Ausgabe 
29.11.1910 Erstes Blatt
 
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Die revolutionären Kampfe in Mexiko.

, bxt k o, 28. Nov. Gestern fand bei Chihuahua ein Gefecht statt, bei dem 400 Anhänger Maderos von 600 Regierungstruppen geschlagen wurden. Von den Revolu- trorurren fmb 13 gefallen, mehrere verwundet. Die Re- keinen Gefallenen, aber mehrere

Die mex ikanischen Unruhen sind nunmehr von Der ytegreTung vollständig unterdrückt worden. Ueberall herrscht Ruhe. Ter Unionslongreß hat dem Präirdenien Prosorro Diaz sein Vertrauen ausgesprochen.

Au» Stadt und Land.

sieben, 2y. November 1910.

- TageSkalender für Dienstag. 29. Roo.: Stadt- theater: »Der Graf von Gleichen.- Anfang 8 Uhr.

w Ordensverleihung. Der Grobherzog hat dem Bürgermeifler, Ortßgeclchtsoorsteher und Standesbeamten tzch. 5d)inibt 111. zu OpperShosen aus Anlaß DeS AußscheidenS au8 dem Amt das Silberne Kreuz beS Verdienstordens PhüwpS oe3 Grobmütigen verliehen.

Der erste dec akademischen Vorträge wird am Mittwoch, 80. November, abends, im groben Auditorium des NollegiengebandeS stattfinden. Privaldozent Lio. Glaue wird über seine Reise-Erinnerungen vom dtnai sprechen. Eine Vorsührung von Lichtbildern wird dem Vortrage folgen.

Heer unO Flotte.

Degen die anonyme AnzeigejuchL im franzü- schen Heere hat der Besehlshaber deS 4. Kolonial- Jnfanterie-RegimentS in Toulon, Oberst ® Ion tat, folgen- Den kräftigen Tagesbefehl verlesen lassen:

.Seitdem er den Beseht übernommen, Hai der Oberst mehrere anonyme Bncfe erhallen, Die zwel'ellos von Mllliärpersonen dcS Aeglments Herr uh »en. Darmner betaitDen sich wahrichemlich auch ehnne, Die vetDicni hätten, in Berüctsichngung gezoge.i zu werden, 'jlber Da Der Cbeifi an Dem strengen Prinzip lefthält, auf anonyme 'Briefe, woher |ie auch kommen mögen, nicht zu achlen, sind Diese toter Buchstabe geblieben. Ter Odetsl empfängt auf feinem Bureau alle Loldcuen, Die ihn zu sprechen wünschen; andereifeus gewahren Die Reglements den Cmbnngern von Retlamationen, die in Den vorgeschriebeucn gormen eingereicht werden, alle ivunschenswerlen Burgschaiien. linier solchen Um,landen m es ganz unnün seine Jen, seine 'JJhiljc und etwas von seiner SelDfiachtuug zu verlieren, nibem man an Den Cberftcn anotlyme Briese schreibt, die amu wirkungslos bleiben*. u *

Die türkisch-persischen Kampfe.

®,et^.R;r 28. Nov. Nach Mitteilung der kaisnlich^ttv- Botschaft bedürfen Die telegraphischen Nachrichten über Die Äampfe an der türkisch-persischen Greir-e und Das angebliche «borgeDen Der ottvmanischen Truppen folgender Richtigstellung: .. und persische Horden, unter denen sich auch regu-

UreS periisch^ Mckitar befand, griffen die in der strittigen ^"ö.öone stehenden türkischen Truppen an und verübten dabei verschiedene Grausamkeiten. Diese Banden wurden nach meh- rcr.CR zurück geworfen und zerstreut. Die Ämpse haben

ausfchlieklich in Der strittigen Zone stattgefunden ohne jegliches * l * *k l?$en« persisches Gebiet. Die türkischen Militärbehörden Haden die kategorische Instruktion, keinen Schritt vorzugehen und vollständig aufrecht zu erhalten. Der an Ort und Stelle befindliche türkische Grenzkonunissar telegraphiert, daß em lieb er entkommen zwischen ihm, dem Gouverneur von Urmia und Den und kn en persischen Grenzbehördcn getroffen und daß die Ruhe uhd der Verkehr zivischen Urmia und Selmas wieder hergestellt sei.

