrengabe haben sich über 220 Veteranen gemeldet.
-o. M a i n , 28. Dez. Schon wieder ist hier eine D l u t - tat zu verzeichnen. Ter 21 Jahre alte Sohn des Wines Krämer hier, der bei den 14er Pionieren in Straßburg im ersten Jahr dienende Adam Krämer, hat heute nachmittag nach 5 Uhr im Hause seines Vaters in seinem Zimmer zuerst seine Braut, die 18 Jahre alte Agathe Verndtroth, durch einen Schuß in die Schläfe g e - tötet und dann sichselbstindieSchläse geschosien. Der Mörder lebte abends noch, es scheint jedoch ausgeschlossen, daß er mit dem Leben davon kommt. Die Kugel sitzt im Gehirn und konnte bis abends nicht entjernt werden. Krämer hatte seit Jahren mit der Verndtroth ein Verhältnis, bem auch ein Kind entsprossen ist, das jedo»ch starb. In der letzten Zeit duldete der Vater des Mädchens daS Der- bältnis nicht mehr, und als am Samstag Krämer in Urlaub kam und mit ihr zusammen traf, verschloß der Vater dem Mädchen die Wohnung. Nachdem es die letzte Nacht in einem fremden Hause Unterkommen gesucht hatte, scheint zwischen dem Paar der Entschluß entstanden zu sein, aus dem Leben zu scheiden. Daraus deutet ein Bries bin, der nach der Tat gefunden wurde, in dem das Mädchen von seinen Angehörigen Abschied nimmt Die Tat geschah, als Krämers Urlaub eben zu Ende war und er nach bem Bahnhof gemußt hätte. Krämer genoß nicht den besten Leumund und hatte vor seiner Militärzeit viel mit der Polizei zu tun.
w. Worms, 28. Dez. Durch Herabfallen eines durch die Last des Schnees zerrissenen Telegraphen- draht es, der mit der Blankleitung der elektrischen Straßenbahn in Berührung kam, wurde heute nacht au dem Neumarkt ein Postillon getötet
,b.j Hessen-Nassau.
X Aus bem Hinterland, 28. Dez. Der ®e< sindewechsel, der sich alljährlich am dritten Weihnachtsfeiertag vollzieht, verliett immer mehr seine frühere Bedeutung.' Peitschenknall und Gesang ist vollständig verstummt. Die Wanderung der wenigen Dienstboten, die jetzt noch aus unserer Gegend m fremde Dienste gehen, geschieht in aller Stille.
Landwirtschaft.
** Darmstadt, 28. Dez. Wegen Krankheit ist Veh. ftofc rat Professor Tr. P. Wagner nicht in der Lage, den auf bem* Vortragskursus für praktische Landwirte vom 3. bis 7. Januar übernommenen Vortrag am 3. Januar halten -u können. Als Ersatz ist Professor Dr. A. BackhauS-Berlin eingetreten, der über die Südamerikanische Landwirtschaft sprechen wird. Backhaus ist über 4 Jahre in Südamerika (Pionterüdea) gewesen.
Sport.
^DerSchiklubWinrerlportGieben schreibt wiL: Die ungünstige Witterung vor den Feiertagen veranlaßte uns, unteren Kursus vorläufig abzusagen und ben Kursleüer von seinem Amte zu entbinden. Nack) der neuerlich eingetretenen, für beit Schilauf äußerst günstigen Witterung versuchten wir sofott telegraphisch, Herrn C. I. Lutter zurückzurufen ober einen Vertreter zu gewinnen. Unsere Bemühungen waren seither aber ohne Erfolg, da Herr Lutter sich ohne nähere Adresse im sächsischen Erzgebirge aufhält unb auch dem Hauptvorstand des D. S. B. augenblicklich kein Schilehrer zur Verfügung steht. Der Kursus findet deshalh erst in einiger Zeit statt, und wird wie üblich, im Anzeigenteil de» Gieß. Anz. bekannt gegeben werden. Interessenten ist aber (M legenheit gegeben, sich an den Uebungsiahrten deS Klubs zu bet teillgen, die heute beginnen und bis zum Schlüsse der Weihnacht-- ferien dauern werden. Anmeldung oder Auskunft au dcu ch ben seitherigen Inseraten angegebenen Stellen.
Amtlicher Wetterbericht. 7
D eff entliehe Wetterdienst st eile Gieße«.
Wetteraussichten in Hessen am Freitag dem 80. Dez. 1910? Niederschläge, meist Schnee, südwestliche Wmde^ milder. Telegramme lückenhait.
Schneebericht: Herbstein 25 cm, Gedern 82 an, Schotten 16 cm, Kreuzberg (Rhön) 60 em, Feldberg (TaunuS) 7V em, Hoho» rodSkops 50—60 cm. Schtbahnen überall gut.
Letzte Nachrichten.
Neustadt a. o. H., 29. Dez. Die durch den voi> gestrigen Schnee sturm verursachten Störungen im Telephon- und Telegraphenbetrieb halten immer noch an. Dagegen haben die Zerstörungen un Bahnverkehr nachgelassen. t I
Paris, 29. .Dez. DaS Syndikat der Arbeitervereins Sen hielt gestern eine Sitzung ab, in der beschlossen e, am nächsten Sonntag eine große Versammlung gcgeu das Urteil, sdurch das der Arbeiterführer Durand zum Tode verurteilt wurde, abzuhalten und dabei die Vorbereitungen zum Hauptausstand zu treffen, um dadurch di« Freilassung Durands und die Wiederaufn<rl)me des Prozesses gegen ihn zu erreichen. Der Justizminister soll sich neuerdings für eine wettgehende Begnadigung DurandS ausgesprochen haben.
Paris, 28. Dez. Der Flieger L a f f e n t stieg mit einem aPssagier namens Pola heute vormittaa zu einem Fluge nach Brüssel aus; nach drei Runiden über dem Flugfclde von Jssy stürzte der Apparat zwölf Meter hoch herab. Beide Insassen wurden getötet Pola war der Besitzer der Flugmaschine.
Newhork, 29. Dez. Im Metropvlitan-OpernhauS sand die Erstausführung von Humperdincks „Königs- ündern" eine glänzende Ausnahme.
Statt Karten
Die glückliche Geburt eines kräftigen j
Mädchens zeigen hocherfreut an
Professor Boloff und Frau
Glessen, den 28. Dezember 1910. M
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