hv? C*r ICn ^orb nung der Sammlung von Ap-

? frta^ " uub Untersuch ungs Methoden auS DernGe-

biet Der experimentellen Psychologie. Die Samm-

Vck^ol o^"i /ms iür experimentelle

Psychologie ms Leben gerufen. Ihr vorläufiger Sitz ist

^.'lfsmst^ln ^Paraten und anderen rnethodtschrtt

C/ ^LC tH)n Geiellfchast selbst be- Fabrikanten, Urhebern oder Speu-

Dem geliehen oder geschenkt werden. Außer bem werden Beschrei­

ben von UmersuchungsmethoDen in Form von autürJierien

mpn lt?n°en ober £iteratur)tellen in Die Sammlung ausgenom­

men unter entbrechenden Vimvetseu im Katalog. Die Verwen­

dung der Sammlung kann entweder in Gienen oder soweit verleihbar sind, nach Versendung ausserhalb ge- id)ebeiL Es kann jeDtdinal nur ein Apparat oder eme Aiwrd- uung zusammenfjehörender Apparate an eine Person verliehen °cUtn W°chc,> bum £4ang bU w

Kudfenbltng. Die Benutzung ist für Mitglieder der Gesellschaft,

Die Auslösung öe$ englischen Parlaments.

London, 28. Nov. Der König hat in der Sitzung des geheimen NatS die Proklamation unterzeichnet durch dre das Parlament ausgelöst und das neue Parlament auf den 3L Januar 1011 cinberufen wird.

S^ie Siebe deS Königs durch die er das Parlament fürprorogiert" erklär^ begann:Ich spreche zu Ihnen Zum ersten Male unter dem Schatten des grosten Unglücks Elches das Dahrnscheiden meines geliebten Vaters ver­ursacht hat. Ich erhielt aus allen Tellen meiner Besitz­ungen überreiche Beweise dafür, dast der unersetzliche $8ei- lüft, Der mich und meine Familie getroffen, von meinen Untertanen tief beklagt wird. Ich habe mich Den Pflichten zu denen ich berufen wurde, mit dem ernsten Wunsche ae- ivtbmet. Den Fusttapsen meines lieben Vaters zu folgen. Die Beziehungen zu den fremden Mächten waren andauernd freundliche."

< - Der Hüntg sprach seine zuversichtliche Hoffnung au5, daß die Fischereifrage zwischen Kanada, Newfound­land und Den Vereinigten Staaten durch daS Schieds­gericht ,t mHaa g endgültig bcigelegt sei und gab hieraus seiner besonderen Befriedigung darüber Ausdruck, datz es möglich gewesen sei. so vecioickelte und fduviecige Probleme ourch schiedsgerichtlichen Spruch zu erledigen, dast die Ent­scheidung von beiden Parteien üi einem Geiste angenommen fei, der dahm wirken müsse, Den guten Willen zu ver­ehren. Der König berührte sodann die Mission des Herzogs von Eonnaught, das erste Parlament der

Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft Ter ^riuzregcnt ernannte u. a. Den Professor Klinger -Leipzia IKi^rn imC[üllnrlirü?CLtOt 6 i r a u ü- tieilül lu Znittern des MaximllianSorDens. ®

2luslanS.

.,^us Rom wird gemeldet: Der gegenwärtig in Madrid weilende Provinzial der ans Portugal ausgewtese- nen Iesuiten hat dem Papste eine Abschrift einer oon ihm an das portugiesische Volk gerichteten Erklä­rung übersandt, in der gegen das Vorgehen der provi­sorischen Regierung von Lissabon scharf Einspruch erhoben iutrD, weil sie seine Ordensbrüder ausgewiefen und sie gewalttätig und in unwürdiger Weise behandelte und ihre Hüter konfisziert habe. Man habe j o g a r P r 0 st it u i e r te in t^re Gefängnisse eingeschmuggelt, um die Jesuitenpaters zu koinprornlltieren. Befondcrs legt Der Protest gegen die Beschuldigung der Revolutionäre Ver­wahrung ein, dast die Jesuiten im Kloster von Eampolido Waffenvorräte verborgen gehalten halten. Der Wortlaut

Protestes wird heute gleichzeitig üt 9iom und in Madrid veröffentlicht werden.

DieHumanits" veröffentlicht ein Rundschreiben des Hauptausschusses der Reeder Frankreichs, in Dem Die Mitglieder ausgefordert werden, eine genaue Liste ihrer Mistis- und Mannschastsbestande aller Grade mimiteilen, Damit im Falle eines AuSstandes oyne Zellverlust, im Einverständnis mit den staatlichen Marinebeyörden die notwendigen Mastnahmen getroffen werden lönnien, um Die eingeschriebenen Seeleute Durch daS Personal Der zprieas- mm ine au ersetzen.

Aus Athen wird gemeldet: Der Zug nach Volo, in benül veuizel 0 S mit fuhr, wäre beinahe durch eine große Eisen-, llflngc, Die au s Die Schienen gelegt worden war, zunft ent gier) en gebracht lvorden. Durch die Geistesgegenwart des Zug- fübrerd wurde eme Katastrophe verhindert. Wtan nimmt an, dast! cd sich um einen Anfchlag handelt. Die Täter sind unbetünnLi Vmizelos setzte ferne Reise fort. Ter König beglück^ wünschte 1 h n telegraphisch.

Eine wahre Schlacht zwischen Arabern unti Juden wird aus Constantine gemeldet. Am Sams- lag kam es danach in Constantine in Dem israelitischen viertel zu einem Zanie zwifchen Eingeborenen unD Juden. Da einige jüdische Soldaten für ihre Glaubensgenoffeni s.>artei ergriffen und vorn Leber zogen, entbrannte eine wahre Schlacht, in Der Steine, Revolver, Flinten, Knüttel unb Me^er eine Äolle fpieltert Sie währte nahezu zwei Stunden an. Um Mitternacht zahlte man einen ichwe» verwundeten Polizisten und sechs Verwundete betoer bauet- zwei Emuevorene jinb sehr schwer durch Bajonettstiche uei> egt worden. Dieser Vorfall hat die Leidenschaften wieder etjr aujgewuhlt unb man fürchtet anthemiusche eins, chrei tu iigen.

Die (Eröffnung öes rurnSnlschen Parlaments.

^Ovbr. Die Tagung des Parlaments wurde peute eröffnet Die vom König verleiene Thronrede be- fagl. Der König zweifle nicht. Daß Das Parlament Durch Die Regierung eingebrachten Gesetzentwürfe reichhaltiges, für das Land wohltätiges Gesetzgebungsmcrk gefchaffen habe. Die Regierung sand bei Der Arbeit zur Re- orgü<.if(itu)n ber Landwirtschaft in Dem Parlament werktätige Unteritußung. $ie GJefeßc betreffs Die Genieindcvcrwaltung, Die GenDarniecie, die Maßnahmen gegen Den Alkoholismus und Die DolkSfchulunterriaits hatten Den LandgeineinDen eine gedeihliche Entwicklung gefidjert. Die Hebung Des Eisen- babnwefens, Die Ausgestaltung Des Hafens Konstanza, Die Er- i^^tg emeö eigenen Mmifieriums für Handel und Industrie, Die ForDeruug Der Volksbanken und Der ländlichen Wirtschasts- genosfenfchasten, der Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn hätten ?ur Vergrößerung Des nationalen Wohlstandes beigeiragen. Die- er habe sich in den letzten Jayren Derart gehoben. Daß Die finan- iteUe tiane heute gümtiger sei als je zuvor.

Die Thronrede weift auf eine Reihe von Gesetzen, welche im hCr Bevölkerung geschaffen seien und erwähnt

bLCs U*bCK nnötlbct -un^UullotlcIlcn Regimes auf Die Dobrudicha wodurch Dicfe LanDftriche Dem Mutterlande endgültig Der- bunt><n worden feiert Die Thronrede verweilt darauf, daß Ru­mänien Dant Der getroffenen Maßnahmen von der Cholera ver- fcboiU geblieben fet Die Herbfimanöver hatten Gelegenheit ge- geben, seftzuftetten, dast die rumäniiche Armee jedcrzeu in der l61* ®rmartiuigen der Nation zu entsprechen. Mit Der ^L)enbeit' es fich durch feine fiets wachsen- flefichert habe, betone Rumänien ohne Zögern Die rCUflCr 119 chniitten Der großen europäischen Inter- l14 Rumänien Das Vertrauen und Die Freund- idjaft aller Staaten geficherl, Die ebenso wie Rumänien in Dem

nntoif von Südafrika eröffnen und sprach die zuver­sichtliche Hoffnung aus, daß Südafrikas Fortschritt, Glück unb Wohlfahrt anbauern mögen. Er nahm hierauf Bezug auf Die Verwaltungsreform Indiens und Dankte dem Unterhause, Dast es für die Erfordernisse Des Jahres in freigiebiger Weise Fürsorge getroffen habe, einschliestlich der vermehrten Zuwendungen für die Flotte und der wei­teren Ausgaben für die Alterspensionen.

. _ Aer völlig gab schliesslich (einem Bedauern Ausdruck dast Die Konferenz zur Beilegung der Meinungsverschieden­heiten znnschen den beiden Häusern deS Parlaments ge­scheitert sei.

London, 88. Nov. Chamberlain hat die Auffor> oming, wieder in Wesl-Birmingham für daS Unterhaus zu kan, didieren, angenommen und eine Wahlkundgcbung veröfsenllicht .ln. der er für die Tarifrrsorm unb die übrigen, bekannten Punlle semes PrvgroinmS eintntt

weiterte Fürsorae für die Veteranen kn ytche van S VfU- lionen Mark abwalzen will, der AuSschust überdies die finanziellen Wirkungen der Reichswertzuwachssteuer wesent­lich abgeschwächt hat, unb selbst, wenn Die Regierungs­vorlage wicderhergestellt wird, Die Ergebnisse Der neuen Steuer doch immerhin recht unsicher erscheinen, so will es unS bedünlcn, dast mau im Reichsschatzamt keineswegs zweckmässig gehandelt hat, wenn man eine so wichtige Vor­lage, wie das neue Quinquemiatsgesetz, mit einer so schwan­kenden Steuer, wie eS die Reichswertzuwachs steuer ist, in finanziellen Zusammenhana brachte.. Aber freilich. Not lehrt nicht nur beten, fonbem sich auch nach der Decke strecken, unb seit der berühmten Fmanzreform ist,die finan­zielle Decke deS Deutschen Reiches so kurz geworden, daß man zur Bestreitung des neuen Quiriquemiatsgcsetzes auf den recht fragwürdigen Flicken der Reichs Wertzuwachs [teuer an­gewiesen ist.

H T nihiurn mmo Qf .at .Er " . ^0steN für Beförderung sowie

n 2nu>ixni uiua aougcr AuSbefscrunueil frei. Jedoch ist von [eiten bet Diib f «lieber dorberung ber toamnüung durch freüvitlige Beiträge, . Leihgabe ^der Schnkung von Llpparaten, Beschreibungen ufiu Jl,,dn"ta^CI der Äe!ell[chajt, auch Institute, Au-

rtalten usw. können sich aus die Benutzung durch Zahlung von 3 le Dierteliahr abonnieren. Die Leitung der Sammlung gefdnelü Durch em von dem Vorstand ber Gescllfchast für ie sechs ^/luwntes Mitglied der Gesellschaft bezw. Des VorstanDes, nimer in®ie6en, im Benehmen mit Dem eilten VorsitzenDen, zurzett Prvf. G. E. ÖZ Aller in Göttingen Dem Schriftführer (Kassenverwalter) -uczell Pros. Schurnatin' a. ÖL, Akademie. Al/e Geldbeträge finb an Dtn ^1111111^«, nicht an Den Leiter der Saumllung zu senden. Bn , ^"6rcsse ist ein kurzer Beacht über Bestand unb -üetneb Der Sammlung zu gtbtm Die Mitglieder erhalten das Verzeichnis umsonst. Richlmitglieder können eS von ber Brühl- beiteben^ g'! l/ V ln st e n gegen Zahlimg (zurzeit 1 Mk.) bejiebeiL Zuschriften lvegen Der Sammlung (uib bis auf weiteres an Pvof Sommer in Gicsten zu nchtew

Muli 0 uA l f o n s aiS Förderer der spanischen berichtet: Auf eine Anregung des

1 * ^^Ä^^^^^esters Ferdinand Arbos hin. Hot nnn h^^Ugt, hast künftig auch Die Ötusik in Spani^i ZfMinh gefördert inü) unierstützt werden müsse. Zu- 000 Mk. ausgesetzt worden; bic eine Hälfte der rni ?^nJ°L bCI?lob9DCn Orll>e,ter zufallen mit der Bedingmtg, Daß snC 1,011 12 * * * Monaten 10 Konzerte gegeben werden müßten, r?- bad eures spanischen Komponisten t icbließni )ollerL gbte aiibcrc Hälfte der staatlichen Untersiützung loll Dazu Dienen, heimische Komponisten durch Preise zu iährimf6 * *»!» iU ^"^^vcn. Tie Entscheidrmg über Die Dies- l,t nun gefallen, Den Orck-estec- ^.örrder Orchester errungen. Tie übrigen 2UU00 unh ^bUen an Die Komponisten Arrczri, Lovüuw

nqLC ^^ara; blc bciDen ersten erhielten den Preis wÄlÄr bCt lCU ÖlC ^eüüiutng sstrsouie Institut. Aus $ari3 ivirb £>^tTp?!1fA8r0Bn f?lC.rUlcd,llirrtI,c 2«stitut von St. Cyc, buo §ri »CfU 1 gestiftet hat, ist nun volleridet unb hat feine Wibat aufgaiouiinen. TaS Institut wird eine wertvolle Er- an1^19^^ tel)c,tuIjIedt für Luslschifsahrt bilden, der kürzlich TPir.^ b0Il^L<luurbc- Es besteht aus einem umfang.

9IOliC ^boratorien umschließt, wo alle mit inlimU t9rhLLa>rt ^sainmeiihaligeiiDeu Probleme studiert luerbcn lallen Aber aua- praktische Versuche sind ooraeicben n^i^n beljnl sich ein weil es Versuchsfeld, das Diefcm Ztvecte Dienen wirb. äpaS aerotechniscl>e Institut lieat nn k>m on>b<m (SierjietyldB von St. Ül;r in kr jiäte »dl Lrinin,» unb bcDecft eine Fläche von 70 0U0lünabratinekrÜÜU^l

Komödiantentrnp^ des Johaim Spiegelberg in Weil-ctt.i-il an, gingen aber bald darauf zu verschiedenen anderen Truppen Tba't,-^Tlnik dauon, ber Haal-Hoffniamischen, lourbe ganz Ehepaar Hofsmann Die Gesellschaft Verließ, setzte fuh Die öcuberui an die Spitze unb erreichte bau ^ann fkbtonigUcb Polnische und kurfürstlich sächsische 797° rH^buiknte^- nennen dursten. Während ber Oster- btre m Leipzig, und bamald bcgaiuien btc berühmten Beziehungen der Neuberu» zu Gottscheb Der ganewiam mtt ihr die deutsche Buhne von ihrer fBenuilbAiuia reinigte unb das Trarna nach dem öcuster ber Franken aul ?^^e einführte. Aber biefe Reformm begegntim ?bhr als einmal ging es der Truppe schlecht genug. Von mm an bestand daS lieben der mutigen Frau eigciu- U deren heftigsten sie heraufbeschlaarl als

he 1737 to einem eigend ba^u versagen Stück ben Hanswurst verba-uue. Mttzerfo.g auf Ötißerfolg ftelhe k J Ruf nach Peiersvurg an utu oos ber Kai,erm Anna

U0Ilr ^^ldeu unb Sorgen bringen sollte erwies ^Uick, da bie Kaisvvm [stard Schl ch verserndete sich die Neuberui auch mit Gottsched, Jfl, lernperam'.tt- toll wie sie war, stihrte sie ein selbstversatztes fknEX Und aus. m dcni dieser hvchmögenbe praeceptor Geruiaiiiae üi blC lvurde. Von da an Ahne

Der Weg der Neuberm und ihrer Truppe immer mehr abwärts -imh lf?er^tdl'UH9 Prinzipal in ganz aufgcbai

Schauspielerin buvd)]d)laQen. Ter dritte

<^^6 machte ihrenKomödiatttensahrleii" überhaupt ein

könrolrche Leibarzt Tr. Löb er in Dresden nahm

^!^^^^daart auf. Bei einem Bauersmann

m Loubegast sand die Neuberm ihre letzte Zus lucht, naüibem der

Erreg, sie aus Dresden Dertrieben hatte. In lieuhen wurde (ic beerdigt; man mutzte den Sarg über bie Kirchhvssmaucr trans-

gliche der Komödiaittin Die Tür nicht öffnen

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Der dem Reichstag fngtgtmgnte vav » halt für Die Verwaltung beS Reichs heereS enthält unter ben einmaligen Einnahmen die Summe von Ö57U799 Mark für Teile des Tempclhofer Felde- unb für einen Tell des Exerzierplatzes vor Dem Schönhauser Tor In Berlin. ES wirD Dann aus Die anliegcnbe Denkschrift verwiesen. Diese Denk- ichnst spricht von Der Notwendig test, neue TruppenübungS- b I ä b e zu beschasjeu. Zur Gewinnung der hierfür erforderlichen Mittel sollen runb 181 Hektar vom ExerzierplabgelLnde Der Gariiison Berlin verSutzert werden, wovon löO Hektar auf Den westlichen kleineren Leü deS Leuipelhofer FelDeS entfallen. Die Denk, chnst erwartet mll Sicher heu, daß ber Erlös zur Beschaffung unb Herrichtung eines zweiten Truppenübungsplabes für bad GarDekorps, eines Schießplatzes für die Jnfanterieschietzschule unb Die noch sehlenben Truppenübungsplätze für Das zweite. Dritte sechzehnte unb achtzehnte Armeekorps ausreichen wirb. Tie Denk» ichnst fahrt fort, baß Der bisher westlich Der Berlin-Tempel- Hofer Chaussee gelegene Tell Des Tempel Hofer Felbcs an Die Ge- membe Lempelhof für Den kkauspreis von 72 Millionen Mark Mlbar ui zwanzig Jahresraten, veräutzert wocDen ist. Von oem anberen Gelände, Dem Aufmarschgelände beim Viktoriapark ulro., ist bisher ein Terrain für mehr als 11V» Millionen Mark teild an -Jetlm, teil- an private Gesellschaften veräutzert worden, ^ie Denkichnft erklärt ferner: Mll Dem Verkaufe des westlichen Teües Des Tempelhohr Feldes hat sich Der Budgetausschutz Des - EcrhwiDlung über Den Nachtrags- hauShalt 1909 gründ,üblich einverstanden erklärt. Hiergegen wur­den in Der Plenarsitzung deS Reichstages am 12. Februar 1910 EinwenDungen nicht erhoben. Auf Vorschlag des Ausschusses tourDe gleichzettig eine Entschließung angenommen,den Reichs» kanzler zu ersuchen, dafür zu sorgen, Datz bei Dem Verkauf deS : ^empelhoser Feldes Die öffentlichen Interessen in genügender 1 Jene gewahrt werden'. Dieser Entschließung wurde dadurch ' entsprochen, datz em angemessener Bebauungsplan ausgestellt wurde unb der Verkauf au Tempel Hof stattge,unden hat.

' sieden dne feste Bürgschaft für khre Entwicklung fänden.

Die Kammer und der Senat wählten ben bisherigen Pcäsi, benten wieder.

2lus Hessen.

dem Wahlkreis G i eßen-Grunberg. Rioda. Der sozialdemokratische Stadtverordnete Krumm luirb bei der Reichstaaswahl nicht wieder kanbidie- cenl An seiner Stelle wurde auf der sozialdemokratischen Kreiswahlkonserenz am Sonntag der bei der Gießener Stadtverorbnetenwahldurchgesallene" Genosse Gcora Beckmann als Reichstagskandibat ausge­stellt. Krnmm begrünbet feinen Verzicht mit qefdjäft* Ircher Ueberlastung und einem Halsleiben.

Dentsches Ucicb.

Der Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Glöckner, Diri­gent des RetchsarntS für Verwaltung der Reichseisenbahnen ist gestorben. '

DerStraßburger Post" wird an5 Berlin gemeldet: Wie auS Bundesratskiciien verlautet, besteht die Absicht, bie elsatz. Iothringische Versassungsoorlage und Den Wahl» gefebentrourf am 12 Dezember im Ausschuß Des VunDesrats iU, beraten, so Daß Die Vorlage bereits in Der Darauf folgenden Slvung Des Bundesrates, also am 15. Dezember im Plenum zur Beratung und wohl auch zur ErleDigung gelangt. Tie Vor- ausfebung Dasür ist natürlich. Daß nicht in der Äusschußberaiuna stoch Anträge gestellt werden. Die Die Einholung neuer Justruö holten,Jur einzelne Bundesratsbevollmachtigte ersorDerlich machen. ^Orechnem^ folgen unvorhergesehenen .Verzögerung kaum . Kus der Zeche LucaS" bei DortmunD (Eigentum ber 2irtiengefeU)cbait sur Bergbau, Blei- und Zirllfabrikuium zu Stolberg m Westfalen) stnd am Ökontag von 410 Mann Beleg» schast 3 9 1 in Den AusstanD getreten. Tie Betiiebs» Deriott tunfl hatte vor einigen Tagen eine Anzahl Arbeiter wegen Der Nichtinnehaltung Der SetliahrtSorDnung beftrast. Nachdem Die Verwaltung Die geforDerte Zurückziehung Der Stiafe abgelebnt batte, rourDe eme Belegschastsversammlung cinberufen, Die einen Ausschuß wählte, welcher der Zechenverwaltung Die Wünsche und Beschwerden der Belegschaft Vorträgen sollte. Tie Verwaltung lehnte eine Verhandlung mit der Begründung ab, Daß ber Ar- betterausschub bieriür zustänbig sei und erklärte sich bereit, mit bleiern zu verhandeln. Nachmittags sand eine Besprechung mit Dem ArbcuerauSschuß statt.